Wasserkelche - Gattung Cryptocoryne

geschwungene Linie
Liste der bekannten Cryptocorynen-Arten
Cryptocoryne affinis
Cryptocoryne alba
Cryptocoryne albida
Cryptocoryne annamica
Cryptocoryne aponogetifolia
Cryptocoryne auriculata
Cryptocoryne bangkaensis
Cryptocoryne x batangkayanensis
Cryptocoryne beckettii
Cryptocoryne bogneri
Cryptocoryne bullosa
Cryptocoryne ciliata
Cryptocoryne cognata
Cryptocoryne consobrina
Cryptocoryne cordata
Cryptocoryne coronata
Cryptocoryne crispatula
Cryptocoryne cruddasiana
Cryptocoryne decus-silvae
Cryptocoryne dewitii
Cryptocoryne x edithiae
Cryptocoryne elliptica
Cryptocoryne ferruginea
Cryptocoryne fusca
Cryptocoryne griffithii
Cryptocoryne hudoroi
Cryptocoryne idei
Cryptocoryne x jacobsenii
Cryptocoryne keei
Cryptocoryne lingua
Cryptocoryne loeiensis
Cryptocoryne longicauda
Cryptocoryne matakensis
Cryptocoryne mekongenis
Cryptocoryne minima
Cryptocoryne moehlmannii
Cryptocoryne nevillii
Cryptocoryne noritoi
Cryptocoryne nurii
Cryptocoryne pallidinervia
Cryptocoryne parva
Cryptocoryne pontederiifolia
Cryptocoryne x purpurea
Cryptocoryne pygmaea
Cryptocoryne retrospiralis
Cryptocoryne schulzei
Cryptocoryne scurrilis
Cryptocoryne sivadasani
Cryptocoryne spiralis
Cryptocoryne striolata
Cryptocoryne thwaitesii
Cryptocoryne x timahensis
Cryptocoryne uenoi
Cryptocoryne undulata
Cryptocoryne usteriana
Cryptocoryne versteegii
Cryptocoryne vietnamensis
Cryptocoryne villosa
Cryptocoryne walkeri
Cryptocoryne waseri
Cryptocoryne wendtii
Cryptocoryne x willisii
Cryptocoryne yujii
Cryptocoryne zaidiana
Cryptocoryne zukalii


Cryptocorynen im Aquarium

Wasserkelche gibt es in allen Größen. Im Vordergrund C. beckttii, im Mittelgrund C. crispatula und im Hintergrund C. aponogetifolia.

Wasserkelche sind mehrjährige Sumpfpflanzen. Zur Gattung gehören aktuell 65 Arten im tropischen Asien.
Einige davon eignen sich als Aquarienpflanzen und werden regelmäßig im Handel angeboten. Überwiegend findet man Formen von Wendt´s Wasserkelch (C. wendtii), Walkers Wasserkelch (C. walkeri), dem gewellten Wasserkelche (Cryptocorne undulata), Beckett´s Wasserkelch (Cryptocoryne beckettii) und Willis Wasserkelch (C. willisii).
Diese Pflanzen sind in Farbe und Form recht variabel und verhältnismäßig anspruchslos in der Aquarienkultur. Ihre Vermehrung ist über in vitro-Kultur problemlos möglich, daher stehen sie sogar aus heimischer Produktion das ganze Jahr über zur Verfügung. Oft werden die Pflanzen aber von Farmen aus Asien importiert, weil dort die Produktion billiger ist.
Wasserkelche können in jedem Aquarium kultiviert werden. Es gibt kleine Arten, die gut im Vordergrund oder in Nanobecken wachsen können. Dazu gehören C. parva, C. willisii und C. walkeri. Mit WuchshÖhen von 10 bis 15 cm eignen sich C. beckettii, C. undulata und die meisten Formen von C. wendtii für den Mittelgrund in höheren Becken oder den Hintergrund in Nano-Aquarium. Andere Wasserkelche werden höher als 30 cm. Dazu gehören einige Formen von C. wendtii und C. affinis, C. crispatula-Typen, C. aponogetifolia und C. usteriana.
Die Blattformen, die Strukturen und Farben sind so unterschiedlich, dass man allein mit Wasserkelchen eine abwechslungsreiche Bepflanzung gestalten kann. Es gibt Cryptocorynen mit hellgrünen, olivgrünen, bräunlichen und kupferfarbenen Blättern. Oft sind die Blattunterseiten anders gefärbt als die Oberseiten. Sie sind heller oder dunkler, braun, rötlich oder kräftig purpurviolett. Manche Wasserkelche haben eine federartige Zeichnung oder farbig abgesetzt Blattadern. Manche Cryptocorynen haben glatte fleischige Blätter, bei anderen sind sie genoppt oder gewellt.
Allein mit den verschiedenen Typen von Wendt´s Wasserkelch oder den unterschiedlichen Formen von Cryptocoryne affinis, lassen sich abwechslungsreiche Becken gestalten.

Die meisten Cryptocorynen-Arten sind aber sehr selten und eignen sich auch nicht unbedingt für die Aquaristik. Selbst in botanischen Gärten findet man Cryptocorynen nicht oft. Viele Arten werden nur von Liebhabern gepflegt.

Die Geschichte der Cryptocorynenkultur

Bereits im 19. Jahrhundert wurden vereinzelt die ersten Cryptocorynen nach Europa gebracht und in Botanischen Gärten gepflegt. Ab etwa 1900 wurden die ersten auch von Zierfischzüchtern importiert und kultiviert.
1906 kamen zum ersten Mal C. undulata (Syn. C. willisii Baum ex Engler 1909) und C. cordata nach Deutschland. 1920 wurde eine "C. retrospiralis" eingeführt, bei der es sich wahrscheinlich um eine Form von C. crispatula handelte. 1931 kam C. undulata dazu. C. affinis wird 1936 unter dem Synonym C. haerteliana eingeführt. Im Augsburger Aquarienverein "Lotus" wurden 1938 in einem Vortrag sechs Arten vorgestellt, die damals im Handel gewesen sind: C. beckettii, C. purpurea (fälschlich als C. griffithii bezeichnet), C. cordata, eine große Form von C. x willisii (fälschlich als C. nevillii bezeichnet), C. undulata (fälschlich als C. willisii bezeichnet) und C. ciliata (Seleuthner 1938).

"Wie sehen aber solche Pflanzen aus, wenn sie zum Versand kommen? Meist sind die Blätter in Ordnung, aber die Wurzeln sind fast immer total abgeschnitten. Dieses sollten die Exportfirmen besser umgekehrt machen. Importpflanzen bzw. Wildpflanzen verlieren ihre Blätter ohnehin in kürzester Zeit, also können sie auch gleich - bis auf vielleicht zwei Stück - abgeschnitten werden. Sind die Wurzeln aber geblieben, werden die Pflanzen schon bald mit neuen Blättern austreiben."
MÖhlmann 1982 a

Zu der Zeit war die Kultur schwierig. Oft überlebten die Pflanzen wegen fehlender Heizung und Beleuchtung den Winter im Aquarium nicht. Bei 8 bis 12 °C verloren die Pflanzen ihre Blätter und trieben bei steigenden Temperaturen nicht immer wieder aus. Als Bodengrund wurde eine Mischung aus gesiebter Komposterde, Sand und Lehm (1:1:1) empfohlen.
1954 wird mit C. lutea erstmals eine Form von C. walkeri eingeführt. 1955 kommen "C. petchii" und C. longicauda (Syn. C. johorensis) dazu. 1956 wird C. crispatuala var. balansae importiert und 1958 dann C. wendtii und "C. blassii", die zu C. cordata var. siamensis gehört. 1962 gelangt zum ersten Mal C. aponogetifolia nach Europa, wird aber lange fälschlich als C. usteriana bezeichnet. 1971 wurde unter dem Namen C. pontederiifolia eine Pflanze eingeführt, die später als als C. ferruginea identifiziert wurde. 1974 kam dann auch die echte C. pontederiifolia in Kultur.
Obwohl inzwischen gut 70 Jahre vergangen waren und immer wieder neue Pflanzen in Kultur genommen worden sind, galten Cryptocorynen auch in den 1970ern noch als schwierige Pfleglinge. Zum Teil liegt das wohl daran, dass Importpflanzen oft in schlechter Verfassung in Europa ankamen und sich meist nicht mehr erholten. Manchmal wurden aber auch Arten eingeführt, die einfach nicht aquarientauglich waren. Die Bestimmung der Arten war ausgesprochen schwierig und die Nomenklatur nicht einheitlich.

"C. affinis wuchs in vielen Aquarien zwischen den beiden Weltkriegen wie Unkraut. Heute ist sie rar geworden."
Horst 1986

Auch wurden die technischen Neuerungen wie Kohlendioxiddüngung, Lampen mit besserer Lichtausbeute und spezielle Aquarienpflanzendünger von den Cryptocorynen nicht unbedingt dankbar angenommen. Technisches ZubehÖr ersetzt bei ihrer Pflege nicht Geduld und Fingerspitzegefühl. Arten, die bisher problemlos wuchsen, kamen mit stärkeren Lampen und neuen Filtern nicht zurecht.
Die Wasserkelche für den Handel wurden in großen Mengen von lokalen Sammlern aus der Natur entnommen. Sie behielten die Fundorte für sich, da sie ihre Einnahmequelle darstellten und sie Konkurrenz fürchteten. So kam es, dass mehrfach Pflanzen nach Europa gelangten, deren Naturstandorte bis heute unbekannt sind. Durch das Sammeln wurden einige Populationen ausgelÖscht.
Ab 1970 wurden zunehmend mehr Cryptocorynen in Gärtnereien in und um Singapur kultiviert. Zu dieser Zeit wurden auch die ersten Arten im Labor - in-vitro - vermehrt. Dadurch wurde das Angebot größer, die Verfügarkeit besser und die Preise sanken. Um 1980 lohnte sich der Handel mit Wasserpflanzen von Borneo für die Sammler nicht mehr (Horst 1982 b). Die Wege zu den Beständen wurden zu weit, so dass sich der Aufwand finanziell nicht mehr lohnte.



Systematik

"Die ersten vier Arten wurden in den Jahren 1906/08 als lebende Rhizome von der Großgärtnerei Henkel, Darmstadt, eingeführt. Bei den folgenden Beschreibungen der Pflanzen in unseren und gärtnerischen Fachzeitschriften wurden leider gleich zu Anfang zwei Arten mit einander verwechselt. Neue Verwechslungen entstanden im Ausland, so dass es seit Jahrzehnten kaum eine Cryptocoryne-Art gibt, die in allen Ländern den gleichen wissenschaftlichen Namen trägt. Das ist nicht nur bei den Aquarienliebhabern so, sondern auch in botanischen Gärten ist die Namensgebung uneinheitlich."
Wendt 1952-1956
"Die Nomenklaturprobleme bei Cryptocorynen sind enorm, bisweilen wissenschaftlich nicht entwirrbar. Viele Arten wurden früher auf Grund von wenigem Herbariummaterial beschrieben, wobei manchmal wichtige Unterscheidungsmerkmale nicht mehr vorhanden waren."
De Wit 1990

Die Wasserkelche gehören zu den Aronstabgewächsen (Aracea). Charakteristisch für Pflanzen dieser Familie ist das Hochblatt (Spatha), das den Kolben mit den männlichen und weiblichen Blüten umgibt. Der Gattungsname Cryptocoryne leitet sich von den griechischen Begriffen kryptós (verborgen) und korýne (Kolben) ab und bezieht sich darauf, dass die Blüten von der Spatha umgeben und darum von außen nicht sichtbar sind. Die Gattung Cryptocoryne Fischer wurde 1828 zum ersten Mal von Reichenbach erwähnt und bei Wydler 1830 ausführlich beschrieben. Typusart war Cryptocoryne spiralis (Syn. Arum spirale).
Engler führt im Jahr 1920 bereits 38 Cryptocorynen-Arten auf. Darunter waren aber auch Taxa die heute zu Lagenandra gestellt werden und zahlreiche Synonyme. Fast alle eingeführten Arten wurden unter falschen Namen in Kultur genommen, weil eine Bestimmung früher sehr schwer war. In den letzten 30 Jahren hat sich auf dem Gebiet aber viel getan. Es wurden sehr viele Cryptocorynen an Naturstandorten untersucht und ihre Variationsbreite innerhalb von Populationen und zwischen verschiedenen Populationen einer Art festgestellt. Chromosomen wurden gezählt und Pollenanalysen durchgeführt. Durch gezilete Kreuzungen konnte Niels Jacobsen die Elternarten der Naturhybriden identifizieren. Einige davon wurden in den vergangenen Jahren als neue Arten oder Unterarten beschrieben. Im Moment sind 65 Arten bekannt und es werden jedes Jahr neue Cryptocorynen gefunden.

Stamm Planta (Pflanzen)
Abteilung Spermatophyta (Samenpflanzen)
Unterabteilung Angiospermae (Bedecksamer)
Klasse Monocotyledoneae (Einkeimblättrige)
Unterklasse Arecidae (Palmenähnliche)
Ordnung Arales (Aronstabartige)
Familie Araceae (Aronstabgewächse)
Gattungen Cryptocoryne (Wasserkelche)

Heute sprechen Systematiker lieber von einem Taxon als von einer Art. Ein Taxon ist eine biologische Einheit, die sich in mindestens einem Merkmalen stabil von allen anderen bekannten unterscheidet. Dabei ist es ohne Bedeutung ob das Taxon als Art, Unterart oder Hybride definiert wird. Das Ziel der Systematik ist das Aufstellen eines Stammbaumes der die wirklichen Verwandtschaftsverhältnisse der Pflanzen darstellt. Das ist nur an Hand von morphologischen Merkmalen jedoch nicht möglich. Es ist seit Langem bekannt, dass äußerliche ähnlichkeiten nicht unbedingt auf eine nahe Verwandtschaft von Lebewesen hindeuten müssen. Umgekehrt müssen deutliche äußerliche Unterschiede nicht unbedingt genetisch bedingt sein. äußere Einflüsse wirken während der Embryonalentwicklung auf die Genaktivierung und die damit verbundenen Entwicklung der Gestalt (Morphogenese). Auch ist es nicht leicht neu gefundene Pflanzen alten Beschreibungen zuzuordnen. Die alten, auf Latein verfassten Erstbeschreibungen enthalten oft keine Bilder. Selten gibt es Strichzeichnungen und die sind oft nach Herbarmaterial angefertigt, ohne dass der Zeichner die lebenden Pflanzen je gesehen hat. Farbeindrücke richtig wiederzugeben, so dass sie auch nach der Übersetzung aus dem lateinischen oder englischen noch zutreffend sind ist nahezu unmöglich. Die Vorstellungen von "rot", "violett" und "purpurn" oder "purple" sind doch sehr subjektiv. Die Pflanzen aus Herbarbelegen sind schwer zu beurteilen. Die natürlichen Farben gehen verloren und übergänge verlaufen. Bei getrockneten C. elliptica geht zum Beispiel die dunkle Färbung des Schlundrings auf die Spathaspreite und die Röhre über. Die bei den lebenden Pflanzen deutlich abgegrenzten Farbzonen verschwinden dabei (Bogner & Jacobsen 1986).
Die tatsächlichen ArtzugehÖrigkeiten und Verwandtschaftsverhältnisse lassen sich nur durch Genanalysen feststellen. Solche Untersuchungen kann man auch an Herbarmaterial machen und so das gesamte jemals gesammelte Material einordnen. Ziel der Genanalysen ist es durch Vergleiche von Unterschiede in der Erbsubstanz Stammbäume zu erstellen. Je mehr Abweichungen zwischen zwei Populationen zu finden sind, desto länger haben sie sich unabhängig von einander entwickelt. Da nicht das gesamte Genom untersucht werden kann, besteht das Grundproblem darin die Genabschnitte zu finden, in denen sich Arten unterscheiden. Bei den Cryptocorynen wurden zwei unterschiedliche Ansätze probiert.
Die Untersuchung der internal transcribe spacer der nuklearen ribosomalen DNA (ITS der nrDNA) führte zu keinen guten Ergebnissen. Die C. crispatula-Gruppe lässt sich gut von den übrigen Cryptocorynen abgrenzen und auch die Pflanzen von Sri Lanka bilden eine gut definierte Gruppe. Für eine Unterscheidung von Arten eignen sich diese Verfahren aber nicht. Die Unterschiede sind in diesen Genabschnitte zu gering. (Othman et al. 2009).
Mit dem M13 universal primer wurden Untersuchungen an C. xpurpurea und C. pallidinervia durchgeführt. Der Primer findet bestimmte Gensequenzen und liest die darauf folgenen Abschnitte ab. An Hand der Zahl und der Länge der gefunden Abschnitte wurden die Pflanzen einer Art aus verschiedener Populationen verglichen. Sie zeigten charakteristische Merkmale, die eine Unterscheidung der Herkünfte möglich macht (Ipor et al. 2007, Ipor et al. 2010).

Naturhybriden

Wenn sich die Lebensräume von mehreren Cryptocorynen-Arten überschneiden, kommt es oft zur Bildung von natürlichen Hybriden. Einige dieser Hybriden wurden als eigene Arten beschrieben andere haben keinen Artnamen. So gibt es auf Sri Lanka zum Beispiel Kreuzungen zwischen C. beckettii x C. parva (C. x willisii) und zwischen C. walkeri x C. beckettii (Jacobsen 23-7). Auch C. x purpurea, C. x edithiae, C. x timahensis und C. x jacobsenii sind das Ergebnis von natürlichen Kreuzungen. Das Kreuz (x) im Namen weist darauf hin. Auch Bei C. decus-silvae und C. zukalii wird vermutet, dass es sich um Hybriden handelt.




Cryptocoryne xwillisii mit Eltern

Verwandtschaft: links C. beckettii, in der Mitte C. x willisii ("C. lucens") und rechts C. parva.


Die Kreuzungsprodukte zweier Arten können unterschiedlich aussehen. Das Ergebnis ist unter anderem auch davon abhängig von welcher Art den Pollen stammt und welche ihn aufnimmt. Aber auch die natürliche Selektion spielt eine Rolle. Die Variationsbreite kann bei Hybriden darum sehr groß sein. Zum Beispiel sind Formen von C. x willisii als "C. nevillii" und "C. lucens" bekannt. Sie unterscheiden sich in der Form der Blattspreite und deren Längenverhältnis zum Blattstiel, in der Farbe ihrer Blütenspatha und auch etwas in ihrem Wuchsverhalten. Hybriden haben nur einen geringen Anteil an befruchtungsfähigem Pollen. Bei C. x willisii sind es zum Beispiel abhängig von der Form 30 - 70 %. Man kann sie aber mit Pollen anderer Arten bestäuben. Durch gezielte Kreuzungen kann man so Rückschlüsse auf die wahrscheinlichen Eltern von Naturhybriden ziehen. Bei C. x willisii wurde festgestellt, dass es sich um einen Komplex aus Kreuzungen von C. parva mit C. walkeri oder C. beckettii handelt.
Es können auch gezielt künstliche Hybriden erzeugt werden. Das wurde bereits in den 1970ern mit verschiedenen Arten von Sri Lanka gemacht (Sadilek 1972). Anders als bei Echinodorus dienen solche Kreuzungen nur als Untersuchungsobjekt für Systematiker. Sie sind nicht Bestandteil des Aquarienpflanzensortiments.

Polyploidie

Cryptocoryne beckettii diploid

Eine diploide, fruchtbare Cryptocoryne beckettii.
Cryptocoryne beckettii triploid

Die triploide Form von C. beckettii ist als "C. petchii" bekannt. Sie bildet keinen fruchtbaren Pollen.

In der Regel haben alle Lebewesen einen diploiden (doppelten) Chromosomensatz (2n), der sich aus dem halben Satz des Vaters und dem halben Satz der Mutter zusammensetzt. Bei Pflanzen ist es aber möglich, dass die Zahl der Chromosomen variiert ohne dass dadurch ihre Lebensfähigkeit eingeschränkt ist. Bei einigen Cryptocorynenarten gibt es Formen mit abweichenden Chromosomenzahlen. So gibt es zum Beispiel von C. spiralis Pflanzen mit den Chromosomensätzen 2n = 33, 66, 88 und 132. C. beckettii, C. walkeri, C. wendtii und C. undulata können 2n = 28 oder 42 Chromosomen haben. Polyploiden Formen gibt es auch von C. cordata, C. x purpurea, C. ciliata und C. crispatula.
Wie Hybriden haben Pflanzen mit einem polyploiden Chromosomensatz nur einen geringen Prozentsatz an befruchtungsfähigen Pollen. Die diploide C. beckettii (2 n = 28) hat 70 - 100 % befruchtungsfähigen Pollen, während es bei der triploide Form (2n = 42), die als "C. petchii" bekannt ist, maximal 10 % sind. Die polyploide Pflanzen unterscheiden sich äußerlich nur wenig von den diploiden Formen. Bei C. becketii (2n = 28) rollen sich unter Wasser die Blattränder nach unten ein, "C. petchii" (2n = 42) nicht. Aber weder an den Blütenständen, noch an den Blättern lassen sich die Formen eindeutig unterscheiden. Die diploiden C. ciliata var. ciliata bildet lange, kriechende Ausläufer und hat 70 bis 100% lebensfähigen Pollen. Bei der triploiden C. ciliata var. latifolia bilden sich die Jungpflanzen an kurzen, steifen, aufrechten, sehr zerbrechlichen Stielen und nur etwa 30 % der Pollen sind befruchtungsfähig.








Natürliches Vorkommen

"Die prinzipiell begrüßenswerte Methode, die Vielzahl Ökologischer und polyploider Formen der Gattung zentralen Arten zuzuordnen, hat dazu geführt, dass viele optisch gut unterscheidbare Wuchsformen heute wissenschaftlich unter den gleichen Namen geführt werden. [...] Das zwingt in vielen Fällen zu dem erläuternden Rückgriff auf ehemals eingeführte und nunmehr in die Synonymie verwiesene Namen sowie Handelsnamen, um verständlich zu machen, von welchen Pflanzen die Rede ist."
Barth & Stallknecht 1990

Das Verbreitungsgebiet der Cryptocorynen reicht von Indien bis China und Neuguinea. Sie kommen in Mayanmar, Malaysia und Thailand, auf den Philippinen, Sumatra, Java, Sri Lanka und Borneo vor. Viele Arten haben nur kleine Verbreitungsgebiete und wachsen nur in einer bestimmten Region oder auf einer Insel. C. wendtii und C. undulata kommen z. B. auf Sri Lanka vor, C. pygmaea, C. usteriana und C. aponogetifolia nur auf den Philippinen. Bei manchen Arten kennt man nur wenige Fundorte. Es gibt sogar Arten die bisher nur einmal gefunden wurden und bei anderen sind die natürlichen Standorte überhaupt nicht bekannt. C. zukalii wurde zum Beispiel nur einmal in einer Importsendung gefunden. In der Natur konnte sie bis heute nicht gefunden werden, ist aber noch bei Liebhabern in Kultur. Auch C. x jacobsenii wurde an Hand Importpflanzen beschrieben. Sie konnte aber nicht in Kultur gehalten werden und ist heute verschollen. Von C. dewitii ist bisher nur der Typusstandort bekannt.
Unser Wissen über Cryptocorynen basiert aber zum großen Teil auf Zufallsfunden, die nur Stichprobencharakter haben. Nachdem in den letzten Jahren in einigen asiatischen Ländern systematische Feldstudien zur Erfassung der Flora durchgeführt worden sind, hat man viele bis dahin unbekannte Standorte entdeckt. So konnte zum Beispiel neue Standorte von C. cruddassiana in Myanmar gefunden werden. In Indien fand man C. consobrina wieder und mit C. sivadasanii wurde von dort sogar eine neue Art beschrieben. Umfassende Untersuchungen in Malaysia haben es ermöglicht viele verschiedene Naturstandorte von C. cordata und C. minima zu untersuchen und die Variationsbreite der Arten besser kennen zu lernen. Auf Borneo (Sarawak) fand man neue Standorte von C. fusca und eine neue Art die als C. zaidiana beschrieben wurde.
Die am weitesten verbreitete Art ist C. ciliata. Ihr Verbreitungsgebiet erstreckt sich von Indien bis Papua-Neuguinea. Unsere Vorstellung von den Arten ist dadurch bedingt was wir bisher gefunden haben und nicht dadurch was es in der Natur wirklich gibt. Dabei sind Cryptocorynen nicht unbedingt seltene Pflanzen. In Sarawak wurden insgesamt 194 Cryptocorynenstandorte gefunden (Ipor et al. 2007 a).
Die meisten Cryptocorynen-Arten findet man in Flachlandregenwäldern bis in eine Höhe von 300 m über dem Meeresspiegel. Ausnahmen stellen C. crispatula, C. consobrina und C. sivadasanii dar, die in Höhenlagen von bis zu 600 bzw. 1300 m vorkommen. Der typische Lebensraum sind Sümpfe, Gräben, Bäche und Flüsse mit mäßiger bis schneller StrÖmung und wechselndem Wasserstand. Nur wenige Arten wachsen in Sumpfwäldern ohne Kontakt zu fließendem Wasser (z. B. C. pallidinervia, C. dewitii). C. ciliata wächst auch Brackwasser. Die übrigen Arten leben nur im Süßwasser, sind dort aber zum Teil durch den Rückstau des Wassers dem Tidenhub ausgesetzt (C. lingua). In Küstennähe kann der Wasserstand dabei um mehrere Meter schwanken. An anderen Standorten ist der Wasserstand von den Niederschlägen abhängig. Er kann in einigen Bächen und Flüssen nach starken Regenfällen innerhalb weniger Stunden um mehrere Meter steigen. Oft trübt sich das Wasser dann stark ein und transportiert viel Schlamm, der sich bei sinkendem Pegel zwischen und auf den Pflanzen ablagern kann. Manchmal stehen die Pflanzen so hoch am Ufer oder auf Sandbänken, dass sie nur bei Hochwasser überflutet werden. An anderen Stellen wachsen sie auch bei Niedrigwasser submers oder stehen zumindest mit den Wurzeln immer im Wasser. An Flüssen mit sehr stark schwankendem Wasserstand, z. B. dem Mekong, stehen Cryptocorynen für mehrere Wochen oder Monate im Jahr völlig auf dem Trockenen und sind in der Zeit des Hochwassers bis zu 10 Meter tief unter Wasser. In stark strömenden Flüssen besteht das Substrat meist aus Kies, grobem Schotter und Sand. Zwischen den Pflanzen können sich Mulm und Lehm ablagern. In Waldgebieten ist der Bodengrund mit Laub und Mulm bedeckt und kann schlammig sein. In Sumpfwäldern besteht der Boden aus mehr oder wenig zersetztem Laub, das einem zum Teil sehr tiefgründigen Morast bilden kann.
Viele Naturstandorte sind durch UmweltzerstÖrung bedroht. Holzeinschlag und Rodung zur Nutzung für Ölplantagen oder den Anbau von Mais und Reis verändern die Umweltbedingungen (Licht, Nährstoffe, Wasserstand) derart, das viele Cryptcorynen sich nicht mehr halten können und die Bestände verschwinden.

Anatomie und Habitus

emerse Cryptocoryne pontederiifolia mit Spatha

Typischer Habitus einer Cryptocoryne (Cryptocoryne pontederiifolia)
Calciumoaxalat-Nadeln aus Cryptocoryne

Raphiden sind Calciumoxalat-Nadeln. Sie treten aus beschädigten Blättern aus und reizen die Haut.

Cryptocorynen haben gestielten, dünne, weiche, seltener steife oder fleischige Blätter. Die Blattspreiten sind elliptisch, eiförmig, lanzettlich oder linealisch. Die Farbe variiert von hell grün bis dunkel braun. Teilweise haben die Blätter rot-braune Marmorierungen. Einige weisen einen violetten, metallischen Glanz auf oder haben rote Blattunterseiten, Stiele oder Blattnerven.
Die emersen Blätter von Cryptocorynen bestehen aus etwa 5 bis 10 Zellschichten. Die oberste Schicht wird von Epidermiszellen gebildet. Diese sind gleichmäßig geformt und angeordnet und enthalten keine chlorophyllhaltigen Chloroplasten. Darunter liegt eine Reihe Zellen, die etwas höher als lang sind und als Palisadengewebe bezeichnet wird. Dann folgen unregelmäßig angeordnete Zellschichten, das Mesophyll oder Schwammgewebe. Das Mesophyll ist bei Pflanzen von mehr oder weniger großen Luftkammern durchzogen und wird darum auch als Schwammgewebe bezeichnet. Bei den Cryptocorynen ist es sehr kompakt und beinhaltet kaum Hohlräume. Im Mesophyll liegen die Idioblasten. Diese Zellen sind meist 4 bis 12 mal so lang wie die sie umgebenden Zellen und sind in Längsrichtung - parallel zur Mittelader - ausgerichtet. Sie beinhalten die Calciumoxalatnadel, die Rhaphiden. Selten sind einzelne, kleinere Idioblasten zwischen den Palisadenzellen zu finden. Die Seitennerven sind ebenfalls in das Mesophyll eingebettet und bestehen aus einzelnen Leitgefäßbündeln. Bei Pflanzen mit roten Blattunterseiten ist die unterste Zellschicht des Mesophylls rot gefärbt. Die ebenfalls Chloroplastenfreie untere Epidermis bildet die Blattunterseite.
Der Blattstiel ist rundlich, abgeflacht oder halbmondförmig im Querschnitt. Nach außen wird der Zellverband durch eine chlorophylllose Epidermisschicht begrenzt. Darunter liegt ein dünnes Rindenparenchym. Das Zentrum wird von Aerenchym gebildet. Dadurch verlaufen drei bis sieben Leitgefäße aus Phloem und Xylem. Das Phloem besteht aus lang gestreckten Siebzellen. Das Xylem hat spiraligen Stützstrukturen. Die Blätter und Blattstiele verschiedener Cryptocorynen-Arten weisen gewisse Unterschiede auf.
Schließzellen (Stomata) sind auf und unter den Blättern und auch an der Spatha des Blütenstandes (Röhre, der Außen- und Innenseite der Spathaspreite) zu finden.
Die Blattlebensdauer ist bei einigen Wasserkelchen ungewöhnlich hoch. Die einzelnen Blätter werden mehr als ein Jahr ein alt und können in dieser Zeit stetig weiter wachsen. Bei C. bogneri können voll ausgewachsene Blätter zwei Jahre erhalten bleiben. Die Pflanzen werden aber trotzdem nur sehr langsam größer. Schnell wachsende Arten bilden nur etwa 3 bis 4 Blätter im Monat. Bei schwachwüchsigen Arten sind es zum Teil nur 3 oder 4 im Jahr. Bei saisonalen Arten und Formen wie C. retrospiralis, C. cruddasiana, C. mekongensis und C. crispatula var. crispatula, var. yunnanesis und var. decus-mekongensis werden die Blätter jährlich zweimal erneuert. Sie haben eine submerse Ruheform mit pfriemlichen Blättern. Diese werden während der Trockenzeiten durch normale Laubblätter abgelöst werden. In Kultur behalten die Pflanzen diesen saisonalen Rhythmus bei und haben in Mitteleuropa über die Sommermonate im Langtag bei mehr als 12 Stunden Licht eine Ruhephase. In Cryptocorynenblättern fehlt ein faseriges Stützgewebe und sie zerfallen sofort, wenn sie absterben. Im Gewebe sind mikroskopisch kleine Nadeln aus Calciumoxalat eingebettet. Diese werden frei, wenn das Blatt zerreißt. Bei einigen Arten (C. usteriana, C. aponogetifolia) sind es so viele, dass ein Kontakt mit den beschädigten Blättern ein Jucken auf der Haut verursacht. Wer etwas empfindlicher ist, kann dieses Jucken auch bei Kontakt mit anderen Arten haben.

"Selbst wenn man in einem Bodengrund aus grobem bis feinem Kies versucht, die Pflanzen herauszugraben - was oft große Schwierigkeiten bereitet und nur mit Hilfe von Werkzeugen gelingt - setzt man dabei größere Lehmschwaden frei, die wie Wolken durchs klare Bachwasser abziehen."
Horst 1986

Das Rhizom wächst kriechend im Substrat. Es dient als Nährstoff und Wasserspeicher und ermöglicht es der Pflanze Trockenzeiten von mehreren Monaten zu überdauern bevor sie in der nächsten Regenzeit wieder neue Blätter treibt. Es gibt bei Cryptocorynen drei Wurzeltypen. Feine, verzweigte Wurzeln bilden ein dichtes Geflecht und dienen hauptsächlich der Nährstoff- und Wasserversorgung. Dicke, kontraktile Zugwurzeln ermöglichen es der Pflanze ihr Rhizom tiefer in den Boden zu ziehen. Das ist von Vorteil, wenn um die Pflanzen herum Substrat fortgespült wurde. Der dritte Wurzeltyp wächst nach oben aus dem Boden heraus und dient zur Verbesserung der Sauerstoffversorgung. Zusätzlich sammelt sich an ihnen angespültes Material, das Nährstoff mit an den Standort bringt. Das Wurzelwerk der Pflanzen ist oft sehr kräftig, verzweigt und verfilzt.

Vegetative Vermehrung

Cryptocorynen vermehren sich vegetativ meist durch unterirdische, manchmal verzweigte Ausläufer. Die Jungpflanzen schieben sich 5 bis 30 Zentimeter von der Mutterpflanze entfernt aus dem Substrat und bleiben lange über den Stolon mit ihr verbunden. Bei der triploiden Form von C. ciliata, bilden sich Jungpflanzen auf sprÖden, aufrechten Stielen. Diese brechen leicht ab und sorgen so mit Hilfe der WasserstrÖmung für die Verbreitung der Pflanze über größere Strecken. Diploide C. ciliata bilden lange Ausläufer, die aber oberirdisch wachsen.
Meistens wachsen die Jungpflanzen 10 bis 20 cm entfernt von der Mutterpflanze aus dem Boden. Stehen die Pflanzen zu dicht, sollte man die nur Jungpflanzen entfernen und die Mutterpflanzen ungestört lassen. Auf Umpflanzen reagieren die meisten Cryptocorynen mit einem Wachstumsstopp und es vergehen mitunter Monate bis sie wieder mit der Vermehrung anfangen.
Einige Arten bilden keine Ausläufer. Bei C. elliptica bildet an den Ansätzen von älteren Blätter Brutknospen, die zu neuen Pflanzen heranwachsen können. Wird ein Blatt mit Knospe abgetrennt und kommt auf einem nassen Substrat zu liegen, dann treibt die Knospe Wurzeln und Blätter. C. sivadasanii hat ebenfalls Brutknospen, die sich aber an der Basis der kontraktilen Wurzeln befinden.
Cryptocorynen vermehren sich auch durch RhizomsprÖsslinge. Hierbei treiben Jungpflanzen aus den Knoten am Rhizom direkt aus und nicht an langen Ausläufern. Bei C. thwaitesii, C. crispatula var. flaccidifolia und C. cognata entspricht das der natürlichen vegetativen Vermehrung. Sie bilden keine Ausläufer. Aber auch andere Arten treiben aus Rhizomen wieder aus, wenn man sie im Wasser liegen lässt. Dazu nimmt man ein kräftiges Rhizomstück ohne Blätter. Das lässt man bei 26 bis 28 °C schwimmen oder legt es bei hoher Luftfeuchtigkeit auf ein geeignetes Substrat. Nach einigen Wochen treiben es aus ruhenden Augen zunächst Blätter und später Wurzeln. Wenn diese Seitensprosse gut bewurzelt sind und einige Blätter haben, schneidet man sie mit einem scharfen Messer ab. Dabei sollte man ihnen ein Stück von dem Rhizom lassen, denn das dient ihnen als Nährstoffspeicher. Diese Vermehrungsmethode funktioniert nicht bei allen Cryptocorynen gleich gut. C. aponogetifolia, C. crispatula var. balansae und C. usteriana bilden sehr kräftige Rhizome und lassen sich auf diese Weise gut vermehren. Auch Bei C. zaidiana bilden sich RhizomsprÖsslinge (Ipor et al. 2006). Es lohnt sich dieses Verfahren einmal mit einem Rhizomstück auszuprobieren, das man eventuell beim Umpflanzen entfernen musste. Man muss allerdings Geduld haben. Bei einigen Arten kann es lange dauern bis sich die Jungpflanzen bilden (Brünner 1962).
MÖhlmann (1984) beschreibt ein abweichendes Vorgehen bei C. pontederiifolia. Er trennte die etwa 30 cm langen Ausläufer etwa 5 cm von der Mutterpflanze entfernt ab. Die Jungpflanze am Ende wurde eingepflanzt. Das restliche Stück des Ausläufers hat er in Teile geschnitten an denen sich jeweils ein Knoten befand. Diese Stücke trieben flach in den Boden gelegt schnell Blätter und Wurzeln.

Blütenstände

Zeichnung einer Cryptocorynenblüte

Schemazeichnung einer Cryptocorynen-Blüte mit den wesentlichen Merkmalen. Die Duftkörper sind nicht zu sehen.

Spatha con Cryptocoryne albida

Spatha von Cryptocoryne albida
Kessel von Cryptocoryne cordata var. diderici

Blick in den Kessel von Cryptocoryne cordata var. diderici. Trichome an der Kesselwand von Cryptocoryne pontederiifolia

Trichome an der oberen inneren Kesselwand von Cryptocoryne pontederiifolia.

Die Blütenstände bilden sich in der Natur zum Ende der Regenzeit, wenn der Wasserstand niedrig ist oder die Pflanzen ganz auf dem Trockenen stehen. Bei einigen Arten werden zunächst schmale Niederblätter (Kataphylle) gebildet, denen dann oft die Knospen folgen. Die Knospen entwickeln sich innerhalb von 2 bis 3 Wochen zu ihrer vollen Größe. Der Blütenstand besteht aus einem gestielten Blütenkolben (Spadix) an dem im unteren Teil die weiblichen Blüten sitzen und im oberen die männlichen, getrennt durch einen kahlen Abschnitt. An der Spitze sitzt ein kegelförmiger Anhang (Appendix). Die weiblichen Blüten bestehen aus einem Fruchtblatt (Karpell) mit je 10 bis 20 Samenanlagen, einem Griffel und einer Narbe. Die Fruchtblätter sind in einem einfachen Kreis angeordnet und miteinander verwachsen. Sie bilden ein mehrkarpelliges, synkarpes Gynoeceum. Die Narben und Griffel stehenden frei. Meist sind es 5 bis 7 Narben. Es können aber auch weniger oder mehr sein. Oft werden ihre Farbe, Form und Ausrichtung als Unterscheidungsmerkmal für Arten angeführt. Allerdings sind die Merkmale variabel. Auch die Fraben der Blütenteile sind veränderlich. So sind zum Beispiel bei C. alba die Fruchtknoten grün, gelblich oder weiß und die Narben grünlichen, rötlichen oder weißlichen. Die Verschlußklappe und die Duftkörper sind weiß oder gelb und der Appendix weiß oder grün.
Die meisten Narben stehen auf der Spitze der Griffel. Eine Ausnahme stellt C. zaidiana dar. Bei ihr sind die Narben direkt am Fruchtknoten und die Griffel wachsen als lange Anhänge an ihrer Rückseite über sie hinaus.


Unterschiedliche Narbenformen bei Cryptocorynen

Unterschiedliche Narbenformen bei Cryptocorynen.

"Immer wieder wird behauptet, dass die Duftkörper von Cryptocorynen einen Aasgeruch verströmen, der bestäubende Insekten anlocken soll. Das mag so sein, aber sie sind nicht der einzige Blütenteil, der unangenehm riecht. [...] Wenn er [H. van Bruggen] mal einen Blütenstand zum Fotografieren des Kesselinhaltes bekommt, schneidet er zuerst die Röhre ein oder zwei Zentimter über dem Kessel durch. Den abgeschnittenen Teil bewahrt er in einem Gläschen mit etwa Wasser unter einer Glasglocke auf. [...] Wenn man die Glocke dann später entfernt, könnte man fast ohnmächtig werden vom widerlichen Gestank darin. Vermutlich wird dieser Gestank durch die Spathaspreite erzeugt, denn der Kessel mit den Duftkörpern ist ja nicht mehr vorhanden."
van Wijngaarden & van Bruggen 1999

Zwischen den Narben sind gelbliche oder weiße, selten rot gefärbte Duftkörper. Sie sondern in der Zeit, in der die Narben befruchtungsfähig sind, einen süßlichen Aasgeruch ab, der Fliegen als Bestäuber anlockt. Zumindest bei einigen Arten gibt es vermutlich auch an der Spatha Duftdrüsen (Osmophoren). über Erzeugung von Wärme in den Blütenständen (thermogene Respiration), die einige Araceae zur Verbreitung der Duftstoffe nutzen, ist nichts bekannt.
Die 20 bis mehr als 120 männlichen Blüten bestehen nur aus je einem zweikammerigen Staubblatt. Sie sehen aus wie kleinen Wannen aus denen zwei Zipfel herausschauen. Diese Zipfel sind die Tüllen aus denen die Pollen in kleinen, klebrigen Tropfen herausquellen, wenn die Staubblätter reif sind. Darunter sind Kammern mit jeweils zwei kleinen Abteile in denen die Pollen reifen. Sie werden in einem speziellen Gewebe dem Archespor gebildet. Darum herum sind unten und an den Seiten länglichen Zellen mit verdickten Zellwänden. Oben liegen kleinere Zellen, die einen den Kegel der Tülle bilden. Alles zusammen ist von einer Schicht aus Epidermiszellen umgeben. Wenn die Pollen reifen, lösen sich die kleineren Zellen im Inneren der Tülle und zwischen den beiden Abteilen auf. Die beiden Abteile der Kammer sind dann miteinander verbunden und die Tülle hohl. Zum Schluss löst sich die Spitze der Tülle ab und der Pollen kann heraus.
Die Zahl der männlichen Blüten und der Narben ist bei den einzelnen Arten variabel. Vermutlich hängt sie wie die Größe des gesamten Blütenstandes mit dem Ernährungszustand und der Größe der Pflanzen ab.
Von außen ist der Spadix nicht sichtbar, weil er von einem Hüllblatt, der Spatha, umschlossen wird. Der untere erweiterte Teil der Spatha, in dem die Blüten sitzen, wird als Kessel bezeichnet. In seinem unteren Abschnitt sind die Zellen an der Innenseite meist glatt und von einem dünnen Schleimfilm bedeckt. Die Funktion dieses Schleims ist unklar. Möglicherweise dient er eingeschlossenen Insekten als Nahrung (Ørgaard & Jacobsen 1998).
Im seinem oberen Bereich wird die Oberfläche der Zellen zunehmend rauer. Zunächst haben die Zellen rundliche, knotige Vorsprünge, die weiter oben in spitze Trichome übergehen. Diese feinen Strukturen sind nur mit dem Mikroskop erkennbar. Es im oberen Kesselbereich bei einigen Cryptocorynen-Arten Einsenkungen, in denen die Wände dünner sind und Licht einlassen wie durch kleine Fenster. Diese Einsenkungen werden als Alveoli bezeichnet (Alveole = kleiner Hohlraum). Sie sind unregelmäßig rund. Ihr Durchmesser reicht von 20 bis 100 µm und sie sind 100 bis 150 µm tief. Die Epidermiszellen mit den Vorsprüngen, bedecken auch die Innenseite der Alveoli. Lediglich die Zellen am Grund sind anders geformt. Sie sind sechseckig und haben keine Vorsprünge. Man kennt diese Fenster von C. alba, C. albida, C. beckettii, C. cognata, C. consobrina, C. crispatula, C. cruddasiana, C. parva, C. nevillii, C. retrospiralis, C. spiralis, C. thwaitesii, C. undulata, C. walkeri und C. wendtii. Man könnte vermuten, dass sie dazu dienen, die eingeschlossenen Tiere zum Licht und damit zu den reifen männlichen Blüten zu locken, damit sie den Pollen aufnehmen. Bei C. spiralis, C. cognata und Formen von C. crispatula zum Beispiel liegt der Kessel aber unter der Erde, so dass kein Licht durch die Alveoli dringen kann.
Bei einigen Arten ist die Wand des Kessels auf halber Höhe oder etwas darüber verdickt, so dass der Innendurchmesser unterhalb der männlichen Blüten eingeschnürt wird (z. B. C. albida, C. mekongensis, C. nevillii).

Spatha mit offener Röhre

Bei dieser Cryptocoryne cordata var. siamensis ist die Röhre beim Öffnen der Spatha mit aufgerissen.

über dem Kessel gibt es schlankeren Abschnitt, der als Röhre bezeichnet wird. Die Zellen an ihrer Innenseite haben nach unten gerichtete Trichome. Die Zellen an der Außenseite sind glatt und länglich. Es gibt an der Außenseite vereinzelt SpaltÖffnungen (Stomata). über die gesamte Länge der Röhre verläuft als gut sichtbare Linie die Naht an der die beiden Seitenränder der Spatha miteinander verwachsen sind. Am überganz zum Kessel mach die Naht einen Knick und endet. Im Bereich des Knicks liegt innen die Verschlussklappe, die während der Pollenreife vorübergehend den Durchgang zur Röhre verschließt. Sie ist ein Verlängerung und Fortsetzung des Spatharandes. Ihre Oberseite ist sie glatt und ihre Unterseite meist mit kurzen Trichomen besetzt.
Manchmal kommt es vor, dass die Spatharändern entlang der Röhre nicht verwachsen sind oder aufreißen, wenn die Blüte sich Öffnet. Dann klaffen der Schlund und die Röhre weit auseinander. Wir haben so einen Blütenstand an C. cordata var. siamensis "Rosanervig" beobachtet. Bei Zhou Hang (2005, S. 152) ist so eine Spatha an C. crispatula var. crispatula zu sehen. Bei de Wit (1990, S. 210, Abb. 66) sieht man eine Spatha von C. thwaitesii, die bis hinunter zum Kessel aufgegangen ist. Auch bei C. pallidinervia wurde dieses Phänomen schon beobachtet.
Oberhalb der Röhre erweitert sich die Spatha bei vielen Cryptocorynen-Arten zu einer Spreite. Diese verbreiterte Fläche kann glatt, gerunzelt oder warzig sein. Am Rand kann es Wimpern geben (C. ciliata). Die Öffnung zur Röhre wird als Schlund bezeichnet. Hier kann sich eine farblich abgesetzte Zone, der Schlundring befinden. Am übergang zwischen Schlund und Spathaspreite ist manchmal ein kleiner Wulst zu sehen, den man Kragen nennt.
Bei manchen Arten (z. B. C. affinis, C. albida, C. crispatula) ist die Spatha nicht verbreitert, sondern in sich spiralig gedreht und zu einer schwanzartigen Fahne ausgezogen.
Blüten bilden sich bei den meisten Wasserkelchen nur in der Sumpfkultur oder bei sehr flachem Wasserstand. Ausnahmen sind C. aponogetifolia, C. usteriana und C. crispatula da. Diese Arten bilden so lange Röhren aus, dass sie auch bei einem Wasserstand von 40 cm oder mehr die Wasseroberfläche erreichen und sich Öffnen.
Ganz selten kommt es vor, dass C. wendtii oder C. x willisii auch unter Wasser Blütenknospen bildet und versuchen sie auf möglichst langen Blütenstandstielen zur Wasseroberfläche zu heben. Unter Wasser Öffnet sich die Spatha meistens nicht. Die Spatha kann die sich entwickelnden Blüten mehrere Wochen umschließen. Nachdem sie sich geöffnet hat und den Zugang zu den Blüten freigegeben hat, verwelkt sie aber innerhalb von 5 bis 7 Tagen.

Generative Vermehrung

Kessel von Cryptocoryne cordata var. grabowskii

Kessel von Cryptocoryne cordata var. grabowskii. Die Verschlußklappe versperrt den Ausgang vom Kessel zur Röhre.

Frucht von Cryptocoryne aponogetifolia

Reife Frucht von Cryptocoryne aponogetifolia.

Die Bestäubung ist ein komplexer Vorgang. Im Knospenstadium umschließt die Spatha die Blüten vollständig. Wenn die weiblichen Blüten reif und befruchtungsfähig sind, Öffnet sie sich am oberen Ende und gibt den Zugang zu Schlund und Röhre frei. Bei spiralig gedrehten Spreiten, zum Beispiel bei C. albida, C. crispatula und C. spiralis werden die Windungen der Spirale etwas lockerer, so dass Spalten dazwischen frei werden. Bei Cryptocornen mit einer flach ausgebreiteten Spatha wie C. cordata oder C. ciliata sie haben, klafft die Spatha oberhalb der Röhre auseinander.
Die Duftkörper zwischen den Narben sondern einen süßlichen Aasgeruch ab. Kleine Insekten werden von dem Geruch angelockt, kriechen die Röhre hinunter und bestäuben mit mitgebrachten Pollen die Narben. In den Kesseln von Cryptocoryne in natürlichen Beständen findet man Fliegen aus der Familie der Phorinae (Buckelfliegen), Simuliidae (Kriebelmücken) und Scatopsidae (Dungfliegen), die wahrscheinlich als Bestäuber fungieren. Bei C. ciliata wurden Fruchtfliegen (Drosophila melonagaster), kleine Käfer (Haptoncus sp.) und Mitglieder aus den Familien Acrididae (Heuschrecken) und Syrphidae (Schwebfliegen) gefunden (Othman et al. 2009).
Die nach unten gerichteten Trichome in der Röhre und der Innenseite des Kessels erschweren den Tieren das Verlassen der Blüte. Etwa 12 Stunden nach Öffnung der Knospe, beginnt sich die Verschlussklappe nach oben zu bewegen und verschließt den Ausgang des Kessels für etwa 24 Stunden. So sind die darin enthaltenen Fliegen eingesperrt. In dieser Zeit reifen die Pollen, während die Narben eintrocknen. Zum Zeitpunkt der Pollenreife sind die Narben nicht mehr befruchtungsfähig. Selbstbestäubung wird dadurch verhindert. Die PollenkÖrner sind 15 - 20 µm groß rundlich oder elliptisch. Sie sind in einer schleimigen Flüssigkeit, dem Pollenkitt, die bei der Reifung einen steigenden Druck in den Pollensäcken verursacht. Dadurch quillt der Pollen in klebrigen Tropfen aus den tüllenförmigen Öffnungen heraus. Die eingeschlossenen Insekten kommen bei ihren Fluchtversuchen mit dem Schleim in Berührung und der Pollen haftet an ihnen. Die Trichome an der Innenseite des Kessels und der Röhre sinken in die Zellen ein - stülpen sich quasi ins Zellinnere - und hinterlassen dabei kleine Einsenkungen, die den Insekten beim Hinausklettern als Stufen dienen. Wenn sich die Klappe im Kessel wieder Öffnet, fliegen die Insekten andere duftende Blüten mit reifen Narben an und bestäuben sie.
Ein Pollenkorn besteht aus zwei Zellen. Es hat eine große vegetative Zelle aus der sich der Pollenschlauch bildet. Dazu kommt eine generative Zelle. Die zwei Zellen sind von einer dicken Wand umgeben. Dadurch sind sie so widerstandsfähig, dass sie sogar als Fossilien überdauern können ohne ihre Form und Struktur zu verlieren. Gelangt der Pollen auf eine Narbe der eigenen Art kommt es zu einem Informationsaustausch durch Rezeptormoleküle und Narbe und Pollen erkennen sich. Die Narbe beginnt einen Schlauch zu bilden, der durch den Griffel zu den Samenanlagen führt. Im Pollen bilden sich durch Teilung der generativen Zelle zwei Spermakerne. Die vegetative Zelle wächst zum Pollenschlauch aus und transportiert die Gameten in den Fruchtknoten. Der eine Gamet verschmilzt mit der Eizelle und bildet die Zygote. Der andere verbindet sich mit den Polkernen der Samenanlage und wächst zum Endosperm, einem Nährgewebe, heran. Je mehr Pollen auf eine Narbe gelangen, desto mehr dieser Anlagen können sich zu Samen entwickeln. Der Fruchtknoten verdickt sich nach der Befruchtung und wird zur Frucht.
Die Kapselfrüchte entwickeln sich erst sehr schnell, bleiben dann aber oft 6 bis 9 Monate unreif an der Pflanze. Sie sind meist 1 bis 2 cm im Durchmesser. Große C. ciliata mit 60 - 80 cm Höhe können Früchte mit bis zu 5 cm Durchmesser ausbilden. Wenn die Samen reifen, verlängert sich der Fruchtstandstiel auf mehrere Zentimeter. Dann reißt die Frucht entlang der Verwachsungslinien zwischen den Karpellen auf (scheidewandspaltig) und Öffnet sich oben sternförmig. Jede Frucht enthält 10 bis 100 oder mehr Samen. Sie sind länglichen, elliptischen, rauten- oder halbmondförmigen und 2 bis 10 mm lang. Die Größe und Form der Samen hängt auch mit damit zusammen wie dicht sie während ihrer Entwicklung in der Frucht zusammengedrückt werden. Zum Teil keimen die Samen schon während die Frucht aufreißt. In anderen Fällen etwa 3 bis 10 Tage nach der Freisetzung. Die Samen sind leicht und können wegen der Oberflächenspannung auf dem Wassers treiben. Werden sie benetzt sinken sie.
Der Samen besteht aus dem Embryo und einem Nährgewebe, dem Endosperm. Sie sind zusammen von einer dünnen Samenhülle (Testa) umgeben. Während der Keimung werden die Nährstoffe aus dem Endosperm in das Keimblatt verlagert und für die Bildung der ersten Blätter und der Primärwurzel verbraucht. Danach versorgt sich die Pflanze selbstständig durch Photosynthese und über die Wurzeln. C. ciliata und C. longicauda nehmen die Nährstoffe bereits vor der Keimung in ihr Keimblatt auf und im reifen Samen ist dann kein Endosperm mehr vorhanden. Cryptocorynen keimen epigäisch. Das heißt, dass das Keimblatt im oder auf dem Boden bleibt und nicht durch die Streckung des Hypocotyls in die Luft gehoben wird. Bei C. aponogetifolia schiebt sich zunächst das Keimblatt (Kotyledo) durch die Samenhülle. An seiner Spitze befindet sich die Keimknospe (Plumula). Sie verdickt und differenziert sich. Aus dem oberen Pol wachsen dann die Primärblätter und wenig später streckt sich die Keimwurzel aus dem unteren Pol. Der Keimling nimmt jetzt Nährstoffe, Kohlendioxid und Wasser auf und betreibt Photosynthese. An den Embryos einiger Arten sind bereits vor der Keimung Differenzierungen an der Keimknospe sichtbar. Die Embryonen von C. bangkaensis, C. longicauda und C. lingua haben mehrere Auswüchse an der Keimknospe. Bei C. ciliata und C. versteegii liegen viele lange Primärblätter zusammengefaltet in der Samenhülle. Ist der Samen reift, reißt die Hülle auf und sie strecken sich. Vermutlich sind diese Anhänge dabei hilfreich den Keimling zu verankern. Zwischen den ihnen wachsen Wurzeln und Laubblätter hervor, bevor sie vergehen. Um die Cryptocorynen-Jungpflanzen aufzuziehen, legt man die Sämlinge man am Besten auf ein mäßig nährstoffhaltiges Substrat. Entsprechend ihrer Kulturansprüche verwendet man ein Gemisch aus Sand, Kies und Lehm oder Buchenlauberde. Bei einer Temperatur von 25 bis 28 °C entwickeln sich die Sämlinge anfangs sehr schnell und wachsen dann je nach Art mehr oder weniger schnell weiter. In der Natur blühen die meisten Arten bei niedrigem Wasserstand oder emers wachsend in der niederschlagsarmen Jahreszeit. Die Samen sind dann meist mit dem Einsetzen der nächsten Regenzeit reif.

