Gattung Cryptocoryne - Wasserkelche
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Wasserkelche sind mehrjährige Sumpf- und Wasserpflanzen, mit verzweigtem Wurzelstock (Rhizom) und gewöhnlich mit Ausläufern. Zur Gattung gehören etwa 60 Arten im tropischen Asien. Im Handel findet man überwiegend Formen von Wendt´s Wasserkelch (C. wendtii), Walkers Wasserkelch (C. walkeri) und Willis Wasserkelch (C. willisii). Diese Pflanzen sind in Farbe ind Form recht variabel und verhältnismäßig anspruchslos in der Aquarienkultur. Ihre Vermehrung ist über in vitro-Kultur problemlos möglich, daher stehen sie meist das ganze Jahr über zur Verfügung.
Form, Größe und Farbe des Blattes sind bei submers und emers wachsenden Pflanzen oft sehr unterschiedlich. Überdies haben Belichtung, Wasser- und Bodenbeschaffenheit einen großen Einfluß. Sehr oft sind die Arten wegen der Umgebungsbedingungen so variabel, daß man sie ohne Blüte nicht mit Sicherheit identifizieren kann.
Der Blütenstand besteht aus einem Kolben an dem im unteren Teil die weiblichen Blüten sitzen und im oberen die männlichen. Das Ganze ist vom sogenannten Kessel umhüllt, der sich nach oben hin in eine Röhre fortsetzt. Am Schlund dieser Röhre verbreitet sich das Hüllblatt (Spatha) zu einer Spreite mit einer mehr oder weniger langen und mehr oder weniger stark gedrehten Fahne. Sie kann glatt, bullos, warzig oder mit Cilien (Wimpern) besetzt sein. Die Farbe variiert von grün und weiß über gelb, orange und rot bis zu braun und dunkelviolett. Bei der Artbestimmung wird neben der Blattform, -größe und und -farbe die Farbe, Größe und Form der Blütenstandsteile beurteilt. Diese Merkmale sind aber keine sicheren Artmerkmale, da Wasserkelche sehr variabel sind.
 
 
Links ist eine Skizze eines Cryptocorynen-Blütenstandes.
In eine Spatha eingeschlagen sind die 4 bis 8 weiblichen Blüten (je ein Fruchtknoten, Griffel und Narbe) und die etwa 20 bis 50 männlichen Blüten (nur je ein zweikammeriges Staubblatt) auf einer gemeinsamen Achse (Spatix). Dazwischen ist ein steriler Teil. Die Blüten sind im unteren, verbreiterten Teil der Spatha, dem Kessel. Am Übergang zwischen Kessel und der darüber liegenden, schlankeren Röhre befindet sich eine Verschlußklappe, die während der Pollenreife vorübergehend den Durchgang zur Röhre verschließt (siehe Befruchtung). Oberhalb der Röhre erweitert sich die Spatha bei vielen Arten zu einer Spreite. Diese verbreiterte Fläche kann glatt, gerunzelt oder warzig sein. Am Rand kann es Wimpern geben (C. ciliata). Der sichtbare innere Teil der Spatha wird als Schlund bezeichnet. Am Übergang zwischen Schlund und Spathaspreite ist manchmal eine Auffaltung oder Erhebung zu sehen, die als Kragen bezeichnet wird. Auch Zähne am inneren Schlunsrand kommen vor (C. spiralis).
Bei manchen Arten (C. affinis, C. albida, C. crispatula) gibt es keine verbreiterte Spathaspreite. Stattdessen ist die Spathaspitze zu einer schwanzartig verlängerten Fahne ausgezogen und in sich gedreht. 

Befruchtung:
Am ersten Tag nach der Öffnung der Spatha sind die weiblichen Blüten reif und befruchtungsfähig. Zwischen den Narben sind Duftkörper (hier nicht dargestellt), die einen süßlichen Geruch absondern. Insekten (Fliegen) kriechen die Röhre hinunter und bestäuben mit dem mitgebrachten Pollen die Narben. Nach etwa 12 Stunden (am Abend des ersten Tages) beginnt sich die Verschlußklappe nach oben zu bewegen und verschließt den Ausgang des Kessels für etwa 24 Stunden und sperrt die darin enthaltenen Insekten ein. In dieser Zeit reifen die Pollen. Zum Zeitpunkt der Pollenreife ist die Narbe bereits nicht mehr befruchtungsfähig. Selbstbestäubung wird dadurch verhindert. Die Pollen ist in einer schleimigen Flüssigkeit, die bei der Reifung einen steigenden Druck in den Pollensäcken verursacht. Dadurch quillt der Pollen aus einer kleinen Öffnung (Tülle) heraus. Die eingeschlossenen Insekten kommen bei ihren Fluchtversuchen mit dem Schleim in Berührung und der Pollen haftet an ihnen. Wenn sich die Klappe öffnet, fliegen die Insekten andere duftende Blüten mit reifen Narben an und bestäuben sie.
Die Kapselfrüchte entwickeln sich erst sehr schnell, bleiben dann aber oft 6 bis 9 Monate unreif an der Pflanze. Dann setzt die Reife ein, während der Fruchstandsstiel sich auf mehrere Zentimeter verlängert. Dann reißt die Frucht oben sternförmig auf und entlässt die Samen. Diese sind nur kurz schwimmfähig und keimen meist sofort bzw. nach wenigen Tagen (JACOBSEN 1982 a, DE WIT 1990).

Kultur:
Werden die Pflanzen über Wasser kultiviert blühen sie nicht selten. Sie regieren aber empfindlich auf Störungen durch Umpflanzen. Die meisten im Aquarium submers wachsenden Cryptocoryne-Arten werden nicht blühen, auch wenn sie sich prächtig entwickeln. Von Cryptocoryne usteriana, C. aponogetifolia und C. crispatula ist aber bekannt, dass sie zumindest in der Natur ihre Blütenstände bis über die Wasseroberfläche wachsen lassen können. Dabei bilden sie eine besonders lange Röhre aus. Sehr selten blüht Cryptocoryne wendtii unter Wasser. Bei dieser Art erreicht der Blütenstand dann aber nicht die Wasseroberfläche (TITZ 2000).
Die einzelnen Cryptocoryne-Art sind unterschiedlich empfindlich und anspruchsvoll. Einige Arten wachsen nicht gut unter Wasser, andere nicht über Wasser. Die meisten Arten bevorzugen lockeren, sauren und humosen Boden und mehr oder weniger saures, weiches und nährstoffarmes Wasser. Andere Arten benötigen dagegen unbedingt hartes Wasser (C. aponogetifolia, C. usteriana). Cryptocoryne ciliata lebt in der Natur in Brackwasser -Gebieten. Allerdings wachsen die Pflanzen auch ohne Salz gut in Aquarien.
Einige der hier vorgestellten Arten sind nicht im Handel erhältlich. Zum Teil kann man sie aber auf Pflanzenbörsen bekommen. Sie werden von Wasserpflanzenfreunden gepflegt, die viel Zeit und Mühe darauf verwenden, herauszufinden welche Temperatur, bei wieviel Licht und in welchem Mischungsverhältnis von Sand, Kies, Ton, Buchenlaub, Buchenlauberde, Kokosfasersubstrat und Weißtorf die einzelnen Arten am Besten wachsen. Für den Normalaquarianer sind sie allerdings nicht geeignet.
Die meisten Cryptocorynen im Handel stammen aus in-vitro-Kultur. Die Umstellung der Pflanzen auf die Gewächshauskultur erfolgt bei hoher Luftfeuchtigkeit. Nach dem Anwachsen im Kultursubstrat werden die Pflanzen an die normalen Gewächshausbedingungen gewöhnt.

Cryptocorynen-Fäule:
Ein oft beobachtetes Problem ist die sogenannte "Cryptocorynen-Fäule", deren Ursache bisher unbekannt ist. Charakteristisch ist das schnelle, spontane Zerfallen aller Blätter eines Bestandes, das regelrecht "ansteckend" auf alle Cryptocorynen im Aquarium wirken kann. Innerhalb weniger Tage oder manchmal auch Stunden werden alle Blätter matschig. Die Rhizome und Wurzeln sind nicht betroffen. Ausgelöst wird der Vorgang oft durch plötzliche Veränderungen im Milieu, zum Beispiel durch einen großen Wasserwechsel nach längerer Pause, dem Austauschen aller Leuchtkörper (plötzlich mehr Licht oder völlig anderes Spektrum), Entfernen von anderen Pflanzen (mehr Licht, Aufwirbeln von Nährstoffen, Trübungen, pH-Veränderungen, Veränderungen im Sauerstoff- oder Kohlendioxidangebot) oder Veränderungen in der Düngung. (HOLZMANN 1995). Teilweise wird vermutet, dass eine Überdüngung mit Stickstoff, die Ursache sein könnte. Aber auch ein Kalium-Überschuß verursacht solche Symptome.
 
 

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Härtels Wasserkelch
Cryptocoryne affinis HOOKER 1893

Synonyme:
Cryptocoryne haerteliana JACOBS. ex MILK. 1949 (in Wochenschrift für Aquarien- und Terrarienkunde 43, S. 255 und 288)

Herkunft:
Malaysia, malayische Halbinsel

Aussehen: 
Über Wasser sind die Pflanzen etwa 2 bis 3 cm hoch. Die Blätter sind kurz gestielt, die Spreiten etwa 2,5 bis 3 cm lang und etwa 1 cm breit. Submers wird die Pflanze etwa 30 cm hoch. Die Blattspreite ist lanzettlich, etwas genoppt und gewellt. Die Oberseite ist dunkelgrün bis bräunlich und die Unterseite weinrot. Der Blütenstand ist stark gedreht, purpurn bis dunkel-violett. Kein Kragen.

