Apfelschnecken-Arten
Gattung Afropomus
Gattung Asolene
Zebra-Apfelschnecke (Asolene
spixi)
Gattung Felipponea
Gattung Lanistes
Gekielte Apfelschnecke
(Lanistes carinatus)
Lanistes varicus
Gattung Marisa
Paradiesschnecke (Marisa cornuarietis)
Gattung Pila
Pila ampullacea
Afrikanische Riesenapfelschnecke
(Pila wernei)
Gattung Pomacea
Gefurchte Apfelschnecke
(Pomacea canaliculata)
Spitze Apfelschnecke (Pomacea
diffusa)
Schwarze Apfelschnecke
(Pomacea flagellata)
Blaugraue Apfelschnecke (Pomacea
glauca)
Gefurchte Insel-Apfelschnecke
(Pomacea insularum)
Riesenapfelschnecke (Pomacea
maculata)
Lebendgebärende Apfelschnecke
(Pomacea urceus)
Gattung Pomella
Großmündige Apfelschnecke
(Pomella megastoma)
Gattung Saulea
Apfelschnecken (Fam. Ampullaridae) gibt es weltweit
in den Tropen. Sie haben ihren Ursprung in Gondwanaland vor etwa 170 bis
180 Millionen Jahren. Bei der Abspaltung von Südamerika bzw. Madagaskar
und der Indischen Kontinentalplatte wurde ein Teil von ihnen von den übrigen
Arten getrennt. Genetische Untersuchungen bestätigen, dass die Arten
aus Südamerika, Afrika und Asien sich deutlich unterscheiden und jeweils
monophyletische Gruppen bilden.
Es gab bisher in der Familie 9 Gattungen. In Nord-, Süd-
und Mittelamerika leben Asolene, Felipponea, Marisa, Pomella und
Pomacea.
In Afrika Afropomus, Lanistes und Saulea. Die Gattung Pila
kommt in Afrika und Asien jeweils mit eigenen Arten vor. Insgesamt gibt
es etwa 170 Arten (Cowie & Thiengo 2003).
Die ursprüngliche Taxonomie basiert auf morphologischen
Kennzeichen, vor allem auf Merkmalen des Gehäuses und des Geschelchtssystems.
Da Apfelschneckenarten aber abhängig von ihren Lebensbedingungen sehr
variabel in Form und Größe sind, war die bisherige Taxonomie
voll von Synonymen. Sie gab eine systematische Ordnung nach äußerlichen
Ähnlichkeiten wieder, aber nicht die tatsächlichen Verwandtschafts-
und Abstammungsverhältnisse. Mittlerweile machen es genetische Untersuchungen
möglich cladistische Stammbäume zu erstellen. Solche Genanalysen
haben gezeigt, dass die afrikanischen und asiatischen Gattungen klar von
einander abgegrenzt sind. In Südamerika sind dagegen weder die Gattung
Pomacea,
noch Marisa, Asolene oder Felipponea monophyletisch
(Hayes et al. 2009a). Grundlage der Stammbäume,
nach denen ich das unten dargestellte Schema gezeichnet habe, ist die Analyse
von insgesamt 5 Genen.
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Stark vereinfachter cladistischer Stammbaum der Ampullariidae
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Interessant an den neuen Ergebnissen ist zum Beispiel,
dass Pomella megastoma innerhalb der Gattung Pomacea liegt.
Bisher wurde die Art zum Verwandtschaftskreis um Asolene gezählt.
P.
papyracea, P. flagellata und P. camena können nach
den geltenden nomenklatorischen Regeln nicht in der Gattung Pomacea
bleiben, wenn weitere Analysen ihre hier dargestellte Position im Stammbaum
bestätigen. Obwohl Marisa cornuarietis und M. planogyra
äußerlich kaum zu unterscheiden sind, steht M. planogyra
gentisch näher an Asolene und Felipponea. Weitere Untersuchungen
müssen zeigen welche taxonomischen Folgen das für die Zukunft
mit sich bringt. Würde sich dieses Ergebnis weiter absichern lassen,
könnte es ein, dass die Asolene- und Felipponea- Arten
in Zukunft in die Gattung Marisa gestellt werden.
Die Untersuchungen haben aber auch auf Artebene einige
neue Erkenntnisse gebracht. Unsere beliebte Spitze Apfelschnecke war bisher
unter dem Namen Pomacea bridgesii (var. diffusa) bekannt.
Nun hat sich gezeigt, dass Pomacea diffusa keine Unterart von P.
bridgesii ist, sondern eine eigenständige Art (Rawlings
eta l. 2007). Auch die recht ähnliche Pomacea scalaris
soll manchmal im Aquarienhandel auftauchen. Die "echte" Pomacea bridgesii
gibt es dagegen in unseren Aquarien offenbar nicht. Stattdessen gibt es
aber zwei Arten von Pflanzen fressenden Gefurchten Apfelschnecke im Handel.
Nämlich Pomacea canaliculata und P.
insularum.
Allgemeines über Apfelschnecken
Apfelschnecken sind Vorderkiemer. Alle Vorderkiemer sind
getrenntgeschlechtig und haben einen Gehäusedeckel. Typisch für
die Apfelschnecken ist das zweite Fühlerpaar am Maul (Labialtentakel),
an dem sie immer zu erkennen sind. Apfelschnecken haben zusätzlich
zu ihrer Kieme einen Lungensack ausgebildet. Die linke Seite der Mantelhöhle
ist mit diesem Luftsack ausgefüllt. Die Tiere verfügen über
eine Hautfalte an der linken Körperseite, die sie zu einer mehr oder
weniger langen offenen Rinne oder einer geschlossenen Röhre formen
können. Mit diesem Sipho stellen sie zur Aufnahme von Luft in ihren
Lungensack eine Verbindung zur Wasseroberfläche her.
Bezeichnung der Körperteile von Apfelschnecken
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Die Arten aus den Gattungen Pomacea und Pila
laichen außerhalb des Wassers an Holz, Steinen oder Pflanzenteilen
ab. Die übrigen wickeln gallertartige Eipackete unter Wasser an Pflanzenstängel
oder andere Substrate.
Die Gelege von Marisa und Asolene
Die Pomacea-Arten laichen oberhalb
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Die größte bekannte Gehäuseschnecke im Süßwasser ist eine Apfelschnecke. Das Gehäuse von Pomacea maculata kann einen Durchmesser von bis zu 15 cm erreichen. Diese Art ist jedoch nicht im Handel zu bekommen. Als "Riesenapfelschnecke" wird immer wieder die Gefurchte Apfelschnecke (Pomacea canaliculata oder P. insularum) verkauft, oft unter dem falschen Namen Pomacea gigas.
Apfelschnecken sind keine Zwitter! Es gibt Männchen und Weibchen. Sie können ihr Geschlecht nicht wechseln und produzieren auch keine Nachkommen aus unbefruchteten Eiern. Die Weibchen der einzelnen Arten können aber Sperma bevorraten und zum Teil mehrere hundert Eier ablegen ohne zwischendurch neu begattet zu werden. Diese Spermaspeicherung kann über Monate hinweg andauern. Weibchen legen manchmal aber auch unbefruchtete Eier ab, die sich dann aber nicht entwickeln.
Bei einigen Arten sind die Eier gefärbt. Manchmal
dient eine grüne Färbung als Tarnung und machnmal eine rote zur
Abschreckung. Einige Arten sind in der Lage Nervengifte in die Eier einzulagern.
Mit roter Färbung der Gelege, warenen sie Fressfeinde.
| Art | Gelegefarbe |
| P. bridgesi, scalaris, flagellata, scalaris | creme-weiß |
| P. canaliculata | orange bis pink |
| P. doliodes | pink |
| P. glauca | grün |
| P. haustrum | grün |
| P. maculata | pink |
| P. lineata | pink |
| P. maculata | grün |
Pomacea diffusa bei der Eiablage |
Pomacea indsularum bei der Eiablage |
Im Aquarienhandel findet man Arten aus den Gattungen Pomacea,
Asolene und Marisa. Während Pomacea und Asolene
eine typische Apfelschneckenform haben, sieht
Marisa aus wie eine
gestreifte Posthornschnecke. Von Posthornschnecken kann man sie aber leicht
an hand ihres Gehäusedeckels und den Lippentastern unterscheiden.