Künstliche Bestäubung

Da Pollen und Narben eines Blütenstandes nicht gleichzeitig reif sind, benötigt man zur Bestäubung mindestens zwei Blütenstände. Diese sollten sich möglichst an zwei aufeinander folgenden Tagen Öffnen. Der Pollen kann aber wohl auch noch aus drei Tage alten Blüten gewonnen werden. Reife männliche Blüten erkennt man daran, dass an ihnen kleine Tropfen aus den Tüllen quellen, die den Pollen enthalten. Die reifen männlichen Blüten werden mit einer Pinzette aus dem Kessel herausgenommen. Da der obere Teil des Blütenkolbens oft mit der Kesselwand oder der Verschlussklappe verwachsen ist, muss man hierbei etwas vorsichtig sein. Die Narben sind am ersten Tag nach der Öffnung der Spatha aufnahmefähig. Bei einem entsprechend jungen Blütenstand wird ebenfalls der Kessel aufgeschnitten. Die Tropfen mit dem Pollen werden direkt durch Bestreichen der Narben mit dem männlichen Blütenstandabschnitt oder mit Hilfe eines feinen Haarpinsels aufgetragen. Eichner (2001) empfiehlt den männlichen Blütenteil danach zwischen den Narben und der Kesselwand einzuklemmen. Die Wahrscheinlichkeit der Pollenüberragung wird bei anhaltendem Kontakt erhöht. Dass nach der künstlichen Bestäubung das Hüllblatt fehlt, spielt für die weitere Entwicklung keine Rolle. Auch bei der natürlichen Bestäubung welkt die Spatha bereits wenige Tage nach der Öffnung und schützt die sich entwickelnde Frucht nicht (Greger 1987, de Wit 1990).
Piet van Wijngaarden (2002) versuchte auf diese weise C. annamica künstlich zu bestäuben. Ihm standen mehrere zeitgleich blühende Pflanzen zur Verfügung und er übertrug Pollen aus zwei Tage alten Blütenständen auf die Narben von einem Blütenstand, der sich gerade geöffnet hatte. Es entwickelte sich eine Frucht, die bis auf eine Größe von 9 mm heranwuchsen und auf einem 6 cm langen Stiel stand. Nach acht Wochen viel der Fruchtstand um. In der Frucht waren keine Samen enthalten.
Mierendorf (1998) machte Bestäubungsversuche bei C. beckettii und C. moehlmannii. Bei C. beckettii entwickelte sich eine kleine Frucht, die nach etwa vier Wochen verfaulte. Bei C. moehlmanni Öffnete sich die Frucht nach vier Monaten. Die enthaltenen Samen keimten aber nicht.
Auch Paffrath (1964) machte zunächst erfolglose Versuche Cryptocorynen zu bestäuben. Er versuchte Blattläuse als Bestäuber zu verwenden. Dazu probierte er zunächst sie durch die Röhre in den Kessel zu werfen, wo sie aber nicht immer ankamen. Darum schnitt er "den Kessel seitlich auf, setzte die Blattläuse direkt hinein und verschloss ihn wieder. Die Tiere blieben bis zum Verfall der der Blüte eingeschlossen, waren dann auch mit dem schleimigen Pollen beschmiert, doch entdeckte ich beim besten Willen trotz häufiger Wiederholung, keinen Fruchtansatz." Nachdem er bemerkt hatte, dass Pollen und Narben eines Blütenstandes nicht gleichzeit reif sind, begann er Pollen von reifen männlichen Blüten auf die empfänglichen Narben in jüngeren Blütenständen zu übertragen. Aber auch diese Versuche schlugen fehl. Teilweise bildeten sich Früchte, die aber nach zwei Wochen vergingen. Ein Jahr darauf bildete sich an einer C. ciliata ohne sein Zutun eine Frucht mit keimfähigen Samen, was er wandernden Blattläusen zuschrieb. Danach waren mehrere künstliche Bestäubungen bei C. wendtii, C. ciliata, C. walkeri und C. crispatula var. balansae erfolgreich. Auch eine Kreuzung zwischen C. lutea (Pollenspender) und C. ciliata gelang ihm. Als ausschlaggebend betrachtete Paffrath den Umstand, dass er bei seinen neuerlichen Versuchen die Pflanzen zwei Tage nach der Bestäubung unter Wasser setzte, wo die Früchte sich dann gut entwickelten.
Steht nur ein Blütenstand zur Verfügung kann man versuchen diesen mit einem Trick selbst bestäuben. Wenn sich die Spatha Öffnet und die Narben reif sind, befinden sich in den Pollensäcken bereits fertige Pollen. Sie können aber normalerweise nur heraus, wenn der Weg durch die Tülle frei wird. Man kann nun den männlichen Blütenabschnitt abtrennen, ihn in eine kleine Kunststofftüte stecken und zerdrücken. Der entstehende Pflanzenbrei enthält dann die Pollen. Die Masse wird mit einem Pinsel auf die Narben gestrichen und es kann zu einer Befruchtung kommen (Eichner 2001).
Nicht jede künstliche und wahrscheinlich auch nicht jede natürliche Bestäubung führt zur Befruchtung und Bildung reifener Samen. Das Problem kann in sterilem Pollen (Hybriden), dem falschen Zeitpunkt (eingetrocknete Narben) oder auch in den Umweltbedingungen oder dem Zustand der Mutterpflanze liegen. Insgesamt sind die Berichte über Fehlschläge in der Literatur jedenfalls zahlreicher als Erfolgsgeschichten. Davon sollte man sich aber nicht entmuntigen lassen. Niels Jacobsen kreuzt seit Jahren gezielt verschiedenen Cryptocorynen mit Erfolg. übung macht hier wohl den Meister.

Kultur im Aquarium

"Die große Veränderlichkeit der Ausmaße, Form und Farbe geben dieser Gattung einene geradezu unschätzbaren Wert für die Dekoration der Aquarien, und das verhältnismäßig langsame Wachstum lässt das Ausmaß des Zurückschneidens und Ausputzens, das zur Sauberhaltung des Aquariums nötig ist, auf ein Minimum beschränken."
Roe 1967

Die handelsüblichen Cryptocorynen sind im Aquarium ausdauernde Pflanzen, die wenig Pflege verlangen. Mit regelmäßigen Wasserwechseln, einer ausgewogenen Düngung und etwas Geduld wird man lange Freude an ihnen haben. Viele andere Arten lassen sich in einem normalen Aquarium nicht dauerhaft kultivieren.

Pflanzung

Vor dem Pflanzen werden der Topf und die Steinwolle oder Blei und Schaumstoff von den Pflanzen entfernt. Da die Wurzeln die Speicherorgane der Pflanze sind, sollten sie möglich nicht gekürzt oder beschädigt werden. Besser ist es den Topf aufzuschneiden als zuviel Wurzelmasse zu verlieren. Braune, matschige und faulende Wurzeln müssen aber entfernt werden. Gelbe oder faulende Blätter werden abgezupft. Bei einigen Arten sind mehrere locker mit einander verbundene oder einzelne Rosetten zusammen in einem Topf. Sie sollten einzeln in einem Abstand von mehreren Zentimetern eingepflanzt werden. Fest verwachsene Pflanzen sollte man aber nicht auseinander brechen. Sie nehmen dabei oft Schaden und verlieren viele Blätter.
Je nach zu erwartender WuchshÖhe positioniert man die Pflanze gleich an ihrer endgültigen Position im Becken. Man kann Cryptocorynen zwar umpflanzen, aber sie werfen dann oft Blätter ab und stocken im Wachstum. Die Pflanzen werden so tief in das Substrat eingesetzt, dass sich die weißen Bereiche an der Basis der Blätter, die vorher im Topf im Substrat waren, auch im Aquarium im Bodengrund befinden. Alle Wurzeln werden vollständig mit Substrat bedeckt. Cryptocorynen nehmen ihrer Nährstoffe vor allem aus dem Boden auf. Daher ist es von Vorteil ihnen sofort eine Startdüngung mit einer Kapsel, Tablette oder Düngekugel zu bieten, vor allem wenn der Bodengrund noch sehr neu ist.

Umstellung auf das Unterwasserleben

Cryptocoryne walkeri in der Unterwasser- und der überwasserform

Cryptocoryne walkeri: links in der Unterwasser- und rechts als überwasserform.

Die Form, Größe und Farbe der Blätter hängt nicht nur von der Art und der Population, sondern auch von den Lebensbedingungen ab. über- und Unterwasserformen unterscheiden sich oft stark. Bei meisten Sumpfpflanzen werden bei der Umstellung auf das Wasserleben neue Blätter gebildet, während die alten absterben. Bei Cryptocorynen verändern sich aber die vorhandenen Blätter. Sie strecken sich und werden unter Wasser länger und im Verhältnis schmaler. Sie wellen sich oft stärker und rote Farbtöne werden intensiver. Die Veränderung der WuchshÖhe ist bei C. wendtii besonders deutlich. über Wasser sind alle Formen zwischen 5 und 15 cm hoch. Unter Wasser erreichen sie Höhen von 15 bis 45 cm. Man sollte sie darum besser in den Mittelgrund pflanzen. Sie sind zwar in der überwasserform - vor allem in den Wintermonaten - oft sehr klein, werden aber im Aquarium für die Vordergrundbepflanzung zu groß. Auch C. undulata, C. crispatula und C. spiralis werden im Aquarium deutlich höher als über Wasser. Anders sieht es bei C. pontederiifolia und C. parva aus. Bei ihnen verändern sich die WuchshÖhe und auch die Blattform nicht. C. x willisii ist unter Wasser sogar meist kleiner als über Wasser. Die in Sumpfkultur gezogenen Cryptocorynen aus der Wasserpflanzengärtnerei kann man problemlos unter Wasser setzen und sie wächst weiter, sobald sie angewurzelt ist. Wenn man die Pflanzen aber vom Aquarium in direkt die Sumpfkultur umsetzt, vergehen die Blätter meistens. Bei C. elliptica wächst aber ein Teil der submersen Blätter auch über Wasser weiter. Besser ist es die Pflanzen langsam umzugewÖhnen. Dazu pflanzt man sie zunächst in einen Topf und stellt sie mehrere Wochen ins Aquarium bis sie gut bewurzelt sind. Dann setzt man sie in ein geschlossenes Gefäß mit soviel Wasser, dass die Blätter gerade bedeckt sind. Wenn die ersten Blätter aus dem Wasser herauswachsen, senkt man den Wasserstand weiter ab bis auf die Höhe des Topfrandes ab, während immer mehr emerse Blätter gebildet werden.

Kulturansprüche

"Alle Cryptocorynen sollten in einem ausgeglichenem Wassermilieu, frei von einseitig belastenden Stoffen (Nitraten, Chloriden, übermäßiger Anreicherung von organischer Stoffe), gepflegt werden. Auch müssen alle plÖtzlichen Veränderungen vermeiden werden."
Brünner & Beck 1980

Die regelmäßig im Handel angebotenen Arten und Formen sind in der Kultur anspruchslos. Sie lassen sich unter normalen Aquarienbedingungen bei pH-Werten zwischen 6 und 7,5, einer Härte von 2 bis 20 °GH und Temperaturen zwischen 24 und 28 °C problemlos kultivieren. In der Regel ist das Wachstum in sauerem, weichen Wasser besser. Der Hammerschlag-Wasserkelch (Cryptocoryne aponogetifolia) und der Riesenwasserkelch (C. usteriana) bevorzugen härteres Wasser mit einer Härte von 8° GH und mehr. Es gibt zu den einzelnen Arten zum Teil nur wenige konkrete Angaben zu den Kultbedingungen im Aquarium. Die von uns zusammengestellten Angaben sind eine Kombination aus Wasserwerten von den Naturstandorten und unseren eigenen Erfahrungswerten aus der Aquarienkultur. Die Pflanzen sind bei den angegebenen Wasserwerten sicher kultivierbar, können aber wahrscheinlich auch bei abweichenden Werten wachsen. Viele dieser Pflanzen haben ein weites Verbreitungsgebiet mit variablen Umweltfaktoren. Beispielweise kommt C. ciliata in sehr salzarmen Gewässern mit pH-Werten unter 6 und Leitenwerten von etwa 20 µS/cm vor. Andererseits findet man die Art auch in Mangrovensümpfen in Brackwasser mit pH-Werten nahe 7 und mit Leitwerten zwischen 500 und 675 µS/cm. Die Chloridgehalte an den Naturstandorten variieren zwischen 2 und 165 mg/l. Um aus diesen Werten aber Hinweise auf eine optimale Kultur im Aquarium ableiten zu können, müsste man wissen aus welcher Region die individuelle Pflanze stammt. Nicht jede Standortvariante muss zwangsläufig hohe Salzgehalte vertragen. Es gibt Gruppen von Cryptocorynen, die man für die normale Aquarienkultur grundsätzlich ausschließen kann. Arten aus Schwarzwassergebieten reagieren sehr empfindlich auf Härtebildner und sind nur in einem sehr sauren Milieu mit einem pH-Wert um 5 kultivierbar. Da wir diese Werte im Gesellschaftsaquarium nicht erzeugen können, sind solche Pflanzen nicht aquarientauglich. Es ist aber möglich solche Cryptocorynen unter Wasser zu kultivieren wenn man ihre Bedürfnisse eingeht. So kann man zum Beispiel C. x purpurea, C. x timahensis und C. zukalii und unter Wasser kultivieren in dem man sie in Töpfe mit Buchenlauberde pflanzt. Das Substrat wird mit grobem Kies, Akadama oder Gebranntes Tongranulat abgedeckt und die Töpfe in einem Aquarium mit weichem, leicht saurem Wasser gestellt. Ideales Wasser ist angesäuertes osmose- oder Regenwasser, wie es von vielen Garnelenfreunden verwendet wird. Einige Cryptocorynen-Arten sind saisonal und überleben nur kurzzeitig unter Wasser.
Wasserkelche sind keine Starklichtpflanzen. Einige wachsen in der Natur in der vollen Sonne. Oft ist das Wasser an den Naturstandorten aber trüb oder durch Huminstoffe gefärbt. Manchmal sind auch mehr oder weniger dicke Schlammablagerungen auf den Blättern. Im Aquarium benötigen die meisten Cryptocorynen nicht viel Licht. Bei zu starker Beleuchtung neigen einige Arten dazu die Blätter flach an den Boden zu legen, sie stark zu kräuseln oder in der Größe zu reduzieren. Bei C. x willisii stehen die Blätter bei zu geringer Beleuchtung senkrecht nach oben. Ist die Beleuchtung zu schwach wachsen die Blätter waagerecht über dem Boden. Bei einigen Formen von C. wendtii wird allerdings unter stärkerer Beleuchtung die Rotfärbung der Blattunterseiten intensiver.
Für "warme Füsse" sind Cryptocorynen meist dankbar. Besonders in der älteren Literatur wird oft eine Bodenheizung empfohlen. Sie scheint heute aber für die Kultur nicht zwingend erforderlich zu sein. Ein zu kalter Wurzelraum behindert die Nährstoffaufnahme, das Wurzelwachstum wird gehemmt und es kommt zu Kümmerwuchs und letztendlich zum Absterben der Pflanzen. Das bedeutet aber nicht, dass man unbedingt eine Bodenheizung installieren muss. Die Temperatur im Bodengrund muss für eine erfolgreiche Cryptocorynenkultur über 22 °C liegen. In einem Aquarium, das in einem beheizten Wohnraum auf einer etwa 1,5 bis 2 cm dicken Styroporunterlage steht, ist dieser Wert problemlos zu erreichen.
Das Wichtigste bei der Kultur ist aber, dass man den Pflanzen Zeit und Ruhe gÖnnt. Je länger sie ungestört wachsen können, desto schöner werden die Bestände. Einige Wasserkelche bilden im Aquarium erst nach 6 bis 12 Monaten ungestörtem Wachstum die ersten Ausläufer. Danach werden die Bestände aber oft sehr schnell größer. Es ist ratsam regelmäßig kleinere Teilwasserwechsel durchzuführen an statt seltener große zu machen. Die Pflanzen vertragen starke Schwankungen in der Wasserzusammensetzung nur schlecht. Auch andere Veränderungen, wie das Entfernen beschattender Pflanzen oder das Anbringen einer anderen Beleuchtung, kann zum Abwerfen der Blätter führen.

Düngung

Entscheidend für die Nährstoffversorgung der Pflanzen ist nicht der Nährstoffgehalt des Wassers, sondern der des Bodengrundes. Cryptocorynen versorgen sich sehr gut über die Wurzeln mit Nährstoffen. Nach MÖhlmanns (1982 a) Ansicht bekommt es den Cryptocorynen nicht wenn Aquarien durch "eine enorme Technik zu steril gehalten" werden. Man sollte darum Mulm zur Nährstoffversorgung im Aquarium lassen. Es handelt sich dabei um idealen Pflanzendünger. Cryptocoryne huderoi ist eine Art, die in einem sauberen Bodengrund kaum wächst. Die schönsten Bestände bilden sich, wenn reichlich Mulm im Wurzelraum vorhanden ist. Daher eignet sich diese Art auch nicht für frisch eingerichtete Aquarien. Andere Arten wie C. wendtii oder C. x willisii sind da weniger anspruchsvoll. In frisch eingerichteten Aquarien ist eine Zusatzdüngung über den Boden aber auch für sie von Vorteil.
Das Aquarienwasser befindet sich ständig im Austausch mit dem Wasser im Aquarienboden, so dass auch ein Flüssigdünger an die Wurzeln der Pflanzen gelangt. Eine gezielte Düngung mit Tabletten oder Kugeln ist aber von Vorteil, wenn andere, stärker wachsende Pflanzen zusammen mit den Wasserkelchen kultiviert werden und mit ihnen um die Nährstoffe konkurrieren. Wir haben gute Erfahrungen mit gedüngten Tonkugeln (Terrdrakon) gemacht. Auch die neuen Langzeitdünger ("Nährstoffquelle Basic", "Terrdrakon Power") eignen sich gut als Grundlage für eine ausgewogene Versorgung. Die kleinen Kunststoffwürfel des Langzeitdüngers, können einzeln direkt an die Wurzeln gebracht werden und geben dann über einen Zeitraum von drei Monaten kontinuierlich Mikronährstoffe ab. Mann kann sich auch selber Lehmkugeln herstellen. Dazu verknetet man etwas Dünger mit Lehm und lässt die Kugeln trocknen. Dazu kann man gut einen Blumendünger verwenden, der auch Stickstoff und Phosphat enthält.
Obwohl die Pflanzen in der Natur oft an sehr nährstoff- und salzarmen Standorten zum Teil mit Leitwerten unter 20 µS/cm vorkommen, wachsen die handelsüblichen Arten in der gärtnerischen Kultur auch noch bei Leitwerten bis 1300 µS/cm und bei Nitratwerten von über 250 mg/l. Auf zu schnelle Veränderungen in der Wasserchemie reagieren sie aber oft mit Blattabwurf.
Cryptocorynen zeigen im Allgemeinen wenig Nährstoffmangelsymptome. Ist das Nährstoffangebot insgesamt gering bilden sie im Verhältnis zur Blattmasse ein stärkeres Wurzelsystem aus und die Blätter bleiben kleiner. Bei starkem Stickstoffmangel hellt sich das Blattgrün beginnend bei den älteren Blättern immer mehr auf bis die ganze Pflanze zitronengelb ist. Eine Aufhellung oder Gelbfärbung der jungen Blätter wird im Allgemeinen durch Eisenmangel verursacht. Manchmal zeigen die Blätter eine merkwürdige Verfärbung die mal als "Christbaumkrankheit" bezeichnet wurde. Dabei bleiben die Bereiche um die Blattadern herum zunächst grün, während die Flächen dazwischen erst heller werden und dann über eine Gelbfärbung ausbleichen bis zum Schluss das gesamte Blatt weiß ist und sich zum Teil kleine Löcher bilden. Diese Symptome treten an der ganzen Pflanze auf. Diese Chlorosen lassen sich durch ErhÖhung der Eisenversorgung nicht beheben. Nur die Düngung mit einem Volldünger, der auch alle anderen Mikronährstoffe enthält, lässt die Chlorosen verschwinden. Die Pflanzen reagieren unterschiedlich schnell auf den Mangel. Beispielsweise gibt es zwei Formen von C. beckettii, von denen die eine nahezu ständig chlorotisch ist. Die andere Form und andere Cryptocoryne-Arten zeigen bei gleicher Nährstoffversorgung und denselben Kulturbedingungen keine Symptome. Wenn die Unterversorgung aber zu lange andauert, bilden auch die übrigen Pflanzen Symptome aus. Eine überdüngung mit Ammoniumsulfat führt ebenfalls zu Chlorosen zwischen den Blattadern. Dabei tritt aber zusätzlich noch eine Lochbildung durch Nekrosen auf (Horst 1969).

Kohlendioxid-Düngung

Cryptocorynen brauchen Kohlendioxid als Kohlenstoffquelle. Ohne Kohlendioxid können sie nicht wachsen und auf Dauer auch nicht leben. Ob eine Kohlendixiddüngungt notwenig ist hängt aber vom individuellen Aquarium mit seiner Zusammensetzung an Fischen, Pflanzen und Bakterienflora zusammen. Zur Düngung mit Kohlendioxid gibt es bei Cryptocorynen unterschiedliche Erfahrungen. Bei C. cordata "Rosanervis" wurde beobachtet, dass die Neigung die Blätter abzuwerfen bei verringerter Beleuchtung und ohne Kohlendioxiddüngung geringer war (Heidenreich 1980). Greger (1983) weist darauf hin, dass Cryptocorynen mit dem Zerfall der Blätter reagieren, sobald bei ihnen der Sättigungspunkt überschritten wird. Echinodorus würden nach seiner Ansicht bei weiter steigenden CO2-Gehalten zwar keine weitere Steigerung des Wachstums zeigen, aber auf hohem Niveau weiter wachsen bis die CO2-Konzentration ein toxisches Niveau erreicht. Ob die CO2-Düngung sich schädlich auswirkt hängt zum einen von der Cryptocorynen-Art ab, zum Anderen aber auch vom Ausgangswasser. Da das CO2 wie eine Säure wirkt, verschiebt es bei reichlicher Zugabe den pH-Wert und es wird zusätzliches CO2 aus dem Karbonat frei. Senkt man nun den pH-Wert von 7 auf 6,8, steigt bei 2 °KH im Aquarienwasser der Gehalt an CO2 von 8 auf 13 mg/l. In hartem Wasser mit 12 °KH steigt der Gehalt an freiem Kohlendioxid von 48 auf 75 mg/l. Solche Schwankungen in der Wasserchemie nehmen Cryptocorynen oft übel. Daher sollte man bei der Dosierung des Kohlendioxids darauf achten, dass es nach Möglichkeit nicht zu einer Verschiebung des pH-Wertes kommt. Greger vertritt die Ansicht, dass Cryptocoryne affinis nicht mehr als 10 - 15 mg/l Kohlendioxid bekommen sollte. Vermutlich kann man aber keine derartig pauschale Aussage treffen, sondern muss beachten, dass die Wasserwerte nicht zu stark schwanken dürfen. Anderen Falls dürften die Pflanzen bei einer Karbonathärte von 3 und einem pH-Wert von 6,6 nicht lebensfähig sein, da der CO2-Gehalt dann rechnerisch bereits bei 40 mg/l liegt.

Die Sumpfkultur

Cryptocoryne crispatula var. balansae

Cryptocoryne crispatula var. balansae wächst auch auf recht trocknem Boden.

Cryptocoryne undulata in einer Gärtenerei

Cryptocoryne undulata in einer Gärtnerei. Die meisten Wasserkelche für Aquarien werden über Wasser in Sumpfkultur hernagezogen.

Da es für die Artbestimmung notwendig ist die Blüten zu vergleichen, wurde schon immer versucht Wasserkelche über Wasser zu kultivieren und zum Blühen zu bringen. Bei vielen Arten war das lange Zeit sehr schwierig. In den letzten 20 Jahren haben Cryptocorynen-Freunde aber Kulturmethoden entwickelt mit denen es möglich ist, alle bekannten Wasserkelche zu pflegen und zum Blühen zu bringen. Blütenbildung und Vermehrungserfolge erfordern Geduld und stabile, gleich bleibende, gute Kulturbedingungen über einen Zeitraum von mindestens 6 bis 12 Monaten.

Grundlagen

Die Sumpfkultur von Wasserkelchen ist im Prinzip einfach. Man benötigt lediglich ein geschlossenes Gefäß wie z. B. ein Terrarium oder Aquarium, das mit einer Glasscheibe abgedeckt wird. Es dient als Kleingewächshaus, dass eine hohe Luftfeuchtigkeit sicherstellt. Die Pflanzen werden in Töpfe gepflanzt und in das Becken gestellt. Der Topf sollte in der Regel etwa 3 bis 4 cm tief im Wasserstehen. Arten aus Sumpfwäldern (C. dewittii, C. pallidinervia, C. cordata var. grabowski) mögen gerne einen höheren Wasserstand. Man kann hier den Wasserstand bis zum Topfrand erhöhen.
Die pflegeleichten Arten, die man im Handel findet kann man in Leitungswasser kultivieren. Empfindlichere Pflanzen sind auf salzarmes, weiches Wasser angewiesen. Ideal ist hier die Verwendung von Regenwasser. Der Lichtbedarf ist bei den meisten Arten nicht besonders hoch und eine künstliche Beleuchtung ist nicht unbedingt erforderlich. Die Pflanzen können an ein Fenster ohne direkte Sonneneinstrahlung gestellt werden. Südfenster sind ungünstige Standorte, weil sich die geschlossenen Behälter im Sommer in der Sonne auf mehr als 50 °C aufheizen können. Bei einer künstlichen Beleuchtung ist eine LeuchtstoffrÖhre von 36 Watt auf ein Becken mit 100 bis 130 cm Länge ausreichend. Es müssen keine speziellen PflanzenrÖhren verwendet werden. Wichtig ist, dass die Lichtstärke nicht plÖtzlich zu stark schwankt. Daher ist es ratsam die Röhren regelmäßig zu tauschen und gegebenen Falls nach einem Wechsel die Pflanzen einige Zeit etwas zu beschatten. Auch LED-Lampen sind geeignet.
MÖchte man C. crispatula, C. mekongensis oder C. loeiensis zum Blühen bringen muss man etwa drei bis vier Röhren verwenden oder die Pflanzen in die Sonne stellen, weil diese Arten an vollsonnige Standorte angepasst sind. Man pflegt diese Pflanze am Besten getrennt von Arten, die aus beschatteten Waldgebieten kommen. Letztere mögen zu viele Licht nicht und brauchen weiches Wasser und ein saueres Substrat, während C. crispatula und einige andere Arten mineralische Substrate und mittelhartes bis hartes Wasser bevorzugen.
Cryptocorynen können nur schlecht Nährstoffe aufnehmen, wenn die Wassertemperatur unter 22 °C liegt. Unabhängig vom Nährstoffangebot oder von der Beleuchtungsdauer und Lichtintensität wird das Wachstum eingestellt. Der Temperaturbereich für ein optimales Wachstum liegt bei 25 bis 27 °C. Temperaturschwankungen im Jahresverlauf von 18 bis 30 °C sind aber unproblematisch. Daher ist es in Wohnräumen nicht unbedingt nötig das Wasser zu beheizen.
Stellt man die Pflanzen auf ein Kunststoffgitter, das mit Abstandhaltern einige Zentimeter über der Bodenscheibe gehalten wird, hat das praktische Vorteile. Die AbzugslÖcher im Boden der Kulturgefäße bleiben frei, weil eventuell aussickerndes Substrat durch das Gitter fällt. Im Raum unter dem Gitter kann man Heizkabel oder Stabheizer unterbringen, ohne dass dadurch die Standfläche für die Töpfe verkleinert wird.
Es gibt sehr viele verschiedenen Ansätze, die zu einer erfolgreichen Kultur führen. Hier muss jeder etwas Fuingerspitzengefühl entwickeln und seine Pflanzen gut beobachten.

Substrat

C. wendtii, C. beckettii, C. undulata und die anderen handelsüblichen Arten sind in Bezug auf das Substrat anspruchslos. Sie und einige andere Arten wachsen gut in Sand-Lehm/Ton-Torf-Mischungen mit einem neutralen bis leicht saurem pH-Wert. Aber nicht alle Cryptocorynen lassen sich in mineralischen Substraten kultivieren. Die Wasserkelche die wie C. bullosa, C. elliptica, C. minima, C. nurii und C. villosa aus Schwarzwassergebieten stammen, benötigen einen deutlich sauren pH-Wert und schwere dichte Substrate sagen ihnen nicht zu. Für sie ist Buchenlauberde das optimale Substrat. Buchenlauberde ist sich zersetzendes Falllaub von der Rotbuche (Fagus sylvatica). Man sammelt die Erde an Standorten mit kalkarmem Boden. Auf kalkreichen Böden lagern die Bäume viele Härtebildner in den Blättern ein, die einen höheren pH-Wert und eine erhöhte elektrische Leitfähigkeit im Kulturwasser zur Folge haben. Das vertragen nicht alle Cryptocorynen. Es wird die Schicht verwendet in der die Blätter in kleinere Stücke zerfallen, aber noch nicht vollständig erdig geworden sind. Es ist nicht nötig das Material zu sterilisieren. Eventuell enthaltene Sporen von Pilzen, Farnen und Moosen wirken sich nicht negativ auf die Kultur aus. Dieses Substrat hat einen pH-Wert von 3,5 bis 5,5 und ist ideal für Schwarzwassercryptocorynen.
Man kann die reine Buchenlauberde verwenden. Manche Cryptocorynenfreunde mischen bei Arten, die besonders empfindlich auf Verdichtungen im Substrat reagieren gebranntes Tongranulat in Anteilen von 15 bis 50 Volumenprozent zur Buchenlauberde. Manchmal werden auch etwa 10 % Tonpulver als zusätzlicher Nährstoffspeicher untergemischt. Ich selbst hatte mit solchen Zusätzen immer Probleme. Die Folge war meist Fäulnis im unteren Bereich des Topfes.
Die Buchenlauberde zersetzt sich während der Kultur und liefert Nährstoffe für die Pflanzen. Dabei werden die Substratbestandteile immer kleiner und behindern zunehmend den Wasser- und Gasaustausch. Die Bildung von sauerstoffarmen Zonen und das Auftreten von Fäulnis sind jedoch schädlich für die Pflanzen und müssen vermieden werden. Daher ist eine regelmäßige Kontrolle der Töpfe notwendig. Wird das Substrat zu schlammig oder die Pflanzen zeigen WuchsstÖrungen müssen sie in frisches Substrat umgetopft werden. Dabei werden abgestorbene Wurzeln und faulende Substratreste sorgfältig entfernt. Um Fäulnis entgegen zu wirken, sollte man regelmäßig Wasser durch den Topf laufen lassen und so feine, weit zersetzte Anteile aus dem Substrat zu spülen. Welche Art von Topf oder Container verwendet wird ist für den Kulturerfolg nicht wichtig. GittertÖpfe, geschlossene KunststofftÖpfe und auch TontÖpfe können erfolgreich verwendet werden. Wichtig ist eine daran angepasste Pflege. In geschlossenen Töpfen oder in solchen mit einem Durchmesser von mehr als 7 cm kommt es schneller zu Fäulnis, weil der Gas- und Wasseraustausch behindert wird. Man kann mit einem Stab von unten das Substrat etwas hoch drücken und so auflockern. Dann können auch aus vorher verdichteten Bereichen mögliche Fäulnisherde herausgespült werden. Durch den Zersetzungsprozess und das Spülen geht Substrat verloren. Es wird ersetzt in dem man von oben neue Buchenlauberde in den Topf gibt. Mineralische Substrate mit Tonzusatz sollte man besser nicht spülen. Die feinen Tonanteile gehen dabei verloren.
Auch Pflanzen, die von Standorten mit höheren pH-Werten stammen, lassen sich in Buchenlauberde kultivieren. Sie kommen aber in reiner Buchenlauberde nicht zur Blüte. Um C. huderoi, C. crispatula oder C. pygmaea zum Blühen zu bringen, braucht man mittelhartes Wasser und einen Kalkzusatz zum Substrat. Mischungen mit Kies, Sand, gebranntem Tongranulat und Tonpulver sind gut geeignet. Da sie keine Nährstoffe abgeben wie es die Buchenlauberde tut, müssen die Pflanzen über das Gießwasser gedüngt werden.

Düngung

In der Natur wachsen Wasserkelche meist an nährstoffarmen Standorten. Dadurch sind sie daran angepasst sich auch kleine Nährstoffmengen verfügbar zu machen. Die Kultur in Buchenlauberde simuliert daher die Naturbedingungen sehr gut. Bei der Verwendung rein mineralische Kultursubstrate ist dagegen eine gezielte Düngung erforderlich. PlÖtzliche starke Düngergaben vertragen die meisten Arten nicht. Es macht auch keinen Sinn die Düngermenge langsam immer weiter zu steigern, da das Wachstum von Cryptocorynen sich nicht durch ein erhöhtes Düngerangebot beschleunigen lässt. Das Ziel ist ein stabiles, gesundes Wachstum. Relativ schnell wachsende Arten, die viel Blattmasse bilden (z. B. C. moehlmannii, C. cordata var. grabowski, C. ciliata), müssen gut mit Nährstoffen versorgt werden, damit es nicht zu Mangelsymptomen kommt. Bei anderen Arten stagniert das Wachstum, wenn das Nährstoffangebot nicht ausreicht. Typische Mangelchlorosen zeigen sie aber nicht.
Die Wasserkelche für Aquarien werden in Gärtnereien emers in NährlÖsungen mit sehr hohen Nährstoffkonzentrationen kultiviert. Ihre elektrische Leitfähigkeit liegt bei bis zu 1300 µS/ cm und sie können Nitratgehalte von über 250 mg/l und mehr als 15 mg/l Phosphat haben. Die meisten anderen Arten vertragen so hohe Nährsalzkonzentrationen nicht. rfahrene Cryptocorynen-Freunde verwenden eine DüngerlÖsung mit einer elektrischen Leitfähigkeit bis maximal 400 µS/cm. Bei einem wöchentlichen 50 %igen Wasserwechsel hat sich eine Dosierung von 5 ml Pflanzendünger (z. B. Wuxal) auf 10 l Wasser bewährt (Babics 2005). Manche nehmen auch gering dosierte Lösungen zur Blattdüngung und besprühen die Pflanzen damit regelmäßig. Es wird immer ein Volldünger verwendet, der neben Kalium und Eisen auch alle anderen Mikronährstoffe enthält. Einseitige Düngung und Mikronährstoffmangel machen die Pflanzen anfällig.
Sehr empfindliche Arten wie C. bullosa oder C. bogneri werden nicht zusätzlich gedüngt. Sie wachsen am Besten in reiner Buchenlauberde und werden nur durch das Nachfüllen von neuer Buchenlauberde mit neuen Nährstoffen versorgt.

Becherkultur

Cryptocoryne cordata var. diderici

Cryptocoryne cordata var. diderici in Becherkultur.

Man kann einzelne Cryptocorynen mit oder ohne Topf in Einmachgläser, Kunststoffbecher, transparente Eimer oder Plastikflaschen setzen. Diese Kulturmethode ist seit einigen Jahren als Becherkultur bekannt. Diese Form der Pflege eignet sich für alle Arten, manche benötigen aber recht große Gefäße. Da die Pflanzen isoliert stehen, können die Kulturbedingungen ihren Ansprüchen individuell angepasst werden. Besonders heikle Arten die weiche, sauere Substrate mögen und Störungen nicht gut vertragen, lassen sich viel einfacher in der Becherkultur pflegen als in Terrarien zusammen mit anderen Arten. Da wir unsere Cryptocorynen nicht in einem seperaten Raum pflegen, sondern im Wintergarten, wo auch Gemüsejungpflanzen angezogen werden und Zimmerpflanzen stehen, schützen die geschlossenen Becher die Pflanzen bei uns auch vor Schädlingen wie Blattläuse, Wolläusen und Thripsen.
Kleine Pflanzen setzt man einfach auf das Substrat. Sie ziehen sich mit Hilfe ihrer kontraktilen Wurzeln nach und nach selbst tiefer in die Erde. Größere Pflanzen mit mehr Wurzelmasse pflanzt man am Besten mit Hilfe einer Pinzette. Auch sie sollten nicht zu tief in die Erde. Das Herz der Pflanze sollte sich etwas über dem Substrat befinden. Die bepflanzten Becher werden mit einem passenden Deckel verschlossen und an einem hellen Standort aufgestellt. Je nach Wachstum der Pflanzen und der Gefäßgröße sind die Nährstoffe aus dem Substrat nach etwa 6 bis 12 Monaten verbraucht. Man erkennt dass daran, dass das Wachstum der Pflanzen nachlässt und die nachwachsenden Blätter kleiner bleiben. Zur Nährstoffnachlieferung wird dann etwas neues Substrat nachgefüllt. Die Pflegearbeiten beschränken sich auf das Entfernen von kranken und abgestorbenen Blättern und das Nachfüllen von Wasser. Die Pflanzen werden umgesetzt bzw. auf neue Behälter verteilt, wenn durch Ausläuferbildung das Gefäß völlig ausgefüllt ist.

Cryptocorynen zum Blühen bringen

Nachdem die Pflanzen eingepflanzt wurden, dauert es oft ein Jahr bis sie die ersten Ausläufer oder Blüten bilden. Pflanzen mit vielen kräftigen Blättern scheinen häufiger zu blühen. Es gibt aber auch Arten, die nur zwei oder drei kleine Blätter haben müssen, um einen Blütenstand zu bilden.
Manche Arten regieren auf die Tageslänge. A. van den Nieuwenhuizen (1997) erhielt Blütenstände von C. pontederifoliia bei genau 12 Stunden Beleuchtung. Die Geschwindigkeit der Blütenentwicklung war nach seiner Beobachtung bei der Verwendung einer WarmtonrÖhre (Phillips-TLD-83) mit 18 Watt schneller als unter einer 30 Watt Philips 32 de Luxe.
Andere Erfahrungen zeigen, dass bei einer konstanten Belichtungsdauer von 12 Stunden durch eine Abweichung von 15 Minuten mehr oder weniger eine Blütenbildung gezielt induzieren kann. Die meisten Cryptocorynenfreunde variieren ihre Beleuchtungsdauer aber nicht und erhalten bei 11 bis 13 Stunden dennoch Blütenstände. Auch in der Becherkultur auf dem Fensterbrett mit wechselnden Tageslängen im Jahresverlauf kommen die Pflanzen zur Blüte. In Gewächshäusern unter Tageslicht blühen die meisten Cryptocorynen zwischen September und März.
MÖhlmann (1981) berichtet, er habe Pflanzen über einen Zeitraum von 6 Wochen Tag und Nacht ohne Unterbrechung belichtet und so bereits nach 3 Wochen bei 80 % der Pflanzen Blütenansätze erzielt. DÖtsch (1984) brachte mit vier Wochen Dauerlicht C. wendtii und C. undulata zur Blüte. Sie brachten mehrere Blütenstände in kurzer Folge hervor.
Ghazanfar Ghori machte Versuche bei Blüten durch den Einsatz von Gibberelinsäure gezielt zu erzeugen. Sowohl bei Cryptocoryne als auch bei Lagenandra hatte er damit Erfolg. Allerdings führte die Behandlung mit dem Pflanzenhormon dazu, dass in einigen Fällen die Spatha deformiert oder größer als normal war. Behandelte er Pflanzen, die bereits Blütenansätze hatten, Öffnete sich die Spatha zum Teil bevor die Blüten reif waren oder verwelkten ohne sich zu Öffnen. Bei einigen Pflanzen wurden die Blattstiele um bis zu 33% länger.
Es gibt aber auch Arten, die nicht blühen wollen. Seit 1986 befindet sich eine Pflanze aus den Western Ghats in Indien in Kultur. Sie wächst gut in Aquarienkultur und ist als Cryptocoryne "Shola Forest" recht weit verbreitet. Sie kann bis zum Frost im Freiland kultiviert werden. Eine Blüte und damit die Chance auf eine Bestimmung brachten die Pflanzen erst im Mai 2012 - 26 Jahre nach ihrer Entdeckung. Dann erst konnten sie als C. spiralis var. caudigera neu beschrieben werden.

Cryptocorynenfäule

"Cryptocorynen benötigen absolute Kontinuität aller Bedingungen, vom Licht über Wasserbewegung und Wasserqualität bis zum CO2-Angebot."
Horst 1986

Ein besonders gefürchtetes Problem ist die Cryptocorynen-Fäule. Sie tritt im Aquarium und auch in der Sumpfkultur auf. Charakteristisch ist das schnelle, spontane Zerfallen aller Blätter eines Bestandes. Es scheint ansteckend auf alle Cryptocorynen im Aquarium zu wirken. Innerhalb weniger Tage oder manchmal auch in wenigen Stunden werden alle Blätter matschig. Beginnend an den Blattspitzen lösen sich die Blattspreiten auf.
Ausgelöst wird der Vorgang durch plÖtzliche Veränderungen im Milieu, zum Beispiel durch einen großen Wasserwechsel nach längerer Pause, dem Austauschen aller Leuchtkörper, Entfernen von anderen Pflanzen oder Veränderungen in der Düngung. Auch eine Vergiftung durch zuviel Stickstoff oder eine übermaß an Kalium können AuslÖser sein. Man kann bei einem Gesellschaftsaquarium davon ausgehen, dass der tägliche Kaliumbedarf bei etwa 5 mg/l liegt. Die meisten Aquarienpflanzen reagieren nicht besonders empfindlich auf Schwankungen im Kaliumgehalt des Wassers und zeigen keine Schäden, wenn die erforderliche Menge bei einer wöchentlichen Düngung zugegeben wird. Unserer Erfahrungen zeigen, dass ab einem Kaliumwert von etwa 30 mg/l das Zerfallen der Blätter bei Cryptocorynen einsetzen kann. Pflegt man in einem Aquarium auch Wasserkelche sollte man einen Tagesdünger oder am Besten einen Langzeitdünger verwenden um Kalium gleichmäßig zu dosieren. Unabhängig vom auslösenden Faktor scheint bei der Cryptocorynenfäule das Problem im Zerplatzen der Pflanzenzellen zu bestehen. Durch eine chemische Veränderung im Zellinneren wird die Ionen-Konzentration so hoch, dass durch Osmose Wasser in die Zelle strömt, bis sie platzt. Steigt zum Beispiel der Kaliumgehalt in den Zellen zu schnell an, strömt Wasser nach bis die Zellwände unter dem Druck reißen. Bei einer plÖtzlichen Veränderung der Beleuchtung durch das Einsetzen neuer Röhren oder das Entfernen beschattender Pflanzen wird vermutet, dass die Photosynthese angekurbelt wird, ohne dass die dadurch entstehenden Zucker schnell genug in osmotisch unwirksame Stärke oder Cellulose umgewandelt werden können. Dadurch strömt dann wieder zuviel Wasser zu schnell in die Zellen.
Die Pflanzen verlieren durch die Cryptocorynen-Fäule nur ihre Blätter. Die Wurzeln und Rhizome bleiben intakt. Sie treiben wieder aus. Allerdings kann es Monate dauern bis der Bestand wieder so schön ist, wie er einmal war, denn Wasserkelche bilden nur sehr langsam neue Blätter. Regelmäßige Wasserwechsel, eine gleich bleibende Beleuchtung und eine gleichmäßige Düngung ohne große Schwankungen im Nährstoffangebot helfen Cryptocorynen-Fäule zu vermeiden.

Schädlinge und Krankheiten

Läuse an Cryptocoryne pygmaea

Blattläuse an Cryptocoryne pygmaea.

Thripse an Cryptocoryne

Thripse an Cryptocoryne.
Pilzbefall an Cryptocoryne

Pilzbefall an einer emersen Cryptocoryne.

In der Sumpfkultur treten Schadinsekten wie Blattläuse, Thripse und Wollläuse häufig auf. Ihre Saugtätigkeit schwächt die Pflanzen und verursacht Deformationen an jungen Blättern. Schwärzepilze, die sich auf den Ausscheidungen (Honigtau) der Tiere ansiedeln nehmen den Pflanzen das Licht. Regelmäßige Kontrollen, Besprühen und Abspülen der Pflanzen beugt übermäßigem Schädlingsbefall vor. Beim Einsatz von Insektiziden ist Vorsicht geboten, da sie zu schweren Blattschäden bis hin zum völligen Blattverlust führen können. Ölhaltige Präparate sind ungeeignet. Der Einsatz der Wirkstoffe Pyrethrum und Imidacloprid (Lizetanstäbchen) ist ungefährlich für die Pflanzen.
Auch Pilze können Cryptocorynen befallen. Myrothecium rorium verursacht Nekrosen an den Blättern. Es beginnt mit der Bildung kleiner brauner Flecken, die innerhalb von Tagen deutlich größer werden. Im abgestorbenen Bereich bilden sich Sporenlager, die als schwarze Punkte auf weißen Stielchen mit bloßem Auge sichtbar sind. Die befallenen Blätter müssen entfernt werden, damit sich die Sporen nicht weiter ausbreiten. Rhizoctonia-Arten verursachen eine Stängelgrundfäule, die zum Totalverlust der Blätter führen kann. Dadurch werden die Pflanzen geschwächt (Herr 1999).
In der submersen Kultur treten selten Schädlinge auf. Die meisten Schnecken fressen nur abgestorbenes Blattmaterial und Fische werden von den stechenden Oxalatnadeln abgeschreckt. An den Blattstielen von importierten C. bullosa hat man aber Gallen von nicht näher bestimmten Insektenlarven gefunden. Diese Tiere leben offenbar auch an den submersen Pflanzen (de Wit 1990).
Einen sehr interessanten Bericht liefert Herkner im Jahr 1969. Er untersuchte Blattverkrüppelungen an den jungen Blättern von submersen Cryptocorynen. Die Blätter waren spiralig gedreht und geknickt. Zuerst war nur C. aponogetifolia betroffen, einige Wochen später auch andere Arten. Die Symptome verschlimmerten sich und nach etwa einem Vierteljahr begannen die Blätter zu zerfallen. Herkner fand in den faulenden überresten Einzeller und Fadenwürmer, die das abgestorbene Material zersetzen. I n den Blattachseln entdeckte er Milben. Als Ursache für die Schäden konnte er am Herz der Pflanze aber letztendlich Blasenfüße - Organothrips bianchii - ausfindig machen. Alle betroffenen Pflanzen waren von 3 bis 5 dieser Insekten besiedelt. Fadenwürmer und Milben traten dagegen nicht immer auf. Herkner stellte fest, dass nur junge Pflanzen durch den Befall verkrüppelten. ältere Pflanzen wuchsen trotz der Besiedelung durch die saugenden Insekten ohne Symptome weiter. Die meisten Thripse befallen keine submersen Pflanzen. Sie besiedeln die Blätter und Blüten. Der Organothrips bianchii Hood 1940 ist eine Ausnahme. Diese Insekten haben sich an Taro (Colocasia esculenta) angepasst und leben in den mit wässrigem Schleim gefüllten Blattachseln dieser Pflanzen. Die Art galt als monophag bis sie in Aquarien an Cryptocorynen gefunden wurden. Es gibt zwei verwandte Arten. O. indicus Bhatti 1974 wurde an Eichhornia crassipes und Typha gefunden, O. wrightii Mound 2000 an Gräsern und Binsen. Auch diese Tiere können ihren ganzen Entwicklungszyklus unter Wasser durchlaufen. Herkner konnte seine Thripse mit einem Insektizid erfolgreich bekämpfen. Es soll den Fischen nicht geschadet haben. Er nennt weder das Präparat noch den Wirkstoff. Allerdings gibt es auch keine weiteren Berichte über das Auftreten von Thripsen an submersen Aquarienpflanzen.




Cryptocorynen im Teich

In kleineren, warmen Teichen oder Bottichen kann man Cryptocorynen den Sommer über auch im Freien kultivieren. Die Pflanzen können von Mai bis September, wenn die Witterung es zulässt auch länger, an flachen beschatteten Stellen im Teich stehen. In Töpfen vorkultivierte Pflanzen kann man bei Wassertemperaturen ab etwa 15 °C in den Teich übersiedeln. Als Substrat eignet sich eine Mischung aus Sand und Buchenlauberde (2:1) mit etwas Ton. Geeignet sind C. spiralis "Shola Forest", C. beckettii, C. ciliata, C. undulata, C. x willisii und C. wendtii. Sie wachsen im Teich gut weiter und bilden im Verlauf des Sommers auch Ausläufer. Im Herbst halten die Pflanzen auch bei 8 °C noch aus. Wenn man sie wieder ins Haus holt sollte die Temperatur langsam gesteigert werden (DÖtsch 1982, MÖhlmann 1982, Gerkes 1999).

geschwungene Linie

Cryptocorynen-Arten

Die Zahl der anerkannten Cryptocorynen-Arten hat sich in den letzten 40 Jahren stark verändert. Nachdem mehr Fundorte untersucht werden konnten, fand man größere Variationen innerhalb der Arten. Es wurden darum viele zusammengefasst und Varietäten benannt. Gleichzeitig wurden aber auch neue Gebiete untersucht und andere Cryptocorynen-Arten neu beschrieben. Zurzeit sind 65 Cryptocorynen-Arten anerkannt. Bei C. ciliata, C. crispatula, C. purpurea, C. spirlais und C. cordata werden verschiedenen Varietäten unterschieden. Aber auch andere Arten sind in ihrem Aussehen variabel. Ihre verschiedenen Formen wurden zum Teil ursprünglich als eigenständige Arten beschrieben (C. blassii, C. lucens, C. lutea, C. petchii etc.). Da sie sich in ihrem Aussehen, Wuchsverhalten und in den Kulturansprüchen von einander unterscheiden und bis heute unter diversen Handelbezeichnungen bekannt sind, führe ich diese Typen getrennt voneinander bei den entsprechenden Arten auf.
Einigen Cryptocorynen waren aber früher auf Grund von Verwechselungen unter anderem Namen bekannt. Bei ihnen ist es notwendig Erklärungen zur Benennung zu geben, damit die Zuordnung von Kulturberichte aus der Literatur zu den heute gültigen Namen möglich wird. Auf die Auflistung aller Synonyme der Arten habe ich bewusst verzichtet.

Im folgenden werden alle bisher beschriebenen Cryptocornen-Arten vorgestellt. Nicht alle sind im Handel zu bekommen und viele eignen sich auch nicht für die Kultur im Aquarium.



Härtels Wasserkelch - Cryptocoryne affinis Hooker 1893

Cryptocoryne affinis im Aquarium

Eine verbreitete Form von Hertels Wasserkelch im Aquarium. Es gibt auch braunblättrige Typen.