Temperatur:      22-28 °C

pH-Wert:          6,0-7,5

Härte:               6-20 °KH

Licht:                wenig bis mittel (beschattet)

Sonstiges:
Diese Art reagiert besonders empfindlich auf Schwankungen von Licht, Wasserwerten und Temperatur. Hohe Lichtstärken mag sie nicht. Eine regelmäßige Eisendüngung ist wichtig. Die Vermehrung erfolgt durch Ausläufer. Das Umpflanzen wird nicht vertragen. Die Wurzeln sind empfindlich und faulen leicht.
Die Pflanzen im Handel stammen in der Regel aus in-vitro Kultur und sind sehr klein. Sie lassen sich unter günstigen Bedingungen gut auf die submerse Kultur umstellen. Unter ungünstigen Bedingungen überleben auch die größeren, importierten, submersen Pflanzen nicht.
Sie kann unter guten Bedingungen bis zu 40 cm hoch werden und sollte darum in den Mittelgrund oder an den Rand gepflanzt werden. Da sie das Umpflanzen nicht verträgt, sollte sie später nicht mehr umgesetzt werden.

Diploider Chromosomensatz: 2 n = 34 (de Wit 1990, S. 148)
 

Über Wasser sind die Pflanzen 
sehr gedrungen.

Unter Wasser werden sie deutlich größer.

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Weißer Wasserkelch
Cryptocoryne alba DE WIT 1975

Synonyme:
-

Herkunft:
Sri Lanka

Aussehen: 
Die Pflanzen sind sehr variabel. Über Wasser werden sie etwa 10 cm hoch. Die Blätter können abhängig vom Genotyp grün mit helleren Blattadern, olivgrün oder braun mit dunklerer brauner Zeichnung sein. Die Genotypen können sich an einem einzigen Fundort unterscheiden. Die Blattspreiten sind eiförmig bis lanzettlich. Die Blattränder weisen in der Regel eine feine Kräuselung auf. Den Namen hat die Art von der rein weißen bis elfenbeinfarbenen Spatha. Allerdings treten ganz selten auch rote Blütenstände mit dunklem Schlund oder auch weiße mit rosafarbenen Schlund. Der etwa 6 cm hohe Blütenstand ist leicht gedreht, aufrecht und hat eine lange Fahne. Schlund und Spathaspreite sind durch einen deutlichen Kragen abgesetzt. Charakteristisch ist die sehr kurze (< 1 cm) Röhre. Die vegetativer Vermehrung ist langsam. Die Jungpflanzen bilden sich an Ausläufern. 

Temperatur:      22-30 °C

pH-Wert:          5,0-7,5

Härte:               2-12 °KH

Licht:                mittel bis viel

Sonstiges:
Cryptocoryne alba gehört zu den seltensten der Gattung. Die Bekannten Naturstandorte sind stark durch die Landwirtschaft bedroht. Möglicherweise ist die Pflanze in der Natur mittlerweile ausgestorben. Sie ist nahe mit Cryptocoryne thwaitesii verwandt. Die Pflanzen wachsen im Tieflandregenwald von Sri Lanka an schattigen Bächen.
F. Möhlmann (1993) berichtet, dass die submerse Kultur "nicht ganz problemos" ist. In einer Mischung aus grobem Sand mit einer Körnung von 4 bis 6 cm und etwas Lehm. Dazu Wasser mit einem pH-Wert von 6,9 bis 7, einer Härte unter 20 °dGH und einer Temperatur von 25°C. Bei einem Wasserstand von 30 cm und mäßigem Licht hat er es offenbar geschafft die Pflanzen im Aquarium zu halten. H. Ehrenberg (1990) schrieb über seine Kulturerfahrungen mit der Art. "Da diese [Pflanze] submers praktisch nicht zu pflegen sind" pflanzte er sie in emerser Kultur in eine Schale mit Wasserpflanzenerde und düngte sie mit dem Hydrodünger Lewatit HD 5. Dieser Wasserkelch ist also keine Pflanze für die Unterwasserkultur. Die Pflanzen wachsen lediglich über Wasser. Sie bevorzugen weiches Wasser und ein leicht saueres Substrat (Buchenlauberde). 

Diploider Chromosomensatz: 2 n = 36 (de Wit 1990, S. 148)

Cryptocoryne alba in emerser Kultur 
in Buchelauberde

rote Blüte von Cryptocoryne alba

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Weißlicher Wasserkelch
Cryptocoryne albida R.N. PARKER 1931

Synonyme:
Cryptocoryne costata GAGNEPAIN

Herkunft:
Myanmar und Südthailand

Aussehen:
Die Pflanzen können über Wasser bis 20 cm hoch werden. Die Pflanzen im Handel sind in der Regel kleiner. Die Blätter sind schmal lanzettlich bis linealisch, bis etwa 10 cm lang und 2 cm breit. Sie sind olivgrün mit einem silbernen Schimmer und einer dunklen, federähnlichen Zeichnung. Unter Wasser sind die Blätter schmaler und verlieren zum Teil ihre Zeichnung. Sie sind dann etwa 5 bis 10 cm lang und 0,5 bis 1 cm breit.
Die Blütenknospen sind spiralig gedreht. Nachdem die Blüte begonnen hat sich zu öffnen bleibt die Spatha etwa 4 bis 6 Tage erhalten. Die Oberfläche ist glatt. Im Schlund sind violette Punkte sichtbar. Ein Kargen fehlt.

Temperatur:      22-30 °C

pH-Wert:          5,0-7,5

Härte:               2-12 °KH

Licht:                mittel bis viel

Sonstiges:
Die Art ist als Cryptocoryne costata im Handel. Gute Pflanze für den Vordergrund. 
 

Diploider Chromosomensatz: 2 n = 36 (de Wit 1990, S. 148)
 

 


Die Blütenknospe ist spiralig gedreht. 

Es werden nach und nach die violetten 
Punkte im Schlund sichtbar.

Blütenstand von Cryptocoryne albida: Die eigendlichen Blüten sind von einem Hüllblatt, der Spatha, umhüllt. Die Spitze der Spatha ist hier (links) abgebrochen. Rechts: Blick in die geöffnete Spatha: unten befinden sich die weiblichen Blüten mit Griffel (gelb) und Narben (gelb). Oben sind die kleineren männlichen Blüten (gelblich). Dazwischen ist ein sehr dünner Stiel (rötlich-violett).

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Annam-Wasserkelch
Cryptocoryne annamica SEREBRYANYI 1991

Synonyme:
-

Herkunft:
Vietnam

Aussehen: 
Die Pflanzen haben etwa 2 - 5 cm lange, rötlich grüne Blattstiele mit roter Blattscheide. Der Blattstiel und das untere Drittel des Mittelnervs haben rötliche Linien. Die lanzettlichenSpreiten haben eine herzförmige Basis und sind etwa 7 cm lang und 3 cm breit. Die Oberseite ist mit feinen Papillen besetzt und glänzt, die Unterseite ist matt. Die Blattränder sind leicht purpurn gefärbt. Die Pflanzen bilden Ausläufer. Vor der Blüte werden ausdauernde Niederblätter gebildet. 
Die Blütenspatha ist 4 bis 5 cm lang, außen weiß und und dicht mit feinen roten Punkten gezeichnet. Die Spathaspreite ist ca. 2,5 cm lang, einmal in sich gedreht, an der Außenseite rau und rötlich, innen runzelig und kräftig gelb. Im Schlund ist ein großer, runder, roter Fleck. Kein Kragen. Der Kessel ist 1,2 bis 1,4 cm lang. Die 6 weiblichen Blüten sind annähernd rechteckig. Mehr als 50 männliche Blüten. . 
Chromosomenzahl 2 n = 34.
 

Temperatur:      22-28 °C

pH-Wert:          6,0-8,0

Härte:               8-20 °KH

Licht:                mittel 

Sonstiges:
Dieser wurde ursprünglich für die Pflanze gehalten, die in Vietnam 1927 entdeckt wurde und später als C. vietnamensis beschrieben wurde. Die Beschreibung erfolgte dann an Hand von Material aus dem Botanischen Garten der Universität Leningrad, dass zum Blühen gebracht werden konnte. 

C. annamica

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Hammerschlag Wasserkelch
Cryptocoryne aponogetifolia MERRILL 1919

Synonyme:
-

Herkunft:
Philippinen (Luzon)

Aussehen: 
Die Blätter sind schmal lanzettlich bis linealisch, stark bullos, hell bis dunkelgrün. Die Spreite ist bis 80 cm lang und 2 bis 5 cm breit. Bei Zerreißen werden mikroskopisch feine Kristallnadeln aus Calciumoxalat ins Wasser abgegeben, die bei Hautkontakt ein Jucken verursachen. Diese Pflanzen lassen sich nur unter Wasser kultivieren. Die Spatha des Blütenstandes wächst vom Grund bis zur Wasseroberfläche und öffnet sich dort. Der Stiel des Blütenstandes kann sich dabei auf eine Länge von etwa 10 bis 15 cm und der Kessel auf eine Länge von 25 cm strecken. Die Spatha ist außen rötlich und im inneren weiß. Die Oberfläche ist glatt. Ein Kragen fehlt. Die Frucht entwickelt sich auf der Spitze des Blütenstandstieles unter Wasser.