Die erste für die Aquaristik entdeckte Ampullariidae
war die Spitze Apfelschnecke (Pomacea diffusa).
Bereits 1904 wurde sie unter dem Synonym Ampullaria australis zum
ersten Mal nach Europa importiert. Der Artname „australis“ bedeutet übrigens
nicht, dass die Art aus Australien stammt. „australis“ bedeutet „südlich“.
Da diese Art keine Pflanzen anfrisst war sie schnell sehr beliebt. Um 1960
trat eine gelbe Variante auf, die gezielt vermehrt und gehandelt wurde.
Mittlerweile gibt es viele verschiedene Farbformen. Nur wenig später
(1906/1907) als die Spitze Apfelschnecke wurde die Gefurchte Apfelschnecke
(Pomacea canaliculata) eingeführt.
Die Farbe ist bei Apfelschnecken kein Artmerkmal. Die
Behauptung braune Tiere würden Pflanzen fressen und die Gold-Apfelschnecke
nicht, ist falsch. Auch von den Pflanzen fressenden Arten gibt es goldene
Formen. Ebenso wenig hat das Anfressen von Pflanzen etwas mit schlechter
"Kinderstube" oder dem "Charakter" der Schnecke zu tun. Um sicher zu gehen,
dass man keinen Pflanzenfresser bekommt, muss man die Arten unterscheiden
können. Leider werden vor allem die Pomacea-Arten immer wieder
falsch bestimmt oder einfach gar nicht unterschieden.
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Vergleich der Gehäuseformen von Pomacea canaliculata
und Pomacea diffusa.
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Apfelschnecken als Schädlinge
Unter dem Namen "Gold-Apfelschnecke"
oder "Golden Applesnail" haben es die Gefurchte Apfelschnecken (Pomacea
canaliculata, P. insularum) geschafft weltweit bekannt zu werden. Einzelne
Exemplare können einen Durchmesser von 150 mm erreichen (Argentinien,
Texas). Wegen ihrer imposanten Größe wurden die Tiere
ursprünglich als Nahrungsmittel nach Asien eingeführt und sollten
als zusätzliche Eiweißquelle in Reisfeldern vermehrt werden.
Die Sache mit der Vermehrung hat problemlos geklappt.
Bedauerlicherweise eignen sich die Tiere nicht zum Verzehr, weil sie in
ihren Ovarien Giftstoffe produzieren. Da die Tiere erst nach dem Kochen
aus der Schale geholt werden, kann man die Geschlechter vor der Zubereitung
nicht trennen. Das macht die Tiere ungenießbar für den Menschen.
Auch die meisten Tiere meiden diese Schnecken. Dafür fressen Gefurchte
Apfelschnecken so gut wie alle Pflanzen - inklusive Reis.
Da die Gefurchte Apfelschnecke in Asien keine natürliche
Feinde hat, konnte sie sich ungehindert ausbreiten. Nachdem die Art 1979
zum ersten Mal in Taiwan gefunden wurde, waren 1982 bereits 17.000 Hektar
Reis (Oryza sativa), Taro (Colocasia esculenta) und andere
Kulturen von ihr befallen. 1986 waren es 171.425 Hektar. Auf den Philippinen
trat sie zuerst 1982 auf. 1986 wurde zum ersten Mal von Schäden durch
diese Art berichtet. Bis 1989 dehnte sie ihr Verbreitungsgebiet von 9.500
auf 500.000 Hektar Reisland aus. In Japan waren 1995 mehr als 50.000 Hektar
betroffen. In der Dominikanischen Republik fand man die Schnecken 1997
auf 40% der gesamten Reisfläche. In West-Java waren 1996 in den vier
Regierungsbezirken Karawang, Bekasi, Subang und Indramayu 268 Hektar Reisland
befallen. Drei Jahre später waren es 7359 Hektar.
Eine Schnecke pro Quadratmeter senkt den Reisertrag um
20%. Bei acht Schnecken auf einen Quadratmeter treten Verluste von über
90% auf. Die Tiere fressen die jungen Pflanzen über dem Boden ab.
Ältere Pflanzen sind kaum gefährdet. Die Bekämpfung der
Schnecken hat daher sehr hohe Priorität. Am 9. April 2003 wurden in
Sarawak (Nord-Borneo) im Verlauf einer Bekämpfungsmaßnahme 7184
dieser Schnecken und 134 ihrer Gelege in zwei Stunden gesammelt und vernichtet.
Die Tiere waren im Vorjahr von ausländischen Besuchern als Delikatesse
mitgebracht und achtlos in einem Teich ausgesetzt worden. Innerhalb von
wenigen Monaten hatten sich die Tiere über eine Fläche von 25
Hektar Reisland ausgebreitet. Die Farmer in der nördlichen Küstenregion
von West-Java sammeln die Schnecken ebenfalls ein, wenn sich zu starke
Schäden zeigen. Zwei Tage nach dem Pflanzen werden die Felder abgesucht.
2 bis 4 Männer oder Frauen sind nötig um an einem Tag einen Hektar
abzusammeln. Bei starkem Befall sind 20 Menschen pro Hektar und Tag nötig.
Als Köder werden Blätter von Kangkong (Ipomoea aquatica),
Süßkartoffel (Ipomoea batatas) und Papaya (Carica
papaya) ausgelegt. Von ihnen werden die Schnecken dann wiederum abgesammelt.
Zur chemischen Bekämpfung werden/wurden in Asien
Pflanzenschutzmittel eingesetzt die graviernde Umwelt- und Gesiundheitsschäden
verursachen. Insektizide wie Endosulfan werden eingesetzt. Um die Schnecken
effektiv zu bekämpfen (74-94% Todesrate) sind aber deutlich höhere
Dosierungen (etwa 0,5 kg/ha und Jahr) notwendig als für die Bekämpfung
von Insekten. Es werden auch Molluskizide (Schneckengifte) eingesetzt.
Darunter finden sich Brestan, Aquatin und Telustan (organische Zinkverbindungen)
und Baylucide (Niclosamine). Da oft auf die Verwendung von Schutzkleidung
beim Umgang mit Pestiziden verzichtet wird, kommt es immer wieder zu akuten
Vergiftungen und chronischen Erkrankungen bei den Anwendern. Zusätzlich
wird Oberflächenwasser, das auch als Trinkwasser dient, kontaminiert.
Aber auch Regionen in denen die Menschen nicht auf den
Reisanbau angewiesen sind, stellen die Schnecken ein Problem dar, weil
sie auch andere, zum Teil seltene, Sumpf- und Wasserpflanzen fressen. Das
Bureau of Plant Industry des Mississippi Department of Agriculture and
Commerce gab am 12.9.2001 eine Verordnung heraus, nach der Kalifornien,
Florida, Texas, Hawaii und North Carolina, sowie alle Staaten oder Regionen,
in denen möglicherweise Apfelschnecken vorkommen, als Quarantänegebiet
gelten. Es wird darin untersagt Apfelschnecken oder ihre Gelege, bzw. irgendwelche
Gegenstände, Pflanzen oder Substrate an denen die Tiere oder ihre
Gelege haften könnten über die Grenze in den Staat Mississippi
zu bringen. Die Einfuhr solcher gefährdeter Güter ist nur noch
nach einer Kontrolle gestattet.
Afropomus balanoidea
ist die einzige Art ihrer Gattung. Ihr schweres Gehäuse ist
kräftig verkalkt. Es ist ovoid und hat nur wenige schnell zunehmende
Windungen. Die Farbe variiert von hell- bis mittelbraun, mit bis zu 17
schmalen dunklen Längsbändern. Die Gehäusespitze und die
älteren Windungen fehlen meist. Es bleiben noch 1 bis 2 Windungen,
die bis 26 mm hoch und 26 mm breit sind. Der Mündungsrand ist sehr
dick. Das Operculum ist schmal-oval. Es ist nicht verkalkt und kann tief
in das Gehäuse zurückgezogen werden. Diese Art kommt nur in kleinen
Gewässern in West-Afrika vor. Sie wurde in Sierra Leone und Liberia
gefunden.
