Hund und Katz
Kleintiere
Aquaristik
Tropica
Dennerle
JBL
AquaFiM
Vom 22. bis zum 25.5.2008 fand auf dem Messegelände in Nürnberg die 30. Interzoo statt. Auf dieser internationale Fachmesse für die Heimtierbranche zeigten 1.400 Aussteller aus 50 Ländern ihre Produkte. zum ersten Mal wurden dazu 10 Hallen geöffnet. Auf den insgesamt 89.000 Quadratmetern tummelten sich allein am Donnerstag 10.300 Besucher. Für Endverbraucher ist die Messe nicht zugänglich. Es gibt hier allerdings auch nichts zu kaufen und selbst mit Proben waren die Aussteller in diesem Jahr recht geizig.
Hund und Katz
Wie aus der Verteilung der Prduktsegmente unten zu ersehen
ist, waren 41 % der Aussteller mit Produkten für Hunde und Katzen
vor Ort. Vor allem Hundefutter, Snacks und Katzenstreu wurden vielfach
ausgestellt.
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Quelle: nach Angaben der "Interzoo news aktuell" vom 22.
Mai 2008
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Spielzeuge, Halsbänder und Kleidung für Hunde
hielten sich darüber hinaus anteilig etwa die Waage. Besonders auffällig
war der große Anteil an "Hundemode". Mag man in Warnwesten für
Jagdhunde noch einen Sinn erkennen, scheinen mir Angora-Pullover dagegen
etwas überflüssig. Die Ausstellung von Scheren, Trimmgeräten
und einem mobilen Hundesalon wurde von uns eher im Vorbeigehen zur Kenntnis
genommen. Wie groß die Bedeutung dieser Branche ist, zeigt die Zeitschrift
"Cut & Dog", die alle zwei Monate erscheint. Unter anderem wird hier
über Meisterschaften der Groomer (Hundefrisöre) berichtet. Bespielsweise
aktuell über die "Mastershow Rimini" (Italien) und die "Ciseaux d´Or"
(Frankreich). Allgemein gilt das Handwerk als sehr abgehoben und wird meist
mit Pudeltollen verbunden. Tatsächlich können Groomer auch bei
der Pflege verwarloster Hunde in Tierauffangstationen oder Tierheimen eine
Hilfe sein, wenn verfiltes Fell oder zu lange Krallen einer Überarbeitung
bedürfen.
Solange sie an Puppen sind kann man mit den
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Kleintiere
Für Kleintiere wurden vor allem Käfige in allen
Größen, Formen und Farben angeboten. Nagerfutter und Kleintierstreu
waren vereinzelt zu sehen. Ebenfalls zu den Kleintierartikeln muss man
wohl die farbig beleuchteten Ameisenfarmen in blau, grün und rot zählen.
In ihnen graben sich Ameisen (nicht im Lieferumfang enthalten) durch eine
gelatineartige Substanz. Interessant sehen die beleuchteten Gänge
schon aus. Die toten Ameisen in den Behälter weisen aber darauf hin,
dass es sich wohl kaum um eine tiergerechte Haltungsform handelt.
Iluminierte Ameisenfarm
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mehrstöckige Käfige für Nager |
Aquaristik
Mit etwa 22 % waren die Aquaristikprodukte nicht wirklich
schwach vertreten. Leider fällt in dieses Segment auch jede Goldfischkugel,
Plastikpflanze, versunkene Städte, Flugzeug- und Schiffswracks, sowie
Effektbeleuchtung und Ladeneinrichtungen. Dabei wurden besonders Kunststoffprodukte
in allen möglichen Formen und Farben aus Asien vorgestellt. Viel richtig
Neues und wirklich Interessantes gab es daher nicht zu sehen.
Wenn Spongebob in einer Ananas leben
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Pflanzen (echt oder wie hier aus Kunststoff)
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Die Designs, die sich an verschiedene Fernsehsendungen anlehnen, sprechen natürlich vor allem Kinder an. Als Spielzeug für den Strand sind sie sicher recht unterhaltsam. Für die Haltung von Tieren sind diese Plastikbehälter mit einem Fassungsvermögen von ca. 20 Litern aber weniger geeignet. Es ist zu hoffen, dass diese Produkte nicht in größerer Menge den Weg auf den Markt finden. In den Goldfischkugeln, die wie Zimmerbrunnen konzipiert sind, waren am ersten Tag tatsächlich noch Fische. Offenbar haben die Veranstalter die Tiere entdeckt und entfernen lassen.
Zum Glück gab es aber nicht nur Kitsch. Die großen
Aquaristikanbieter waren selbstverständlich auch auf der Messe und
präsentierten ihre Neuheiten.