Cryptocoryne affinis im Topf

über Wasser gezogenen Pflanzen sind sehr klein. Dieses ist der Typ, der oben als Unterwasserform zu sehen ist.
Cryptocoryne affinis mit Blüte

Typischer Blütenstand an Cryptocoryne affinis.

Herkunft:
Südthailand; Malaysia: Kedah, Perak, Selangor, Negeri Sembilan, Pahang und Kelantan

Aussehen:
Emerse Pflanzen sind nur etwa 2 bis 3 cm hoch. Die Blatter haben kurze Stiele. Die Blattspreiten sind 2,5 bis 4 cm lang, 1 cm breit und bullos. Sie sind dunkel grün bis bräunlich gefärbt. Der Mittelnerv ist breit und meist deutlich heller als die Spreite. Wenn die Pflanzen ungestört wachsen könne, bilden sie reichlich Jungpflanzen an etwa 3 bis 5 cm langen Ausläufer. Unter Wasser wird die Pflanze je nach Typ zwischen 10 und etwa 30 - 40 cm hoch. Die Blätter sind dann bis 15 cm lang gestielt und haben bis zu 25 cm lange Blattspreiten. Beschattete Pflanzen haben nahezu glatte Blätter, frei stehende stark bullose Spreiten. Die Oberseite ist dunkelgrün bis bräunlich und die Unterseite grün, braun oder weinrot.
Die Pflanzen blühen verhältnismäßig selten. In unserern Breiten unter Tageslichteinfluss bilden sich die Blütenstände im Zeitraum von Oktober bis Februar. Bei emersen Pflanzen ist die Blütenspatha meist etwa 5 - 10 cm lang. Die Spatha steht auf einem 1 bis 3 cm langen Stiel. Der Kessel ist 1 bis 2 cm hoch, in der unteren Hälfte weiß und in der oberen rötlich. Darin sind 5 bis 8 Narben und 40 bis 60 männliche Blüten. Der sterile Abschnitt des Spadix zwischen ihnen ist recht kurz. Die Duftkörper zwischen den Narben sind rundlich und gelb, teilweise mit roten Punkten. Die Röhre ist etwa 2 cm lang. Die Spathaspreite ist in sich spiralig gedreht. Sie ist 3 bis 7 cm lang. Innen ist sie dunkel purpurn bis violett gefärbt. Der Schlund ist matt purpurn bis schwarz. Die Früchte sind eiförmig. Die braunen Samen haben eine raue Oberfläche. Sehr selten bilden sich an submersen Pflanzen Blütenstände. Dann streckt sich der Blütenstandstiel auf etwa 7 bis 10 cm und es wird eine bis 12 cm lange Röhre und eine besonders lange Spathaspreite gebildet. Insgesamt kann die Spatha kann dann über 30 cm lang werden.

Chromosomenzahl:
2 n = 34

"Der Härtel´sche Wasserkelch ist eine von den Aquarienpflanzen, denen nachgesagt wird, dass sie nur wenig lichthungrig sind. Tatsächlich wächst er noch in tiefem Dämmerlicht einigermaßen zufriedenstellend und vermehrt sich durch Ausläufer auch noch gut."
Wendt 1952 - 1956

Ökologie:
In der Natur wachsen die Pflanzen in etwa 20 bis 70 cm tiefen, klaren Bächen mit mäßiger bis schneller StrÖmung. Seltener findet man Pflanzen emers, die sind dann deutlich kleiner. Der Boden besteht aus Steinen, Kies, Sand und Lehm. Die Pflanzen stehen in tiefem Schatten oder halbschattig. C. affinis kommt oft in riesigen Beständen vor. Van den Nieuwenhuizen (2000) gibt für einen Standort in Malaysia, 76 km entfernt von Kuala Lipis eine Wassertemperatur von 28,5 °C, einen pH-Wert von 6,9 und einen elektrischen Leitfähigkeit von 6,4 µS/cm an.

Kultur:
C. affinis ist eine gute Aquarienpflanze. Bei 22-26 °C, pH 6,0-7,5 und einer Härte von 6-20 °GH wächst sie gut. Sie bevorzugt schwache bis mittlere Beleuchtung. Schwankungen der Wasserwerte oder im Lichtangebot mag sie nicht. Auch auf das Umpflanzen reagiert mit meist mit dem Verlust der Blätter. Lässt man die Pflanze an einem nicht zu hellen Standort ungestört wachsen bildet sie reichlich Ausläufer. In der emersen Kultur verträgt die Art kalkhaltige Substrate und wächst darin besser als in saueren. Mischungen aus Sand, Lehm und eventuell etwas Buchenlauberde oder Torf mit Kalk sind geeignet. Das Wasser sollte nicht zu weich oder sauer sein. Mittelhartes Leitungswasser ist geeigent.

Anmerkungen:
Bereits 1938 wurde diese Art von Hermann Härtel, einem Zierfischzüchter aus Dresden, importiert und war bis etwa 1950 als C. haerteliana auf dem Markt.



Cryptocoryne alba De Wit 1975

Cryptocoryne alba

Cryptocoryne alba hat sehr variable Blätter.

Cryptocoryne alba Blüte

Die typische Blüte ist weiß und hat eine lange Fahne.

Herkunft:
Südwesten von Sri Lanka

Aussehen:
Die Art ist sehr variabel. Es wurden Pflanzen mit grünen, braunen und rotbraunen Blättern gefunden, die teilweise hellere oder dunklere Zeichnungen haben. Die Blattspreiten sind eiförmig bis lanzettlich, 5 bis 13 cm lang und 2 bis 4,5 cm breit. Die Ränder haben eine feine Kräuselung. Es werden Jungpflanzen an mehr oder weniger längen Ausläufern gebildet.
Die Blütenspatha ist etwa 6-11 cm lang. Sie ist in sich nicht oder nur wenig gedreht. Der Kessel ist innen weiß. Unterhalb der männlichen Blüten ist er etwas eingeschnürt. Oben gibt es einige Alveoli. Die scheinen aber zumindest teilweise zu fehlen, denn de Wit (1990) schreibt der Kessel sei "nicht alveolär". Im unteren Bereich bis etwa zur Hälfte ist die Innenseite des Kessels glatt und flächig mit Schleim bedeckt. Darüber sind im Kessel, in der Röhre und der Schlundzone nach unten gerichtete Trichome an den Wandzellen. Der Spadix trägt 4-6 Narben und 20 bis 50 männliche Blüten. Der Fruchtknoten ist grün, gelblich oder weiß mit grünen oder rötlichen Griffeln und grünlichen, rötlichen oder weißlichen Narben. Die Verschlußklappe und die Duftkörper sind weiß oder gelb. Der Appendix ist weiß oder grün. Die Röhre nur 0,3 bis 1 cm lang. Die glatte Schlundzone reicht ist weit und reicht hoch in die Spathspreite hinauf. Diese bildet lediglich einen etwas unebenen oder warzigen Saum um den Schlund herum und verschmälert sich zu einem langen schmalen Schwanz. Der ist meist längs gefaltet, so dass die Innenseite nicht sichtbar ist. Es gibt keinen aufgewölbten Kragen. Die Typuspflanzen hatten eine rein weiße Spatha - daher der Name. Es sind aber auch Formen mit rötlich gepunktetem oder flächig rotem Schlund bekannt.

Chromosomenzahl:
2 n = 36

Ökologie:
Es ist nur ein Fundort von C. alba bekannt. Dort findet man die gesamte Bandbreite der Variationen auf einer Fläche von etwa 20 Quadratmetern zusammen. Die Pflanze wächst am Ufer eine kleinen Bachs, der ein Sumpfgebiet entwässert. Sie kommt zusammen mit Lagenandra ovata vor. Der Leitwert des Wassers liegt bei etwa 30 µS/cm und die Temperatur um 26 °C. Die Pflanzen stehen im Halbschatten zwischen Bäumen und Büschen.

Kultur:
Emers werden die Pflanzen in einer Mischung aus Buchenlauberde (50 - 70 %), gebranntem Tongranulat (30 - 50 %) und einer Prise bzw. Messerspitze voll kalkarmem Tonpulver/Lehm oder Laterit kultiviert. Eine Kultur in reiner Buchenlauberde ist ebenfalls möglich. Die Töpfe sollten am Besten nur zu etwa zwei Dritteln ihrer Höhe im Wasser stehen (Ehrl 1999). Die Pflanzen eignen sich nicht für die Aquarienkultur. MÖhlmann (1987 c, 1993) kultivierte die Pflanzen unter Wasser bei einem pH-Wert von 6,8 - 7, GH 10 bis 12 °, bei 25 °C und mäßigem Licht in grobem Sand mit etwa Lehm. Er empfiehlt einen maximalen Wasserstand von 20 - 30 cm nicht zu überschreiten. Alle anderen Erfahrungsberichte stimmen darin überein, dass die Pflanzen spätestens nach einigen Monaten im Aquarium absterben.

Anmerkungen:
C. alba wird mit C. thwaitesii und C. bogneri zur Cryptocoryne-thwaitesii-Gruppe zusammengefasst. Diese Arten stammen aus dem Südwesten von Sri Lanka und haben die gleiche Chromosmenzahl und eine mehr oder weniger geschwänzte Spatha.

1990 wurde eine Pflanze als C. alba nach Europa gebracht, die in der Farbe und Form der Spatha deutlich vom Typus abweicht. Sie wurde inzwischen als Cryptocoryne waseri beschrieben.



Cryptocoryne albida R. N. Parker 1931

Cryptocoryne albida aus dem Handel

So sieht Cryptocoryne albida im Aquarienhandel aus.

Cryptocoryne albida mit frischer Blüte

Diese Spatha hat sich gerade geöffnet.

Cryptocoryne albida mit Blüte

Bei älteren Blüten klappt die Spatha nach hinten um.

Cryptocoryne albida Blick in den Kessel

GeÖffneter Kessel mit Blick auf die Blüten. Unten die Narben und oben die Pollengefäße.

Herkunft:
ganz Thailand und Myanmar

Aussehen:
C. albida bildet ein sehr kräftiges Wurzelsytem aus, dass in der Natur bis zu 95 % der Gesamtpflanzenmasse ausmachen kann. Das Rhizom wird bis etwa 0,8 cm dick.
über Wasser werden die Pflanzen bis 20 cm hoch. Die Blätter sind dann schmal lanzettlich bis linealisch, olivgrün bis rotbraun mit einem silbernen Schimmer und einer dunklen, federartigen Zeichnung. Die Blattspreiten sind 10 - 15 cm lang, 1,5 cm breit und fest. Die Blattränger können glatt, weit gewellt oder kraus sein. Die Blattstiele sind zwischen 2 und 15 cm lang.
In der Natur werden die Pflanzen unter Wasser bis zu 30 cm hoch. Die Blätter sind 8-10 mm breit, 22-25 cm lang und glatt. Sie haben einen 6-8 cm langen, teils rötlichen Stiel. Die breite Mittelader ist heller als die Spreite. Blütenstände bilden sich nur bei emers oder semi-ermers wachsenden Pflanzen. Die Spatha ist etwa 8 bis 20 cm lang und spiralig gedreht. Der Kessel ist etwa 0,8 - 1,5 cm hoch. Etwa in der Mitte ist er etwas eingeschnürt. Unterhalb der Einschürung ist er innen weiß, darüber rot-violett. Auf Höhe der 50-120 männlichen Blüten sind Alveoli. Die Zahl der Narben schwankt zwischen 3 und 7. Die Röhre ist 5 bis 15 cm lang und in sich leicht gedreht. Im weißen oder grünlichen Schlund sind violette Flecken sichtbar. Einen Kragen gibt es nicht. Die Spathaspreite ist innen glatt, weißlich mit violetter Fleckenzeichnung. Sie ist zunächts aufrecht und biegt sich dann zurück. Die Frucht wächst nahe am oder im Boden innerhalb von sechs Wochen zu ihrer vollständigen Größe heran. Bis zur Samenreife vergehen aber weitere sechs Monate. Dann wächst der Fruchtstandstiel auf eine Länge von bis zu 8 cm heran und die Frucht reißt sternförmig auf.

Chromosomenzahl:
2 n = 36

Ökologie:
In der Natur wächst sie auf kiesigem Untergrund in und an langsam fließenden Flüssen. Wenn der Wasserstand sinkt, stehen die Pflanzen emers bei Lichtstärken von 30.000 Lux in der Sonne. Die submersen Blätter vertrocken dann, aber es werden neue gebildet. Die Pflanzen an beschatteten Standorten sind hell grün, die von halbschattigen bis vollsonnigen Stellen dunkel grün bis braun-rot. Bei beschatteten Pflanzen stehen die Blätter aufrecht. Pflanzen, die der vollen Sonne ausgesetzt sind legen ihre Blätter flach an den Boden. Die Blütezeit liegt zwischen Dezember und Februar.

Wasserwerte am Naturstandort von C. albida (nach Horst 1986 1 und Kasselmann 2010 2)

Standort Südthailand,
Gebiet zwischen
Phuket und Ranong (1)
Südthailand,
Gebiet zwischen
Phuket und Ranong (2)

Südthailand
Kleiner Fluss (2)
Wassertemp. °C 28,9


29,5


29,2


Leitf. [µS/cm] 22,5


33,2


56,4


pH-Wert 7,2-7,3


5,8


7,8


°dGH 0,2


0,6


0,9


°KH 0,1


1


1,5


Ca [mg/l]


2,1*


6,43


Mg [mg/l]


1,3 **


1,74


Fe [mg/l] 0,1


0,12


0,02


* Umrechnung von Kalziumhärte °dH in mg/l mit dem Faktor 7,144, gerundet
** Umrechnung von Magnesiumhärte °dH in mg/l mit dem Faktor 4,356, gerundet

Kulturansprüche:
Im Aquarium wächst C. albida am Besten in leicht sauerem, weichem Wasser mit einem pH-wert von 5 bis 7 und einer Gesamthärte bis etwa 10 °dGH. Das Temperaturoptimum liegt bei 24 bis 26 °C. Es werden Temperaturen zwischen 22 und 28 °C vertragen. Je nach BeckenhÖhe vertragen die Pflanzen eine mittlere bis starke Beleuchtung.
Paffrath (1972 b) pflegte eine rein grüne Form von C. albida aus Myanmar. Unter zuviel Licht (Sonne) kümmerten seine submersen Pflanzen. Abgeschattet in weichem Wasser (2,5 °KH) wuchsen die Pflanzen gut. Je mehr Licht die Pflanze bekam, desto krauser wurden die Blattränder und die Zahl der neu gebildeten Blätter sank.
Da die Pflanzen im Aquarium deutlich kleiner bleiben als in der Natur und einen sehr lockeren Habitus haben, sind sie gut für den vorderen Mittelgrund geeignet. Ein nährstoffeicher Bodengrund mit eisenhaltigem Lehm oder Laterit fÖrdert das Wachstum. Die Vermehrung ist in der Regel langsam. Selbst gut eingewachsene Pflanzen bringen kaum mehr als 3 Ausläufer im Jahr. Bei Schwankungen in der Wasserchemie (pH-Wert) kommt es schnell zur Cryptocorynenfäule.
Emers ist die Pflanze unproblematisch, vermehrt sich mäßig gut durch Ausläufer und blüht relativ häufig. Man kann sie gut in einer Mischung aus Kies, Lehm und etwas Buchenlauberde oder Torfmull, bei 23 bis 28 °C pflegen. Sämlinge kann man in einer Mischung aus Lehm, Sand und Torf bei flachem Wasserstand anziehen.


Anmerkungen:
Als "C. costata" ist eine braunblättrige Form im Handel. Diese Pflanzen wurden 1961 zum ersten Mal importiert. In den Wasserpflanzengärtnereien von Alfred Blass und von Paul KlÖcker wurden sie von da an vermehrt. Sie ist emers und submers problemlos zu kultivieren. Die natürlichen Fundorte des Typusmaterials von 1928 liegen in Südthailand bei Ranong. Dort kommen die Pflanzen zusammen mit der grünen Form vor. Emerse Blätter sind lanzettlich, 9-15 mm breit und 8 bis 10 cm lang. Der Rand ist leicht gewellt. Für gewöhnlich werden als Verbreitungsgebiet von C. albida nur Thailand und Myanmar (Burma) angegeben. Laut Alfasane et al. (2010) gibt es in Bangladesh außer C. ciliata und C. spiralis auch C. retrospiralis subsp. albida. Letzteres ist in Synonym von C. albida. Vermutlich liegt dabei eine Verwechselung mit C. crispatula var. crispatula vor.



Cryptocoryne annamica Serebryanyi 1991

Blüte von Cryptocoryne annamica

Blüte von Cryptocoryne annamica.
Eine mysteriÖse Cryptocoryne vom Mont Bana
Im Jahr 1927 sammelten die amerikanische Botanikerin Mary Strong Clemens und ihr Mann Josef eine nicht blühende Cryptocoryne in Vietnam und hinterlegten Herbarmaterial im Muséum National d´Histoire in Paris. Der Fundort ist laut Herbarbeleg ein Fluss am Mt. Bana, 25 km von Tourane (heute Da Nang). Der Mount Ba Nà ist ein Berg an der Grenze zwischen der Stadt Da Nang und der Provinz Quang Nam. Als Serebranyi 1991 mit C. annamica eine Cryptocoryne aus dieser Region beschrieb, glaubte man damit Clemens´ Pflanzen gefunden zu haben. Allerdings wurde 1994 mit C. vietnamensis eine weitere Art aus dem Gebiet beschrieben, die zu dem Herbarbeleg passt. Sie wurde in der Provinz Quam Nam Da Nang im Großen Ba Ná-Fluss, 25 km westlich von Da Nang gefunden. Eine eindeutige Zuordnung des Herbarbeleges wäre nur mit Hilfe eines DNA-Abgleichs möglich.

Herkunft:
Vietnam (Provinz Gia Lai, Ankhe-Destrict bei Buoenloy, Provinz Kontum, Provinz Quang Nam, nahe Dan Nag und Hue)

Aussehen:
Die Pflanzen werden 35 bis 40 cm hoch. Die Blattstiele sind 1,5 - 15 cm lang, seitlich zusammen gedrück und annähernd vierkantig. Die emersen Blattspreiten sind eiförmig, 7 bis etwa 15 cm lang und 3,5 bis 5 cm breit. Die Oberseite ist dicht mit feinen Papillen besetzt und glänzt, die Unterseite ist matt. Der Blattrand ist leicht gewellt. Die Basis ist herzförmig und die Blattspitze spitz, mit einer kleinen aufgesetzte Spitze (bespitzt). Es kommen rein grüne oder braune Blätter vor. Manchmal ist der Blattrand rötlich. Die Pflanzen vom Standort bei Buoenloy sind emers rein grün. Submers sind die Blätter bullos, oben dunkel grün und unten intensiv violett-rot.
Die Spatha ist 4 bis 10 cm lang und steht auf einem 1-7 cm langen Stiel. Sie ist außen rötlich. Die Spathaspreite ist an der Innenseite runzelig und kräftig gelb. Am Rand sind etwas größere Warzen. Der Schlund ist rot gefärbt und dadurch gut abgesetzt, aber ein gewölbter Kragen fehlt. Die Röhre ist etwa 1 bis 2 cm lang. Der Kessel ist 1,2 bis 1,4 cm hoch, innen weiß und etwas gerippt. Alveoli fehlen. Es gibt 5 oder 6 weibliche und mehr als 50 männliche Blüten. Die Verschlussklappe ist gelb. Die gelben Duftkörper sondern Aasgeruch ab.

Chromosomenzahl:
2 n = 34

Ökologie:
über die natürlichen Standorte der Art wissen wir wenig. Es sind insgesamt nicht mehr als drei Aufsammlungen dieser Art bekannt. Die Pflanzen wachsen an beschatteten Bächen. Sie stehen emers an den Ufern und submers bis in Wassertiefen von 15 bis 50 cm. Beim Typustandort in Buoenloy standen die Pflanzen in einem Bach, der aus einem Sumpfgebiet abfließt. Im Bachbett lagen größere Steine und Felsen. Vermutlich wurzelten die Pflanzen in Schlamm, der sich dazwischen ablagert. Der Standort ist wahrscheinlich durch Rodung der Bäume an den Ufern zerstört worden. An anderen Standorten wachsen die Pflanzen in sumpfigem Boden am Ufer.

Kultur:
In der Natur wachsen die Pflanzen auch unter Wasser, eine dauerhafte Haltung im Aquarium ist bisher nicht gelungen. C. annamica vermehrt sich nur langsam. Die ersten Ausläufer zeigen sich unter guten Kulturbedingungen nach etwa 8 bis 9 Monaten. Es kann mehrere Jahre dauern bis dauern bis die Pflanzen blühen. Van Wijngarden (2002) berichtet, dass er die ersten Blüten erst nach sechs Jahren erhielt. Danach blühten sie aber regelmäßig und trieben zeitgleich mehrere Spathen. Die Blütezeit lag in der Kultur bei van Wijngaarden zwischen April und August/September. Er verwendet für die Kultur eine Mischung aus Sand, Torf, Buchenlauberde und etwas Ton. Die Wassertemperatur betrug 24 °C. Der pH-Wert des Wassers lag bei 4 - 4,5. Die Pflanzen bekamen Tageslicht. Im Herbst und Winter wurde zusätzlich von 16 bis 21 Uhr belichtet.
Auch in reinem Torf wachsen die Pflanzen gut.



Cryptocoryne aponogetifolia Merrill 1919

Cryptocoryne aponogetifolia

Cryptocoryne aponogetifolia
Cryptocoryne aponogetifolia Spatha

Der Blütenstand streckt sich bis zur Wasseroberfläche.

Cryptocoryne aponogetifolia Frucht

Frucht von Cryptocoryne aponogetifolia

Herkunft:
Philippinen: Luzon, ältere Aufsammlungen auch von Panay und Negros

Aussehen:
Die Rhizome sind kräftig und bis zu 1 cm im Durchmesser. Ausläufer werden bis zu 30 cm lang. Bei submersen Pflanzen sind die Blattstiele meist 12 bis 50 cm lang, sollen aber auch bis zu 100 cm Länge erreichen können. Die rein grünen, bullosen Blattspreiten sind fest und 12 bis 80 cm lang, 2 bis 5 cm breit und schmal lanzettlich bis linealisch. Emerse Pflanzen sind kleiner. Die festen Blattstiele sind bis etwa 10 cm lang und wachsen zum Teil aufrecht. Die Blattspreiten sind aber weich und hängen herunter. Sie werden ungefähr 5 bis 20 cm lang. C. aponogetifolia blüht sowohl emers als auch submers. Bei submersen Pflanzen kann sich die Spatha auf eine Länge von 50 bis 60 cm strecken. Der Blütenstandstiel ist 4 bis 9 cm lang. Im Kessel sind 6 bis 8 Narben und 60 - 90 Staubblätter. Er ist innen weiß und nur ganz wenig eingeschnürt. Die Röhre ist außen rötlich braun und im Inneren weiß. Sie kann mehr als 40 cm lang werden. Der Schlundring ist nicht scharf abgegrenzt. Er ist rosa bis violett-rot. Einen Kragen gibt es nicht. Die Oberfläche der Spathaspreite ist runzelig und braun bis violett-rot. Um den Schlund herum ist die Spathaspreite manchmal heller, weißlich oder gelblich gefärbt. Die eiförmige Frucht ist 1 - 1,5 cm im Durchmesser. Sie hat eine grüne, etwas knotige Oberfläche. Zur Fruchtreife streckt sich der Stiel auf 10 bis 25 cm Länge. Die Frucht reißt sternförmig auf und entlässt pro Segment 10 bis 20 Samen. Die Samen sind 5-8 mm und etwa 1 mm im Durchmesser. Sie sind bräunlich gefärbt und etwas gebogen. Sie sind leicht und können von der Oberflächenspannung des Wassers getragen werden. Werden sie benetzt gehen sie aber sofort unter. Innerhalb weniger Stunden keimen die ersten.

Chromosomenzahl:
2 n = 34

Ökologie:
In der Natur wächst sie im bewaldeten Hügelland in klaren Flüssen, die ganzjährig Wasser führen (Morco 2010). Die Pflanzen stehen in bis zu zwei meter teifem Wasser in schneller strÖmung. Nur an den Ufern oder auf Sandbänken stehen die Pflanzen manchmal emers. Dann sind die Blätter mit Stiel etwa 15 cm lang (Schulze 1978 b). Der Bodengrund besteht aus kalkhaltigem Sand oder Kies. Es gibt Pflanzen an beschatteten und voll sonnigen Stellen.

Kulturansprüche:
Diese Cryptocorynen benötigen eine mittelhartes bis hartes Wasser. Sie eigent sich gut für die Haltung im Aquarium. Bei 22-28 °C, einem pH-Wert von 6,0-7,5 und einer Härte von 8-20 °GH kann man diese Art gut kultivieren. Eine mittlere Beleuchtungsstärke ist ausreichend. Damit sich die Blätter dekorativ entfalten können sollte der Wasserstand mindestens 40 cm hoch sein. In flachen Becken fluten die Blätter und man sieht nur die Stiele. Wie alle Cryptocorynen benötigt sie Zeit bis sie sich gut etabliert hat und anfängt Ausläufer zu bilden. Die emerse Kultur ist möglich, aber meist nicht lange erfolgreich.

Anmerkungen:
Diese Pflanze eignet sich gut Barschaquarien. Die Fische fressen sie wegen ihrer reizenden Oxalatnadeln nicht gerne an. Die Art verträgt gut hartes, alkalisches Wasser. Die Pflanzen werden seit 1960 importiert. Laut Brünner (1964) war in den Niederlanden für die Pflanze der Name "Hammerschlag-Cryptocoryne" gebräuchlich. Die Typusaufsammlung stammt von Panay (Capiz Provinz, Jamindan, 14 April 1918). Eine sterile Aufsammlung von Negros aus dem Juni 1910 wurde von Merrill mit in diese Art einbezogen. Es gab lange Zweifel ob es sich bei C. aponogetifolia nicht um die submerse Form von C. usteriana handeln könnte. Auf deren Herbarbelegen finden sich kleine ermerse Pflanzen mit herzförmigen Blättern und emerse Pflanzen mit langen bullosen Spreiten.

Cryprocoryne auriculata Engler 1879

Cryptocoryne auriculata

Cryptocoryne auriculata.

Herkunft:
Borneo: Sarawak, Julau Destrikt und Meradong Destrict

Aussehen:
C. auriculata hat kräftige dicke, Blätter. Sie haben auf der Oberseite ein silbrig grünes Fleckenmuster oder sind flächig silbrig grün mit wenigen dunkleren Streifen. Sie ist durch feine Papillen rau. Die Blattunterseite ist dunkler grün mit silbrig violettem Glanz. Die Spreiten sind länglich eiförmig bis lanzettlich, 9 - 15 cm lang und 3 - 5 cm breit. Der Artname auriculata bedeutet "geÖhrt" und bezieht sich auf die herzförmige bis geÖhrte Blattbasis. Die Blattstiele sind 7 - 10 cm lang. Sie sind am Naturstandort oft zum großen Teil im Boden. Kessel und Röhre haben beide einen Durchmesser von etwa 4 - 5 mm. Der Kessel ist etwa 1 cm hoch. Innen ist er weiß, etwas gerippt und nur wenig eingeschnürt. Auch die Verschlussklappe ist weiß. Der Spadix trägt 4 bis 7 Narben und etwa 30 - 40 männliche Blüten. Das Innere der Röhre ist rot. Außen ist sie weißlich bis grün. Der Schlund Öffnet sich weit. Die Schlundzone ist kräftig rot, glatt und samtig glänzend. Die dunkelrote bis schwärzliche, raue Spathaspreite bildet um den Schlund nur einen schmalen Saum und läuft in eine mehr oder weniger lange sich schnell verschmälernde Spitze aus. Die schwanzartige Spitze ist nur wenig oder gar nicht gedreht. Die Samen sind etwa 3 mm lang.

Chromosomenzahl:
2 n = 34

Ökologie:
Von C. auriculata sind fünf natürliche Standorte bekannt. Diese Cryptocoryne wächst an den Ufern von mäßig schnell bis schnell fließenden Flüssen und Bächen in sandigem, kiesigem oder steinigem Boden. Dort ist sie bei Hochwasser überflutet. Sie kann in der Sonne und stark beschattet wachsen. Blütenstände findet man am Naturstandort im September (Jacobsen 1982, De Wit 1990, Ipor et al. 2007 c).

Kultur:
MÖhlmann (1991) gibt an er habe C. auriculata über mehrere Jahre in einem Gemisch aus Laubmischwald-Erde, Quarzsand und Naturtorf im Verhältnis 3:2:5, bei 26 °C, einem pH-Wert um 5 und gedämpften Licht erfolgreich im Aquarium kultiviert. Für eine Kultur im normalen Gesellschaftaquarium ist die Planze nicht geeignet. Emers lassen sich die Pflanzen am Besten in reiner Buchenlauberde in Becherkultur pflegen. Sie benötigt viel Zeit und Ruhe. Die Art gehört zu den schwierigeren Cryptocorynen und geht nach einiger Zeit meist immer weiter zurück.

Anmerkungen:
Die Pflanzen wurden etwa 1971 zum ersten Mal lebend nach Deutschland importiert (Sadilek 1972).



Cryptocoryne bangkaensis Bastmeijer & Jacobsen 2007

Cryptocoryne bangkaensis

Cryptocoryne bangkaensis von Bangka.

Cryptocoryne bangkaensis

Cryptocoryne bangkaensis von Lingga-Island.

Cryptocoryne bangkaensis mit Blütenstand

blühende Cryptocoryne bangkaensis

Herkunft:
Sumatra: Südsumatra und Inseln Bangka und Belitung

Aussehen:
C. bangkaensis ist eine variable Art. Die Blattspreiten sind lanzettlich bis eiförmig, 4 - 10 cm lang und 2-5 cm breit. Sie sind glatt mit leicht gewelltem Rand bis bullos. Die Blattoberseiten sind grasgrün bis dunkelgrün oder bräunlich. Die Unterseiten sind oft rot gefärbt. Die Blattstiele werden 10 bis 20 cm lang. Die Spatha ist insgesamt 5-12 cm lang. Die 2-3,5 cm lange, glänzende Spreite ist warzig und hat entlang des Randes größere Auswüchse (Protuberanzen). Die Spitze ist nach hinten und der Rand etwas nach oben gebogen. Ihre Farbe variiert von gelb und orange bis dunkel rot und schokoladenbraun. Charakteristisch ist ein sehr schmaler Schlund mit einem deutlichen Kragen. Der Kragenwulst ist meist gelblich oder orange und dadurch oft farblich von Schlund und Spathaspreite abgesetzt. Der Schlund ist weiß bis braun gefärbt. Manchmal ist er mit mehr oder weniger dichten purpurroten Punkten besetzt. Die Röhre ist innen weiß mit unregelmäßigen, roten Flecken oder gleichmäßig dichten feinen, roten Punkten gemustert. Sie ist etwa 2,5 bis 6 cm lang. Der Kessel ist im unteren Bereich weiß und oben rötlich oder flächig rot. Der fertile Teil des Blütenstandes umfasst 5-6 Narben und 30 bis 50 Pollensäcke. Die Duftkörper sind rund mit einer Mulde in der Mitte. Die Verschlussklappe ist weiß bis gelblich mit mehr oder weniger dichtem Muster aus roten Punkten. Die Frucht ist breit eiförmig, dunkel braun und glatt. Die Samen sind braun und gefurcht. Der Embryo hat zwei haarförmige Primärblätter.

Chromosomenzahl:
2 n = 68

Ökologie:
Die Pflanzen wachsen in Sekundärwäldern im Tiefland. Man findet sie in langsam fließenden Bächen und Flüssen auf schlammigem oder sandigem Boden. Das Wasser hat dort einen pH-Wert von 4,9 - 5,7. C. bangkaensis kommt auf Bangka an mehreren Standorten zusammen mit C. longicauda vor.

Kultur:
Im normalen Aquarium lässt sich die Art nicht pflegen. Die emerse Kultur ist in reiner Buchenlauberder möglich. Gute Ergebnisse können in einer Mischung aus 60% Buchenlauberde, 20% gebranntem Tongranulat, 15% Torf und 5% Lehm erzielt werden. Bis die Pflanzen blühen können mehrere Jahre vergehen. (Bastmeijer 1989, Cryptocoryne-Lagenadra-Gallerie).

Anmerkungen:
C. bangkaensis war bereits in den 1950er Jahren in Kultur. Sie wurde etwa zeitgleich mit C. scurrilis importiert und von dieser nicht unterschieden als de Wit sie 1962 als neue Art beschrieb. Die Angaben in der Erstbeschreibung von C. scurrilis sind eine Kombinationen aus Merkmalen von C. scurrilis und C. bangkaensis.
Erst als 2001 und 2002 neue Aufsammlungen nach Europa kamen fiel auf, dass die Pflanzen nicht zu der Beschreibung von C. scurrilis passten. Zeichnungen der Spatha von C. bankaensis sind bei de Wit (1990) in der Abb. 75 als Nr. 4 und 5 zu finden (S. 240). Auch die Farbfotos auf der Seite 209 (Nr. 61 und 62) zeigen C. bangkaensis. Sämtliche Angaben de Wits zur Färbung von C. scurrilis sind auf Beobachtungen an C. bankaensis zurück zu führen, da nur die ihm als Lebendmaterial zur Verfügung stand. Die Farbbeschreibung der Spatha passt zu Formen von C. bangkaensis, die auf der Insel Belitung gefunden wurden: "Der Schlund ist purpurn mit sehr dünnen weißen Strichen oder schmutzigweißen kleinen Flecken. Der Kragen ist durch eine links und rechts verbreiterte, glatte, gefurchte oder gewellte Zone gekennzeichnet, die aufgebauscht und gelb ist." (de Wit 1990)



Cryptocoryne x batangkayanensis Ipor, Ørgaard & Jacobsen 2015

Herkunft:
Typusfundort ist in Malaysia, Sarawak, Kutching Division im Batang Kayan Basin nahe Kampong Stungkor Baru, andere Fundorte sind nicht bekannt.

Aussehen:
Die Blätter sind 15 - 25 cm lang. Die Blattspreite ist oval und 3 bis 10 cm lang und zwischen 2 und 6 cm breit. Die Oberfläche ist glatt bis leicht uneben.Die Unterseite ist mehr oder weniger purpurn und die Blattoberseite leuchtend grün mit purpurner Maserung. Teilweise sind die Blattadern etwas bräunlich. Die Basis ist gestutzt bis herzförmig.
Die Spatha ist 8 - 20 cm lang. Davon entfallen auf den Kessel 1,5 - 2 cm. Der ist innen im oberen Teil purpurot und im Übergang zur Röhre gepunktet. Die Röhre ist innen weiß und 5 - 12 cm lang. Der Schlundbereich ist dunkelrot bis rötlich und weit geöffnet. Die Spathaspreite ist purpurrot, 2 - 6 cm lang und leicht uneben. Ein Kragen ist nicht vorhanden.
Der Spadix hat 5 bis 7 weibliche Blüten, die oben bräunlich sind und elliptische Narben haben. Die Duftkörper sind dunkelgelb und rund. Oben sitzen 40 - 60 männliche Blüten. Der sterile Anhang an der Spitze ist weißlich mit rötlichen Punkten.
Pollenfruchtbarkeit 0 - 5 %.

Chromosomenzahl:
2 n = 85

Ökologie: Diese Naturhybride ist nur von einem Fundort bekannt. Der befindet sich in einem Sekundärwald, der an eine Kautschuk-Plantage grenzt. Die Pflanzen wachsen in einem schlammigen Graben, der von den Bäumen überschattet wird. Teile des Gebiets wurden inszwischen für eine Ölpalmenplantage gerodet. Die Pflanzen wachsen dort nun in der Sonne, scheinen sich aber bisher gut zu halten.

Kultur:
Die Pflanzen sind in Kultur und werden in Buchenlauberde emers gepflegt. Sie ähneln Cryptocoryne x purpurea.
Anmerkungen:
Es handelt sich um eine Hybride zwischen Cryptocoryne cordata var. grabowski und Cryptocoryne ferruginea var. ferruginea. Der große Chromosmensatz ist darauf zurück zuführen, dass ein nicht reduzierter Gamet von C. cordata var. grabowski mit 68 Chromosomen mit einem Gameten von C. ferruginea verschmolzen ist, der die Reduktionteilung normal vollzogen hat und 17 Chromosmen aufwies.

Cryptocoryne beckettii Thwaites ex Trimen 1885

Cryptocoryne beckettii im Aquarium

Cryptocoryne beckettii im Aquarium

Cryptocoryne beckettii Spatha

Cryptocoryne beckettii mit Blütenständen.

Cryptocoryne beckettii petchii

Blütenstand von "Cryptocoryne petchii"

Herkunft:
Sri Lanka (Mitte und Süden), in Malaysia (Johore), Singapur und Texas (USA) verwildert

Aussehen:
Es gibt verschiedene Varietäten von C. beckettii. Namentlich unterschieden werden in der Regel C. beckettii und "C. petchii". Letztere ist eine triploide Pflanze, die 1931 von Alston als eigenständige Art beschrieben, später aber von Jacobsen zu C. beckettii gestellt wurde. Die beiden Formen unterscheiden sich in ihrem Wuchsverhalten und im Aussehen.

C. beckettii:
Aussehen:
Emerse Pflanzen haben dunkel grüne bis braun-grüne Blätter mit 10 bis 20 cm langen meist rötlichen Stielen. Ihre Spreiten sind lanzettlich bis länglich eiförmig, 6 bis 15 cm lang und 2 bis 4 cm breit. Die Blattunterseiten und die Blattadern sind oft rötlich. Unter Wasser haben die Pflanzen 8 bis 15 cm lange und 2 - 4 cm breite, lanzettliche bis schmal eiförmige Blattspreiten. Ihre Oberseite ist dunkel oder olivgrün, bei Kümmerformen blass grün. Von der Mittelrippe ausgehend zeigt sich manchmal eine rötliche, federartige Zeichnung. Die Blattunterseite ist oft purpurbraun. Die Basis ist herzförmig. Der Blattrand ist weit gewellt. Typisch ist das sich die Ränder älterer Blätter im Aquarium nach unten einrollen. Die Blattstiele sind meist etwas kürzer als die Spreite.
Die Blütenspatha ist 9-13 cm lang. Die Spathaspreite ist innen gelb, graugelb oder braun, fleischig, fast ganz glatt, aber am unteren Rand mit manchmal mit größeren Warzen. Ihre Spitze ist glatt oder etwas spiralig gedreht. Der Schlundring und der Kragen sind dunkelpurpurn oder schokoladenbraun. Die Röhre ist 5 - 6 cm lang. Der Kessel ist etwa 1,5 - 2 cm hoch. Die obere Hälfte ist alveolär. 5 bis 6 Narben und etwa 60 Staubbeutel bilden den fertilen Teil des Spadix.

Chromosomenzahl:
2 n = 28

"C. petchii":
Aussehen:
Emerse Pflanzen haben 10 bis 15 cm lange und 1 - 2 cm breite, lanzettliche bis schmal eiförmige Blattspreiten. Die Oberseite ist bräunlich, rötlich oder bronze-grün, die Unterseite rötlich braun bis purpurn. Die Blattbasis ist herzförmig. Unter Wasser sind die Pflanzen bei gutem Licht bis 10 cm hoch. Die Blätter sind dann kurz gestielt und die Spreiten etwa 15 mm breit. Die Blätter sind bräunlich, bronzefarben bis olivgrün. Der Blattrand ist gewellt bis gekräuselt, aber nie nach unten eingerollt. An beschatteten Stellen behält die Pflanze ihre dunkle Farbe, wächst aber aufrechter und wird bis 25 cm hoch. Die Blattränder sind dann glatt. Die Blütenspatha ist 7-10 cm lang. Der Kessel ist etwa 1 cm hoch und auf der gesamten Innenseite alveolär. Es gibt 6 bis 7 Narben und 40 bis 45 Staubgefäße. Die Röhre ist 3-6 cm lang. Die schmale, fleischige Spathaspreite steht aufrecht, selten ist sie etwas nach hinten geneigt oder leicht gedreht. Von der Basis zur Spitze hin wird sie gleichmäßig schmaler. Sie ist innen etwas runzelig mit größeren Runzeln am Rand. Sie ist olivgrün bis schmutzig braun. Der Schlundring und der Kragen sind matt purpur-braun.

Chromosomenzahl:
2 n = 42



Ökologie:
In der Natur wachsen die Pflanzen an den Ufern von schnell strömenden Flüssen mit sandig-kiesigem Grund. Während der Blütezeit stehen sie außerhalb des Wassers. Das Wasser ist weich bis hart und der pH-Wert liegt im leicht sauern bis leicht alkalischen Bereich.

Wasserwerte an Naturstandorten von C. beckettii (nach Kasselmann 2010 (1) und Bastmeijer, Christensen & Jacobsen 1984 (2))


Standort Kalugelle Oya
30.1.2002 (1)
Bei Kandy
Fluss Abangage
31.1.2002 (1)
Quellen bei
Kawudupelella (2)
Wassertemp. °C 26,2

25,5


24

Leitf. [µS/cm] 394

181


410

pH-Wert 8

7,9


6,9

°dGH 9,7

3,8


12

°KH 9,5

4


-

Ca [mg/l] 42,15 *

2,3 *


-

Mg [mg/l] 16,55 **

1,5 **


-

Fe [mg/l] kleiner 0,01

kleiner 0,01


0,055


* Umrechnung von Kalziumhärte °dH in mg/l mit dem Faktor 7,144, gerundet
** Umrechnung von Magnesiumhärte °dH in mg/l mit dem Faktor 4,356, gerundet


Kultur:
beide Formen lassen sich gut bei 22-30 °C, einem pH-Wert von 6,0 bis 8,0 und einer Härte von 2 bis 15 °GH kultivieren. Eine mittlere Beleuchtungstärke reicht aus. Paffrath (1973 c) gibt für C. beckettii an das die Pflanzen weiches und mittelhartes Wasser gut vertragen. Weicheres Wasser sei für die Kultur aber günstiger. Unter guten Wasserverhältnissen würden die Pflanzen unproblematisch in reinem Sand oder Kies wachsen. Eine Zugabe von Lehm oder Ton wirke sich aber günstig aus. Erst nach einigen Jahren ungestörtem Wachstum bilden sich reichlich Ausläufer. Zu "C. petchii" schreibt er (Paffrath 1969, 1973 c), das sie auch sehr gut wächst und viele Ausläufer bildet, wenn sie beschattet steht. Aber sie wächsen mehr in die Höhe als an hellen Stellen. Wenn die Bestände zu dicht werden, müssen sie ausgedünnt werden, weil sonst die Pflanzen immer höher werden und beginnen zu kümmern. Als Substrat für die emerse Kultur eignet sich eine Mischung aus 90 % Kies (1-3 mm) und 10 % Tonpulver oder Lehm.

Anmerkungen:
Die als "Cryptocoryne petchii" bekannte Pflanze ist eine triploide, pollensterile Form von C. beckettii. C. beckettii wurde bereits 1931 zum ersten Mal eingeführt, "C. petchii" erst 1955.



Cryptocoryne bogneri Rataj 1975

Cryptocoryne bogneri

Cryptocoryne bogneri mit Spatha

Herkunft:
Südwest Sri Lanka (Aweltota)

Aussehen:
Diese kleine Art wird etwa 5 bis 10 cm hoch. Die Blätter sind abhängig von den Umweltbedingungen und Standortvarianten grasgrün bis dunkel grün. Die Oberseite ist bei emersen Pflanzen rau und hat manchmal einen violetten Glanz. Die Blattadern sind zum Teil rot-braun gefärbt. Die Spreiten sind eiförmig bis elliptisch, 4-15 cm lang und 2-5 cm breit. Die Blattränder sind eng gekräuselt. Die Basis ist herzförmig oder geÖhrt.
Es sind zwei Typen von dieser Art bekannt. Die ursprünglichen Pflanzen haben eine etwa 8 cm lange Spatha mit einer 1 bis 2 cm kurze Röhre. #Der eine Der Kessel ist zum Teil ganz im Substrat verborgen. Er hat nur einen wenig größeren Durchmesser als die Röhre ist 1,5 cm hoch. Die untere Hälfte ist mit groben, senkrechten Rillen gefurcht. Etwa auf halber Höhe sind grobe Warzen. Es sind keine Alveoli sichtbar. Es gibt 5 Narben und etwa 25 Staubblätter (nach de Wit 1990). Die Spathaspreite hat einen warzigen Rand, ist gelb oder orange und immer etwas nach vorne gebogen. Die Fahne läuft oft in einer kurzen Spitze aus. Später wurde ein anderer Typ gefunden, der eine 5-6 cm lange Röhre ausbildet. Beim diesen Pflanzen ist die gesamte Spatha meist weiß. Der Rand der Spathaspreite kann etwas gelblich gefärbt sein. Bei beiden Formen kommen sowohl mehr oder weniger glatte Kesselinnewände vor als auch stakk gerippte.

Chromosomenzahl:
2n = 36

Ökologie:
C. bogneri wächst am Typusstandort in einem kleinen Bach mit 5 - 10 cm Wasserstand auf steinigem Boden. Sie wächst dort sowohl emers als auch submers. Als das Typusmaterial im Februar 1973 gesammelt wurde, blühten viele der Pflanzen. Es handelt sich um eine sehr seltene Art. Es sind nur kleine Bestände von zwei Fundorten bekannt. Die Pflanzen wachsen an stark beschatteten, langsam fließenden Dschungelflüssen.
Wasserwerte am Naturstandort von C. bogneri (nach Kaselmann 2010)


Standort Atweltota
(Typusstandort)
09.02.2002
Wassertemp. °C 24


Leitf. [µS/cm] 22


pH-Wert 6,9


°dGH kleiner 0,2


°KH kleiner 1


Ca [mg/l] kleiner 1 *


Mg [mg/l] kleiner 1 **


Fe [mg/l] kleiner 0,01




* Umrechnung von Kalziumhärte °dH in mg/l mit dem Faktor 7,144, gerundet
** Umrechnung von Magnesiumhärte °dH in mg/l mit dem Faktor 4,356, gerundet


Kultur:
De Wit gibt an, die Pflanzen würden im Aquarium sowohl hartes als auch weiches Wasser vertragen. Möglicherweise handelt es sich um eine Verwechselung oder seine Pflanzen hatten andere Lebensansprüche. Er gibt auch nicht an wie lange er die Pflanzen im Aquarium halten konnte. Die heute in Kultur befindlichen Pflanzen sind nicht aquarientauglich und gehören zu den am schwierigsten zu kultivierenden Cryptocorynen überhaupt. Ein gutes Substrat ist eine Mischung von Buchenlauberde und Ton im Verhältnis 10:1. Das Substrat sollte nicht zu nass sein. Die Töpfe stehen am Besten nur zu etwa zwei Dritteln ihrer Höhe im Wasser (Ehrl 1999). Temperaturen zwischen 23 und 28 °C sind günstig. Die Pflanzen mögen gedämpftes Licht. Die Blätter haben eine sehr lange Lebensdauer von zwei Jahren oder mehr. Es werden aber nur langsam neue gebildet.

Anmerkungen:
C. bogneri wurde am 15. Februar 1973 von Josef Bogner zum ersten Mal gesammelt. Die nach ihm benannte Art ist im Abstand von wenigen Monaten zweimal unter demselben Namen und auf Basis von Pflanzen aus derselben Aufsammlung beschrieben worden. Darum gibt es den korrekten Namen C. bogneri Rataj 1975 und das Synonym C. bogneri deWit 1975.



C. bullosa Beccari ex Engler 1879

Cryptocoryne bullosa

Cryptocoryne bullosa.

Herkunft:
Nord-West-Borneo (Sarawak)

Aussehen:
Die Blätter sind stark bullos. Die dunkelgrüne, lanzettliche bis eiförmige Spreite ist 5-10 cm lang, 1 bis 3 cm breit und an der Basis abgerundet oder schwach herzförmig. Die Mittelader ist kräftig und gut sichtbar. Ein Paar Seitennerven entspringt nahe der Blattbasis und verläuft nahe dem Rand. Ein zweites Paar geht etwas weiter oben aus der Mittelader hervor. Der Verlauf der Seitenadern ist bei besonders stark bullosen Blättern nicht mehr erkennbar. Die Ränder sind nahe der Basis stärker gewellt als zur Spitze hin. Die Spatha ist etwa 4 cm lang, mit roter, fein warziger Spreite und einer sehr dunklen Schlundzone. Kessel und Röhre sind jeweils etwa 1 cm lang. Der weibliche Blütenteil hat 4 bis 6 Narben, der männliche besteht aus etwa 40 Staubgefäßen.

Chromosomenzahl: 2 n = 34

Ökologie:
In der Natur wächst C. bullosa in schnell fließendem Wasser in sandigem, kiesigem oder steinigem Grund. Meist beschattet, selten in der vollen Sonne. Karbonat- und Gesamthärte sind niedrig der pH-Wert des Wassers liegt um 6. Die Pflanzen wurzeln tief im Grund. Das Herz, die Blatt- und Blütenstandstiele sind bis etwa 10 cm tief im Substrat. In stark strömenden Gewässern ist zum Teil nur die Blattspreite über dem Boden. An einem Standort im Sungai Sugai wachsen die Pflanzen in 10 - 40 cm tiefem Wasser. In flachem Wasser sind die Pflanzen etwa 20 cm hoch. An tieferen Stellen bis zu 40 cm. Die Bestände sind etwa 5 bis 10 Quadratmeter groß. Die Fließgeschwindigkeit des Wassers liegt bei etwa 0,5 bis 1,5 m pro Sekunde. Der Boden besteht aus Quarzkies mit 2-3 cm KÖrnung. Dazwischen sind Sand und größere Steine. An den Ufern wächst die Pflanze zusammen mit C. striolata (Kettner 1985). Es sind 17 Standorte in Sarawak bekannt. Die meisten sind durch Holzeinschlag und Landwirtschaft bedroht (Ipor et al. 2007 b).

Wasserwerte an Naturstandorten von C. bullosa (nach Horst 1982 a)

Standort Pakan
25 Meilen
von Sarikei
Wassertemp. °C 25


Leitf. [µS/cm] 28


pH-Wert 6,9


°dGH 1


°KH 0,8


Ca [mg/l] 2,4


Mg [mg/l] 1,2


Fe [mg/l] 0,5




Kultur:
Die Pflanze ist in der Kultur schwierig. Paffrath (1984) gelang es in weichem (2 °KH, 6 °GH), sauerem (pH 5,8) Wasser in einem Substrat aus Torf, Tonerde und Sand nicht die Pflanzen länger als ein Jahr im Aquarium am Leben zu erhalten. Dabei wurden die neu gebildeten Blätter immer kleiner bis die Pflanzen eingingen. Emers ist die Kultur nicht einfacher. Die Pflanzen reagieren sehr empfindlich auf Veränderungen im Milieu und auf Pilzinfektionen. Ein günstiges Substrat ist eine Mischung von Buchenlauberde und Lehm (10:1). Ehrl (1999) empfiehlt, den Wasserstand so hoch zu halten, dass die Töpfe bis zum oberen Rand im Wasser stehen. Er erzielt ein gutes Wachstum in reiner Buchenlauberde. Seine Pflanzen stehen in GittertÖpfen mit 6,5 cm Höhe und 7,5 cm Durchmesser.

Anmerkungen:
Beccari, der die Art als Erster sammelte, fand C. bullosa nur submers wachsend vor. Nachdem die Pflanze 1867 zum ersten Mal gefunden und 1879 beschrieben wurde, fand Hyviland die Art noch einmal 1892 wieder. Danach wurden sie erst 1967 vom Wasserpflanzenzüchter Henry Ong wieder gesammelt und gelangten dann lebend nach Europa. Sie war damals weit verbreitet und häufig und soll von den Einheimischen als Viehfutter verwendet worden sein (Paffrath 1984). Als Cryptocoryne bullosa sind aber oft auch andere Pflanzen (C. affinis, C. keei, C. huderoi) importiert, worden, die leichter zu pflegen sind.



Cryptocoryne ciliata (Roxburgh) Fischer ex Schott 1832

Cryptocoryne ciliata Knospe

Knospe an Cryptcoryne ciliata var. latifolia.

Cryptocoryne ciliata Blüte

Blüte am ersten Tag.

Cryptocoryne ciliata Blüte

Blüte am zweiten Tag.

Cryptocoryne ciliata Blüte

Blüte am dritten Tag.

Cryptocoryne ciliata Blüte

Blüte am vierten Tag.

Cryptocoryne ciliata Blüte

Blüte am fünften Tag.

Herkunft:
Indien, Bangladesh, Myanmar, Thailand, Kambodscha, Vietnam, Malysia, Sumatra, Borneo, Java, Celebes, Ceram, Halmahera, Irian Jaya, Papua Neuguinea

Aussehen:
Es werden zwei Varietäten unterschieden, deren genaue Verbreitungsgbiete nicht getrennt erfasst sind. C. ciliata var. ciliata wird auch als schmalblättriger Typ bezeichnet. Bei ihr liegt das Verhältnis der Länge zur Breite bei den Blattspreiten bei etwa 15 : 1. C. ciliata var. latifolia - der breitblättrige Typ - hat ein Längen-Breiten-Verhältnis von etwa 2,5 : 1 (Paffrath 1972 a). Diese Varietät ist triploid.