In der Gattung Asolene gibt es nur wenige Arten (4 bis 6). Es besteht eine nahe Verwandtschaftsbeziehung zu Marisa und Felipponea. Die Eier werden in gallertartigen Gelegen unter Wasser abgelegt. Teilweise sind sie grün oder rot gefärbt.
Die Zebra-Apfelschnecke (Asolene
spixi) ist recht selten im Handel zu finden. Da die einzelnen
Tiere sehr wenig fressen fallen Schäden meistens nicht auf. Bei einem
starken Besatz mit etwa einem Tier pro Liter Wasser, haben sie eines meiner
Aquarien völlig kahl gefressen. Zu den gefressenen Pflanzen gehörten
Nymphaea lotus, Vallisneria caulescens, Ceratopteris cornuta, Sagittaria
platyphylla, Bacopa carolineana, Aponogeton undulatus, Nymphoides aquatica,
Cryptocoryne wendtii grün, Cryptocoryne ´Mi Oya´, eine
Najas-Art, Echinodorus opacus, Echinodorus x ´Harbich Rot´,
Echinodorus x ´Harbich´ und Echinodorus x ´Lothario´.
Egeria najas wurde dagegen nicht gefressen. Offenbar sind die Wasserpestarten
allen Apfelschnecken ein Graus. Anubias barteri var. nana, Lagenandra twaitesii
und Cryptocoryne aponogetifolia blieben am längsten unbeschädigt.
Ihr Gehäuse wird im Aquarium selten größer
als 20 bis 25 mm. In der Natur, also unter kühleren Bedingungen, kann
sie bis 40 mm erreichen. Die Oberfläche ist glatt und die Naht nur
wenig eingesenkt. Die Grundfarbe ist gelbbraun, darüber ziehen sich
scharf abgegrenzte, schwarze Längsstreifen. Der Körper ist gelb
bis bräunlich mit dunklen Punkten und Flecken. Besonders dunkel sind
der Kopf und die Rückseite des Fußes. Der Sipho ist etwa so
lang wie die Labialtentakel. Er bildet beim Luftholen eine Rinne, mit der
eine Verbindung zwischen der Wasseroberfläche und der Öffnung
im Lungensack hergestellt wird. Dazu muss das Tier sein Gehäuse etwas
aus dem Wasser heben.
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Wenn sich die Tiere gut eingewöhnt haben, beginnen
sie recht bald mit der Fortpflanzung. Die weißlichen Eier werden
unter Wasser in gallertartigen Eipaketen abgelegt. Die Eier sind zunächst
milchig weiß. Mit der Zeit quellen sie auf und der Inhalt wird zunehemnd
transparent. Mann kan durch die Eihülle die Jungschnecken beobachten,
wie sie im Ei herum kriechen. Bis zum Schlupf der Jungtiere dauert es etwa
2 bis 3 Wochen. Die Jungen verstecken sich gerne zwischen Pflanzen und
graben sich auch ein. Daher sind sie nicht immer leicht zu finden. Die
Zebra-Apfelschnecke paart sich auch mit anderen Apfelschnecken-Arten. Kreuzungen
sind dabei aber nicht möglich.
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Die Zebra-Apfelschnecke lebt in Flüssen, Gräben, Kanälen und Seen. Sie wurde im brasilianischen Staat Rio Grande do Sul und im Rio Parana im Norden von Argentinien gefunden. Möglicherweise kommt sie auch weiter nördlich vor. Die Region ist warmgemäßigt und feucht mit relativ kalten Wintern. Frost ist möglich. Die Wintermonate verbringen die Tiere im Substrat vergraben, bis wärmere Temperaturen sie zu neuer Aktivität anregen. Im Aquarium sollten sie nicht zu warm gehalten werden. 26 °C sollten nach Möglichkeit die Obergrenze sein. Es gibt einen kurzen Bericht über diese Art aus dem Jahre 1937. Dort wird sie fälschlich als Ampullarius lineatus bezeichnet. Ihre Laichballen werden als „ähnlich wie bei Marisa rotula“ (gemeint ist M. cornuarietis) beschrieben. Bei dem Text ist eine Zeichnung, die fünf Tiere neben und auf einer Sagittaria subulata zeigt. Größe und Muster der Gehäuse, sowie die Beschreibung passen gut auf Asolene spixi. Offenbar wird oft angenommen, das „spixi“ sich in irgendeiner Form von „Spitze“ oder „spike“ ableitet. Tatsächlich ist die Art nach Herrn Spix benannt, der im 19. Jahrhundert viele Schnecken in Südamerika gesammelt und beschrieben hat.
Die drei Felipponea-Arten haben alle neritoide
Gehäuse. Das Operculum ist hornig. Felipponea
iheringi wird etwa 31 mm hoch und 27 mm Breite. Der Körper
ist weißlich mit gräulichem Flecken-Muster. Paarungen finden
zu jeder Tageszeit statt und dauern zwischen 20 und 40 Minuten. Die Tiere
laichen unter Wasser ab. Die Eier selbst sind orange-braun und von einer
klaren, gallertartigen Hülle umgeben. Nach ca. 10 Tagen schlüpfen
die Jungen.
Die Wassertemperatur im natürlichen Lebensraum schwankt
im Jahr zwischen 12 und 28 °C. Der pH-Wert liegt um 7. Die Tiere sind
in Uruguay und Brasilien häufig. Sie leben im Rio Uruguay und im Rio
Grande do Sul und deren Nebenflüssen. Felipponea
neritiniformis ist 30 bis 33 mm hoch. Sie kommt im Piratini
River im brasilianischen Rio Grande do Sul vor und wurde auch in Uruguay
gefunden. Die dritte Art ist Felipponea elongata.
Sie lebt ebenfalls in Uruguay.
Die Gehäuse der afrikanischen Lanistes-Arten
sind im Gegensatz zu allen anderen Apfelschnecken linksgewunden.
Die Gattung kommt nur in Afrika vor, ist dort aber weit verbreitet. Zum
Beispiel leben im Malawi-See 4 Arten aus dieser Gattung. Lanistes nyassanus,
L.
solidus und L. nasutus sind Endemiten, kommen also nur in diesem
See vor. Lanistes ellipticus, die das Sumpfgebiet an den Ufern besiedelt,
ist in Afrika weit verbreitet. Bei allen Arten der Gattung ist das Operculum
von der Innenseite verkalkt. Dadurch bietet es einen besonders guten Schutz
vor Austrocknung.
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Lanistes graueri |
Lanistes hildebrandtii |
Lanistes purpureus |
Lanistes varicus |
In der ägyptischen Tempelanlage von Karnak in Ägypten
wurden Gehäuse der Gekielten Apfelschnecke in Gräbern gefunden.
Möglicherweise hatten die Tiere oder ihre Gehäuse irgendeine
rituelle Bedeutung. Vielleicht dienten sie aber auch nur als Schmuckstücke.
Aus dem Jahr 1908 gibt es einen Bericht über die Haltung dieser Tiere
im Aquarium. Das Gehäuse ist 25 mm hoch und 45 mm breit. Der Nabel
ist tief. Die Oberfläche ist glatt, hellbraun mit rötlichen,
selten weißen Spiralbändern. Die 5 Windungen sind unten gekielt.
Die ersten Windungen haben außerdem einen Kiel oberhalb ihrer Mitte.
Die Mündung ist oval. Die Fläche über den Mündungsrändern
ist schräg zur Gewindeachse, weil der untere Mündungsrand stark
zurückweicht. Das Tier ist „hell zimtbraun, dunkel geflammt. Der Fuß
ist einfarbig blaugrau mit zimtbraunem Saum, vorn breit, hinten etwas verschmälert.
Der Mantel ist braun gezeichnet, ebenso das kurze, sehr weite Atemrohr.
Wenn die Schnecke dieses entfaltet, muss sie ihren Kopf nach rechts biegen.
Trotz der Linkswindung der Lanistes ist ihr Körperbau im ganzen
den rechtsgewundenen Ampullarien gleich, auch das Atemrohr ist an der linken
Seite.“ (Ziegeler 1908) Vermehrt haben sich
die Tiere nicht, hielten sich aber über ein Jahr in einem „mäßig
geheizten Aquarium“. Diese Art stammt aus dem Osten Afrikas. Sie bewohnt
kleine Teiche und temporäre Gewässer vom Nildelta über den
Sudan, Äthiopien und Somalia bis nach Kenia und Uganda.
