
Wirbellose: Melanoides tuberculata
Neu: Langzeitdünger für Aquarien – Ferrdrakon Power
Pflanzenportrait: Vallisneria spiralis
Vorschau auf den nächsten Newsletter
heimbiotop ist gut besucht
Am 31.12.2006 ist die neu gestaltete Internetseite heimbiotop
von yahoo umgezogen und unter der domain www.heimbiotop.de neu gestartet.
Mittlerweile scheint das fast jeder zu wissen. Irgendwann am Freitag den
8.6. war der 10.000ste Besucher auf unserer hompage! Mit 11.000 Besuchern
und mehr als 35.000 Seitenzugriffen bis Ende Juni 2007 – also in einem
Zeitraum von sechs Monaten - wurden unsere Erwartungen weit übertroffen.
Wir betrachten das rege Interesse als Bestätigung
und werden uns auch in Zukunft bemühen die Seite weiter mit interessanten
Inhalten zu füllen und die Navigation zu erleichtern. Nun ist endlich
auch ein Bilderkatalog fertig, der wie ein einfacher Bestimmungsschlüssel
aufgebaut ist. Er soll es ermöglichen die gesuchte pflanze zu finden,
ohne deren Namen zu wissen.
Die größte Neuerung ist aber unser Onlineshop,
der ab 15.07.2007 unter www.heimbiotop.de/shop zu erreichen sein wird.
Dort finden Ihr neben einem vielfältigen Angebot an Aquarienpflanzen
auch Schnecken, Garnelen, Fische und diverses Zubehör. Vielleicht
finden Sie bei uns, was sie schon lange suchen.
Wirbellose: Melanoides
tuberculata
Die Indische oder Malaiische Turmdeckelschnecke (Melanoides
tuberculata) ist in der Aquaristik weit verbreitet. Sie ist sehr anpassungsfähig
und lebt weltweit in Süß- und Brackwasser von stehenden und
fließenden Gewässern. Sie kommt sogar in der Sahararegion in
temporären Gewässern in Algerien, Libyen, Tschad und Mauretanien
vor. Trockenzeiten von mehreren Monaten überdauern sie vergraben im
Substrat.
Abbildung 1:
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Sie ist sehr häufig in unseren Aquarien zu finden
und hat es sogar geschafft in einigen dauerhaft warmen Gewässern in
Europa Fuß zu fassen. Beispielsweise leben Malaiische Turmdeckelschnecken
im Heviz-Kanal in Ungarn. Temperaturen unter 15°C vertragen die Tiere
nicht, können sich also nicht unbegrenzt ausbreiten.
Ihre Gehäusefarbe variiert von oliv- oder gelbgrün bis rotbraun. Typisch sind rostrote Querstriche. Der Körper ist fahlgelb, gräulich bis dunkelgrau. Das Gehäuse kann bis 65 mm hoch und 20 mm breit werden. In Aquarien bleiben die Tiere kleiner. Selten erreichen sie mehr als 25 mm. Weil sie lebendgebärend sind und durch Jungfernzeugung (Parthenogenese) vermehren, können sich sehr schnell große Populationen im Aquarium aufbauen. Während ihres Wachstums entziehen sie dem Wasser Kalziumkarbonat. Reichen die zur Verfügung stehenden Mengen nicht aus, beginnt die Spitze der Gehäuse zu zerfallen. Die Tiere leben meist vergraben im Substrat, kommen aber nachts heraus um an der Oberfläche nach Nahrung zu suchen. Oft sind Aquarianer überrascht wie viele Schnecken sich dann sammeln. Um ihre Zahl zu reduzieren helfen nur das Absammeln und das Reduzieren der Fütterung. Die Massenvermehrung von Schnecken ist immer ein Zeichen für zu große Futtergaben. Vom Einsatz chemischer Bekämpfungsmittel ist abzuraten. Sterben die riesigen Schneckenmassen im Aquarium, kommt es zu Fäule und das Aquarienwasser kann kippen. |
Oft werden die Schnecken als Regenwürmer des Aquariums
bezeichnet. Sie durchwühlen den Bodengrund und lockern ihn auf. Sie
fressen Futterreste und verringern so die Gefahr von Fäulnis. Sie
gelten auch als Indikator für die Bodenverhältnisse, weil sie
bei Sauerstoffmangel nach oben kommen.
