Der Algenball gehört zu den Chlorophyta (Grünalgen)
und wird in die Familie der Cladophoraceae eingeordnet. Dazu gehören
verzweigte und unverzweigte, fadenförmige Grünalgen mit großen,
vielkernigen Zellen und wandständigen Chlorplasten.
In der Gattung Aegagropila gibt es nur diese eine
Art. Lange Algenfäden verwachsen zu einem Knäuel und bilden eine
Kugel, wenn sie in den Randbereichen von größeren Seen von den
Wellenbewegungen hin und her gerollt werden. Größere Kugeln
sind oft hohl, weil die Fäden im Inneren durch Lichtmangel sterben.
Es empfiehlt sich die Algenbälle von Zeit zu Zeit wie einen Schwamm
auszudrücken um den Mulm zu entfernen.
Die Pflanzen nehmen wie alle anderen Wasserpflanzen auch
Nitrat und Phosphat auf, in dem sie die Nährstoffe in ihre Körpermasse
einbauen. Die Angst, dass der Algenball durch Drücken Nitrat oder
Phosphat ans Wasser abgibt ist darum unbegründet. Lediglich absterbenden
Teile geben bei ihrer Zersetzung Nährstoffe ab, wie es andere verwesende
organische Materialien auch tun.
Mehr Informationen über die Mooskugel finden Sie
in unserem vierten Newsletter.
| Moosball, Seeknödel
Aegagropila sauteri (NEES) KÜTZEL Synonyme:
Herkunft:
Aussehen:
Temperatur: 5-28 °C (winterhart) pH-Wert: 6,0-8,0 Härte: 2-18 °KH (bis 20 °dGH) Licht: wenig bis mittel Sonstiges:
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Drei Algenbälle im Vordergrund.
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Literatur:
W. Rothmaler (1994): Exkursionsflora von Deutschland.- Spektrum Akademischer Verlag Heidelberg, Berlin
S. Kornorbis (1994): Cladophora aegagropila.- DATZ 47 (4), 250-251
Takeo Horiguchi, Tadao Yoshida, Manabu Nagao, Isamu Wakana, Yasutugu Yokohama (1998): Ultrastructure of chloroplasts in 'Marimo' (Cladophora aegagropila, Chlorophyta), and changes after exposure to light.- Phycological Research 46 (4), 253–261.
C. Kasselmann (1999): Eine Kuriosität im Aquarium. Der Echte Seeball oder Seeknödel Cladophora aegagrophila.- Aquarium heute 17(3), 378-382
Takeaki Hanyuda, Isamu Wakana, Shogo Arai, Kazuyuki Miyaji, Yasuyuki Watano, Kunihiko Ueda (2002): Phylogenetic relationships within Cladophorales (Ulvaphyceae, Chlorophyta) inferred from 18s rRNA gene sequences, with special refference to Aegagropila linnaei.- Journal of Phycology 38 (3), 564–571.
Miyaji, Shogo Arai, Kunihiko Ueda, Isao Inouye (2004): Carotinoid composition of Cladophora Balls (Aegagropila linnaei) and some members of the Cladophorales (Ulvophyceae, Chlorophyta): Their taxonomic and evolutionary implication.- Journal of Phycology 40 (6), 1170–1177
U. Wagenknecht (2006): Der Seeball - Vermehrung im Aquarium.-
Aqua Planta 3-06, 115-117