C. ciliata var. ciliata:

"Die Vermehrung ist nicht nur durch Ausläufer-, sondern auch durch Sämlingspflanzen möglich, da dieser Wasserkelch, im Gegensatz zu anderen Cryptocorynen, im Aquarium durch Selbstbefruchtung Samen ansetzt, die bereits in der Frucht keimen und als fertige kleine Pflanzen herausfallen. Die Blütenscheidenspreite Öffnet sich sogar unter Wasser, und auch die Befruchtung kann submers erfolgen."
Wendt 1952 - 1956

Die ganze Pflanze ist fleischig und steif. Die Blätter stehen senkrecht oder nur leicht schräg. Die Blattstiele erreichen eine Länge von 10 bis 50 cm. Die rein grünen, lanzettlichen Blattspreiten sind etwa 15 - 50 cm lang und 2 - 15 cm breit. Bei jungen Blättern ist die Basis herablaufend, bei älteren gestutzt bis herzförmig. Die Größe der Pflanzen ist vom Standort beeinflusst. Auf schlammigen, nährstoffreichen Böden werden sie größer als in Sand. Kräftige Pflanzen können über Wasser etwa 1m hoch werden. Es gibt aber auch Unterschiede zwischen verschiedenen Populationen. Paffrath (1972 a) gibt an, dass die Pflanzen im Aquarium eine Höhe von etwa 60 cm erreichen. Die Blattstiele sind dann ungefähr 20 bis 30 cm lang, die Spreiten 30 bis 40 cm. Pflanzen aus Neuguinea (Inseln Biak, Japen und vom Festland gegenüber Japen) blieben in der Kultur kleiner. Sie hatten submers eine gekräuselte Blattspreite und wurden selten höher als 30 bis 40 cm (van Bruggen 1962).
Die Spatha kann bei großen Varietäten und kräftigen Pflanzen bis zu 50 cm lang werden. Davon entfallen auf den Kessel etwa 1 bis 2 cm. Er ist innen weiß. Etwa auf halber Höhe ist er mehr oder weniger eingeschnürt. Der Blütenstand umfasst 4-9 Narben und 20 bis 80 männliche Blüten. Die weißen Duftkörper sind klein und unregelmäßig rund. Die Röhre kann bei großen Exememplaren bis zu 40 cm lang sein. Sie ist innen weiß und im Querschnitt elliptisch. Die Spartaspreite ist 3 bis 10 cm lang und 2-3 cm breit. Sie ist rosa-rot bis dunkel rot oder grünlich. Um den Schlund herum ist sie oft gelb oder grünlich gefärbt. Bei Formen von Celebes und Java wurden flächig grün-gelbe Spathaspreiten gefunden. Die Spreite ist etwas warzig und gewölbt, aber nicht gedreht. Sie kann mehrere Längsrillen haben. Am Rand 0,5 bis 1 cm lange, teilweise gegabelte Wimpern (Cilien). Der Schlund ist durch einen mehr oder weniger deutlichen Kragen abgegrenzt, weißlich, gelblich oder grünlich gefärbt und rot gepunktet. Van den Nieuwenhuizen (1999) berichtet von der Blütenbildung im Aquarium. Bei Pflanzen die sich drei Jahre oder länger ungestört entwickeln konnten, bilden sich nach seinen Angaben manchmal Blütenstände unter Wasser.

Cryptocoryne ciliata Sämling

Sämling von Cryptocoryne ciliata

Diese Blüten entwickeln nach Selbstbestäubung Samen, die ohne Ruhepause sofort keimen. Diese Selbstbestäubung von C. ciliata wird auch von Brünner (1962) erwähnt. In der Regel Öffnen sich die Blütenstände aber über Wasser und werden von Insekten bestäubt. Die Frucht hat einen Durchmesser 2 bis 5 cm und enthält zwischen 30 und 70 Samen (Jacobsen 1982). Die Samen sind etwa 12 mm lang und 5 mm breit. Der Embryo hat ca. 15 - 40 krallenförmige Auswüchse, die bereits voll entwickelt in der Samenhülle zusammengefaltet sind. Nachdem die Samenhülle aufgerissen ist strecken sie sich. Der Keimling wird wegen dieser wimpernartigen Primärblätter von van Bruggen (1962) als "Medusenhaupt" oder "Perückenkopf" bezeichnet. Vermutlich dienen sie dazu den Keimling zu verankern. Allerdings schwimmen die Sämlinge zunächst. Darüber wie die weitere Entwicklung abläuft gibt es verschiedene Berichte. Van Bruggen (1962) gibt an, dass die Keimlinge nach wenigen Stunden auf den Grund sinken, aber nach 5 bis 6 Tagen wieder anfangen zu schwimmen. Van den Nieuwenhuizen (1999) beobachtete dagegen, dass die Sämlinge frei treibend Wurzeln bildeten und erst absanken als sie nach etwa 10 bis 14 Tagen bereits die ersten Laubblätter hatten. Bis dahin verschwinden die wimpernartigen Auswüchse völlig.

Chromosomenzahl:
2 n = 22

C. ciliata var. latifolia:
Diese Varietät hat einen triploiden (dreifachen) Chromosomensatz. Sie wird als "breitblättriger Typ" bezeichnet, weil die Spreiten nur etwa 2,5 Mal so lang wie breit sind. Charakteritisch sind die kurzen, steifen Triebe, die die Pflanzen statt Stolonen in den Blattachseln wachsen. Diese bilden noch an der Mutterpflanze Wurzeln und senken sie in den Boden. Erst danach bilden sich Blätter und die Jungpflanze löst sich ab (van den Nieuwenhuizen 1999). Trennt man die Triebe vorher ab, schlagen sie auch Wurzeln. Die Entwicklung ist aber sehr langsam.
Blüten bilden sich nur bei niedrigem Wasserstand von weniger als 10 cm (Paffrath 1972 a). Es gibt keine Beobachtungen in wieweit sich die Blütenstände in Form und Farbe von denen der diploiden Form unterscheiden. Die Pollen sind allerdings nur zu etwa 30 % fruchtbar. Die Pflanzen vermehren sich wohl nur vegetativ.
Auch Pflanzen von dieser Varität können submers sehr groß werden. Bader (2005) berichtet, dass beim ihm Pflanzen aus Thailand im Aquarium 70 cm hoch wurden. Heute werden meist Formen angeboten, die unter Wasser nicht höher als 20 - 40 cm werden. Vorkommen dieser Varietät gibt es in Malaysia (in Johore), in Tailand (bei Bangkok), Singapore und Sarawak (bei Kuching und am Kampong Stutong).

Chromosomenzahl:
2 n = 33

Ökologie:
C. ciliata hat das grÖßte Verbreitungsgebiet aller Cryptocorynen und ist auch die grÖßte bekannte Art. Sie wächst in Gärten, Abwassergräben und Flüssen. Sie kommt in reinem Süßwasser vor und auch in Brackwasser (van Bruggen 1962, Bader 2005). Sie verträgt viel Salz und kann auch in Wasser mit 3-5 g Meersalz pro Liter zusammen mit Mangroven kultiviert werden. Die Toleranz gegenüber Salz ist wahrscheinlich bei den verschiedenen Herkünften unterschiedlich. Manchmal kommt die Art zusammen mit C. lingua oder C. ferruginea vor. Die Pflanzen wachsen in der Natur in der Gezeitenzone von Flüssen und werden täglich zweimal überschwemmt. Dauerhaft submers kommen sie nicht vor. Sie wachsen schnell. Zwischen ihnen lagert sich Schlamm ab und das Gewässer verlandet zunehmend. In Kanälen zwischen Plantagen ist sie darum eher unerwünscht. In Bangladesh im Gangesdelta wird sie als natürlicher Erosionsschutz geschätzt. C. ciliata var. ciliata wächst sehr schnell. Jährlich werden 5 bis 8 neue Blätter produziert. Im Sommer (Bangladesh) werden die Blätter von Sämlingen täglich um 1 cm länger, während der Monsunzeit um etwa 0,8 cm. Im Herbst und Winter stagniert das Wachstum. (Alfansane et al. 2010).
C. ciliata ist eine Starklichtpflanze. Sie stehen zumindest einen Teil des Tages oder ständig in der vollen Sonne. Starke Belichtung führt bei emersen Pflanzen zu höherer Wachstumsleistung.

Wasserwerte von Naturstandorten von C. ciliata (nach Horst 1976 a (1), 1986 (2) und Bader 2005 (3))

Standort Thailand,
Bach bei Lam Pi (1)
Borneo,
Biotop 23 (2)
Sarawak,
Kampong Pekan Kranji (3)*
Wassertemp. °C 25

34

27,8

Leitf. [µS/cm] 22,2

526

105

pH-Wert 5,8

6,7

6,8

°dGH 0,12

3,8

-

°KH -

2

-

Ca [mg/l] 0,4

8,6

-

Mg [mg/l] 0,21

11

-

Fe [mg/l] 0,32

1,2

-

* An dem Standort wächst auch C. lingua.

Kultur:
C. cilata ist eine pflegeleichte Cryptocoryne. Sie benötigt wie alle Arten der Gattung einige Zeit um anzuwachsen. Die Temperatur um Wurzelraum muss über 22 °C liegen. Die Wassertemperatur kann zwischen 22 und 32 °C liegen. Bei pH-Werten zwischen 6 und 7,5 und einer Gesamthärte von 2 bis 20 °dGH wachsen die Pflanzen gut. Ein Nährstoffreicher Bodengrund ist wichtig. Stickstoff und Phosphat, sowei Mikronährstoffe werden in ausreichendem Maße nur über die Wurzeln aufgenommen. Kohlendioxiddüngung beschleunigt das Wachstum und lässt die Blätter größer werden.Große Formen werden auch im Aquarium bis 70 cm hoch und wachsen aus den Becken heraus. Ein Rückschnitt der Blätter hat darauf wenig Einfluss. Meist wird eine triploide Form im Handel angeboten, die etwa 15 - 30 cm hoch wird.



Cryptocoryne cognata Schott 1857

Herkunft:
südliches Indien, Staat Maharashtra (Ratnagiri-Distrikt und Sindhudurg-Distrikt)

Aussehen:

"Während der Blüte verbreiten sie einen sehr unangenehmen Duft."
Wijngaarden 2004

Die grasgünen bis dunkelgrünen Blätter sind bei starkem Licht flach am Boden und unter schwächerer Beleuchtung aufrecht. Die Blattstiele sind bis 24 cm lang. Die lanzettlichen Blattspreiten sind etwa 20 cm lang und 3-4,5 cm breit. Auf der Unterseite sind sie etwas heller als auf der Oberseite. Zur Blütezeit werden bis 13 cm lange grüne Kataphylle gebildet. Die pflanzen sitzen tief im Boden. Bei dieser Art ist der Kessel mit 2 bis 5 cm auffallend hoch. Die Narben und auch die Duftkörper sind rosa. Sie sitzen an seiner Basis und die mehr als 100 männlichen Blüten ganz oben. Dadurch ist auch der sterile Teil des Spadix sehr lang. Der Kessel ist bis zur Hälfte oder ganz im Boden verborgen. Knapp unterhalb der männlichen Blüten ist er eingeschnürt. Darüber ist er rot gefärbt, darunter weiß. Selten ist der ganze Kessel innen rot. Die Röhre ist nur ungefähr 1,5-3 cm lang. Die Spathaspreite ist innen warzig purpurn und läuft in einer schlanken, mehrfach gedrehten bis 23 cm langen Schwanz aus. Der Schlund ist durch einen dunkelroten Kragen abgegrenzt. Er ist purpurrot oder weiß - manchmal auch gelb - mit purpurnen Flecken. Chromsomenzahl: 2 n = 28

Ökologie:
Es sind nur drei Fundorte bekannt. Dort wachsen die Pflanzen stark beschattet sowohl über als auch unter Wasser. Der Boden besteht aus Sand und Kies. Im August und September ist der Wasserstand niedrig und die Pflanzen blühen. Nach dem Einsetzen des Monsunregens strecken sich die Fruchtstandstiele und die Früchte kommen aus dem Boden. Sie stehen in Gruppen. Eine einzelne gut entwickelte Pflanze kann 5 oder mehr Früchte gleichzeitig ansetzen.

Kultur:
Wijngarden (2004) versuchte zunächst die Pflanzen bei einem pH-Wert von 4,5 - 5 und 200 µS/cm zu kultivieren. Dabei verwendete er eine Mischung aus 50% Sand und 50 % Torf mit etwa Ton. Unter diesen saueren Bedingungen entwickelten sich die Pflanzen schlecht und ein Teil ging ein. In einer Substratmischung aus 75 % Sand und 25 % Ton erholten sich die übrigen Pflanzen und wuchsen innerhalb der nächsten 10 bis 12 Monate zu großen Exemplaren heran. Nach anderthalb Jahren zeigte sich der erste Blütenstand. Die Pflanzen wachsen unter günstigen Kulturbedingungen sehr gut, bilden aber keine Ausläufer. Nach dem Verlust aller Blätter treiben die knolligen, kurzen Rhizome aus mehren Knoten gleichzeitig Jungpflanzen. Wijngaarden setzte die blattlosen Rhizome mit dem Wurzelballen dazu in einen Topf ohne Substrat und ließ die Pflanzen neu treiben.

Anmerkungen:
Die Pflanzen wurden erst 1992 wieder entdeckt - ca. 140 Jahre nach ihrer Erstbeschreibung.



Cryptocoryne consobrina Schott 1857

Cryptocoryne consobrina

Skizze von Cryptocoryne consobrina nach einem Foto.

Herkunft:
südliches Indien: Staat Karnataka (Cauvery Nissargadama, Coorg Distrikt), Staat Kerala, Staat Tamil Nadu (Coimbatore District)

Aussehen:
Das Rhizom ist 0,4 bis 1,0 cm im Durchmesser. Es ist an den Knoten eingeschnürt und erinnert von Form und Farbe an aufgefädelte Holzperlen. Davon gehen kräftige Zugwurzeln aus. Bei emersen Pflanzen ist der Blattstiel ist 2,5 bis 33 cm lang. Die Blattspreiten sind linealisch oder lanzettlich glatt und fest. Sie werden 3,5 bis 46 cm lang und 0,5 - 4 cm breit. Auf jeder Seite des Mittelnervs sind 4 bis 6 Seitenadern. Unter Wasser sind die Pflanzen kleiner. Die Blätter sind dann 2 bis 7 cm lang, 0,3 bis 1 cm breit und haben einen gewellten Rand. Auch die Blatttstiele sind nur etwa 2 bis 6 cm lang. Auf einem 0,5 bis 4 cm langen Blütenstandstiel steht eine etwa 15 bis 25 cm lange Spatha. Der Kessel ist 1 bis 3 cm hoch und 6 bis 8 mm im Durchmesser. Er ist etwa auf halber Höhe durch Verdickung der Kesselwand eingeschnürt. Die Außenseite ist rötlich. Innen ist er dunkel rot. Die Verschlussklappe ist cremefarben mit vielen purpurnen Flecken. Die 4 und 10 cm lange Röhre hat einen Durchmesser von 3 bis 4 mm. Sie ist leicht in sich gedreht. Der Schlund ist cremefarben bis gelblich mit purpurnen Flecken. Er ist durch einen Kragen von der gelben oder gelblich grünen, warzigen, rot gefleckten Spreite abgesetzt. Die ist schmal und läuft in eine wenig gedrehte Spitze aus. Es sind 5 bis 6 eventuell auch mehr oder weniger weibliche und etwa 60 bis 80 männliche Blüten an einem Spadix. In jedem Ovar sind 12 - 21 Samenanlagen. Der reife Fruchtstand ist 12-17 mm lang und 9-13 mm im Durchmesser. Er steht auf einem bis zu 8 cm langen Stiel. Die Samen sind ellipsoid, etwa 3,5 - 5 mm lang und durch ganz feine Stacheln etwas rau. A m Naturstandort blühen die Pflanzen von Dezember bis April.

Chromosomenzahl:
unbekannt

Ökologie:
Die natürlichen Standorte liegen 350 bis 1000 m über dem Meeresspiegel. Die Pflanzen wachsen in Bächen und an Flussufern in laubabwerfenden, trockenen Wäldern.

Kultur:
Es gibt bisher keine Kulturerfahrungen mit der Art. Vermutlich kann sie emers wie C. spiralis kultiviert werden. Der Bericht von MÖhlmann (1991 b) behandelt C. sivadasanii, die erst 2006 als eigenständige Art neu beschrieben wurde.

Anmerkungen:
Die Pflanzen waren lange nur als Herbarmaterial und von Zeichnungen bekannt. Sie galten als ausgestorben. Erst 2006 wurden sie im Hochland von Karnataka wieder gefunden.



Cryptocoryne cordata Grifith 1851

Herkunft:
Thailand, Malysia, Sumatra und Borneo Die Art hat einen sehr großen Formenkreis. Die systematische Stellung der verschiedenen Formen wurde wiederholt geändert. Jacobsen (2002 a) stellte die vier Variatäten var. cordata, var. didierici, var. grabowskii und var. zonata für C. cordata auf. Im Jahr 2010 wurde die Form, die ursprünglich als C. siamensis beschrieben wurde aus der Varität cordata ausgegliedert, so dass es nun fünf Varitäten gibt. Das Aussehen, die Lebensräume und Kulturansprüche sind bei den Varietäten verschieden. Die Chromosomenzahlen werden zur Abgrenzung der Varietäten herangezogen.

Cryptocoryne cordata var. cordata

Cryptocoryne cordata var. cordata von Johore

Cryptocoryne cordata var. cordata von Johore.

Cryptocoryne cordata var. cordata

Die lange Röhre ist typisch für diese Varietät.

Herkunft:
Thailand: Narathiwat; Malaysia: Negeri Sembilan, Malacca, Johore, Pahang, Terengganu und Kelantan

Aussehen:
Die Blätter sind oberseits grün bis bräunlich und zum Teil gemustert. Die Unterseite ist heller mit rötlichen Adern oder rötlich angehaucht bis dunkel rot. Sie sind glatt bis leicht bullos. Diese Varietät hat die typischen herzförmigen Spreiten, von der die Art ihren Namen hat. Es kommen aber auch schmal ovale Blätter vor. Die Spreiten sind zwischen 5 und 14 cm lang, selten bis 20 cm. Die Breite liegt bei 2 bis 7 cm. Kataphylle kommen auch bei nicht blühenden Pflanzen vor. Die Blattstiele sind 10 bis 50 cm lang, wobei die längsten Stiele an Pflanzen zu finden sind, die dauerhaft submers wachsen. Spathaspreite und Kragenzone sind ganz gelb. Die Röhre ist normalerweise zwischen 20 und 30 cm lang. Der Kessel ist etwa 1,5 - 3 cm hoch und umfasst 5-6 Narben und etwa 60 Staubbeutel. Er hat keine Alveoli. Insgesamt kann die Spatha bis zu 50 cm lang werden.

Chromosomenzahl:
2 n = 34

Ökologie:
In der Natur besiedeln die Pflanzen Fließgewässer in Flachlandregenwäldern wenig über dem Meeresspiegel. Sie wachsen auf Sand und Lehm in zerfallenem Laub. Sie stehen meist beschattet, kommen aber auch an sonnigen Stellen vor. Es wurde an Standorten in Tasek Bera eine Lichtstärke von mehr als 14000 lx gemessen. Die ebenfalls in der Region vorkommende C. xpurpurea var. purpurea bevorzugt tieferen Schatten mit etwa 3000 bis maximal 14000 lx (Si Cheng Hua 2002).

Wasseranalysen vom Naturstandort von C. cordata var. cordata (nach Horst 1986)

Standort Bukit Merah
Wassertemp. °C 25,5
Leitf. [µS/cm] 17
pH-Wert 5,2
°dGH 0,25
°KH -
Ca [mg/l] 1
Mg [mg/l] 0,25
Fe [mg/l] 0,25



Kultur:
C. cordata var. cordata kann kaum in normalen Aquarien kultiviert werden. Die Pflanzen bevorzugen einen saueren pH-Wert (5-6) und weiches Wasser. In der emersen Kultur lassen sie sich leicht in reiner Buchenlauberde pflegen.

Cryptocoryne cordata var. diderici

Blühende Cryptocoryne cordata var. diderici

GeÖffneter Kessel von Cryptocoryne cordata var. didierici

GeÖffneter Kessel von Cryptocoryne cordata var. diderici.


C. cordata var. diderici

Herkunft: Sumatra (Jambi Provinz, westlich von Muara Bongo)

Aussehen:
Die Blattspreiten sind eiförmig mit herzförmiger Basis, 5-7 cm, lang und etwa 4 cm breit. Sie sind grün bis rotbraun. Auf der Oberfläche sind glänzende Akzente, die aussehen als wären die Blätter mit rötlichem Goldstaub besträut. Die Gesamtlänge der Spatha beträgt etwa 10 cm. Der Kessel ist 1 cm hoch und die Röhre 4 - 7,5 cm lang. Die Spreite ist kurz und verschmälert sich schnell zu einem dünnen Schwanz. Sie ist nach hinten gebogen und nicht gedreht. Ihre Oberfläche ist rau, gelb mit einem roten Rand. Der Schlund ist weit, glatt und gelb. Ein Kragen wird nicht ausgebildet. Es gibt 25-35 männliche Blüten und 5 - 7 Narben. Der Appendix ist purpurn gefleckt.

Chromosomenzahl: 2n = 34

Ökologie:
In der Natur wachsen die Pflanzen in Regenwaldgebieten in weichem Wasser.

"Die Pflanzen [C. cordata var. diderici] werden bei wenig Licht am SchÖnsten, allerdings ertragen sie im Winter auch schon ein oder zwei Stunden Sonnenlicht." van Wijngaarden und van Bruggen 1999

Kultur:
Die emerse Kultur ist einfach. De Wit (1990) pflegte die Pflanzen in lehmhaltigem Boden bei 20 - 25 °C ohne direkte Sonneneinstrahlung, bei niedrigem Wasserstand. Er berichtet, die Blüte würde einen deutlichen Aasgeruch verbreiten. Die Pflanze wächst gut in Becherkultur in reiner Buchenlauberde. Zur besseren Nährstoffversorgung kann man den Topf oder Becher auch 3 cm hoch mit einer Mischung aus Sand mit 15 % Lehm befüllen und darüber Buchenlauberde geben. Die Töpfe stellt man in 2 bis 4 cm tiefes Wasser (van Wijngaarden und van Bruggen 1999). Diese Varietät bildet reichlich Ausläufer. Nach dem Einpflanzen von Jungpflanzen kann bis zur Blüte ein Jahr vergehen. über die Aquarienkultur gibt es keine aussagekräftigen Berichte. De Wit (1990) gibt an, dass die Pflanze wie "C. blassii" (C. cordata var. siamensis) zu kultivieren sei, die als gute Aquarienpflanze bekannt ist.



Cryptocoryne cordata var. grawbowskii

Blühende Cryptocoryne cordata var. grabowskii

GeÖffneter Kessel von Cryptocoryne cordata var. didierici

GeÖffneter Kessel von Cryptocoryne cordata var. grabowskii.

C. cordata var. grabowski

Herkunft:
Borneo/Sarawak zwischen Kutching und Matang

Aussehen:
Sehr kräftige Pflanzen mit bis zu 28 cm langen Blattstielen. Die Blattspreiten sind eiförmig, mit herzförmiger Basis, 7 - 9 cm lang und 4 - 6 cm breit. Die Blattoberseite ist satt grün, die Unterseite rötlich. Die Blütenspatha ist insgesamt 40 bis 50 cm lang und kann auf einem bis zu 8 cm langen Stiel stehen. Der Kessel ist 1,5 bis 3 cm hoch und 8 bis 10 mm im Durchmesser. Manchmal ist er auf halber Höhe etwas eingeschnürt. Der Spadix trägt 5 bis 7 Narben und etwa 40 Staubgefäße. Der Apendix ist weiß. Die Röhre wird 40 bis 45 cm lang. Sie ist außen weiß und oft rötlich überlaufen. Die Spreite ist 6 - 7 cm lang, rau bis leicht warzig, rot mit gelber Schlundzone.

Chromosomenzahl:
2n = 68

Jacobsen (2002) weist darauf hin, dass bei de Wit 1990 eine Verwechslung in Bezug auf die dargestellten Pflanzen besteht. Die Abb. 50 links (S. 180) zeigt C. cordata var. grabowski und nicht wie angegeben C. cordata var. cordata. Auf Abb. 55 rechts (S. 189) ist dagegen C. cordata var. cordata aus einer Aufsammlung aus Malaysia zu sehen.


Ökologie:
Von C. cordata var. grabowski ist nur ein Fundort in Sarawak bekannt. Er liegt in der Region um Kuching am Sungai Maong bei Matang (Ipor et al. 2008 a). Die Pflanzen wachsen in einem langsam fließenden Dschungelfluß mit weichem, saurem, braun gefärbtem Wasser. Der Boden besteht aus verrotendem Holz und Laub. Der Standort ist stark beschattet. Horst (1981 b) maß an der Luft maximal 1000 Lx. An der Wasseroberfläche waren es 400, in 1 cm Tiefe 150 und in 10 cm Tiefe 80 Lux. An den Blättern wurden zwischen 80 und 100 Lux festgestellt. Das Wasser ist trüb braun. Der Bestand war ursprünglich sehr groß, geht aber auf Grund der vollständigen Abholzung des Waldes im oberen Flussabschnitt immer weiter zurück.

Wasseranalysen vom Naturstandort von C. cordata var. grabowski (nach Horst 1981 b (1) und C. Kettner unverÖffentlicht (2))

Standort Typusstandort (1) Typusstandort (2)
Wassertemp. °C 24,5 -
Leitf. [µS/cm] 36 11
pH-Wert 4,2 4
°dGH 0,2 0,54
°KH - -
Ca [mg/l] 1,2 1,93 *
Mg [mg/l] 0,1 1,18 **
Fe [mg/l] 0,95 0,13

* Umrechnung von Kalziumhärte °dH in mg/l mit dem Faktor 7,144, gerundet
** Umrechnung von Magnesiumhärte °dH in mg/l mit dem Faktor 4,356, gerundet

K. Horst maß Lichtstärken an der Wasseroberfläche von 400 - 1000 Lux. C. Kettner maß 5000 Lux. Unter Wasser an den Blättern wurde eine Lichtstärke von 80 - 100 bzw. von 200 - 400 Lux gemessen.

Kultur:
Diese Varietät kann nicht im normalen Aquarium kultiviert werden. SchÖne kräftige Pflanzen entwickeln sich in Buchenlauberde in flachem Wasser.

Anmerkungen:
1924 wurden Pflanzen von Hermann Hertel als C. cordata importiert und verkauft. Im Botanischen Garten Berlin Dahlem wurden diese 1938 als C. grandis bestimmt. Die Bezeichnung gilt als Synonym von C. cordata var. grabowski (Wendt 1952-1956, de Wit 1990, The Crypts Pages).



Cryptocoryne cordata var. siamensis

Cryptocoryne cordata var. siamensis Form Blassii

Cryptocoryne "Blassii" gehört zu Cryptocoryne cordata var. siamensis.

Cryptocoryne cordata var. siamensis emers

überwasserform von Cryptocoryne cordata var. siamensis.

Cryptocoryne cordata var. siamensis blühend

Blühende Cryptocoryne cordata var. siamensis mit roter Spreite.

Cryptocoryne cordata var. siamensis blühend

Rein gelb Blühende Cryptocoryne cordata var. siamensis mit dunklem Laub.

Cryptocoryne cordata var. siamensis blühend

Rein gelb Blühende Cryptocoryne cordata var. siamensis mit gezeichneten Blättern.

Herkunft:
Südthailand und Nord-Malysia

Aussehen:
Die Blattspreiten sind schmal bis breit oval oder eiförmig. Sie sind 7,5 bis 30 cm lang und 4,5 bis 10 cm breit und manchmal leicht bullos. Die Farbe variiert von grün bis rötlich braun. Die Oberfläche kann seidig glänzen sein oder ein metallisch, graues Muster haben. Die Unterseite ist dunkelbraun bis weinrot. Submers werden die Pflanzen 30 bis 40 cm hoch und etwa zwei Drittel davon entfallen auf den Blattstiel. Der Kessel ist etwa1 cm hoch und 0,5 cm im Durchmesser. Darin befinden sich 6-7 Narben und 30 bis 35 männliche Blüten. Die Röhre ist gewöhnlich etwa 10 cm lang. Daran lässt sie sich von var. cordata unterscheiden, die eine mehr als 20 cm lange Röhre ausbildet (Bastmeijer et al. 2010). Die Spathaspreite ist etwas uneben, gelb bis bräunlich und glänzt. Der glatte, gelbe Schlund ist nicht durch einen Kragen abgegrenzt.

Chromosomenzahl:
2 n = 102.

Ökologie:
Die Naturstandorte sind klaren Flüsse in Kalksteingebieten. Der Boden ist an den Standorten lehmhaltig und humos. Man findet die Pflanzen beschattet und auch in der vollen Sonne.

Wasserwerte vom Naturstandort von C. cordata var siamensis (nach Horst 1976 a (1), 1986 (2) und Kasselmann 2010 (3))


Standort Ban Lam Kaen (2) Ban Bang Muang (2) Ban Lam Pi (1) Ban Lam Pi (2) Sai Rung Wasserfall (3) Quelltopf Tahm Sra (3)
Wassertemp. °C 25 27 24,2 25,2 27,1 28,4
Leitf. [µS/cm] 20,4 15 20,2 17,3 33,9 529
pH-Wert 6,3 6,1 5,6 5,9 6,2 7,2
°dGH 0,14 0,04 0,13 0,15 0,3 16,5
°KH 0,31 0,11 - 0,17 1 12,5
Ca [mg/l] 0,8 0,7 0,3 0,5 0,2* 81,5 *
Mg [mg/l] 0,3 0,3 0,13 0,2 0,1 ** 22,2 **
Fe [mg/l] 0,16 0,2 - 0,1 0,07 kleiner 0,01

* Umrechnung von Kalziumhärte °dH in mg/l mit dem Faktor 7,144, gerundet
** Umrechnung von Magnesiumhärte °dH in mg/l mit dem Faktor 4,356, gerundet



"Im Allgemeinen benötigt die Pflanze ungefähr zwÖlf Monate, um wirklich gut anzuwachsen, wonach sie massenhaft Ausläufer bildet, welche von der Mutterpflanze abgenommen werden könnne, sobald sie groß genug zum weiteren Gebrauch sind."
Roe 1967

Kultur:
Diese Varietät eignet sich gut für die Aquarienkultur. Sie kann bei pH-Werten zwischen 5,5 und 7,5, einer Gesamthärte bis etwa 20 °dGH und Temperaturen zwischen 23 und 28 °C pepflegt werden. Ein hoher (8 bis 10 cm), nährstoffeicher Bodengrund kommt den Pflanzen entegegen. Sie bilden gut Ausläufer. Jungpflanzen sollte man erst abtrennen, wenn sie mindestens 5 Blätter haben (MÖhlmann 1982). Die Pflanzen benötigen mehrere Monate der EingewÖhnung. Eine Bildung von dichten Beständen erfolgt erst nach mehrjähriger Kultur. Die Pflanzen in gut eingewachsenen Beständen können im Aquarium auch submerse Blütenstände bilden. übersteigt der Wasserstand die Länge der Spatha, Öffnet sie sich aber nicht. Bader (2011) berichtet, dass in seinem Aquarium die Spathen nach dem Absenken des Wasserstandes von über 40 cm auf 20 - 30 cm die Wasseroberfläche erreichten und sich Öffneten.
Die Sumpfkultur ist unkompliziert. Man kann reine Buchenlauberde oder Mischungen mit gebranntem Tongranulat oder etwas Kies mit Tonpulver als Substrat nutzen. Die Verwendung von Regenwasser ist nicht notwendig, Leitungswasser ist geeignet. Im Freiland oder Gewächshaus sollten die Pflanzen beschattet stehen.

Cryptocoryne cordata var. siamensis Form Rosanervis

Die Färbung von Cryptocoryne "Rosanervis" ist nicht stabil.



Anmerkungen:
Die Pflanzen waren ursprünglich als eigene Art (C. siamensis Gagnepain 1941) beschrieben und dann zu C. cordata (var. cordata) gestellt worden. Erst 2010 erhielt sie den Status einer Varietät (Bastmeijer et al. 2010). Die Formen, die als "C. blassii" und "C. Rosanervig" bekannt sind gehören dazu.
"C. blassii" wurden 1958 in einem Gebirgsfluss in Südthailand gefunden und 1960 als neue Art beschrieben. Im Vergleich zu "C. siamensis" hat "C. blassii" breitere Blätter, die in der emersen Kultur einen bleiartigen oder blaugrünen Glanz bekommen. "C. siamensis" ist dagegen hell grün. Außerdem soll "C. blassii" blühfreudiger sein (DeWit 1990).
Cryptocoryne "Rosanervig" hat 3 bis 5 selten bis 7 Blätter an einer Rosette. Diese Pflanzen werden 15 bis 40 cm hoch. Die Blätter haben eine weiße, gelbe oder rosafarbene Aderung auf dunkel grünem Grund. Allerdings ist diese Färbung, nicht bei allen Pflanzen und immer sichtbar. Wie man die beste Färbung sicher erreicht ist umstritten. Jungpflanzen und neue Blätter zeigen die intensivste Färbung. ältere Blätter werden oft flächig dunkel grün. Um die Färbung lange zu erhalten scheinen eine mäßige Beleuchtung und ein alter Bodengrund mit reichlich Sedimenten und Nährstoffen von Vorteil zu sein. Diese Farbform wird manchmal direkt aus der in-vitro-Kultur für das Aquarium angeboten. Dann benötigen die Pflanzen etwa 1 Jahr um eine Größe von 20 bis 40 cm zu erreichen. Aber auch große submerse Pflanzen brauchen so lange um sich an einem neuen Standort zu etablieren und die ersten Ausläufer zu bilden. Meistens zeigen diese Pflanzen die typische Färbung nicht, haben aber die Anlagen dazu. Bei uns traten an einer In-vitro-Pflanzen erst nach zweijähriger Kultur gefärbte Blätter auf, nachdem sie innerhalb des Aquariums an einen anderen Platz versetzt worden war. Cryptocoryne cordata "Rosanervis" ist erst vor kurzem in Südthailand an einem Naturstandort gefunden worden. Vorher war die Herkunft unbekannt. Alle in Kultur befindlichen Pflanzen stammten von einem einzelnen Exemplar ab, das 1972 in einer Importsendung gefunden worden war.




Cryptocoryne cordata var. zonata

Cryptocoryne cordata var. zonata

Blätter von Cryptocoryne cordata var. zonata in Kultur.

Cryptocoryne cordata Standort auf Sarawak

Naturstandort von Cryptocoryne cordata var. zonata in Sarawak.

Cryptocoryne cordata am Naturstandort

Cryptocoryne cordata am Naturstandort.

Herkunft:
Borneo: Sarawak (Sungai Engkramut, Sungai Lamut, Sungai Niah) und Brunei (bei Seria, Sungai Badas, Sungai Belait, Sungai Lumut)

Aussehen:
Diese Form von C. cordata hat dunkelgrüne Blätter mit einem rötlichen Schimmer. Die Blattunterseiten sind hell grün oder purpurn. Die leicht bullose Spreite ist eiförmig mit herzförmiger Basis und hat einen gewellten Rand. Sie ist ca. 5 cm lang und 2,5-3,5 cm breit. Bei emersen Pflanzen sind die Blattstiele etwa 3-6,5 cm lang. Submerse Exemplare haben größere, 7-9 cm lange Blätter mit 15 bis 20 cm langen Blattstielen.
Die Spatha wird 4 bis 15 cm lange. Sie ist außen weißlich, mit purpurner TÖnung. Die Innenseite des Kessels ist unten fein purpurn purpurn punktiert. Nach oben hin wird die Farbe intensiver. Von der intensiv purpurnen Zone im oberen Kesselbereich, die auch von außen sichtbar ist, leitet sich der Artname "C. zonata" ab. Im Kessel findet man 5 bis 7 Narben und etwa 30 Pollensäcke. Die Duftkörper sind gelb. Der Apendix ist purpurn gefleckt. Die Röhre ist 2,5 bis 9 cm lang. Sie wirkt nach oben hin zunehmend zusammen gedrückt und wird am Schlund im Querschnitt elliptisch. Die Schlundzone ist glatt und glänzend gelb. Am übergang zur Spreite gibt es keinen Kragen. Die Spathaspreite hat eine unebene Oberfläche und ist am Rand warzig. Sie ist gelb und und mit mehr oder weniger dichten roten Punkten besetzt. (De Wit 1990, Wijngaarden 2004 a)

"Obwohl in den sechziger Jahren die Kultur im Aquarium zufriedenstellens verlief, ist es - soweit mir bekannt - nicht gelungen, Cryptocoryne cordata var. zonata für das Aquarium zu erhalten."
Wijngaarden 2004 a



Chromosomenzahl:
2n = 68

Ökologie:
In Sarawak wurden 26 Fundorte von C. cordata var. zonata gefunden. Die Populationen sind zum Teil sehr groß. Aber immer mehr Standorte werden durch UmweltzerstÖrung beeinträchtigt (Ipor et al. 2008 a). Die Pflanzen wachsen auf sandigen, schlammigen oder lehmigen Böden in langsam strömenden Flüssen in Sumpfwäldern. Sie blühen submers bei niedrigem Wasserstand. Im Niah Cave National Park kommt die Pflanze zusammen mit Barclaya motleyi vor. An anderen Standorten wächst sie auch zusammen mit C. longicauda. Im Sungai Engkramut wachsen die Pflanzen auf Sand und Kies. Die Lichtstärke beträgt über Wasser etwa 2000 und unter Wasser etwa 1400 Lux (Kettner, 25.3.1984, unverÖffentlicht)

Kultur:
Die Kultur gelingt am Besten in sauerem, lockerem Substrat. Buchenlauberde hat sich bewährt.
Wijngaarden (2004 a) füllte in die Töpfe unten eine Mischung aus Aquariensand und einem gestrichenem Esslöffel Ton 3 cm hoch in den Topf und füllte mit Buchenlauberde auf, unter die er ebenfalls etwas Ton mischte. Er schreibt über Pflanzen aus dem Niah Cave National Park: "Das Substrat sollte vor allem locker sein. Mit der Kultur in fettem Ton, wie am Standort vorhanden, konnte ich keinen Erfolg erzielen." De Wit (1990) gibt an, die Pflanze wäre bei einem Wasserstand von maximal 5 cm leicht "auf einem tiefen, lehm-(ton)haltigen Bodengrund, bei gedämpftem Licht (keine Sonneneinstrahlung), bei einer Temperatur zwischen 20 und 25 °C und bei sehr hoher Luftfeuchtigkeit" zu pflegen. "Submers kultiviert ist sie eine gute, langsam wachsende, warmgrüne Aquarienpflanze." Blütenstände bilden sich in den Wintermonaten.







Cryptocoryne coronata Bastmeijer & van Wijngaarden 1999

Cryptocoryne coronata

Skizze einer Spatha von Cryptocoryne coronata.

Herkunft:
Philippinen (Mindanao bei Zamboanga, eventuel Insel Basilan)

Aussehen:
Die Pflanzen sind C. usteriana ähnlich. Das kräftige Rhizom wird etwa 5 cm lang und 1 cm im Durchmesser. Die Blattstiele erreichen eine Länge von ungefährt 20 cm. Die bullosen Blattspreiten sind lanzettlich bis schmal elliptisch, bis 30 cm lang und 8 cm breit. Wie bei C. usteriana sind sie an der Oberseite ist dunkelgrün und unten tiefrot. Unter Wasser wird die Pflanze etwa 50 cm hoch. Emers bleibt sie kleiner. Es werden zur Blütezeit 9 cm lange und rötlich bis bräunlich gefärbte Kataphylle gebildet. Die Spatha wird insgesamt etwa 12 cm lang und steht auf einem etwa 2 cm langen Stiel. Der Kessel ist 1 cm hoch. Seine Färbung ist außen rötlich und innen weiß. Die Verschlussklappe ist weiß, manchmal durchscheind. Die Röhre erreicht eine Länge von etwa 7 cm. Im Inneren ist sie fast ganz weiß, nur im Schlundbereich färbt sie sich rot-violett. Die Spathaspreite ist etwa 4 cm lang. Sie läuft in eine rote, gedrehte, warzige Fahne aus. Um den Schlund herum ist ein Kranz aus aus weißlichen, gespaltenen Auswüchsen. Die Ränder sind manchmal nach hinten umgeschlagen. Der weibliche Abschnitt des Kolbens besteht aus dem Fruchtknoten mit 5 bis 8 weibliche Blüten und rosa-violetten Duftkörpern. Die 30-60 männlichen Blüten sind hell gelb.

Chromosomenzahl:
2 n = 34

Ökologie:
Es gibt keine Beschreibungen der natürlichen Standorte. Es ist zu vermuten, dass sie denen von C. usteriana entsprechen.

Kultur:
Die Pflanzen sind im Aquarium kultivierbar, wachsen aber sehr langsam und bilden nur wenige Ausläufer. Auch emers wächst die Art gut und bildet Blütenstände.

Anmerkungen:
Cryptocoryne coronata wurde in einer Importsendung von C. usteriana entdeckt. Sie unterscheidet sich lediglich durch die Spatha von C. usteriana und wurde als solche auch von den Philippinen exportiert. Die Pflanzen stammen vermutlich von der Insel Basilan (Morco 2010).



Cryptocoryne crispatula Engler 1920

Herkunft:
Östliches Indien, Bangladesh, Kambodscha, Thailand, Laos, Vietnam, Südchina

Von dieser Art sind Art 8 Varietäten bekannt. Sie kommen iin großen stark strömenden Flüssen mit stark wechselndem Wasserstand vor (Mekong), in kleineren Bergbächen auf kiesigem und felsigem Grund, sowie in Waldbächen auf Laub und Schlamm.

Wasserwerte am Naturstandort von verschiedenen C. crispatula - Varietäten (nach Kasselmann 2010 (1), Jacobsen & Soochaloem 2006 (2), Zhou Hang et al. 2010 (3) und Linke 1997 (4))

Varietät crispatula (1) crispatula (1) flaccidifolia (1) flaccidifolia (2) planifolia (3) yunnanensis (4)
Wassertemp. °C 24,9 21 30 26 20,2 °C 19,9
Leitf. [µS/cm] 222 64,8 31,7 30 2
pH-Wert 8,2 7,4 5,5 7 6 6,29
°dGH 6,6 1,47 0,6 1 kleiner als 1
°KH 5 2 0,5 kleiner als 1
Ca [mg/l] 41,4 * 7,14 * 2,9 *
Mg [mg/l] 3,5 ** 2,2 ** 0,8 **
Fe [mg/l] 0,1 0,14 0,15 0,1 0,5

* Umrechnung von Kalziumhärte °dH in mg/l mit dem Faktor 7,144, gerundet
** Umrechnung von Magnesiumhärte °dH in mg/l mit dem Faktor 4,356, gerundet



Cryptocoryne crispatula var. balansae

Cryptocoryne crispatula var. balansae in emerser Kultur mit Blütenstand.

Kessel von Cryptocoryne crispatula var. balansae

GeÖffneter Kessel von Cryptocoryne crispatula var. balansae.

Cryptocoryne crispatula var. balansae (Gagnepain) N. Jacobsen

Herkunft:
Thailand, Nordvietnam, Laos und Südchina

Aussehen:
Die Blätter sind emers glatt bis leicht gewellt, relativ kurz und steif aufrecht oder flach niederliegend. Submers sind die Blätter bis 70 cm lang und 4 cm breit, gewellt bis bullos. Die handelsüblichen Formen haben etwa etwa 1,5 bis 2 cm breite Blattspreiten. Es gibt rein grüne und auch rotbraune Formen dieser Varietät. Meist sind die Spathen meist etwa 30, können aber auch länger als 60 cm werden (Zhou Hang 2005). Bei der Kultur in nicht zu hohen Aquarium erreichend die Blütenstände leicht die Wasseroberfläche. Der Kessel hat auf halber Höhe eine Einschnürung. In der oberen Hälfte ist er rot, unten weiß mit rötlichen Punkten.

Chromosomenzahl:
2n = 36

Cryptocoryne crispatula var. balansae Unterwasserform

Unterwasserform von Cryptocoryne crispatula var. balansae.


Ökologie:
Die Pflanzen wachsen in langsam fließenden Bächen mit kiesigem bis felsigem Grund. Das Wasser hat Temperaturen von etwa 16 bis 30 °C und ist kalkreich. Am Mueak Lek in Thailand, ca. 150 km nordÖstlich von Bangkok, wachsen die Pflanzen in so kalkhaltigem Wasser, dass die submersen Blätter mit Krusten von Calciumkarbonat bedeckt sind. Diese Pflanzen sind 50 bis 70 cm hoch und haben 30 - 50 cm lange Blattspreiten mit 2-4 cm Breite (Jacobsen 1991). Blüten werden in der Natur am Ende der Trockenzeit gebildet. In der Provinz Guangxi in Südchina blühen die Pflanzen im April.

Kultur:
Die Pflanzen wachsen im Aquarium bei 20-28 °C, einem pH-Wert von 6 - 8 und bei einer Gesamthärte von 6-28 °GH. Die Karbonathärte darf größer als 10 sein. Die Art braucht nur eine mittlere Beleuchtungsstärke, wächst aber unter mehr Licht kräftiger. Auch die Ausläuferbildung ist bei starker Beleuchtung stärker. Von der Pflanzung bis zur Bildung der ersten Ausläufer kann es ein bis anderthalb Jahre dauern. Die Jungpflanzen sollte man nicht zu früh abtrennen. Bis zu einem Jahr kann es dauern bis sich die Jungpflanzen soweit entwickelt haben, dass sie auch ohne die Mutterpflanze problemlos weiter wachsen. Die Pflanzen reagieren recht unempfindlich auf Störungen und Veränderungen. Sie sind nur sehr selten von der Cryptocorynenfäule betroffen und wachsen auch nach dem Umpflanzen weiter ohne mehr als nur ein Paar ältere Blätter zu verlieren.

Anmerkungen:
Diese Form wurde 1955/1956 zum ersten Mal als Aquarienpflanze bei uns eingeführt und als "Cryptocoryne longispatha" und "Cryptocoryne balansae" verbreitet.







Cryptocoryne crispatula var. crispatula Engler

Cryptocoryne crispatula var. crispatula

Emerse Form von Cryptocoryne crispatula var. crispatula.

Herkunft:
Bangladesh, Kambodscha, Laos, Myanmar, Thailand, Vietnam, südliches China

Aussehen:
Die emersen Blätter sind sehr steif und stehen aufrecht. Teilweise werden pfriemliche Blätter gebildet. Während der Blütezeit sind sie meist recht kurz, werden danach aber länger. Es gibt Formen mit groben Zähnen am Rand. Unter Wasser sind die Blätter gewellt. Die Spreiten sind 15 bis 40 cm lang und 0,4 bis 1,6 cm breit. Der Rand ist ganz oder fein gezähnt, manchmal ist er gewellt. Die Spatha ist 10 bis 30 cm lang. Der Kessel ist eingeschnürt im oberen Teil alveolär und rot, unten weiß und manchmal rot gepunktet. Die Länge der Röhre variiert zwischen 7 und 30 cm (Jacobsen 1991).

Chromosomenzahl:
2n = 36, 54

Ökologie:
Diese Varietät besiedelt schnell fließende Gewässer mit Temperaturen von 16 bis 21 °C. In der Provinz Guangxi in Südchina blühen die Pflanzen im April. In Thailand kommen die Pflanzen zusammen mit Nymphaea und Crinum vor. Im Phu Khieo Nationalpark wachsen die pflanzen zwischen Felsen im Wasser und an den Ufern des Huae Mae Chem-Flusses auf einer Höhe von etwa 700 m über NN (Jacobsen 1991).

Anmerkungen:
Teilweise wird die Pflanze unter der Bezeichnung "C. retrospiralis" im Handel angeboten.



Cryptocoryne crispatula var. decus-mekongensis T. Idei. J.D. Bastmeijer & N. Jacobsen 2010

Herkunft:
Mekong River, Champasak-Provinz Laos

Aussehen:
Die Blätter sind bis 30 cm lang und 1,5 cm breit. Die Farbe variiert je nach Lichtverhältnissen von rein grün bis rot braun gefärbt. Die Spreiten sind linealisch, flach bis leicht gewellt oder unregelmäßig gezähnt. Die Spatha ist 8 - 12 cm lang. Der Kessel ist 1,5 cm hoch und 0,8 cm im Durchmesser. Oberhalb der Mitte ist die Wand verdickt. Der obere Kesselteil ist rot gefärbt und alveolär. Es gibt 6 Narben und 60 - 90 männliche Blüten. Die Röhre ist 2 bis 3 cm lang und innen rot gepunktet. Die Spathaspreite ist 4 - 7 cm lang, 1 cm breit, nicht oder nur einmal gedreht und weiß mit violetten Flecken. Sie ist bis zur Spitze offen. Ein Kragen oder ein Schlundring gibt es nicht. Die Blütenstände sind zum großen Teil in der Erde. Lediglich die Spathaspreite ist von außen sichtbar. Die Pflanzen blühen, kurz nachdem ihr Standort trocken gefallen ist. Die Früchte sind etwa 1 bis 1,5 cm hoch und glatt. Die Samen sind 5 bis 8 mm lang und runzelig.

Chromosomenzahl:
2n = 36

Ökologie:
Die Pflanzen wachsen an den Ufern des Mekong. Während der Trockenzeiten von Februar bis April stehen sie emers und blühen.

Kultur:
Die Pflanzen behalten ihren saisonalen Lebensrhythmus bei. Sie können emers in lehmigem Sand mit oder ohne etwas Torfzusatz kultiviert werden. Sie brauchen viel Licht. Unter Tageslicht beginnen sie ab Juli die typischen pfriemlichen Blätter der Ruheform zu bilden, während die alten Blätter absterben. Ab November bilden die Pflanzen wieder normale Blätter und beginnen zu blühen.

Anmerkungen:
Diese Varietät wurde erst 2010 beschrieben.



Cryptocoryne crispatula Engler var. flaccidifolia N. Jacobsen

Unterwasserform von Cryptocoryne crispatula var. flaccidifolia

Unterwasserform von Cryptocoryne crispatula var. flaccidifolia.

Herkunft:
Vietnam, Südthailand, Südchina in der Guangyi Provinz

Aussehen:
Die emerse Blätter sind grün bis braun, glatt und etwa 20 cm lang. Submers sind sie schlaff, glatt bis deutlich bullos, 20 bis 50 cm lang und 0,4 bis 1,2 cm breit. Die Spathaspreite ist eine offene Spirale. Die Innenseite ist cremefarben mit violetten Strichen, Punkten oder Flecken. Die Röhre ist 15 bis 30 cm lang.

Chromosomenzahl:
2n = 36

Ökologie:
In der Natur kommen die Pflanzen in langsam bis schnell fließenden Flüssen auf schlammigem, kiesigem oder felsigem Boden vor. Die Standorte sind leicht beschattet bis voll sonnig. Die Pflanzen blühen bei flachem Wasserstand (etwa 20 - 30 cm) oder emers. Der Kessel ist dabei 5-10 cm tief im Boden. In Thailand liegt die Blütezeit zwischen Anfang Dezember und Ende März. Die Pflanze wächst an verschiedenen Stellen zusammen mit Nymphaea pubescens, Potamogeton sp., Hygrophila polysperma, Ceratopteris thalictroides, Hydrilla verticillata, Barclaya longifolia und Crinum thaianum.

Kultur:
Gute Pflanze für hohe Aquarien ab 45 cm. Bei Temperaturen von 22 bis 28 °C einem pH-Wert zwischen 5 und 8, bei mittlerer bis starker Beleuchtung sind die Pflanzen in der Kultur unkompliziert. Bei submersen Pflanzen wächst das Rhizom aus dem Boden und kann bis zu 20 cm frei im Wasser stehen. Zur Vermehrung kann man den oberen Teil mit den Blättern und 5 cm des Rhizoms abschneiden und ohne Wurzeln wieder einpflanzen. Der untere Teil bleibt im Boden und treibt aus den Achseln neu aus. Die neuen Pflanzen kann man vom Rhizom abtrennen wenn sie sechs bis acht Blätter haben. Gut entwickelte Exemplare können auch im Aquarium Blütenstände bilden. Sie wachsen innerhalb von 2 bis 3 Wochen bis zur Wasseroberfläche und Öffnen sich. Die Pflanzen lassen sich problemlos umpflanzen.

