Zur Familie der Pachychilidae zählen 12 Gattungen.
Bei diesen Schnecken sit die Mündung oval und hat keine Siphonalrinne.
Bei Faunus findet man aber Einkerbungen am oberen und unterem Ende des
Mundsaums. Das Operculum ist multispiral mit mehr oder weniger zentralem
Nukleus.
Es gibt etwa 30 Arten in der Gattung. Ihr Verbreitungsgebiet
reicht von Nordindien bis Thailand und Sumatra. Alle Arten sind in einzelnen
Flüssen endemisch. Das heißt sie kommen nur dort vor. Es gibt
Arten die in ihren Flüssen überall vorkommen. Einige Arten sind
innerhalb der Flüsse aber auch nur auf die Oberläufe beschränkt
und sehr selten. Diese können durch das Sammeln für den Aquarienhandel
in ihrem Bestand ernsthaft gefährdet werden. Die Vermehrungsraten
bei den Brotia-Arten ist deutlich geringer als bei den uns bisher
bekannten "Turmdeckelschnecken".
Brotia-Arten sind getrenntgeschlechtig. Die Männchen
übertragen Spermatophoren (Pakete aus Spermien) in die Körper
der Weibchen. Diese legen ihre Eier in eine Bruttasche. Dort entwickeln
sich die Eier und die Jungtiere schlüpfen. Dann werden die Jungtiere
ins Freie entlassen.
Für die Vermehrung sind Tiere von beiden Geschlechtern
nötig. leider kann man die Geschlechter äußerlich nicht
unterscheiden. Man benötigt darum immer mehrere Tiere für eine
Zuchtgruppe. Ob die Nachzucht im Aquarium aber überhaupt möglich
ist, ist unklar. In der natur werden Paarung und Geburt durch den Monsun
gesteuert. Die Weibchen bringen nur einmal im Jahr - zu Beginn der Trockenzeit
- Junge zur Welt. Wie viele Jungtiere ein Weibchen frei setzt hängt
mit ihrer Größe und der Art zusammen. Es sind manchmal nur 10,
in anderen Fällen bis zu 200 Jungtiere. Diese sind 2 bis 4 mm groß.
Köhler (2007) schlägt vor für die Nachzucht
saisonale Schwankungen zu simulieren. Ab Oktober könnte man zum Beispiel
die Temperatur und den Leitwert senken (Regenzeit). Ab Februar dann die
Temperatur anheben und den Leitwert erhöhen (Trockenzeit). Bisher
gibt es keine Berichte über längerfristige Aquarienhaltung oder
Nachzuchten von Brotia im Aquarium. Es wurden bisher lediglich Jungtiere
frei gesetzt, die sich bereits beim Sammeln in der Bruttasche befanden.
Stark durchströmte Beckenbereiche und Sauerstoff
haltiges Wasser sind die Voraussetzung für eine erfolgreiche Haltung
von Brotia-Arten. Das Wasser darf nicht mit Stickstoffverbindungen
belastet sein und muss ausreichend Salze enthalten. Die Temperatur sollte
auf Dauer 25°C nicht übersteigen.
Die Tiere weiden Biofilme von festen Oberflächen.
Sie bevorzugen es sich auf Steine, Holz oder der Aquarienscheibe fortzubewegen.
Sie suchen aber auch manchmal im Substrat nach Nahrung. Sie filtriren auch
nahrung aus dem Wasser und leiten es in einen Schleimfaden eingeschlossen
über eine Rinne an der rechten Fußseite zum Maul. Pflanzen werden
nicht angefressen.
Das dickwandige Gehäuse ist spitz kegelförmig,
bis etwa 4 cm hoch und 2,5 cm breit. Es hat auf der Oberfläche kurze
Dornen, die in einer Reihe auf der Mitte der nur wenig gewölbten Windungen
stehen. Außen ist das Gehäuse braun und innen weiß.
Der Körper ist bräunlich mit graunen Marmorierungen.
Die Jungschnecken und werden mit einer Größe
von etwa 1 mm ins Freie entlassen.
Hauptnahrung der Tiere sind Algen. Im Aquarium werden
auch Fischfutter, Kaninchenpellets und weiches Gemüse gefressen.
