Heimbiotop - Aquaristik, Wirbellose und Garten

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Pflanzen und Tiere haben mich schon immer begeistert. Darum beschäftige ich mich beruflich und privat viel mit der Natur. Schon viele Jahre ist Aquaristik mein Hobby. Hauptsächlich interessieren mich Aquarienpflanzen und Schnecken. Garnelen, Krebse, Muscheln und Fische gibt es bei mir aber auch einige. Im Garten ist aber auch schön. Da wachsen bunte Blumen und leckeres Gemüse. Aber vor allem krabbelt, summt und brummt es überall. Mich interessieren Nahrungsnetze und Stoffkreisläufe im Wasser und an Land. Garten und Aquarium sind da überschaubare Anschauungsobjekte. Anhaltspunkte für das "Wie" und "Warum" geben vor allem alle Pleiten und Pannen. Überall wo das System in Schieflage gerät, besteht eine Chance zu lernen. Ich finde nichts spannender als Mangelsymptome und Pflanzenkrankheiten, Schädlinge, Parasiten, Parasitoide und Symbionten.

Als ich während des Studiums erst ein, dann zwei, dann drei und letztendlich 18 Aquarien in mein WG-Zimmer holte waren die voll mit Schnecken. Zeitweilig habe ich mehr als 90 verschiedene Süßwasserschneckenarten gepflegt. Zigtausend Apfelschnecken erblickten bei mir das Licht der Welt. Ein Umstand der sehr viel Toleranz der Mitbewohner verlangte, wenn die Tierchen ihre Becken verließen und ihre Eier an den Messerblock oder die Frühstückbrettchen klebten.


Pomacea canaliculata frisst alle Pflanzen. Hier zum Beispiel einen Javafarn, der besonders hart und ungenießbar ist.

Unter den kriechenden Mitbewohnern waren auch solche, die für die Vernichtung ganzer Pflanzenbestände verantwortlich sind. Ich habe Gefurchte Apfelschnecken oder auch Paradiesschnecke übernommen, die für anderen Aquarianer wegen ihres Heißhungers untragbar waren. Diese Tiere eignen sich nicht für die Pflege in bepflanzten Aquarien. Dennoch wurde vor allem die Gefurchte Apfelschnecke (Pomacea canaliculata) - das ist die in dem Video rechts - immer wieder in Zoogeschäften angeboten. In Asien verursachen die Tiere auf den Wasserpflanzenfarmen schwere Schäden und werden massiv mit Giften bekämpft. Gleichzeitig wurden diese Tiere aber auch gesammelt und über Fischgroßhändler nach Europa importiert. Das ist inzwischen zum Glück verboten. Europaweit gibt es für alle Arten der Gattung Pomacea ein Handels- und Importverbot. Die Haltung der Tiere ist jedoch nicht untersagt. Nur darf man Nachzuchten nicht weitergeben. Die Haltung, Zucht und der Handel mit anderen Apfelschneckenarten ist weiterhin erlaubt. Das hat einfältige Händler auf die Idee gebracht ihre Pflanzenfresser einfach unter falschem Namen als Pila oder Asolene anzubieten. Das trägt nun zusätzlich zur Verwirrung bei und es kommen immer noch Pflanzenfresser ins Aquarium. Nur schaden sie damit jetzt dem Ruf anderer, harmloser Arten. Wenn du dich über Apfelschnecken informieren willst, kannst du das hier tun.

Als Gartenbauingenieurin beschäftige ich mich beruflich vor allem mit Gartenpflanzen. Mein Fachgebiet sind Ökologie, Pflanzenernährung, Krankheiten und Schädlinge. Botanisch sind alle Pflanzen gleich interessant. Ich finden Möhren, Salat, Tulpen, Krokusse, Dahlien und Lilien genauso spannend wie Aronstabgewächse, Algen und Moose. Jede Pflanzengattung hat Besonderheiten, die es ihr ermöglichen in ihren Lebensraum zu wachsen und sich fortzupflanzen. Allein die Vielfalt der Blütenformen ist schon faszinierend. Noch spannender ist es, wenn man unter die Erde schaut und sich Mikroorganismen im Wurzelraum anschaut, die dazu beitragen, dass die Pflanze Nährstoffe und Wasser aufnehmen kann. Im eigenen Garten und auch im Aquarium kann man täglich Neues entdecken, wenn man sich die Zeit nimmt genau hinzuschauen und die Vielfalt zu bemerken. Auf Heimbiotop findest du darum neben Porträts mit Kulturansprüchen für zahlreiche Pflanzen auch Informationen zur Wirkung von Licht, Mangelsymptomen an Pflanzen, Algen oder Mikroorganismen im Mulm des Aquariums.
Ich wünsche viel Spaß beim Stöbern.


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