Anmerkungen:
Nach Paffrath (1979) wurde 1920 zum ersten Mal eine Pflanze nach Deutschland importiert, die als "C. retrospiralis" bezeichnet wurde. Möglicherweise handelte es sich dabei bereits um C. crispatula var. flaccidifolia. Als sicher gilt, dass die "C. retrospiralis", die um 1960 herum eingeführt wurden, zu dieser Varietät gehörten (Jacobsen & Soochaloem 2006).



blühende Cryptocoryne crispatula var. kobutae zusammen mit balansae in einem Topf

Blühende Cryptocoryne crispatula var. kobutae zusammen mit Cryptocoryne crispatula var. balansae in einem Topf. Der Blütenstand und die schmalen Blätter gehören zur var. kubotae.
Spatha von Cryptocoryne crispatula var. kubotae

Spatha und ein Blatt von Cryptocoryne crispatula var. kubotae

Cryptocoryne crispatula Engler var. kubotae N. Jacobsen & Bastmeijer 2015

Herkunft:
Thailand, Ubon Ratchanthani Region, Pha Taem (Sammler K. Kubota, 6. November 2009)

Aussehen:
Die Unterwasserblätter sind 20 - 70 cm lang und 0,2 - 0,3 cm breit. Sie sind glatt und meistens braun. In der Trockenzeit werden emers kürzere Blätter gebildet, die 7 - 15 cm lang und 0,3 - 0,4 cm breit sind. Sie sind deunkelbraun-grün oder grün. Oft haben sie ein Muster aus länglichen, unregelmäßigen Linien.
Die Spath ist insgesamt 10 - 15 cm lang und in sich stark spiralig gedreht. Der Kessel ist etwa 1 cm hoch und die Röhre 1 - 5 cm lang. Die Spathaspreite erreicht eine Länge von 4 - 8 cm. Sie ist stark gedreht und hat eine Zeichung mit rötlichen, unregelmäßigen Streifen.

Chromosomenzahl:
2n = 36

Ökologie:
Die Pflanzenn wachsen in Ostthailand in Flüssen, die aus den gebirgen in den Grenzgebieten zu Kambodscha und Laos kommen. Sie kommen in Wäldern bis etwa 200 m über dem Meeresspiegel auf Sandstein vor. In der Trockenzeit werden kürzere, emerse Blätter gebildet.

Anmerkungen:
Diese Form ist seit 35 Jahren in der Aquaristik bekannt und wurde bisher als C. crispatula var. tonkinesis angesehen. Meistens wurde als C. crispatula var. tonkinensis aber C. crispatula var. flaccidifolia angeboten.



Cryptocoryne crispatula Engler var. planifolia H. Zhou. H.W. He & N. Jacobsen

Herkunft:
Südchina

Aussehen:
Die submersen Blätter sind schlaff, lanzettlich 1,5 - 4,5 cm breit, 15 bis 20 cm lang und am Rand leicht gewellt. Oberseits sind sie grün, unterseits rot. Die emersen Blätter sind kleiner. Die Spatha ist 15 bis 30 cm lang, gleichmäßig spiralig gedreht und rein weiß ohne Muster. Der Kessel ist im unteren Teil weit und verengt sich oberhalb der Mitte wie ein Flaschenhals. Die obere Kesselhälfte hat einen nur wenig größeren Durchmesser als die Röhre und ist rot gefärbt.

Chromosomenzahl:
unbekannt

Ökologie:
Die Pflanzen wurden bisher nur an einem Standort in China, in der Provinz Guangxi in einem Zufluss des Beilun-Flusses gefunden. Dort wachsen sie submers in einem beschatteten, 1 bis 2 m breiten Bach in 0,3 bis 1 m Tiefe. Die Pflanzen wurzeln zwischen Steinen und den Wurzeln der Ufervegetation. Das Wasser hat eine geringe StrÖmung und eine Temperatur von etwa 20 °C. Der Bodengrund besteht aus Kies, Steinen, Schlamm und Falllaub.

Anmerkungen:
Die Varietät wurde erst 2010 beschrieben.



Cryptocoryne crispatula Engler var. tonkinensis (Gagnepain) N. Jacobsen

Herkunft:
Nordvietnam und Südchina
Typusstandort: Vallée de Baatai, à la base du mont Bavi, 65 km westlich von Hanoi (Fundort erloschen)


Aussehen:
Die Blätter wachsen ausschließlich submers. Sie sind 20 bis 60 cm lang und 0,3 bis 0,6 cm breit. Ihre Farbe variiert von grün bis bräunlich und wirken manchmal fast rötlich. Die Ränder sind glatt bis schwach gewellt. Die Spatha ist außen grünlich braun und 20 - 40 cm lang. Der Kessel ist 2 cm hoch und innen vor allem im oberen Teil mehr oder weniger rot. Unterhalb der männlichen Blüten ist er eingeschnürt. In der oberen Kesselwand sind Alveolen. Die Verschlußklappe hat mehr oder weniger rote Flecken. 4 - 6 kurze weibliche Blüten. Die Narben sind breiter als hoch und oval geformt. Die Duftkörper sind gelb mit unreglmäßiger Oberfläche. 80 - 100 männliche Blüten mit rauer Oberfläche. Die Röhre ist leicht spiralig gedreht und 25 - 30 cm lang. Die Spathaspreite ist weiß bis cremfarben und weißt eine Zeichnung aus feinen, länglichen, rötlichen Strichen auf. Sie ist spiralig gedreht und 4 - 6 cm lang. Die Frucht ist etwa 1,5 cm groß und länglich eiförmig.

Chromosomenzahl:
2n = 36

Kultur:
Diese Varietät wird kaum kultiviert. Meist wird unter der Bezeichnungen "C. tonkinesis" C. crispatula var. flaccidifolia angeboten. Die Pflanzen in Kultur, die bisher für C. crispatula var. tonkinsensis gehalten wurden, sind 2015 als C. crispatula var. kubotae neu beschrieben worden.

Anmerkungen:
Die Pflanzen, nach denen die Erstbeschreibung der Variatät gemacht wurden, stammten aus Vietnam. Besonders auffällig waren die sehr schmalen Blätter. Spätere Aufsammlungen mit schmalen Blättern wurden dann für Cryptocoryne tonkinensis gehalten.
Cryptocoryne tonkinensis wurde 1968 von DeWit als Varietät von C. retrospiralis eingestuft. Rataj führte die Pflanzen dagegen 1975 noch als eigenständige Art (C. tonkinensis) auf. 1980 wurde sie von Jacobsen als eine Form, der damals noch nicht in Varietäten aufgeteilten, Cryptocoryne crispatula angesehen. DeWit folgte 1983 dieser Auffassung. 1991 wurden von Jacobsen 5 Varietäten von C. crispatula definiert. Eine davon war C. crispatula var. tonkinensis.



Cryptocoryne crispatula Engler var. yunnanensis (H. Li) H.Li & N. Jacobsen

Cryptocoryne crispatula var. yunnanenis

Cryptocoryne crispatula var. yunnanenis in der Ruheform mit pfriemlichen Blättern.

Herkunft:
Vietnam, Nordthailand, Laos und Südchina

Aussehen:
Die emersen Blätter sind etwa 4-6 cm gestielt. Die Spreiten sind 6 bis 8 cm lang, 3-6 mm breit, glatt, aufrecht und steif. Es werden im Sommer pfriemliche, 2 bis 10 cm lange Blätter gebildet. Die Niederblätter vor der Blüte sind etwa 2,5 cm lang.

"Der Blütenstand riecht während des Blühens nach faulem Fisch."
Jacobsen 1998

Die Spatha ist etwa 4 cm lang. Der Kessel ist etwa 1 cm hoch und 0,6 cm im Durchmesser. Er ist etwas eingeschnürt in der unteren Hälfte weißlich und in der oberen rot. Darin befinden sich 5 bis 7 Narben und 35-40 männliche Blüten. Die Röhre ist nur 2 cm lang. Sie ist in sich gedreht und außen grünlich mit rötlichem Hauch. Die etwa 1,3 cm lange Spreite ist ezwa ein bis anderhalb Mal um sich gedreht. Sie ist innen gelb oder rötlich gefärbt mit violetten Punkten.

Chromosomenzahl:
2n = 36

Ökologie:
Ein Standort in Laos am Tad Leuk-Wasserfall wird von Linke (1997) beschrieben. Er maß einen ph-Wert von 6,29, einen elektrische Leitfähigkeit von 2 µS/cm. Die Wassertemperatur betrug 19,9 °C. Karbonat- und Gesamthärte lagen unter 1. Das Wasser war klar und leicht bräunlich. Die Pflanzen wuchsen emers in der Sonne und hatten schmale, grüne bis braunrote, glatte Blätter. Sie wurden von ihm als gelb blühende Form von C. albida identifiziert.



Cryptocoryne cruddasiana Prain 1901

Cryptocoryne cruddasiana

Cryptocoryne cruddasiana in der Ruheform mit pfriemlichen Blättern.

Herkunft:
Nord-Myanmar an der Grenze zu Tibet und China

Aussehen:
Die Blätter sind inklusive Stiel 30 bis 40 cm lang. Die Blattspreiten erreichen eine Länge von 10 - 30 cm und eine Breite von 0,5 - 1 cm. Sie sind schmal lanzettlich bis linealisch. Bei kultivierten Pflanzen stehen sie meist aufrecht. Sie sind grün, können aber bei einigen Fundortvarianten rötlich braune Flecken haben. Am Naturstandort in der vollen Sonne liegen die Blätter flach am Boden und sind zum Teil flächig braun gefärbt. Die Blattränder sind mehr oder weniger stark gewellt. Die Blattspitzen haben eine kleine aufgesetzte Spitze (bespitzt). Während er Regezeit ziehen die Pflanzen das Laub ganz ein oder überdauern mit 2-4 cm lange pfriemlichen Blättern.

"Bei der Anthese der Blüten am ersten Tag entströmt der Spatha der Cryptocoryne cruddasiana ein Aasgeruch."
Bogner 2009 a

Die Spatha ist von außen grünlich und etwa 6 - 12 cm lang. Der Kessel ist etwa 1 - 2,5 cm hoch und 5 mm im Durchmesser. Unterhalb der männlichen Blüten ist eine Einschnürung. Darüber ist er innen rot und alveolär. Der basale Teil ist weiß. Der Blütenkolben trägt 80 bis 120 männliche Blüten und 5 bis 6 Narben. Jedes Ovarium enthält etwa 18 Samenanlagen. Die Duftkörper sind cremefarben bis gelblich. Die 4 - 5 cm lange Röhre ist innen auf der ganzen Länge bis zum Schlund dicht mit großen purpurroten Flecken besetzt. Es gibt keinen Kragen. Die matt rote bis braun violette Spathaspreite ist unregelmäßig mit Warzen besetzt, die auch zu querverlaufenden Runzeln verbunden sein können. Sie ist bis 3,5 cm lang. Ihre Spitze ist spiralig gedreht oder zurück geschlagen.

Chromosomenzahl: 2n = 36

Ökologie:
Das Herkunftsgebiet liegt in Kachin, einem Bundesstaat von Myanmar. Die Region ist gebirgig und liegt etwa 250 bis 600 m über dem Meeresspiegel. An einem Naturstandort bei Shinbwiyang (Sinbueyang) wachsen Pflanzen mit rot-brauner und violetter Spatha zusammen im schlammigen Sand zwischen größeren Steinen. Der Standort liegt etwa 230 m ü. NN. Die Pflanzen blühen dort im Dezember und Januar emers oder in wenige Zentimeter tiefem Wasser. Im Adung Tal in den Hkami Plains wachsen die Pflanzen auf etwa 600 m Höhe im Mali River. Dort ist der Boden schlammig und die Pflanzen wachsen in langsam fließendem Wasser. Vermutlich überdauern die Pflanzen Perioden mit höheren Wasserständen in einer Ruheform mit pfriemlichen Blättern.

Kultur:
Die Pflanzen lassen sich in einem Substrat aus sandigem Lehm oder einer Mischung aus Kies mit Lehm kultivieren. Das Wasser kann ein bis zwei Zentimeter über dem Substrat stehen. C. cruddasina wachsen langsam, blühen aber regelmäßig. Ab August werden in unseren Breiten in Kultur pfriemliche Langtagblätter gebildet. Sie sind etwa 3 bis 4 cm lang.

Anmerkungen:
Die Pflanze wurde 1898 von Shaik Mokim zum ersten Mal aufgesammelt und 1901 von Prain beschrieben. 1939 wurde sie von K. Ward im Ngawchang-Tal auf einer Höhe von 600 m ü. NN noch einmal gefunden. Etwa 150 km von diesem Fundort entfernt sammelte K. Ward eine zweite Pflanze auf, die von Rataj als "C. burmensis" geschrieben wurde, heute aber zu C. cruddasiana gezählt wird (de Wit 1990). Erst 2005 gelang es die Pflanze lebend nach Europa zu bringen und zu kultivieren.



Cryptocoryne decus-silvae De Wit 1976

Cryptocoryne decus-silvae

Skizze von Cryptocoryne decus-silvae nach einem Foto.

Herkunft:
unbekannt, möglicherweise Süd-Malaysia, nördliches Johore

Aussehen:
Die Artbeschreibung basiert auf wenigen Pflanzen. Es gibt ausser dem Typusmaterial keine weiteren Aufsammlungen. Die Beschreibung und sämtliche bekannten Fotos der Art stammen von de Wit. Die Blätter sind länglich eiförmig mit herzförmiger oder geÖhrter Basis. Die Spreiten sind 7 - 20 cm lang und 2 bis 6 cm breit, leicht bullos. Die Oberseite ist grün und braun überlaufen, die Unterseite purpurn. Die Blattstiele sind 4-10 cm lang und rötlich. An der Blattbasis sollen sie bis zu 1 cm breit sein. Es werden Luftwurzeln gebildet, die nach oben aus dem Boden wachsen. Die gesamte Spatha ist 5-7 cm lang. Außen ist sie grünlich. Die Spathaspreite ist rosa-rot, breit herzförmig, beiderseits einer Kerbe aufgewölbt, durch einen deutlichen Kragen vom Schlund abgesetzt. Die Oberfläche ist unregelmäßig gebuckelt. Die Röhre ist nur 2 bis 3 cm lang. Der Kessel ist 2 cm lang, innen weiß, glatt und ohne Alveoli. Er umschließt 6 Narben und etwa 45 Staubblätter (de Wit 1990).

Chromosomenzahl:
unbekannt

Ökologie:
unbekannt

Kultur:
Die Kultur war auf Dauer nicht erfolgreich. Kulturbeschreibungen fehlen. Die Bilder, die man auf den Crypts Pages sehen kann, zeigen die Pflanzen in einer Mischung aus Sand und Kies in 1 bis 2 cm tiefem Wasser.

Anmerkungen:
Der Artname "decus-silvae" bedeutet "Zierde des Waldes". Die Pflanze wurde nur einmal 1971 von Schulze gefunden, blühte in Kultur und gingen dann ein. Ihre Herkunft ist unbekannt. Schulze befand sich zum angegebenen Fundzeitpunkt (6. April 1971) nicht in Malaysia. Möglicherweise wurden die Pflanzen von Schulze nicht vor Ort gesammelt, sondern stammten aus einer Anlieferung an einen Exporteur in Singapur. Nur etwa 15 % der Pollen waren fruchtbar. Daher wird vermutet, dass es sich um eine Hybride handelt. Später gefundene ähnliche Pflanzen sind völlig steril (Othman et al. 2009).



Cryptocoryne dewitii N. Jacobsen 1977

Cryptocoryne dewitii

Cryptocoryne dewitii in Becherkultur.

Spatha von Cryptocoryne dewitii

Spatha von Cryptocoryne dewitii

Herkunft:
Papua Neuguinea

Aussehen:
Diese Pflanzen haben ein kräftiges Rhizom, das bis 8 mm dick und 7 cm lang werden kann. Wurzeln sind nur am jungen vorderen Teil auf etwa 4 cm Länge. Sie sind bis 15 cm lang. Die Einzelpflanzen haben selten mehr als 14 Blätter. Die haben hell bis dunkel grüne, glatte oder bullose Spreiten von bis zu 13 cm LÖnge und 5 cm Breite. Ihr Rand ist leicht gewellt bis gekräuselt. Der Blattstiel ist bis 12 cm lang. Die Spatha wird insgesamt etwa 9 bis 15 cm lang. In der natur befindet sich nur die Spathaspreite über dem Substrat. Der Kessel ist ungefähr 1,5 cm hoch und 7 mm im Durchmesser, innen und außen weiß und ohne Alveoli. Den Spadix bilden 5-7 weibliche Blüten und etwa 30 Staubbeutel. Der Apendix ist rot gefärbt. Die Duftkörper sind weiß und rundlich. Die Röhre ist etwa 2,5 cm lang. Die Schlundzone ist weit und reicht weit hinauf. Sie wird nicht durch einen Kragen begrenzt. Die Spathaspreite ist cremefarben oder blass lila. Die Oberfläche ist warzig und an Rand sind vorspringende Auswüchse. Die Spreite läuft in einen mehr oder weniger langen und wenig bis stark gedrehten Schwanz aus. Die Spatha bleibt nach der Öffnung nur etwa 2 Tage erhalten. Die Früchte haben etwa 1 cm Durchmesser. Chromosmenzahl: unbekannt

Ökologie:
Die Pflanzen wachsen in einem Sumpf auf den verrottenden Blättern von Sago-Palmen. Sie bildet dichte Bestände. In der Natur stehen sie sehr tief im Sumpf, so dass der Kessel und die Röhre meist im Substrat verborgen sind.

Kultur:
Die Pflanzen sind gut in Buchenlauberde zu halten. Sie bevorzugen ein sehr nasses, mit Wasser gesättigtes Substrat. Bis zur Bildung von Ausläufern und Blüten braucht sie etwas Zeit. Der Bedarf kann nicht allein über freiwerdende Nährstoffe aus Buchenlauberde gedeckt werden. Ohne zusätzliche Düngung werden die Pflanzen chlorotisch.

Anmerkungen:
Die Art wurde bereits 1971 entdeckt, aber erst 2009 am Typusstandort beim Flughafen von Kiunga wieder gefunden. Vermutlich kommt sie nur an diesem einen Ort vor.

Wasserwerte vom Naturstandort von C. dewiii (nach Idei 2010)

Standort Papua Neuguinea
Kiunga
Wassertemp. °C 26

Leitf. [µS/cm] -

pH-Wert 6

°dGH 1

°KH 0,8

Ca [mg/l] 5

Mg [mg/l] n.n.

Fe [mg/l] 1,5



Spatha von Cryptocoryne x edithiae

Cryptocoryne x edithiae mit Spatha in Becherkultur.

Laub von Cryptocoryne x edithiae

Laub von Cryptocoryne x edithiae






Cryptocoryne x edithiae DEWIT 1982

Herkunft:
Kalimantan

Aussehen:
Die Pflanzen sind C. x purpurea sehr ähnlich. Die Blattstiele sind 6-9 cm lang. Die Spreiten sind schmal eiförmig, 6-8 cm lang und 3 bis 4,5 cm breit. Sie sind hell bis dunkelgrün oder bräunlich, mit braun-roter Unterseite. Sie sind mehr oder weniger bullos und am Rand leicht gewellt.
Die Spatha ist insgesamt ca. 10 cm lang. Davon entfallen etwa 1-1,5 cm auf den Kessel. Er hat einen Durchmesser von etwa 7 mm und ist innen meist weiß mit einigen roten Punkten im oberen Bereich. Er kann aber auch insgesamt rötlich sein. Die weiblichen Blüten haben jeweils etwa 15 Samenanlagen. Die Duftkörper sind gelb. Staubgefäße gibt es etwa 30-40. Der Appendix ist purpurn, die Verschlussklappe weiß bis gelblich. Die Röhre ist zwischen 4 und 6 cm lang. Die Spathaspreite ist innen rau und hell rot bis rotbraun. Sie endet in einem 1,5 cm langen Schwanz. Neuere Aufsammlungen aus Kotawaringin (West Kalimantan) haben manchmal eine oder zwei Längsfurche, die sich vom Schlundrand bis Schwanz ziehen. Der Schlund ist durch einen kleinen Kragen abgegrenzt. Es gibt einen intensiv gelben oder orangen Schlundring. Darunter ist der Schlund weißlich mit vielen feinen, rote Punkten oder Flecken. Diese Punkte können bis in den Schlundring hinauf reichen.

Chromosomenzahl:
Die ursprünglich von Edith Korthaus gesammelten Pflanzen hatten 2 n = 68 Chromosomen, die aus neueren Aufsammlungen haben nur 2n = 51.

Ökologie:
Die Pflanzen wachsen in Sumpfwäldern. Das Wasser am Typusfundort war kaffeebraun gefärbt und hatte einen ph-Wert um 4. Bei den neueren Aufsammlungen wurde ein ph-Wert um 5 gemessen.

Kultur:
C. x edithiae kann leicht in Buchenlauberde kultiviert werden. Zur Nährstoffversorgung wird ab und zu weitere Buchenlauberde von oben in den Topf gegeben. In größeren Gefäßen mit höherem Wasserstand entwickeln sich schöne große Exemplare.

Anmerkungen:
Es handelt sich um einen Komplex aus Hybriden. Es werden weder befruchtungsfähige Pollen noch Früchte gebildet.





Cryptocoryne elliptica N. E. Brown ex J. D. Hooker 1893

Cryptocoryne elliptica

Cryptocoryne elliptica ist eine kleine Art.

Cryptocoryne elliptica

Gelb blühende Form von Cryptocoryne elliptica

Cryptocoryne elliptica Becherkultur

Cryptocoryne elliptica wächst gut in Becherkultur.

Cryptocoryne elliptica Spatha

Spatha mit aufgeschnittenem Kessel.

Herkunft:
Malaysia: Kedah, Panang und Perak

Aussehen:
Das Rhizom ist 1,5 bis 3 cm lang und hat einen Durchmesser von 0,5 cm. Die Ausläufer sind bis zu 10 cm lang. Auch nicht blühende Pflanzen bilden manchmal Kataphylle. Die Blattstiele sind 2-7 cm lang. C. elliptica hat breit elliptisch oder herzförmig Blattspreiten. Diese sind 2 bis 5,5 cm lang und 1,5 bis 4 cm breit. die Blattoberseite ist grün, manchmal mit silbrigem oder rötlichem Schimmer. Die Blattunterseite ist grün oder rötlich. In den Blattachseln der älteren Blätter von C. elliptica entwickeln sich Knospen, aus denen Jungpflanzen heranwachsen. Es gibt zwei Formen, die zusammen vorkommen. Bei der einen Öffnet sich die 2,5 bis 4 cm lange Spatha nur einen schmalen Spalt weit und die rote Fahne ist über die Öffnung geklappt. Bei der anderen Form ist der Blütestand bis 7 cm lang, die Spathaspreite steht aufrecht und ist gelb. Der Schlund ist bei beiden Formen dunkel rot. Zur Röhre hin löst sich die flächige Färbung in ein unregelmäßiges Fleckenmuster auf. Kessel und Röhre sind innen und außen weiß. Der Kessel ist 0,6 bis 0,7 cm hoch und 0,3 bis 0,4 cm im Durchmesser. Er enthält 4 oder 6 weibliche und bis 30 männliche Blüten. Die Duftkörper sind gelblich und rund mit einer unregelmäßig rauen Oberfläche. Die Frucht ist eiförmig und relativ glatt. Die Samen sind bräunlich mit glatter Oberfläche. Chromosmenzahl: 2 n = 34

Ökologie:
Es sind nur drei Standorte der Art bekannt. Im Gunung Bongsu Forest Reserve wachsen die Pflanzen in einem sumpfigen Tal, das von einem kleinen Flüsschen durchzogen wird. Sie sind dort vermutlich nur nach stärken Regenfällen länger submers. Hier kommt C. elliptica zusammen mit Barclaya motleyi vor. Der Boden ist schlammig und hat einen pH-Wert um 5. Hier blühen die pflanzen im August. Im Pondok Tajung Forest Reserve stehen die Pflanzen im Wasser von Pools im Waldboden und in kleineren Flussläufen. Die Pflanzen wachsen in bis zu 50 cm tiefem Wasser. Der dritte bekannte Standort liegt im Bukit Panchor Waldreservat.

Wasserwerte vom Naturstandort von C. elliptica (nach Mansor & Masnadi 1994).

Standort Podonk Tajung
Forest Reserve
Wassertemp. °C 25 - 27

Leitf. [µS/cm] 6 bis 10,4

pH-Wert 4,5 - 6,65

°dGH -

°KH -

Ca [mg/l] -

Mg [mg/l] -

Fe [mg/l] 1,5



Kultur:
C. elliptica ist unproblamtisch in der Kultur. In Kunststoff und TontÖpfen von 6 bis 10 cm, in Becherkultur oder Zimmergewächshäusern wachsen die Pflanzen gut. Der Wasserstand kann 1/3 der TopfhÖhe betragen oder bis 1 cm über den Topfrand reichen. Ist das Substrat nur mäßig feucht und relativ dicht, bilden sich sehr kompakte Rosetten aus kurz gestielten Blättern. In Buchenlauberde und mit mehr Wasser werden die Blattstiele länger und die Blätter größer. Die Temperatur muss mindestens 22 besser 24 °C betragen. Durch die Knospen in den Blattachseln ist die Vermehrung recht effektiv. Dazu zupft man ein altes, voll entwickeltes Blatt ab. An seiner Stielbasis sitzt die deutlich sichtbare Knospe. Das Blatt legt man in eine Schale mit Wasser und Buchenlaub. Aus der Knospe entwickeln sich Wurzeln und Blätter. Die Jungpflanzen werden dann umgepflanzt, wenn sie mehrere Blätter haben.

Cryptocoryne elliptica mit Brutknospe Cryptocoryne elliptica Jungpflanzen

Brutknospe und Jungpflanzen von Cryptocoryne elliptica.

Anmerkungen:
Die ersten Aufsammlungen von C. elliptica stammen aus den Jahren 1862 und 1888. Sie wurden in dem Gebiet gefunden aus dem auch der Typus von C. affinis stammt. 1940 wurde die Pflanze etwa 60 km vom Typusstandort entfernt im Gunong-Bongsu-Waldreservat gefunden. Danach dauerte es noch einmal 45 Jahre bis die ersten Pflanzen lebend nach Europa kamen und in Kultur genommen wurden.



Cryptocoryne ferruginea Engler 1879

Cryptocoryne ferruginea var. ferruginea

Spatha von Cryptocoryne ferruginea var. ferruginea in Kultur

Cryptocoryne ferruginea var. ferruginea

Typisch für Cryptocoryne ferruginea var. ferruginea ist die Ausbuchtung am Kessel

Cryptocoryne ferruginea frisch getopft

Frisch eingetopfte Jungpflanze von Cryptocoryne ferruginea

Ein Standort von Cryptocoryne ferruginea

Ein Standort von Cryptocoryne ferruginea.

Cryptocoryne ferruginea

Pflanzen an einem Naturstandort.

Seit 2013 werden zwei Varitäten von der Art unterschieden.

Cryptocoryne ferruginea var. ferruginea

Herkunft:
West Borneo (Sarawak nahe Bau und Simunjan)

Aussehen:
Die Pflanzen werden bis zu 20 cm hoch. Die mittel- bis dunkel grüne Spreite ist etwa 4 bis 10 cm lang. Einige Formen können auf der Oberseite hellere Marmorierungen aufweisen. Die Blätter sind fleischig und eiförmig mit spitzer Spitze. Manchmal ist der Blattrand leicht gewellt. Die Blattunterseite ist mit Haaren bedeckt.
Die etwa 5 bis 7 cm lange Spatha ist bis auf einen schmalen Spalt geschlossen und läuft in einen gedrehten Schwanz aus. Auf der Innenseite sind Auswüchse (Protuberanzen). Die Innenseite vom Kessel, Röhre und Spatha sind rotbraun bis purpurschwarz. Es gibt 5 bis 6 Narben. Etwa 20 bis 24 Staubbeutel. Die Frucht ist etwa 15 mm groß. Die Samen sind schmal länglich, rippig und auf der Oberfläche rau. Der untere Bereich des Kessels bis ca. drei Viertel der Höhe ist rau und mit fädigem Schleim bedeckt. Er wird nach oben hin breiter. Im oberen Bereich auf Höhe der männlichen Blüten wird der Kessel dann plÖtzlich schmaler, so dass der Kesselbereich darunter aufgebläht wirkt. In diesem Bereich und in der der Röhre sind nach unten gerichtete Trichome an den Zellen der Innenwand. (siehe Kapitel "Blütenstände".) Alveoli gibt es bei dieser Art nicht.

Chromosomenzahl: 2 n = 34

Ökologie:
C. ferruginea var. ferruginea wächst auf Schlammbänken in langsam fließenden Flüssen und Bächen in der inneren Gezeitenzone und in höher gelegenen Waldgebieten, in denen der Wasserstand nicht von den Gezeiten beeinflusst wird. Einige Fundorte bei Bau und Serikin liegen in Kalksteingebieten. Die übrigen Standorte sind in Sumpfwäldern mit weichem, sauerem Wasser. Dort kommt die Pflanze zum Teil zusammen mit Barclaya motleyi vor. Im Sungai Bayor wächst sie zusammen mit C. lingua. Die Standorte liegen im tiefen Schatten (5000 - 7000 lux). Unter zustarkem Licht kümmern die Pflanzen.

Cryptocoryne ferruginea var. sekadauensis

Herkunft:
West Borneo (Kalimantan, Zufluss des Kapuas bei Sekadau)

Aussehen:
Die Blätter werden insgesamt 10 bis 16 cm lang. Der Blattstiel ist 5 bis 10 cm lang und hat an der Basis eine 2 cm lange Blattscheide. Die Blattspreite ist lanzettliche und hat eine gestutzte Basis. Sie ist ca. 6 cm lang und 2 cm breit. Ihre Oberseite ist glänzend grasgrün. Die Unterseite glänzt nicht und ist hellgrün. Sie ist kahl und unbehhart. Eine Rotfärbung oder Zeichnung gibt es nicht. Der Blattrand ist leicht gewellt oder glatt.
Zusammen mit der Blüte erscheinen 1,5 cm lange Kataphylle. Die Spatha ist 6 bis 8 cm lang. Der Kessel ist ellipsoid,1,5 cm hoch und 0,7 cm im Durchmesser.. Er ist innen und außen weiß. Auch die Verschlußklappe ist weißlich. Die Röhre der Spatha ist 0,5 cm lang und 0,5 cm im Durchmesser. Der Schlund ist glatt und purpurn.. Die Spreite macht eine halbe Drehung und Öffnet sich zu einem schmalen Spalt. Außen ist sie im unteren teil bräunlich und innen dunkelpurpurn und rau. Der Schwanz der Spatha ist 6 - 8 cm lang und meist etwas schief. Es ist kein Kragen vorhanden.
Der Spadix hat 5 - 6 weibliche Blüten und 25 männliche. Pollenfertilität 100 %. Die Frucht ist eiförmig.

Chromosomenzahl: 2 n = 34

Ökologie:
C. ferruginea var. sekandauensis wurde in einem etwa 3 m breiten Zufluss des Kapuas gefunden. Die Pflanzen wachsen dort vermutlich hauptsächlich submers und stehen nur kurzzeitig auf dem Trockenen. Dann bilden sie kleinere Blätter und blühen. Der Boden besteht aus sandigem Lehm und verrottetem Laub.


Wasserwerte vom Naturstandort von C. ferruginea var. ferruginea (nach C. Kettner bei Bau, unverÖffentlicht (1), Ipor et al. 2006 (2)) und von C. ferruginea var. sekandauensis (nach Bastmeijer et al. 2013 (3))

Standort Sungai Sekio (1) Balai Ringin (2) Sungai Kerait (2) Sabal Kuin (2) Sekandau (3)
Wassertemp. °C - 25,5 25,4 26
Leitf. [µS/cm] 19 10 - 33
pH-Wert 6,2 5,24 5,11 4,6 5,9 - 6,1
°dGH 1,23 0 - 1
Ca 6,57 *
Mg 1,35 **
Fe [mg/l] 0,12

* Umrechnung von Kalziumhärte °dH in mg/l mit dem Faktor 7,144, gerundet
** Umrechnung von Magnesiumhärte °dH in mg/l mit dem Faktor 4,356, gerundet

Kultur:
In emerser Kultur kann man sie in einer Mischung aus Sand, Lehm und Buchenlauberde oder Torfmull oder in reiner Buchenlauberde pflegen. Die Pflanzen wachsen gut in Becherkultur in reiner Buchenlauberde. Eine Wassertemperatur von 24 bis 26 °C ist dabei günstig.

Anmerkungen:
Cryptocoryne ferruginea wurden 1865 von Beccari zum ersten Mal gesammelt und 1879 als neue Art beschrieben. Danach wurden sie bis 1966 nicht wieder gefunden.
1967 erreichten die ersten lebenden Pflanzen über Singapur von Y.W. Ong die Niederlande. Diese neue Aufsammlung unterschied sich etwas von der alten. Ursprünglich nahm man an, es handele sich um C. auriculata bis De Wit diese Pflanzen aus der Nähe von Kutching als "C. pontederiifolia" bestimmte, von der bis dahin noch keine Blütständ bekannt waren. Unter dem Namen führt auch Schulze (1971) diese Cryptocoryne unter den Arten von Sarawak auf. Rataj machte 1975 aus ihr C. pontederiifolia var. sarawacensis.
Nachdem auf Sumatra die Blütenstände von Crypyptocoryne pontederiifolia gefunden worden waren, wurden die neuen Pflanzen von Sarawak von Jacobsen als Cryptocoryne sarawacensis neu beschrieben. Diese Beschreibung enthält eine Mischung von Merkmale von beiden Cryptocoryne ferruginea-Varietäten. Später stellte Jacobsen seine Cryptocoryne sarawacensis zu C. ferruginea nachdem er bei einer Reise nach Borneo 1978 feststellte, dass die Blätter von C. ferruginea keine behaarten Unterseiten haben müssen (Jacobsen 1982).
De Wit (1990) akzeptierte diese Umgruppierung nicht. Er führt Cryptocoryne sarawacensis weiter als eigene Art auf und stellt sie zur Veranschaulichung der Unterschiede zusammen mit C. ferruginea in der Abbildung 56 (S. 191) im direkten Vergleich dar. Auch hier sind die Merkmale beider C. ferruginea-Varietäten vermischt. Die Bilder 1 und 2 von "Cryptocoryne ferruginea" zeigen die typischen Merkmale von Cryptocoryne ferruginea var. sekadauensis. Bild 6 ist eine Zeichung einer behaarten Blattunterseite, wie sie nur bei Cryptocoryne ferruginea var. ferruginea vorkommt.
Die Bilder 7 und 8 von "Cryptocoryne sarawakensis" zeigen die typische Spatha und den Kessel von Cryptocoryne ferruguinea var. ferruginea. 2013 wurden die Pflanzen mit dem schlanken Kessel und den unbehaarten Blättern als Cryptocoryne ferruginea var. sekadauensis neu beschrieben.
Etwas weiter flußaufwärts vom Fundort dieser Varietät wurde eine braunblättrige Pflanze gefunden, bei der es sich um eine sterile Hybride handelt.





Cryptocoryne fusca De Wit 1970

Cryptocoryne fusca

Cryptocoryne fusca aus dem Sanggau Sintang

Naturstandort von Cryptocoryne fusca

Naturstandort von Cryptocoryne fusca

Cryptocoryne fusca submers

Cryptocoryne fusca submers in der Natur.

Herkunft:
West-Kalimantan und Sarawak (in äquatornähe), Sumatra: Insel Belitung

Aussehen:
Die Blattspreite ist bis15 cm lang und 7-10 cm breit. Die Blattoberseite ist mittel grün bis bronzefarben, die Unterseite ist grün bis rost-rot. Die Namensgebende braune Blattunterseite (fusca = dunkelbraun) bilden die Pflanzen in Kultur nicht aus. Sie wurde bisher nur bei Pflanzen aus Naturaufsammlungen gesehen. Der Blattrand und die Blattunterseite sind mit 0,1 mm langen, pfriemlichen Haaren besetzt. Die Blattbasis ist herzförmig. Bei großen Pflanzen ist der Blattrand fein gekräuselt und die Blattspreite oft etwas bullos. Die Niederblätter sind 3-4 cm lang grün bis rotbraun. Die Spatha ist außen beige bis rotbraun. Meist wird sie nicht länger als 15 cm, kann aber auch eine Länge von bis zu 20 cm erreichen. Die Spatha ist innen rot und warzig. Es gibt keinen Kragen. Die Röhre 1 bis 6,5 cm lang. Der Kessel ist 1,5 - 2 cm lang und bis 1 cm im Durchmesser. Er ist oberhalb der Mitte etwas eingeschnürt und innen meistens purpurrot. Die Spathaspreite ist innen warzig und purpur-rot, außen bräunlich oder rosa. Die Spathaspitze ist oberhalb des Schlunds fest schraubig gedreht und gibt nur durch einen schmalen Spalt den Blick ins Innere frei. In den "Aquarienpflanzen" von de Wit (1990), die Knospe würde immer geschlossen bleiben. Laut Bastmeijer und Bouwmeester (1992) ist das eine Fehlannahme aus den 1950ern. Sie beruht vermutlich auf der Beschreibung von Pflanzen, die unter ungünstigen Bedingungen kultiviert wurden. Es gibt sechs weibliche und 40 bis 60 gelbe männliche Blüten mit je zwei Staubbeuteln. Der Fruchtknoten ist gelblich grün. Die Griffel sind zur Spitze hin intensiv dunkel rot gefärbt. Die Narben sind rosa rot. Die Verschlussklappe ist weißlich mit purpurnen Flecken. Der sterile Anhang ist weiß bis purpurn. Die Frucht ist kugelig. Ihr Durchmesser beträgt etwa 1,5 cm. Der Stiel wird bis 5 cm lang. Es sind etwa 50 gerippte Samen enthalten die etwas gekrümmt sind.

Chromosomenzahl:
2 n = 34

Ökologie:
In der Natur kommt die Pflanzen an Standorten vor, deren Wasserstand von den Gezeiten beeinflusst wird. Mit ihnen zusammen findet man auch Barclaya motleyi.

Kultur:
Die emerse Kultur ist in Buchenlauberde oder in einer Mischung aus Buchenlauberde, Sand und Lehm einfach. In der emersen Kultur vertragen die Pflanzen viel Licht -aber keine volle Sonne. Im Aquarium werden die Blätter bei zuviel Licht flach auf den Grund gelegt und die neu gebildeten werden immer kleiner. Als gute Kulturbedingungen im Aquarium nennt Bastmeijer (1993) Temperaturen von 22 - 28 °C, einen pH-Wert im sauren Bereich, bis 15 °GH, wenig bis mittlere Beleuchtungsstärke und Lehmzusatz zum Substrat. Gute Erfahrungen mit der Aquarienkultur machte auch A. van den Nieuwenhuizen (2000). Er pflegte die Pflanzen ab 1953 über mehrere Jahre. Er verwendete einen nährstoffreichen Bodengrund in Form einer "Mischung von ungedüngter Blatterde, Torfmull, grobem Sand und ein wenig Lehm (Ton)" die er mit Aquariumsand abdeckte. Die Gesamthärte des Wassers betrug 13 ° GH. Die Temperatur lag bei 23 °C. Bei Paffrath (1974), der die Art als C. tortilis kannte, wuchs die Pflanze gut bei 15-28 ° GH und 6 - 15 °KH. Sie bildeten aber nur wenige Ausläufer. In weicherem Wasser vermehrten sie sich besser. Wendt (1952-1956) gibt an, dass die Pflanzen bei 25 °C alle 3 bis 4 Wochen ein neues Blatt bilden. Wichtig für den Kulturerfolg ist eine gedämpfte Beleuchtung. Unter idealen Bedingungen werden die Pflanzen 15 bis 25 cm hoch. Sie haben dann kräftige eiförmige, bullose Blattspreiten. Obwohl die voll entwickelte Spatha bis zu 20 cm lang sein kann, Öffnet sich die Blüte nicht, wenn die Pflanzen submers wachsen. Erst nach dem Absenken des Wasserstandes auf wenige Zentimeter wird die Entwicklung fortgesetzt (A. van den Nieuwenhuizen 2000).

Anmerkungen:
Die Pflanze wurde bereits 1951 zum ersten Mal nach Europa importiert. De Wit ordnete die Pflanzen der damals nur von einer Zeichnung bekannten Art C. longicauda zu. Die Unterschiede zwischen den Blütenständen schrieb er der natürlichen Variabilität von Cryptocorynenarten zu. 1967 wurde in Sarawak die echte C. longicauda gefunden. De Wit nannte die nun namenlose Pflanze in C. tortilis um, publizierte den Namen zunächst aber nicht gültig. Das geschah erst 1983. In der Zwischenzeit waren ab 1967 ähnliche Pflanzen importiert worden, die er 1970 als C. fusca beschrieben hatte. In der zweiten deutschen Auflage der "Aquarienpflanzen" von 1990 sind C. tortilis als auch C. fusca als eigenständige Arten aufgeführt. Mittlerweile wurden sie aber zu einer Art zusammengefasst, die den Namen C. fusca trägt, weil dieser Name zuerst in einer gültigen Beschreibung verwendet wurde. Es mag für uns heute im Detail nicht wichtig sein, bedeutet aber, dass alle alten Beschreibungen von C. longicauda, unter anderem auch die in der Loseblattsammlung von Wendt, sich auf C. fusca beziehen. Paffrath (1974) beschreibt als einer der Ersten die Kulturerfahrungen mit der echten C. longicauda und C. fusca (unter ihrem Synonym C. tortilis).



Cryptocoryne griffithii Schott 1856

Cryptocoryne griffithii

Cryptocoryne griffithii

Herkunft:
Malaysia: Malacca, Johore, Pahang; Indonesien: Insel Bintan, Kalimantan; Singapur

Aussehen:
Die Blattoberseite ist grün bis rötlich grün mit Marmorierungen und die Unterseite rosa-rot. Die Blätter sind etwas steif. Die Spreite ist eiförmig bis rundlich, 3-9 cm lang und 2 bis 6 cm breit. Die Spitze ist stumpf oder spitz. Die Basis ist meist herzförmig. Die Blattstiele werden je nach Umweltbedingungen 6 bis 20 cm lang. Am längsten sind sie bei dauerhaft submers wachsenden Pflanzen. Die Spatha ist 5 bis 10 cm lang. Die Spathaspreite ist 3- 5 cm lang, hell bis dunkel rot. Auf ihrer Oberfläche sind rundliche, gleichmäßige, feine Warzen. Sie läuft in einen kurzen, wenig gedrehten Schwanz aus. Es gibt einen deutlichen Kragen und eine breite rote Schlundzone. Die Röhre ist innen weiß und 2 - 5 cm lang. Der Kessel umfasst 5-7 Narben und 35-90 männliche Blüten. Er ist etwa 1 cm hoch und innen und außen weiß. Die Duftkörper sind gelb und rundlich. Die Frucht ist eiförmig.

Chromosomenzahl:
2 n = 34

Ökologie:
In der Natur wachsen die Pflanzen auf sandigem oder schlammigem Grund in kleinen Flüssen in Waldgebieten. Sie kommen auch in Kautschukplantagen vor. Meist stehen sie submers. Man findet sie zusammen mit Barclaya motleyi.

Kultur:
C. griffithii benötigen, saures (pH unter 6) und weiches Wasser.

Anmerkungen:
Bei den früher als C. griffithii kultivierten Pflanzen handelte es sich um C. purpurea var. purpurea oder C. cordata var. cordata. C. griffithii kommt in der Natur zusammen mit C. cordata vor und hybridisiert mit dieser Art zu den Formen von C. purpurea.



Cryptocoryne hudoroi Bogner & Jacobsen 1985

Cryptocoryne hudoroi

Cryptocoryne hudoroi in der Unterwasserform

Cryptocoryne hudoroi

Im Aquarium mit nährstoffreichem Bodengrund bildet Cryptocoryne hudoroi mit der Zeit dichte Bestände.

Herkunft:
Süd-Kalimantan, nördlich von Banjarmasin

Aussehen:
C. huderoi gehört zu den Wasserkelchen mit den bullosen Blattspreiten. Die submersen Blätter sind 4 bis 26 cm lang gestielt und haben lanzettliche Spreiten. Diese sind bis etwa 7 bis 34 cm lang und 2 bis 5 cm breit. Die Blattoberseite ist grün bis braun und dunkler als die Blattunterseite. Blattunterseite mittelgrün, zum Teil mit rötlichen Blattadern.
Emers bleiben die Blätter kleiner. Der Blattstiel ist dann nur 4 bis 6 cm lang. Die Spreiten werden 7-12 cm lang und 2,5 bis 3 cm breit.
Das Rhizom ist 0,4-0,5 cm dick und es gehen lange Ausläufer davon aus.
Es werden vor der Blüte 4,5-8 cm lange Niederblätter gebildet. Die Spatha ist 7,5 - 30 cm lang. Sie ist im Bereich von Röhre und Fahne mehrmals spiralig gedreht. Der Kessel ist 1,0 - 1,8 cm hoch und 0,5-0,7 cm im Durchmesser. Er ist innen weiß und hat feine rote Punkte. Der weibliche Teil umfasst 4-6 Narben und es gibt 40 bis 60 männliche Blüten.

Die Pflanzen aus verschiedenen Populationen unterscheiden sich in der Länge und Farbe ihrer Blätter und Blütenspathen.
Gebiet südlich von Pleihari, Sungai Jorong (Idei B-07):
Die Blätter sind bis 70 cm lang und wenig bullos. Die Spathen sind etwa 15 cm lang und haben cremefarbene bis braune Spreiten. Die Fahne ist mehr oder weniger spiralig gedreht.
Gebiet nördlich des Sungai Kupang, Sungai Mangdao (Idei ME-01):
Die Blätter werden bis 40 cm lang. Es werden zwei verschiedene Blattfärbungen ausgebildet. Einige Pflanzen haben braune Blattober- und Unterseiten. Andere sind oberseits grün und unterseits rötlich mit rötlich braunen Nerven. Die Spatha erreicht eine Länge von 10 - 20 cm lang. Ihre Spreite ist rotpurpurn bis cremefarben. Sie ist spiralig gedreht und hat einen cremfarbenen Rand.
Mehakit, Sungai Magam (Idei ME-02):
Die Blätter sind oben und unten hell grün und bis 30 cm lang. Die Spatha etwa 15 cm lang. Die Spreite ist nach hinten gebogen und etwas abgeflacht. Die Farbe variiert von rotpurpurner bis braun-cremefarben mit rötlich braunem bis cremegelbem Rand.
Kandakan, Sungai Ahan (Idei AM-01):
Hier werden die Blätter bis 60 cm lang. Die submersen Blätter sind unterseits rot. Die Spatha ist bis 30 cm lang. Der Rand und die Spreite sind immer cremfarben. Die Fahne ist stark spiralig gedreht.

Der Kessel und später die Frucht befinden sich manchmal in der Erde. Die Frucht ist 1 bis 1,4 cm im Durchmesser und 0,8 bis 1 cm hoch. Die Samen sind eiförmig bis ellipsoid. Ihre Oberfläche weist feine Längsrippen auf.

Chromosomenzahl: 2 n = 20

Ökologie:
In der Natur wachsen die Pflanzen in Kalksteingebieten. Sie wurzeln in sandigem, kiesigem oder felsigem Grund in mehr oder weniger stark strömenden Flüssen und Bächen. Das Wasser ist meist klar. Nach starken Regenfällen kann es aber zu Trübungen durch ausgewaschene Sedimente von umliegenden Kulturflächen kommen. Bei Mehakit stehen die Pflanzen in der Süßwassergezeitenzone. C. huderoi wächst in bis zu 40 cm tiefem Wasser. Nach starken Regenfällen kann der Wasserstand kurzzeitig auf 70 bis 100 cm ansteigen. In den Trockenzeiten ist ein Teil der Bestände emers. Die Standorte sind nur zum Teil beschattet. Volles Sonnenlicht scheint das Wachstum zu fördern. Die Wassertemperatur liegt meist zwischen 25 und 27 °C. An Standorten mit wenig Wasserbewegung und flachem Wasserstand kann sie sich tagsüber auf 30 °C erhöhen, während sie nachts auf 25 °C abkühlt. Stärker strömendes, tieferes Wasser ist in der Temperatur konstanter. Die Pflanzen blühen bei Niedrigwasser emers oder in bis zu 15 cm tiefem Wasser. Die meisten Blütenstände findet man von Juli bis September. Begleitpflanzen sind Hydrilla verticilliata, Microsorum pteropus oder Ceratopteris thalictroides.

Wasserwerte von verschiedenen natürlichen Standorten von C. huderoi (Idei 2006)

Standort Sungai Jorong Sungai Mangdao Sungai Magam Sungai Ahan
Wassertemp. [°C] 25 - 29 24 - 25 24 - 25 25 - 26
Ph-Wert 7,3 - 7,8 8,2 7,9 7,6 - 8,0
Leitf. [µS/cm] 46 - 102 263-290 291 180 - 192
Fe [mg/l] k. A. kleiner 0,05 kleiner 0,05 kleiner 0,05
Ca [mg/l] k. A. 10 - 20 > 50 kleiner 10
Mg [mg/l] k. A. 15 - 20 10 kleiner 15



Kultur:
C. huderoi ist eine schöne Cryptocoryne für das Aquarium. Die Pflanzen mögen einen nährstoffreichen - gerne mulmhaltigen - Bodengrund. Dann bilden sie reichlich Ausläufer, wenn sie sich etabliert haben. Lässt man sie ungestört in nährstoffreichem Bodengrund wachsen bildet sie dichte Bestände. Bis zur Bildung der ersten Ausläufer dauert es etwa ein Jahr. Danach erfolgt die Vermehrung sehr rasch. Jungpflanzen sollten erst entfernt werden, wenn sie mindestens vier Blätter haben. Zu kleine Exemplare vertragen das Umpflanzen nur schwer und brauchen lange, um anzuwachsen. Starke Schwankungen in der Wasserchemie zum Beispiel beim Umsetzen in ein anderes Aquarium oder bei einem großen Wasserwechsel nachdem länger keine Teilwasserwechsel gemacht wurden, führen zum Zerfall der Blätter. Wasserwerte für die Kultur: 22-30 °C, ideal um 25 °C, pH-Wert 5,5-7,5, 2-18 °GH, mittlerer Lichtbedarf.
In der emersen Kultur sollt man kein zu saures Substrat wählen. Der Zusatz von etwas Kalk (1 Teelöffel pro Topf) zu Buchenlauberde oder Torf ist für eine dauerhafte Kultur und Blütenbildung notwendig. Eine Mischung aus Sand, Laterit, Kalk und wenig Torf oder Buchenlauberde hat sich bewährt.



Cryptocoryne ideii Budianto 2004

Cryptocoryne ideii

Cryptocoryne ideii mit Blütenstand

Herkunft:
Kalimantan

Aussehen:
Die Blattspreiten sind lanzettlich bis linealisch mit gestutzter oder herablaufender Basis. Sie sind 8-12 cm lang und 1,5 bis 2,3 cm breit. Die Oberseite ist grasgrün, glänzend manchmal mit dunklerer Strichzeichnung. Die Unterseite ist heller. Zusammen mit der Blüte treten bis zu 3 cm lange Kataphylle auf. Die Spatha des Blütenstandes ist außen grünlich bis rötlich und 4 bis 6,5 cm lang. Die Spathspreite ist innen dunkelrot und läuft in einen langen, gedrehten Schwanz aus. Die Kragenzone ist farblich aber nicht durch einen erhabenen Kragen abgegrenzt. Die Röhre ist sehr kurz oder fehlt ganz. Der Kessel ist etwa 1 cm hoch und 0,5 cm im Durchmesser. Er befindet sich etwa zu zwei Dritteln im Boden. Der Blütenstand beinhaltet 4-6 weibliche und 20-30 männliche Blüten. Die Pollen sind zu 100 % fruchtbar. Die Duftkörper sind rund und gelblich.

Chromosomenzahl: 2 n = 20

Ökologie:
Cryptocoryne idei wächst in der Natur hauptsächlich submers in weichem sauerem Wasser mit einem pH-Wert von 4,6-5,3. Die Pflanzen stehen in bis zu 50 cm tiefem Wasser in langsam fließenden Flüssen. Der Bodengrund besteht aus Schlamm und sich zersetzendem Falllaub. Zur Blütezeit ist der Wasserstand so niedrig, dass die Spathaspreiten aus dem Wasser schauen. Die Art kommt zusammen mit C. fusca vor.

Kultur:
Die Art ist in emerser Kultur nicht sehr anspruchsvoll. Die Pflege in Buchenlauberde gelingt problemlos. Auch scheint eine submerse Haltung dieser mittelgroßen Cryptocoryne möglich zu sein.

Anmerkungen:
Diese neue Art ist benannt nach ihrem Sammler Takashige Idei.



