Renn-, Schwimm-, Kahn- oder Nixenschnecken (Neritidae)
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Unterscheidungsmerkmale
Haltung im Aquarium
Übersicht über die Gehäuse
Biologie der Neritidae
Eiablage und Schlupf
Wanderung
Lebenserwartung
Bestimmungsmerkmale
Gattung Clithon
Clithon corona
Clithon diadema

Gattung Nerita

Gattung Neritina
Neritina auriculata
Neritina coromandeliana
Neritina gagates
Neritina latissima
Neritina luteofasciata
Neritina natalensis
Neritina pulligera
Neritina tahitensis
Neritina turrita
Neritina variegata
Neritina violacea
Neritina virginea

 

Gattung Neritodryas

Gattung Septaria
Septaria porcellana
Septaria tessellata

Gattung Theodoxus
Theodoxus fluviatilis


 
 

Allgemeines über Neritidae

Unterscheidungsmerkmale
Die Systematik innerhalb der Familie und in den Gattungen ist schwierig. Die äußeren Merkmale, besonders die Färbung, sind sehr variabel. Das Muster ist nicht genetisch festgelegt. Es kann wechseln, wenn sich die Lebensbedingungen für das Tier verändert haben. Auf den neu gebildeten Schalenteilen findet man dann möglicherweise keine breiten Streifen mehr, sondern ein Muster aus Dreiecken, Halbkreisen, feinen Strichen oder Punkten. Manchmal werden aus Längsstreifen auch Querstreifen. Für eine sichere Unterscheidung werden heute von Systematikern vor allem die Geschlechtsorgane und die Gehäusedeckel herangezogen.
Alle Familienmitglieder erkennt man gut an ihrem breiten, ovalen Fuß und dem breit-ovalen Kopf mit der runden Mundöffnung. Die Fühler sind fadenförmig. Die Augen sitzen auf kleinen Erhebungen. Die Fußsohle ist meist grau. Mantel und Kopf sind schwarz. Bräunlich oder grau mit feinen weißen oder bräunlichen Linien. Der Körper ist völlig vom Gehäuse bedeckt. Lediglich die Fühler werden weit herausgestreckt.
In der Aquaristik kennen wir vor allem Arten aus der Gattung Neritina, Clithon und Septaria. Selten wird Theodoxus fluviatilis im Aquarium gepflegt. In Salzwasseraquarien werden manchmal Nerita-Arten gehalten.
Bei den Neritina-Arten ist das Gehäuse eiförmig, halbkugelig oder flach und hat eine glatte Oberfläche. Am bekanntesten sind die Zebra-Rennschnecke und die Orange-Treck. Beides sind Farbformen von N. turrita. Weitere aquaristische Arten sind Batman- (N. auriculata), Batik- (N. variegata), Stahlhelm- (N. pulligera) und die Violette Rennschnecke (N. violacea).
Aus der Gattung Clithon ist C. diadema in unseren Aquarien vertreten. Dieses kleine Tier fällt vor allem durch die Dornen am Gehäuse auf und trägt darum den Trivialnamen Geweihschnecke. Die halbkreisförmige Mündung kann bei Neritina und Clithon mit einem kalkigen Deckel verschlossen werden.
Wegen ihrer sehr flachen Schale werden die Septaria-Arten als Muschelschnecken bezeichnet. Ihr Gehäuse besteht nur aus einer halben Windung und ist an der Unterseite fast völlig offen. Nur am hinteren Rand ist eine kleine Wand, das Septum. Der Gehäusedeckel ist in des Gewebe des Fußes eingebettet und beim lebenden Tier nicht zu sehen.

Haltung im Aquarium
Die Neritina und Clithon-Arten sind im Aquarium bei Temperaturen zwischen 24 und 28 °C, einem pH-Wert von 6,0 bis 8,0, GH 1 bis 20 und KH 2 bis 15 problemlos zu halten. Auch wenn die Temperaturen etwas höher sind und der pH-Wert außerhalb des angegebenen Bereichs liegt, schadet das den Tieren in der Regel nicht. Die Schnecken haben ein sehr großes Verbreitungsgebiet und kommen sowohl in Brackwasser als auch im Süßwasser vor. Abhängig von Regenfällen und Gezeitenwechsel sind sie immer wieder Schwankungen in den Wasserwerten ausgesetzt. Ihre ökologische Toleranz ist sehr groß. Wichtig ist vor allem, dass die Tiere immer Karbonat und Calcium im Wasser haben, da sie beides zum Gehäuseaufbau benötigen.
Die Schnecken reagieren oft empfindlich auf Frischwasser. Bei großen Wasserwechseln oder beim Einsetzen in nicht eingefahrene Aquarien reagieren die Tiere mit Unwohlsein. Besonder N. turrita neigt dann dazu das Wasser zu verlassen. Ob Chlor, Schwermetalle oder andere Substanzen im Leitungswasser der Auslöser sind ist unklar. Vermutlich treiben auch höhere Nitratwerte die Tiere an die Oberfläche.
 
 

Neritina turrita ist farblich sehr variabel.

Durch ungünstige Wasserwerte oder Nahrungsmangel
geschwächte Tiere erkennt man daran, dass sie sich
nicht bewegen, ihre Fußsohle gekräuselt ist und man kann unter 
das Gehäuse schauen. Die abgebildeten Tiere haben ihre Position 
über einen Zeitraum von drei Tagen nicht verändert.

Die Ernährung sollte auf pflanzlicher Kost basieren. Sie entspricht dem natürlichen Bedürfnissen der Tiere und liefert Calcium, Rohfaser und Eiweiß in einem für die Tiere günstigen Verhältnis. Neben Grünfuttertabletten und Algenaufwuchs (Grünalgen, Kieselalgen) fressen die Tiere auch Futterreste und Aas.



 

Übersicht über die Gehäuse der aquaristisch interessanten Arten
 
 

Neritina auriculata

Neritina pulligera

Neritina violacea

Neritina turrita

Neritina turrita

Neritina latissima

 

Clithon diadema

Septaria porcellana

Septaria tessellata


 
 

Biologie der Neritidae
Kahnschnecken erkennt man gut an ihrem breiten, ovalen Fuß und dem breit-ovalen Kopf mit der runden Mundöffnung. Die Fühler sind fadenförmig. Die Augen sitzen auf kleinen Erhebungen. Die Fußsohle ist meist grau. Mantel und Kopf sind schwarz mit feinen weißen Linien. Der Körper ist fast völlig vom Gehäuse bedeckt. Lediglich die Fühler werden weit herausgestreckt.
Die Tiere haben zwei weibliche Geschlechtsöffnungen, die auf der rechten Körperseite nahe dem Anus liegen. Durch die Vaginalöffnung werden die Weibchen befruchtet. Durch die andere Öffnung werden die Eikapseln abgelegt. Der Penis des Männchens ist am Kopf hinter dem rechten Fühler. Er ist dicker und sehr viel länger als die Fühler. Clithon-Arten verfügen über eine Tasche in der sie ihr Penis im Ruhezustand befindet. Bei den Septaria- und Neritina-Arten gibt es eine solche Tasche nicht. Bei den Septaria-Arten ist der Penis abgeflacht und sehr breit. Teilweise findet man in der Gattung auch mehr oder weniger lange Papillen an der Penisspitze.
 