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Das Gehäuse der Herkules-Turmdeckelschnecke kann
fast 10 cm hoch und 3,5 cm breit werden. Es ist recht variabel. Die Windungen
sind mehr oder weniger stark gewölbt. Manchmal ist die Oberfläche
glatt und manchmal sind deutliche Axialrippen zu sehen. Der Körper
ist braun bis schwarz mit helleren Marmorierungen.
Die Tiere leben in Flüssen in Myanmar und Nordthailand.
Die Schnecke hält sich gut im Aquarium. Nachzuchten
sind aber bisher nicht bekannt.
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Diese Art kommt nur im Grenzgebiet zwischen Thailand und
Myanmar vor. Sie lebt endemisch im Maenam-Moei-Fluss-System.
Ihr Gehäuse wird bis 5,5 cm hoch und 2,5 cm breit.
Es ist braun und hat in regelmäßigen Abständen große,
hohle Dornen etwa auf der Mitte der Windungen.
Der Körper ist grau mit gelb-braunem Muster.
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Faunus ater ist die einzieg Art in der Gattung.
2008/2009 wurden diese Tiere zum ersten Mal nach Deutschland importiert.
Obwohl sie auch mit den diobolischen Namen "Teufelsdorn" oder "Teufelsschnecke"
bezeichnet werden, sind sie schnell sehr beliebt geworden.
Das schwarz-braune Gehäuse ist schmal turmförmig
mit nur wenig gewölbten Windungen. Die Naht ist deutlich zu sehen.
Ausgewachsene Tiere haben 18 bis 20 Windungen. Die Oberfläche zeigt
feine Wachstumslinien. Die Gehäuse werden etwa 85 mm hoch und 20 mm
breit. Die Mündung ist oval. Der Mundsaum hat am oberen und am unteren
Rand eine Kerbe. Das Operculum ist oval mit subzentralem Nukleus.
Faunus ater im Aquarium. |
Der Körper ist grau-schwarz mit weißen Flecken. |
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Die Mündungsinnenseite ist gelb-braun. |
In der Natur kommen die Tiere in Südostasien vor. Sie leben auf schlammigem Grund in Flüssen. Sie kommen auch in leicht salzhaltigem Wasser von Gezeiten beinflussten Flussmündungen vor. In der Gattung gibt es nur eine Art.
Die Tiere sind in der Haltung anspruchslos, lassen sich aber nicht im Aquarium vermehren. Das Weibchen legt Eier aus denen, wie bei den Neritidae, schwimmende Larven schlüpfen. Die Larven treiben mit der Strömung ins Brackwasser- oder ins Meer und entwickeln sich dort zu Jungschnecken, die ins Süßwasser zurück kehren. Eine Nachzucht im Aquarium ist daher nicht möglich.
Als Nahrung eignen sich Fischfutter, weiches Gemüse und Kanichenpellets. Die Schnecken graben sich gerne im Substrat ein und suchen dort vermutlich auch nach Nahrung. Sie sind überwiegend nachtaktiv. Werden sie aber nicht von Fischen oder anderen Tieren gestört, kann man sie auch tagsüber sehen. Sie steuern gezielt Futterquellen an und bleiben dort bis nichts mehr zu holen ist.
Diese Gattung von lebendgebärende Schnecken aus Südostasien umfasst nur zwei Arten auf den Philippinen: J. asperata und J. dactylus.
Bei der abgebildeten Schnecke handelt es sich wahrscheinlich
um Jagora aperata. Die Art wurde 1822 als Melania asperata
beschrieben und 2002 von Köhler und Glaubrecht als Typusart in die
neue Gattung Jagora überführt. Synonyme sind unter anderem
Melania
philippinarum und Brotia asperata. Das abgebildete Tier hat
ein dunkelbraunes, turmförmiges Gehäuse mit 6 Windungen und ist
50 mm lang und 18 mm breit. Auf den älteren Windungen sind deutliche
Axialrippen. Auf der Körperwindung sind sie schwächer. Spiralrippen
sind nur undeutlich auf den jüngeren Windungen zu sehen. Der Apex
fehlt. Das Operculum ist multispiral. Es kann tief in die Mündung
zurück gezogen werden. Die Fühler sind fadenförmigen. Die
breite Schnauze ist rüsselartig verlängert. Der Körper ist
grau bis rauchschwarz.