Temperatur:      22-28 °C

pH-Wert:          6,0-8,0

Härte:               8-20 °KH

Licht:                mittel 

Sonstiges:
Diese Art eignet sich gut Barschaquarien (Tanganjika, Malawi), weil die Pflanzen zum einen hartes Wasser benötigen und zum anderen wegen ihres extrem stark brennenden Oxalatnadeln nicht von den Fischen gefressen werden. Die Vermehrung erfolgt über Ausläufer.
Teilweise war die Art früher unter dem, Namen C. usteriana im Handel. 

Die Spatha von C. aponogetifolia
öffnet sich über Wasser. 

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Becketts Wasserkelch
Cryptocoryne beckettii THWAITES ex TRIMEN 1885

Synonyme:
Cryptocoryne petchii ALSTON

Herkunft:
Sri Lanka

Aussehen: 
Über Wasser ist sie etwa 15  cm hoch, dunkelgrün oder leicht chlorotisch. Die Blätter sind gestielt und lanzettlich. Unter Wasser sind die Spreiten etwa 10 bis 15 cm lang und 1,5 bis 2 cm breit. Die Farbe der Blattoberseite variiert zwischen dunkelgrün und rötlich braun. Die Blattunterseite ist bräunlich bis rot. Oft ist eine Marmorierung sichtbar und die Blattadern sind oft farblich abgesetzt. Der Blattrand ist leicht gewellt.  Kessel und Röhre sind weiß, teilweise mit rötlichen Linien. Die Spathaspreite ist gelb bis orange und läuft in eine wenige gedrehte Fahne aus. Die Schlundzone ist orange-rot bis dunkel rot. 

Temperatur:      22-28 °C

pH-Wert:          6,0-7,5

Härte:               2-12 °KH

Licht:                mittel

Sonstiges:
Es sind mindestens 2 Formen der Art von verschiedenen Naturstandorten im Handel. Die eine ist oft leicht chlorotisch und zeigt sehr schnell Mikronährstoffmangel an, der sich mit Eisen allein nicht beheben lässt. Die andere Form zeigt dagegen keine Mangelsymptome, während sie mit der anderen unter den gleichen Bedingungen zusammen kultiviert wird. Möglicherweise benötigt die "chlorotische Form" höhere Temperaturen um effektiv Mikronährstoffe aufzunehmen. Bei ihr sind die Blütenstände deutlich heller als bei der anderen Form. Die ursprüngliche Herkunft des in-vitro vermehrten Pflanzenmaterials lässt sich leider nicht mehr feststellen, daher sind Standortuntersuchungen in der Natur nicht möglich. 
Es gibt außer diesen normalen, diploiden auch eine triploide Form. Bei der triploiden Form sind alle Chromosomen nicht nur zweimal (Mutter und Vater), sondern dreimal vorhanden. Das kommt zustande, wenn bei der Bildung der Keimzellen der diploide Chromosomensatz nicht getrennt wird und diploide statt haploide Pollen oder Eizellen entstehen. Verschmelzen die dann mit einer normalen haploiden Keimzelle, entstehen Individuen mit triploidem (dreifachem) Chromosomensatz. Die als Cryptocoryne petchii im Handel angebotenen Pflanzen sind eine triploide, pollensterile Form dieser Art.

Diploider Chromosomensatz: 2 n = 28 bzw. triploider Chromosomensatz: 3 n = 42 (de Wit 1990, S. 148)

Links chlorotische Pflanzen, rechts 
normal gefärbte unter den gleichen 
Kulturbedingungen.

Cryptocoryne beckettii mit Blütenstand

Vergleich zwischen den Blütenständen der chlorotischen Form links und der 
normalen Form in der Mitte. Im direkten Vergleich fällt auf, dass der Blütenstand 
der chlorotischen Form insgesamt heller gefärbt ist. Es fehlen die rötliche Farbanteile 
auf der Spathaspreite und entlang der gesamten Röhre und des Kessels. 

Auch die Narben der Normalform sind 
rötlich, während sie bei der chlorotischen 
Form rein gelb sind.

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Bewimperter Wasserkelch
Cryptocoryne ciliata (ROXBURGH) SCHOTT 1832

Synonyme:
Ambrosina ciliata ROXBURGH 1819

Herkunft:
Asien

Aussehen: 
Über Wasser werden die Pflanzen bis zu 90 cm hoch. Die Blätter stehen senkrecht oder nur leicht schräg. Die Blattstiele sind bis 40 cm lang. Die Blattspreiten sind lanzettlich, mit gestutzter, pfeilförmiger oder leicht herzförmiger Basis. Sie sind 15 bis 25 cm lang und 2-7 cm breit. Die ganze Pflanze ist grün, glatt, fleischig und steif.
Die Spatha ist außen rosa mit rötlichen Punkten und Streifen. Die Spathaspreite ist etwas warzig und gewölbt, aber nicht gedreht. Am Rand sind die Fransen oder Wimperrn (Cilien), die der Pflanze ihren Namen gaben. zwischen Schlund und Spreite ist ein deutlich gewölbter Kragen zu sehen. Der Schlund ist weiß mit rötlichen Punkten.

Temperatur:      22-30 °C

pH-Wert:          6,5-8,0

Härte:               2-12 °KH

Licht:                mittel bis sehr viel

Sonstiges:
Der Name bezieht sich auf die Cilien (Wimpern) an der Spatha der Blüte. 
Es gibt eine normale diploide und eine triploide Form. Bei der triploiden Form sind alle Chromosomen nicht nur zweimal (Mutter und Vater), sondern dreimal vorhanden. Triploide Pflanzen sind in der Regel steril. Bei der diploiden Form Bilden sich kriechende Ausläufer. Bei der triploiden Form bilden sich Jungpflanzen an steifen, aufrechten, sehr zerbrechlichen Stielen. 
Die Pflanzen eignen sich vor allem für hohe Aquarien über 50 cm. Dort können sie im Mittel- oder Hintergrund stehen.
Die Art verträgt viel Salz und kann darum auch in Brackwasserbecken zusammen mit Mangroven kultiviert werden.

Diploider Chromosomensatz: 2 n = 22, triploider Chromosomensatz 3 n = 33 (de Wit 1990, S. 148)

Blüte an der triploide Form von 
Cryptocoryne ciliata.
Hier am zweiten Tag nach dem Aufblühen.

Die Knospe kann eine Woche oder länger 
scheinbar unverändert dastehen, 
während im inneren die Blüten heranreifen.

Am ersten Tag ist die Spatha flach und 
die Cilien stehen waageerecht ab.

Am zweiten Tag rollen sich die Ränder
der Spatha nach hinten.

Am dritten Tag ist die Spatha deutlich
verwelkt und verschrumpelt.

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Herzförmiger Wasserkelch
Cryptocoryne cordata GRIFITH 1851

Synonyme:
Cryptocoryne kerrii GAGNEPAIN
Cryptocoryne siamensis GAGNEPAIN
Cryptocoryne blassii DE WIT
Cryptocoryne evae RATAJ

Herkunft:
Malayische Halbinsel und Borneo

Aussehen: 
Die Art hat einen sehr großen Formenkreis. Über Wasser wird sie bis 25 cm hoch unter Wasser erreichen einige Formen eine Höhe von 60 cm. Die Blattstiele sind 5 bis 45 cm lang. Die Spreiten sind schmal lanzettlich, elliptisch oder herzförmig, zwischen 5 und 19 cm lang und 1 bis 10 cm breit. Überwiegend sind sie glatt, können aber auch leicht bullos sein. Die Blattoberseite ist hell bis oliv grün, bräunlich oder bronzefarben, die Unterseite grün bis rot. Teilweise sind federartige Strichzeichnungen sichtbar. Die meisten Formen haben eine gelbe Blütenspatha, selten mit rötlichem oder bräunlichem Rand. Der Schlund ist weiß. Ohne Kragen.

Temperatur:      22-28 °C

pH-Wert:          4,5-7,0

Härte:               2-12 °KH

Licht:                wenig bis mittel (Abhängig von der Form)

Sonstiges:
Es gibt sehr viele unterschiedliche Formen dieser Art, die zum Teil unter eigenen Namen beschrieben wurden. Die einzelnen Typen sind nicht oder nur sehr selten im Handel zu bekommen, da sie unter Wasser kultiviert werden müssen und ihr Import und die Weiterkultur Probleme bereiten.
Cryptocoryne cordata gedeiht nicht unter starkem Licht mit CO2-Düngung. Wenig Licht und Zugabe von Laterit, Ton oder Lehm wirken positiv.

verschiedene Typen von C. cordata

Diploider Chromosomensatz: 2 n = 34 bei der Stammform und var. diderici
Tetraploider Chromosomensatz: 4 n = 68 bei var. siamensis
hexaploider Chromosomensatz: 6 n = 102 bei var. siamensis (de Wit 1990, S. 148)

Die Form ´blassii´ ist besonders schön,
aber auch besonders hoch. 

Blüte von C. cordata in einem 
Paludarium. Eine schmalblättrige Form.