 
 

Bei der Paarung führt das Männchen seinen Penis,
der oberhalb des rechten Auges sitzt, in unter das
Gehäuse der Partnerein.

Nach der Paarung wird der Penis sofort 
wieder unter das eigene Gehäuse gezogen.

Paarung bei N. latissima

Das Männchen überträgt Pakete aus Spermien, die Spermatophoren, oder Spermien in die Geschlechtsöffnung des Weibchens. Die Spermatophoren sind unterschiedlich gestaltet. Bei Clithon und einigen Septaria-Arten haben sie einen langen schlanken Anhang. Dieses Filament fehlt bei den Neritina-Arten. Bei einigen Arten sind deren Spermatophoren aber von einer sackartigen Hüllmembran umgeben
Nach der Paarung werden die Spermatophoren in einen Sack nahe der Ovarien transportiert, wo sie lagert bis die Spermien frei gesetzt werden und die Eier befruchten. Bei einigen Septaria-Arten werden die Spermien nicht als Spermatophoren übertragen. Teilweise ist bei diesen der Spermatophoren-Sack in der Größe reduziert oder fehlt ganz.
SHIGEMIYA UND KATO (2001) berichten, dass die Reste der Spermatophoren im Spermatophoren-Sack von Clithon retropictus verbleiben ohne zersetzt oder ausgeschieden zu werden. Daher konnten sie an Hand dieser Reste die Zahl der Kopulationen während des gesamten bisherigen Lebens der Weibchen bestimmen in dem sie diese zählten. Sie fanden bis zu 91 Stück in einem einzelnen Weibchen. Im Schnitt sollen die Reste von bis zu 60 Spermatophoren in einzelnen Neritidae-Weibchen verschiedener Arten gefunden worden sein. HAYNES (2005) fand ebenfalls Reste von leeren Spermatophoren in Clithon und Neritina, macht aber keine Angaben zu ihrer Zahl.
 

Eiablage und Schlupf
Nach der Befruchtung werden in einer speziellen Drüse des Weibchens etwa 40 - 100 Eier zusammen in einen Kokon eingeschlossen und als kleines, ovales Eipaket an eine feste Unterlage geklebt. Der Kokon besteht aus zwei Teilen. Die untere Hälfte ist flach und haftet am Substrat. Darüber ist eine Kuppel, die mit der unteren Hälfte entlang eines verdickten Randes verbunden ist. Auf der äußeren Oberfläche der Kuppel sind Kalkkörper eingelagert, die für die einzelnen Schneckenarten charakteristisch sind und eine Unterscheidung zum Beispiel bei Nerita möglich machen. Diese Körperchen können vom Weibchen selbst produziert werden oder werden mit der Nahrung aufgenommen und auf den Kapseln abgelagert (TAN & LEE 2009).
 
 

Frischer Eikon von Neritina turrita.
Es sind keine Differenzierungen im Inneren erkennbar.

In einem älteren Kokon, kann man die 
rundlichen Gehäuse der Veliger erkennen.

Die Entwicklung dauert abhängig von Schneckenart und Umweltbedingungen 3 Wochen bis 6 Monate. Dann löst sich die Kuppel von der Unterlage und etwa 0,1 mm große Veliger-Larven werden frei, die mit der Strömung ins Brackwasser oder ins Meer gelangen. Dort ernähren sie sich von Plankton, bevor sie sich zur Jungschnecke entwickeln und zum Leben am Boden übergehen. Bei Neritina granosa, einer endemische Art von Hawaii, ist dieser Entwicklungszyklus nachgewiesen worden. Auch Septaria-Veliger leben in Seewasser weiter, wenn man sie langsam vom Süßwasser umstellt (HAYNES 2001 a, 2001 b). Man kann in der Natur viele Arten sowohl im Brackwasser als auch im Süßwasser finden. Eine Nachzucht im Aquarium war bisher nicht möglich.
Etwas anders verhält es sich mit Theodoxus. Nur ein Ei aus jedem Kokon ist befruchtet und entwickelt sich. Das Jungtier durchläuft die Entwicklung zum fertigen Tier und  nutzt dabei die unbefruchteten Eier als Nahrungsquelle. Die Zahl der Nachkommen ist dadurch kleiner als bei anderen Kahnschnecken. Aber dadurch, dass die Larven im Kokon geschützt sind, ist die Überlebenschance für das einzelne Tier höher.
 
 
 

Veliger von Neritina turrita (dorsal)

Veliger von Neritina turrita (lateral)

Veliger von Neritina spec. (ventral)

Der Veliger ist ein Larvenstadium, dass alle Schnecken durchlaufen.
Oft entwickeln sich die Jungschnecken innerhalb ihres Eis weiter
bis zur kriechenden Schnecke. Bei den Arten mit primitivem
Fortpflanzungstyp, wie wir ihn bei den Neritidae vorfinden, 
sind die Eier arm an Dotter. Da die Energie nicht ausreicht um 
die Entwicklung zur Schnecke ab zu schließen, müssen die kleinen
Larven Nahrung aufnehmen um weiter wachsen zu können.
Sie treiben dazu mit der Strömung und filtern mit Hilfe langer 
Wimpern Algen und Flagellaten aus dem Wasser.

Wanderung
Die Jungschnecken wandern von der Küste aus dem Meer oder dem Brackwasser die Flüsse hinauf bis ins Süßwasser. Die älteren und größeren Tiere findet man darum überwiegend weiter oben in den Flüssen. Es sind aber auch in den unteren Flussabschnitten adulte und Eikokons zu finden.
Die Tiere kriechen bei der Nahrungssuche mit und gegen den Strom, bevorzugen aber die Richtung gegen die Strömung. Für N. punctulata wurde eine durchschnittliche Wanderungsgeschwindigkeit von 16 Metern stromaufwärts in 4 Monaten bestimmt. Einzelne Tiere wanderten aber auch bis zu 200 m in 3 Monaten (PYRON & COVICH 2003).
Manchmal sind die Wanderungen Massenbewegungen, bei denen sich bis zu 3000 Tiere pro Quadratmeter versammeln und ziel gerichtet gegen die Strömung wandern. Bei N. latissima wurden schmale Tierkolonnen von mehr als 30 Metern Länge beobachtet (SCHNEIDER & FROST 1986). Tiere in solchen Aggregaten wandern schneller stromaufwärts als einzelne Individuen und legen 7 bis 15 m pro Tag zurück. Für N. punctulata wurde errechnet, dass die Tiere bis zum höchsten Punkt ihres Verbreitungsgebietes 2,7 Jahren bräuchten wenn sie mit konstanter Geschwindigkeit ständig wandern würden (PYRON & COVICH 2003).
Solche Massenwanderungen unterliegen einer gewissen saisonalen Schwankung. In Japan wurden beobachtet, dass die Tiere bei höheren Wassertemperaturen im Sommer  (von April bis August) weiter flussaufwärts wandern als bei niedrigeren Wassertemperaturen. BLANCO & SCATENA 2005 untersuchten die Wanderungen von N. virginea in Puerto Rico und fanden einen Zusammenhang mit den saisonalen Niederschlägen in der Region. Starken Regen und die damit verbundenen größeren Wassermengen im untersuchten Fluss, hatten verstärkte Wanderbewegungen von N. virginea zur Folge. Hauptsächlich wanderten dann Jungtiere mit einer Gehäusegröße von 5 bis 7 mm flussaufwärts. Als Ursache für die Massenwanderungen werden Veränderungen im Nahrungsangebot und/oder ein erhöhter Druck durch Fische als Fressfeinde vermutet.
 