Ende 2009 wurde aus Nigeria eine Schneckenart importiert,
bei der es sich wahrscheinlich um Lanistes varicus handelt. Die
vorläufige Bestimmung beruht auf dem Vergleich mit einem Gehäusebild
bei Brown (1994).
Die Tiere haben im Aquarium sehr schnell Eier gelegt.
Ich habe von einem Aquarianer, der vier Tiere aus der ersten Lieferung
hatte ein Alttier und 23 Jungschnecken bekommen. Das erwachsenen Tiere
ist überwiegend nachtaktiv. Es scheint im Aquarium immer wieder den
selben Ruheplatze aufzusuchen. Dorthin kehrt es meist sofort zurück,
wenn es im Aquarium umgesetzt wird. Die meiste Zeit verbringt die Schnecke
halb im Substrat vergraben.
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Jungtier beim Fressen von
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Die Jungtiere suchen den ganzen Tag nach Nahrung und erreichen
den Futterplatz bereits nach wenigen Minuten, wenn es etwas zu fressen
gibt.
Bisher ist die Haltung der Tiere im bepflanzeten Aquarium
problemlos gewesen. Allerdings lösen sich durch die Grabtätigkeit
des adulten Tiers manchmal Pflanzen aus dem Substrat. Ob die Nachzucht
über Generationen möglich ist, wrid sich noch zeigen müssen.
Zur zeit entwckeln sich die Tiere gut und ich hoffe, das eine dauerhafte
Haltung möglich sein wird.
Lanistes varicus ist in Westafrika beheimat. Bekannte
Fundorte liegen in Ghana, Senegal, Gambia, Mali, Elfenbeinküste, Nigeria,
Niger und Obervolta.
Das gehäuse ist bis 60 mm hoch und 65 mm breit.
Typisch sind die runden Windungen, eine große Mündung und und
ein weiter Nabel.
Die Tiere leben in bewässerungskanälen, Flüssen
und Seen. Die Eier werden unter Wasser, zum Beispiel an der Unterseite
von Seerosenblättern abgelegt.
In der Gattung Marisa gibt es zwei Arten: M. cornuarietis und M. planogyra. Beide sehen sich sehr ähnlich, lassen sich aber an Hand von Genanalysen unterscheiden. M. planogyra legt zudem rote Eier. Im Aquarium pflegen wir M. cornuarietis.
Wegen ihres flachen Gehäuses wird die Paradiesschnecke
auch als "Gestreifte Posthornschnecke", „Kolumbianische Deckeltellerschnecke“
oder "Südamerikanisches Posthorn" bezeichnet. Sie hat zwar ein tellerförmiges
Gehäuse, kann aber an ihren Lippentastern und dem Gehäusedeckel
gut als Apfelschnecke identifiziert werden.
Das kurze Fühlerpaar am Maul weist
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Die Eier werden unter Wasser abgelegt. |
Diese Paradiesschnecke (Marisa
cornuarietis) ist gut mit der Gefurchten Apfelschnecke (Pomacea
canaliculata) zu vergesellschaften. Sie hat den Selben Appetit auf
Pflanzen und verschmäht zunächst nur Wasserpest und Javamoos.
Die Tiere fressen auch andere Schnecken und deren Gelege. Sie wurden zum
Beispiel in Puerto Rico zur natürlichen Bekämpfung von Schistosoma-Wirten
ausgesetzt. Neben der Wirtsschnecke Biomphalaria glabrata wurde
auch Lymnaea columella fast ausgerottet, die kein Wirt des Pärchenegels
ist. Zusätzlich schaden die Schnecken dort zunehmend den Wasserpflanzen.
Das Gehäuse dieser Art wird etwa 26 mm hoch und
53 mm breit. Fleck (1950) gibt einen Durchmesser
von 6 cm an. In kühlerem Wasser leben die Tiere bis zu 4 Jahre. In
warmen Aquarien erreichen sie selten mehr als 3 cm und werden etwa 2 Jahre
alt. Die Gehäusespitze ist eingesenkt, so dass auf beiden Seiten des
Gehäuses eine weite Vertiefung entsteht. Die Grundfarbe ist gelblich
bis hellbraun. Darüber liegen meist mehrere dunkle Längsbänder.
Es gibt auch von dieser Art eine gelbe Variante ohne Streifen.
Der Sipho ist recht kurz, bildet aber beim Atmen eine
geschlossene Röhre. Der Körper und der Mantel sind weißlich-gelb
bis hellgrau und haben ein unregelmäßiges graues Fleckenmuster.
Früher wurde vermutet, dass sich die Geschlechter an Hand von Flecken
auf der Fußsohle unterscheiden lassen. Die Musterung der Fußsohle
ist jedoch genauso zufällig wie die des übrigen Körpers.
Es ist eine Geschlechtsunterscheidung an Hand des Gehäuses möglich.
Bei den Weibchen ist die Mündung nierenförmig und bei den Männchen
rund.
Das Gehäuse von Marisa ist flach. |
Bei den Weibchen ist die Mündung
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Das Weibchen kann Samen für 3-4 Gelege bevorraten.
Die Eier sind in eine klare Gallerte eingeschlossen. Die Gelege werden
unter Wasser nah der Oberfläche an Pflanzen oder der Aquarienscheibe
befestigt. Der Auftrieb der Eihülle reicht nicht aus, damit das Gelege
frei im Wasser schwebt. Ein Gelege umfasst 20 bis 110 Eier, Durchschnittlich
sind es etwa 70. 75 bis 93 % der Eier entwickeln sich. Die Jungen schlüpfen
bei einer Temperatur von 25 - 30 °C nach 8 Tagen. Bei 15 - 20 °C
dauert es 20 Tage bis zum Schlupf.
Es gibt verschiedene Berichte über die Pflege dieser
Schnecken in Aquarien. BÖHM (1984) gibt an, dass seine Tiere bei Fütterung
mit Kopfsalat und Futtertabletten keine Pflanzen angefressen haben. COMP
(1908) konnte bei Fütterung mit Salat, Fischfutter und geschabter
Sepia ebenfalls keine Schäden feststellen. („Selbst die jungen Triebe
der Vallisneria bleiben verschont.“) STENGLEIN (1984) berichtet dagegen
von starken Schäden an seinen Pflanzen trotz intensiver Fütterung.
Am sichersten kann man Pflanzenschäden durch diese Schnecke vermeiden,
wenn man die Pflanzen nicht zusammen mit den Schnecken in ein Aquarium
bringt. Vermutlich ist diese Verfressenheit der Grund warum die Tiere bereits
zweimal in den deutschen Aquarien ausgestorben sind. Sie wurde nämlich
bereits 1906 nach Deutschland eingeführt und bis 1913 gehalten. Um
1930 sollen sie noch einmal eingeführt worden sein. Ein drittes Mal
gelangten die Tiere um 1979 nach Deutschland und wurden seither offenbar
durchgehend importiert oder vermehrt.
Die Art kann gut in unbepflanzten Barschaquarien zur
Beseitigung von Algen, toten Fischen und Futterresten eingesetzt werden.
Es werden sogar Pinselalgen beseitigt. Sie frisst allerdings auch Fischlaich.
Die Tiere können zusammen mit Barschen, Prachtschmerlen, Ringelhandgarnelen
(Macrobrachium sp.) und Marmorkrebse (Procambarus sp.) leben, ohne dass
sie ernsthaft gefährdet wären. Vermutlich wird den Fischen oder
Krebsen das eine oder andere Jungtier zum Opfer fallen. Der Gesamtbestand
ist dadurch aber nicht gefährdet.
Die Art verträgt viel Salz und wurde auch schon
in Brackwasser gefunden. Offenbar können sich die Tiere dort aber
nicht erfolgreich fortpflanzen. Vermutlich wird den Eiern durch Osmose
Wasser entzogen und deren Entwicklung dadurch gestört. Ursprünglich
stammen die Tiere aus Südamerika. Heute leben sie aber auch auf den
Hawaii-Inseln, in Florida und im Sudan. In der älteren Literatur wird
die Art oft als Marisa rotula bezeichnet.