 

Blüte einer breitblättrigen, dunkellaubigen Form

Cryptocoryne cordata "Rosanervig" ist eine der begehrtesten Cryptocorynen. Alle Pflanzen in Kultur stammen von einer einzelnen Mutterpflanzen, die von Schneider in der Schweiz vermehrt wurde.
Das Muster dieser Form ist nicht stabil und möglicherweise auf ein Virusinfektion zurück zu führen. Die Form ´rosanervis´ wächst unter Wasser nur langsam an und bildet erst nach mehreren Monaten Ausläufer. Die Nervatur bleibt unter Wasser oft nicht erhalten. Sehr häufig sind die Aufhellunger der Adern nicht rosa, sondern weiß oder gelblich. Es ist nicht bekannt unter welchen Bedingungen die Färbung besonders stark ausgeprägt ist. Die Vermehrung in in vitro Kultur war bisher ohne Erfolg. Keine der In-vitro-Pflanzen zeigte das Muster in der Kultur, weder im Becher, noch über Wasser in Buchenlaub oder unter Wasser im Aquarium. (KÖHLER 1987, SCHATTLING 1887, MICHALIK 1988).

Ein natürlicher Standort von C. cordata
mit Schwarzwasser auf Borneo (Sarawak).

Durch das braune Wasser sind die Blätter der
Wasserkelche kaum zu erkennen.

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Grasblättriger Wasserkelch
Cryptocoryne crispatula ENGLER 1920

Synonyme:
Cryptocoryne tonkinensis GAGNEPAIN
Cryptocoryne berthilihansenii RATAJ
Cryptocoryne longispatha MERRILL 
Cryptocoryne yunnanensis H. LI
Cryptocoryne kwangsiensis H. LI
Cryptocoryen siniensis MERRILL
Cryptocoryne balansae GAGNEPAIN 1941
 

Herkunft:
östliches Indien, Thailand, Laos, Vietnam und Südchina

Aussehen: 
Die Pflanzen haben schmale, lanzettliche bis linealische Blätter. Sie werden über Wasser zwischen 10 bis 25 cm hoch. Unter Wasser erreichen sie eine Höhe zwischen 20 und 70 cm. Die Blattspreiten sind 10 bis 50 cm lang und 0,2 bis 4 cm breit. Die Blüten erreichen bei Wasserständen bis 40 cm noch die Oberfläche und öffnen sich dort.
Es gibt nach Jacobsen (1991) 5 Varietäten:
Cryptocoryne crispatula var. balansae: Blätter bullös, 10 bis 30 (-80 ) cm lang und 1 bis 4 cm breit
Cryptocoryne crispatula var. crispatula:  Blätter glatt, steif, 15 bis 40 cm lang, am Rand glatt oder leicht gezähnt 
Cryptocoryne crispatula var. flaccidifolia: Blätter schlaff, glatt oder gewellt, 20 bis 50 cm lang und 0,4 bis 1,2 cm breit
Cryptocoryne crispatula var. siniensis: Blätter glatt, steif, 10 bis 15 cm lang und 0,8 bis 1,5 cm breit
Cryptocoryne crispatula var. tonkinensis: Blätter glatt, schlaff, 20 bis 30 cm lang und 0,2 bis 0,4 cm breit

Die Spatha ist vielfach eng gedreht. Die Außenseite ist grünlich. Innen sind violette Linien. Kein Kragen.

Temperatur:      22-28 °C

pH-Wert:          4,5-7,0

Härte:               5-18 °KH, bis 20 °dGH

Licht:                wenig bis viel

Sonstiges:
Am häufigsten im Handel und auch am Besten für das Aquarium geeignet ist die Varietät balansae von der es grüne und rot-braune Formen gibt. In der Natur wachsen die Pflanzen selten emers. Im Gewächshaus werden sie aber in der Regel über Wasser gezogen. Bei submersen Pflanzen sind die Blätter länger und weicher.
Die Art gehört zur sogenannten Albida-Gruppe. Darin sind die Formen von Cryptocoryne crispatula, Cryptocoryne albida und Cryptocoryne retrospitralis zusammen gefasst.

Diploider Chromosomensatz: 2 n = 36 bei var. balansae
Diploider Chromosomensatz: 2 n = 36 und triploider Chromosomensatz: 3 n = 54 bei var. crispatula (? möglicherweise zwei verschiedene Formen) (de Wit 1990, S. 148)

In diesem Topf stehen zwei verschiedene 
Varietäten. Der Blütenstand gehört 
zu der schmalblättrigen Form.

Nahaufnahme der gedrehten 
Spathaspreite und der Schlundöffnung.

Mutterpflanzenbeet mit 
Cryptocoryne balansae bei 
Horticulturas Las Lucanas 
auf Teneriffa.

Neu angelegtes Beet mit 
C. balansae ´Granat´

Um die Verdunstungsfläche zu 
verringern werden beim Topfen 
die Blätter abgeschnitten.

Ein natürlicher Standort von C. crispatula.
Die Pflanzen bedecken das ganze Ufer...

... und wachsen bis ins Wasser.

Zwischen den Steinen sind die 
bräunlichen Blätter kaum zu erkennen.

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Elliptischer Wasserkelch
Cryptocoryne elliptica N. E. BROWN ex J. D. HOOKER 1893

Synonyme:
-

Herkunft:
Malaysia

Aussehen: 
Das Rhizom ist 1,5 bis 3 cm lang und 0,5 cm im Durchmesser. Selten erreicht es eine Länge bis 10 cm. Die Blattspreiten sind breit elliptisch oder herzförmig mit stumpfer Spitze, 2 bis 3,5 cm lang und 1,5 bis 2,5 cm breit. die Blattoberseite ist grün mit silbrigem oder rötlichem Schimmer. Die Blattunterseite ist rötlich. Manchmal ist die Blattspreite etwas bullös. Unter Wasser sind die Pflanzen größer und stärker rötlich gefärbt. Der Blattstiel ist 4 bis 14 cm lang. Die submerse Spreite misst 4 bis 5 mal 3 bis 3,5 cm. 
Der Blütenstand ist etwa 4 cm hoch. Die Spatha öffnet sich nur einen schmalen Spalt weit ohne eine Spreite zu bilden. Die Fahne ist über die Öffnung eingerollt. Die Innenseite und Schlund sind dunkel rot, zur Röhre hin löst sich die flächige Färbung in ein unregelmäßiges Fleckenmuster auf. Kessel und Röhre sind weiß. Die Fruchtknoten sind grünlich, die Narben weiß und die Duftkörper gelblich.

Temperatur:      22-26 °C

pH-Wert:          5,0-7,2

Härte:               2-12 °KH

Licht:                mittel bis viel

Sonstiges:
Diese Pflanze verfügt über eine für Cryptocorynen untypische Fortpflanzungsmethode. An den Blattachseln der älteren Blätter entwickeln sich Knospen, aus denen Jungpflanzen hervorgehen, wenn das Blatt zusammen mit der Knospe abgetrennt und auf ein nasses Substrat gelegt wird.
Die Pflanze wurde zum ersten Mal im August 1862 in Malaysia gesammelt. 1888 wurde sie ein zweites Mal an der gleichen Stelle gefunden. Im Juli 1940 wurde sie an einer anderen Stelle, im Gunong Bongsu-Waldreservat, etwa 60 km weiter nördlich gesammelt. 1985 fanden J. Bogner und N. Jacobsen (1986 a und 1985 b) am Typusstandort ein Erholungsgebiet mit Golfplätzen und Parks vor. Die Cryptocoryne war verschwunden. Im Gunong Bongsu-Waldreservat wuchsen die Pflanzen aber emers und submers. Die emersen Exemplare blühten (August). Unter Wasser standen sie zusammen mit Barclaya motleyi.
Die Wasserwerte an diesem Fundort wurden mit 28 °C, 0 °dGH und pH 5,0 bestimmt. Die Standorte waren schattig. 
Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 34.
In emerser Kultur mit Buchenlauberde und Sand wächst die Art stabil und blüht regelmäßig. Die Vermehrung über die Adventivpflanzen aus den Blattachseln ist einfach.

Diploider Chromosomensatz: 2 n = 34 (de Wit 1990, S. 148)

Blüte von Cryptocoryne elliptica

Jungpflanzen von aus den Knospen 
der Blattachseln

Blütenstand von C. elliptica, vollständig
aufgeschnitten: 

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Cryptocoryne ferruginea ENGLER 1879

Synonyme:
C. pontederifolia subsp. sarawacensis RATAJ 1975
C. sarawacensis JACOBSEN

Herkunft:
Nordwest Borneo (Sarawak: zwischen Bau und Kutching)

Aussehen: 
Die Pflanzen werden bis zu 20 cm hoch. Der Blattstiel hat an der Basis eine Blattscheide. Die mittel- bis dunkel grüne Spreite ist etwa 4 bis 10 cm lang. Verschiedene Fundortvarianten sind recht unterschiedlich in der Größe. Einige Formen können auf der Oberseite Marmorierungen / Streifenmuster aufweisen. Die Blätter sind fleischig, in der Form eiförmig mit spitzer Spitze. Manchmal ist der Blattrand leicht gewellt. Die Basis ist gestutzt bis herzförmig. Die Blattunterseite ist mit filzigen, rotbraunen Haaren bedeckt. Die etwa 5 bis 7 cm lange Spatha des Blütenstandes ist fast ganz verschlossen. Nur ein schmaler Spalt ist frei. Der dünnwandige, tonnenförmige Kessel ist innen dunkel rot und nicht durch eine Einschnürung von einer Röhre abgesetzt. Stattdessen geht die Spatha direkt oberhalb der roten Verschlussklappe in eine aufrechte, eingerollte Fahne über. Eine ausgeprägte Spathaspreite gibt es nicht. Männliche und weibliche Blüten sind sehr klein. Etwa 40 Staubblätter hat jede Blüte und 5 bis 6 Fruchtblätter. Die Narben sind auf einem kurzen Griffel. Sie sind elliptisch und behaart (de Wit 1990, S. 191-192)
 

Sonstiges:
Die Art wurde 1865 von Beccari entdeckt und daraufhin von Engler beschrieben. Erst 1966 wurde die Pflanze von H. Ong aus Kutching wiederentdeckt. Die Art wurde noch nicht oft gesammelt und befindet sich nur in der Kultur einiger weniger Experten. Teilweise wird sie wegen der ähnlichen Blätter mit C. pontederiifolia verwechselt. Weil bei den ersten importierten Pflanzen die Blütenstände fehlten wurden sie zunächst für C. pontederiifolia (DE WIT 1971 a) gehalten und dann als Unterart eingestuft (RATAJ 1975). Nachdem zum ersten Mal Blütenstände von C. pontederiifolia gefunden worden waren, wurden die Pflanzen unter dem Namen C. sarawacensis JACOBSEN als eigene Art angesehen.

