
News: "Fisch & Reptil" in Sindelfingen
Betta splendens - Hochzuchtkampffische
Algen – Freund oder Feind? - Teil III: Blau- und Kieselalgen
Pflanzenportrait: Pogostemon helferi
Betta
splendens - Hochzuchtkampffische
Der Siamesische Kampffisch Betta splendens wird seit Jahrhunderten in Thailand gezüchtet. Dort liegt vermutlich auch das natürliche Verbreitungsgebiet. Die Wildform ist irisierend blau und rot. Die Flossen weisen unterschiedlich starke Rotanteile auf. Ursprünglich wurden die Tiere auf Aggressivität selektiert und für Schaukämpfe zusammengesetzt, die heute zum Glück aber offiziell verboten sind. Heute finden die Tiere wegen ihrer Farbenpracht immer mehr Liebhaber, die ihre Fische in Schönheits-Wettbewerben messen. Es gibt verschiedene Zuchtstandards für Flossenformen, die in den Richtlinien der einzelnen Interessengruppen festgeschrieben sind. Auf internationalen Ausstellungen werden immer wieder die schönsten Tiere prämiert. 2007 wurden auf der Aquarama in Singapur etwa 500 Hochzuchttiere ausgestellt.
Zuchtformen gibt es in vielen Farbschlägen mit zum Teil sehr fantasievollen Namen. So heißt zum Beispiel eine blau-gelbe Farbform „Mustard Gas“ (Senfgas). Ist der Körper heller als die Flossen spricht man von „Kambodscha“, weil in diesem Land zuerst solche Tiere selektiert wurden. Ein „Dark Body Red“ ist rot, wobei der Körper dunkler ist als die Flossen. Als „Pineapple“ wird es bezeichnet, wenn die Tiere gelb sind und jede Schuppe einen schwarzen Rand hat. Bei einer Sprenkelung mit dunkleren Flecken spricht man von „Dalmatinern“. Sind die Flecken größer ist der Fisch „Marbled“. Mehrfarbige Tiere sind je nach Musterung „Butterfly“, „Triband“ (Dreiband) oder einfach „Multicolor“. Ein „Butterfly“ hat zum Beispiel eine einheitliche Färbung an Körper und Flossen. Lediglich an den Flossenrändern ist ein gleichmäßiger weißer oder transparenter Saum. Der „Triband“ hat zwischen dem Körper und dem Saum noch eine dritte Farbe in den Flossen. Als „Multicolor“ oder „Salamander“ werden Tiere bezeichnet, deren Körper mehrere Farben aufweist oder bei denen die Flossensäume nicht gleichmäßig genug gefärbt sind. Die Farbe „Melano“ bezeichnet ein Tier mit blauem Körper und schwarzen Flossen. „Black Lace“ oder „Black Orchid“ weist einen schwarzen Körper und schwarze Flossen auf. Die Flossenhäute sind aber blau. „Copper“ und „Dragon“ haben einen metallischen Glanz. Bei den „Dragon“ ist die metallische Glanzschicht der Schuppen besonders dick. Dadurch wirken die Tiere fast wie lackiert.
![]()
|
Half Moon
|
Eine Sonderform
stellt der Kronenschwanz (Crown Tail = CT) dar. Bei ihm sind die Flossenstrahlen
über die Flossenhäute hinaus verlängert.
![]() |
![]() |
türkis |
|
Schwanzflosse eines CR CT (Cross Ray Crown Tail)
|
Besonders begehrt sind Crown Tails, bei denen die Verzweigungen der Flossenstrahlen so weit auseinander gespreizt sind, dass sie sich mit den benachbarten Flossenstrahlspitzen überkreuzen. Das wird als Cross Ray bezeichnet.
![]()
|
Traditioneller Plakat in rot. |
Es gibt eine
Reihe von Besonderheiten, zu denen auch die Rose Tails (RT) gehören.
Bei diesen Tieren sind die Flossenstrahlen stark federförmig gespalten.
Dadurch sind die Flossenhäute auch beim vollständigen Spreizen
nicht völlig gespannt. Der Doppelschwanz (Douple Tail = DT) zeichnet
sich durch besonders breite Flossenansätze aus. Die Schwanzflosse
soll möglichst mittig bis mindestens zur Hälfte gespalten sein.
