Die Gattungen Egeria, Elodea, Hydrilla und Lagarosiphon - Wasserpestarten
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Egeria densa
Egeria najas
Elodea canadensis
Elodea nuttallii
Hydrilla verticilliata
Lagarosiphon cordofanus
Lagarosiphon madagascariensis
Lagarosiphon major









Als Wasserpest werden die Pflanzen aus vier Gattungen bezeichnet. Alle vier gehören zu den Hydrocharitaceae (Froschbißgewächse). Sie sind also unter anderem mit den Vallisnerien und dem Froschbiß (Hydrocharis) verwandt. Sie haben verzweigte Stängel mit Quirlen aus kleinen, lanzettlichen Blättern und Zähnchen an den Blatträndern. Alle Arten wachsen immer vollständig untergetaucht und sind echte Wasserpflanzen.
Die Pflanzen vermehren sich in der Regel sehr schnell vegetativ und werden schnell zu einer Plage, wenn es ihnen an einem Standort zusagt. Daher gehören die Wasserpestarten zu den am meisten bekämpften Wasserpflanzen überhaupt. Das rasante vegetative Wachstum führt dazu, dass sich der stärkste Klon durchsetzt. Dann wachsen an einem Standort nur noch nachkommen von einer einzelnen Pflanze, die entweder männlich oder weiblich sind. Darum findet man selten männliche und weibliche Pflanzen in einem Bestand. Die Vermehrung über Samen (generative Vermehrung) ist darum eher die Ausnahme. Für die Aquaristik vermehrte Pflanzen stammen ebenfalls aus einer vegetativen Vermehrung, die besonders starkwüchsige Typen selektiert. Über die Jahre setzt sich ein Klon bei dem Anbauern durch. Daher ist es auch bei den Pflanzen im Handel recht unwahrscheinlich, dass man in einem Bund männliche und weibliche Pflanzen findet. Es ist aber möglich, dass man bei von einem Anbauer männliche und und von einem anderen Anbauer weibliche Pflanzen erhält.
 
 

Einzelner Zahn am Blattrand von Elodea densa
(mit 20-facher Vergrößerung fotografiert)

Zur Gattung Elodea gehören insgesamt 5 Arten. Das natürliche Verbreitungsgebiet der Gattung beschränkt sich auf das gemäßigte und subtropische Nord- und Südamerika. Andere Vorkommen sind durch Verschleppung entstanden.Die Pflanzen sind in der Regel zweihäusig. Die weiblichen Blüten bilden sich in den oberen Stängelbereichen. Sie haben eine sehr lang gestreckte, feine Röhre zwischen Samenanlage (in der Blattachsel) und den Narben (Wasseroberfläche). Die Röhre besteht aus einer Hülle von sehr dünnen Kelchblättern, die die Griffel umschließen. Die Kronblätter und Narben treiben auf der Wasseroberfläche.
Die männlichen Blüten wachsen bei Elodea potamogeton an langen Stielen zur Wasseroberfläche, öffnen sich und geben den nicht benetzbaren Pollen frei. Dieser treibt dann auf der Oberfläche. Die Bestäubung erfolgt durch die Strömung. Bei Elodea nuttallii lösen sich aber die männlichen Blüten von den Stielen und steigen frei zur Oberfläche auf. Dort öffnen sie sich oft explosionsartig. Teilweise werden die Pollen auch schon unter Wasser frei gegeben und treiben in Luftblasen nach oben. Bei Elodea canadensis lösen sich die männlichen Blüten ebenfalls ab. Bei dieser Art öffnen sie sich aber langsam an der Wasseroberfläche (Cook 1994 und 1995).
Die Frucht wird während ihrer Entwicklung immer schwerer und geht nach einer Weile unter. Vermutlich werden darum in der Natur nur wenige entdeckt. Bei Elodea potamogeton wurden bisher noch nie welche gefunden.

Aus der Gattung Egeria sind zwei Arten aquaristisch interessant. Aus den Gattungen Hydrilla nur eine und bei Lagarosiphon drei.
Die Gattungen Elodea und Egeria sind im Umgang problemlos. Lagarisophon ist dagegen oft schwierig zu kultivieren und empfindlich. Diese Gattung bevorzugt helle Standorte in leicht saurem, weichem Wasser.