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Die Tiere dieser Art können bis zu 12 Windungen ausbilden,
haben im Schnitt aber etwa 8. Der Gehäuseaußenwinkel beträgt
etwa 25° (schmal konisch). Die Farbe variiert von einem gelblichen
Braun über oliv zu dunkelbraun. Der Apex fehlt oft oder ist zumindest
erodiert. Auf den älteren Windungen sind deutliche Axialrippen ausgeprägt,
auf den jüngeren werden sie schwächer und Spiralstrukturen treten
in den Vordergrund. Die Mündung ist oval und hat keine Siphonalrinne.
Im Schnitt sind die Gehäuse 48,5 mm hoch und 17,3 mm breit (KÖHLER
& GLAUBRECHT 2002). Die Opercula sind multispiral mit drei bis fünf
Windungen. Der Körper ist dunkelgrau, teilweise mit hellen Flecken.
Die Augen befinden sich an der Basis der Fühler. An der rechten Kopfseite
neben dem Fühler endet die Genitalrinne, die von der Geschlechtsöffnung
ausgeht. Die taenioglosse Radula ist etwa 25 mm lang und besteht aus etwa
130 bis 220 Querreihen. In den untersuchten Populationen waren in dere
Regel etwas mehr Weibchen (ca. 57 %) als Männchen zu finden. Die Männchen
sind aphallisch. Die Weibchen tragen Eikapseln und Jungtiere in ihrer Mantelhöhle.
Bei einem Weibchen, dass im November 1975 auf den Philippinen gefunden
wurde, enthielt die Mantelhöhle 275 Jungtiere. Im März 2000 konnten
dagegen weder Eikapseln noch Jungtiere in den Weibchen gefunden werden.
Vermutlich gibt es eine Brutsaison. Die Art kommt im nördlichen Teil
der Philippinen vor (Luzon, Samar und einige kleinere Inseln). Die Tiere
besiedeln kleine Bergflüsse mit sandigem Bodengrund. Man findet sie
im Sand vergraben oder an Pflanzen. Sie fressen Detritus und Algen, teilweise
im Spritzwasserbereich von Wasserfällen auch oberhalb der Wasseroberfläche.Die
zweite Art der Gattung ist Jagora dactylus. Sie unterscheidet sich
äußerlich wenig von der vorherigen. Die Unterteilung in zwei
Arten erfolgte durch eine Genanalyse. Die Gehäuse von J. dactylus
können bis zu 12 Windungen aufweisen. Im Schnitt (KÖHLER &
GLAUBRECHT 2002, 38 Tiere) sind sie 47 mm hoch und 15,5 mm breit. Der Außenwinkel
beträgt etwa 25°. Im März 2000 wurden mehrere Weibchen mit
Jungtieren oder bis zu 90 Eiern in der Mantelhöhle gefunden. Die Eier
haben eine Größe von einem mal anderhalb Millimeter. Jeweils
vier bis zehn dieser Eier sind in Eikapseln zusammengefasst. Diese Art
kommt auf den südlichen Philippineninseln (Bohol, Cebu, Guimeras und
Siquijor) vor.
Die Venezuelanische Turmdeckelschnecke (Pachychilus
ater) wurde 1994 von einem Aquarianer aus Berlin vom Rio Orituco in
Venezuela mitgebracht. Das Gehäuse dieser Art ist mit Tuberkeln bedeckt
und dunkel rotbraun. Die Spitze des Gehäuses wird mit zunehmendem
Alter abgebaut. Vermutlich werden sie mittlerweile nicht mehr in Aquarien
gehalten.
Vor einigen Jahren wurden Schnecken mit sehr festen großen,
turmförmigen Gehäusen aus Südamerika importiert. Diese Tiere
haben hoch gewundene, feste Gehäuse. Der Apex fehlt zum Teil. Einige
Schalen haben mehr oder weniger große Skulpturen, wie Tuberkel und
Rippen. Der untere Teil der Mündung ist etwas zu einer flachen breiten
Lippe ausgezogen, bildet aber niemals eine Siphonalrinne. Die spiralen
Opercula sind oval bis rund. Ihr Kern ist mehr oder weniger im Zentrum.
Die Genitalöffnung ist auf der rechten Körperseite hinter dem
Fühler. In der Statocyste finden sich zahlreiche Statoconien. Die
Radula ist taeniogloss. Es werden 11 Gattungen zu dieser Familie
gezählt. Brotia, Pseudopotamis, Jagora, Adamietta, Paracrostoma,
Sulcospira, Tylomelania sind lebendgebärend. Pachychilus, Doryssa,
Potadoma und Melanatria legen Eier.