Lebenserwartung
Die meisten Arten sind gut im Aquarium haltbar. Das größte Problem ist, dass die Tiere von Zeit zu Zeit das Wasser verlassen und dabei Gefahr laufen aus dem Becken zu fallen und im Zimmer zu vertrocknen. Auch bei einem Umzug in einer Region mit anderer Wasserversorgung kann es zu Problemen kommen. Die Tiere vertragen die Umstellung auf andere Wasserbedingungen nicht immer.
Die absolute Lebenserwartung von Neritina und Co.  im Aquarium zu bestimmen ist nicht ganz genau möglich. Da es sich bei den Tieren immer um Wildfänge handelt, deren Alter man nicht kennt, kann man die Zeit im Aquarium nur als Mindest-Lebenserwartung annehmen. Obwohl ich seit etwa 10 Jahren Rennschnecken halte, kann ich über die Lebenserwartung der meisten Arten selbst nur wenig Aussagen treffen. Das liegt daran, dass ich wiederholt Tiere bekommen und abgegeben habe ohne die einzelnen Tiere individuell zu unterscheiden. Ich weiß aber, dass ich sowohl N. auriculata als auch S. porcellana über drei Jahre lang hatte.
Insgesamt sind die Kahnschnecken alle ausgesprochen langlebig. N. gagates wird nachweislich älter als 15 Jahre (SEIDL 2000). Nach Messungen der Wuchsgeschwindigkeit des Gehäuses und der Bestimmung der Wanderungsgeschwindigkeit wurde die minimale Lebenserwartung von N. punctulata auf 3 bis 7 Jahre geschätzt (PYRON & COVICH 2003). Laut der Artendatenbank des Arbeitskreis Wirbellose im Binnengewässer wurde auch N. virginea schon über einen Zeitraum von mindestens sechs Jahren gehalten.
 
 

Bestimmungsmerkmale
Die Unterscheidung der Tiere an Hand von äußeren Merkmalen des Gehäuses ist schwierig, weil es bei den meisten Arten ein sehr variables Muster aus Farben und Formen aufweist. Wichtig für die Bestimmung der Gattungen und Arten sind vor allem der männlichen Geschlechtsapparat, die Form und Größe der Spermatophoren und die Gestalt und Farbe des Operculums.
Neritina-Arten haben abgeflachte, halbkugelige oder eiförmige Gehäuse mit glatter Oberfläche. Eine Ausnahme ist N. granosa, deren Gehäuse mit Tuberkeln besetzt ist. Einige Clithon-Arten haben eine (z.B. C. corona, C. squarrosus) oder manchmal zwei (C. diadema) Reihen Dornen. Clithon nucleolus hat nur einen auffälligen Dorn an der rechten Seite nahe der Mündung. C. rarispina und C. pritchardi haben nur selten Dornen. Andere Clithons sind glatt wie Neritina-Arten (z.B. Clithon waigiensis, C. francoisi, C. olivaceus).
Alle Theodoxus, Neritina, Clithon, Neritodryas und Nerita haben ein halbkreisförmiges Operculum mit dem sie ihre Mündung verschließen können. Mit Ausnahme von Neritina variegata haben alle Opercula einen Saum aus Horn. HAYNES (2005) hebt dieses Merkmal in der Artbeschreibung eindeutig hervor. STARMÜHLNER (1993) erwähnt es nicht bei der Artbeschreibung, eine Abbildung zeigt aber eindeutig ein Operculum ohne Saum.
An der Innenseite hat der Deckel eine oder zwei Apophysen. Das sind Kalkfortsätze an denen der Muskel in der Nähe der linken Mündungsseite ansetzt. Diese Fortsätze werden als Rippe (engl. rip) und Zapfen (engl. peg) bezeichnet. Bei Theodoxus gibt es eine oder zwei Apophysen. Dabei scheint  innerhalb einer Art beides möglich zu sein. Die Neritina-Arten haben eine Rippe und einen Zapfen, wobei der Zapfen groß oder klein sein kann und selten ganz fehlt. Bei Neritodryas ist die Rippe zur Spitze hin verbreitert und mit tiefen Längsrillen versehen.
 
 

Septaria  ist deutlich anders gestaltet als die übrigen Neritidae. Bei diesen Schnecken ist das Gehäuse symmetrisch, sehr flach und hat nur eine halbe Windung. Die Unterseite hat nur am hinteren Rand ein schmales Septum und ist ansonsten offen. Das Operculum ist flach und annähernd viereckig. Es kann eine (z. B. S. porcellana und S. tessellata) oder zwei Rippen (z. B. S. livida, S. sanguisuga und S. cumingiana) haben.



 
 

Gattung Clithon

Die „Geweihschnecken“ in unseren Aquarien fallen durch die mehr oder weniger langen Dornen am Gehäuse auf. Besonders junge, kleine Exemplare haben oft sehr lange Dornen. Bei älteren Exemplaren können sie erodiert sein und fehlen. Es sind verschiedene Farbformen in der Aquaristik zu finden. Rein schwarze, oliv-farbene, schwarz-gelbe und auch grau-gelb gemusterte Tiere kann man finden. Sie werden oft für verschiedene Arten gehalten. Allerdings ist die Bestimmung schwierig und nicht immer richtig. So gehört zum Beispiel C. waigiensis zu den Arten der Gattung die nie Dornen aufweisen. Entsprechend kann die Zuordnung der schwarz-gelben Dornen tragenden Tiere zu dieser Art nicht richtig sein.
Charakteristisch für die Gattung sind das Vorhandensein einer Penistasche hinter dem rechten Fühler, eine mehr oder weniger ausgeprägte Zwischenwand zwischen Zapfen und Rippe an der Innenseite des Operculums und bei einigen Arten Dornen am Gehäuse. An der Kolumellaris ist neben einigen feinen Zähnchen auch ein größerer Zahn, den man bei Neritina nicht findet.
Die Tiere können gut in Süßwasseraquarien gehalten werden. Die erwachsenen Tiere können im Brackwasser mit 1,5% Salzgehalt leben, paaren sich und legen auch Eier. Bisher ist keine gelunge Nachzucht bekannt geworden.

Clithon corona (Linné 1758)
Die Kronen- oder Geweihschnecke wird 11 bis 15 mm lang und 8 bis 11 mm breit. Es weist 5 bis 7 stumpfe, hohle Dornen auf. Die Außenseite kann rein schwarz, fahl-orange, weißlich, grünlich braun mit hellen Flecken oder gelbbraun mit schwarzen Linien sein. Die Kolumellar-Region ist weißlich bis gelblich und fein körnig. Die Mündung ist weiß und bläulich. Das Operculum hat einen orange-braunen Hornsaum und ist außen weiß mit einem gelblich-rötlichen Fleck am Nukleus. Innen ist es rötlich und wird zum Rand hin dunkler. Die Rippe ist weißlich und abgeplattet. Der Zapfen ist rötlich gelb. Zwischen Rippe und Zapfen ist eine schwach entwickelte Zwischenwand.  Die Fühler sind etwa 8 mm lang und fadenförmig.
Die Tiere sind häufig und weit verbreitet. Sie leben auf und unter Steinen in schnell fließendem Wasser. Man findet sie in den unteren Flussregionen, die von den Gezeiten beeinflusst werden. Dort leben sie oft auch im Brackwasser. Auf Tonga und Samoa wurden 1985 an verschiedenen Fundorten Wassertemperaturen von 25 – 30 °C, pH-Werte von 6,5 bis 8, Leitwerte von 62,5-900 µS und Gesamthärten zwischen 1,6 und 20 °dH gemessen (STARMÜHLNER 1993).
 