Dabei wird aber immer übersehen, dass die Turmdeckelschnecken
den Sauerstoffmangel fördern. Sie atmen natürlich auch tagsüber,
wenn sie im Substrat sind und verbrauchen Sauerstoff. Außerdem verschwinden
die Futterreste nicht, wenn die Schnecke sie gefressen hat. Auch Schnecken
scheiden Kot aus. Dieser wird zusammen mit dem Kot der Fische in tiefere
Bodenschichten gewühlt. Dort muss er von Bakterien umgewandelt werden,
die ebenfalls Sauerstoff benötigen. Im schlimmsten Fall kommt es zu
Umsetzungen in anaeroben Zonen und es bildet sich Schwefelwasserstoff und
Methan, die die Wurzeln der Pflanzen vergiften.
Bei einer Schichtung aus zwei verschiedenen Körngrößen
fördern die Turmdeckelschnecken eine Durchmischung und so eine Verdichtung
des Substrates, wenn kleinere Körner zwischen die größeren
rutschen.
Die Malaiische Turmdeckelschnecke ist also nicht uneingeschränkt
nützlich, schadet aber in der Regel auch nicht, wenn sie in geringer
Anzahl im Aquarium lebt.
Neu: Langzeitdünger für
Aquarien – Ferrdrakon Power
In Zusammenarbeit mit Drak Aquaristik hat die Firma Aquafim
Ferrdrakon Power, einen Langzeitdünger für Aquarien, entwickelt.
Er besteht aus einem neutralen Trägermaterial in das der bewährte
Ferrdrakon Eisenvolldünger eingearbeitet wurde. Das Trägermaterial
Aquafim gibt den Dünger über einen langen Zeitraum kontrolliert
hab, löst sich selbst aber nicht auf.
Als Langzeitdünger sorgt es im Aquarium für
eine konstante Konzentration, ohne dass regulierendes Eingreifen durch
den Menschen nötig wird. Eine konstante Konzentration wirkt sich stabilisierend
auf das Wachstum der Pflanzen aus, Über- oder Unterdüngung werden
verhindert, und die Tierwelt wird geschont.
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ohne Pflanzen als Verbraucher |
mit Pflanzen als Verbraucher |
Abbildung 2:
schematische Darstellung des Düngergehalt im Wasser
bei Anwendung von Ferrdrakon Power: links ohne Pflanzen, rechts mit Verbrauch
durch Pflanzen
Das Trägermaterial und der Dünger sind so auf
einander abgestimmt, dass über einen Zeitraum von drei Monaten jeweils
im Verlauf einer Woche etwa 10 mg/l Eisen und 20 mg/l Kalium an das Aquarienwasser
abgeben werden. In der Abbildung 2 sind auf der Y-Achse die Mengen (Eisen
- rote Kurve, Kalium - blaue Kurve) in mg und auf der X-Achse die Zeit
in Wochen dargestellt.
Die quantitativen Analysen wurden in einem akkreditierten
Prüflabor in Deutschland ausgeführt.
Die Messungen zeigen, dass von der zweiten bis zur 12.
Woche von Woche zu Woche immer die gleiche Menge Düngemittel abgegeben
wird, wodurch in einem Aquarium mit einem adäquaten Verbrauch über
die ganze Zeit hinweg eine gleich bleibende Konzentration aufrecht erhalten
werden kann.
Abbildung 3: Überblick über den Abgabeverlauf
von Eisen und Kalium
Die Abgabespitze in der ersten Woche ist dadurch bedingt, dass sich auf der Oberfläche des Materials durch den Herstellungsprozess Düngemittel - Partikel befinden, die leicht abgelöst werden können. Grundsätzlich ist die dabei zusätzlich abgehende Menge unbedenklich, sie kann aber durch kurzes Abspülen des Netzbeutels vor dem Einsatz in das Aquarium vermieden werden.
Ferrdrakon Power besteht aus kleinen, unlöslichen
Würfeln in denen sich der Dünger befindet. Die Würfel sind
ein einem weißen Kunststoffnetz eingeschweißt und lassen sich
darum problemlos handhaben und einfach wieder aus dem Aquarium entfernen.
Die Abgabemengen aus dem Material sind unabhängig von der Wassermenge.
Um für alle Aquarien eine gute Versorgung zu erreichen, gibt es Ferrdrakon
Power darum in verschiedenen Packungsgrößen. Bei höherem
Bedarf können aber auch problemlos mehrere Netzbeutel in ein Aquarium
eingebracht werden.
Dieser Langzeitdünger ersetzt die Düngung mit
dem bekannten Ferrdrakon Eisenvolldünger und dem Tagesdünger
Daydrakon. Es empfiehlt sich aber nach Wasserwechseln die entfernte Düngermenge
mit diesen Produkten wieder nachzuliefern.