Double Tail Mustard Gas
|
Im Frühjahr
2007 haben wir Eugene Ng von Betta Trills auf seiner Fischfarm in Singapur
besucht. Er züchtet seit 1980 Betta splendens. Angefangen hat
er wie viele andere auch als Hobbyist. Seit etwa 3 Jahren ist er kommerzieller
Züchter und beschäftigt mit der Pflege seiner Tiere drei Mitarbeiter.
Firmenschild von Betta Trills
|
![]() |
Eugene Ng ist einer von etwa 20 Preisrichtern für Kampffische in Singapur.
![]()
|
Die Aufzucht bis zum Verkauf erfolgt in runden
|
![]()
|
Jungfische in „Blue Pastell“, „Green Pastell“ und „Gold“. |
Eugene Ng berichtete uns nicht nur von den Erfolgen der Zucht, sondern auch von ihren Schattenseiten. Die Qualitätsansprüche an die Tiere sind sehr hoch. Flossenschäden werden von den Kunden nicht toleriert. Weil es aber aufwendig ist das Wasser regelmäßig zu wechseln und die Behälter zu reinigen, werden dem Wasser von einigen Züchtern hohe Dosen Antibiotika zugesetzt. Das kann bei den Tieren jedoch zur Unfruchtbarkeit führen. Auf diese Weise wird dann der Kauf eines wunderschönen Zuchtpaares zu einem riesengroßen Reinfall.
Die Preise
für Kampffische können unglaubliche Höhen erreichen. So
wurde zum Beispiel auf der Aquarama 2007 in Singapur ein Black Dragon Over
Half Moon für 1000 US$ verkauft.
![]() Dieser Black Dragon OHM (Over Half Moon) wechselte auf der Aquarama 2007 für 1000 US$ den Besitzer. „Dragons“ sollen durch die Einkreuzung von Betta imbellis und Betta mahachai in Metallic-Zuchtlinien von Betta splendens entstanden sein. Die ersten „Red Dragons“ wurden im Dezember 2004 in der Zeitschrift „Fancy Fisch Thailand“ vorgestellt. |
Weniger perfekte Tiere bringen auf Auktionen in Deutschland zwischen 20 und 150 € pro Paar. Der größte Teil der Nachzuchttiere ist aber B-Ware, die für 1 bis 2 US$ verkauft oder gleich verfüttert wird. Diese Preisunterschiede zwischen Tieren mit perfekten Flossen und ihren Geschwistern sind so groß, dass sich für manche Züchter der Betrug lohnt. Hat beispielsweise ein Half Moon zu kurze vordere Strahlen in der Schwanzflosse und entspricht damit nicht dem Zuchtstandard, wird kurzerhand aus dem Langflosser ein Kurzflosser. Dem Radius der vorderen Flossenstrahlen entsprechend werden die Flossen eingekürzt und aus dem zweitklassigen Half Moon für 2 US$ wird ein erstklassiger Half Moon Plakat für 20 US$. Es kommt auch vor, das bei Crown Tails die Flossenstrahlen, auf eine Weise gebrochen werden, die ein Überkreuzen der Strahlen zur Folge hat. Diese künstlichen Crossray CT´s erzielen dann höhere Preise. Es kommt sogar vor, dass die einzelnen Flossenstrahlen der Länge nach gespalten werden, damit die Tiere mehr Verzweigungen aufweisen und die Flossen weiter spreizen.
Es ist zu vermuten, dass selbst mit dem Einsatz von Antibiotika nicht alle Tiere diese Behandlung überleben. Es wird auch nicht jeder Eingriff den gewünschten Effekt bringen. Aber trotzdem schnitzen sich manche asiatische Züchter ihre Ausstellungstiere auf diese Weise zu Recht um Preise zu sammeln und ihr Ansehen zu steigern. Eugene berichtete uns, dass sogar auf der Aquarama in Singapur Fische ausgestellt werden, an denen solche Eingriffe vorgenommen wurden.
Diese äußerlichen Eingriffe haben aber natürlich keinen Einfluss auf die Genetik des Fisches und damit auch nicht auf die Nachzuchten. Zur Tierquälerei kommt also auch noch Betrug, wenn geschnittene Super Deltas als Half Moon Plakats verkauft werden. Sichtbar sind diese Schönheitsoperationen nur für Experten.