Clithon diadema (Broderip 1832)
Das Gehäuse ist oliv bis schwarz mit weißen bis gelben Flecken oder Steifen. Meist hat es zwei Reihen von Dornen. Der Kolumellar-Bereich ist schräg und schmal. Er und die Mündung sind weiß. Das Operculum ist weißlich bis hell grau mit einem orange-roten Hornrand und einem gelblichen Nukleus. Die Oberfläche ist fein gekörnt und hat eine flache Bogenfurche an der Außenseite. An der Innseite ist eine gebogene Leiste. Die Rippe ist leicht gerippt und durch einen gerade Zwischenwand mit dem gelben Zapfen verbunden ist.
Die Tiere leben in der Nähe von Flussmündungen auf Steinen und sind oft im Brackwasser zu finden. Sie kommen flussaufwärts bis in die von Gezeiten beeinflussten Süßwasserbereich vor. Auf Tonga und Samoa wurden 1985 an verschiedenen Fundorten Wassertemperaturen von 25,7 – 25,9 °C, pH-Werte von 7-7,6, Leitwerte von 140-210 µS und Gesamthärten zwischen 2,3 und 5 °dH (STARMÜHLNER 1993).
Das Verbreitungsgebiet reicht von Südostasien bis Neuguinea, zu den Salomonen, nach Vanuatu, Fiji und Samoa.
 
 
 

Die Fühler können etwa 1,5 mal so lang sein
wie das Gehäuse. 

Clithon diadema und Melanoides tuberculata.
Die Gehäusefarbe variert von gelb über 
olivgrün bis zu schwarz. 
Es treten verschiedene Muster auf.

Die Art ist farblich sehr variabel.

Außen sind der gelbe Fleck und 
die Bogenfurche am Deckel sichtbar.

An der Innenseite fällt vor allem 
der gelbe Zapfen auf.

Die Wand zwischen dem Zapfen (links) 
und der Rippe (rechts) ist sehr ausgeprägt.


Gattung Nerita

An den tropischen und subtropischen Meeresküsten findet man oft Nerita-Arten. Sie fallen vor allem durch ihre sehr dickwandigen Gehäuse auf. An der Mündung sind oft große Zähne und auf der Kolumellar-Platte findet man bei vielen Arten kleine Knoten. Sie leben auf Felsen in der Brandungszone und weiden dort Algenaufwuchs ab. Die Gehäuse der größeren Arten werden etwa 4 cm lang. Die Artenzahl ist unbekannt. Weil viele Farbformen als eigenständige Arten beschrieben worden sind gibt es zahlreiche Synonyme.
 
 


Die Bilder links zeigen drei Nerita-Arten von Fitzroy-Island (Queensland/Australien).
Von links nach rechts: 
Nerita costata mit deutlichen Spiralrippen und auffälligen Zähnen an der Mündungslippe.
Nerita albicilla mit feinen Spiralfurchen, fein ganuliertem Operculum und Tuberkeln auf der Kolumellar-Fläche.
Nerita plicata weiß mit feinen Spiralfurchen, großen Zähnen an der Mündungslippe und charakteristischen gelben Saum 

Nerita albicilla
Das Gehäuse hat außen feine Spiralfurchen und ist schwrz mit weißen Flecken. Das Operculum ist fein ganuliert. Auf der Kolumellar-Fläche sind Tuberkeln. Die Tiere sind gut in Aquarien zu halten und leben drei Jahre oder länger. Sie sind gut zur Beseitigung von Algen geeignet und fressen auch Fadenalgen (Derbesia sp.).
Das Gehäuse ist auf den beiden Bildern oben in der Mitte zu sehen.

Nerita atromentosa
 
 

Die Art hat ein typischen neritoides Gehäuse. Es ist dickwandig und deutliche Zähne an der Kolumellaris und an der Mündungslippe. Der Mündungsbereich und der untere Bereich der Kolumellaris ist weiß. Das OPerculum ist außen braun bis schwarz und hat feine Tuberkeln.

Nerita peloronta
Der "Blutende Zahn" ist eine der bekanntesten Neritidae. Den Namen hat das Tier von der roten Markierung an der gezahnten Gehäusemündung. Außen ist das Gehäuse gelblich und hat rote Zick-Zack-Linien. Es wird etwa 3 cm lang. Das Tier lebt im Gezeitenbereich oberhalb der Wasserlinie und wandert mit dem Wasserstand. Im Aquarium sind die Tiere nicht zu halten, weil sie das Wasser verlassen und in der Wohnung bis an die Decke kriechen.

Nerita picea Récluz, 1841
Diese kleine schwarze Nixenschnecke lebt in Gezeitenpools. Auf der schwarzen Lava von Hawaii ist sie gut getarnt. Im Aquarium haben die Tiere eine Lebenserwartuzng von etwa einem Jahr.
 
 



 

Gattung Neritina

Die typischen Rennschnecken, Zebraschnecken, Stahlhelmschnecke und die Batman-Schnecke gehören zu dieser Gattung. Sie haben dicke, glatte Gehäuse ohne Dornen. Bei einigen Arten ist es oval mit deutlich sichtbaren Windungen, andere Arten sind halbkugelig. Teilweise ist es um die Mündung herum flügelartig verbreitert (N. latissima, N. auriculata, N. violacea).
An der Kolumellar-Lippe sind feine, oft kaum erkennbare Zähnchen. Bei N. coromandeliana sind die Zähnchen recht auffällig und groß. Die Mündung ist halbkreisförmig und kann mit dem Operculum verschlossen werden. Abgesehen von N. variegata haben alle Arten am Gehäusedeckel einen hornigen Rand. Die Spermien werden als Spermatophoren übertragen. Die Spermatophoren haben nie ein Filament, können aber in eine umhüllende Membran verpackt sein (N. variegata, N.turrita).

Neritina auriculata LAMARCK 1816
Die Batman-Schnecke verfügen auch über Verbreiterungen an den Gehäuseseiten, die eine Anpassung an schnell strömende Gewässer sind. Die Auswüchse zeigen an beiden Gehäuseseiten nach hinten und haben einen kreativen Menschen wohl an die Flügel einer Fledermaus erinnert. Daher stammt der merkwürdige Trivialname.
Die Art gehört zu den weniger gut haltbaren mit hoher Sterblichkeit. Möglicherweise werden die Tiere im Brackwasser gesammelt und schaffen die Umstellung auf Süßwasser nicht alle. Eventuell spielt aber auch eine mangelhafte Futterversorgung während der Zeitspanne vom Sammeln über die Hälterung beim Exporteur, Großhändler und Fachhändler bis in unsere Aquarien eine Rolle. Tiere, die sich etablieren, können mehrer Jahre im Aquarium leben.
Das Gehäuse ist hell braun bis schwarz. Es ist flach und hat am Hinterrand flügelartige Verbreiterungen. Der Bereich der Columellaris ist sehr breit und weiß-grau bis cremfarben. Das Operculum ist hell braun mit grauen Linien und einem roten Hornrand. Die Rippe ist weiß und der Zapfen orange. Die Tiere leben in Flüssen nahe der Mündung und oft im Brackwasser. Sie sind im gesamten Indischen Ozean, in Südostasien und von den Pazifischen Inseln bis Französisch Polynesien verbreitet. Auf Tonga und Samoa wurden 1985 an verschiedenen Fundorten Wassertemperaturen von 25 – 25,7 °C, pH-Werte von 6-6,9, Leitwerte von 76-140 µS und Gesamthärten zwischen 2 und 5 °dH gemessen.
 