Zu dieser Gattung gehört noch eine weitere Art.
Die Kleine Paradiesschnecke (Marisa planogyra) wird etwa 12 bis 16
mm hoch und 26 bis 30 mm breit. Bei ihr erhebt sich der Apex deutlich über
die Windungen hinaus. Das Gehäuse ist also nur auf einer Seite schüsselförmig
eingesenkt. Jungtiere der vorangegangenen Art sehen ihnen sehr ähnlich.
Die Gattung Pila kommt in
Afrika und Asien vor. Die Tiere sind besonders gut an Trockenzeiten angepasst.
Sie bilden auf der Innenseite des Gehäusedeckels eine millimeterdicke
Kalkschicht, die den Deckel fast völlig wasserundurchlässig macht.
In der Gattung Pila gibt es einige
sehr groß werdende Arten.
Einige Arten leben in Afrika und andere in Asien.
Diese asiatische Art lebt
in langsam fließenden und stehenden Gewässern. Sie frisst abgestorbenes
und grünes Pflanzenmaterial, sowie Aas und Detritus. Ihr Gehäuse
ist dick, breit konisch und wird bis zu 86 mm hoch. Die Oberfläche
ist glatt und braun bis oliv. Es sind nur undeutlich wenige Längsstreifen
zu sehen. Das Operculum ist kalkig, auf der Innenseite leicht rosa-weiß.
Die kalkigen Gelege umfassen 15 bis 50 oder auch mehr Eier. Diese sind
5 bis 10 mm im Durchmesser. In der Natur (Lake Maja, West-Java) und
in den Teichen des Botanischen Gartens in Bogor legen sie ihre Eier in
etwa 20 bis 75 cm Höhe an den Stämmen der Kirai-Palme (Metroxylon
rumphii) oder an den Stängeln von Wasserpflanzen ab. Während
der Regenzeit laichen die Weibchen 1- bis 2-mal im Monat ab. In der Trockenzeit
werden keine oder bedeutend weniger Gelege produziert.
Die Tiere leben in Seen, Gräben, Sümpfen und
Bewässerungskanälen. Es wird langsam fließendes Wasser
bevorzugt. Sie fressen abgestorbenes und grünes Pflanzenmaterial,
sowie Aas und Detritus.
Die Tiere kommen unter anderem in Thailand, Malaysia
und auf Java vor. Sie sind für gewöhnlich während der Regenzeiten
und kurze zeit danach aktiv. Den Rest des Jahres verbringen sie bis zu
einen Meter tief im Boden vergraben. Sie können Ruhezeiten von bis
zu einem Jahr ohne Schaden überstehen.
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Da es sich leider um ein Einzeltier handelte, war eine Nachzucht nicht möglich. Das Tier lebte aber über ein Jahr in einem bepflanzen Aquarium. Das Tier frass Futterreste, leiß aber die Pflanzen völlig in Ruhe. Diese Schnecke war vor allem nachts aktiv. |
Das Gehäuse dieser indischen Apfelschnecke ist 30 bis 60 mm hoch, rundlich mit einer ovalen Mündung. Die Farbe variiert von gelb und grün bis grau-grün, zum Teil mit einem rötlichen Hauch. Die Gelege sind weiß und werden über dem Wasserspiegel abgelegt. Die einzelnen Eier haben einen Durchmesser von 4-7 mm. Die Jungschnecken schlüpfen bei 32 – 38 °C nach 10 bis 14 Tagen. Bei 21 – 27 °C dauert die Entwicklung 3 Wochen. Das Verbreitungsgebiet ist sehr klein und umfasst das Ghangesgebiet in Indien und Bangladesch. Sie schädigt Reis.
Die Afrikanische Riesen-Apfelschnecke wird im Schnitt
127 mm hoch und 125 mm breit. Die Tiere leben in Sümpfen und anderen
Stillgewässern. Sie fressen Wasserpflanzen. Nach Norden erstreckt
sich ihr Verbreitungsgebiet über den Weißen Nil bis in den Sudan
nach Khartoum, weiter westlich bis Nordnigeria und in den südlichen
Tschad, sowie im Niger-Gebiet bis in den Süden Malis. Das
Tier lebt dort in Sümpfen und anderen Stillgewässern von Pflanzen.
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Diese Pila wernei ist ist etwa 8 cm groß. |
Die Opercula von Pila wernei sind mehrere
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In der Gattung Pomacea gibt es etwa 100 Arten.
Einige von dieser Arten werden in Zukunft vermutlich in andere Gattungen
überführt werden, weil die Gattung in ihrer jetzigen Zusammensetzung
nicht monophyletisch ist. Andere Taxa, die bisher als Synoynme galten,
sind mittlerweile als gute Arten bestätigt worden. In den nächsten
Jahren wird sich hier wahrscheinlich einiges ändern.
Schlüpfende Pomacea diffusa aus einem Gelege der blauen Farbform. |
Die Gelege werden außerhalb des Wasser abgelegt. Die Jungtiere fallen beim Schlüpfen isn Wasser oder kriechen aus eigner Kraft in die nächte Wasseransammlung.
Die Oberfläche kann hell bis dunkelbraun mit oder
ohne Streifen oder gelb ohne Streifen sein. Charakteristisch ist die eingesenkte
Naht, der die Art ihren Namen verdankt (canalicula = kleine Rinne). Der
Körper ist in der Regel schmutzig weiß mit grauen Flecken. Es
kommen auch unpigmentierte Tiere vor.
Die Gehäuse haben eine deutliche Rinne
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Diese Art kommt zusammen mit P. insularum weiter
südlich vor als alle anderen Apfelschnecken. Ihr südlichstes
Vorkommen liegt im Paso de las Piedras Reservoir
(38° 24´ südliche Breite), in der Provinz
Buenos Aires, Argentinien. Im Norden hat sie sich bis nach Florida und
Texas ausgebreitet. Sie ist also an warmgemäßigte Klimate angepasst
und könnte theoretisch auch im Mittelmeerraum leben. Aber auch in
den Tropen und Subtropen finden die Tiere gute Lebensbedingungen. Heute
ist die Art fast überall in Südamerika, in Thailand, Vietnam,
Kambodscha, Hongkong, Japan, Indonesien, Florida, Louisiana, Texas, Kalifornien,
auf den Philippinen und den Hawaii-Inseln verbreitet.
Die meisten Untersuchungen zu diesen Tieren sind gemacht
worden, bevor Genanalysen eine Unterscheidung von P. canaliculata
und P. insularum ermöglicht haben. Die folgenden Untersuchungsergebnisse
wurden alle auf P. canaliculata bezogen. Es ist aber nicht auszuschließen,
dass sich unter den Versuchstieren auch P. insularum befanden.
Wachstum und Lebenserwartung sind abhängig von der
Temperatur. Bei Zimmertemperatur (19-22 °C) leben bis zu 49 Monate
lang. Bei 25°C sterben sie bereits nach durchschnittlich 13,5 Monaten.
Abhängig von den Klimabedingungen können sie ihre Geschlechtsreife
nach 60 Tagen (Südostasien) oder auch erst nach 2 Jahren (7-28 °C
in Argentinien) erreichen. Zu diesem Zeitpunkt sind die Weibchen mindestens
25 mm groß. Auf den Philippinen erreichen die Tiere im Freiland innerhalb
eines Jahres einen Durchmesser von 5 cm. Ab einer Größe von
3- bis 3,5 cm sind sie dort geschlechtsreif. Bei einer Wassertemperatur
um 18°C werden später im Jahr und weniger Eier abgelegt, als bei
Temperaturen um 25°C. Die Tageslänge hat keinen Einfluss auf Paarungen
und Eiablage. Bei Nahrungsmangel nimmt die Häufigkeit von Kopulationen
und die Zahl der Gelege ab. Die Größe der Gelege verändert
sich nicht.
Die Weibchen sind in der Lage Spermien bis zu 140 Tage
lange zu speichern und in dieser Zeit bis zu 3000 befruchtete Eier zu legen.