Die meisten Kampffischzüchter sehen die Zucht als Herausforderung an und versuchen mit viel Engagement immer stabile Farblinien zu selektieren oder neue Farben zu entwickeln.
Die Haltung von Kampffischen erfordert keine besonderen Voraussetzungen. Allerdings sollte man über einige Besonderheiten der Tiere bescheid wissen.
Der Kampffisch Betta splendens gehört zu den Labyrinthfischen. Diese Fischgruppe hat sich an das Leben in sauerstoffarmen Gewässern angepasst, in dem sie ein spezielles Atemorgan entwickelt hat. Im Kopf befindet sich eine verwinkelte Höhle aus mit Haut überwachsenen Knochenplatten, die als Labyrinth bezeichnet wird. Die Tiere nehmen mit dem Maul Luft an der Wasseroberfläche auf und pressen sie in dieses spezielle Organ. Die Haut im Labyrinth, ist stark durchblutet und kann wie die Lunge der Säugetiere Sauerstoff aufnehmen und ans Blut abgeben. Bei einigen Labyrinthfischen sind die Kiemen nur wenig ausgebildet und die Tiere können ihren Sauerstoffbedarf nur an der Wasseroberfläche decken. Darum besteht das Risiko, dass sie ersticken, wenn sie keinen freien Zugang zur Wasseroberfläche haben.
Die Luft oberhalb des Wassers darf nicht zu kalt sein, da sich die Tiere sonst erkälten können. Eine Entzündung und Verschleimung des Labyrinths entspricht einer Lungenentzündung beim Menschen. Die Tiere haben eine starke innerartliche Konkurrenz und bekämpfen sich oft bis zum Tod, wenn das unterlegene Tier sich nicht zurückziehen kann. Darum sollten sie einzeln gehalten werden. Nur zur Zucht wird ein Männchen mit einem zuchtreifen Weibchen vergesellschaftet. Manchmal wird Anfängern empfohlen ein Männchen mit zwei oder drei Weibchen zu vergesellschaften um die Aggressivität auf mehrere Weibchen zu verteilen. Es muss aber bedacht werden, dass auch die Weibchen untereinander aggressiv sind und das Männchen aus dem Jagen von Weibchen gar nicht mehr heraus kommt, wenn ständig irgendwo wieder eines auftaucht. Außerdem können die unterlegnen Tiere möglicherweise nicht an das Futter gelangen, wenn sie immer verjagt werden. Die Haremshaltung ist darum nicht optimal. Sie ist aber möglich, wenn der größte Teil eines mindestens 60 cm langen Beckens dicht mit Wasserpflanzen bewachsen ist und für die unterlegenen Tiere genug Rückzugsmöglichkeiten existieren.
Wann die Tiere zur Zucht bereit sind zeigen sie selbst an. Das Männchen beginnt damit ein Schaumnest aus Sekret umhüllten Blasen unter treibenden Pflanzenteilen oder anderen Nesthilfen zu bauen. Am Anfang wird er das Weibchen nicht in der Nähe des Nestes dulden und es mit Drohgebärden und Angriffen verjagen. Das Weibchen sollte daher die Möglichkeit haben sich zu verstecken. Nach einiger Zeit lässt das Männchen das Weibchen unter dem Nest zu. Es kommt wiederholt zu Scheinpaarungen. Bei der Paarung umschlingt das Männchen den Körper des Weibchens, so dass ihre Geschlechtsöffnungen nahe beieinander liegen. Dazu schwimmt er über sie, umschlingt sie seitwärts mit dem Körper und dreht sie auf den Rücken. Während der Scheinpaarungen stimmen die Tiere ihre Bewegungen auf einander ab.
Bei der Eiablage presst das Weibchen die Eier unter das Nest während das Männchen zeitgleich Samen ins Wasser abgibt. Die Eier sind nicht schwimmfähig und sinken auf den Grund. Das Männchen sammelt die Eier ein, umhüllt sie im Maul mit einem Sekret und spuckt sie ins Nest. Das Sekret sorgt dafür, dass die Eier und später die Larven im Schaumnest haften. Das Weibchen verfällt nach der Eiablage in eine kurz anhaltende Starre. Manche Weibchen helfen dann die Eier einzusammeln. Die Paarungen wiederholen sich einige Male. Ist die Eiablage beendet verjagt das Männchen das Weibchen und es muss heraus gefangen werden.Er bewacht das Gelege allein.