 

Das Gehäuse ist sehr flach.
Die Columellaris ist zu Flügeln verbreitert.

Bei näherer Betrachtung wird die Ähnlichkeit 
mit anderen Nixenschnecken deutlich.


 

Neritina coromandeliana SOWERBY 1832
Das eiförmige Gehäuse ist pink-violett mit schwarzen Streifen, wirkt aber bei intaktem Periostrakum braun mit schwarzen Streifen (BROWN 1994). Es ist bis 28 mm hoch und 24 mm breit. Die Kolumellar-Region ist grau-weiß und glatt. Am Rand sind deutliche Zähnchen. Das Operculum ist glatt, grau-braun mit rotem Hornsaum.
Die Tiere leben auf Holz und Laub in den Mangroven von Indonesien und Malaysia. Das Verbreitungsgebiet reicht von Ostindien bis zu den Philippinen.
Die Art ist weder bei STARMÜHLNER (1993) noch bei HAYNES (2005) behandelt. Daher gibt es keine Beschreibung die direkt mit den übrigen hier erwähnten Neritina-Arten zu vergleichen wäre. Ich kann darum nicht mit Sicherheit sagen ob es sich um eine valide Art handelt oder ob es ein Synonym ist.
Sofern die Beschreibung bei TAN und CLEMENTS (2008) ausreicht, kann ich nur sagen, dass diese Art sich nicht in meiner Gehäusesammlung befindet. Ich habe keine grau-braunen Opercula finden können und keines der Gehäuse hat so deutliche Zähne am Kolumellar-Rand. Auch ist die pinke bis metallich violette Färbung, die man bei C. coromandeliana sehen sollte fehlt bei allen meinen Exemplaren.
 

Neritina gagates LAMARCK 1822
Die Gehäuse sind glatt mit gelb-brauner Grundfarbe über die schwarze Bändern gezeichnet sind. Teilweise ist die helle Grundfarbe auf nur wenige Flecken reduziert. Diese Beschreibung nach Brown (1994) ist relativ oberflächlich und macht einen Vergleich schwer. Bei Haynes (2005) sind Penis, Spermatophore und Operculum abgebildet. In allen drei Merkmalen unterscheidet sie sich von N. turrita.
Das Verbreitungsgebiet umfasst Südafrika, Madagaskar, die Seychellen und die Inseln im Indischen Ozean. Dort leben die Tiere in Flüssen mit Gezeiteneinfluss auf Felsen.
Da selten Schnecken aus diesem Gebiet importiert werden und die meisten aus Asien stammen, ist es unwahrscheinlich, dass diese Art in unseren Aquarien lebt.

Neritina latissima
Diese Art wurde vor einigen Jahren (um 2003) von einem Aquarianer aus Mexiko mitgebracht und als „Mexikanische Napfschnecke“ über einen Zooladen in Berlin verkauft. Ob die Tiere über den Großhandel importiert werden/wurden ist zweifelhaft. Die Tiere haben sich als sehr haltbar erwiesen. Allerdings konnte ich sie nur einmal bekommen und weiß nicht, ob sie überhaupt noch im Aquarium gehalten werden.
Ihr Gehäuse ist etwa 25 mm lang und ebenso breit oder breiter. Die Farbe variiert von hell bis dunkelbraun, manchmal mit einem leichten Grünstich. Die Oberfläche ist unregelmäßig gehämmert. An der Unterseite ist das Gehäuse weiß und bis zur Hälfte geschlossen. Das Operculum ist innen und außen grau und glatt. Die Rippe und der Zapfen sind gelb. Es hat einen deutlich sichtbaren, dünnen, rötlichen Rand. Es gibt am Gehäuse einen deutlich sichtbaren Sexualdimorphismus. Bei den Weibchen ist das Gehäuse auf beiden Seiten mit jeweils einem „Flügel“ verbreitert. Beim Männchen fehlt dieser auf der linken Körperseite. Bei der Paarung steht dieser Teil des Gehäuses senkrecht im Wasser und bietet einen hohen Strömungswiderstand, der durch den Flügel nur vergrößert würde. Kriechen die Tiere jedoch flach über das Substrat, werden sie bedingt durch ihre Form von der Strömung nach unten gedrückt und benötigen darum weniger Kraft um sich festzuhalten.
 
 
 

Paarung bei N. latissima

Bei dieser Art kann man Männchen (rechts)
und Weibchen (links) am Gehäuse unterscheiden.

Das Operculum hat eine gelbe Rippe 
und einen gelben Kegel.

Weibchen von N. latissima

Diese Schnecken haften sehr fest am Untergrund und lassen sich nur mit gleichmäßigen samften Zug von der Unterlage lösen. Im Süßwasseraquarium sind die Tiere sehr aktiv und gut haltbar. Sie sind auch tagsüber gut zu beobachten.
Mit der Fortpflanzung ist es wie bei den anderen Arten. Die weißen Kokons sind etwa 1 mm lang, oval und sehr flach. Sie werden verstreut an andere Schnecken, Steine und die Aquariumscheiben geklebt. Dabei werden Winkel und Kanten bevorzugt. In einer Nacht werden von einem Weibchen 3-15 (möglicherweise auch mehr) Eikokons abgelegt. Aus diesen schlüpfen im Süßwasser Larven. Diese treiben in der Natur in Meer und ernähren sich da von Plankton. Eine Nachzucht im Aquarium ist entsprechend schwierig und bisher nicht gelungen.
Diese Art ist von Westmexiko bis Ecuador und Costa Rica verbreitet. Sie lebt auf festen Untergründen in Flüssen und weiden Algenaufwuchs ab.

Neritina luteofasciata
Diese Art wird für die Meerwasseraquaristik in den USA angeboten. Die Art stammt von der Zentralamerikanischen pazifik-Küste. Die Tiere wurden bereits bis zu drei Jahre lang in Meerwasseraquarien gehalten.
 

Neritina natalensis REEVE 1855
Die Art kommt in Ostafrika (Somalia bis Mozambique) und Südafrika vor. Die Tiere Leben in Mangrovensümpfen entlang der Küste.
Die gesicherten Angaben zu dieser Schnecke sind spärlich. Sie ist wohl etwas heller als N. gagates gezeichnet und etwas gedrungener. Die Bilder bei BROWN (1994) zeigen Tiere mit einem dicken Netzmuster aus schwarzen Linien auf hellem Grund. Ob es sich um ein Synonym von N. gagates handelt kann ich nicht sagen, teilweise wird es angenommen.
 