Habitat:
In der Natur wächst die Pflanze sowohl unter als auch über Wasser. Die Pflanzen kommen in geezeitenbeeinflussten Gewässern vor. Das bedeutet nicht, dass sie in Brackwasser stehen, weil bei Hochwasser auch das reine Süßwasser der Flüsse gestaut wird. Das kann auch noch 50 km oder mehr im Landesinnere der Fall sein. Die Pflanzen kommen oft etwas weiter flussaufwärts vor als C. ciliata und C. lingua, können aber auch mit beiden zusammen wachsen (JACOBSEN 1980, 1990)
Es besteht eine nahe Verwandtschaft zu C. fusca. Teilweise gab es Bestrebungen die Arten zusammen zu fassen. Sie haben beide bei gut entwickelten Exemplaren eine mehr oder weniger dichte Behaarung auf der Blattunterseite. 

Diploider Chromosomensatz: 2 n = 34 (de Wit 1990, S. 148)
 

Zur Kultur:
Über Wasser lässt sich die Art gut in einer Mischung aus Sand, Torf oder Buchenlauberde gut kultivieren. Sie wächst allerdings langsam. Unter Wasser lässt sie sich nicht über längere Zeit kultivieren. Ob die Ursache ungeeigneter Boden oder fehlende Wechsel der Wasserstandshöhe ist, lässt sich nur vermuten.

C. ferruginea an einem Naturstandort
auf schattigem Waldboden.

Resttümpel mit C. ferruginea 
auf Borneo (Sarawak)

Die Pflanzen wachsen an den Rändern
und tauchen bei sinkendem
Wasserstand immer mehr aus dem 
Wasser auf. 

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Cryptocoryne fusca DE WIT 1970

Synonyme:
-

Herkunft:
Borneo (West-Kalimantan)

Aussehen:
Der Blattstiel hat eine kurze breite Scheide an der Basis. Die Blattspreite ist eiförmig, unregelmäßig bullös und leicht gewellt. Sie ist etwa 5-12 cm lang und 5-7 cm breit. Die Blattoberseite ist mittel grün bis bronzefarben, die Unterseite ist rost-rot und mit 0,1 mm kurzen Haaren besetzt. Die Blattbasis ist herzförmig und die Spitze stumpf. Die Spatha ist bis 10 cm lang und nur an der Spitze gedreht. Der Rand der Spatha kann weißlich sein. Eine ausgeprägte Röhre gibt es nicht. Der Kessel und die Fahne gehen in einander über und sind beide purpurn bis kastanienbraun. Der Kessel ist oberhalb der Mitte etwas eingeschnürt. Die Innenseite des etwa 6 bis 9 cm langen Fahnenteils der Spatha ist purpurfarben und warzig. Im männlichen Teil sind 24 bis 32 Staubblätter. Im unteren, weiblichen Teil stehen 5 bis 7 Fruchtknoten. Die Griffel sind kurz, dick und gerillt. Die Narben sind rund, mit eingesenktem Zentrum. Der obere Rand ist oft nach hinten gebogen (DE WIT 1990).

Temperatur:      k.A.

pH-Wert:          k.A

Härte:               k.A.

Licht:                k.A. 

Sonstiges:
Bis 1970 wurde die Art für eine Fundortvariante von C. longicauda gehalten. Nachdem sie in Kultur zur Blüte gebracht werden konnte, wurde sie als neue Art beschrieben. 
Im Aquarium ist die Kultur nicht einfach, aber wohl möglich. 

Diploider Chromosomensatz: 2 n = 34 (de Wit 1990, S. 148)

Submerse C. fusca am natürlichen
Standort auf Borneo.

Standort von C. fusca
auf Borneo (Kalimantan).
Die Pflanzenbestände sind die
grünen Schattierungen im Wasser.

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Hudoros Wasserkelch
Cryptocoryne hudoroi BOGNER & JACOBSEN 1985

Synonyme:
-

Herkunft:
Borneo (Kalimantan, nördlich von Banjarmasin)

Aussehen: 
Die Pflanze gedeiht nur unter Wasser gut. Sie wird etwa 30 cm hoch. Die Blätter sind 10 bis 16 cm lang gestielt und haben lanzettliche, bullose Spreiten. Diese sind bis etwa 12 bis 20 cm lang und 3 bis 4 cm breit. Die Blattoberseite ist grün und dunkler als die Blattunterseite. Diese kann auch bräunlich sein. Die Spatha der Blüte ist blaßgelb bis dunkelrot, mehrfach spiralig gedreht und warzig. Der Schlund ist gelblich mit purpurnen Punkten. 

Temperatur:      18-30 °C

pH-Wert:          5,5-7,5

Härte:               2-12 °KH

Licht:                mittel

Sonstiges:
Die Pflanzen benötigen einen nährstoffreichen (schlammigen) Bodengrund. Sie bildet reichlich Ausläufer, wenn sie sich etabliert hat. Sie wird nicht gerne umgepflanzt, erholt sich aber schneller als zum Beispiel Cryptocoryne affinis
Eine emerse Kultur ist nur bei hoher Luftfeuchtigkeit möglich. Das Substrat sollte nicht zu sauer sein. Blüten werden selten gebildet.
Die Pflanze ist im Handel nicht zu bekommen.

Diploider Chromosomensatz: 2 n = 20 (Quelle)

Submerse Form von C. hudoroi.

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Cryptocoryne keei N. JACOBSEN 1982 b

Synonyme:
-

Herkunft:
Borneo (West Sarawak)

Aussehen: 
Die Blattspreiten sind bis zu 10 cm lang. Die Blätter sind meist grün, weisen manchmal Marmorierungen oder braune Punkte auf, in Kultur sind sie manchmal ganz braun. Die Spatha ist zwischen 5 und 8 cm lang. Sie hat im Schlund feine rote Punkte. Die Oberfläche ist rau. Der Kessel ist weiß. 

Temperatur:      22-26 °C

pH-Wert:          5,0-7,2

Härte:               2-12 °KH

Licht:                mittel bis viel

Sonstiges:
Die Pflanze lässt sich gut unter Wasser kultivieren. In der Überwasserkultur macht sie jedoch einige Schwierigkeiten und ist deswegen schwer zum Blühen zu bringen.
Experten vermuten, dass diese Art lange als Cryptocoryne bullosa in Kultur war. Sie wurde immer wieder einmal importiert und gepflegt. 1968 wurde Cryptocoryne bullosa beschrieben und anderen, ähnlichen Pflanzen, von deren Standort keine Blütenstände bekannt waren, wurden dieser Art zugeordnet. Dann zeigte sich, dass die Chromosomenzahl nur 2 n = 20 betrug und nicht wie bei C. bullosa 2n = 34 (Arends et. al. 1982). Erst danach wurde ein Blütenstand gesammelt, die Art neu beschrieben und nach Henry Ong Kee Chuan, einem Pflanzensammler und Händler aus Sarawak, benannt (N. JACOBSEN 1982). 
Diploider Chromosomensatz: 2 n = 20 (de Wit 1990, S. 148)

Submerse C. keei am Naturstandort
auf Borneo (Sarawak).

Naturstandort von C. keei auf Borneo.

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Zungen-Wasserkelch
Cryptocoryne lingua BECCARI ex ENGLER 1879

Synonyme:
Cryptocoryne spathulata ENGLER

Herkunft:
Borneo (Sarawak)

Aussehen: 
Die Pflanzen werden zwischen 8 und 15 cm hoch. Der Blattstiel ist 4 bis 10 cm lang. Die hellgrüne Spreite ist spatelig, 2 bis 7 cm lang und 1 bis 3,5 cm breit. Die Blätter sind fleischig und ihre Oberfläche ist wachsig glatt. Die Spatha ist 8 bis 15 cm lang. Davon entfallen auf die Röhre bis zu 8 cm. Die Spathaspreite ist etwa 3 bis 5 cm lang und hat eine mehr oder weniger lange Fahne. Der obere Bereich der Spathaspreite und die Fahne sind purpurn, der Schlund ist gelb mit roten Punkten. Kein Kragen.

Temperatur:      18-30 °C

pH-Wert:          5,5-7,5

Härte:               2-12 °KH

Licht:                mittel

Sonstiges:
Die Pflanzen wachsen am Naturstandort in Süßwasserbereichen, die durch Rückstau den Gezeiten ausgesetzt sind. Dadurch werden die Pflanzen zweimal täglich überflutet. Sie wachsen aber nicht dauerhaft submers und eignen sich nicht für die Aquarienkultur.