Drei- bis sechsmal in 2 Wochen laicht das Weibchen außerhalb des
Wassers ab. Die Eiablage dauert im Schnitt 5 Stunden. Die Gelege sind orangerot
bis pink. Es sind nicht die Schalen gefärbt, sondern der Inhalt der
Eier. Es handelt sich um eine Warnfarbe, die Fressfeinde vor dem widerlichen
Geschmack warnt. Die Gelege werden von Säugern nicht gefressen und
auch die Eiweißdrüse des Weibchens rühren zum Beispiel
Ratten nicht an. Gegen Ameisen ist die Substanz dagegen wirkungslos. Ein
Gelege umfasst 100 bis 500 (gezählt auf den Philippinen). Die
Eier sind bereits verkalkt und fest, wenn sei den Eileiter verlassen. Daher
sind sie auch im fertigen Gelege rund. Sie haben einen Durchmesser von
etwa 2-3 mm. Die jungen Schnecken schlüpfen bei 24 °C nach 12-14
Tagen.
Die Populationsdichte hat Einfluss auf die Größe
der Tiere und auf die Zahl der Eier pro Weibchen und Laichsaison. Die Überlebensrate
der Elterntiere wird nicht von der Populationsdichte beeinflusst. Die Überlebensrate
der Jungschnecken sinkt aber mit steigender Konkurrenz.
Es gibt nur wenige Pflanzen, die von P. canaliculata
gar nicht gefressen werden. Eine davon ist die Wasserpest
(Elodea canadensis). In Laborversuchen verweigerten Tiere, denen
nur E. canadensis angeboten wurde, die Nahrungsaufnahme und verhungerten.
Darüber hinaus ist im Aquarium keine Pflanze vor diesen Tieren sicher.
Die Blätter werden vom Rand her aufgefressen oder gleich die Stängel
gekappt und der Länge nach verspeist. Blätter von Hornkraut
(Ceratophyllum sp.) werden abgenagt und im Stück verschluckt.
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Diese Pomacea canaliculata frisst Aponogeton
ulvaceus.
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Auch Javamoos (Vesicularia
dubyana) wird gefressen. Für bepflanzte Aquarien ist diese
Art also völlig ungeeignet. Die Vergesellschaftung mit anderen Schnecken
ist auch nicht immer möglich. Spitzschlammschnecken
(Lymnaea stagnalis) werden zum Beispiel gejagt und gefressen.
Tellerschnecken
(Planorbidae) und junge Apfelschnecken sind nicht in Gefahr. Möglicherweise
liegt es daran, dass die Tiere sich deutlich tiefer in ihre Gehäuse
zurückziehen, bzw. einen Gehäusedeckel haben. Es kommt auch vor,
dass sich Gefruchte Apfelschnecken gegenseitig anfressen. Einige
Tiere nehmen gerne lebende Regenwürmer an. Bereits Schröder
(1907) berichtet vom Heißhunger dieser Schnecken: „Nur ihr ungeheurer
Appetit zeugte von ihrem Wohlsein; hatten sie in den ersten drei Tagen
sämtliche Pflanzen bis zum Wurzelhals verspeist, so verschwand im
weiteren Verlauf ihres Daseins alle 24 Stunden ein fester Salatkopf von
der Größe einer Männerfaust.“ In diesem und einem Artikel
von Hartmann (1908) wird die Eiablage der
Tiere genau beschrieben. Beide Autoren berichten, dass die Eier der Tiere
rot waren. Beide Autoren beobachten die Ablage von durchschnittlich 17
Eiern in 5 Minuten. Die Eizahlen in der Tabelle sind danach berechnet.
Hartmann
(1908) berichtet von Zwillingsgeburten aus besonders großen Eiern.
| Zahl der Eier | Dauer der Eiablage [Minuten] | Gelegegröße [mm] |
| 480 | 141 | - |
| 570 | 172 | 83 x 16 x 7 |
| 570 | 170 | - |
| 600 | 173 | 72 x 13 x 6 |
| 650 | 193 | - |
| 680 | 201 | - |
Die Tiere erreichen im Aquarium eine Gehäusehöhe
von etwa 50 mm und ein Gewicht von bis zu 23 g. In der Natur variieren
sie in der Größe von 40 bis 60 mm. Bei dieser Art ist die Naht
nicht eingesenkt. Die einzelnen Windungen treffen in einem rechten Winkel
aufeinander. Die Furche, die man bei Pomacea canaliculata deutlich
sehen und fühlen kann, fehlt bei ihr (Bild).
Die Art ist in der Farbe sehr variabel. Die Wildform hat ein braunes Gehäuse
mit dunkleren Spirallinien. Seit etwa 1960 ist ein gelbe Form bekannt.
In den letzen Jahren wurden immer mehr Farbvariationen heruasgezüchtet.
Der Kopf und Fuß können weißlich, braun, schwarz, grau
oder lila sein. Meistens weist der Körper eine orangerote Musterung
auf. Das Gehäuse kann gelb, weiß, hell- bis dunkelbraun oder
rosa bis violett sein. Oft weist es eine Zeichnung mit Spirallinien auf.
Die Farbe ist kein Artmerkmal und hilft bei der Unterscheidung von P.
diffusa von Pflanzen fresssenden Arten nicht!
Farben der verschiedenen Zuchtformen
Braun
Diese Tiere kommen der Naturform in ihrer Gehäusefarbe
nahe. Sie sind braun und haben ein Muster aus dunkleren braunen Spirallinien.
Der Körper ist weiß bis cremefarben.
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Gelb
Die gelbe oder Goldapfelschnecke hat eine gelbes bis
hell braunes Gehäuse ohne Spirallinien. Der Körper ist weiß.
Es gibt auch von P. canaliculata und P. insularum gelbe Formen,
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Besonders die Jungtiere leuchten in intensivem Gelb. |
braun-blau
Der Körper ist blau bis schwarz und das Gehäuse
braun.
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gelb-blau
Das gehäuse ist bei dieser Farbform gelb. Der Körper
ist mehr oder weniger intensiv blau-grau bis schwarz.
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Blau
Bei der so genannten Blauen Apfelschnecke ist der Körper
grau-blau bis intensiv blau gefärbt. Das Gehäuse ist weiß.
Bei Jungtieren ist es noch dünn und durchscheinend, so dass sie blau
aussehen. bei älteren Tieren wird es fester und dicker. Dann scheint
der Körper nicht mehr durch.
Halbwüchsige blaue Apfelschnecke.
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Lila oder violett
Der Körper ist grau bis blau. Das Gehäuse ist
violett mit rot-braunen Spiralstreifen.
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rosa
Die Tiere haben einen weißen Körper. Das Gehäuse
ist rosa mit dunkleren rosa Streifen.
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weiß
Körper und Gehäuse sind weiß.
Unabhängig von der Gehäuse- und Körperfarbe
paaren sich alle Farbformen von P. diffusa mit einander und kreuzen
sich. Die gelege dieser Art sind immer weiß. Da die Eier erst nach
der Einalage aushärten sind sie noch weich, wenn sie an die Eitraube
angefügt werden. Dadurch sind sie nicht rund sondern werden wabenartig
zusammengedrückt.
Wenn man Apfelschnecken farbrein nachziehen
Bei P. diffusa sind die Gelege immer weiß.
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Bei der Spitzen Apfelschnecke sind die kalkigen Gelege
creme-weiß oder hellbeige und enthalten bis zu 400 Eier. Sie werden
außerhalb des Wassers an der Aquarienscheibe oder der Abdeckung abgelegt.
Die Eiablage erfolgt immer nachts einen Tag bis eine Woche nach der Befruchtung.
Das Tiere, die über mehr als 6 Monate allein gehalten wurden plötzlich
Gelege produzieren ist eher die Ausnahme. Entweder haben sie dann noch
aus einer früheren Paarung Samen bevorratet oder die Gelege sind unbefruchtet.
Jungfernzeugung (Parthenogenese) ist bei Apfelschnecken bisher nicht nachgewiesen
worden.
Es dauert durchschnittlich 6 Stunden bis alle Eier abgelegt
sind. Häufig paaren sich die Männchen sofort nach der Eiablage
erneut mit den Weibchen. Es ist daher notwendig die Tiere zu trennen, wenn
man genug Gelege hat. Das Weibchen laicht sonst weiter in Abständen
von 3 bis 4 Tagen und stirbt dann möglicherweise an Erschöpfung.
