Sonnenblumen (Gattung Helianthus) sind einjährige
Sommerblüher. Abhängig von Art und Sorte werden sie zwischen
30 cm und 500 cm hoch. Eine der größten Sorten ist ´King
Kong´, die durchschnittlich 450 cm hoch wird und 40 cm große
Blüten hat. Bei anderen Sorten können die Blütenkörbe
einen Durchmesser bis zu 60 cm erreichen. Sie werden zur Gewinnung von
Sonnenblumenöl, als Tierfutter und als Zierpflanzen gezüchtet
und angebaut. Etwa 300 verschiedenen Sorten gibt es in Europa.
Je nach Sorte enthalten Sonnenblumenkerne 35 bis 55%
Fett. Davon ist ein großer Teil mehrfachungesättigte Linolsäuren.
Dazu kommen Eiweiß, Eisen, Fluor, Jod, Kalzium, Mangan, und die Vitamine
B1, B2, D und E.
Für den Hausgarten oder auch als Schnittpflanze für
die Vase gibt es zahlreiche Sorten. Meist sind es Selektionen oder Hybriden
von H. annuus. Diese kann man gezielt Sortenrein kaufen und aussähen.
Dann hat man die Wahl bei der Farbe und Wuchshöhe. Es gibt neben den
alt bekannten Sonnengelben mit braunem Zentrum auch, braune, rote und weiße
Sorten (´Vanilla Ice´, ´Italian White´). Einige
Sorten haben ein helles Zentrum und andere gefüllten Blüten.
Mit dem Nemenszusatz "bicolor" sind Sorten versehen, deren Blütenblätter
zweifarbig sind. Man kann auch Vogelfutter von der Winterfütterung
aussäen und schauen, was sich dahinter verbirgt. Sonnenblumen blühen
in der Zeit von Juli bis September.
Samen von verschiedenen Sonnenblumensorten
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Die Pflanzen sind Dunkelkeimer. Das heißt, dass
man sie 1 bis 2 cm hoch mit Erde bedeckt wenn man sie aussät. Nach
dem Keimen mögen sie voll sonnige, warme Standorte mit nährstoffreichem,
feuchten Boden. Ab April kann man die Samen direkt im Beet aussähen.
Zumindest in der Anfangszeit sind oft Stützen erforderlich. Später
werden die Stängel oft sehr dick und stabil. Die Pflanzen brauchen
eine gute Wasser- und Nährstoffversorgung.
Durch ihre tief reichenden Wurzeln sind Sonnenblumen
gut dazu geeignet Boden für andere Pflanzen vorzubereiten. Allerdings
entziehen sie dem Boden viele Nährstoffe, so dass die Folgekultur
gut gedüngt werden muss.
Für die Vase schneidet man wenig geöffnete Knospen.
Dann halten sie bis zu 3 Wochen. Da der Pollen sehr klebrig ist, haftet
er an Kleidung und Tischdecken und lässt sich schwer wieder entfernen.
Für die Schnittblumenkultur werden darum spezielle Sorten gezüchtet,
die keinen Pollen produzieren. Sie sind in der Regel auch einstielig.
Zu dieser Gruppe gehören der Fantasia Mix, Pro Cut
Bicolor, Ruby Eclipse, Starburst Aura, Starburst Lemon Aura, Sunbeam, Sunbright,
Sunrich Gold F1 und Sunrich Lemon F1.
Bei mehrstieligen Sorten sollte man einige Blüten frühzeitig entfernen, damit sich die übrigen gut entwickeln können. Mehrstielig sind zum Beispiel ´Peach Passion F1´ und die gefüllte ´Starburst Aura F1´.
Sehr beliebt sind auch Zwersorten wie ´Teddybär´ und ´Big Smile´. Sie werden nur 35 bis 40 cm hoch und lassen sich darum gut im Topf im Zimmer halten.
Auch Helianthus debilis ist manchmal in Kultur.
Sie ist ebenfalls einjährig. Sie verzweigt sich und hat goldgelbe,
kleine Blüten mit dunklem Herz. Sie ist als Schnitt- oder Trockenblume
gut geeignet. Häufiger Rückschnitt fördert die Bildung neuer
Blütenknospen. Sie kann bis 150 cm hoch werden.
Eine Sonnenblume aus Vogelfutter. |
´Prado Gold´
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´Full Sun´
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´Holiday´
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´Teddy Bear´ oder Teddybär´
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´Starburst Aura´
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´Pro Cut Bicolor´
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´Merida Bicolor´
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´Ruby Eclipse´
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´Terracotta´
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´Claret´
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´Prado Red´
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(c) Wilstermann-Hildebrand 2009