Diploider Chromosomensatz: 2 n = 36 (de Wit 1990, S. 148)

emerse Form von C. lingua

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Kleiner Wasserkelch 
Cryptocoryne parva DE WIT 1970

Synonyme:
-

Herkunft:
Sri Lanka

Aussehen: 
Die Pflanze wird über Wasser etwa 5 cm hoch. Sie ist die kleinste bekannte Cryptocorynen-Art. Die Blätter haben 1 bis 6 cm lange Blattstiele und elliptische bis schmal lanzettliche, glatte, 1,5 bis 2,5 cm lange und 0,4 bis 0,8 cm breite Blattspreiten. Die Basis ist keilförmig. Unter Wasser bleibt sie etwas kleiner. 
Der Blütenstand ist etwa 2 bis 3 cm hoch. Der Kessel ist an der Basis weißlich. Röhre und Spatha sind dunkel rot-violett. Der Schlund ist fast schwarz. Die Spataspreite ist leicht warzig und durch einen Kragen (kleiner Wulst) vom Schlund abgesetzt.

Temperatur:      23-28 °C

pH-Wert:          5,5-7,5

Härte:               1-15 °KH

Licht:                mittel bis viel

Sonstiges:
Die Pflanze eignet sich gut für den Vordergrund. Sie bildet aber keinen dichten Rasen. Die Vermehrung durch Ausläuferbildung erfolgt sehr langsam.

Diploider Chromosomensatz: 2 n = 28 (de Wit 1990, S. 148)

C. parva eignet sich gut für den 
Vordergrund.

Blütenstand von Cryptocoryne parva

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Pontederiablättriger Wasserkelch
Cryptocoryne pontederiifolia SCHOTT 1863

Synonyme:
Cryptocoryne sulphurea DE WIT

Herkunft:
Sumatra, Borneo

Aussehen: 
Die Pflanzen werden über und unter Wasser etwa 15 bis 30 cm hoch. Die Blätter sind lang gestielt, lanzettlich bis herzförmig, teilweise etwas bullos, auf der Oberseite hellgrün und auf der Unterseite grünlich bis schwach rosa. Teilweise sind die Blätter mit einem silbrigen bis purpurnen Schimmer überzogen. Emerse und submerse Form unterscheiden sich wenig. Unter Wasser sind die Blätter dünner und weicher. 
Nachdem die Knospe sich geöffnet hat, bleibt die Spatha noch etwa 4 bis 6 Tage erhalten, danach verwelkt sie.

Temperatur:     22-28 °C

pH-Wert:          6,0-7,2

Härte:               2-12 °KH

Licht:                mittel (beschattet)

Sonstiges:
Die Vermehrung erfolgt durch Ausläufer. Die Art ist seit etwa 1970 als Aquarienpflanze bekannt.

Diploider Chromosomensatz: 2 n = 30 (de Wit 1990, S. 148)

Frucht von Cryptocoryne pontederiifolia

Die gelbliche Aderung an dieser emersen Pflanze 
war unter Wasser nicht stabil.
 

rechts: Blick in die geöffnete Spatha.
unten befinden sich die weiblichen Blüten
mit Griffel (rosa) und Narben (weißlich).
Oben sind die kleineren männlichen Blüten (weiß).
Dazwischen ist ein sehr dünner weißer Stiel.

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Wasserkelch
Cryptocoryne pygmaea MERRILL 1919

Synonyme:
-

Herkunft:
Philippinen

Aussehen: 
Über Wasser werden die Pflanzen etwa 5 bis 8 cm hoch. Unter Wasser können sie bis zu 25 cm hoch werden. Die Blätter sind in Form und Farbe variabel. Die Spreiten sind gewellt, lanzettlich bis schmal eiförmig. Sie sind über Wasser etwa 2 bis 7 cm lang und 1 bis 2,5 cm breit. Die Basis ist gestutzt. Die Farbe variiert von braun-grün bis bleifarben auf der Oberseite und braun-grün bis rötlich auf der Unterseite. Die Blattstiele werden 4 bis 7 cm lang. Auf der Oberseite ist eine breite Furche und an der Basis eine 1,5 bis 2,5 cm lange Blattscheide. Unter Wasser können die Pflanzen mehr als 20 cm hoch werden. 
Der Blütenstand hat eine 3 cm lange Spatha. Der Schlund ist gerunzelt und purpurfarben. Die Fahne ist ca. 1,5 cm lang und bleibt bis auf einen schmalen Spalt verschlossen. Die Röhre ist sehr kurz und stellt nicht mehr als eine Einschnürung zwischen Schlund und Kessel da. Die 6 Stempel tragen etwas unterhalb der Spitze, raue, in der Mitte vertiefte Narben. Es gibt zahlreiche Duftkörper. 25 bis 30 Staubblätter. 

Temperatur:     22-26 °C

pH-Wert:          6,0-8,0

Härte:               8 - 20 °KH

Licht:               mittel bis viel

Sonstiges:
Lange wurde vermutet, dass es sich bei der Art um ein Synonym von C. auriculata handelt. Erst erst 1970 wurde C. pygmaea in einer Lieferung C. aponogetifolia von den Philippinnen wieder entdeckt und nach Herbarmaterial aus dem Botanischen Garten in Kew identifiziert. Der Typ-Herbarbeleg in Manila war während des Zweiten Weltkrieges zerstört worden. Die genaue Herkunft der Pflanzen blieb bis 1982 bzw. 1999 unbekannt. Dann wurden mehrere Standorte auf West Mindanao und Palawan bekannt (Bastmeijer et al. 2000). Die Chromosomenzahl wurde mit 34 bestimmt und ist damit identisch mit der Chromosomenzahl der anderen philippinischen Arten.
Dieser Wasserkelch ist nicht besonders schwierig zu kultivieren. Anders als die meisten anderen Arten kommen die Pflanzen zusammen mit C. aponogetifolia aber in hartem Wasser vor. In der emersen Kultur im Gewächshaus wachsen sie unter den gleichen Bedingungen wie die Wendtii-Typen gut. 

Diploider Chromosomensatz: 2 n = 34 (de Wit 1990, S. 148)

Cryptocoryne pygmaea

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Schultzes Wasserkelch
Cryptocoryne schulzei DE WIT 1971

Synonyme:
-

Herkunft:
Malaiische Halbinsel

Aussehen: 
Die Blätter sind lanzettlich bis herzförmig, 4 bis 6 cm lang, 1,5 bis 4 cm breit, hell bis dunkelgrün, glänzend, zum Teil mit einem silbrigen bis violetten Glanz. Es ist ein unregelmäßiges Strich- und Punktmuster auf den Spreiten. Der Blütenstand ist bis 12 cm hoch. Die Spathaspreite ist gelb oder dunkelrot mit gelbem Rand. Es ist ein deutlicher Kragen zu sehen. Die Fahne ist kurz und nicht oder wenig gedreht. unter Wasser geht die Zeichnung verloren.

Temperatur:     22-26 °C

pH-Wert:          5,0-6,0

Härte:               2-8 °KH

Licht:               mittel bis viel

Sonstiges:
Diese Cryptocoryne ist selten und wurde bisher nicht oft gepflegt. Sie kommt in der Natur zusammen mit der sehr schwierigen Barclaya motleyi vor. An den Standorten ist das Wasser weich und sauer. Der Bodengrund ist schlammig und nährstoffreich. Die emerse Kultur in Buchenlauberde ist möglich, aber nicht einfach. Daher gibt es auch nur wenige Berichte (Paffrath 1993).
Die Art ist nach ihrem Entdecker J. Schulze aus Berlin benannt. Sie ist nicht im Handel.

Die einzelnen Blätter einer Pflanze können
unterschiedlich geformt und gefärbt sein.












Diploider Chromosomensatz: 2 n = 34 (de Wit 1990, S. 148)

Blüte von C. schulzei in Kultur (emers)

Blüten an einer submersen C. schulzei
am Standort in Kota Tingi (Malaysia)

Der Bach am  Standort in Kota Tingi 
führt nicht immer Wasser.

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Spiraliger Wasserkelch
Cryptocoryne spiralis (RETZIUS) FISCHER ex WYDLER 1830

Synonyme:
Arum spirale RETZIUS 1779
Cryptocoryne huegelii SCHOTT
Cryptocoryne  tortusa BLATTER & MCCANN

Herkunft:
Südliches Indien, Bangladesch

Aussehen: 
Die Art ist sehr variabel. Die Blattstiele sind 1 bis 37 cm lang. Die ganzrandige Spreite ist über Wasser linealisch, lanzettlich bis schmal elliptisch. Sie ist 10 bis 70 cm lang und 1 bis 5 cm breit. Unter Wasser sind die Blätter linealisch bis bandförmig, oft leicht gewellt, zwischen 20 und 40 cm lang und 0,7 bis 2 cm breit. Der Blütenstand ist wenig gedreht. Der Rand der Spatha ist gezähnt. Im Inneren des Schlundes sind deutliche querverlaufende Runzeln zu sehen. Eine ausgeprägte Spathaspreite fehlt. Die Fahne ist kurz. Kein Kragen.
Bei der Varietät V. spiralis var. spiralis istder Blütenstand 6,5 bis 12 cm hoch und violett, selten gelb. Die Blütenstände halten etwa 4 bis 5 Tage. Bei V. spiralis var. cognatoides wird er 15 bis 35 cm hoch, und violett, selten gelb und nur im unteren Bereich ist die Spatha gerunzelt. 