Alle Wasserpest-Arten entwickeln sich unter für sie günstigen Bedingungen zu Unkräutern. Darum gibt es vor allem von Institutionen, die Interesse an der Pflege von Wasserwegen haben zahlreiche Untersuchungen zur Bekämpfung und zum Konkurrenzverhalten dieser Pflanzen. Beispielsweise wurde das Konkurrenzverhalten von Elodea canadensis, Elodea nuttallii und Lagarosiphon major untersucht. Dabei zeigte sich, dass der Konkurrenzeffekt nicht allein auf die Bezeihung zwischen Kohlendioxid, pH-Wert und Sauerstoff zurück zu führen ist (James et al. 1999).
Alle hier genannten Arten reagieren empfindlich auch antibakterielle Fischmedikamente mit Acriflavin (Trypaflavin). Oft wirken auch Kupfer (> 0,02 mg/l) und Zink (> 0,01 mg/l) in relativ geringen Konzentrationen schädlich.

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Argentinische oder Dichtblättrige Wasserpest
Egeria densa PLANCHON 1849

Synonyme: (nach de Wit 1990)
Elodea densa (PLANCHON) CASPARI 1857
Anarchis densa
Egeria canadensis var. gigantea
Egeria canadensis var. longifolia
Philotria densa
 

Herkunft:
Argentinien, Paraguay, Brasilien, Florida

Aussehen: 
Die Stängel dieser Wasserpest werden bis 60 cm lang. Die Blätter bilden hellgrüne Blattquirle aus 3-5 Blätter pro Knoten. Die Internodien sind sehr kurz und die Blätter liegen an ihrer Basis dachziegelartig über einander. Die sitzenden, transparenten Blätter sind lanzettlich, 2 bis 3 cm lang und 3 bis 4 mm breit. Sie haben sehr fein gezähnte Ränder. An der Blattbasis sind Schuppen. Die weißen, weiblichen, emerse Blüten bilden sich unter der Wasseroberfläche und öffenen sich darüber. Die männlichen Blüten sind sehr viel kleiner und wachsen weiter unten an den Pflanzen. 

Temperatur:      15-26 °C

pH-Wert:          6,0-8,0

Härte:               8-20 °KH

Licht:                mittel

Sonstiges:
Die Pflanzen sind guter Sauerstoffspender. Sie sind schnellwüchsig und wachsen bis zu 10 cm in der Woche. Sie mögen nährstoffreiches Wasser und nahrhaften Bodengrund. In sehr hartem Wasser bilden sich leicht abstreifbare Kalkablagerungen auf den Blättern, die durch biogene Entkalkung enststehen.
Die Vermehrung erfolgt durch Kopfstecklinge oder Seitentriebe. 

Chromosomenzahl: 2n = 48 bei beiden Geschlechtern (Cook & Urmi-König 1984)

Die Pflanzen sind sehr anpassungsfähig und verbreiten sich schnell, wen sie in ein neues Gebiet eingeschleppt wurden. Beispielsweise breiteten sie sich im australischen Hawskbury River im Abschnitt zwischen Warragamba Dam und Wisemans Ferry von einer Fläche von 1,1 Quadratkilometer im Jahr 1994 auf eine Fläche von 2,1 Quadratkilometern im Jahr 1996 aus. Damit wuchs die Pflanze im Jahr 1996 fast überall entlang des Flussabschnitts. Dabei verdrängte sie Bestände von einheimischen Vallisnerien (Roberts et al 1999).

Männliche Blüte von Egeria densa

Turionen (Winterknospen) bilden sich
an den Blattknoten. Die Blattspreiten
des Hauptriebes zerfallen mit der Zeit.

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Nixkrautähnliche Wasserpest
Egeria najas (PLANCHON 1849) ST. JOHN 1920

Synonyme:
Anarchis nuttallii PLANCHON 1849
Elodea najas 

Herkunft:
Südamerika (Brasilien, Uruguay, Paraguay, Argentinien)

Aussehen: 
Die Stängel werden etwa 70 cm lang. Die grünen Blätter sitzen meist in fünfzähligen Quirlen an den Knoten. Die Spreiten sind hell grün, 2 bis 3 cm lang und 1 bis 2 mm breit. Sie haben raue, gezähnte Ränder und sind oft nach unten gebogen. An der Blattbasis sind Schuppen. Die Pflanzen sind insgesamt sehr steif und spröde. Die Stängel brechen leicht.

Temperatur:      15-26 °C

pH-Wert:           6,0-8,0

Härte:                8-20 °KH

Licht:                mittel bis viel

Sonstiges:
Die Bläter sind etwas feiner als die von Egeria densa. Die Kultur ist nicht schwierig. Nur die Stängel brechen leicht und müssen mit Sorgfalt gesteckt werden.