Cryptocoryne x jacobsenii De Wit 1979

Herkunft:
wahrscheinlich Sumatra bei Rimbo Bujang, Jambi

Aussehen:
Die Blätter dunkel grünen, eiförmigen bis lanzettlichen Blattspreiten dieser Hybride sind 4-10 cm lang und 2 cm breit. Sie haben eine dunkle, federartige Zeichnung. Die Spatha ist 7,5 bis 9 cm lang. Der Kessel ist innen glatt und weiß mit feinen rötlichen Punkten im oberen Bereich. Der Spadix wird von 5 bis 6 weiblichen Blüten und 40-45 männlichen gebildet. Die raue Spathaspreite ist gelb-orange bis rot. Sie ist durch einen Kragen vom Schlund abgesetzt und hat eine Längsfurche.

Chromosomenzahl: 2 n = 34

Ökologie:
Es gibt bisher keine Fundortbeschreibungen.

Kultur:
Die emerse Kultur in Buchenlauberde ist bei 22 bis 26 °C einfach. Die Pflanzen mögen es nicht zu sonnig. Sie blühen leicht.

Anmerkungen:
Eine der Arten, die nur aus Importsendung bekannt sind. Die Typuspflanzen sind nicht mehr in Kultur. Ursprünglich wurde vermutet, dass die Art aus Malyasia stammt. Mittlerweile wurden Pflanzen auf Sumatra gefunden, die zu C. x jacobsenii gezählt werden.



Cryptocoryne keei N. Jacobsen 1982

Cryptocoryne keei mit Spatha

Cryptocoryne keei mit Blütenstand

Cryptocoryne keei mit Spatha

Blühende Cryptocoryne keei am Naturstandort auf Borneo.

Bach mit Cryptocoryne keei

Naturstandort auf Borneo.

Bach mit Cryptocoryne keei

Submerser Bestand in der Natur.

Herkunft:
Süd-Borneo - Region um Bau (West Sarawak)

Aussehen:
Die Blattspreiten sind bei emersen Pflanzen bis zu 3 cm lang und 2 cm breit. Die bullosen Blätter sind meist grün, weisen in den Vertiefungen der Blattspreite aber braune Marmorierungen auf.
Bei submersen Pflanzen sind sie manchmal ganz braun. C. keei ist submers größer als emers. Die Pflanzen sind dann bis 15 bis 20 cm hoch und haben bis 12 cm lange und 4 cm breite Blattspreiten.
Die Pflanzen blühen emers und bei flachem Wasserstand submers. Die Blütenspatha ist meistens 5 und 8 cm lang, kann bei submersen Pflanzen aber auch bis zu 12 cm erreichen. Außen ist sie weiß oder grünlich bis violett. Die Spathspreite ist schmal und verjüngt sich schnell zu einem schmalen mehrfach gedrehten Schwanz. Um den weiten glatten Schlund herum ist die Spreite mit grob warzig. Sie ist cremfarben oder gelb bis rot-violett. Der Schlund reicht weit hinauf. Er ist weder durch einen Kragen noch durch einen farbigen Schlundring abgesetzt, aber mit violetten Punkten gezeichnet, die zur Röhre hin größer werden.

Chromosomenzahl:
2 n = 20

Ökologie:
Von C. keei sind nur zwei Fundorte bekannt. Die Pflanzen wachsen in einem Kalksteingebiet, in schnell fließenden, klaren Gewässern in grobem Kies und Sand. Sie sitzen so tief, dass große Teile der Blattstiele unter der Erde sind. Im schnell fließenden Wasser des Sungai Sogo stehen die Pflanzen 20 bis 30 cm tief im Wasser. Zur Regenzeit steigt der Wasserstand auf 2 Meter an. Die Vermehrung erfolgt über Ausläufer (C. Kettner 1992).

Kultur:
Diese Art kann gut in Aquarien kultiviert werden. Laut Gering (1992) wachsen die Pflanzen gut bei 12 - 15 °KH ohne Zeichen von biogener Entkalkung zu zeigen. Bei Zugabe von Kohlendioxid werden die Pflanzen größer. In der emersen Kultur kann man sie in Buchenlauberde kultivieren. Ein besseres Wachstum erzielt man aber in Töpfen mit einer Mischung aus Sand, Lehm und verrottendem Rindenmulch. Die Pflanzen wachsen gut bei einem Wasserstand von 1 cm über dem Substrat (Ehrenberg & Bogner 1992). Die Pflanzen blühen selten.

Anmerkungen:
Durch die Anlage von landwirtschaftlichen Nutzflächen und Ölplantagen werden die Fließgeschwindigkeit und die Sedimentbewegungen in den Flüssen verstärkt. Die Bestände von C. keei werden durch Sedimentablagerungen bedeckt und gehen zurück. Dadurch ist die Art ist in der Natur bedroht (Ipor et al. 2007 a).

Wasseranalysen von Naturstandorten von C. keei (nach C. Kettner unverÖffentlicht (1) und Tomey 2003 (2))

Standort Sungai Sogo (1) Sungai Air Sambas (2)
Wassertemp. °C - 27,8
Leitf. [µS/cm] 78 41,2
pH-Wert 7,3 5,3 #
°dGH 5,31
Ca 37,58 *
Mg 0,22 **
Fe [mg/l] 0,07 0,18


# im Boden 4,6
* Umrechnung von Kalziumhärte °dH in mg/l mit dem Faktor 7,144, gerundet
** Umrechnung von Magnesiumhärte °dH in mg/l mit dem Faktor 4,356, gerundet



Cryptocoryne lingua Beccari ex Engler 1879

Cryptocoryne lingua

Cryptocoryne lingua mit Blütenstand

Herkunft:
Borneo (Sarawak), in Singapur verwildert

Aussehen:
C. lingua ist eine kleine, recht unscheinbare Cryptocoryne mit fleischigen Blättern. Sie ist zwischen 8 und 15 cm hoch. Der Blattstiel ist 4 bis 10 cm lang. Die hellgrüne Spreite ist spatelig, 2 bis 7 cm lang und 1 bis 3,5 cm breit. Die Oberfläche der Blätter ist wachsig glatt. Kataphylle treten nur bei blühenden Pflanzen auf. Die Spatha ist 8 bis 15 cm lang. Die Spreite Öffnet sich am Schlund weit. Der schmale, lange, schwanzartige Anhang ist aber geschlossen. Der obere Bereich der Spathaspreite ist innen purpurn, der weite Schlund ist gelb mit roten Punkten. Einen Kragen gibt es nicht. Von außen ist die Spatha weißlich bis rot. Die Röhre ist 3 bis 8 cm lang, der Kessel etwa 1 cm hoch. Er umschließt 4 bis 6 Narben und 20 - 50 männliche Blüten. Die Samen sind 0,5 bis 1 cm lang, länglich und haben runzelige Längsrippen. Bereits vor der Keimung sind etwa drei Auswüchse an der Keimknospe vorhanden. Eine Frucht enthält etwa 20 Stück.

Chromosomenzahl:2 n = 36

Ökologie:
C. lingua wächst in der Natur an schlammigen Standorten, deren Wasserstand durch die Gezeiten beeinflusst wird. Bei Flut steht das Wasser zum Teil 2 bis 3 Meter höher als bei Ebbe. Teilweise hat das Flusswasser einen erhöhten Salzgehalt. Es sind zwei Fundorte auf Sarawak bekannt. Ein dritter ist stark bedroht. Durch eine Wehr wird dort der Wasserstand über längere Zeit künstlich hoch gehalten und es lagern sich Sedimente auf den Pflanzen ab. Dadurch gehen dort die Bestände von C. ciliata und C. lingua stark zurück (Ipor et al. 2007 b).

Wasserwerte am Naturstandort von C. lingua (nach Horst 1986)

Standort Bach bei Pekan Kranji Priel bei Batu Kitang
Wassertemp. °C 27 27
Leitf. [µS/cm] 32 8
pH-Wert 6,6 5,7
°dGH 0,8 0,15
°KH 1,3 0,6
Ca [mg/l] 4,8 1,3
Mg [mg/l] 0,6 0,2
Fe [mg/l] 1,5 1,5
Licht [Lux] 10.000 - 20.000 50 - 1000



Kultur:
Die Erfahrungen in der Kultur gehen weit aus einander. Nur in wenigen Fällen wachsen die Pflanzen gut. Meist sterben sie schnell ab. Günstig sind nährstoffreiche, schlammige, lehmige, leicht saure Substrate. De Wit (1990) berichtet von erfolgreicher Düngung mit Schweinemist auf einer Farm in Singapur. Für die Aquarienkultur ist die Art nicht geeignet. Sie kann nicht dauerhaft untergetaucht leben.

Anmerkungen:
Die Pflanzen wurden 1867 zum ersten Mal von Beccari gesammelt und später von Engler bestimmt.

Cryptocoryne loeiensis J.D. Bastmaijer, T. Idei, N. Jacobsen 2010

Herkunft:
Nord-Thailand, Chiang Khan in der Loei Provinz am Mekong

Aussehen:
C. loeiensis wächst am Mekong zusammen mit C. crispatula var. crispatula zusammen und ist von dieser ohne den Blütenstand nicht zu unterscheiden. Die Pflanzen haben ein kräftiges Rhizom und sehr viele, gut ausgebildete kontraktile Wurzeln. Ausläufer werden nicht gebildet. Die Ruheform, die in der Natur unter Wasser und in Kultur unter Langtagbedingungen auftritt, hat pfriemliche Blätter. Sie sind etwa 5 bis 10 cm lang. Zum Ende der Ruhephase treiben gut entwickelte Pflanzen sofort einen Blütenstand. Die Folgeblätter sind denen emersen C. crispatula-Formen ähnlich. Die Blätter sind lanzettlich bis linealisch und glatt bis stark gewellt. Der Rand ist unregelmäßig gezähnt. Die Spreiten sind bis 30 cm lang und 1,5 cm breit. Die Farbe variiert abhängig vom Licht von grün bis rotbraun mit dunkler Zeichnung im vollen Sonnenlicht. Der Blattstiel ist etwa 5 cm lang und bei Sonnenlicht rötlich. Die Blütenspatha ist etwa 5 bis 6 cm lang. Der Kessel ist etwa 5 cm hoch und 1,5 cm im Durchmesser. In der Mitte ist der Durchmesser durch eine Verdickung der Wand eingeschnürt. Der untere Teil ist weiß. Oberhalb der Einschnürung ist er alveolär und rot bis rötlich mit weißen Flecken. Die Farbe setzt sich in die etwa 2 bis 3 cm lange Röhre fort. Am übergang zur Spathaspreite gibt es keinen Kragen. Die rote Färbung der Röhre setzt sich auf ihr fort, ist auf der rauen Oberfläche aber matter. Laut der Erstbeschreibung kann die Spathaspreite auch schwarz-braun-purpurn sein. Sie ist einmal gedreht oder nach hinten oder vorne gebogen. Der Kolben hat 6 weibliche und 50 bis 60 männliche Blüten. Die Frucht ist grünlich bis rötlich und länglich eiförmig. Sie ist 1 bis 1,5 cm hoch und hat eine glatte Oberfläche.

Chromosomenzahl: 2n = 36

Ökologie:
Während der Regenzeit hat der Mekong einen sehr viel höheren Wasserstand als in der Trockenzeit. Dann sind die Pflanzen etwa 10 m tief unter Wasser und überdauern diese Phase mit kurzen pfriemlichen Blättern. In der Trockenzeit von Februar bis April wachsen sie an den Ufern emers in der vollen Sonne.

Kultur:
Die Pflanzen lassen sich emers gut in lehmigen Sand mit oder ohne etwas Torfzusatz pflegen. Sie behalten auch in Kultur ihren saisonalen Rhythmus bei. Im Juli beginnt die Ruhezeit und die Pflanzen verlieren ihre langen Blätter. Einige wenige pfriemliche Blätter bilden sich neu. Etwa ab September/Oktober beginnen die Pflanzen zu wachsen und bilden neue lange Blätter. Blüten bilden sich möglicherweise erst im zweiten Jahr. Die Knospen bilden sich vor oder zusammen mit den neuen Blättern im März bis Mai.

Anmerkungen:
In der Tabelle mit den Chromosomenzahlen bei Kasselmann (2010, S. 206-207) ist eine C. loeii aus Thailand aufgeführt. Dabei handelt es sich um C. loeiensis, deren Erstbeschreibung allerdings erste einige Monate später erschienen ist. Die Bezeichnung "C. loeii" taucht auch als Schreibfehler in dem Artikel mit der Erstbeschreibung von C. loeiensis auf. "The pollen is perfectly round and fully fertile, it is unlikely that C. loeii could be a hybrid." (Bastmeijer et al. 2010)



Cryptocoryne longicauda Beccari ex Engler 1879

Cryptocoryne longicauda

blühende Cryptocoryne longicauda

Cryptocoryne longicauda

Detail der Spathaspreite

Herkunft:
Borneo: Sarawak; Malaysia: Johore; Indonesien: Südost-Sumatra, Insel Bangka

Aussehen:
Die emersen Blätter sind 3-15 cm lang, 3 - 10 cm breit, leicht bullos, oval bis lanzettlich mit herzförmiger Basis. Die Oberfläche kann rau sein. Die Blattränder sind ganz oder fein gekerbt. Die Blattspreiten werden 5-30 cm lang. Die Länge der Blattstiele ist vom Wasserstand abhängig. Emerse Pflanzen haben kurze Stiele. Submerse Pflanzen in tiefen, langsam fließenden Flüssen werden bis zu 50 cm hoch. Die Spatha ist insgesamt 20 bis 50 cm lang. Der Kessel ist 1 bis 2 cm hoch und innen weiß. Der Blütenstand hat 5-7 weibliche und 30 bis 50 männliche Blüten. Die Duftkörper sind weißlich, rund mit einer Einsenkung in der Mitte. Sie stehen auf kurzen Stielen (van Wijngaarden & van Bruggen 1998). Die Röhre ist 8 bis 20 cm lang. Oben ist sie an der Außenseite mehr oder weniger rötlich gefärbt. Im Schlund ist sie matt dunkel rot. Es ist ein kleiner Kragen ausgeprägt. Die Spathaspreite ist innen dunkel rot und warzig. Sie ist wie eine Schüssel geformt und hat einen 15 bis 30 cm langen, schwanzartigen Fortsatz. Am ersten Tag steht der Schwanz nach oben, dann sinkt er aber nach vorne über. Manchmal stehen die Blütenstände auf einem recht langen Stiel. Die Samen sind bräunlich und mehr oder weniger rau. Der Embryo ist bereits vor der Keimung weit entwickelt. Er hat ein sehr großes Keimblatt, besitzt kein Endosperm mehr und trägt 6 bis 7 kleine Primärblätter.

Chromosomenzahl: 2 n = 30

Ökologie:
Die Pflanzen wachsen in und an stehenden bis stark strömenden Gewässern oder in zeitweilig überschwemmten Senken im Waldboden in tiefem Schatten. Der Boden ist schlammig und das Wasser meist braun gefärbt. Es ist weich und hat einen pH-Wert um 5. An einigen Standorten wird der Wasserstand durch den Tidenhub der Gezeiten beeinflusst. Es ist nur ein Standort auf einem Kalksteingebiet bekannt (Gunung Susu, Mulu-Nationalpark). Die Pflanzen wachsen zum Teil in Ölpalmen- und Obstplantagen. C. longicauda ist nicht selten. Allein auf Sarawak sind 66 Standorte bekannt und die Art kommt auch auf dem malayischen Festland und auf Sumatra vor. An einigen Orten wächst sie zusammen mit C. cordata var. zonata.

Kultur:
In der emersen Kultur in reiner Buchenlauberde ist sie unkompliziert. Eichner (2002) verwendet eine Mischung aus 40 % Kies, 50 % wenig verrotteter Buchenlauberde und 10 % eisenhaltigem Lehm. Mit einem Hydrokulturdünger düngt er das Kulturwasser bis zu einer elektrischen Leitfähigkeit von 300 - 400 µS/cm auf. Die Temperatur liegt bei ihm bei 28 °C.
De Wit (1990) kultivierte die Pflanzen in fettem Tonboden, bei 25 °C und starker Beschattung.
Piet van Wijngaarden verwendete Mischungen aus Sand, Ton und Buchenlauberde oder reine Buchenlauberde und kutlitivierte die Pflanzen bei 20 bis 25 °C. Dabei sind die Pflanzen bei niedrigem Sonnenstand im Herbst und Frühjahr täglich mehrere Stunden der vollen Sonne ausgesetzt (van Wijngaarden & van Bruggen 1998).
Für die submerse Kultur empfiehlt Jacobsen (1982) weiches Wasser, mit einem pH-Wert unter 6, eine Temperatur von 26 - 28°C und möglichst schwacher Beleuchtung.
Auch Paffrath (1974) berichtet, dass er nur in weichem Wasser Erfolg mit der Kultur hatte.
In einem gut eingefahrenen Aquarium mit altem Mulm durchsetzten Bodengrund kann die Pflanze direkt eingepflanzt werden. Es ist aber auch eine Kultur in Töpfen mit 80 % Kies, 10 % Lehm und 10 % wenig verrotteter Buchenlauberde möglich (Eichner 2002).

Anmerkungen:
Bei den Pflanzen, die in den 1950ern als C. longicauda bekannt waren, handelt es sich um C. fusca. Die Pflanzen waren ursprünglich von de Wit falsch bestimmt und dann später als C. fusca neu beschrieben worden. Die Kulturberichte, wonach C. longicauda erfolgreich bei pH-Wert 7 und 20 ° GH gepflegt worden sein sollen, beziehen sich auf C. fusca.
Paffrath (1974) verwendet als einer der Ersten den Namen C. longicauda für die richtige Pflanze.



Cryptocoryne matakensis Bastmeijer, K. Nakamoto N. Jacobsen 2014

Herkunft:
Indonesien (Siantan und Matak, Anambas Inseln)

Aussehen:
Die Spreiten der Blätter sind hellgrün bis dunkelbräunlich, breit herzförmig und mehr oder weniger bullÖs. Sie sind 3 - 4 (6) cm lang und 2 - 3 (4) cm breit. Ihre Oberfläche ist rau. Der Blattrand ist fein gekerbt. Der Blattstiel ist 5 - 10 cm lang.
Die Spatha ist 2 - 3 cm lang. Sie ist zwischen Kataphyllen und Blattstielen zu sehen. Der Blütstandstiel ist sehr kurz. Der Kessel ist 0,7 cm hoch und innen und außen weiß. Die Röhre ist nur 0,3 cm lang und außen purpurn gefärbt. Die Spathaspreite ist ca. 1 cm lang, gedreht und schräg nach vorne gerichtet.Sie ist außen bräunlich und innen purpurn. Ihre Oberfläche ist rau mit kleinen Auswüchsen. Es ist eine Kragenzone angedeutet, aber es gibt keinen erhabenen Kragen.
Der Spadix ist 0,5 cm lang. Unten sitzen 5 - 6 weiße, weibliche Blüten. Ihre Griffel sind nach außen gebogen. Die Narben sind mehr oder weniger rundlich. Die gelblichen Duftkörper sind rundlich. Der sterile Teil der Achse ist weiß. Oben sitzen 25 - 30 gelbliche Pollensäcke. Die Verschlußklappe ist weiß.
Die Frucht ist einförmig und ca. 1,5 cm lang. Die Samen sind ellipsoid, etwas gebogen, ca. 5 mm lang und braun. Die Testa ist schwach gerippt. Der Pollen ist zu 100 % fruchtbar.

Chromosomenzahl:
2 n = 34

Ökologie:
Die Pflanzen wurden bisher nur auf den Inseln Sianatan und Matak gefunden. Dort sind sie häufig.
Der Typustandort ist eine etwa 2 m breiter Bach (während einer Periode mit wenig Regen), der durch Grasland fließt und von einem sekundären Galeriewald gesäumt wird. Die Pflanzen wachsen im sandigen Bachbett. Die pH-Werte an den verschiedenen Fundorten variieren von 5,0 - 6,5.

Kultur:
Die Kultur erfolgt semi-emers in Buchenlauberde. Die Temperaturen liegen zwischen 22 und 27 °C. Die Pflanzen bilden Ausläufer. Die grüne bzw. braune Blattfarbe behalten die Pflanzen in Kultur konstant bei.

Anmerkungen:
In der Erstbeschreibung wird erwähnt, dass C. G. G. J. van Steenis im April 1928 auf der Insel Siantan eine submerse, nicht blühende Cryptocoryne sammelte, von der es einen Herbarbeleg in Bogor gibt. Die Autoren sind nicht sicher, dass es sich dabei um diese Art gehandelt hat. Die Pflanzen wären viel größer als die bisherigen Aufsammlungen von Cryptocoryne matakensis.

Cryptocoryne mekongensis T. Idei, J. D. Bastmijer & N. Jacobsen 2010

Cryptocoryne mekongensis

Cryptocoryne mekongensis

Herkunft:
Laos (Champasak-Provinz) und Kambodscha (Kratie-Provinz) am Mekong

Aussehen:
Die Pflanzen unterscheiden sich nur an Hand der Blütenstände von C. crispatula. Die Blätter sind linealisch bis 30 cm lang und 1,5 cm breit. Der Rand ist etwas gewellt und zum Teil unregelmäßig gezähnt. Die Spreiten sind grün, können unter vollem Sonnenlicht aber bräunlich werden oder eine bräunliche Strichzeichnung ausbilden. Der Kessel ist 1 - 2 cm hoch und 0,5 bis 1 cm im Durchmesser. Die Wand ist oberhalb der Mitte verdickt. Der obere Bereich ist rot und alveolär. Die Röhre ist 1 bis 2 cm lang. Die Spathaspreite ist außen weißlich bis dunkel rot-braun. Innen ist sie purpurrot mit kräftigen, waagerechten Wülsten. Im Schlundbereich verengen sie den Zugang zur Röhre. Die Fahne ist ein bis dreimal spiralig gedreht. Es gibt 6 Narben und etwa 80 - 120 purpurfarbene männliche Blüten. Die Frucht ist 1 - 1,5 cm lang und glatt. Die Samen sind 5-8 mm lang und runzelig. Kessel und Röhre befinden sich unter der Erde.

Chromosomenzahl:
2 n = 36

Ökologie:
Die Pflanzen wachsen an den Ufern des Mekong und stehen dort in der Trockenzeit von Februar bis April emers zum Teil in der vollen Sonne. Während der Regenzeiten ist die StrÖmung sehr stark. Darum stehen die Pflanzen im Schutz großer Steine. Die Art kommt zusammen mit Formen von C. crispatula vor.

Kultur:
Die Pflanze wächst gut in einem Substrat aus Kies, Buchenlauberde und Tonpulver (9:3:1). Der jahreszeitliche Rhythmus wird auch bei längerer Kultur beibehalten.




Cryptocoryne minima Ridley 1910

Cryptocoryne minima

Typische Blüte mit weit nach hinten geschlagener Spatha.

Cryptocoryne minima

Blick in den Kessel von Cryptocoryne minima.

Cryptocoryne minima

Eine gelbe Cryptocoryne minima aus Malaysia.

Herkunft:
Indonesien: Sumatra; Malaysia: Perak, Kedah und Selangor C. minima ist in ihren Blättern und Blütenständen variabel. Ursprünglich wurden die Pflanzen unter vier verschiedenen Namen beschrieben: C. minima, C. zewaldiae, C. gasseri und C. amicorum. Die Pflanze ist ein gutes Beispiel dafür, wie durch neue Aufsammlungen mehr Informationen zu einem umfassenderen Bild einer Art führen.

Aussehen:
Die Blätter sind glatt bis leicht bullos, eiförmig bis lanzettlich. Zum Teil haben sie eine herzförmige Basis. Sie sind 3 bis 8 cm lang und 1,5 bis 5 cm breit. Die Farbe variiert von grün bis braun, zum Teil mit Marmorierungen. Manchmal ist die Blattunterseite rötlich bis violett. Es werden auch ohne Blütenansätze Kataphylle gebildet. Die Blattstiele sind 3 bis 25 cm lang. Die Spatha ist mit insgesamt 3 bis 6 cm sehr klein. Der Kessel misst 0,5 - 1 cm und die Röhre ist 1,5 - 2 cm lang. Die bis zu 3 cm lange Spathaspreite ist warzig, schmal und oft länger als Kessel und Röhre zusammen. Sie ist nach hinten umgeschlagen und wenig gedreht. Bei den Pflanzen vom Fundort bei Tapah ist die Spreite gelb und dicht mit roten Punkten besetzt. In Bukit Merah findet man rein gelbe oder gelbe mit roten Punkten und einer roten Schlundzone. Aus dem Pondok Tanjong Forest Reserve stammen Pflanzen mit rein gelber Spathaspreite. Bei Terap und Kabu Gajah wachsen C. minima mit fast ganz roter Spathaspreite. Am übergang zwischen Spreite und Röhre ist ein schmaler Kragen. Die Schlundzone darunter ist farblich deutlich vom Rest der Röhre abgesetzt. Der Blütenstand umfasst 4 bis 6 weibliche und 20 - 30 männliche Blüten. Die Duftkörper sind gelb. Die Frucht ist eiförmig, 1,5 cm lang und rötlich grün gefärbt. Die Samen sind 2 - 3 mm lang und braun. Unter Wasser werden die Pflanzen etwa 10 bis 15 cm hoch. Die eiförmigen Blattspreiten sind etwa 5 cm lang und 3 cm breit.

Chromosomenzahl:
2 n = 34.

Ökologie:
In der Natur wachsen die Pflanzen in kleinen oder größeren Urwaldflüssen submers oder auf Sandbänken. Sie kommen aber auch in tiefgründigen Pools in Sumpfwäldern vor (Bukit Merah und Perak). An diesen Standorten sind Substrat und Wasser sauer. Die Cryptocoryne kommt dort zusammen mit Barclaya motleyi vor.

Wasserwerte am Naturstandort von "C. zewaldiae" (Horst 1986) in Bukit Merah zwischen Selama und Taping (1980):
Wassertemperatur °C 25,5
Leitfähigkeit [µS/cm] 17
pH-Wert 5,2
°dGH 0,25
°KH -
Ca [mg/l] 1,0
Mg [mg/l] 0,25
Fe [mg/l] 0,25


Kultur:
In Buchenlauberde lassen sich alle Formen von C. minima gut emers kultivieren. Sie mag eine hohe Luftfeuchtigkeit von etwa 90 % und eine Temperatur von 25-28°C. Unter diesen Bedingungen bildet sie schnell Ausläufer und blüht auch häufig (F. MÖhlmann 1983).
Die Formen aus Sumatra lassen sich nicht im Aquarium kultivieren. Einige Herkünfte aus Malaysia sind dagegen gute Aquarienpflanzen, die bei 22 - 28 °C, nicht zu starker Beleuchtung und nährstoffreichem Bodengrund leicht zu kultivieren sind (Jacobsen 1982, MÖhlmann 1983, The Crypts Pages).




"C. amicorum" De Wit & Jacobsen 1982

Cryptocoryne minima

"Cryptocoryne amicorum"

Herkunft:
Nord-Sumatra; Östlicher Gunung Leusir

Aussehen:
Das Rhizom ist kurz und hat viele lange Ausläufer. Die eiförmigen Blattspreiten sind grasgrün, stark bullos, bis 9 cm lang und 5,5 cm breit. Die Blattbasis ist herzförmig. Der Rand ist gewöhnlich nach unten gebogen, so dass sich die Spreite wölbt. Die Blattstiele sind 4 bis 5 cm lang. Die Spatha ist insgesamt etwa 4 cm lang. Der Kessel und die Röhre sind jeweils weniger als 1 cm hoch. Der Kragen ist bräunlich. Die 2 cm lange Spathaspreite ist nach hinten zurück gebogen. Sie ist hell gelb bis cremefarben. Ihre Oberfläche ist dicht mit querverlaufenden, roten Runzeln und Warzen besetzt. Der Schlund ist eng und rot. Der Kessel ist nicht alveolär. Es gibt 5 bis 6 Narben und etwa 25 - 30 Staubblätter. Zu "C. amicorum" zählen auch Aufsammlungen von Sumatra mit dunkel braunen bis schwarz purpurn gefärbten Sathaspreite ohne die quer verlaufenden Runzeln.

Kultur:
Die Pflanzen lassen sich in Buchenlauberde an einem nicht zu hellen Standort gut halten und vermehren. Etwa 10 Jungpflanzen kann ein Exemplar im Jahr hervorbringen. Bastmeijer (1986) pflegte "C. amicorum" in Flusssand und Torfmull (2:1), bei 20 bis 30 °C und einer Beleuchtungsdauer von 13 Stunden täglich. Er erhielt viele Ausläufer aber nur 2 Blütenstände in sieben Jahren. Diese Form von C. minima lässt sich nicht in einem normalen Gesellschaftsaquarium kultivieren.

Anmerkungen:
"C. amicorum" wurde 1979 von de Wilde aus Nordsumatra mitgebracht. Die Pflanzen wurden verteilt, gediehen gut und bildeten reichlich Ausläufer, aber in den ersten sieben Kulturjahren insgesamt nur sechs Blütenstände.

"C. gasseri" JACOBSEN 1979

Cryptocoryne gasseri

"Cryptocoryne gasseri"

Herkunft:
Sumatra

Aussehen:
Die dunkelgrünen bis oliv-braunen Blattspreiten sind bullos, etwa 4 bis 5 cm lang und ebenso breit. Der Blattstiel ist etwa 10 cm lang. Die Spatha ist insgesamt etwa 6 bis 8 cm lang. Der Kessel ist etwa 1 cm hoch und die Röhre ca. 2 cm lang. Die gelbe Fahne ist glatt, rinnenförmig zusammengerollt und hat grobe Zähne (Protuberanzen) am Rand. Der Kragen ist schmal und verengt den Schlund. Es gibt etwa 30 Staubblätter.

Kultur:
Die Pflanzen sind in Buchenlauberde bei wenig Licht und Temperaturen von 22 bis 26 °C gut zu pflegen.



"Cryptocoryne zewaldiae" De Wit 1971

Herkunft:
Malaysische Halbinsel

Aussehen:
"C. zewaldiae" ist eine großblättrige Form von C. minima mit dunkel roter Spathaspreite. Die Blattstiele sind vier- bis sechsmal länger als die Blattspreite. Die Blattspreite ist 6 - 8 cm lang, eiförmig, unregelmäßig bullos und hat eine breit herzförmige Basis. Der Kessel ist 1 cm, die Röhre 1 bis 1,5 cm lang. Der Schlund ist samtartig schwarz. Die Spathaspreite ist dunkelpurpurrot, warzig nach hinten umgeschlagen und länger als Kessel und Röhre zusammen. Es gibt 5 Narben und 25 bis 30 Staubblätter.

Kultur:
Die Pflanzen wachsen in Buchenlauberde oder in einer Mischung aus Sand und Torfmull (1:1).



Cryptocoryne moehlmannii De Wit 1982

Cryptocoryne moehlmannii

Cryptocoryne moehlmanniiim Botanischen Garten.

Herkunft:
West-Sumatra

Aussehen:
Die Pflanzen haben kräftige, waagerecht wachsende Rhizome und verzweigte Ausläufer. Die Blattspreiten sind meist rein grün. Die Oberseite ist grasgrün, die Unterseite etwas heller. Selten kann eine violette Färbung an der Spitze, der Basis oder dem Stiel auftreten (A. DÖtsch 1983). Die Spreiten sind eiförmig, bis 15 cm lang und etwa 5 cm breit. Die Basis ist herzförmig oder gestutzt. Der Rand ist leicht gewellt. Die Blattstiele können 20 - 40 cm lang werden. Große Pflanzen haben auch Niederblätter, wenn sie nicht blühen. Die Kataphylle sind 5 cm lang. Von den 5 cm Gesamtlänge der Spatha entfallen 1 cm auf den Kessel und 0,5 - 1 cm auf die Röhre. Die Spathaspreite ist 2 bis 4 cm lang. Der Kessel hat Alveoli (MÖhlmann 1977). Unten ist der Kessel weiß, oben violett. Die Fahne ist violett-rot, warzig, manchmal mehrfach gedreht und nach vorne oder zur Seite gebogen. Bei Sasok gefundene Pflanzen haben eine gelbe Spathaspreite mit roten Punkten. Am Schlund ist ein kleiner Kragen. Die Schlundzone ist glänzend, glatt und schwarzviolett. Der weibliche Blütenteil des Blütenstandes umfasst 4-6 Narben. Die Zahl der männlichen Blüten liegt zwischen 20 und 30. Der Typus stammt aus der Region um Sasok. Er hat eine rote Spathaspreite, die nach vorne aufgerollt und schräg zur Seite geklappt ist. Von Tapaktuan (Lembang River?) sind Pflanzen mit aufrechter Spreite bekannt. Sie sind gelb gefärbt und zum Schlund hin zunehmend dichter mit größer werdenen roten Punkten und Flecken besetzt.

Chromosomenzahl:
2 n = 30

Ökologie:
In der Natur wachsen die Pflanzen im Wasser und an den Ufern von Flüssen mit schwankendem Wasserstand und in periodisch überschwemmten Sumpfwäldern. Der Bodengrund ist schlammig oder torfig. Einige Standorte befinden sich in der Süßwassergezeitenzone. Dort wachsen die Cryptocorynen zusammen mit Nypa-Palmen (Nypa fructicosa).

Kultur:
Gute, aber selten erhältliche Aquarienpflanze. Bei 22 bis 29 °C, pH 6,5 - 7,5 und einer Härte von 5-20 °GH lässt sich Cryptocoryne moehlmannii gut bei wenig bis mittlere Beleuchtung pflegen. Ein Wasserstand bis 50 cm unproblematisch. Lehmzusatz zum Boden ist zu empfehlen. Eine Kohlendioxiddüngung ist nicht notwendig. Unter guten Bedingungen werden die Pflanzen recht groß und vermehren sich stark. Selten bilden sich submerse Blütenstände, die sich aber nicht Öffnen. Die Pflanzen sind C. pontederiifolia sehr ähnlich und lassen sich von dieser nur durch den Blütenstand eindeutig unterscheiden. Die submersen Blätter von C. moehlmannii sind unter gleichen Kulturbedingungen fester als die von C. pontederiifolia (Gast 1996).

Anmerkungen:
Die Pflanzen wurden 1977 zum ersten Mal eingeführt. Damals hielt man sie für Cryptocoryne pontederiifolia. 1982 wurden die Pflanzen als eigenständige Art beschrieben und zu Ehren von Friedrich MÖhlmann (1920 - 1991) benannt, der sich sehr intensiv mit Cryptocorynen beschäftigt hat und viele Arten erfolgreich kultivierte.



Cryptocoryne nevillii Hooker F. 1898

Cryptocoryne nevillii

Spatha der echten Cryptocoryne nevillii

Frucht von Cryptocoryne nevillii

Frucht von Cryptocoryne nevillii

Herkunft:
Ost-Sri Lanka

Aussehen:
Die glatten Blätter sind grün, linealisch bis lanzettlich. Der Blütenstand ist 15 - 30 cm lang und außen weißlich bis grün. Sämtliche Teile des Spadix sind weiß. Der Kessel ist innen weiß, hat aber auf Höhe der 80 bis 100 männlichen Blüten einen violetten Fleck. Unterhalb der männlichen Blüten ist er im Durchmesser etwas verengt. Darunter sind die Wände gerippt und unregelmäßig grob strukturiert. Darüber sind sie glatter und weisen Alveoli auf. Die Verschlußklappe ist rot gefleckt. Die Röhre ist innen ebenfalls weiß. Im Schlundbereich sind große violette Punkte auf weißlichem oder grünlichem Grund. Die Spathaspreite ist innen dunkelrot bis violett. Jungpflanzen bilden sich direkt an den Rhizomen, wenn diese kräftig genug sind. Kessel 0,8-1,5 cm, Alveoli, Röhre 8-15 cm, Spreite 0,5-0,8 x 2-3 cm Kragen schwarz-violett, 60-80 männliche Blüten, 4 bis 6 Narben. Die Blätter sind 5-10 cm lang gestielt, elliptisch bis schmal eiförmig, 1-2 x 2 bis 8 cm groß. Glatt.

Chromosomenzahl:Chromosomenzahl 2 n = 28

Ökologie:
Es gibt zwei bekannte Fundorte nahe Batticaloa. An einem ist die vegetative Phase der Pflanze - bedingt durch das Wasserangebot - auf die Zeit zwischen November und Januar begrenzt. In dieser Zeit treibt sie Blätter und blüht. Die etwa sechs Monate dauernde Trockenzeit überstehen die Pflanzen als Rhizome ohne Blätter. Hier steht C. nevillii auf einer Gras bewachsene Ebene, die in der Regenzeit überschwemmt wird. Der Boden besteht aus weißem Sand. Am anderen Standort sollen die Pflanzen immergrün sein. Haben die Pflanzen am Naturstandort ihre vegetative Phase von November bis Januar.

Kultur:
Die sicherste Kulturmethode ist die Becherkultur mit Kies. Auch in Kultur machen die Pflanzen eine Ruhezeit durch. Bei MÖhlmann (1989) trieb die Pflanze Ende Mai/Juni aus und im November wurden die ersten Blätter wieder gelb. Daraufhin wurde die Pflanze nicht mehr gewässert und verlor ihre restlichen Blätter innerhalb von 6 Wochen. Vermutlich hängt dieser Rhythmus mit der Tageslänge in unseren Breiten zusammen. Bei Jacobsen in Dänemark blühten die Pflanzen 1980 im Dezember. Bei einer Beleuchtungsdauer von etwa 12 Stunden und gleich bleibend nassem Substrat machen zumindest die Pflanzen vom zweiten Fundort keine Ruhepause. C. nevillii verliert ihre Blätter, wenn man sie unter Wasser setzt und bildet erst neue, wenn sie emers weiter kultiviert wird.

Anmerkungen:
Im Handel findet man manchmal eine große Form von C. x willisii unter diesem Namen. Die echte C. nevillii ist nicht für die Aquarienkultur geeignet. Sie wird auch nicht im Handel angeboten. Sie wurde 1974 zum ersten Mal nach ihrer Erstbeschreibung wieder gefunden. 1979 gelangeten die ersten Pflanzen lebend nach Europa.







Cryptocoryne noritoi Wongso 2005

Cryptocoryne noritoi

Spatha von Cryptocoryne noritoi

Cryptocoryne noritoi

Spatha von Cryptocoryne noritoi
Cryptocoryne noritoi

Cryptocoryne noritoi mit bräunlicher Spatha

Herkunft:
nördliches Ost-Kalimantan (Berau-District, südöstlich von Tanjung Redeb)

Aussehen:
Das Rhizom hat einen Durchmesser von 4 bis 6 mm. Von ihm gehen 10 zu 14 cm lange Ausläufer aus. Die Blattstiele sind 10 - 20 cm lang. Die Blätter sind oben glänzend, dunkel grün und haben leicht eingesenkt Blattnerven. Die Unterseite ist heller gefärbt. Die Spreiten sind eiförmig, 6-8,5 cm lang und 3,5 bis 4,8 cm breit und haben eine herzförmige Basis. Die Ränder sind gewellt. Es werden zur Blütezeit 3-7 cm lange, rotbraune Niederblätter (Kataphylle) gebildet. Der Blütenstandstiel ist meist 1 bis 10 cm lang. Die Spatha ist erreicht eine Gesamtlänge von etwa 3 bis 4 cm. Der weiße Kessel ist 1 cm hoch und etwa 0,4 cm im Durchmesser. In der Mitte ist er etwas eingeschnürt und im oberen Teil sind vereinzelt rote Punkte. Der Spadix besteht aus 4 bis 6 Narben, weißlichen Duftkörpern und 20 bis 30 männlichen Blüten. Eine ausgeprägte Röhre gibt es nicht. Die Spatha Öffnet sich direkt oder etwa 0,5 cm über dem Kessel. Die Spreite ist zur Seite gebogen. Sie weicht in ihrer Ausrichtung in einem 45 bis 90 °Winkel von der Senkrechten ab. Die Spathaspreite ist innen cremefarbig bis gelblich und mit orangen, roten oder braunroten feine Warzen besetzt. Sie ist etwa 1,5 bis 2 cm lang und 0,5 cm breit. Sie ist nicht gedreht oder macht eine halbe Drehung auf ihrer ganzen Länge. Es sind zwei oder mehr deutliche Längsfurchen sichtbar. Ein Kragen fehlt. Die Pollen sind zu über 90 % fruchtbar.

Chromosomenzahl:2 n = 34

Ökologie:
Die Region aus der diese Art stammt ist wenig untersucht. Bisher sind nur drei Fundorte dieser Art bekannt, die dicht zusammen liegen. Es ist aber nicht ausgeschlossen, dass die Pflanze ein weiteres Verbreitungsgebiet hat. Sie wächst in Quellen und in den von ihnen gespeisten Bächen auf verwittertem Kalkstein. Begleitpflanzen sind Ceratopteris thalictroides, Blyxa and Hygrophila. Der Boden ist lehmig. Das Wasser ist hart und basisch. Die Pflanzen blühen emers oder bei flachem Wasserstand. Um die Blütenstände über die Wasseroberfläche hinaus zu schieben bilden sie zum Teil einen sehr langen Blütenstandstiel.

Wasserwerte an den Naturstandorten von C. noritoi (nach Wongso & Bastmeijer 2005):
Leitfähigkeit [µS/cm] 450 - 540
pH-Wert 8,1 - 8,4
°dGH 13 - 18
°KH 12 - 13


Kultur:
Die Pflanzen lassen sich problemlos in sandig-lehmigen Substraten mit Dolomitkalk pflegen. Sie wachsen aber auch gut in Buchenlauberde mit Tongranulat, entwickeln sich dann aber langsamer. Es werden leicht Ausläufer gebildet. Im Aquarium wachsen sie gut entwickeln sich aber langsam. In Töpfen mit lehmhaltigem Sand bei einem Wasserstand von 3-5 cm und einem pH-Wert von 6,8 hatte SchÖpfel (2007) gute Erfolge. Er beobachtete, dass die Pflanzen bei höheren Temperaturen (bis 30 °C im Sommer) sehr schnell wachsen. Es bildeten sich bei ihm so viele Ausläufer, dass er die Pflanzen jährlich teilen und umtopfen musste. Eine dauerhafte Aquarienkultur gelang ihm aber nicht.



Cryptocoryne nurii Furtado 1935

2009 eine Farbvariante mit breiten platinfarbenen Blattadern gefunden und 2013 wurde eine Unterart aus einem Kalksteingebiet beschrieben.

Cryptocoryne nurii

Cryptocoryne nurii var. nurii. Die ganze Spatha ist dicht mit zottigen Protuberanzen besetzt.

Cryptocoryne nurii var. nurii Furtado 1935

Herkunft:
Malaysia, Indonesien

Cryptocoryne nurii var. nurii

Herkunft:
Malaysia, Indonesien

Aussehen:
Submerse Pflanzen haben bis zu 20 cm lange Blattstiele. Die Blattspreiten sind 10 bis 18 cm lang und etwa 3,5 cm breit. Über Wasser sind die Blattstiele kürzer und die Spreiten kleiner. Die Blattspreiten sind oval bis lanzettlich mit herablaufender bis abgerundeter Basis. Die Blätter sind grün mit breiten bräunlichen, helleren oder dunkler grünen Nerven, rot-braun marmorierte mit kleinen roten Streifen oder bräunlich mit dunkleren Flecken. Bei emers blühenden Pflanzen sind Blütenstandstiel und Röhre kürzer als bei Pflanzen, die im Wasser stehen. Die Spatha kann zwischen 5 und 20 cm lang sein. Davon entfallen 1-3 cm auf den Kessel, 2-15 cm auf die Röhre und 3-5 cm auf die Spathaspreite. Der Blütenstandstiel ist emers etwa 1 cm lang. Bei submersen Blütenständen kann er sich auf mehr als 10 cm strecken. Die Spathaspreite ist tief dunkel rot, breit herzförmig und flächig mit kurzen, zipfeligen Warzen und Auswüchsen besetzt. Der Schlund ist schmal und von einem Kragen umgeben. Es gibt 5 bis 7 Narben zwischen denen hell gelbe Duftkörper sitzen. Die Zahl der männlichen Blüten schwankt zwischen 30 und 50. Die Früchte sind eiförmig. Die Samen sind 3 bis 4 mm lang.

Chromosomenzahl:
2n = 34

Ökologie:
Diese Form kommt auf sauren RegenwaldbÖden im Süden und südöstlichen Malaysia vor. Weitere Vorkommen sind von den indonesischen Inseln Bintang, Lingga und Singkep und von Sumatra bekannt. Die Pflanzen wachsen in schnell strömenden Flüssen auf Kies bis grob steinigem Substrat. An Standorten mit stärkerer StrÖmung wachsen Pflanzen mit schmaleren Blättern. Das Wasser ist weich und hat einen pH-Wert um 5. Die Standorte sind vollsonnig bis schattig.
Wasseranalysen vom Naturstandort von C. nurii (nach C. Kettner unverÖffentlicht, 6.3.1984 16:10 Uhr) Region zwischen Mersing und Kluang:
Wassertemperatur °C 24,5
Leitfähigkeit [µS/cm] 45
pH-Wert 4,0
Lichtstärke an der Wasseroberfläche [Lux] 2000
Lichtstärke an den Blättern [Lux] 1100
Boden aus Sand und Lehm


Kultur:
Für die Aquarienkultur ist die Art nicht geeignet. Auch in der emersen Kultur macht sie oft Schwierigkeiten. Sie kann in der Becherkultur in einer Mischung von Buchenlaub und Lehm (10:1) gepflegt werden. Während die meisten anderen Arten überstehendes Wasser in der Becherkultur nicht mögen, kann bei dieser Art ein Wasserstand von 5-7cm von Vorteil sein.



Cryptocoryne nurii var. nurii ´Platinum´
2009 wurde auf der Insel Lingga in Indonesien eine Varietät gefunden, die breite, helle Blattadern aufweist. Diese Form ist als "Lingga 19 - Plattinum Line" oder Cryptocoryne nurii ´Platinum´ bekannt. Sie lässt sich gut in Becherkultur in Buchenlauberde pflegen. Die Farbe der Spathaspreiten, die eine Pflanze bildet variiert von Mal zu Mal. Manchmal sind sie gelb und manchmal rot. Die einzelne Blüte verändert während der Blütezeit die Farbe aber nicht (Kettner 2014). Das eine Pflanzen mit wechselnden Blütenfarben blüht ist vorher nur ein einziges Mal beschrieben worden, nämlich von Paffrath (1973) bei Cryptocoryne purpurea nothovar. purpurea.



Cryptocoryne nurii

Cryptocoryne nurii var. raubensis. Die Protuberanzen sind bei dieser Varietät nur am Rand.

Cryptocoryne nurii var. raubensis Ganapathy & Siow 2013

Herkunft:
Malaysia nördliche von Raub und Jerantut, Kalksteingebiet, in den Zuflüssen des Sunggai Pahang.
Typusstandort: Rumah Pam Galak 1, Tersang, Raub, Pahang, Malaysia
erster Fundort 1970: Taman Negara National Park, Sungai Kalau bei Kalau Negaran
zweiter Fundort 1985: Sunggai Yong und Sunggai Nerus nahe Bukit Guling Gendang

Aussehen:
Die Pflanzen sind farblich variabel. Die Blätter sind dunkel olivgrün mit dunkler und hellerer Maserung bis ganz grün. Die Spreiten sind eiförmig bis schmal eiförmig und haben teilweise hellere, fast weiße oder rötlichere Adern. Sie sind 4 - 7 cm lang und 2 - 4 cm breit. Sie unterscheiden sich in de Maßen der Blütenstände von der Stammform. Die Spatha ist 3 - 6 cm lang. Der Kessel misst 2 - 3 cm. Die Röhre ist nur 1 cm lang. Die Spathaspreite ist 1,5 - 2 cm lang, herzförmig mit einem langen, schwanzförmigen Anhang und großen, warzigen Protuberanzen am Rand. Sie ist dunkel schwarzrott, rötlich oder gelb (aus Taman Negara). Besonders charakteristisch ist, dass sich der Blütenstandstiel an den Wasserstand anpasst und zwischen 2 über 30 cm lang sein kann. Die 5 bis 7 weiblichen Blüten sind hellgrün und haben ovale Narben. Die Duftkörper sind unregelmäßig rund und hellgelb bis grün gefärbt. 25 - 40 männlichen Blüten.

Chromosomenzahl:
2n = 34

Ökologie:
Diese Pflanzen stammen aus Pahang in der Region um Raub und wachsen in einem Kalksteingebiet. Die ersten Aufsammlungen stammen von 1970, weitere von 1985 und 2011 (Typus). Der Typusstandort ist ein 4 - 6 m breiter Fluß, der eine Straße in einem Gebiet mit Ölpalmenplantagen kreuzt. Die Pflanzen wachsen in großen Gruppen auf Sandbänken in schnell fließendem Wasser.
Der Boden an den natürlichen Standorten besteht aus Sand und Schotter.
In Taman Negara kommen sie zusammen mit Cryptocoryne affinis vor.

Kultur:
Diese Form eignet sich gut für die Aquarienkultur. Sie blüht leicht in emerser und in submerser Kultur.



Cryptocoryne pallidinervia Engler 1879

Cryptocoryne pallidinervia

Cryptocoryne pallidinervia

Cryptocoryne pallidinervia

Blühende Cryptocoryne pallidinervia

Herkunft:
Borneo (Kalimantan, Sarawak, Brunei)

Aussehen:
Die Blätter sind grün, lanzettlich bis eiförmig mit herzförmiger Basis. Emers sind sie matt. Obwohl der Name das vermuten lässt sind die Blattnerven nicht heller als die Spreite. Die Spreiten sind glatt bis bullos, 4,5 - 7 cm lang und 3,5 - 4,5 cm breit. Die Blattstiele sind etwa so lang wie die Spreite.
Pflanzen am Naturstandort bringen bis zu 20 cm lange Spathas hervor. In Kultur sind sie meist kürzer. Die Fahne ist aufrecht oder nach hinten umgeschlagen, kurz, rot und warzig. Der Schlund ist gelb mit roten Punkten. Der Kessel ist etwa so hoch wie breit und innen rot. Der Spadix ist sehr kurz und männliche und weibliche Blüten stehen so dicht zusammen, dass die unteren Pollengefäße zwischen den Narben sitzen. Die Zahl der Pollengefäße liegt zwischen 30 und 50. Meist gibt es 6 Narben, selten 7. Sie sind oval oder am oberen Rand mit einer V-förmigen Kerbe (ausgerandet).

Chromosomenzahl:
2 n = 34

Ökologie:
Die Pflanzen wachsen in Sumpfwäldern in langsam fließenden Bächen und Flüssen, sowie Tümpeln im Wald. Es werden zum Teil sehr große Bestände gebildet, die sich über mehrere Kilometer erstrecken können (Ipor et al. 2007 b). Der Wasserstand kann durch die Gezeiten beeinflusst sein. Der pH-Wert des Bodenwassers liegt oft unter 5. Die Pflanzen von stärker belichteten Standorten haben kleinere Blätter als Pflanzen aus schattigen Bereichen (Ipor et al 2007).

Wasseranalysen vom Naturstandort von C. pallidinervia nach C. Kettner unverÖffentlicht (1) und Bodenanlaysen nach Ipor et al 2007 (2)

Standort Sibu, Brücke
nach Kutching (1)
Kampung Keranji,
Lundu (2)
Sungau Batu,
Kampung Teriso (2)
Lingga Peta Swamp
Forest Reserve (2)
Leitf. [µS/cm] 50







pH-Wert 4,2

4,4

3,3

4,1

Gesamt-N

0,33

1,63

0,28

Gesamt-C [%]

6,63

45,06

4,58



Kultur:
C. pallidinervia ist eine der am schwierigsten zu kultivierenden Arten. Am Besten pflegt man sie semi-emers in Buchenlauberde. Günstig ist es wenn dass Substrat im regelrecht im Wasser schwimmt. Der Wasserstand darf bei dieser Art gerne einige Zentimter höher sein als das Substrat. Das Wachstum ist langsam und die Pflanzen blühen selten. In einem normalen Aquarium sterben die Pflanzen innerhalb weniger Wochen ab.



Cryptocoryne parva De Wit 1970

Cryptocoryne parva aus dem Handel

Cryptocoryne parva ist eine sehr kleine Cryptocoryne. Die Art lässt sich im Aquarienhandel schwer verkaufen, weil die meisten Kunden beim Anblick der Pflanzen meinen, sie bekämen zu wenig für ihr Geld. Eine Pflanze, die den Topf so füllt ist mindestens ein Jahr in der Gärtnerei kultiviert worden.

Cryptocoryne parva mit Blüte

Blühende Cryptocoryne parva
"Kurze Ausläufer führen zu buschigem Wuchs, doch vergeht viel Zeit, ehe die Art flächendeckend wirksam wird."
Barth & Stallknecht 1990


Cryptocoryne parva frisch gepflanzt

Frisch gepflanzte Cryptocoryne parva

Cryptocoryne parva eingewachsen

Es dauert Monate bis sich ein so dichter Bestand bildet. Diese Pflanzen sind ca. 3 cm hoch. Links am Rand ist ein Blatt von C. wendtii zu sehen.