Temperatur:      22-28 °C

pH-Wert:          5,0-7,5

Härte:               2-20 °KH

Licht:                mittel bis viel

Sonstiges:
Im Handel findet man die Varietät spiralis. Sie lässt sich problemlos über und unter Wasser kultivieren. 
Die Pflanzen vermehren sich durch Ausläufer. Die Varietät cognatoides ist nicht im Handel. 

triploider Chromosomensatz: 3 n = 33 (auch Formen mit 66, 88, 90 und mehr als 130 Chromosomen) (de Wit 1990, S. 148)
 

Blätter von C. spiralis var. spiralis

Unter Wasser sind die Blatterränder
etwas gewellt.

Blüte von C. spiralis var. spiralis

Hier sind die Runzeln im Inneren der
Spatha deutlich zu sehen.

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Cryptocoryne striolata ENGLER 1879

Synonyme:
C. gracilis
C. ongii

Herkunft:
Borneo

Aussehen: 
Form und Farbe der Blätter sind sehr variabel, so dass eine Identifikation ohne Blütenstand nahezu unmöglich ist. Die Blätter können glatt und grün bis sehr dunkel (fast schwarz) und bullos sein. Auch Marmorierungen kommen vor. Abhängig von den Kulturbedingungen ändern sich die Blätter an den Pflanzen individuell. Die schlanke Spatha ist im Schlund schwarz oder dunkelrot. Im unteren Bereich sind manchmal rote Punkte. Ein Kragen fehlt. Die schmale Spathaspreite ist glatt, weißlich, gelb bis dunkel rot und läuft in eine wenig gedrehte Fahne aus.

Temperatur:      22-26 °C

pH-Wert:          5,0-7,2

Härte:               2-12 °KH

Licht:                mittel bis viel

Sonstiges:
Die Art ist auf Borneo weit verbreitet und wird oft importiert. Es ist aber nahezu unmöglich die Pflanzen im Aquarium zu kultivieren. Selbst in der emersen Kultur ist sie schwierig (The Crypts pages). 

Diploider Chromosomensatz: 2 n = 20 (de Wit 1990, S. 148)

Standort in einem kleinen Bach.

Die Pflanzen wachsen unter Wasser und 
strecken ihre Blütenstände bis
zur Wasseroberfläche.

Submerse Pflanze von C. striolata mit Blütenstand (rechts vergrößerter Ausschnitt).

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Ueno´s Wasserkelch
Cryptocoryne uenoi SASAKI 2002

Synonyme:
-

Herkunft:
Borneo (Sarawak)

Aussehen: 
Die Pflanzen haben unregelmäßi bullose Blattspreiten. Diese sind bis zu 12 cm lang und 4 cm breit, grün bis braun und haben teilweise eine dunklere Strichzeichnung. Sie sind lanzettlich und kurz gestielt. Die Basis ist herzförmig und die Spitze ist spitz. Der Kragen der Spatha ist sehr unauffällig. Der innere Rand ist gezähnt (siehe C. spiralis).Der Kessel ist innen weißlich. Die männlichen Blüten haben einen braunen Rand (Quelle)

Temperatur:      22-26 °C

pH-Wert:          5,0-7,2

Härte:               2-12 °KH

Licht:                mittel bis viel

Sonstiges:
Die Pflanzen wurden 2002 von Yuji Sasaki (Japan) süd westlich von Simmangan (Borneo) gesammelt. Nach seinen Angaben sollen diese Pflanzen bereits ein Jahr zuvor von Mr. Ueno (Japan) gefunden worden sein. Nach Letzterem ist die Art deshalb benannt. Ursprünglich wurde sie für eine Fundortvariante von Cryptocoryne keei gehalten. 
Im Jahr 2002 war der Wasserstand an dem Fundort ungewöhnlich niedrig und Sasaki fand blühende Pflanzen, die er dann als neue Art beschreiben konnte. 

Die Art ist schwer zu kultivieren. Daher war bisher auch keine Chromosomenzählung möglich. 

Submerse C. uenoi vom Naturstandort.

Standort von C. uenoi auf Borneo

Die Pflanzen sind als dunkle 
Schatten im Wasser sichtbar.

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Gewellter Wasserkelch
Cryptocoryne undulata WENDT 1954

Synonyme:
Cryptocoryne willisii BAUM
Cryptocoryxne axelrodii RATAJ

Herkunft:
Sri Lanka

Aussehen:
Die Pflanzen werden schnell bis zu 25 cm hoch. Die Blattspreiten sind lanzettlich,  4 bis 15 cm lang und 1 bis 3 cm breit. Über Wasser sind die Blätter grün mit rötlichen Blattstielen und Nerven. Die Basis ist gestutzt. Unter Wasser variiert die Farbe von grün bis dunkelbraun. Oft ist eine federartige Zeichnung sichtbar. Die Blätter sind unter Wasser schmaler. Die Basis ist dann keilförmig.
Die Spathaspreite ist glatt und variiert in der Farbe von grünlich über gelb bis zu orange-braun. Die Fahne ist mehr oder weniger lang und mehr oder weniger stark gedreht. Unterhalb des Kragens ist der Schlund meist etwas gelblich. Die Innenseiten der Röhre und des Kessels sind weiß. Die Außenseite ist weiß oder hat rote Linien und/oder Punkte, die den Bereich des Kessels oder auch die gesamte Spatha überziehen können.

Temperatur:      22-28 °C

pH-Wert:          6,0-7,5

Härte:               2-15 °KH

Licht:                mittel bis viel

Sonstiges:
Die Art lässt sich problemlos über und unter Wasser kultivieren. 
Die triploide Form lässt sich nur an hand der Blüte identifizieren, weil sie vom Habitus zwischen C. beckettii und C. walkeri liegt (The crypts pages).

Diploider Chromosomensatz: 2 n = 28, triploider Chromosoemensatz 2 n = 42 (de Wit 1990, S. 148)

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Riesen-Wasserkelch
Cryptocoryne usteriana ENGLER 1916

Synonyme:
Cryptocoryne aponogetifolia MERRILL

Herkunft:
Philippinen (Guimaras)

Aussehen: 
Die Pflanzen werden etwa 70 cm hoch. Die Blätter sind gestielt, lanzettlich, etwa 40 cm lang und 6 cm breit. Die Blattoberseite ist hell bis dunkelgrün, die Unterseite grün bis rot-violett. Die Spreiten sind stark bullös. Die Spathaspreite ist gelb oder gelb-rot mit Warzen im Randbereich. Die Fahne ist gedreht. Kein Kragen. Die Innenseite der Röhre ist weiß. Abhängig vom Wasserstand streckt sich die Röhre auf bis zu 30 cm.

Temperatur:     22-30 °C

pH-Wert:          6,0-8,0

Härte:               10 und mehr°KH

Licht:                mittel 

Sonstiges:
Der Name wurde früher synonym für Cryptocoryne aponogetifolia verwendet, weil die Artbestimmung aus Grund unzureichender Beschreibungen und Herbarbelege nicht eindeutig möglich war. 1983 sammelte Josef Bogner die Pflanzen im Bigo River auf der Philippinen-Insel Guimaras.
Die Pflanzen benötigen hartes Wasser. Sie eignen sich gut zur Bepflanzung von Aquarien mit Ostafrikanischen Barschen. Die Pflanzen vertragen das harte Wasser gut und werden wegen der in ihren Blättern enthaltenen chemischen Abwehrstoffe nicht abgefressen.

Diploider Chromosomensatz: 2 n = 34 (de Wit 1990, S. 148)

Unterwasserblätter von C. usteriana

Blütenstand von C. usteriana

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Vietnam-Wasserkelch
Cryptocoryne vietnamensis HERTEL & MÜHLBERG 1994

Synonyme:
 

Herkunft:
Vietnam

Aussehen: 
Die Pflanzen haben etwa 3 bis 15 cm lange, aufrechte, rötlich grüne Blattstiele mit 2 bis 8 cm langen, rötlich grünen Blattscheiden. Die lanzettlichen Spreiten haben eine leicht herzförmige Basis und sind etwa 4 bis 14 cm lang und 1,5 bis 5 cm breit. Sie sind rein grün, teilweise am Rand etwas gekräuselt. Die Blattunterseite ist heller. Die Pflanzen bilden Ausläufer. Vor der Blüte werden auffällige Niederblätter gebildet. Diese sind 2,5 bis 9 cm lang und grünlich rot-braun.
Die Blütenspatha ist 3,5 bis 4 cm lang. Der Kessel ist ca. 1 cm lang und innen und außen weiß. Die Röhre ist ebenfalls etwa 1 cm lang. Außen ist sie weiß, innen weist sie eine rote Färbung auf. Die Spathaspreite ist bis etwa 2 cm lang. Oben schließt sie in einer langen Spitze ab. Die Spathaspreite ist aufrecht oder schräg über den Schlund geklappt. Sie ist innen purpur bis schwarz, an der Außenseite grau-grün. Ohne Kragen. Die 5 bis 6 weiblichen Blüten sind weiß mit wenigen rötlichen Punkten. Die Narben sind rundlich. 
 

Temperatur:      22-28 °C

pH-Wert:          6,0-7,5

Härte:               2-15 °KH

Licht:                mittel bis viel

Sonstiges:
Die Pflanzen sind über Wasser nicht schwierig zu kultivieren. In der Natur wachsen sie auch unter Wasser. Über eine Eignung für das Aquarium ist nichts bekannt. 
Dieser Wasserkelch wurde 1927 entdeckt und nach der Erstbeschreibung von C. annamica (1991) zunächst dieser Art zugeordnet. 1991 gelang es den Original-Fundort wieder zu finden und von dort Pflanzen nach Europa zu bringen. Im Frühjahr 1992 und 1993 blühten diese Pflanzen. Sie unterschieden sich in der Blütenfarbe und -form deutlich von C. annamica und wurden darum 1994 als eigene Art beschrieben (Hertel & Mühlberg 1994).