Chromosomenzahl: 2n = ca. 18 bei weiblichen Pflanzen, 2n = ca. 40 bis 60 bei den männlichen Pflanzen (Cook & Urmi-König 1984)

Die Blätter sind feiner als bei der
Dichtblättrigen Wasserpest.

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Kanadische Wasserpest
Elodea canadensis RICHARD apud MICHEAUX 1803

Synonyme: (nach de Wit 1990)
Anarchis canadensis PLANCHON 1849
Anarchis alsinastrum
Anarchis pomeranica
Apalanthe granatensis
Apalanthe schweinitzii
Elodea latifolia
Elodea schweinitzii
Philotria canadensis
Udora canadensis (MICHEAUX) NUTTALL
Udora verticilliata
Udora occidentalis
Serpicula occidentalis

Herkunft:
Nordamerika, nach Europa, Südostasien, Nordafrika und Australien verschleppt

Aussehen: 
Der verzweigte Stängel ist etwa einen Millimeter dick, bis einen Meter lang und recht zerbrechlich. Die Blätter sind gegenständig oder in drei- bis fünfzähligen Quirlen angeordnet. Die schmal elliptischen bis lanzettlichen Blätter sind sitzend (ohne Stiel), etwa 1 bis 1,5 cm lang und ca. 3 mm (1 bis 5 mm) breit. Die Blattränder sind gezähnt. An der Blattbasis sind kleine Schuppen. Die männlichen Blüten sind in den Blattachseln in eiförmigen etwa 1 cm langen Spathen eingeschlossen. Sie haben jeweils 9 Staubblätter, wobei die inneren drei verwachsen sind. Sien die Blüten reif, löst sich der gesamte Blütenstand ab und treibt zur Oberfläche, o er nach und nach die Blüten frei gibt. Die weiblichen Blüten sind nahe der Triebspitze zwischen besonders dichten Blattquirlen. Kronblätter und Narben treiben auf der Wasseroberfläche. Dabei sind sie durch eine etwa 15 cm lange (oder längere) Röhre mit dem Stängel der Pflanze verbunden. Die Röhre ist Teil der eigentlichen Blüte und besteht aus einer Hülle von sehr dünnen Kelchblättern, die die Griffel umschließen. Die langen, haarfeinen Griffel verbinden die Samenanlagen in den Blattachseln mit den Narben in der treibenden Blüte. Die Kronblätter sind 2 bis 3 mm groß und weiß bis rosa. Die Narben haben eine gabelig geteilte, fein behaarte Spitze. 

Temperatur:     15-26 °C

pH-Wert:          6,5-8,0

Härte:               2-20 °KH

Licht:                mittel bis viel

Sonstiges:
Die Pflanze eignet sich gut für Kaltwasseraquarien und Teiche. Sie kann aber vorrübergehend auch bei Temperaturen bis 28 °C wachsen. 

Elodea canadensis (unten) im Vergleich
mit Elodea nuttallii (oben).

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Nuttalls Wasserpest, Schmale Wasserpest
Elodea nuttallii (J. E. PLANCHON) ST. JOHN 1920

Synonyme:
Anarchis nuttallii J. E. PLANCHON 1849

Herkunft:
aus Nordamerika, in Europa und Japan eingeschleppt

Aussehen: 
Die Stängel sind etwa 1 mm dick. Die Blätter sind lanzettlich mit einer Länge von 8 mm und einer Breite von 2 mm. Sie sind in fünf- bis siebenzähligen Quirlen angeordnet. An der Blattbasis sind feine Schuppen. Der Blattrand ist deutlich mit groben Zähnen besetzt. Oft sind die Sproße rötlich braun.

Temperatur:     15-24 °C (Wachstum), winterhart

pH-Wert:          6,0-8,0

Härte:               2-20 °KH

Licht:                mittel bis viel

Sonstiges:
Diese Pflanzen lassen sich nicht gut in Aquarien kultivieren, eignen sich aber gut für Teiche. Sie sind winterhart. Diese Wasserpest ist weniger wüchsig als Elodea canadensis.

Elodea nuttallii (oben) im Vergleich
mit Elodea canadensis.

