In die Überfamilie der Ceritioidea gehören einige
Schneckenfamilien, die alle den deutschen Trivialnamen "Turmdeckelschnecke"
tragen. Sie werden auch als Nadelschnecken bezeichnet.
In der Aquaristik waren lange nur die Thiaridae vertreten.
Vor allem Melanoides tuberculata, die Malaiische Turmdeckelschnecke,
ist weit verbreitet. Die neuen großen Turmdeckelschnecken aus den
Gattungen Brotia und Tylomelania gehören zu anderen
Schneckenfamilien.
Charakteristisch für (fast) alle Arten ist das schlanke, turmförmige Gehäuse und eine lange rüsselartig verlängerte Schnauze. Innerhalb der Familie gibt es eierlegende und lebengebärende Arten. Einige durchlaufen frei schwimmende Larvenstadien. Alle Arten sind getrenntgeschlechtig. Teilweise gibt es aber nur wenige, dann oft funktionslose Männchen, während die Weibchen sich allein durch Parthenogenese, also über unbefruchtete Eier fortpflanzen.
In der Regel handelt es sich um Aufwuchsfresser, die im Schlamm am Boden Algen abweiden oder Nährstoffe aus aufgenommenem Muöm verwerten. Daher eignen sie sich im Aquarium gut zur Restevernichtung. Allerdings können einige Arten auch Pflanzen anfressen.
Zur Unterscheidung der verschiedenen Ceritioidea ist es
hilfreich sich die Gehäusedeckel und die Formen der Mündung anzusehen.
Pachychilidae:
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Paludomidae:
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Pleuroceridae:
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Potamitidae: Tympanotonus |
Thiaridae:
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© Wilstermann-Hildebrand 2010