Chromosomenzahl 2 n = 34.

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Walkers Wasserkelch
Cryptocoryne walkeri SCHOTT 1857

Synonyme:
Cryptocoryen lutea ALSTON
Cryptocoryne legroi DE WIT
Cryptocoryen walkeri var. lutea RATAJ
Cryptocoryen walkeri var. legroi RATAJ

Herkunft:
Sri Lanka

Aussehen: 
Es gibt mindestens drei Formen dieser Art im Handel. Als C. walkeri werden Pflanzen verkauft deren dunkel grünen, kurz gestielten Blätter über Wasser etwa 3 cm lange und 1,5 cm breite, elliptische Spreiten haben. Diese Blätter liegen oft flach am Boden oder sind nur wenig erhoben. Wenn diese Pflanzen älter werden, wachsen die neuen Blätter senkrecht in die Höhe, werden schmal lanzettlich, steif und bekommen einen silbrig purpurnen Glanz. Dann sehen sie aus wie die als C. lutea gehandelte Form. Diese hat die schmalen, steifen, bis etwa 8 cm langen und 1 bis 1,5 cm breiten Blattspreiten aber bereits von Anfang an. Als Cryptocoryne legroi findet man im Handel eine kleine bronzefarbene Pflanze. 

Temperatur:      22-28 °C

pH-Wert:          6,0-7,5

Härte:               5-18 °KH

Licht:                mittel bis viel

Sonstiges:
Alle Formen eignen sich gut für die Kultur unter Wasser. Sie wachsen aber etwas langsamer als die Formen von C. wendtii.


Cryptocoryne walkeri ´legroi´, ´lutea´ und walkeri ´braun´

Diploider Chromosomensatz: 2 n = 28, triploider Chromosomensatz 3 n = 42 (de Wit 1990, S. 148)

Die Blüte von Cryptocoryne walkeri
(hier die Form C. lutea) ist grünlich gelb.

Bei der Form C. walkeri ´braun´ haben 
die Blätter über und unter Wasser einen 
violetten Schimmer.

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Wendts Wasserkelch
Cryptocoryne wendtii DE WIT 1958
 

Synonyme:
Cryptocoryne wendtii var. wendtii
Cryptocoryne wendtii var. jahnelli
Cryptocoryne wendtii var. krauteri
Cryptocoryne wendtii var. nana
Cryptocoryne wendtii var. rubella

Herkunft:
Asien

Aussehen: 
Die Pflanzen sind zwischen 3 und 15 cm hoch. Abhängig von der Varietät grün bis braun und mehr oder weniger stark gewellt oder genoppt (bullös). Teilweise sind federartige Zeichnungen sichtbar. Die Farbe der Blattstiele und Hauptnerven können heller oder dunkler als die Spreite sein. Teilweise sind sie rötlich. Je nach Varietät werden die Pflanzen unter Wasser zwischen 10 und 30 cm hoch. Die Eignung für den Vorder- oder Mittelgrund zeigt sich meist erst nach der Umstellung. Die Blattfarbe variiert submers zwischen hellem Grün und dunklem Braun. Die grünen Formen sind generell weniger Lichtbedürftig. Bräunliche Formen werden grüner, wenn sie nicht ausreichend Licht bekommen. 

Temperatur:      22-30 °C

pH-Wert:          5,5-7,5

Härte:               2-18 °KH

Licht:                mittel bis viel (abhängig von der Varietät)

Sonstiges:
Die Vermehrung durch Ausläufer. Die Art ist eine gute Aquarienpflanze, die weniger anfällig ist als andere Cryptocorynen. Sie eignet  sich darum auch für Anfängeraquarien.  Monatlich bildet die Pflanze etwa 2 bis 3 neue Blätter. 
Es gibt verschieden Varietäten. Einige davon sind unter Sortennamen im Handel erhältlich. 

´Tropica´:
emers breit, stark bullös, braun; submers schmaler, gewellt mit rötlicher Unterseite
´Mi Oya´:
emers breit, leicht bullös, olivgrün; submers schmal, gewellt dunkel grün, mit violetter Blattunterseite 
´Blickfang´:
emers breit, leicht bullös, olivgrün; submers Blattstiele 8 bis 14 cm, Spreite 5 bis 13,5 cm lang und 1,5 bis 3 cm breit, dunkel grün, gewellt, Blattunterseite intensiv rot
´Narrow´:
emers schmal, grüne; submers sehr schmal, lang, grün
´Indonesii´
emers breite, braun mit federartiger Zeichnung
´Flamingo´
rosafarben mit grünlicher Mittelrippe und teilweise mit Aufhellungen in den Interkostalen

ganz links: ´MiOya´, rechts dahinter submerse Form,
im Vordergrund links ´Tropica´, rechts dahinter submerse Form,
hell grüne Pflanze: ´Narrow´, dahinter submerse Form,
rechts: ´Indonesii´, dahinter submerse Form







Dieser Wasserkelch blüht manchmal unter Wasser. Da unter Wasser keine bestäubung stattfinden kann, bleibt die Spatha dabei geschlossen. Es ist unklar, warum die Pflanzen die Blütenstände ausbilden.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Diploider Chromosomensatz: 2 n = 28, triploider Chromosomensatz 3 n = 42 (de Wit 1990, S. 148)

Blüte von Cryptocoryne wendtii (grün)

Blüte von C. wendtii ´Indonesii´

Bei der Umstellung auf die 
Unterwasserkultur verändern sich die 
Pflanzen zum Teil sehr 
stark (hier ´Blickfang´).

´Flamingo´ ist eine Neuheit 
der Interzoo 2008

verschieden Typen von Cryptocoryne wendtii, links  submerse Form, rechts emerse Form
(Ausnahme: unten links, dort beide submers)


submers schmal und grün 
emers breit und grün

submers schmal und grün mit rotem Mittelnerv 
emers breit und grün


submers schmal und grün
emers breit und grün mit rotem Blattstiel

submers schmal und bräunlich oliv
emers breit und grün

submers schmal und braun
emers breit und braun 

submers schmal und bräunlich oliv
emers breit und olivgrün

 

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Roter Wasserkelch
Cryptocoryne x purpurea RIDLEY 1902

Synonyme:
Cryptocoryne griffithii HOOKER
Cryptocoryen aquatica J.J. HOEDEMANN

Herkunft:
Malaiische Halbinsel

Aussehen: 
Die Blattspreiten sind eiförmig bis elliptisch, an der Basis abgerundet, 5 bis 12 cm lang und 2 bis 4 cm breit. Die Blattoberseite ist dunkler grün als die Blattunterseite. Teilweise bräunlich oder rötlich. Der Blütenstand hat außenen einen weißen Kessel und eine weiße Röhre. Es ist kein Kragen sichtbar. Die Färbung geht vom Schlund in die Fahne von weiß, über gelb in orangerot über. 

Temperatur:      22-28 °C

pH-Wert:          5,0-6,0

Härte:               2-18 °KH

Licht:                mittel 

Sonstiges:
Dieser Wasserkelch lässt sich recht gut in der Überwasserkultur halten und kommt auch zur Blüte. 
Die Pollen dieser Hybride sind steril. Die Eltern dieser Naturhybride sind unbekannt. Die Liuteratur zu diser Pflanze ist spärlich (Jacobsen 1987)
Sie wurde früher oft als Cryptocoryne griffithii eingeführt, dabei handelt es sich aber um eine andere, sehr schwer zu kultivierende Art. Keine von beiden ist im Handel zu bekommen. 

Diploider Chromosomensatz: 2 n = 34 (de Wit 1990, S. 148)

C. x purpurea in Buchenlauberde

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Willis´  oder Zwergwasserkelch 
Cryptocoryne x willisii REITZ 1908
 

Synonyme:
Cryptocoryne lucens DE WIT
Cryptocoryne nevillii

Herkunft:
Sri Lanka

Aussehen: 
Die Pflanzen werden über Wasser 10 bis 25 cm hoch. Die Blätter sind mittelgrün, lang gestielt und haben eine eiförmige bis lanzettliche, etwa 7 cm lange und 1,5 cm breite, glatte Spreite. Die Blattbasis ist gestutzt oder keilförmig. Unter Wasser sind die Pflanzen 10 bis 15 cm hoch. 

Temperatur:      23-28 °C

pH-Wert:          6,0-7,5

Härte:               1-15 °KH

Licht:                mittel bis viel

Sonstiges:
Die Pflanze ist relativ schnellwüchsig und bildet bereits nach wenigen Monaten dichte Bestände. 
Es handelt sich um eine Naturhybride, deren Eltern unbekannt sind. Sie ist auch unter den Namen C. lucens und C. nevillii im Handel. Während es Cryptocoryne nevillii als eigene Art gibt, die aber nicht im Handel erhältlich ist und sich nicht für die Kultur unter Wasser geeignet, ist Cryptocoryne lucens nur ein Synonym.
Der Name ist zu Ehren von C. J. Willis vergeben worden.

Normalerweise blühen nur ältere 
Pflanzen in der Überwasserkultur.

Diploider Chromosomensatz: 2 n = 28 (de Wit 1990, S. 148)

Diese "C. lucens" ist unter Wasser etwa
10 cm hoch. 

Diese Pflanze bildete bereits während der 
in-vitro Kultur eine Blütenknospe aus, 
was sehr ungewöhnlich ist.

 

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Internetquellen:

The Crypts Pages
 


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