In Südostasien leben Arten der Gattung Brotia (z.B.
Java, Borneo, Sumatra, Malaysia, Thailand), Tylomelania (Sulawesi), Adamietta
(Thailand) und Jagora (Philippinen). In Indien findet man Paracrostoma
- Arten. Sulcospira sp. kommen auf Java, Madagaskar, im kontinentalen Afrika
und Südamerika vor. Melanatria sp. gibt es auf Madagaskar und Potadoma-Arten
auf dem afrikanischen Festland. Pachychilus und Doryssa stammen
aus Mittel- und Südamerika. Die Bezeichnung für diese Familie
wurde bereits 1857 eingeführt, trotzdem ist sei fast völlig unbekannt.
Pachychilus sp. aus Braslien |
Pachychilus sp. aus Braslien |
Die Arten aus der Gattung Pseudopotamis sind für
die Aquaristik uninteressant. Da aber eine gute Beschreibung von ihnen
vorliegt, werden sie hier als Beispiel aufgeführt. Die Arten dieser
Gattung leben endemisch auf den Inseln in der Torresstraße. Diese
liegen zwischen Australien and Neuguinea. Es gibt nur zwei bekannten Arten
mit sehr kleinen Verbreitungsgebieten. P. supralirata kommt nur auf der
Prince of Wales Insel vor (10°40' Süd, 142°10' Ost). Ihr Gehäuse
wird bis etwa 24 mm hoch und 9,5 mm breit. Es hat gewinkelte Windungen
mit schwachen Spiralfurchen. Davon sind aber zwei unterhalb der Naht deutlichen
hervorgehoben. Die Mündung ist etwa 7 mm hoch und 5 mm breit. Der
Außenwinkel der Gehäuse schwankt zwischen 10 und 30°. Im
Mittel liegt er bei etwa 20°. Das Tier ist grau bis schwarz mit hellen
Pigmentflecken. Die Fußsohle ist weiß. Die Genitalöffnung
ist als schmale graue Linie an der rechten Körperseite sichtbar. Sie
verläuft vom Mantelrand zum rechten Fühler. Die Jungschnecken
haben bei ihrer Geburt eine Größe von bis zu 6,5 mal 3,5
mm und bereits 5 Windungen. Melania supralirata und Pseudopotamis finchi
sind Synonyme für diese Art. Die andere Art ist Pseudopotamis semoni.
Sie lebt nur auf der Hammond Insel. Das Gehäuse ist schwarz. Bei ihr
sind die Windungen runder und die Spiralskulptur ist gleichmäßiger.
Der Apex fehlt in der Regel. Es verbleiben drei bis 6 Windungen. Die Gehäusehöhe
erreicht etwa 22 mm, die Breite rund 9 mm. Der Außenwinkel liegt
zwischen 10 und 20°, im Mittel bei etwa 18°. Beide Arten behalten
ihre Eier bis zum Schlupf in einer Art Uterus, einer sackartigen Ausstülpung
des Eileiters. Bis zu drei Jungtiere befinden sich hier gleichzeitig. Ursprünglich
wurde die Gattung zu den Thiaridae (oder Melaniidae) gezählt. Neuere
morphologische und molekulare Untersuchungen haben ergeben, dass sie zu
den Pachychilidae gehört. Diese sind nur mit dieser einen Gattung
in Australien vertreten.
Die Arten aus der Gattung Tylomelania ist in den
letzten Jahren (seit 2008) neu in die Aquaristik eingeführt worden.
Es gibt in der Gattung etwa 50 Arten. Sie kommen auf Sulawesi in Malili-Seen-System
vor. Das ganze Jahr über hat das Wasser dort etwa 26 bis 28 °C.
Auch im Aquarium hat sich die Haltung der Tylomelania-Arten in wärmerem
Wasser bewährt.
Die Arten haben sich jeweils an die Lebensweise auf Holz,
Stein oder Schlamm angepasst. An Hand typischer Merkmale ihrer Radula lassen
sich die Arten den entsprechenden Lebensweisen zuordnen. Im Aquarium suchen
aber alle Arten gleichermaßen am Boden wie auf Hartsubstraten nach
Nahrung.
Die Tiere sind lebendgebärend und entlassen etwa
1,5 mm große Jungschnecken aus ihren Bruttaschen.