Die Jungen schlüpfen bei guten Bedingungen bereits
nach 9 Tagen. Geringe Luftfeuchtigkeit oder niedrige Temperaturen verlängern
die Entwicklungszeit auf bis zu 3 Wochen. Die Überlebenschancen der
jungen Schnecken sind in einem stark veralgten Becken am Besten. Sie können
gut von dem jungen Algenaufwuchs leben. So können bis zu 90% der Jungtiere
aufgezogen werden. Im Gesellschaftsbecken sind es häufig weniger als
10%. Ab einer Größe von 30 mm, die bei ca. 25 °C bereits
nach etwa 3,5 Monaten erreicht sein kann, sind die Tiere geschlechtsreif.
Da die Spitze Apfelschnecke nicht in der Lage ist gesunde
Pflanzen zu fressen, muss sie sich mit faulenden Blättern und Futterresten
zufrieden geben. Wird ein Becken von abgestorbenem Material immer befreit
und nur wenig gefüttert, dann können die Tiere verhungern. Es
empfiehlt sich daher die Tiere zusätzlich zu füttern. Gut eigenen
sich gekochte Möhren, Kopf- und Eisbergsalat, überbrühter
Feldsalat und Kaninchen-Pellets. Die Tiere fressen auch die Gelege von
Teller- und Schlammschnecken.
Fütterungsversuche haben gezeigt, dass die Tiere
schneller wachsen, wenn sie statt Salat oder anderem pflanzlichen Material
mit eiweißreicher Nahrung gefüttert werden (Fischmehl). Dabei
wachsen die Tiere schneller und verwerten das Eiweiß besser, wenn
ihnen weniger Kalorien (250 statt 350 kcal pro 100g Futter) angeboten werden.
Bei 85 mg Protein/kcal ist das optimale Wachstum erreicht. Ein höheres
Energieangebot steigert weder das Wachstum noch die Umsetzung des Eiweißes.
Im Laborversuch wurden Wachstumsraten von etwa 14 mm Gehäuselängenzuwachs
in einem Monat erzielt, was deutlich mehr ist als in der Natur (Mendoza
1999).
Bei intensiver Fütterung mit proteinhaltigen Futtertabletten
wachsen die Tiere im Aquarium etwa 7,5 mm im Monat. Dafür sind aber
auch Temperaturen um 25 bis 28 °C notwendig, da die Tiere bei niedrigen
Temperaturen einfach weniger fressen. Die Geschlechtsreife setzt dann besonders
früh ein und die Tiere sterben nach etwa 12 Monaten. Besonders die
goldene und die blaue Variante bilden nur ein sehr dünnes Haus aus,
wenn sie zu schnell aufgezogen wird. Die Gefahr eines Gehäusebruchs
ist dann bedeutend höher. Bei ungünstigen Haltungsbedingungen
wird das Gehäuse dann wesentlich schneller porös.
Die Spitze Apfelschnecke kann auch im Pflanzenbecken
gehalten werden. Lediglich das sehr weiche Teichlebermoos (Riccia fluitans)
wird gefressen. Wasserlinsen (Lemna minima) und Schwimmender Hornfarn
(Ceratopteris pterioides)
weisen manchmal Fraßspuren auf. Bei einem Extrembesatz (mehr als
2 Tiere auf 1 Liter Wasser) können Schäden an der schwammigen
Blattunterseite von Nymphoides sp. ´Taiwan´ oder an den Triebspitzen
von Limnophila sessiliflora und Myriophyllum sp. auftreten.
Bei anderen Wasserpflanzen, Nymphoides aquatica, Vallisneria,
Sagittaria, Aponogeton, Echinodorus, Ludwigia, Bacopa, Anubias, Microsorum
pteropus, Ceratophyllum sp., Aegagropila linneai, Vesicularia
dubyana, Spirodela polyrhiza, Salvinia molesta und Pistia
stratiotes, konnte ich auch bei extrem dichten besatz keine Schäden
feststellen.
ist als Souvenir nach Deutschland gekommen. Abhängig
von der Unterart, werden die Tiere 35 bis 100 mm hoch. Die einzelnen Windungen
sind nur wenig abgesetzt und die Naht ist recht flach. Der Winkel zwischen
den Windungen ist deutlich größer als 100°. Insgesamt ist
das Gehäuse kugelig. Das Periostracum ist oliv bis rötlich braun
mit dunklen Längsbändern, die aber auch fehlen können. Einige
Tiere sollen eine dunkel braune bis schwarze Farbe haben. Der Körper
ist gräulich-blau, worauf sich vermutlich der deutsche Name bezieht.
Besonders dunkel sind Kopf, Fühler und der Rand des Fußes. Es
gibt von diesen Tieren jedoch auch eine weiße Form, die aus Mexiko
stammt.
Im Alter von 6 Monaten sind die Tiere 20 mm groß
und geschlechtsreif. Die Gelege sind cremefarben bis apricot. Die Eiablage
dauert etwa 5 Stunden. Die einzelnen Eier haben einen Durchmesser von rund
3 mm. Die Jungen schlüpfen nach etwa 3 Wochen. Wie die meisten Apfelschnecken
fressen sie lebende Pflanzen, Aas und auch Fischlaich. Diese Art kommt
von Mexiko bis in den Norden Südamerikas vor.
Die Blaugraue Apfelschnecke
(Pomacea glauca) wird manchmal von reisenden Aquarianern
mit nach Europa gebracht. Die Art wird aber nicht im Handel angeboten.
Die Tiere legen leuchtend grüne Eier. Auch sie frisst gesunde Pflanzen
und Fischlaich. Javafarn wird jedoch gemieden. Möglicherweise ist
er die einzige Alternative zu Plastikpflanzen, wenn man diese Art halten
will. Das natürliche Verbreitungsgebiet umfasst die Dominikanische
Republik, die Kleinen Antillen, Trinidad, Guadeloupe, Kolumbien, Bolivien,
Venezuela, Guyana, Surinam und Französisch Guyana, Britisch Guyana
und Nord-West-Brasilien.
Diese Apfelschnecke gehört zu den ganz seltenen Arten
im Aquarium. Das gehäuse ist braun bis schwarz. Der Körper ist
dunkel gefärbt. Die Tiere legen grüne Eier. Direkt bei der Ablage
sind sie sehr hell. Beim Trocknen der Gelege dunkeln sie aber nach.
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Wie die meisten anderen Apfelschnecken fressen auch diese Tiere Pflanzen an.
Bis vor Kurzem galt P. insularum als Synonym von
P.
canaliculata. Äußerlich sind die Tiere kaum zu unterscheiden
und ihr Verbreitungsgebiet überschneidet sich. In fast allen zu P.
canaliculata veröffentlichten Forschungsarbeiten kann auch P.
insularum untersucht worden sein.
Die Art kommt natürlich in Brasilien, Bolivien und
Argentinien vor. Durch Verschleppung findet man sie heute auch auf Borneo,
in Kambodscha, Panama, Singapur, Taiwan, Thailand, Vietnam, Florida, Georgia
und Texas.
Das Gehäuse kann hell- bis dunkelbraun oder oliv
sein. Oft hat es dunkle Spiralstreifen. Es kann bis zu 15 cm hoch werden.
Die Windungen sind gewölbt und nehmen schnell an Größe
zu. Die Naht ist eingesenkt, so dass sich an den Übergängen zwischen
den Windungen eine Furche bildet. Bei ausgewachsenen Tieren kann sich der
untere Rand der Mündungslippe etwas nach außen biegen.
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Gehäuse von Pomacea insularum
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Die Gelege sind orange, rosa oder intensiv pink. Die inzelnen
Eier sind mit etwa 2mm etwas kleiner als die von P. canaliculata. Dafür
sind die Gelege mit 1000 bis 2500 Eier deutlich größer. Es werden
innerhalb der Brutsaison 1 bis 2 Gelege in der Woche produziert.
Die Eier sind bereits verkalkt und fest, wenn sei den
Eileiter verlassen. Daher sind sie auch im fertigen Gelege rund.