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Grundnessel
Hydrilla verticilliata (LINNÉ FIL.) ROYLE 1839

Synonyme: (nach de Wit 1990)
Serpicula verticilliata LINNÉ 1781
Hydrilla alternifolia
Hydrilla najadifolia
Hydrilla ovalifolia
Hydrilla roxburghii
Hydrilla wightii
Epigynanthus blumei
Hydrospondylus submersus
Leptanthus verticilliata
Ixia aquatica
Udora occidentalis
 

Herkunft:
Asien, Australien, Ostafrika, Europa, nach Nordamerika eingeschleppt

Aussehen: 
Die Stängel sind rund, werden bis zu 2 m lang und haben einen Durchmesser von 1 bis 2 mm. Die schmal lanzettlichen Blätter sind in 3 bis 8-zähligen Quirlen an den Knoten angeordnet. Abhängig vom Lichtangebot sind die Internodien zwischen 0,5 und 2 cm lang. Die Blätter sind ungestielt, etwa 1 bis 2 cm lang und 2 bis 3 mm breit. An der Basis sind Schuppen. Die Blattränder sind gesägt. Die Pflanzen blühen selten. Die männlichen Blüten sind unscheinbar, klein und in großer Zahl in einem Hüllblatt zusammengefasst. Wenn sie reif sind, platzt die Hülle und die Blüten steigen zu Oberfläche auf. Die weiblichen Blüten wachsen an Stielen zur Oberfläche und werden dort von den treibenden, männlichen Blüten bestäubt.

Temperatur:     20-30 °C

pH-Wert:          6,0-7,5

Härte:               2-20 °KH

Licht:                mittel bis viel

Sonstiges:
In Australien wurden die Pflanzen in klarem Wasser in Tiefen bis zu 12 Meter gefunden. Die Pflanzen verbreiten sich durch Samen, Ausläufer und durch abbrechende Seitentriebe.
Die Art wurde bereits in den 1950´ern für die Aquarienkultur in die USA eingeführt. Sie breitete sich stark aus, weil es dort keine natürlichen Gegenspieler gibt. Die australische Bohrfliege Hydrellia balciunasi legt ihre Eier an den Pflanzen ab und die Larven fressen sich durch die Blätter. In Australien wächst die Pflanze in stabilen Ökosystemen ohne zur Plage zu werden.

Chromosomenzahl: 2n = 16, 3n = 24 (triploid) , 4n = 32 (tetraploid) (Langeland et al. 1992)

Hydrilla verticilliata am 
Lake Tineroo Falls Dam
in Queensland

Blüte von Hydrilla verticilliata

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Afrikanische Wasserpest
Lagarosiphon cordofanus CASPARY 1858

Synonyme:
Udora cordofana HOCHSTETTER

Herkunft:
Ost- und Südafrika (Kamerun)

Aussehen: 
Die Stängel sind weich und haben einen Durchmesser von etwa 0,5 bis 1 mm. Die feinen, weichen Blätter sind wechsel- oder quirlständig. Die hell grünen Spreiten sind linealisch und leicht nach unten gebogen. Sie sind 1 bis 3 cm lang und 0,5 bis 1,5 mm breit. Die Blattränder weisen viele kleine Zähne auf, die dreieckigen Vorsprüngen stehen. An der Blattbasis sind eiförmige Schuppen.

Temperatur:     22 - 32 °C

pH-Wert:          5,5-7,5

Härte:               2-12 °KH

Licht:                viel bis sehr viel

Sonstiges:
Die Pflanzen können auch vorrübergehend bei Temperaturen von bis zu 34 °C überleben. Optimal ist sind aber 25 bis 28 °C. Für eine erfolgreiche Kultur ist ausreichend Licht und eine gute Versorgung mit Kohlendioxid notwendig (Kramer 2000).

L. cordofanus im Aquarium

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Madagassische Wasserpest
Lagarosiphon madagascariensis CASPARY 1882

Synonyme:
Lagarosiphon densus RIDLEY 

Herkunft:
Madagaskar

Aussehen: 
Die Stängel sind weich, wenig verzweigt und haben einen Durchmesser von etwa 0,5 bis 1 mm. Sie werden etwa 50 cm lang. Die weichen Blätter sind wechselständig, selten treten dreizählige Quirle auf. Die hell grünen Spreiten sind linealisch, 1 bis 1,5 cm lang und 0,5 bis 1, mm breit. Bei dieser Art sind die feinen Zähne nicht auf Vorsprüngen wie bei Lagarosiphon cordofanus. An der Blattbasis sind kleine, eiförmige Schuppen.