Die Gehäuse sind turmförmig und haben mehrere
Spiralreihen aus Tuberkeln. Sie sind bis zu 10 cm hoch und 3,5 cm breit.
Die Tiere im Aquarium sind meist kleiner.
Interessant ist das Tier wegen seines schwarzen Körpers
mit den zahlreichen weißen Punkten. Es gibt auch eine Form mit gelben
Flecken, die als T. patriachalis sp. "Yellow" angeboten wird.
Die Art stammt aus dem Matanosee auf Sulawesi. Dort kommt
sie auf Schlamm vom Flachwasser bis in etwa 40 m Tiefe vor.
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Tylomelania sp. „Yellow“ ist eine bisher unbeschriebene
Art aus dem Salopa-Fluß. Das ist ein nordöstlicher Zufluss zum
Poso-See.
Bei ausgewachsenen Tieren ist das turmförmige Gehäuse
etwa 5 bis 6 cm hoch. Die Windungen sind etwas gewölbt und deutlich
von einander abgesetzt. Auf der Oberfläche sind Spitalrillen. Die
Farbe variiert von hell bis dunkel braun. Den farbigen Trivialnamen haben
die Tiere von ihrem leuchtend gelben Körper. Den haben auch die Jungtiere
schon, die bei ihrer Geburt etwa 5 mm groß sind. Bei ihnen ist aber
das Gehäuse glatter. Die Windungen sind nicht gewölbt und die
Spiralrillen weniger ausgeprägt.
Die Haltung ist unkompliziert. Bei 24 bis 30 °C und
GH 4 bis 20 leben die Tiere problemlos im Aquarium. Sie fressen Fischfutter
und auch Kaninchenpellets. Ob Salat, Gurke und anderes frisches oder überbrühtes
Gemüse gefressen wird, weiß ich nicht - habe ich nie probiert.
Die Tiere können mit anderen Schnecken, Garnelen
und kleineren Fischen gut vergesellschaftet werden. Es gibt aber Hinweise,
dass eine Hybridisierung zwischen den Tylomelania-Arten vorkommen
kann.
Anders als die Malaiische Turmdeckelschnecke (Melanoides
tuberculata) vermehren sich diese Tiere nicht schnell. Sie vermehren
sich nicht parthenogenetisch. Die Weibchen werden von Männchen befruchtet.
Da man die Geschlechter äußerlich nicht unterscheiden kann,
sollte man für eine Zuchtgruppe mindestens sechs Tiere haben.
Die neue Tylomelania spec. „Yellow Mini“ sind Jungtiere
dieser Art.
Die Tiere sind sehr gemütlich und bewegen sich nur
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Jungtier im Aquarium |
Diese Art ist wie die T. spec. "Yellow" bisher unbeschrieben.
Sie stammt aus dem Poso-See (Sulawesi). Ihr Gehäuse ist turmförmig,
5 bis 7 cm lang, 18 - 20 mm breit, dunkel braun, hat Spiralrillen und Axialrippen.
Der Körper ist kräftig orange. Die Schnecke gehört zu den
Arten, die in der Natur auf Hartsubstraten (Holz und Stein) leben. Im Aquarium
scheinen sie sich auch bevorzugt auf festen Flächen auf zu halten.
Sie suchen aber auch auf dem Kies und Sand nach Futter. Untersuchungen
des Mageninhaltes haben Kieselalgen und Sand zu Tage gefördert. Fischfutter,
Gemüse und Aas werden gefressen.
In ihrem natürlichen Habitat haben die Tiere ganzjährig
eine Temperatur von 27 bis 29 °C. Sie sollten auch im Aquarium nicht
zu kühl gehalten werden.
Die Vermehrungsrate ist gering. Das Weibchen setzt wohl
nur ein Jungtier im Monat frei. Dieses ist bei seiner Geburt etwa 1 mm
groß.
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Literatur:
Frank Köhler & Matthias Glaubrecht (2002):
Morphology, reproductive biology and molecular genetics of ovoviviparous
freshwater gastropods (Cerithioidea, Pachychilidae) from the Philippines,
with description of a new genus Jagora.- Zoologica Scripta 32 (1),
35-39
Frank Köhler (2007): Pagodenschnecken-Friedfertige Exoten im Aquarium.- Caridina 2/2007 18-21
(c) Wilstermann-Hildebrand 2010