Die Jungfische
sind sehr klein und benötigen sehr feines Futter. Es gibt Flüssigfutter-Präparate,
die zur Anzucht von Infusorien dienen. Diese sind ein gutes Futter für
die ersten Tage und Wochen. Aber auch feines Staubfutter und später
Artemia-Nauplien und Wasserflöhe sind geeignet. Wenn die Tiere anfangen
Farbe zu zeigen, beginnen auch kleinere Rangeleien. Dann müssen die
Jungfische bald getrennt werden.
Jungfische in einem Aufzuchtbecken bei Betta Trills |
Sie sind in zwei Unterklassen unterteilt in die Centrodiatomophycidae und die Pennatodiatomophycidae. Beide Unterklassen sind in verschiedene Ordnungen und Familien unterteilt. Es gibt ca. 10.000 Arten. Sie sind gelb oder braun gefärbt. Ihre nächsten Verwandten sind unter anderem die Braunalgen.
In ihren Zellwänden haben Kieselalgen hydratisiertes Silikat eingelagert, daher sind sie relativ schwer und ihre äußere Form ist fest und unflexibel.
Da die Algen aus Silizium ihre Hülle aufbauen wird teilweise empfohlen keine Ton-Blumentöpfe als Fischversteck zu verwenden um den Algen das Silizium zu entziehen. Unglücklicherweise bestehen Quarzsand und vor allem Glas aus Siliziumoxid. Rasterelektronenmikroskopische Aufnahmen von Aquarienscheibenquerschnitten haben gezeigt, dass die Algen regelrecht Furchen in das Glas „fressen“. Das ist allerdings kein Grund zur Beunruhigung. Diese Furchen sind so klein, dass sie die Stabilität des Glases nicht beeinträchtigen. Eigentlich müssten Kieselalgen wegen ihres Gewichts auf dem Gewässerboden leben. Sie sind aber Bestandteil von Plankton. Kieselalgen enthalten Chlorophyll und sind im offenen Meer die hauptsächlich Photosynthese betreibenden Organismen. Um an der Oberfläche treiben zu können lagern sie Fette ein und senken so ihre Dichte.
Im Aquarium bilden diese Algen dünne, braune, harte Beläge. Sie treten oft bei Lichtmangel auf. Sauerstoffmangel und Überdüngung (Stickstoff und Phosphat) begünstigen sie. Ein Wechsel zu alter Leuchtstoffröhren schafft Abhilfe. Die Förderung des Pflanzenwachstums reduziert die Nährstoffgehalte im Wasser und erhöht durch die Assimilation den Sauerstoffgehalt.
Schnecken,
die Substrate abweiden, nehmen Kieselalgen mit auf. Es ist aber nur von
Nixenschnecken (Neritidae) bekannt, dass sie die Algen zerbrechen, bevor
sie sie schlucken. Ob andere Arten die Algen verdauen können ist nicht
bekannt.
![]() |
Diploneis sp.
|
![]() |
Nitzschia sp. |
Allgemein werden Kieselalgen auch als Diatomeen bezeichnet. Die Ordnung der Diatomales und die Familie der Diatomaceae beinhalten aber nur einen sehr kleinen Teil der Kieselalgen-Arten. Die hier abgebildeten gehören alle zur Ordnung der Naviculales, sind aber Mitglieder verschiedener Familien.
Die folgenden Aufnahmen wurden mit einem Rasterelektronen-Mikroskop gemacht. Sie stammen alle von Joanne Green von der Mullum
Creek Native Nursery in Mullumbimby, New South Wales, Australien. Die Algen stammen alle aus einer Salzmarsch.
Körbchenmuscheln (Corbicula sp.) sind kleine kugelige Muscheln. Sie sind weltweit verbreitet und kommen auch in Deutschland vor. Insgesamt wurden 450 Arten aus dem Süß- und Brackwasser beschrieben. Sie besiedeln Hafenbecken, Flussmündungen und größere Flüsse. In Seen kommen sie nur im sauerstoffreichen Uferbereich vor. Dort leben sie fast vollständig vergraben im Substrat.