Ferrdrakon Power wird in PE-Beuteln luftdicht versiegelt geliefert. Er kann in dieser Form bedenkenlos gelagert werden, falls er gegen Sonneneinstrahlung, direktes Licht und Temperaturen über 30°C geschützt wird. Die Sekundärverpackung aus PE wird als Kunststoff-Müll entsorgt (Gelber-Sack). Die Netzverpackung mit dem verbrauchten Aquafim-Materialsystem ist Rest-Müll.
Ferrdrakon Power ist für den Einsatz im Innen- oder
Außenfilter optimiert. Die Netzbeutel können nahe dem Wasseraustritt
im Filter platziert werden. Auf die Weise wird der gelöste Dünger
gleichmäßig im Aquarium verteilt. Es muss nur darauf geachtet
werden, dass Zu- und Ableitungen nicht blockiert werden.
Pflanzenporträt: Vallisneria spiralis
Für unseren ersten Newsletter haben wir uns entschieden eine der ersten Aquarienpflanzen im Porträt zu präsentieren. Die Sumpfschraube gehört zu den ältesten und bekanntesten Aquarienpflanzen. Die Art kommt ursprünglich in Nordafrika und Südeuropa vor, breitet sich aber immer weiter nach Norden aus. Es gibt verschieden Vorkommen in Deutschland, Frankreich, Österreich und Italien.
| Die Blätter von Vallisneria spiralis sind
bandförmig und gehen aus einer grundständigen Rosette hervor.
Sie sind glatt, bis 140 cm lang und 1 cm breit. Der Name „spiralis“ bezieht
sich nicht auf gedrehte Blätter, sondern auf den Stiel des Fruchtstandes,
der sich durch spiraliges Aufdrehen verkürzt und so die reifende Frucht
auf den Gewässergrund zieht. Vallisnerien sind zweihäusig, dass
bedeutet, dass die männlichen und weiblichen Blüten an verschiedenen
Pflanzen wachsen. Die weißlichen Blüten sitzen einzeln
auf langen Stielen. Etwa 1000 männliche Blüten befinden sich
an einer kurz gestielten Achse nahe am Gewässergrund. Sie sind von
einem häutigen Hüllblatt umschlossen, das aufreist, wenn sie
reif sind. Die winzigen, kugeligen Blüten treiben dann nach oben und
treiben auf der Wasseroberfläche, wo sie mit den treibenden weiblichen
Blüten in Kontakt kommen und den Pollen direkt übertragen.
Im Aquarium ist die Blütenbildung selten. Die Vermehrung erfolgt ausschließlich über Ausläufer. Die Gemeine Sumpfschraube kann im Gartenteich oder im Aquarium gepflegt werden. Es sind nicht alle Herkünfte gleich und auch nicht alle winterhart. Die meisten Pflanzen kann man gut bei Temperaturen zwischen 18 und 28 °C kultivieren. Eine sehr wüchsige Herkunft aus Jamaika wächst auch problemlos noch bei 32 °C. In der Natur kommen die Pflanzen vor allem in hartem, alkalischem Wasser vor. Sie können aber auch in weicherem, leicht saurem Wasser kultiviert werden. Vallisneria spiralis ist eine bewährte, anspruchslose Pflanze. |
Abbildung 4: Vallisneria spiralis |
Echinodorus-Arten im Handel – Who is who Teil
I – Echinodorus rigidifolius und Echinodorus argentinensis
Neben den Echinodorus-Sorten mit ihren phantasievollen
Namen werden auch „Arten“ im Handel angeboten. Systematiker finden deren
Bezeichnung oft nicht weniger phantasievoll. Im ersten Teil dieser Miniserie
über die Identität unserer Froschlöffel sind die Erkenntnisse
von Dipl. biol. Heiko Muth über „Echinodorus argentinensis“
und „Echinodorus rigidifolius“ zusammengefasst.
Pflege von Stängelpflanzen
Was zu beachten ist, zeigen wir in diesem Artikel.
Wirbellose: Red Cherry Garnele
Die Red Cherry-Garnele ist für Liebhaber eine alte
Bekannte.
Laub im Aquarium
Seemandelbaumblätter im Aquarium dienen vor allem
der Fischgesundheit. Aber es können auch andere Blätter Verwendung
finden, die als Dekoration und Zusatzfutter dienen.
Pflanzenportrait: Pogostemon stellatum ´Adelaide
River´
Unter dem Namen Eusteralis stellata ist die Sternpflanze
seit langem bekannt. Mittlerweile gehört sie zur Gattung Pogostemon.
Die Varietät ´Adelaide River´ ist die vermutlich schönste
Form dieser Art.
Der heimbiotop-newsletter ist ein Informationsblatt der heimbiotop GbR
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Erscheinungsdatum von heimbiotop-newsletter Nr.1/2007: 15. Juli 2007