Neritina pulligera
Das Gehäuse wird bis etwa 2 cm lang und 1,5 cm hoch. Die Naht ist wenig abgesetzt und wird von der Folgewindung überwachsen. Die Unterseite des Gehäuses ist zur Hälfte geschlossen. Ein glatter, weißlicher Kallus bedeckt die Parietalregion. Der innere Mündungsrand ist dort fein gezähnt. Die Columellaris ist gelb- orange an den Seiten und oben grau bis schwarz. Der Mundsaum hat einen gelb-orangen Ring. Das Operculum ist hell braun mit grauen Linien und einem roten Hornsaum. Die Rippe ist weiß und gelblich. Der Zapfen ist gelb-orange. Der Kopf und Fußsohle sind breit oval. Die Augen sind auf kleinen Erhebungen an der Außenseite der fadenförmigen Fühler. Die Tiere sind getrenntgeschlechtig und legen ihre Eier in weißen Kokons auf festen Flächen ab. Das können Einrichtungsgegenstände, die Aquarienscheibe oder auch andere Schnecken sein. Nachzuchten im Aquarium sind nicht bekannt. Die Schnecken können bei Temperaturen zwischen 22 und 28 °C im Süßwasseraquarium gehalten werden. Sie schädigen keine Pflanzen und sind für andere Tiere ungefährlich. Es sollte - wie bei anderen Schnecken auch - genug Calciumkarbonat im Wasser sein, damit sie problemlos ihr Gehäuse aufbauen können.
Diese Art kommt in schnell strömenden Flüssen in Süßwasser auf Steinen und Laub vor. Das Verbreitungsgebiet umfasst Südafrika, Kenia, Madagaskar, die Andamanen, Südostasien, Taiwan und die Pazifischen Inseln.
Manchmal wird der Name als Synonym von N. violacea aufgeführt, es handelt sich aber um eine eigenständige Art.
 

Die Ring-Rennschnecke ist hellbraun
bis schwarz gefärbt.

Die weißen Ringe sind Reste von Eikokons, 
wie sie von allen Arten der Familie abgelegt werden.

Typisch ist der orange-rote Rand an der Mündung
und die grau-schwarze Columellar-Platte.

Tier mit frischen Eikokons

Neritina tahitensis LESSON 1830
Ursprünglich wurde die „Batman-Schnecke“ für N. tahitensis gehalten. Mittlerweile wurden die Tiere aber als N. auriculata identifiziert.
Das Gehäuse hell braun mit einem Muster aus feinen roten oder schwarzen Linien. Es ist flach und hat am Rand flügelartige Verbreiterungen. Der Bereich der Columellaris ist sehr breit und grau bis orange-braun. Die Mündung ist weiß-blau. Das Operculum ist hell braun und hat einen rot-braunen Hornrand. Die Tiere leben auf Steinen nahe Flussmündungen, oft auch im Brackwasser. Sie kommen auf den Philippinen, den Salomonen, Fiji, Neu Kaledonien, Vanuatu, Samoa und Französisch Polynesien vor.

Neritina turrita (GMELIN 1791)
Sie ist unsere Zebra-Rennschnecke. Es gibt sie mit feinen Linien oder mit breiten Streifen. Die Art ist sehr gut über Jahre im Aquarium zu halten. Eine Nachzucht ist bisher nicht gelungen. Aus den zahlreichen weißen Eikokons schlüpfen winzige schwimmende Larven, der Lebens- und Futteransprüche unbekannt ist.
Das eiförmige Gehäuse hat schwarze und hell braune bis gelbe, mehr oder weniger breite zick-zack-Linien. Die Columellar-Region ist matt und gelblich weiß, ebenso die die Mündung. Das Operculum ist weißlich bis rosa und hat einen schmalen roten Hornsaum.
Die Tiere leben auf Schlamm und Holz im Mündungsbereich von Flüssen. Oft findet man sie im Brackwasserbereich. Das Verbreitungsgebiet umfasst Südostasien, Taiwan, die Salomonen, die Fijis, Samoa und Französisch Polynesien.
 
 
 

Soviel siehr man von den Tieren sonst nicht.
Bis auf die Fühler ist der Weichkörper meist
unter dem gehäuse verborgen.

Die Art ist sehr variabel. Das Muster kann aus
geraden oder gezackten Linien, Punkten oder
Strichen bestehen. Auch einfarbige Tiere gibt es.
Die Grundfarbe variiert von gelb bis schwarz.

Anders als bei N. turrita ist die Columellar-Platte
glänzend und orange bis rot. Von N. variegata
unterscheiden sich die Tiere deutlich durch den 
Hornsaum und die helle Farbe des Operculums.

Die "Orange Track" wird meist unter 
dem Synonym Neritina semiconica angeboten.


 

Neritina variegata LESSON 1831
Das Gehäuse ist halbkreisförmig, glatt und dick. Die Grundfarbe variiert von oliv, gelb Bis orange mit schwarzem Muster. Die Columellar-Lippe ist weiß mit einem roten Bereich oben. Der vordere Mundsaum ist weiß. Das Operculum ist schwarz mit einem weißen Fleck am Nukleus. Teilweise zeieht sich der helle bereich weit bis in das Operculum hinein. SElten ist der Deckel ganz grau. Er hat nie einen Hornsaum.
Die Tiere leben auf Steinen und Felsen in Flüssen mit schnell oder langsam fließendem Wasser. Auf Tonga und Samoa wurden 1985 an verschiedenen Fundorten Wassertemperaturen von 25,7 – 26,7 °C, pH-Werte von 7-7,6, Leitwerte von 65-110 µS und Gesamthärten zwischen 1,3 und 3 °dH gemessen (STARMÜHLNER 1993). Das Verbreitungsgebiet umfasst Südostasien, die Salomon Inseln, Vanuatu, Fiji, Samoa, Guam, Ponape und Truk.
 
 

Typisch ist das dunkle Operculum ohne Saum.


 

 

Neritina violacea (GMELIN 1791)
Diese Tiere wurden einige Jahre nach N. pulligera für die Aquaristik entdeckt.
Das Gehäuse ist flach und breit. Es ist schwarz und hat manchmal mehr und manchmal weniger weiße Flecken. Oft sind schwarze beläge auf der Oberfläche.
Die Columellar-Region und die Mündung sind orange bis rot. Das Operculum ist orange und grau und hat einen orangefarbenen Hornsaum. Die Eikokons sind etwa 1,5 mm lang und einen viertel Millimeter hoch. Sie enthalten jeweils 40 bis 60 Larven.
Die Tiere leben in Flüssen auf Steinen nahe der Küste. Das Verbreitungsgebiet umfasst. Indien, Südostasien, Neuguinea, die Salomon Inseln und die Fijis.
 
 

Das flache Gehäuse stellt eine Anpassung an
starke Wasserströmung dar.

Typisch ist die rote Gehäuseunterseite.
Bei einigen tieren ist die Farbe etwas blasser.

Wenn das Gehäuse nicht mit schwarzen Belägen
bedeckt ist sieht man das gelbe Muster sehr schön.