P. insularum legt bis zu 2500 Eier auf einmal. |
Da die Tiere alle Arten von Aquarienpflanzen fressen,
sollte man sie nie in bepflanzte Aquarien setzen. In Artaquarien mit Holz,
Steinen und etwas Laub lassen sich die Tiere problemlos halten.
Offenbar bekam die Schnecke ihren Artanem (insularum),
weil sie zuerst auf einer Insel im Rio Parana gefunden wurde.
Das größte bisher vermessene Gehäuse war
156 mm hoch und 135 mm breit. Damit ist diese Art die größte
Süßwasserschnecke der Welt. Sie ist auch unter dem Synonym P.
gigas bekannt. Das Gehäuse ist dünn und zerbrechlich. Die
Oberfläche ist sehr glatt, hell olivgrün mit feinen schwarzen
Linien oder ohne. Die Innenseite der Mündung ist rötlich mit
einer Zeichnung aus rotbraunen, unterbrochenen Strichen. Von ihnen hat
diese Art ihren lateinischen Namen (maculata = gepunktet). Der Körper
ist hellgrau mit dunkler Zeichnung und orangefarbenen Punkten. Die Art
lebt in tiefen stillen Gewässern Südamerikas. Die Gelege sind
grün.
Die großen Apfelschnecken, die im Handel ab und
an angeboten werden gehören zu P. insularum oder P. canaliculata.
Bei dieser Schnecke wird das Gehäuse 125 bis 145
mm hoch und 115-125 mm breit. Es variiert in der Form von globos bis spitz-oval.
Die Windungen sind rund und die Naht nur wenig eingesenkt. Die Oberfläche
ist gelb, olivgrün oder braun bis schwarz mit oder ohne Längsstreifen.
In den meisten Fällen sind die Gehäuse rotbraun ohne Linien.
Die Weibchen legen ihre 50 bis 200, 6 bis 15 mm großen Eier. Die
Tiere paaren sich zum Ende der Regenzeit und das Weibchen legt die Eier
zu Beginn der Trockenzeit im Dezember und Januar. Sie behält das Gelege
aber unter ihrem Gehäuse und gräbt sich während der Trockenzeit
(Dezember bis April) oberflächlich ein. Die Tiere halten auch eine
Ruhezeit ein, wenn das Gewässer in dem sie leben nicht ganz austrocknet.
Dann verlassen sie das Wasser und graben sich auf Sandbänken ein.
Die etwa 10 mm großen Jungtiere schlüpfen im Januar oder Februar
unter dem Gehäuse der Mutter und bleiben dort bis zum Beginn der Regenzeit
(Mai bis November), auch wenn die Mutter vorher stirbt. Erst dann beginnen
die Jungtiere zu fressen und ein schnelles Wachstum setzt ein. Bis zum
November sind sie 85 bis 135 mm groß. Ab einer Größe von
85 mm sind die Tiere geschlechtsreif. In der Regenzeit speichern die Tiere
Energie in Form von Kohlenstoffverbindungen. Diese wird für die Eiablage
und die Ruhezeit benötigt. Die Schnecken werden 2 bis 5 Jahre alt.
Die Weibchen produzieren in ihrem Leben also nur drei Gelege mit insgesamt
etwa 600 Eiern. Weil die Tiere gegessen werden und Preise von etwa 5 US$
pro Kilogramm erzielen, wird versucht sie gezielt zu züchten. Aus
der Natur entnommene erwachsene Tiere werden dazu in 0,4 Quadratmeter große
Mulden mit Schlamm und Wasser gesetzt. Durch eine Absenkung des Wasserstandes
wurden die Tiere zur Paarung angeregt. Nach der Paarung graben sich die
Tiere ein und legen ihre Eier ab. Die frischen Gelege werden vorsichtig
aus dem Gehäuse der Mutter entfernt. In einem abgedunkelten Aquarium
mit einer Temperatur von durchschnittlich 27°C und einer Luftfeuchtigkeit
über 80% schlüpfen die Jungtiere nach 21 bis 34 Tagen. Durchschnittlich
überleben etwa 96%. Die Lebendgebärende Apfelschnecke kommt in
Guyana, Venezuela, Kolumbien, Trinidad, Peru, Brasilien und Ecuador vor.
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Bisher ist die Gattung Pomella eigenständig. Allerdings ist Pomella megastoma nach neueren genetischen Analysen in der Gattung Pomacea anzusiedeln. Wahrscheinlich wird Pomella megastoma in naher Zukunft in die Gattung Pomacea überführt werden.
Der Name „megastoma“ bedeutet „große Öffnung“.
Diesen Namen trägt die Art zu Recht. Die Mündung macht
mehr als die Hälfte der Gehäusehöhe aus. Das Gehäuse
selbst ist deutlich neritoid, d.h. der größte Teil wird von
der letzten halben Windung gebildet. Das Gewinde ist so kurz, dass die
kleineren Windungen sich nicht über die letzte erheben. Sie sind nur
durch die leicht eingesenkte Naht abgesetzt. Die Außenseite ist hell
bis rötlich dunkelbraun, manchmal mit undeutlichen Querstreifen. Die
Innenseite ist kalkig weiß. Die Oberfläche ist rau. Es sind
deutlich Wachstumslinien zu sehen. Das Gehäuse ist kräftig und
kann bis zu 100 mm hoch werden. Das Operculum ist relativ dick und hornig.
Es ist braun bis schwarz und kannweit in die Mündung zurückgezogen
werden.
Pomella megastoma hat ein typisch
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Die große Mündung ("megastoma") kann
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Der Körper ist weißlich bis fast schwarz mit
hellen, gelblichen Punkten auf der Rückseite des Fußes und am
Kopf. Der Fuß ist sehr groß. Die Tiere halten sich mit großer
Kraft an harten Unterlagen fest.
Diese Schnecken leben in ihrer natürlichen Umgebung
an beschatteten Plätzen auf dem Grund von Fließgewässern
in Brasilien und Argentinien, vor allem im Fluss-System des Rio Uruguay.
Saulea vitrea ist die einizige Art der Gattung.
Sie lebt in Westafrika. Ihr Gehäuse ist spitz eiförmig, hell-
bis dunkelbraun mit gelben gezackten Bändern und wird bis 45 mm hoch
und 36 mm breit. Die Windungen sind kräftig gewölbt. Das Periostracum
sehr dick, die Kalkschicht dagegen stark reduziert und nur auf den Bereich
um den Nabel beschränkt. Dadurch ist das Gehäuse sehr flexibel.
An der Innenseite der Mündung ist immer ein dunkler Rand. Das Operculum
ist hornig und so dünn, dass es teilweise transparent ist. Kopf und
Fuß sind schmutzig-gelb mit unregelmäßigen dunkelgrauen
Flecken. Die Eiklumpen sind gallertartig und werden unter Wasser abgelegt.
Literatur:
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R.H. Cowie, S.C. Thiengo (2003): The apple snails of the Americas (Mollusca: Gastropoda: Ampullariidae: Asolene, Felipponea, Marisa, Pomacea, Pomella): A nomenclatural and type catalog.- Malacologia 45 (1), 41-100
P. Fleck (1950): Marisa rotula Mouss., die kolumbianische Deckeltellerschnecke.- Wochenschrift für Aquarien- und Terrarienkunde 44, 323-325
Hartmann (1908): Ampullaria gigas.- Wochenschrift für Aquarien- und Terrarienkunde 5, 371-374
K. Hayes, R. H. Cowie, A. Jorgensen, R. Schultheiß, Chr. Albrecht, S. Thiengo (2009): Moluscan models in evolutionary biology: Aplle snails (Gastropoda: Ampullariidae) as a system for adressing fundamental questions.- American Malacological Bulletin, 27, 47-58
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Mendoza, R.; Aguilera, C.; Montemayor, J.; Rodriguez, G. (1999): Utilization of artificial diets and effect of protein/energy relationship on growth performance of the apple snail Pomacea bridgesii (Prosobranchia: Ampullariidae).- Veliger 42 (2), 101-111
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Ziegeler, M. (1908): Egyptische Schnecken.- Wochenschrift für Aquarien- und Terrarienkunde 5, 456-457
© Wilstermann-Hildebrand 2010