Anders als die meisten anderen Muscheln sind die Körbchenmuscheln für die Aquaristik interessant. Wegen ihrer geringen Größe ist es möglich, ihren Nahrungsbedarf auch in einem Gesellschaftsbecken zu decken und sie können sich im Aquarium sogar fortpflanzen.
Diese Muscheln sind Simultanzwitter. Das bedeutet, dass sie gleichzeitig Eier und Spermien produzieren. Das ist auch bei den meisten der uns bekannten zwittrigen Schnecken der Fall. Es gibt aber auch eine Reihe von Schneckenarten, die beim Schlupf alle männlich sind und erst mit erreichen einer bestimmten Größe oder einem bestimmten Alter weiblich werden. Dann spricht von Konsekutivzwittern, weil Samen und Eier nicht zeitgleich, sondern in auf einander folgenden („konsekutiven“) Lebensphasen gebildet werden.
Die Larven der Körbchenmuscheln entwickeln sich an den Kiemen des Muttertiers bis zum Stadium des Pediveligers. Dieses Stadium hat bereits eine Schale. Es werden also "fertige" Muscheln freigesetzt. Bei anderen Muscheln parasitieren die Larven an den Kiemen oder der Haut von Fischen.
Sie können gut in Kaltwasser- und in Tropenaquarien gehalten werden, in denen viel gefüttert wird. Ansonsten müssen sie ab und an mit Hilfe einer Pipette mit feinem Futter versorgt werden.
Mittlerweile werden zwei oder drei verschiedene aber nicht genau bestimmte Arten/Formen aus dieser Muschelgruppe in Aquarien gehalten. Diese unterscheiden sich nicht in ihren Ansprüchen oder Größe, aber etwas in der Farbe.
Für
eine erfolgreiche Pflege benötigen die Tiere kiesigen Bodengrund von
mindestens 3 oder 4 cm Höhe, damit sie sich gut eingraben können.
Diese kleine Körbchenmuschel stammt aus Asien und kann gut in tropischen Aquarien in Aquarien gepflegt werden und pflanzt sich auch fort. |
Pflanzenporträt:
Pogostemon
helferi
Nachdem wir bereits in Newsletter 2 den australischen Wasserstern Pogostemon stellatum ´Adelaide River´ vorgestellt haben, möchten wir ihnen nun den kleinen Thailändischen Wasserstern Pogostemon helferi näher bringen.
Diese klein
bleibende Stängelpflanze hat einen sehr gedrungenen Wuchs mit sehr
kurzen Internodien und wächst auch unter Wasser kriechend. Darum ist
sie gut für die Bepflanzung von kleinen Aquarien und auch für
den Vordergrund geeignet. Die lanzettlich Blätter haben einen gewellten
Rand und sind in dichten Quirlen angeordnet. Er sieht ein bisschen aus
wie ein kleiner vielzackiger Stern. Darum gab ihm Nonn Panitvong den Namen
"Downoi" (Kleiner Stern). Die Quirle haben einen Durchmesser von etwa 4
bis 8 cm.
![]() |
oben: P. helferi unter Wasser links unten: 3 Blüten |
Die Pflanzen wurden bereits 1885 entdeckt und beschrieben. Für die Aquaristik entdeckte der Thailänder Nann Panitvong den kleinen Stern. Bereits seit 1996 verwendet er die Pflanze in seinen Aquarien. In Europa wurde die Pflanze erst vor etwa 2 Jahren bekannt.
Der kleine Wasserstern kann bei Temperaturen zwischen 22-30 °C, einem pH-Wert 6,5 bis 7,5 in weichem bis mittelhartem Wasser kultiviert werden. Eine gute Belichtung verbessert das Wachstum. Vorübergehend wird eine Abschattung aber vertragen.
Vorschau
auf Newsletter Nr. 6/ Dezember 2007:
Bepflanzung für kleine Aquarien
Süßwasserkrabben von Java
Der heimbiotop-newsletter ist ein Informationsblatt der heimbiotop GbR
Inhaber: Maike Wilstermann-Hildebrand und Cord Hildebrand
Ludwigsburger Steige 119
71686 Remseck/Neckar
v.i.S.d.P. Maike Wilstermann-Hildebrand und Cord Hildebrand
www.heimbiotop.de
info@heimbiotop.de
Erscheinungsdatum von heimbiotop-newsletter Nr.5/2007: 1. November 2007