Neritina virginea
Das Verbreitungsgebiet der Cajo-Lago Schnecke reicht laut Western Atlantic Gastropod Database von 32.3°N bis 27°S und 97.7°W bis 35°W. Die Tiere leben in Flüssen und an der Küste von Florida, Texas, Mexico, Guatemala, Costa Rica, Panama, Kolumbien, Venezuela, auf den Bermudas, den Bahamas, Kuba, den Cayman Inseln, Jamaica, den Jungfraueninseln, in der Dominikanische Republik, Surinam und Brasilien. Ihren deutschen Namen hat die Art vom Cajo-Largo, einem See auf Kuba. Von dort wurde sie vor einigen Jahren von einem Aquarianer mit nach Deutschland gebracht.
Das Gehäuse dieser Art ist typisch neritoid mit einer glatten Oberfläche. Die Grundfarben und Muster variieren von schwarz über braun und rot bis gelb und weiß. Die größte je gemessene Schalenlänge soll bei 43 mm liegen. Meistens sind die Tiere aber kleiner. Eine Nachzucht dieser Art ist bisher nicht gelungen. Die adulten Tiere leben im Süßwasser. Nach dem Schlupf werden die Larven mit dem Flusswasser in die Brackwasserzonen der Flussmündungen, die als Ästuare bezeichnet werden, gespült. Sie entwickeln sich hier zu kriechenden Schnecken und wandern langsam die Flüsse hinauf, während sie heranwachsen. Daher werden flussaufwärts immer größere Tiere gefunden, als in Mündungsnähe und im Küstenbereich. Auf den Bahmas leben die jungen Tiere auf Sandflächen und an Seegras. Sie werden von Fischen (z.B. Lutjanus apodus und Halmolon sciurus) gefressen. Da die Tiere sowohl in Flüssen als auch im Meer leben und dabei farblich sehr variabel sind, gibt es sehr viele Synonyme für diese Art. Bezeichnend ist, dass sowohl Röding 1798 als auch Mörch 1852 diese Art jeweils unter zwei verschiedenen Namen beschrieben haben. Recluz wollte sie 1850 sogar in drei Arten unterteilen. Gültig, weil am ältesten, ist die Artbezeichnung „virginea“ von Linné aus dem Jahre 1758.

Einige Synonyme für Neritina virginea:
Neritina braziliana Sowerby, 1849, Neritina matoni Mörch, 1852, Neritina trabalis Mörch, 1852, Neritina cajennensis Rigacci, 1866, Neritina minor Metcalf, 1904, Nerita virginea Linné, 1758, Nerita cardinalis Röding, 1798, Nerita nigrocincta Röding, 1798, Nerita chlorina Link, 1807, Nerita phrygia Dillwyn, 1823, Nerita listeri Pfeiffer, 1840, Nerita bahiensis Recluz, 1850, Nerita fasciola Recluz, 1850, Nerita tigris Recluz, 1850
 
 

Diese kleinbleibende Schnecke ist 
farblich sehr variabel. Die Tiere
sind anspruchslos, neigen aber dazu 
aus dem Wasser zu klettern und 
laufen dadurch Gefahr außerhalb 
des Aquariums zu vertrocknen.


Gattung Neritodryas

In der Gattung gibt es mindestens vier Arten. Die Tiere gehören nicht zu den typischen Aquarientieren. Sie wurden aber mehrmals als Neritina spec. importiert.
Charakteristisch ist das Fehlen eines Hornrandes am Operculum. Die Rippe ist gefurcht und zur Spitze hin fächerartig verbreitert. Der Kegel wächst aus dem Rand der Rippe. Darunter ist das Operculum tief ausgehöhlt.
 


Gehäuse von Neritodryas cornea

rechts: Nahaufnahme von Rippe und Zapfen


 


Gattunge Puperita

Die Puperita-Arten leben in den Gezeitenzonen von Algenaufwuchs.

Puperita pupa
Die etwa 8 mm große „Zebra-Nerite“ zeigt deutlich wie stark das Muster der Schalen von den Umweltbedingungen abhängt. Im Salzwasser sind die Tiere weiß und haben eine schwarze Linienzeichnung. In Gezeitenpools mit Süßwassereintrag sind die Tiere dagegen schwarz mit weißen Punkten. Diese Tiere wurden ursprünglich als eigenständige Arte (P. tristis) beschrieben. Siedelt man die Tiere aber von einem Lebensraum in den anderen um, dann zeigt sich nach 3 Monaten auf dem Gehäusezuwachs das jeweils andere Muster.
Die Tiere kommen an den Küsten von Florida und auf den Bahamas vor. Sie können im Meerwasseraquarium gehalten werden. Dort leben sie etwa ein Jahr lang. Über die natürliche Lebenserwartung der Tiere ist nichts bekannt.
 
 



Gattung Septaria

Charakteristisch für die 13 Septaria-Arten ist ein dünnes, glattes, flaches und symmetrisches Gehäuse. Das Operculum ist in den Fuß eingewachsen. Das Tier kann damit die Gehäusemündung nicht verschließen. Der Kolummellar-Bereich ist auf ein schmales Septum am hinteren Schalenende reduziert. Bei S. suffreni gibt es einen Sexualdimorphismus. Bei den männlichen Tieren ist in der Mitte das Septum zungenförmig ausgezogen und bei den Weibchen nicht. Bei S. porcellana und S. bougainvillei sind die Männchen deutlich kleiner als die Weibchen. S. macrocephala ist nach Ansicht von Haynes (2001b) ein protandrischer Konsekutivzwitter. Sie schließt das daraus, dass sie keine Männchen finden konnte, die größer waren als 16 mm und keine Weibchen die kleiner waren als 10 mm. Die schlüpfenden Tiere sind alle männlich. Zwischen zwei Paarungssaisons beginnen die Tiere ab einer Schalenlänge von 10 bis 15 mm Eier zu produzieren. Einige Arten übertragen bei der Paarung Spermatophoren und andere Spermien.
1975 versuchten Golikov & Starobogatov für die Gattung Septaria die Familie der Septariidae einzuführen, die aber nie allgemeine Anerkennung fand. Holthuis (1997) machte eine umfangreiche phylogenetische Analyse und kam zu dem Schluss, dass die Unterschiede zwischen Septaria und Neritina nicht ausreichen um Septaria in eine eigene Familie zu stellen. Dieses Ergebnis wurde von Haynes (2005) in ihrer Revision der Gattung bestätigt. Septaria ist also wie Neritina und Clithon eine eigenständige Gattung der Neritidae.
 

Septaria porcellana
Sehr selten wird die Muschel- oder Algenschnecke zum Kauf angeboten. Ihr glattes, sehr flache Gehäuse wird 30 bis 40 mm lang und etwa 24 mm breit. Dabei ist es weniger als 1 cm hoch. Die Schale erinnert auf den ersten Blick an eine Muschelhälfte. Die Mündung ist sehr weit, so dass die Gehäuseunterseite bis auf einen schmalen Grat am hinteren Ende offen ist. Trotz der großen Ähnlichkeit gehören die Tiere nicht zu den Napfschnecken. Sie verfügen über ein annähernd rechteckiges, sehr unregelmäßig geformtes Operculum, das zum großen Teil oder vollständig in den Fuß eingewachsen ist.
Das Verbreitungsgebiet umfasst Neuguinea, den Salomonen, Vanuatu, Neu-Kaledonien, Indien, Andamanen, Indonesien, Philippinen, Taiwan, Japan, Guam, Saipan und Nord-Australien.
Es wird kein Ersatzfutter angenommen, so dass die Tier in einem zu sauberen Aquarium verhungern. Sie reagieren aber auch empfindlich auf erhöhte Nitratwerte.
 