Temperatur:     24 - 28 °C

pH-Wert:          5,5-7,0

Härte:               2-8 °KH

Licht:                viel bis sehr viel

Sonstiges:
Die Pflanzen wachsen sowohl im Bodengrund verwurzelt als auch frei treibend unter der Wasseroberfläche. 
Die Art kommt nur aus Madagaskar vor. Dort wächst sie in flachen Gewässern zusammen mit Ottelia ulvifolia an sonnigen Stellen. Der pH-Wert wurde dort mit 5,6 bis 7,5 gemessen. Die Pflanzen wachsen in schnell fließenden, klaren Gewässern bei Temperaturen um 23 °C. Die Pflanzen galten bei ihrer Einführung durch Bogner 1967/68 als zweihäusig. Schöpfel (1976) soll aber zweigeschlechtige (zwittrige) Blüten an seinen kultivierten Pflanzen gefunden haben. Die Triebspitzen brechen leicht ab, lassen sich aber problemlos wieder stecken. Die Pflanze ist sehr schön aber recht schwierig (nach de Wit 1990).

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Krause Wasserpest
Lagarosiphon major (RIDLEY) MOSS 1928

Synonyme:
Lagarosiphon muscoides HARVEY var. major RIDLEY 1886

Herkunft:
Simbabwe und Südafrika

Aussehen: 
Die Stängel sind steif und brüchig. Die Blätter sind wechselständig, selten in Quirlen. Die Spreiten sind schmal lanzettlich und nach unten gebogen. Sie sind etwa 1,0 bis 1,5 cm lang und 1,5 bis 2 mm breit. Die Zähne am Blattrand stehen nicht auf Vorsprüngen. An der Blattbasis sind keine Schuppen.

Temperatur:      15 - 25 °C

pH-Wert:          5,5-7,0

Härte:               2-12 °KH

Licht:                viel bis sehr viel

Sonstiges:
Die Pflanze ist seit 1906 in der Aquaristik bekannt. Sie ist aber nicht ganz unproblematisch in der Kultur. Sie ist nicht immer im Handel verfügbar, weil sie  in Asien produziert wird und den Transport nach Europa nicht immer gut übersteht.

Die Blüten von Lagarosiphon major 
bilden sich in den Blattachseln nahe der Triebspitze.

Die Pflanzen sind sehr steif.

Die Blätter biegen sich alle nach unten.

 

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Literatur:

Linné f. (1781): Suppl. Sp. Pl. S. 416

Richard (1803): in Micheaux, Fl. Bor. Am. 1, Seite 20

Royle (1839): Ill. Bot. Im. taf. 376

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J. E. Planchon (1849): Ann. Sci. Nat., sér. III, II, Seite 74

J. E. Planchon (1849): Ann. Sci. Nat., sér. III, XI, Seite 75

Caspary (1857): Mon. Ber. Kgl. Preuß. Acad. Berlin Seite 48

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St. John (1920): RHODORA 22, S. 29

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H. Schöpfel (1988): Egeria, anspruchslose Wasserpflanzen.- Aquarien Terrarien 35(8), 275-276

B. Kahl (1989): Aquarienpflanzen.- GU-Kompaß, Gräfe und Unzer GmbH, München

H.C.D. De Wit (1990): Aquarienpflanzen.- 2. Überarbeitete Auflage, übersetzt aus dem Niederländischen von Dr. Edy Roche, Verlag Eugen Ulmer, Stuttgart (Hohenheim)

K. A. Langeland, D.G. Schilling, J.L. Carter, F.B. Laeoche, K.K. Steward, P.T. Madiera (1992): Chromosome morphology and number in various populations of Hydrilla verticilliata (L.f.). ROYLE.- Aquatic Botanic 42, 253-263

C.D.K. Cook (1994): Die Blütenbiologie der Hydrocharitaceae (Froschbißgewächse).- Aqua Planta 3-94, 110-118

K.T. Noordhuis (1995): Gartenpflanzenenzyklopädie.- Karl Müller Verlag, Erlangen

C.D.K. Cook (1995): Die Blütenbiologie der Hydrocharitaceae (Froschbißgewächse) Teil 3.- Aqua Planta 1-95, 29-38

L. Wischnath (1997): Beliebte Wasserpflanzen vom Wasserpest-Habitus.- Aquaristik aktuell 2/97, 14-16

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G.R. Sainty, S.W.L. Jacobs (2003): Waterplants in Australia.- Sainty and Associates Pty Ltd
 


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