Herkunft:
Sri Lanka

Aussehen:
Die Pflanze wird über Wasser etwa 3-8 cm hoch. Die Blätter haben elliptische bis schmal lanzettliche, 1,5 bis 2,5 cm lange und 0,4 bis 0,8 cm breite Blattspreiten. Der Blütenstand ist etwa 2 bis 3 cm hoch. Der Kessel ist an der Basis weißlich. Er beinhaltet 4 bis 6 Narben und 30-50 männliche Blüten. Röhre und Spatha sind dunkel rot-violett. Der Schlund ist fast schwarz. Die rote Spataspreite ist leicht warzig und durch einen Kragen vom Schlund abgesetzt. Unter Wasser werden nur 2 bis 5 Zentimeter hoch und bilden keine Blütenstände.

Chromosomenzahl: 2n = 28

Ökologie:
In der Natur wächst sie in großflächigen Beständen am Ufer oder in schnell fließenden Gewässern. Es sind nur wenige Standorte bekannt.

Wasserwerte am Naturstandort von C. parva (nach Horst 1986 (1) und Kaselmann 2010 (2))

Standort Kandy (1) bei Kandy (2)
Wassert. °C 26 25,5
Leitf. [µS/cm] 36,5 181
pH-Wert 6,8 7,9
°dGH 0,7 3,8
°KH 0,7 4
Ca [mg/l] 3,4 16,4 *
Mg [mg/l] 1,3 6,5 **
Fe [mg/l] 0,1 kleiner 0,01
Boden-pH - 5,7



* Umrechnung von Kalziumhärte °dH in mg/l mit dem Faktor 7,144, gerundet
** Umrechnung von Magnesiumhärte °dH in mg/l mit dem Faktor 4,356, gerundet


Kultur:
C. parva ist eine bekannte Aquarienpflanze. Sie eignet sich wegen ihrer geringen Größe gut für den Vordergrund, sogar in Nano-Aquarien. Durch Aquascaping und Nano-Aquaristik ist die Nachfrage nach dieser Art im Handel recht groß. Fisch-Aquarianer können mit der winzigen Pflanze meistens wenig anfangen.
Cryptocoryne parva gehört zu den anspruchsvolleren Arten, die man im Handel findet. Sie benötigt viel Licht (mindestens 0,7 W/l oder > 5000 Lux), Bodenwärme, weiches bis mittelhartes Wasser und bei höheren Karbonathärten etwas zusätzliche Kohlendioxiddüngen. Der Wassersatnd sollte 30 cm nicht übersteigen. (Paffrath 1979 a, F. MÖhlmann 1985, Christensen 1989). Die Wassertemperatur kann zwischen 22 und 28 °C liegen und der pH-Wert zwischen 5 und 7. Die Pflanzen vertragen eine Gesamthärte bis etwa 20 °dGH. Die Vermehrung durch Ausläuferbildung erfolgt sehr langsam. Oft werden die Blätter von Grünalgen besiedelt. Emers kann man die Pflanzen in einer Mischung aus 90 % Kies und 10 % Tonpulver pflegen. Sie wächst sehr gut in Steinwolle und kommt in der gärtnerischen Kultur auch zur Blüte.



Cryptocoryne pontederiifolia Schott 1863

emerse Cryptocoryne pontederiifolia mit Spatha

emerse Cryptocoryne pontederiifolia mit Spatha

Cryptocoryne pontederiifolia mit gelber Aderung

Manchmal treten Pflanzen mit heller Aderung auf. Dieses Merkmal ist nicht stabil.
Cryptocoryne pontederiifolia im Aquarium

Cryptocoryne pontederiifolia im Aquarium

Cryptocoryne pontederiifolia im Aquarium

Dieser Wasserkelch kann in Gesellschafts- und Diskusbecken verwendet werden.

Ausläufer von Cryptocoryne pontederiifolia

Die Pflanzen bilden lange verzweigte Ausläufer.

Herkunft:
Westküste Sumatras, in Singapur verwildert

Aussehen:
C. pontederiifolia werden 15 bis 30 cm hoch. Unter Wasser sind die Blätter weicher. Die Pflanzen können submers kräftiger im Wuchs sein als emers. Es wird ein kräftiges Wurzelsystem mit vielen 20 bis 25 cm langen Ausläufern gebildet. Die Blätter haben lange kräftige Stiele. Die Spreiten sind eiförmig 5 bis 20 cm lang, 4 bis 10 cm breit und haben eine herzförmige Basis. Teilweise sind sie zwischen den Blattadern etwas gewölbt. Die Oberseite ist hellgrün, die Unterseite grünlich bis schwach rosa-purpurn. Manchmal sind die Blätter mit einem silbrigen bis purpurnen Schimmer ("Bleiglanz") überzogen. Kataphylle sind auch an nicht blühenden Pflanzen zu finden. Unter Tageslicht blühen die Pflanzen in Mitteleuropa im Herbst und Winter. Die Spatha ist 4 bis 7,5 cm lang. Der Kessel ist innen und außen weiß gefärbt und zwischen 0,5 und 1 cm hoch. Knapp unterhalb der männlichen Blüten ist er etwas eingeschnürt. Im unteren Abschnitt sind senkrechte Rippen in der Kesselwand und sie ist mit Schleim bedeckt. Oben haben die Zellen der Innenwand nach unten gerichtete Trichome (siehe Kapitel "Blütenstände"). Die Röhre ist mit knapp 1 cm recht kurz. Die Spathaspreite ist 2 - 4 cm lang und etwa 1 cm breit. Sie ist rau, meistens gelb gefärbt, kann aber auch rote Punkte haben. Selten ist sie ganz rot. Um den Schlund herum bildet sie nur einen schmalen Saum. Der Schlund ist weit offen, glatt, meist gelb, selten mit roten Punkten oder ganz rot. Nachdem die Knospe sich geöffnet hat, bleibt die Spatha noch etwa 4 bis 6 Tage erhalten, danach verwelkt sie. Der Sapdix besteht aus 5-6 weibliche und 25 bis 45 männliche Blüten. Die Duftkörper gelb und unregelmäßig geformt. Die Samen sind 5 bis 10 mm lang.

Chromosomenzahl: 2n = 30

Ökologie:
In der Natur kommt die Art an langsam strömenden Flüssen vor, deren Wasserstand durch die Gezeiten beeinflusst wird. Der Boden ist schlammig. Oft wächst im selben Habitat die Nypa-Palme.

Kultur:
Cryptocoryne pontederiifolia ist eine gut Aquarienpflanze. Sie kann bei 24-30 °C, pH-Wert 5,5 bis 7,0und 2 bis 16 °dGH kultiviert werden. Sie eignet sich für Gesellschafts- und Diskusbecken. Die Pflanze bevorzugt eine mittlere Beleuchtungsstärke und mag keine Schwankungen in den Lichtverhältnissen. Bei zu geringer Beleuchtung legen sich die Blätter flach auf den Boden und die Blattspreiten stehen waagerecht. Durch Steigerung der Beleuchtung kann man einen kompakteren Wuchs erzielen. Wir ihnen das Licht zuviel werden weniger und kleinere Blätter gebildet. Für eine gute Entwicklung ist ein nährstoffreicher Bodengrund ist wichtig. Ein Lehmzusatz, Bodengrunddünger und Mulm wirken sich positiv auf das Wachstum aus. Unter guten Bedingungen wachsen die Pflanzen schnell und bilden viele Ausläufer. Es dauert etwa 1 Jahr bis sich die ersten Ausläufer zeigen. Danach bilden sich etwa 5 bis 8 Ausläufer im Jahr (Kadlec 1986). In Aquarien bis 30 cm Höhe fluten die Blätter gut wachsender Exemplare unter der Wasseroberfläche.

Anmerkungen:
1863 beschrieb Schott die Art auf Grundlage von Herbarmaterial aus West-Sumatra. An den Pflanzen waren aber keine Blütenstände. Als später Pflanzen mit ähnlichen Blättern von Borneo nach Europa kamen wurden sie für C. pontederiifolia gehalten.
Die echte C. pontederiifolia wurden erst 1974 lebend nach Deutschland importiert. Sie blühte mit einer gelben Spatha und wurde von de Wit 1976 als "Cryptocoryne sulphurea" beschrieben.
Jacobsen fand später einen Blütenstand an einem Holotype von Cryptocoryne pontederiifolia und konnte feststellen, dass C. sulphurea ein jüngeres Synonym ist.
Die nahe verwandte Art Cryptocoryne moehlmannii war noch unbekannt und Herbarbelege der Art wurden als C. pontederiifolia eingeordnet. Erst 1982 wurde sie als neue Art beschrieben.
Bei der von Schulze (1971) unter den Cryptocorynen von Sarawak aufgeführten "C. pontederiifolia" handelt es sich um C. ferruginea. Die Pflanzen wurden auf Grund ihrer Blattformen verwechselt und weil in der Erstbeschreibung von C. pontederiifolia keine Informationen zum Blütenstand stehen. Das der Typus von C. pontederiifolia eigentlich von Sumatra stammt, wurde ignoriert. Schulze (1971) schreibt: "Die Angaben sind sicher falsch und beruhen auf einer Verwechslung beim Herbarmaterial. Ich habe selbst im Gebiet von Pahang gesammelt, das mir in seinem Charakter für Cryptocorynen weitgehend ungeeignet erscheint." Unklar ist ob es sich hier um einen Druckfehler oder um eine Verwechslung durch Schulze handelt. C. pontederiifolia und C. moehlmannii kommen in der Provinz Padang auf Sumatra vor. Pahang ist eine Provinz auf der Maliischen Halbinsel. Dort wachsen C. affinis, C. cordata var. cordata, C. griffithii, C. nurii und C. x purpurea.



Cryptocoryne x purpurea Ridley 1902

Herkunft:
Malaiische Halbinsel und Borneo Es handelt sich um Naturhybriden, die aus mehreren unabhängigen Kreuzungen hervorgegangen sind. Der Pollen ist steril.

Cryptocoryne purpurea borneoensis

Cryptocoryne x purpurea nothovar. borneoensis

Cryptocoryne purpurea purpurea

Cryptocoryne x purpurea nothovar. purpurea
Kessel von Cryptocoryne purpurea borneoensis

Kessel von Cryptocoryne x purpurea nothovar. borneoensis

Cryptocoryne x purpurea nothovar. borneoensis

Herkunft:
Borneo (Süd-Kalimantan)

Aussehen:
Das Rhizom ist und lange, dünne Ausläufer gehen davon aus. Die Blattspreiten sind 5-12 cm lang und 2 bis 6 cm breit. Sie sind flach oder etwas bullos, olivgrün bis rötlich braun gefärbt. Die Blattstiele sind 10 bis 15 cm lang. Besonders lang sind sie bei dauerhaft submers wachsenden Pflanzen. An blühenden Pflanzen findet man Kataphylle. Die Blütenspatha ist insgesamt 10 bis 15 cm lang und steht auf einem 1-3 cm langen Stiel. Der Kessel ist 1,5 bis 2 cm und in der oberen Hälfte purpurn gefleckt. Die Verschlussklappe ist weiß. Die Röhre ist zwischen 8 und 12 cm lang und außen rosa-rot mit dunkleren Linien. Unter dem Schlundring ist sie fein rot gepunktet. Der ist deutlich orange-rot abgesetzt und glatt. Der Schlund ist durch einen Kragen abgesetz. Die Spathaspreite ist ist etwa runzelig und glänzt rot bis dunkel rot. Sie ist lang zugespitzt und an der Spitze zusammengefaltet. Der Blütenstand umfasst 6 weibliche und 30-40 männliche Blüten. Die gelben Duftkörper sind unregelmäßig gelb. Der Appednsix ist dicht purpurn gefleckt.

Chromosomenzahl: 2n = 51

Ökologie:
Die Naturstandorte sind langsam fließende Flüsse mit schlammigem Grund. Im Sungai Koru wächst die Art zusammen mit C. griffithii und C. cordata var. zonata. Im Sungai Lawak wurde nur die Hybride gefunden.

Kultur:
Die Pflanzen lassen sich emers gut in Buchenlauberde kultivieren.

Anmerkungen:
Diese Form geht auf eine natürliche Kreuzung von C. griffithii und C. cordata var. zonata zurück (Othman et al 2009).

Cryptocoryne x purpurea nothovar. purpurea

Herkunft:
Malaysia: Johore und Pahang

Aussehen:
Die Blattspreiten sind oval mit gestutzter oder herzförmiger Basis. Die Oberseite ist dunkel grün bis bräunlich und purpurn gemustern. Die Blattunterseite ist hell grün bis rötlich. Teilweise ist ein silbriger Schimmer zu sehen. Die Spreiten sind 3-11 cm lang 1-6 cm breit. Die Blattstiele erreichen eine Länge von 10 bis 35 cm. Manchmal sind Kataphylle auch an nicht blühenden Pflanzen. Die Spatha ist insgesamt 8 bis 17 cm lang. Der Blütenstandstiel ist 1,3 cm lang. Der Kessel 1-2 cm und innen weiß. Die Duftkörper sind gelblich rund und unregelmäßig. Es gibt 50 bis 60 männliche Blüten und 5 bis 7 Narben. Die Röhre ist 5 - 10 cm lang. Spathaspreite 2 bis 5 cm lang. Sie ist zugespitzt eiförmig. Die Oberfläche ist etwas uneben. Kein Kragen. Sie ist hell bis dunkel rot. Früchte sind nicht bekannt. Die Pflanzen sind völlig pollensteril, bzw. etwa 2 % der Pollen sind fruchtbar.

Chromosomenzahl: 2 n = 34

Ökologie:
Die Pflanzen blühen in der Natur in der Trockenzeit von März bis Anfang August. Sie wachsen zusammen mit Blyxa echinosperma und Barclaya motleyi. Die Standorte sind stark beschattet. Das Substrat ist schlammig und sauer. Die Lichtstärke wurde mit 4000 bis 13000 lx gemessen (Sim Chen Hua 2002).

Wasserwerte an zwei Fundorten von C. x purpurea nothovar. purpurea in Tasek Bera (Auszug aus Sim Chen Hua 2002)

Parameter Kelantong Sumpf bei Pos Iskandar
Zeit Mai - Juli 2001 Mai - Juli 2001
Licht [lx] 2000 - 10000 4000 - 13000
Leitf. [µS/cm] 37,4 - 42,1 31,7-42,1
pH-Wert Wasser 5,45 - 5,49 4,45 - 5,92
pH-Wert Boden 5,6 5,6
Wassertiefe [cm] 14 - 44 30 - 60
Wasserhärte [°dH] 0 0
Wassert. [°C] 22,3 - 25,3 21,8 - 27,5
Fließgeschwindigkeit [m/s] 0,25 0,28
Nitrat [mg/l] 0,33 0,01
Phosphat [mg/l] 1,39 0,49



Kultur:
Emers sind die Pflanzen leicht in Buchenlauberde oder in einer Mischung aus Torf/Buchenlauberde, Sand und Ton zu kultivieren. Sie entwickelt sich schnell und bildet viele Ausläufer. Diese Form ist eine gute Aquarienpflanze. Sie wächst gut bei Temperaturen zwischen 22 und 26 °C in weichem Wasser bis hartem Wasser mit bis 30 °dGH und 16 °KH, bei pH-Werten zwischen 5 und 7. Die Beleuchtung sollte nicht zu stark sein. Ein nährstoffeiches Substrat fÖrdert das Wachstum. Ideal ist ein etwa 10 cm hoher Bodengrund aus Kies (3-4 mm), der mit Mulm durchsetzt ist. Tonzugaben und Bodendünger sind zu empfehlen (Jacobsen 1982, 1987, MÖhlmann 1987 c, Paffrath 1973). Im Aquarium dauert es lange bis sich die ersten Ausläufer zeigen. Die Pflanzen bilden lockere Gruppen. Die Pflanzen blühen sowohl in emerser als auch in submerser Kultur. Unter Tageslichteinfluss bilden sich die Blütenstände von September bis März. Im Aquarium Öffnen sich die Spathen manchmal auch unter Wasser. Bei einem Wasserstand von 20 bis 30 cm können sie aber auch die Wasseroberfläche durchstoßen (Laubner 1937, Warthmüller 1938).

Anmerkungen:
Die Pflanzen sind Hybriden aus C. grifithii und C. cordata var. cordata. Sie kommen in der Natur in Regionen vor in denen sich das Verbreitungsgebiet der Elternarten überschneiden. Es gibt eine gewisse Variabilität in Form und Farbe. Es wird vermutet, das C. x purpurea nothovar. purpurea mehrmals aus unabhängigen Elternpopulationen hervorgegangen ist.
Die Pflanze wurde zum ersten Mal von Ridley 1892 in Kota Tinggi (Johore) gesammelt. Nachdem sie im Botanischen Garten in Kew geblüht hatte wurde 1900 eine Zeichnung der Pflanze verÖffentlich, aber fälschlich mit C. griffithii beschriftet. Das gilt als Grund dafür, dass C. x purpurea bis in die 1960 hinein als C. griffithii unter Aquarienfreunden bekannt war.
Später wurde C. cordata als C. purpurea angeboten. Eine Zeit lang galt die Pflanze als verschollen. 1985 führten Bogner und Jacobsen die Pflanzen aus Malaysia neu ein. Paffrath (1973) berichtet, dass eine seiner Pflanzen, im Verlauf der Zeit ihre Blüte veränderte. Er schreibt: "Später veränderte sich jedoch die Form und Farbe der Spreite. Sie blieb kürzer, breiter runder, und der Schlund hatte fast die gleiche Farbe wie die Fahne." Dass sich die Spatha einer individuellen Pflanze veränderte, ist seitdem nur noch einmal von Claus Kettner (2014) bei Cryptocoryne nurii ´Platinum´ dokumentiert worden.



Cryptocoryne pygmaea Merril 1919

Cryptocoryne pygmaea blühend

blühende Cryptocoryne pygmaea

Cryptocoryne pygmaea blühend

blühende Cryptocoryne pygmaea
Laub von Cryptocoryne pygmaea emers

über Wasser sind die Blätter von Cryptocoryne pygmaea kurz.

Cryptocoryne pygmaea im Aquarium

Unter Wasser werden die Blätter lang und schmal.

Herkunft:
Philippinen (Inseln Mindanao, Palawan und Busuanga)

Aussehen:
Das Rhizom wächst kriechend. Es ist 0,3 bis 0,5 cm im Durchmesser. Es werden normale und geringelte Kontraktionswurzeln gebildet. über Wasser werden die Pflanzen etwa 5 bis 8 cm hoch. Die Spreiten sind lanzettlich bis schmal eiförmig. Sie sind etwa 2 bis 7 cm lang und 1 bis 2,5 cm breit. An der Blattspitze ist eine kleine aufgesetzte Spitze. Die Farbe variiert von braun-grün bis bleifarben auf der Oberseite und braun-grün bis rötlich auf der Unterseite. Die Blattstiele werden 4 bis 7 cm lang. Auf der Oberseite ist eine breite Furche und an der Basis eine 1,5 bis 2,5 cm lange Blattscheide. Zusammen mit der Blüte werden kataphylle gebildet. Der Blütenstand hat eine 3 cm lange Spatha. Der Schlund ist gerunzelt und purpurfarben. Die Fahne ist ca. 1,5 cm lang und bleibt bis auf einen schmalen Spalt verschlossen. 4- 6 Narben. Der Fruchtstiel streckt sich auf 3 cm.
Unter Wasser können die Pflanzen bis zu 25 cm hoch werden. Die Blätter sind dann linealisch und haben gewellte Blattränder.

Chromosomenzahl: 2 n = 34

Ökologie:
In der Natur kommt die Art an und in Flüssen, die das ganze Jahr Wasser führen. Dort wächst er sowohl unter als auch über Wasser. Sie kommen in Wassertiefen von 20 bis 60 cm vor. Am Ufer besteht der Boden aus Ton, im Wasser ist er kiesig mit Steinen bis 2 cm Größe. Auf Busuanga wachsen am Standort von C. pygmaea auch Ceratopteris thalictroides, Limnophila und Nitella.

Kultur:
Dieser Wasserkelch ist leicht zu kultivieren. Im Aquarium wächst er gut bei einer Temperatur von 22-26 °C, pH-Wert 6,0-8,0, 8 - 20 °GH bei mittel bis viel Licht. Er ist eine gute Pflanze für den Mittelgrund im Aquarium.
Dieser Wasserkelch ist in seiner Blattgröße variabel. Die Blätter sind bei Temperaturen unter 24 °C 2 bis 3 cm lang und weniger als 1 cm breit. ErhÖht man die Temperaturen werden die Blätter unter sonst gleichbeibenden Bedingungen innerhalb von wenigen Wochen 2 cm breit und 6 cm lang.
In der emersen Kultur in sauerer Buchenlauberde vermehren sich die Pflanzen gut, bilden aber keine Blüten. Dafür benötigen die Pflanzen ein neutrales oder alkalisches Milieu.

Anmerkungen:
Die Erstbeschreibung von Merrill (1919) ist nicht sehr detailiert. Die Spatha als grünlich weiß beschrieben. Die Innenseite der Spreite (limb) als dunkel purpurn. Der Typus stammt von Mindanao (Zamboanga Destrict, Sax River, 6. Dezember 1911)



Cryptocoryne retrospiralis (Roxburgh) Kunth 1841

Cryptocoryne retrospiralis in der Ruheform

Ruheform von Cryptocoryne retrospiralis

Herkunft:
Indien

Aussehen:
Das Rhizom ist kräftig und 0,5 bis 1,5 cm dick. Es werden kräftige Ausläufer gebildet. Die emersen Blätter sind rein grün bis bräunlich und aufrecht. Die Spreiten sind linealisch bis lanzettlich, 15 bis 55 cm lang und 0,3 bis 1,5 cm breit. Ihre Ränder können glatt oder gewellt sein. Die Pflanzen macht jährlich eine Vegetationspause. In der Natur ruht sie während der Regenzeit unter submersen Bedingungen und in Kultur unter Kurztagbedingungen (weniger als 12 Stunden Licht). Dann sind die Blätter drehrunden (pfriemlich), ungestielten und etwa 5 bis 20 cm lang.
Die Spatha ist in sich vom Kessel bis zur Fahne vielfach spiralig gedreht. Der Schlund ist weiß mit violetten Flecken. Die Röhre ist 5 bis 20 cm lang und in sich etwas gedreht. Der Kessel ist auf halber Höhe eingeschnürt. über der Einschnürung ist er rot gefärbt und hat Alveoli. Der untere Teil ist weiß. Der Spadix trägt 4-7 Narben und 100 bis 140 Pollensäcke.

Chromosomenzahl: 2 n = 36 oder 72

Ökologie:
Die Art wächst in sandigem oder steinigem Substrat an und im Wasser von Flüssen, die während der Regenzeit viel mehr Wasser führen als in der Trockenzeit. Während der Trockenzeit von Oktober bis Februar stehen die Pflanzen emers und blühen.

Kultur:
Die Art ist nicht für das Aquarium nicht geeignet. Die Pflanzen können nicht dauerhaft submers wachsen. Etwa von August bis Februar hat die Pflanze eine Ruhephase, während er keine neuen Blätter gebildet werden. In dieser Zeit sollte sie bei etwa 15 °C beschattet stehen. Ab März setzt dann ein schnelles Wachstum ein und Temperaturen bis 35 °C und volle Sonne werden dann vertragen.

Anmerkungen:
Unter dem Namen "C. retrospiralis" kommt manchmal C. crispatula var. flaccidifolia in den Handel, die eine gute Aquarienpflanze ist. Die meiste ähnlichkeit besteht aber zu C. crispatula var. crispatula. Berücksichtigt man die Verbreitungsgebiete nicht ist, die Unterscheidung der Arten nach morphologischen Merkmalen schwierig. C. retrospiralis hat wohl etwas rundlichere Flecken auf der Spatha. Der Stammbaum aus der Analyse der ITS nrDNA grenzt C. retrospiralis deutlich von einer Gruppe aus C. crispatula var. balansae und C. albida ab (Othmann et al. 2009).



Cryptocoryne schulzei De Wit 1971

Cryptocoryne schultzei blühend

Cryptocoryne schultzei mit Blütenstand

Cryptocoryne schultzei an einem Naturstandort

Der Standort in Kota Tinggii
Cryptocoryne schultzei an einem Naturstandort

Färbung der Blätter

Cryptocoryne schultzei an einem Naturstandort

Pflanze mit Spatha

Herkunft:
Malaysia: Johore (im Gebiet zwischen Mersing und Kota Tinggi)

Aussehen:
Die Blätter sind lanzettlich bis herzförmig, 3 bis 8 cm lang, 1 bis 4 cm breit, hell bis dunkelgrün, glänzend, zum Teil mit einem silbrigen bis violetten Glanz. Es ist ein unregelmäßiges Strich- und Punktmuster auf den Spreiten. Die Basis ist herablaufend bis herzförmig.
Der Blütenstand ist 4 bis 12 cm hoch. Der Blütenstandstiel kann bis 4 cm lang werden. Die Spathaspreite ist etwas warzig und gelb. Sie läuft in eine kurze, wenig gedrehte und nach hinten gebogene Spitze aus. Es ist ein deutlicher Kragen zu sehen. Der Schlundring ist meist flächig dunkel rot oder rot gefleckt. Die Färbung kann aber auch fehlen. Die Röhre ist 2 bis 8 cm lang. Der Kessel ist 1- 2 cm lang und innen weiß oder rötlich. Der Schleim, der den basalen Teil des Kessels bedeckt, bildet bei dieser Art eine auffallend dicke Schicht. Sie versiegelt die flachen Knoten auf den Zellen der Epidermis und die Zwischenräume zwischen den Zellen vollständig. Die Schicht erstreckt sich bis zu zweidrittel der GesamthÖhe des Kessels (siehe Kapitel "Blütenstände"). Die 5 bis 7 weiblichen Blüten sind gelblich und im oberen Bereich rot gepunktet. Die Narben sind weißlich mit purpurn gepunktetem Saum. Sie haben am oberen Rand eine kleine Kerbe. Die Duftkörper sind rundlich mit ein oder zwei rot gepunkteten Buckeln. Es gibt 40 bis 70 männliche Blüten. Die Frucht ist spitz eiförmig und grün mit rötlichem Hauch.

Chromosomenzahl: 2 n = 34

Ökologie:
Diese Cryptocoryne wächst in der Natur vor allem in langsam fließenden Waldflüssen auf schlammigen Böden. Dort bilden sie breite, herzförmige Blätter aus. Seltener findet man sie auf SandbÖden in schneller fließendem Wasser. Dann sind die Blätter klein und schmaler. Die Pflanzen kommen in der Natur zusammen mit Barclaya motleyi vor. Das Wasser weich und sauer. Der Bodengrund ist schlammig und nährstoffreich.

Kultur:
Für die emerse Kultur eignet sich reine Buchenlauberde gut.







Cryptocoryne scurrilis De Wit 1962

Cryptocoryne scurrilis

Cryptocoryne scurrilis mit Spatha

"Der Name scurrilis bezieht sich auf die lateinische Bezeichnung für einen Narr, einen Hanswurst. Die starken Farbkontraste und die seltsam tanzende Form der Spatha erwecken diesen Eindruck."
de Wit 1990

Herkunft:
Sumatra. Riau Provinz, Oberlauf des Indragiri River (Kuantan River)

Aussehen (Beschreibung nach Reitel et al. 2012):
Die Blätter haben einen 3 bis 7 cm langen Blattstiel. An seiner Basis ist eien 1,5 - 2 cm lange Blattscheide. Die Blattspreiten sind eiförmig bis schmal eiförmig. Sie haben eine Länge von 3 - 7 cm und eine Breite von 1,5 - 3,5 cm. Die Basis ist gerundet bis herzförmig. Die Blattspitze ist spitz. Die Oberseite der Spreite ist grün bis bräunlich und die Unterseite hellgrün bis rötlich. Die Spreitens ind glatt bis leicht bullÖs. Blühende Pflanzen bilden ca. 1 cm lange Kataphylle.
Die Spatha ist 5 - 6 cm lang.. Außen ist sie schmutzig cremefarben. Die Röhre ist kurz. Die Spathaspreite ist ca. 3 cm lang und 1,4 cm breit. Die Zur Spitze hin ist sie verschmälert und manchmal leicht gedreht. Auf gelblichem Grund stehen zahlreiche, warzenartige Auswüchse, die die Spreite rau machen. Die Auswüchse sind rot und werden zum Rand hin größer. Um den Schlund ist ein deutlicher, meist asymetrischer Kragen. Kragen und Schlund sind tiefpurpurrot. Der Kessel ist ellipsoid, ca. 1 cm hoch und 0,8 cm im Durchmesser. Der Kessel, die große Verschlußklappe und die 1 cm lange Röhre sind weiß.
Der Spadix ist ca. 1 cm lang. Er besteht aus 5 - 6 weiblichen Blüten, mit langen Griffeln und langen schmalen Narben. Die Duftkörper sind kugelig und hellgelb. Die 20 - 30 männlichen Blüten sidn blaßgelblich. Der Pollen ist zu 100 % fruchtbar.

Chromosomenzahl: 2 n = 34

Ökologie:
Die Pflanzen wachsen im Kuantan River, dem Oberlauf des Indragiri River. Es ist ein flacher Waldbach, der durch einen Sekundärwald fließt. Der Boden besteht aus feinem weißen Sand. Der pH-Wert des Wassers liegt zwischen 4 und 5.

Kultur:
Die emerse Kultur ist in Buchenlauberde möglich. Die Pflanzen können sowohl bei einem Wasserstand von nur 2 cm, als auch semi-emers mit einem Wasserstand, der über das Substrat hinaus reicht kultiviert werden. In der Kultur ist ein Leitwert von 50 - 150 µS/cm, ein pH-Wert zwischen 4 und 6 und eine Temperatur von 22 bis 27 °C günstig.

Anmerkungen:
Die Artbeschreibung basiert auf Herbarmaterial, das 1956 vom niederländische Botaniker Willem Meijer auf Sumatra gesammelt worden war. Als de Wit C. scurrilis beschrieb ging er davon aus, dass die von Meijer gesammelten Cryptocorynen mit denen vom Großhändler Alfred Blass um die selbe Zeit importierten Pflanzen identisch wären. Der Typus von C. scurrilis ist der Herbarbeleg von Meijer (Meijer 4313). Er besteht aus mehreren Pflanzen mit etwa 4 bis 6 cm langen und 1,5 cm breiten Blattspreiten. Es gibt eine Zeichnung von einer Spathaspreite bei deWit 1990 (S. 240, Abb. 75. 3). Sie wurde von einer manuell geöffneten Knospe aus dem Herbarbeleg angefertigt. Die Artbeschreibung wurde aber um Fotos und Zeichnungen von den Blass´schen Pflanzen ergänzt.
Neue Cryptocorynen-Funde in den Jahren 2001 und 2002 führten dazu, dass die Identität der Pflanzen neu untersucht wurde. An dem ursprünglichen Herbarmaterial von Meijer konnte eine Spatha gefunden und untersucht werden. Die neu gefundenen Pflanzen unterschieden sich davon deutlich. Sie entsprachen aber den Fotos und den Zeichnungen 4 und 5 bei deWit.
2007 wurden diese Pflanzen als eigene Art - nämlich als C. bangkaensis - neu beschrieben.
Die echte C. scurrilis blieb aber weiter verschollen.
Erst im April 2009 gelang es am ursprünglichen Fundort von Cryptocoryne scurrilis im Indragiri River wieder Cryptocorynen zu sammeln. Die Pflanzen blühten später in Kultur und konnten eindeutig C. scurrilis zugeordnet und dann 2012 neu beschrieben werden.



Cryptocoryne sivadasanii Bogner 2004

Herkunft:
Indien (Destrikt Malappuram und Kozhikode, Staat Kerala und Destrikt Uttar Kannada und South-Kanara-Destrict, Staat Karnataka)

Aussehen:
Die Rhizome sind 3 bis 8 cm lang und 0,4 bis 0,7 cm im Durchmesser. Die Wurzeln sind 2 bis 3 mm im Durchmesser. Seitenwurzeln sind dünner. Es bilden sich Jungpflanzen aus Knospen an der Ansatzstelle der kontraktilen Wurzeln. Wird die Wurzeln abgebrochen bleibt die Knospen mit ihr verbunden. Sie kann verdriftet werden und neue Standorte erreichen. Unter günstigen Bedingungen wächst zu einer Jungpflanze heran. Adventivpflanzen an Stolonen bildet die Art selten. Der Blattstiel ist 10 - 32 cm lang und mit 0,12 - 0,2 cm im Durchmesser sehr dünn. Der untere Teil befindet sich im Boden und ist weiß. Unter Wasser werden die schmalen, linealischen Blätter 40 bis 130 cm lang und 0,3 bis 0,6 cm breit. Sie sind olivgrün, selten mit rötlichem Hauch. Die Blütenstände bilden sich wenn der Wasserspiegel sinkt. Die submersen Blätter vertrocknen dann. Die Blütezeit am Naturstandort reicht von Dezember bis März. Die Spatha ist 7 - 14,5 cm lang. Der Kessel befindet sich im Boden. Er ist 1,2 bis 2,8 cm hoch und 0,6 bis 0,8 cm im Durchmesser, außen weiß und hat innen violette Flecken. Der Blütenstand umfasst meist vier - selten bis 6 - Narben und 50 - 80 männliche Blüten. Die Narben sind oval und sitzen direkt auf dem Fruchtknoten. In ihrer Mitte ist eine kleine Einsenkung und sie sind mit kleinen Papillen besetzt. Es sind meist 4, selten bis zu 6, Duftkörper zwischen den Narben. In jedem Fruchtblatt sind 10 bis 14 Samenanlagen. Die Länge der Röhre reicht von 2,8 bis 6,0 cm. Sie ist in sich gedreht. Ihr Durchmesser liegt zwischen 0,4 und 0,6 mm. Die Spathaspreite ist 2,8 bis 6 cm lang, warzig und mehrfach gedreht. Die Farbe variiert zwischen gelblich grün bis rötlich, meist mit purpurnen Flecken. Der Schlund ist glatt und weiß mit Flecken. Am übergang zur Spreite ist ein kleiner Kragen. Die Frucht ist eiförmig, 10 - 18 mm lang und 9 - 12 mm im Durchmesser. In jedem Segment entwickeln sich 5 - 8 Samen. Sie sind 3,5 - 4 mm lang und 1,5 - 1,75 mm dick. Der Embryo ist 1,5 bis 2 mm lang.

Chromosomenzahl:
2n = 36

Ökologie:
C. sivadasanii kommt in temporären Gewässern im Westen Indiens vor. Dort wachsen die Pflanzen während der Monsunzeit submers und machen während der Trockenzeit eine Ruhepause von einigen Monaten.

Kultur:
Ins Aquarium gepflanzt verloren die Pflanze bei MÖhlmann (1991 b) zunächst die Blätter. Erst nach etwa 4 Monaten begannen sie gut zu wachsen. Sie bildete dann in kurzer Folge Blätter, die aber keine lange Lebensdauer hatten. Die Rosette hatte aber dennoch immer etwa 12 Blätter. Diese waren bis 70 cm lang und 2 mm breit. Die Vegetationszeit dauerte etwa 6 Monate. Danach wurden keine neuen Blätter gebildet und die Pflanze ging in eine etwa 4 Monate lange Ruhephase über, in der sie mit nur zwei bis drei Blättern dastand. Dieser Rhythmus wurde über Jahre beibehalten. Sämlinge können in flachen Schalen mit Wasser und Flusskies (2-3 mm) angezogen werden. MÖhlmann verwendete Wasser mit 20 °dGH und einem pH-Wert von 7. Darin entwickelten sie sich gut. Versuche mit der emersen Kultur machte er nicht.

Anmerkungen:
Im Kessel wurden kleine, etwa 0,9 mm lange, schwarze Fliegen aus der Familie der Sphaeroceridae (Dungfliegen) gefunden, die vermutlich die Bestäuber sind. In der Natur wachsen die Pflanzen in kiesigem oder felsigem Boden in Bächen und Flüssen. Der pH-Wert am Typus-Standort wurde mit 5,0 bis 5,4 bestimmt. Für die Aquarienkultur ist die Art nur bedingt geeignet, da sie eine Ruhezeit verlangt. Man kann sie in Töpfen kultivieren und aus dem Wasser nehmen, wenn die Blätter einziehen. Als Kultursubstrat eignet sich sandige Lehmerde. Emers benötigt die Pflanze eien Lufttemperatur von 20- 25 °C. Die Wassertemperatur sollte zwischen 23 und 25 °C liegen. Das Wasser ist leicht sauer und weich (BOGNER 2009 b).



Cryptocoryne spiralis (Retzius) Fischer ex Wydler 1830

Herkunft:
West-Indien
Die Art wird in C. spiralis var. spiralis , C. spiralis var. cognatoides, C. spiralis var. huegeli und C. spiralis var. caudigera unterteilt.

Cryptocoryne spiralis var. caudigera

Herkunft:
Kerala, Western Ghats, Shola Forest

Aussehen:
Die Pflanzen sind kleiner und haben schmalere Blätter als C. spiralis var. spiralis. Die Spreiten sind lanzettlich, 0,3 - 0,9 cm breit und 6 - 9 cm lang. Am Grund der 5 - 8 cm langen Blattstiele sind 2 - 3 cm lange Blattscheiden.
Der Blütenstandstiel nur 0,5 cm lang. Spatha ca. 8 cm lang. Der Kessel ist 1 cm hoch und 0,4 cm im Durchmesser. Die Spathaspreite ist ca. 7 cm lang. 4 bis 6 cm macht ein fadenförmiger Schwanz aus. Die Spatha ist außen im unteren teil purpurfarben und der Schwanz rötlich. Innen ist sie heller gefärbt. Nur im unteren Teil ist sie rot. Im etwa 5 mm breiten unteren, ausgebreiteten Spathabereich ist die Oberfläche quer gerunzelt um Rand gezähnt.
Submerse Pflanzen sind größer als emerse. Sie werden 25 bis 35 cm hoch. Der Balttstiel ist 12 - 15 cm lang, Blattspreite bis ca. 20 cm lang und 0,4 - 0,7 cm breit. überwasserform und Unterwasserform sind rein grün.

Ökologie:
Die Pflanzen wachsen in einem Shola Forest in einer Höhenlage von 1300 m. Bei einem Shola-Forest handelt sich um einen subtropischen oder tropischen feuchten Laubwald, der zwischen grasbewachsnen Hängen in den indischen Gebirgen wächst.

Kultur: Die Pflanzen wachsen sehr gut im Aquarium und sind bereits durch Liebhaber recht weit verbreitet. Emers kann man sie in Lehmerde kultivieren. Sie können bis zum ersten Frost am Gartenteich bleiben.

Anmerkungen:
Die Pflanzen sind seit 1986 in Kultur. Die erste Blüte und damit die erste Möglichkeit zur Bestimmung ergab sich aber erst im Mai 2012.



Cryptocoryne spiralis var. cognatoides

Cryptocoryne spiralis var. cognatoides

Cryptocoryne spiralis var. cognatoides mit Spatha

Herkunft:
Satara-Distrikt, Kolhapur-Destrikt und Sindhudurg-Distrikt

Aussehen:
Die Pflanzen werden etwa 60 cm hoch. Das Rhizom wächst aufrecht und ist 2 bis 5 cm lang und 0,7 bis 1 cm dick. Es hat viele kräftige Kontraktionswurzeln. Die Pflanzen bilden keine Ausläufer. Die Blattstiele sind sind sehr kräftig und stehen aufrecht. Sie sind 11 - 37 cm lang. Die schmal elliptischen bis lanzettlichen, grünen Blattspreiten sind 10 bis 32 cm lang und 2 bis 5 cm breit. Sie sind ganzrandig und oft leicht gewellt.
Die Spatha kann die Blätter in der Höhe überragen. Sie wird etwa 15 bis 35 cm lang. Die Spathaspreite ist rosa-rot bis rot-violett oder gelb und bis zur Spitze geöffnet. Sie ist 11 bis 32 cm lang. Innen ist sie weniger stark gerunzelt als bei var. spiralis und wird nach oben hin immer glatter. Der Kessel ist 3 bis 7 cm hoch und 0,5 bis 0,8 cm im Durchmesser. Er ist im Boden verborgen. Im oberen Bereich ist er etwas rötlich gefärbt und hat einige kleine Alveoli. Der männliche Blütenstandsabschnitt besteht aus 60 - 65 Pollensäcken. Die 4 bis 6 Narben sind sitzend oder haben nur einen sehr kurzen Griffel. Sie sind rot gesäumt. Die Duftkörper sind orange bis rötlich. Direkt über der Verschlupklappe ist eine Scheidewand (Septum) die den Schlund verengt. Eine Röhre gibt es nicht. Die PollenkÖrner sind 53 x 43 µm groß. Der Zur Fruchtreife verlängert sich der Fruchtstandstiel auf bis zu 10 cm und drückt die Frucht aus der Erde. Die Frucht ist 1,4 bis 1,2 cm hoch, ca. 1,3 cm im Durchmesser und enthält 20 bis 30 Samen. Die sind 0,65 bis 1,2 cm lang und 0,2 bis 0,4 cm im Durchmesser.

Chromosomenzahl:
2 n = 66

Ökologie:
Die Pflanzen stehen unbeschattet in Sumpfland oder in kleinen Gräben. Sie wachsen in den Western Ghats an Standorten in Höhenlagen von 650 bis 900 mm in Gebieten mit hohen Niederschlägen (3850 bis 6850 mm pro Jahr). Mit dem einsetzenden Monsun im Juni reifen die Früchte. Die Pflanzen treiben neue Blätter und blühen von September bis November. Mit dem Beginn der Trockenzeit ziehen die Pflanzen die Blätter ein. Im Sidhudurg-District kommen sie zusammen mit var. spiralis vor und kreuzen sich auch mit ihr.

Kultur:
S. Reitel kultiviert die Pflanze in einem Substrat aus gebranntem Tongranulat und maximal 10% Torf mit etwa Ton.

Anmerkungen:
Ursprünglich wurden die Pflanzen als C. cognatoides beschrieben. De Wit (1990) vermutete, dass es sich dabei um ein Synonym von C. cognata handeln würde. Erst 1991 kamen zum ersten Mal lebende Pflanzen nach Europa. 1993 wurden sie zu einer Varietät von C. spiralis. Weitere Synonyme sind C. huegeli und C. tortuosa.



Cryptocoryne spiralis var. huegeli (Schott) Bogner, stat. et. comb. nov. 2013

Herkunft:
Indien, Maharashtra, Savantvadi

Aussehen:
Die Pflanzen werden bis über 50 cm groß. Die Spreiten sind lanzettlich, 15 - 22 cm lang und 3 - 5 cm breit. Die Blattstiele sind bis zu 30 cm lang.
Die Spatha ist 14 - 20 cm lang und mehrmals spiralig gedreht. Der Kessel ist bis 3 cm hoch. Er ist innen glatt und hat im oberen Bereich Alveolen. Die Röhre ist sehr kurz. Die gedrehte Fahne ist bis 13 cm lang. Sie ist innen quer gerunzelt und warzig. Der weicnliche Teil des Spadix besteht aus 4 bis 5 Fruchtknoten. Die Narben sind fast glatt, rund bis eiförmig und in der Mitte stark eingesunken. Es gibt 100 - 120 sehr kleine männliche Blüten.

Ökologie: -

Kultur: -

Anmerkungen:
Die Pflanzen sind nach dem Sammler Baron Carl Alexander Anselm von Hügel benannt, der sie um 1840 in ost-Inien zum ersten Mal fand.
Sie wurde von Schott 1855 als Cryptocoryne huegeli beschrieben. 2013 wird sie von Bogner als Unterart von Cryptocoryne spiralis neu eingeordnet.
Ein Synonym für die Form ist Cryptocoryne tortuosa .



Cryprocoryne spiralis var. spiralis

Cryptocoryne spiralis var. spiralis

Cryptocoryne spiralis var. spiralis mit Spatha

 Spatha von Cryptocoryne spiralis var. spiralis

Typische Spatha
Cryptocoryne spiralis var. spiralis in der überwasserform

Cryptocoryne spiralis var. spiralis in einer Wasserpflanzengärtnerei.

Cryptocoryne spiralis var. spiralis in der Unterwasserform

Unterwasserform von Cryptocoryne spiralis var. spiralis.



Aussehen:
Die Blattspreiten über Wasser linealisch, lanzettlich bis schmal elliptisch. Sie sind 10 bis 40 cm lang und 1 bis 2 cm breit. Unter Wasser sind die Blätter linealisch bis bandförmig, oft leicht gewellt, zwischen 20 und 40 cm lang und 0,7 bis 2 cm breit. In der submersen Kultur bilden sich auch nach mehreren Jahren nur wenige Ausläufer. Emers vermehren sich die handelüblichen Formen gut. Der Blütenstand ist meistens wenigesten einmal spiralig gedreht. Es können drei oder mehr Windungen sein. Der Rand der Spatha ist gezähnt. Eine Röhre fehlt. Es gibt keinen eigentlichen Kragen, aber eine Scheidewand (Septum) direkt über der Verschlussklappe verengt den Schlund stark. Der etwa 2 bis 3 cm hohe Kessel ist im Boden verborgen. Sein basaler Bereich ist mit fädigem Schleim bedeckt. Im oberen Abschnitt sind an den Zellen der Innenwand nach unten gerichtete Trichome. Es gibt auf Höhe der männlichen Blüten einige Alveoli, die 0,3 mm im Durchmesser und ebenso tief sind (siehe Kapitel "Blütenstände"). Es gibt 5 bis 6 weibliche Blüten und 60 bis 70 Staubblätter. Die Griffel sind sehr kurz oder die Narben sitzen direkt auf den Fruchtknoten. Narben und Duftkörper sind gelb oder rosa-weiß. Die PollenkÖrner sind 46 x 37 µm groß. Bei der Varietät V. spiralis var. spiralis ist der Blütenstand 6,5 bis 12 cm hoch und violett, selten gelb. Die gesamte Spathaspreite ist mit waagerechten Wülsten gerunzelt. Die Pflanzen bilden ein starkes Wurzelwerk mit dicken und langen Wurzeln aus.

Chromosomenzahl:
2 n = 33, 66, 88, 110, 132

Ökologie:
In der Natur wachsen die Pflanzen entlang von Flüssen, in Reisfeldern und auf Weideland. Sie werden von Rindern und anderen weidenden Haustieren nicht gefressen. Einige Zeit im Jahr wachsen sie auf dem Trockenen.

Kultur:
21-28 °C, pH-Wert 5,0-7,5, 2-16 °GH, mittel bis viel Licht Die Pflanzen wachsen bei mehr als 16 - 18 °KH und pH-Werten über 7,5 nicht gut und treiben nur kleine Blätter. Durch die Zugabe von CO2 verbessert sich das Wachstum. Bereits 0,3 Watt pro Liter reichen in der Regel für ein gutes Wachstum aus. Wenn die Wasserwerte günstig sind vertragen die Pflanzen auch bis zu 1 W/l (Paffrath 1978). Die Pflanzen wachsen emers und submers ohne Schwierigkeiten. Nährstoffreicher Bodengrund ist wichtig.

Anmerkungen:
Diese Varietät findet man im Handel. Da sich in der gärtnerischen Kultur nur Pflanzen durchsetzen, die sich gut vermehren lassen, sind die gehandelten Formen verhältnismäßig vermehrungsfreudig.



Cryptocoryne striolata Engler 1879

Cryptocoryne striolata am Naturstandort

Cryptocoryne striolata am Naturstandort.

Cryptocoryne striolata in Kultur

Blühende Cryptocoryne striolata in Kultur.

"Bei dieser interessanten Art gestaltet sich die dauerhafte Pflege schwierig, sowohl emers wie submers sind die Ergebnisse der Kultivierung oft unbefriedigend. Emers wächst C. striolata bei mir in einem Buchenlaub-Seramis-Torf-Lehm-Gemisch. Die Pflanze entwickelt dabei nur sehr kleine Blätter. Im Aquarium ist C. striolata langsam wachsend bei ca. 600ms, dabei sind die Blätter schmal bandförmig und aufrecht wachsend."
P. Babics
Naturstandort von Cryptocoryne striolata

Ein Naturstandort.

Cryptocoryne striolata unter Wasser

Cryptocoryne striolata unter Wasser.

Cryptocoryne striolata

Cryptocoryne striolata mit Blüte.

Herkunft:
Borneo (Sarawak)

Aussehen:
Die Blätter sind oval bis lanzettlich, glatt oder bullos. Sie sind grün bis sehr dunkel braun. Manchmal sind die Blattadern rötlich oder die Spreite dunkel marmoriert oder hat eine weißliche Zeichnung auf grünem Grund. Die Spatha ist 5 bis 20 cm lang. Die schmale Spathaspreite ist glatt, weißlich, gelb bis dunkel rot und läuft in eine wenig gedrehte Fahne aus. Der Schlund ist bräunlich, gelblich oder dunkelrot bis schwarz. Manchmal ist er cremfarben mit violetten Flecken. Ein Kragen fehlt. Typisch sollen nadelförmige Kristalle auf der Blattoberfläche sein, die den Blättern ein gestreiftes Aussehen geben. Die Kristalle sind aber nicht bei allen Exemplaren gut zu sehen und treten manchmal erst nach dem Trocknen der Blätter hervor.

Chromosomenzahl: 2 n = 20

Ökologie: In kleinen und größeren Urwaldbächen auf Sandbänke, die mit Ton und Schlamm durchsetzt sind, auf felsigen und kiesigen Substraten. Die Pflanzen wachsen einzeln oder bilden kleine Bestände. Sonstiges: Die Art ist auf Borneo weit verbreitet. In Sarawak wurde sie an 81 Stellen gefunden (Ipor et al, 2007 a). Die Pflanze wächst in langsam bis schnell strömenden Gewässern unter Wasser. An Stellen mit schnell strömendem Wasser wurzeln die Cryptocorynen gern im Wurzelgeflecht von Babai-Bäumen (Saraca indica) und finden so Halt. In der Regel sind die Standorte stark beschattet. Bei stärkerer StrÖmung sind die Blätter bullos. In tieferem Wasser werden die Pflanzen bis 40 cm hoch.
Wasserwerte verschiedener Standorte von C. striolata (nach Horst 1982 a und 1986 (1) und Kettner unverÖffentlicht (2))

Standort Muara Mongkos (1) Pakan (1) Sungai Engkramut (2)
Wassert. °C 29 25,5 -
Leitf. [µS/cm] 46 33 65
pH-Wert 7,2 6,5 5,8
°dGH 1,4 1 0,52
°KH 1,7 0,7 -
Ca [mg/l] 7,65 3 2,07
Mg [mg/l] 0,8 1,6 1
Fe [mg/l] 0,7 1,8 0,125
Licht 10000 - 50000 50000 2500 - 3000


* Umrechnung von Kalziumhärte °dH in mg/l mit dem Faktor 7,144, gerundet
** Umrechnung von Magnesiumhärte °dH in mg/l mit dem Faktor 4,356, gerundet

Kultur:
Die emerse Kultur ist in sauerem lockeren Substrat möglich. Erfahrungen zur Kultur im Aquarium gibt es kaum. Pflanzen von Fundorten mit härterem Wasser müssten sich in Aquarienkultur eingewÖhnen können.



Cryptocoryne thwaitesii Schott 1857

Cryptocoryne thwaitesii

Spatha von Cryptocoryne thwaitesii. Die gekräuselten Blattränder sind typisch für die Art.

Kessel von Cryptocoryne thwaitesii

Kessel von Cryptocoryne thwaitesii.
Cryptocoryne thwaitesii mit gelber Spatha

Gelbe Spatha an Cryptocoryne thwaitesii.

Herkunft:
Sri Lanka

Aussehen:
ältere Pflanzen bilden kurze gedrungene Rhizome. Die eiförmigen Blätter sind hell grün bis fast schwarz mit einer rauen, sandpapierartigen Oberfläche. Sie haben oft eine dunkle, netzartige Zeichnung. Der Rand ist fein gekräuselt. Die Spreiten können etwa 11 cm lang und 5 bis 6 cm breit werden. Es werden keine Ausläufer gebildet. Die Jungpflanzen wachsen direkt aus dem Rhizom der Mutterpflanze. Man sollte nicht zu viele von ihnen entfernen, damit man der Mutterpflanze nicht schadet (MÖhlmann 1994). Die Spatha ist außen weiß bis grünlich. Der Schlund und die Fahne sind weiß oder gelblich mit feinen roten bis violetten Punkten oder Flecken besetzt oder flächig violett. Es kommen aber auch rein weiße oder gelbe Spathaspreiten vor. Der lange Schwanz steht erst aufrecht und neigt sich später nach vorne. Es gibt keinen Kragen. Der Kessel ist deutlich alveolät. Im Kessel sind 5 bis 6 Narben und etwa 30 männliche Blüten.