 

Die Schalen sind sehr flach und
variabel marmoriert.

Von unten sieht das Tier aus wie eine 
Napfschnecke. Der Fuß ist oval, der
Kopf breit mit fadenförmigen Fühlern.

Gehäuse und Deckel von S. porcellana

Herauspräpariertes Operculum von
Septaria porcellana. Die gerade,
obere Kante liegt beim lebenden
Tier am hinteren Rand der Mündung.


 
 
 

Septaria tessellata LAMARCK 1816
Diese hübsche Schnecke wurde fälschlich als S. porcellana importiert und verkauft. Die Sterblichkeit der Tiere, die ich über einen Großhändler bezogen hatte, lag bei 100%. S. tesselata lebt in der Natur nur im Brackwasser. Fälschlich für S. porcellana gehalten und ins Süßwasser gesetzt hatten sie keine Überlebenschance.
Das ovale Gehäuse ist bis 27 mm lang. Es gibt zwei Gehäuseformen. Eine weite Form mit einem durchschnittlichen Verhältnis von Breite zur Länge von 0,67 und eine schmale Form mit einem Breiten-Längen-Verhältnis von 0,45. Der Apex ragt nicht über den hinteren Rand des Gehäuses hinaus. Die Grundfarbe ist gelb-braun oder gelb-grün gezeichnet mit schwarzen oder roten geraden, geschwungenen oder gezackten Linien. Bei der schmalen Form treten auch zum Vorderrand hin breiter werdende Längsstreifen auf. Das Septum ist recht breit und hat einen geschwungenen Rand. Das Operculum ist weiß bis hell gelb. Es ist länglich, hat eine nach innen gebogene Rippe und einen transparenten Hornrand. Bei der schmalen Form ist es entsprechend schmaler. Das Männchen hat einen relativ langen dünnen Penis mit einer langen Papille.
Die Tiere leben im Brackwasser im Gezeitenbereich von Flüssen. Die breite Form findet man auf Steinen in schnell fließendem Wasser. Die schmale Form lebt auf den Stängeln von Gräsern im ruhigen Brackwasser.
Das Verbreitungsgebiet reicht von Ostindien, Sri Lanka, Taiwan, Philippinen, Indonesien, Neuguinea bis zu den Salomonen und nach Ostafrika.
 
 
 

Durch die Form des Operculums sind
diese Schencken leicht als S. tessellata zu bestimmen.


Gattung Smaragdia



An den europäischen Küsten lebt Smaragdia viridis. Die Gehäuse der Tiere sind bis maximal 8 mm lang, glatt und glänzend grün mit weißen Linien oder Marmorierungen. Die Tiere leben unterhalb der Gezeitenzone in Tiefen von 3 bis 15 Metern. Sie fressen an Seegras (Zostera marina). Es gibt mehrer Arten in der Gattung, die alle sehr klein bleiben. In europäischen Binnengewässern und im Brackwasser der Ostsee leben verschiedene Theodoxus-Arten.
Im tropischen und subtropischen Süß- und Brackwasser leben Neritina, Septaria, Clithon, Neritilia und Neritodryas. Neritina und Clithon-Arten sind im Aquarium gut haltbar.
 


Gattung Theodoxus


Die einheimische Fluss-Schwimmschnecke, Kahnschnecke oder Zwerg-Flussschnecke (Theodoxus fluviatilis)kann man im Handel nicht kaufen. Die Schale dieser Art ist 6 bis 12 mm lang, 4 bis 8 mm breit und 3 bis 5 mm hoch. Im Aquarium werden die Tiere kaum größer als 8 mm. Die Oberfläche ist weißlich oder gelblich und in variablen hellen und dunklen Braun- und Rottönen oder in schwarz mit netzartigen feinen Linien gemustert. Manchmal ist sie auch rein schwarz oder weißt nur wenige helle Flecken auf. Sie kann in Aquarien gehalten werden, benötigt aber ausreichend Sauerstoff. Als Nahrung dienen Algen, Schwämme und Futterreste. Sie pflanzen sich unter günstigen Lebensbedingungen auch im Aquarium fort. Es werden 30-70 Eier in einer weißen, ledrigen, etwa 1 mm großen Eikapsel auf Steine oder anderen Schnecken abgelegt. Von ihnen entwickelt sich nur eines, die anderen sind Nähreier. Der Schlupf erfolgt abhängig von der Temperatur nach 4-8 Wochen. Die Jungschnecken kriechen von Anfang an. Sie sind etwa 0,5 bis 1 mm groß. Die Tiere werden bis zu 3 Jahre alt.
Sie lebt im Brack- und Süßwasser auf festen Substraten. In der Ostsee ist sie häufig. Ihr Verbreitungsgebiet reicht von Spanien bis zu den britischen Inseln und von Lappland zum Kaspischen Meer (Iran, Aserbeidschan, Russland, Kasachstan, Turkmenistan). In Nordafrika treten einzelne Populationen in Marokko, Algerien, Tunesien und im unteren Nilstrom-Gebiet auf. Mit zunehmend verbesserter Wasserqualität wird diese Art in Europa wieder häufiger. Sie ist Indikator für gering belastete Gewässer (Güteklasse I-II). Sie steht in Deutschland auf der Roten Liste der vom Aussterben bedrohten Tiere. Diese Schnecke war 2004 das Weichtier des Jahres.
 
 
 

Theodoxus fluviatilis

links: Gehäuse und Operculum


 


Literatur:

H. B. Baker (1923): Notes on the Radula of the Neritidae.- Proceedings of the Academy of Natural Sciences of Philadelphia, Vol. 75, 117-178

S. Bergleiter (1997): “Süßwasser-Napfschnecken” im Aquarium.- DATZ 10/97, 680-681

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D. S. Brown (1994): Freshwater Snails of Africa and their Medical Importance.- 2. Auflage, Taylor & Francis. London

A. Haynes (1988): Notes on the stream neritids (Gastropoda; Prosobranchia) of Oceania.- Micronesica Vol. 21, 93-102

A. Haynes (2005): An evaluation of members of the genera Clithon Montfort, 1810 and Neritina Lamarck 1816 (Gastropoda: Neritidae).- Molluscan Research 25(2), 75-84

A. Haynes (2001 a): Freshwater Snails of the Tropical Pacific Islands.- Institute of Applied Science, Suva, Fiji

A. Haynes (2001 b): A revision of the genus Septaria Ferussac, 1803 (Gastropoda: Neritimorpha).- Ann. Naturhist. Museum Wien 103 B, 177-229

A. Haynes (2009): persönliche Mitteilungen

M. Pyron, A. P. Covich (2003): Migration Patterns, Densities, and Growth of Neritina punctulata Snails in Rio Espiritu Santo and Rio Mameyes, Northeastern Puerto Rico
Caribbean Journal of Science, Vol. 39, No. 3, 338-347

D. Schneider, T.M. Frost (1986): Massive upstream migration by a tropical freshwater neritid snail.- Hydrobiologia 137, 153-157

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K. S. Tan, S. S. C. Lee (2009): Neritid egg capsules: are they all that different? – Steenstrupia 30 (2): 115–125

J. Sprung (2003): Aquarium invertebrates - Nerites: Bleeding Tooth, Zebras, Checkers and more.- (online: http://www.advancedaquarist.com/issues/sept2003/invert.htm)

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