Tropica präsentierte drei neue Pflanzen. |
Dennerle vermarktet Nonoaquarien. |
JBL stellte einige neue Produkte vor. |
Noch gehört AquaFiM nicht zu den ganz
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Tropica stellte mit dem Australischen
Tausendblatt Myriophyllum mezianum, Nesea pedicellata und
einer Staurogyne-Art insgesamt drei neue Pflanzen vor. Optisch erinnert
Staurogyne
mit ihren lanzettlichen grünen Blättern sehr an den Indischen
Wasserfreund. Das Besondere an dieser Pflanze ist der kriechende Wuchs
unter Wasser. Werden beim Einpflanzen die langen Triebe entfernt, wachsen
die neuen Seitentriebe waagerecht und bilden einen Teppich. Dadurch eignet
sich die Pflanze auch gut für kleinere Aquarien.
Staurogyne ist ein neuer Bodendecker.
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Garnelenbecken mit "Red Cherrys". |
Schöne Kombination aus Hemianthus
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Die Crew von Dennerle präsentierten
vor allem ihren neuen Themenschwerpunkt Nanoaquarien und das auf 10 Arten
erweiterte Moossortiment. Entsprechend wurden auch die aus dem Dennerle-Ratgeber
bekannten Pflanzenlandschaften mit Pflanzplänen im neuen Katalog um
acht Nano-Landschaften erweitert.
Außerdem wird in den nächsten Monaten eine
rosafarbene Form von Wendts Wasserkelch unter dem Namen Cryptocoryne
„Flamingo“ auf den Markt kommen.
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Zu den Nanoaquarien gehören auch kleine
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Cryptocoryne "Flamingo" soll unter Wasser
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Eine weitere deutsche Wasserpflanzengärtnerei war
mit der Firma WAKUS (Schlichting Berlin) vertreten. Diese hatte 2002 die
Gärtnerei "Hans Barth Dessau" übernommen und unter dem Namen
ihre Pflanzen vermarktet. Seit dem Verkauf des Standortes in Dessau hat
der Betrieb nun wieder seinen ursprünglichen Namen. Auf dem Stand
wurden in einem großen Schaubecken und mehreren kleineren Glasgefäßen
submerse Wasserpflanzen ausgestellt.
Die Gärtnerei Gula war nicht mit einem eigenen Stand
vertreten, machte aber mit dem Schaubecken am Stand von Preis-Aquaristik
einen guten Eindruck.
Aquarium am Stand von Preis-Aquaristik |
Selbstverständlich waren auch alle Hersteller von Zusatzprodukten angereist. JBL stellte unter anderem einen neuen Tages-Eisenvolldünger vor. Nach Aussagen von JBL enthält das Produkt "alle benötigten Mineralien für einen gesunden Pflanzenwuchs". Leider gibt der Hersteller weder an welche Nährstoffe enthalten sind, noch in welcher Zusammensetzung. Ob man bei JBL weis, was Pflanzen benötigen muss man darum einfach glauben. Der freundliche Berater, den ich nach dem Produkt befragte wusste jedenfalls von nichts. Er bestritt zum Beispiel, dass das Eisen in dem Produkt chelatisiert ist (geht aus der Werbung hervor). Auf die Frage, warum die einzelnen "Mineralien" nicht auf der Packung angegeben sind, sagte er mir, es seien so viele, dass die nicht alle auf die Packung passen würden. Es gäbe ja tausende weltweit. Da hat er sogar fast recht. Zu den Mineralien gehören ja zum Beispiel auch Quarz und Feldspat. Allerdings enthält der Dünger keine Mineralien sondern gelöste Salze, die der Pflanze als Mikronährstoffe dienen. Eine etwas zutreffendere Beschriftung wäre für die Zukunft wirklich zu wünschen.
Besonder gefreut hat uns der Andrang
am Stand von AquaFiM und DRAK. Während Dr. Andreas Kremser mit seinem
Dünger unter Aquarianern einen sehr guten Ruf hat, ist Philipp Mertens
mit seinem Trägermaterial AquaFiM noch neu am Markt. Zusammen haben
sie vor einigen Jahren "Ferrdrakon Power" auf den Markt gebracht. Das Produkt
war der erste Langzeitdünger für das Aquarium. Das Trägermaterial
mit dem Dünger wird im Filter oder an einer anderen durchströmten
Stelle platziert und gibt dann über drei Monate gleichmäßig
Nährstoffe an das Wasser ab. Wir haben bereits in unserem ersten Newsletter
darüber berichtet. Mittlerweile gibt es ausser der bewärten Düngermischung
von DRAK auch ein Mischung für Starklichtbecken mit dichtem Pflanzenbewuchs,
die auf einem Rezept des Stängelpflanzen-Gurus Hans-Georg Kramer basiert.
In Zukunft wird das Produkt hoffentlich verstärkt
im Zoofachhandel zu finden sein. Verschiedene Wasserpflanzenanbieter wie
die holländischen Gärtnerein von Vermeulen und Frans Stoffels,
sowie Planet Plants haben bereits Langzeitdünger auf AquaFiM in ihrem
Sortiment.
Die bekannte "Drak-Version" in neuem
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Selbiges Produkt mit der Mischung
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