Chromosomenzahl: 2 n = 36

Ökologie:

Wasserwerte an verschiedenen Standorten von C. thwaitesii (nach Horst 1986 (1) und Bastmeijer et al. 1984 (2))

Standort Destrict Alutgama (1) Ratmele (2) Kottawa (2)
Wassertemperatur 25 25 26
Leitfähigkeit [µS/cm] 19 21 -
pH-Wert 5,7 5,9 6,5
°dGH 0,17 0,17 0,43
°KH 0,17 - -
Ca [mg/l] 0,7 - -
Mg [mg/l] 0,3 - -
Fe [mg/l] 0,03 0,026 0,23



Kultur:
Die Pflanzen mögen es auf Dauer nicht zu nass. Die Töpfe sollten darum nicht tiefer als etwa zwei Dritteln ihrer Höhe im Wasser stehen (Ehrl 1999). Ein erprobtes Substrat für die emerse Kultur ist die Mischung aus 60 % Buchenlauberde, 30 % Gebranntes Tongranulat und 10 % Torf mit ein wenig Tonpulver. In dieser Mischung wachsen die Pflanzen gut, blühen oft und bilden auch Ableger.
Sadilek (1969) hatte keinen Erfolg mit der Aquarienkultur. Die Pflanzen vermehrten sich bei ihm auch in Sumpfkultur nicht gut. Seine Importpflanzen bildeten zwar Seitentriebe, die waren aber erst nach 2 Jahren groß genug um von der Mutterpflanze getrennt zu werden.
MÖhlmann (1994) gibt an C. thwaitesii im Aquarium in Sandboden mit Lehm und Ton, bei bis 20 °GH, bei klarem Wasser mit 25-28 °C und einem pH-Wert um 7 erfolgreich kultiviert zu haben. In der Regel lässt sich die Pflanze aber nicht gut im Aquarium pflegen. Will man sie submers kultivieren sollte man es in weichem, sauerem Wasser und reiner Buchenlauberde als Substrat probieren. Die Pflanzen mögen submers keine starke Beleuchtung. Gedämpftes Licht oder eine Beschattung durch Schwimmpflanzen wirken sich positiv aus.

Die Jungpflanzen wachsen bei C. thwaitesii nicht an langen Stolonen, sondern direkt aus dem Rhizom der Mutterpflanzen. Es bilden sich an den Internodien zunächst Blätter und später Wurzeln. Es wachsen zunächst mehrere Jungpflanzen an einem Rhizom. Während sich meist eine der Jungpflanzen weiter entwickelt, stocken die übrigen im Wachstum und sterben später ab. Peter Babics (2005) erprobte ein Kulturverfahren, das es ihm ermöglichte mehr von den Jungpflanzen groß zu ziehen. Er trennt die Jungpflanzen vorsichtig mit einer Rasierklinge vom Rhizom ab und kultiviert sie in kleinen TontÖpfen. Dazu pflanzt er sie in 6 cm TontÖpfe, die locker mit Buchenlauberde mit einer Messerspitze Laterit oder Tonpulver gefüllt werden. Es ist dabei von Vorteil das Substrat bis über den Topfrand hinaus anzuhäufeln. Durch das Zusammensacken des Materials während der Kultur sinken die Jungpflanzen in den Topf ein. Füllt man den Topf schon zu Beginn nur bis knapp unter Rand, stehen die Pflanzen nach einigen Monaten sehr tief im Topf. Dadurch sind sie einem ungünstigen Kleinklima ausgesetzt und kommen auch mit Pilzen in Kontakt die an der Innenseite des Topfes wachsen. Die Jungpflanzen sind nach anderthalb bis zwei Jahren so weit entwickelt, dass sie blühen.



Cryptocoryne x timahensis Bastmeijer 2001

Cryptocoryne timahensis

Cryptocoryne x timahensis
Kessel von Cryptocoryne timahensis

Aufgeschnittener Kessel.

Herkunft:
Singapur (Bukit Timah Nature Reserve)

Aussehen:
Das Rhizom wächsten kriechend und ist 0,4 bis 0,8 cm im Durchmesser. Es gehen Ausläufer davon aus. Die Blätter sind eiförmig, grün bis braun mit brauner Strichelung. Die Spreiten sind 4,5-8 cm lang und 2-4 cm breit. Die Basis ist abgerundet. Der Blattrand ist leicht gewellt oder glatt. Die Blattstiele sind 2,5 bis 15 cm lang. Besonders lang sind sie bei dauerhaft submers wachsenden Pflanzen. Kataphylle treten nur bei blühenden Pflanzen auf.
Die Spatha ist insgesamt 10 bis 15 cm lang. Die Spathaspreite ist cremefarben bis gelblich. Darüber liegt eine mehr oder weniger dichte rote Färbung. Die Oberfläche ist unregelmäßig mit Warzen bedeckt. Die Spitze läuft in einen Schwanz aus. Sie hat eine deutliche Längsfurche und ist an der Basis herzförmig. Sie ist etwa 4 bis 5 cm lang und neigt sich etwas nach hinten. Der Kragen verengt den Schlund. Darunter ist die Schlundzone rot gefärbt. Die Röhre ist 3 - 6 cm lang und innen weiß. Der Kessel ist 2 - 2,5 cm lang und innen weiß. Der weibliche Blütenteil trägt etwa 6 weiße Narben. Die kleinen Duftkörper sind rundlich und gelb. Die Zahl der männlichen Blüten liegt zwischen 50 und 60. Früchte sind von dieser Art nicht bekannt.

Chromosomenzahl: 2n = 54
Diese Zahl ist ungewöhnlich, weil die Grundzahl bei den übrigen Malaysischen Arten n = 17 ist. Eine triploide Pflanze hätte 2 n = 51 Chromosomen. Die Pflanzen sind vollständig pollensteril.

Ökologie:
Die Pflanzen kommen nur in einem kleinen Teich im Buket Timah Nature Reserve in Singapur vor. Sie wachsen in Schlamm oder Kies.

Kultur:
Emers ist sie in Buchenlauberde leicht zu pflegen. Es dauert bis sie sich eingewÖhnt hat, dann bildet sie aber viele Ausläufer. Auf Aquarientauglichkeit wurde sie bisher nicht getestet.

Anmerkungen:
Es handelt sich um eine Naturhybride zwischen C. nurii and C. cordata oder C. schulzei.



Cryptocoryne uenoi Sasaki 2002

Cryptocoryne uenoi

Cryptocoryne uenoi

Cryptocoryne uenoi

Skizze von Cryptocoryne uenoi nach einem Foto.
Cryptocoryne uenoi

Cryptocoryne uenoi am Naturstandort.

Cryptocoryne uenoi

Naturstandort.

Herkunft:
West-Sarawak: Sabal Keruing, Sri Aman Division

Aussehen:
Emerse Pflanzen haben eiförmige bis schmal einförmige Blätter mit herzförmiger Basis. Die Spreiten sind 7 - 12 cm lang. Ihre Oberseite ist "dunkel-olivbraun bis braungrün marmoriert auf der Oberseite, grün bis bräunlich grün auf der Unterseite." (Sasaki 2002) Submerse Blattspreiten sind 10 bis 15 cm lang und grüner. Bei ihnen ist auch der Blattstiel länger. Die Blätter sind oft bullos und haben gewellte Blattränder. Die Spatha ist außen weißlich bis rötlich und innen rot. Die Schlundzone ist schwarzpurpurn. Darüber hat die Spathaspreite deutliche Querwülste. Um den Schlund herum sind Zähne am Spatharand. Kessel und Röhre sind in der Erde. Sie sind innen und außen weiß. Es gibt 5 bis 6 gelbliche Narben und hell gelbe Duftkörper. Auch die 30 bis 50 männlichen Blüten sind hell gelb, haben aber einen deutlichen purpurnen Saum.

Ökologie:
Es sind nur drei Standorte bekannt. Sie wachsen in sandigen, kiesigen Bachbetten. Bei Hochwasser ist das Wasser schlammig und trübe. In den Trockenzeiten ist der Wasserstand niedriger und das Wasser klar. Vermehrte Sedimentablagerungen und eine verschlechterte Wasserqualität durch Rodung des Waldes und landwirtschaftliche Flächen an den Flussufern bedrohen die Bestände (Ipor et al. 2007 b).
Am Typusstandort blühen die Pflanzen im August, wenn der Wasserstand des Flusses niedrig ist.

Sonstiges:
Die Pflanzen brauchen lange um sich einzugewÖhnen, sind dann aber in Becherkultur gut zu halten. Sie bilden wenige Ausläufer und blühen selten.









Cryptocoryne undulata Wendt 1954

Cryptocoryne undulata

Cryptocoryne undulata in einer Gärtnerei. Die Pflanzen stammen aus der In-viro-Vermehrung.

Cryptocoryne undulata eine Naturaufsammlung

Naturaufsammlung von Cryptocoryne undulata (B 656). Diese Aufsammlung soll triploid sein.

"Jederzeit reichlich angeboten und nicht teuer."
Roe 1967
Cryptocoryne undulata

Pflanze aus dem Handel. Die Cryptocorynen blühen im Aquarium, wenn der Wasserstand nicht höher als 15 cm ist.

Unterwasserform von Cryptocoryne undulata

Unterwasserform von Cryptocoryne undulata.

Herkunft:
Sri Lanka

Aussehen:
über Wasser werden die Pflanzen schnell bis zu 25 cm hoch. Die Blattsiele sind 6 bis 12 cm lang. Die Blattspreiten sind lanzettlich, 4 bis 15 cm lang und 1 bis 3 cm breit. Sie sind grün und haben rötliche Blattstiele und an der Unterseite rötliche Nerven. 5-7 Nebennerven zweigen von der Mittelader ab.
Unter Wasser variiert die Farbe der Blätter von hell grün bis dunkel rot-braun. Oft sind die Mittelader und die Seitenadern rot und rötlich gesäumt, so dass eine federartige Zeichnung entsteht. Die Spreiten werden bis 10 cm lang und sind 1 - 2 cm breit. Die Blattränder sind gewellt bis kraus. Die Stiele werden etwa 10 bis 15 cm lang. Die ganze Pflanze ist weicher und die Blätter dünner. Die Pflanzen neigen dazu mit dem Rhizom aus dem Boden zu wachsen. Laut Paffrath (1974 b) ist das besonders bei Lichtmangel der Fall. Auch Wurzeln werden oberhalb des Bodens gebildet. Das ist besonders auffällig, weil die meisten anderen Cryptocorynen dazu neigen sich immer tiefer in den Boden zu ziehen, so dass auch ein Teil der Blattstiele im Grund ist.

Kümmerform von Cryptocoryne undulata

Kümmerform durch Lichtmangel.



Die Spatha des Blütenstandes kann bis 11 cm lang werden. Die Röhre wird 2 bis 5 cm lang. Der Kessel ist 1 bis 1,5 cm hoch und 5 bis 6 cm im Durchmesser. Es gibt 4-7 weibliche Blüten mit je 7-13 Samenanlagen und 40 - 70 Staubblätter. Die Spathaspreite ist glatt, fleischig verdickt und variiert in der Farbe von grünlich über gelb bis zu orange-braun. Die Fahne ist mehr oder weniger lang und mehr oder weniger stark gedreht. Unterhalb des Kragens ist der Schlund meist etwas gelblich und immer heller als die Spathaspreite. Die Innenseiten der Röhre und des Kessels sind weiß. Die Außenseite ist weiß oder hat rote Linien und/oder Punkte, die den Bereich des Kessels oder auch die gesamte Spatha überziehen können. Im oberen Bereich des Kessels sind Alveoli.


Chromosomenzahl: 2 n = 28, 42

Ökologie:
In der Natur wächst sie entlang schnell fließender Bäche und Flüsse in Waldregionen.

Kulturansprüche:
Dieser Wasserkelch ist eine weit verbreitete Aquarienpflanze. Sie wächst bei 22-28 °C, pH-Wert 5,5-8,0, 2-15 °GH und mittel bis viel Licht. Paffrath (1974 b) gibt an, dass eine Karbonathärte bis 8 °KH gut vertragen wird, bei höheren Werten aber das Wachstum stockt. Durch eine zusätzlich CO2-Düngung sollte man dem entgegen wirken können.
Eine starke Vermehrung durch Adventivpflanzen kann man nur bei kräftigen, älteren Pflanzen erwarten, die 2 bis 3 Jahren ungestört gewachsen sind. (Wendt 1954).
Die Art lässt sich problemlos über und unter Wasser kultivieren. Emers ist eine Mischung aus 90 % Kies und 10 % Ton ideal.

Anmerkungen:
C. willisii Baum ex Engler 1909 ist ein ungültiger Name (nomen illegetimum) für C. undulata. Die Bezeichnung "willisii" wurde bereits 1908 von Reitz für eine andere Art, die wir heute noch unter diesem Namen kennen, verwendet worden war. Paffrath (1974 b) verwendet den Namen C. willisii unter der Annahme, dass es sich bei C. undulata de Wit um ein neueres Synonym handelt. C. axelrodii Rataj 1975 ist ebenfalls ein Synonym von C. undulata.



Cryptocoryne usteriana Engler 1916

Cryptocoryne usteriana

Cryptocoryne usteriana

"Unter den von uns gesehenen getrockneten Herbarbelegen befindet sich keines mit Blütenständen. Die Blätter sind oval mit herzförmiger Basis, zugespitzt, und die gesamte Pflanze ist ungefähr 12 ½ cm hoch."
Roe 1967
Cryptocoryne usteriana

Spatha

Cryptocoryne usteriana

Kessel von Cryptocoryne usteriana

Herkunft:
Philippinen (Guimaras)

Aussehen:
Unter Wasser werden die Pflanzen etwa 100 cm hoch. Die Blattstiele werden bis 40 cm lang. Die Blattspreiten sind lanzettlich, etwa 30 - 60 cm lang und 5-10 cm breit. Die Blattoberseite ist hell bis dunkelgrün, die Unterseite grün bis rot-violett. Die Spreiten sind stark bullos. Emerseblätter sind kürzer und schmaler.
Die Spathaspreite ist gelb oder gelb-rot mit Warzen im Randbereich. Die Fahne ist gedreht. Es gibt keinen Kragen am übergang zum Schlund. Die Innenseite der Röhre ist weiß. Der Blütenstandstiel ist etwa 10 - 30 cm lang. Die Röhre erreicht eine Länge bis 20 cm. Der Kessel ist 2,5 cm hoch. Bei gut gedüngten Exemplaren bilden sich auch im Aquarium Blütenstände. Abhängig vom Wasserstand streckt sich die Röhre auf bis zu 30 cm. Die Spatha Öffnet sich über dem Wasserspiegel.

Chromosomenzahl: 2 n = 34

Ökologie:
Die Pflanzen wachsen in der Natur im Tiefland an Standorten mit langsam fließendem bis stehendem Wasser, die während der Trockenzeiten ganz trocken fallen können.

Kulturansprüche:
Der Riesenwasserkelch benötigt härteres Wasser um sich gut zu entwickeln. Temperatur 22-30 °C, pH-Wert 6,0-8,0, > 8 °GH und mittlere Beleuchtung.
Herrliche Cryptocoryne für große, hohe Aquarien. Sie kann je nach Typus bis 1m lang werden, es gibt zahlreiche Varianten. Die Nominalform hat eine grüne Blattoberseite, die Unterseite ist rötlich braun. Die Blätter sind stark genoppt. Es gibt auch rein grüne Formen, deren Blätter leicht gewellt bis stark genoppt sein können. Diese erreichen eine Höhe von bis zu 1m. Die Blattspreite kann dann 10cm breit und mehr sein. Bis zur Bildung von Ausläufern oder Blüten dauert es etwa ein Jahr. Gut entwickelte Exmeplare können 10 oder mehr Blätter haben.
Die emerse Kultur ist nicht leicht. Die Pflanze verlangt eine hohe Luftfeuchtigkeit.
Beschädigte Blätter von C. aponogetifolia und C. usteriana geben mikroskopisch feine Kristallnadeln aus Calciumoxalat ins Wasser ab, die bei Hautkontakt ein Jucken verursachen.

Sonstiges:
Engler (1920) ließ nach Herbarbelegen Zeichnungen von C. usteriana anfertigen. Darauf sieht man Pflanzen mit herzförmigen Blättern. Der Grund dafür war eine emerse Jungpflanze mit glatten, herzförmigen Blättern, die neben der submersen Form auf dem Herbarbeleg von C. usteriana zu finden ist. Die bullosen Blätter wurden als submerse Form von C. usteriana interpretiert.
Schulze (1978) besuchte Standorte von C. aponogetifolia auf Luzon. Er beschrieb die violetten Blüten, die man bis dahin in Deutschland noch nicht kannte. Er stellte auch fest, dass die emersen Blätter von C. aponogetifolia nicht glatt und herzförmig sind. Er nahm an, dass dieses Merkmal typisch für C. usteriana wäre und damit bestätigt sei, dass es sich um zwei unabhängige Arten handele.



Cryptocoryne versteegii Engler 1910

Herkunft:
Neuguinea

Aussehen:
Die Blätter sind eiförmig mit gestutzter Basis und wirken annähernd dreieckeig im Umriss. Sie sind rein grün und dick fleischig, wie die von C. lingua. Die Spathaspreite ist sehr klein und rot. Sie weist zwei Längsfurchen auf, ist etwas warzig und nur an der kurzen Spitze etwas gedreht. Der Schlund ist gelb und von einem Kragen gesäumt.

Chromosomenzahl: 2 n = 34

Kulturansprüche:
Die Pflanze lässt sich unter Wasser nicht kultivieren.
In der Sumpfkultur wächst sie langsam. Der Standort sollte warm und schattig sein. Die Ausläuferbildung erfolgt langsam. Jungpflanzen sollten nicht abgtrennt werden, bevor sie nicht mindestens 5 Blätter haben (Roe 1967).
Als Substrat eignet sich eine Mischung aus Lehm und Torf. In der Natur kommt die Pflanze zusammen mit C. ciliata in Süßwasser führenden Gewässern vor, deren Wasserstand von den Gezeiten beeinflusst ist. Der keimende Samen hat zahlreiche, krallenförmige Auswüchse, die dazu dienen den Keimling zu verankern (Othmann 2009, De Wit 1990).



Cryptocoryne vietnamensis Hertel & Mühlberg 1994

Cryptocoryne vietnamensis

Cryptocoryne vietnamensis

Cryptocoryne vietnamensis

Blätter in Sumpfkultur
Knospe von Cryptocoryne vietnamensis

Knospe

Spatha von Cryptocoryne vietnamensis

Spatha von Cryptocoryne vietnamensis

Herkunft:
Vietnam (Typusmaterial: Provinz Quam Nam Da Nang im Großen Ba Ná-Fluss, 25 km westlich von Da Nang)

Aussehen:
ältere Pflanzen bilden kräftige Rhizome und lange Ausläufer. Es werden normale und Zugwurzeln gebildet. Die Blätter sind kräftig, stehen aufrecht und werden bis 30 cm hoch. Die lanzettlichen Blattspreiten sind etwa 4 bis 14 cm lang und 1,5 bis 5 cm breit. Sie sind rein grün, teilweise am Rand etwas gekräuselt. Die Blattunterseite ist heller. Der Blattstiel ist bis 15 cm lang. Kataphylle treten nur zur Blütezeit auf. Sie sind 2,5 bis 9 cm lang und rötlich gefärbt.
Die Blütenspatha ist 3,5 bis 4 cm lang. Der Kessel ist innen und außen weiß, etwa 1 cm hoch und 5 mm im Durchmesser. Es gibt weger eine Einschnürung noch Alveoli. Die Röhre ist außen weiß und innen rot. Die schmale spitz zulaufende Spathaspreite ist bis etwa 2 cm lang, aufrecht oder schräg seitlich über den Schlund geklappt. Sie ist innen, rau purpur bis schwarz, an der Außenseite purpur-grün. Die samtig glänzende schwarz-purpurne Schlundzone reicht weit hinauf. Einen Kragen gibt es nicht. Der weibliche Teil des Spadix wird von 5 bis 6 Narben gebildet. Sie sind weiß mit wenigen roten Punkten. Die Duftkörper sind gelblich mit roten Punkten.

Chromosomenzahl: 2n = 34

Kulturansprüche:
Die Pflanzen sind über Wasser in Buchenlauberde nicht schwierig zu kultivieren, vermehren sich aber langsam. Eine Mutterpflanze bringt etwa 5 bis 6 Ableger im Jahr. In der Natur wachsen sie auch unter Wasser. Im Aquarium bleiben sie klein und wachsen langsam. In Kultur blühen die Pflanzen im Frühjahr (März).









Cryptocoryne villosa N. Jacobsen 1980

Spathaspreite von Cryptocoryne villosa

Spathaspreite von Cryptocoryne villosar

Herkunft:
Sumatra

Aussehen:

Unter Wasser können die Pflanzen bis zu 45 cm hoch werden. Die Blätter sind lang gestielt und haben eiförmig, 5 - 10 cm lang und 2 - 6 cm breit. Die Basis ist herzförmig. Die Blattoberseite ist dunkel grün. Die Unterseite ist purpur angehaucht.
In der emersen Kultur sind die Pflanzen kleiner. Die Blattstiele sind kürzer und die Spreiten glänzend grün glatt oder etwas bullos. Die Spatha wird bis 25 cm lang. Kessel und Röhre sind weiß bis purpurrot. Die Spathaspreite ist kurz geschwänzt, rot und mit filzigen, roten Haaren besetzt. Nach einiger Zeit klappt sie nach vorne. Der Schlund ist gelb mit roten Punkten.

Chromosomenzahl: 2 n = 30

Cryptocoryne villosa

Blätter in Sumpfkultur

Ökologie:
In der Natur wachsen die Pflanzen in langsam fließenden Flüssen und Bächen auf sandigem Grund. MÖhlmann (1987 b) gibt die Beschreibung des Typusstandorts wieder: "Zentral-Sumatra bei Abai Siat im Muaro Bungo, einem kleinen Fluß mit klarem, bernsteinfarbenem Wasser, das eine Tiefe von 40 bis 80 cm und eine Fließgeschwindigkeit von 0,5 m/sec. hatte. Die Pflanzen wuchsen nicht im Vollschatten, sondern das Astwerk der Bäume ließ immer noch etwas Sonnenlicht durch. Der Bodengrund bestand aus ziemlich dicht abgelagertem gelblich-rötlichem Kies, dem eine Schicht Humus (Blätter und Mulm) auflag."
Die Wassertemperatur am Fundort beträgt 22-26 °C (Jacobsen 1981 b).

Kultur:
MÖhlmann (1990) versuchte erfolglos die Pflanzen bei einem pH-Wert von 6,6 - 6,9 und 20 °GH in einem Substrat aus grobem Sand, Lehm und Lavalit im Aquarium zu kultivieren. Auch in der emersen Kultur konnten die Pflanzen aus den ersten Aufsammlungen (1978/79 und 1985) nicht lange gehalten werden.

Anmerkungen:
Die Pflanzen wurden 1979 zum ersten Mal gesammelt und blühten in Kultur bei N. Jacobsen, der sie darauf hin als neue Art beschreiben konnte. Erst 2004 wurde die Pflanze wieder gesammelt. Die Pflanzen bevorzugen einen hohen Wasserstand. Damit sich die Pflanze etablieren kann, sollte sie gesund und kräftig sein.
Sie benötigt ein saures Substrat und wächst gut in Buchenlauberde. Geeignet ist als Substrat auch eine Mischung aus Sand, Torf, Buchenlauberde und etwas Ton.



Cryptocoryne walkeri Schott 1857

Cryptocoryne walkeri

Cryptocoryne walkeri mit Spatha

Cryptocoryne walkeri legroi emers und submers

Submerse und emerse (rechts) Pflanzen der Form "Legroi".
Cryptocoryne walkeri legroi

Cryptocoryne walkeri "Legroi"

Cryptocoryne walkeri lutea

Cryptocoryne walkeri "Lutea"

Cryptocoryne walkeri braun

Cryptocoryne walkeri "Braun"

Herkunft:
Sri Lanka

Aussehen:
Es sind drei Formen dieser Art im Handel.

Cryptocoryne lutea Alston 1931:
Das Rhizom ist lang und schlank. Die Blätter sind emers rein grün oder an der Unterseite bei starkem Licht rötlich. Die Spreiten sind länglich oval und vor allem nahe der Basis an den Rändern gewellt. Emers bilden sie reichlich Ausläufer. Unter Wasser vermehren sie sich kaum.
Der Blütenstand ist meist nur 10 cm lang. Der Kessel ist 1 - 1,5 cm hoch. Die Röhre ist 5-7 cm lang und die Spathaspreite misst etwa 2 bis 3 cm. Sie mattgelb, glatt bis gerunzelt, spitz zulaufend und oben gedreht. Sehr heller Schlund, fast weiß, undeutlicher Kragen. Der Kessel ist vollständig alveolär. Die Samen sind gelblich braun, 2 mm lang, bis 0,7 mm dick und einseitig abgeflacht (Paffrath 1973, de Wit 1990). Paffrath (1973) beobachtete bei C. lutea aus verschiedenen Herkünften fünf unterschiedliche submerse Wuchsformen. Sie blieben für die Pflanzen typisch egal unter welchen Bedingungen er sie kultivierte. Die Stammform wird etwa 20 cm hoch und hat rotbraune Blattstiele mit bis 12 cm langen Spreiten. Die Oberseite ist dunkelgrün bis bräunlich. Junge Blätter sind auf der Unterseite rötlich. Der Blattrand ist an der Spitze glatt und zur Basis hin gewellt.
Form 2 hat gelblich braune Blattspreiten, die bis in die Spitze hinein gekräuselt sind.
Form 3 ist deutlich kleiner. Die Blattoberseite ist kräftig braun, die Unterseite weinrot. Die Blattränder sind nur an der Basis kraus.
Form 4 hat bräunlich grüne Blattspreiten, die nur 1,5 cm breit und 10 cm lang werden. Diese Pflanzen bilden dichte kompakte Blattrosetten aus deutlich mehr Blättern als die übrigen Formen. Vermutlich handelt es sich hierbei um eine einmal als C. lutea forma minor vorgestellte Pflanze.
Die fünfte Form ("C. dyambii") hat gelblich grüne, kurze eiförmige Spreiten mit keilförmiger Basis. Die Spreite ist 4 cm lang und 3 cm breit. Der Blattstiel ist etwa so lang wie die Spreite. Die Blätter wachsen flach und horizontal ausgerichtet. Die Unterschiede zwischen den Formen blieben bei gleichzeitiger Kultur im Aquarium nebeneinander unter wechselnden Bedingungen bestehen. Nach der Umstellung auf die emerse Kultur gab es an den Pflanzen "keinen Unterschied in den für eine Artbestimmung erforderlichen Merkmalen" (Paffrath 1973).

Cryptocoryne legroi:
Das Rhizom ist kurz und dicht verzweigt. Die Blattstiele sind 6 bis 20 cm lang. Die länglich eiförmige Blattspreite ist 8 bis 15 cm lang und 3,5 bis 6 cm breit. Die Blätter sind grünbraun oder bronzefarben. Auf der Oberfläche sind feine purpurfarbene Papillen, besonders entlang der Blattadern.
Der Blütenstand hat einen deutlicher Kragen und eine innen und außen hellgrüne bis gelblich grüne Spathaspreite. Die Innenseite ist fleischig-warzig. Die Ränder der Spathaspreite drehen sich nach hinten und der Kragen tritt hervor. Der Kessel ist 10- 12 mm lang, 6 bis 7 mm breit und alveolär. Es gibt 6 weibliche und etwa 60 Staubblätter. Die Frucht ist etwa 1 cm im Durchmesser. Die Samen sind ca. 2 mm lang.
Es handelt sich um eine triploide Form mit 2 = 42 Chromosomen.
In weichem Wasser wachsen die Pflanzen besser, vertragen aber auch mittelhartes Wasser gut. Eine Temperatur um 25 °C ist optimal. Sie vermehrt sich auch submers gut durch Ausläufer. Zu häufiges Umpflanzen verträgt sie schlecht. Sie wachsen emers gut und blühen im Vergleich zu anderen Arten oft.

Cryptocoryne walkeri:
Spatha zunächst grünlich, später braungelb, gerunzelt, flach oder an der Spitze gedreht, spitz aber nicht geschwänzt. Kein Kragen. Der Schlundring ist heller als die Spreite. Je nach Beleuchtung und Düngung werden die Pflanzen 10 bis 20 cm hoch. Gut angewachsene Pflanzen bilden viele Ausläufer, die dicht bei der Mutterpflanze stehen. Sie müssen vereinzelt werden, damit sie sich keine Konkurrenz machen. Das Umpflanzen vertragen die Pflanzen gut und wachsen schnell weiter. Weiches Wassr ist günstiger. Bei höheren Karbonathärten ist Kohlendioxiddüngung zu empfehlen (Paffrath 1972).

Chromosomenzahl: 2 n = 28, 42

Ökologie:
Wasserwerte am Naturstandort von C. walkeri (nach Horst 1986)

Standort Nellunkulia Pellegame
Wassert. °C 29 28
Leitf.[µS/cm] 760 498
pH-Wert 7,8 8
°dGH 13,5 13,5
°KH 8,7 17,4
Ca [mg/l] 49,9 69,5
Mg [mg/l] 27,4 24,5
Fe [mg/l] 0,22 0,057



Kulturansprüche:
Wassertemperatur 22-28 °C, pH-Wert 5,5-8,0, 2-18 °GH, mittlere bis starke Beleuchtung. Alle Formen eignen sich gut für die Kultur unter Wasser. Sie wachsen aber etwas langsamer als die Formen von C. wendtii und bleiben kleiner. Sie sind schöne Pflanzen für den Vordergrund.

Anmerkungen:
C. walkeri aus dem Singha Rajah Forest (Aufsammlung von Ingo Hertel) hat eine gelb-grüne, runzelige Spathaspreite eine hell gelbe Schlundzone und einen rosafarbenen Schlund. Der Kessel ist nur im oberen Bereich alveolär.



Wasers Cryptocoryne - Cryptocoryne waseri Kettner 2012

Cryptocoryne waseri

Cryptocoryne waseri

Cryptocoryne waseri

Rhizom mit Jungpflanzen

Herkunft:
Südwesten Sri Lankas, Bach im Wald bei Yahawalatta (Fundort zerstört)

Synonyme:
"Cryptocoryne alba rot"
"Rote Alba mit Kragen"

Aussehen:
Das Rhizom ist bis 4 cm lang und 4 mm breit. Es wächst waagerecht. Jungpflanzen werden direkt am Rhizom, seltener an bis zu 4 cm langen Ausläufern gebildet. Gut entwickelte Pflanzen sind 10 bis 15 cm hoch. Sie haben gut entwicklete Kontraktilwurzeln. Die Blattstiele sind 7 bis 10 cm lang und haben an der Basis eine 2 cm lange Blattscheide. Die Blattspreite ist eiförmig, relativ dünn, oberseits grasgrün, unterseits etwas heller. Die Basis ist rund bis herzförmig, oft etwas unsymmetrisch. Die Spitze ist spitz. Kataphylle sind nur bei blühenden Pflanzen vorhanden. Sie sind bis 2 cm lang. Der Blütenstandstiel ist kurz. Die Spatha ist 5 bis 9 cm lang. Außen ist sie bräunlich bis cremefarben. Der Kessel ist ellipsoid und hat an der Innenseite im unteren Teil mehr oder weniger deutliche, längs verlaufende Rippen. Unterhalb der männlichen Blüten ist er etwas eingeschnürt. Der Kessel ist 1,2 bis 1,5 cm hoch und 0,4 bis 0,5 cm im Durchmesser. Er ist unten rot gefärbt. Auf Höhe der Einschnürung ist oft ein weißer Ring. Zur Röhre hin ist der obere Bereich violett-rot gefleckt. Die Verschlussklappe ist weiß bis cremefarben. Alveolen fehlen. Röhre sehr kurz (5 mm) oder fehlend. Der Schlund ist eng und durch einen deutlichen Kragen gesäumt. Kragen und Schlund sind schwarz-purpurn. Die Spathaspreite ist 5 bis 7 cm lang. Sie steht mehr oder weniger aufrecht. Die Öffnung ist ein mehr oder weniger gedrehter, schmaler Spalt. Die Spathaspreite ist innen warzig und rot. Sie läuft in einen sehr langen, dünnen Schwanz aus. Es treten zu gleichen Anteilen rechts und links gedrehte Spathen auf. Der Spadix hat 4 bis 6 weibliche Blüten. Sie sind grünlich gefärbt. Der Griffel ist nach außen gebogen und etwas dunkler gefärbt. Die Narben sind klein, elliptisch bis rundlich und papillÖs. Sie sind hell gefärbt mit einem Hauch Rot. Die Mitte ist eingesunken. Die Duftkörper sind kugelig und gelblich bis weiß. Die Achse des Spadix ist etwa 0,8 cm lang. Am oberen Ende sind etwa 25 männliche Blüten. Pollen zu fast 100 % fruchtbar.

Chromosomenzahl: = 2 n 36

Kulturansprüche:
Die Pflanzen mögen saure Substrate und lassen sich problemlos in reiner Buchenlauberde über Jahre hinweg kultivieren. Es bilden sich Seitentriebe am Rhizom und Ausläufer. Die Vermehrung ist unproblematisch.
Die Temperatur sollte um 25 °C liegen, wenn die Pflanzen zur Blüte kommen sollen. Für das Wachstum sind mindestens sind 22 °C erfoderlich. Der Lichtbedarf ist nicht hoch. Tageslicht nahe einem Fenster ist ausreichend. Als Kunstlicht eignen sich LeuchtstoffrÖhren.

Anmerkungen:
Die Art ist nach Alfred Waser benannt, der den Fundort entdeckte und die Art als Erster und möglicherweise Einziger in der Natur sammelte. Am Naturstandort wuchs die Art in der Nähe eines Baches in dem auch C. alba vorkam und an dess Ufern Lagenandra praetermissa wuchs. Der Fundort wurde durch Rodung des umliegenden Waldes zerstört. Die emerse Kultur in reiner Buchenlauberde oder Buchenlaub mit etwas Ton in weichem Wasser ist unproblematisch. Für die Aquarienkultur ist die Art nicht geeignet. Erstbeschreibung in Bastmeijer et al. 2012



Cryptocoryne wendtii De Wit 1958

Cryptocoryne wendtii grün mit Spatha

Cryptocoryne wendtii, grünlaubige Form mit typischer Spatha

Cryptocoryne wendtii lilabraun mit Spatha

Diese Form war einige Zeit unter dem phantasielosen Namen "Lilabraun" im Handel.

Cryptocoryne wendtii lilabraun emers submers im Vergleich

Unter Wasser wird "Lilabraun" sehr groß.
Cryptocoryne wendtii Tropica

´Tropica´ hat über Wasser stark bullose Blattspreiten.

verschiedenen Typen von Cryptocoryne wendtii

Es gibt sehr viele verschiedenen Formen von Cryptocoryne wendtii

Blätter von verschiedenen Typen von Cryptocoryne wendtii

Das auffällig helle Blatt in der Mitte ist von ´Green Gecko´, links daneben liegt ´Narrow´, die unter Wasser sehr schmale Blätter hat. Unten ganz links ´MiOya´ und ganz rechts ´Indonesii´. Die übrigen Formen waren als "grün" oder "braun" im Handel.

"Alle Formen dieser Pflanze sind emers oder submers gleich einfach zu ziehen und können leicht ohne jede größere Störung von einer zur anderen Kulturweise überführt werden. Im Wesentlichen ist das Wachstum schneller bei emerser Kultur an einer warmen, schattigen Stelle. Unter solchen Bedingungen blüht sie willig."
Roe 1967

Herkunft:
West-Sri Lanka, in Malaysia (Johore), Singapur und Florida verwildert

Aussehen:
über Wasser sind die Pflanzen zwischen 3 und 15 cm hoch. Abhängig von der Varietät sind die Blätter grün bis braun und mehr oder weniger stark gewellt oder bullos. Teilweise sind federartige Zeichnungen sichtbar. Die Farbe der Blattstiele und Hauptnerven können heller oder dunkler als die Spreite sein.
Der Blütenstand ist insgesamt 4 bis 10 cm lang und außen bräunlich. Der Kessel ist 0,6 bis 1,2 cm hoch und alveolär. Im Inneren sind 4 bis 7 Narben und 50 - 80 männliche Blüten. Die Duftkörper sind rund, weißlich bis gelblich. Die Röhre ist außen bräunlich oder rötlich braun mit senkrechten dunkler braunen oder roten Linien. Sie ist 3 bis 10 cm lang. Im Schlund ist ein schwarz-violetter Saum. Der kleine Kragen hat die gleiche Farbe. Die Spathaspreite ist bräunlich und oft mehrfach gedreht. Sie ist 0,5 bis 1 cm breit und 1,5 bis 3 cm lang.
Die Frucht wächst innerhalb von drei Wochen nach der Bestäubung auf etwa 5 mm heran. Bis zur Samenreife dauert es etwa 5 Monate. Die Frucht ist dann etwa 1 cm im Durchmesser. Die Samen sind 3 mm lang und 1 mm breit. Sie schwimmen einige Stunden und sinken dann auf den Grund. Nach wenigen Stunden bis drei Tagen keimen sie.
Je nach Varietät werden die Pflanzen unter Wasser zwischen 10 und 45 cm hoch. Die Blattfarbe variiert zwischen hellem Grün und dunklem Braun mit grüner bis violetter Blattunterseite. Es gibt mehr als 10 Formen Im Handel. Die meisten Formen, werden als "grün" oder "braun" angeboten. Es gibt auch Formen mit Sortenbezeichnungen.
´Tropica´ hat über Wasser breite, stark bullose, braune Blätter. Unter Wasser sind sie schmaler und gewellt mit rötlicher Unterseite.
´Mi Oya´ ist über Wasser nur leicht bullos und olivgrün. Submers sind die Blätter schmal, gewellt dunkel grün, mit violetter Blattunterseite. Die Pflanze wurde 1972 gefunden und nach dem Fluss benannt aus dem sie stammt. Diese Form wird 15 bis 30 cm hoch.
´Green Gecko´ ist unter Wasser hell grün mit einer roten Marmorierung. Sie gehört mit etwa 15 cm WuchshÖhe zu den kleineren Sorten.
´Lilabraun´ die Blätter sind emers breit, leicht bullÖs, olivgrün. Submerse Blattstiele 8 bis 14 cm. Spreite 5 bis 13,5 cm lang und 1,5 bis 3 cm breit, dunkel grün, gewellt, Blattunterseite intensiv rot.
´Narrow´ über Wasser schmale, grüne Blätter. Unter Wasser sehr schmal, lang und grün
´Indonesii´ hat emers breite, braune Blätter mit federartiger Zeichnung.
´Flamingo´ ist eine rosafarben Chlorophyll_mangelmutante aus der In-vitro-Kultur. Sie hat eine grünlicher Mittelrippe weißliche Aufhellungen in den Interkostalen

Chromosomenzahl: 2n = 28, 42

Ökologie:
In der Natur wachsen die Pflanzen in mehr oder weniger schnell fließenden Flüssen und Gräben im Flachland. Wasserwerte am Naturstandort von C. wendtii (nach Kasselmann 2010 (1) und Bastmeijer, Christensen und Jacobsen 1984 (2))

Standort Fluss Janoya (1) Kala Oya (2)
Wassert. °C 27 27,5
Leitf. [µS/cm] 382 45
pH-Wert 7,5 6,4
°dGH 8,3 0,5
°KH 8 -
Ca [mg/l] 31,43 * -
Mg [mg/l] 16,99 ** -
Fe [mg/l] kleiner 0,01 0,112



* Umrechnung von Kalziumhärte °dH in mg/l mit dem Faktor 7,144, gerundet
** Umrechnung von Magnesiumhärte °dH in mg/l mit dem Faktor 4,356, gerundet

Kulturansprüche:
22-30 °C; 5,5-9; 2 bis > 40 °GH. wenig bis starke Beleuchtung.

Die Art ist eine gute Aquarienpflanze. Da sie viele Ausläufer bildet werden die Bestände nach einiger Zeit sehr dicht und sollten dann ausgelichtet werden. Die Färbung von roten Blattunterseiten ist unter starkem Licht intensiver. Eine zu stark einseitige Eisendüngung schadet und zuviel Kohlendioxid fÖrdert die Cryptocorynenfäule (Christensen 1988).
Selten bilden die Pflanzen submerse Blütenstände. Mit Hilfe stark verlängerter Blütenstandstiele (bis 8 cm) versuchen die Pflanzen dann die Wasseroberfläche zu erreichen. Die Spathen bleiben mehrere Wochen erhalten bevor sie vergehen (R. Herr 1999 a).

Sonstiges:
Als C. wendtii forma minima war in den 1970ern eine kleine Form bekannt die nur 5 bis 8 cm hoch wird. Sie hatte rötlichbraune bis olivgrüne Blätter (Paffrath 1967, 1973).
Es gibt Aufsammlung von Cryptocorynen mit roten, gelben oder gelb-grünen Spathaspreiten oder auch mit rotem Schlund, die zu C. wendtii gestellt werden. Ihre Blütenstände weisen große ähnlichkeit mit C. beckettii auf. Es wird diskutiert ob nicht C. wendtii, C. beckettii und C. undulata als eine Art betrachtet werden müssen. Aufschlussgebende Genanalysen fehlen bisher.



Cryptocoryne x willisii Reitz 1908

Cryptocoryne x willisii Form Nevillii

Cryptocoryne x willisii Form "Nevillii"

Cryptocoryne x willisii Form Lucens

Cryptocoryne x willisii Form "Lucens"
submerse Cryptocoryne willisii lucens

Unterwasserform von "Lucens".

submerse Cryptocoryne willisii

Unterwasserform von Cryptocoryne x willisii.

"Alles was an Tücken bei der Namensgebung vorkommen kann, ist hier geschehen."
Horst 1986

Herkunft:
Sri Lanka, in Malaysia (Johore) und Singapur verwildert
Es handelt sich um einen Komplex aus Naturhybriden, von C. walkeri oder C. beckettii mit C. parva. "Cryptocoryne lucens" ist ein Synonym dieser Art. Manchmal wird eine große Form als "Cryptocoryne nevillii" angeboten. Sie ist recht wüchsig und bildet im Aquarium gut Ausläufer. Die Form war bereits in den 1930ern in Deutschland in Kultur. Die echte Cryptocoryne nevillii ist aber nicht im Handel und auch nicht für die Aquarienkultur geeignet.

Aussehen:
Es handelt sich um einen Komplex aus Naturhybriden, von C. walkeri oder C. beckettii mit C. parva. Zu den bekannten Formen gehören "C. lucens" und "C. nevillii".
Als C. x willisii wird meist eine kleine, emers bis 10 cm hohe Form angeboten. Die Blätter sind mittelgrün, und haben eine eiförmige bis lanzettliche, glatte Spreite. "C. lucens" wird etwa 12 bis 15 cm hoch. Ihre Blattstiele sind etwa dreimal so lang wie die Spreiten.
"C. nevillii" bildet sehr lange Blattstiele, die bis zu sechs Mal so lang wie die Spreiten sind. Sie wird bis 25 cm hoch. Teilweise wird die Form auch als C. willisii angeboten.
Auf der Oberseite sind die Blattnerven immer nur undeutlich zu sehen. Die Blütenstände sind variabel haben aber immer einen Kragen und eine farblich deutlich abgesetzte Zone im Schlund. Unter Wasser werden die Pflanzen etwa 7 - 10 cm hoch. Die Blätter werden schmaler und weicher.

Chromosomenzahl: 2 n = 28



Kulturansprüche:
Die Pflanzen sind anspruchslos und wachsen bie 22-30 °C, p-Wert 5,5-8,0, Gesamthärte 1-18 °GH und mittlere bis starke Beleuchtung im Aquarium.
Wenn man sie mehrere Monate ungestört wachsen lässt, entwickelt sich durch Ausläuferbildung nach und nach ein rasenartiger Bestand. Aus dichten Beständen entnimmt etwa jede zweite Pflanze und setzt sie wo anders in einem Abstand von etwa 3 cm wieder ein. Die übrigen Pflanzen lässt man ungestört. Auf diese Weise bilden die nicht versetzten Mutterpflanzen bald wieder Ableger und werden nicht durch die Konkurrenz zu schwach (Paffrath 1973 c, zu C. nevillii).
Bei zu starkem Licht legen die Pflanzen die Blätter flach an den Boden. Ist das Licht zu schwach, stehen die Blätter senkrecht. Ideale Lichtverhältnisse sollen herrschen, wenn die Blätter etwa einen Winkel von 30 bis 45 ° zum Boden haben. Dann ist auch die Vermehrungsrate am Besten. Die Blätter werden dann nur 7 cm lang und 1 bis 1,5 cm breit (Sanderse 1973). (angeblich zu C. nevillii, aber Bilder zeigen die schmale Form "C. lucens")
Bleiben die Pflanzen ungestört wachsen sie gut bei 0,3 Watt/l. Mehr Licht und Wärme fördern das Wachstum. In Gruppen wachsen die Pflanzen offenbar besser (Paffrath 1979).

Anmerkungen:
Als C. willisii Baum ex Engler wurde 1909 eine andere Pflanzen beschrieben. Da der Name bereits ein Jahr zuvor von Reitz verwendet worden war, ist diese Benennung ungültig. Wendt beschrieb jene Pflanzen darum 1955 als C. undulata neu. Die echte C. x willisii Reitz war bis 1976 unter Aquarianern als C. nevillii bekannt.
Die echte Cryptocoryne nevillii HOOKER fil.1898 ist eine weitere Art von Sri Lanka, die sich aber nicht für die Aquarienkultur eignet.
Zwischendurch gab es dann wohl auch noch Verwechslungen zwischen C. versteegii und C. x willisii.

Ökologie:
Wasserwerte am Naturstandort von C. willisii bei Kandy (nach Horst 1986):
Wassertemperatur °C 26
Leitfähigkeit [µS/cm] 36,5
pH-Wert 6,8
°dGH 0,7
°KH 0,7
Ca [mg/l] 3,4
Mg [mg/l] 1,3
Fe [mg/l] 0,1
50.000 Lux



Cryptocoryne yujii Bastmeijer 2002

Cryptocoryne yujii

Blühende Cryptocoryne yujii
Kessel von Cryptocoryne yujii

aufgeschnittener Kessel

Herkunft:
Borneo: Sarawak, Sungai Nibong, Durin und im Unterlauf des Sungai Rajang, Sibu Division

Aussehen:

Das Rhizom hat einen Durchmesser von etwa 5 mm. Davon zweigen bis 30 cm lange Ausläufer ab. Die Stolonen sind etwa 2 mm dick. Die Blattstiele sind zwischen 9 und 28 cm lang und hell grün. Die Blätter sind eiförmig, grasgrün und glänzend. Die Unterseite ist heller als die Oberserseite. Die Spreiten sind glatt bis leicht bullos, etwa 6-12 cm lang und 3-7 cm breit. Die Basis ist herzförmig und die Spitze spitz. Die Oberfläche ist auf beiden Seiten rau, unterseits stärker.
Zusammen mit den Blütenständen werden Kataphylle gebildet, die etwa 6 cm lang und hell grün sind. Der Blütenstandstiel ist mit 3 bis 10 cm auffallend lang. Die Spatha ist insgesamt 15 - 20 cm lang. Davon entfallen etwa 2 - 3 cm auf den Kessel, 3-5 cm auf die Röhre und 8-12 cm auf die Spreite. Die gesamte Spatha ist innen und außen weiß bis auf den Schlund der rot-violett gefärbt ist. Die Spathaspreite ist schmal, warzig und läuft in einen langen gedrehten Schwanz aus. Die 5 bis 7 Narben und auch die 30-40 männlichen Blüten haben einen purpurfarbenen Saum. Die Duftkörper sind weiß.

Chromosomen: 2 n = 34

Ökologie:
Die Pflanzen wachsen an den Ufern von Flüssen und Bächen im Sekundärwald. Der Boden besteht aus sandigem Lehm. Die natürlichen Bestände haben ein dichtes Netz aus Rhizomen und Stolen. Das Wasser fließt mäßig schnell. Nach kurzen, heftigen Regenfällen führen die Gewässer Hochwasser. Die Blüten werden vereinzelt gebildet sobald die Pflanzen emers oder nur noch in flachem Wasser stehen. Ohne Blütenstände sind die Pflanzen nicht von C. longicauda zu unterschieden.
Es sind nur drei Standorte in der Natur bekannt (Ipor et al. 2007 b).

Kultur:
In der Becherkultur ist die Pflanzen leicht zu pflegen, benötigt aber ein großes Gefäß. Es dauert einige Zeit bis sie blüht. In hartem Wasser kann man sie nicht submers halten.



Cryptocoryne zaidiana Ipor & Tawan 2005

Herkunft:
Nord-Sarawak: Sungai Mering, Tinjar, Miri Division

Aussehen:
Das lange. Kräftige Rhizom hat 1-3 cm lange Internodien und einen Durchmesser von 4-7 cm. Die Blattstiele sind 19-23 cm lang. Die Blattspreiten sind 9 bis 13 cm lang und 4 bis 6 cm breit, eiförmig bis lanzettlich und haben eine gestutzte Basis. Die Oberseite ist glänzend grün. Die Blattunterseite ist heller und matt. Zusammen mit den Blütenständen werden bis 5 cm lange und 1,5 cm breite Kataphylle gebildet.
Die Blütenspatha wird insgesamt 9-14 cm lang. Sie steht auf einem 1,5 bis 2,5 cm langen Stiel. Der Kessel ist 2 bis 3 cm hoch. Im oberen Drittel ist er leicht eingeschnürt, was von außen sichtbar ist. Innen er ist ganz weiß oder im unteren Bereich rötlich. Es gibt 5 oder 6 rundlichen weißen Narben. Sie sitzen direkt am Fruchtknoten. An ihrer Rückseite werden sie von schmalen Verlängerungen der Griffel überragt, deren Spitze auffallend intensiv violett gefärbt sind. Die Duftkörper sind purpurn. Die Zahl der männlichen Blüten liegt bei rund 50. Die Röhre ist 4,5 bis 7 cm lang. über dem Kessel hat sie einen Durchmesser von 5 mm. Nahe dem Schlund ist sie 7 - 8 mm weit. Die Spathaspreite ist 3,-4 cm lang und 1,5 bis 2 cm breit. Die weiße bis cremefarbene Oberfläche ist mit groben Warzen bedeckt. Am Rand sind oft zipfelige Protuberanzen. Warzen und Protuberanzen sind violett-rot gefärbt. Die Spathaspreite kann in eine kurze rundlich stumpfe Spitze auslaufen. Meist ist sie aber lang und spitz und biegt sich weit nach hinten runter. Der Schlund ist purpur-rot oder mit roten Flecken gezeichnet. Es gibt einen kleinen Kragen. Der Fruchtstand ist breit eiförmig, 1,5 - 1,7 cm lang und 1,2 - 1,7 cm breit. Die reife Frucht steht auf einem 3-6 cm langen Stiel. Die Samen sind länglich und etwas gebogen. Sie sind 6 bis 7 mm lang und 2 mm im Durchmesser. Sie sind bräunlich. Der Embryo hat drei lange, grüne Blattprimordien.

Cromosomenzahl: 2n = 36

Ökologie:
Seltene Art mit kleinem Verbreitungsgebiet. Sie ist nur vom Typusstandort bekannt. Dort wächst sie beschattet in sandigem Lehmboden auf dem eine Schicht aus alten Blättern und Zweigen liegt. Der Fluss führt nach Regenperioden viel Wasser. In Trockenperioden führt er keine Wasser, aber es bleiben zahlreiche Tümpel zurück. Die Pflanzen überdauern problemlos emers. Der Standort ist bedroht, da in der Region Ölpalm-Plantagen angelegt werden sollen. Die Pflanzen sind seit Dezember 2004 bei Mitgliedern der European Cryptocorynen Society in Kultur. Die emerse Kultur ist nicht schwierig, aber die Vermehrung erfolgt langsam. Rhizomstücke treiben aus den Knoten neue Pflanzen.



Cryptocoryne x zukalii Rataj 1974

Cryptocoryne zukalii

Cryptocoryne zukalii mit Blütenstand.

Herkunft:
vermutlich südliches Malaysia Die Blätter sind eiförmig, grün bis bräunlich, unterseits hell grün bis rötlich, oft leicht bullos. Die Spreiten sind 10 cm lang. Die Blattbasis ist gestutzt bis herzförmig. Die Blattränder sind gewellt bis kraus.
Die Spatha ist 10 bis 18 cm lang. Der Kessel ist 1,5 - 2 cm hoch und innen weiß. Er hat keine Einschnürung oder Alveoli. Es gibt 5 bis 6 Narben. Und 35 bis 50 männliche Blüten. Die Röhre erreicht eine Länge von 6-12 cm. Sie ist außen weiß mit rötlichem Hauch. Sie erweitert sich nach oben, wird aber am Schlund wieder enger. Die Spathaspreite ist 4 bis 6 cm lang. Sie ist schmal und läuft in eine schlanke Spitze aus. Sie steht im rechten Winkel zur Röhre nach hinten, bevor sie nach ein Paar Tagen nach unten sinkt. Die Oberfläche ist nicht ganz glatt, orange oder gelblich braun. Vom Schlund zur Spitze laufen drei mehr oder weniger deutliche, flache Längsfurchen. Am übergang zwischen Schlund und Spathaspreite gibt es eine scharfe Kante, aber keinen echten Kragen. Manchmal ist ein farbig abgesetzter Schlundring vorhanden, es kann aber auch die Farbe der Spreite im Schlund fortgesetzt sein. Früchte und Samen sind von dieser Art nicht bekannt. Die Pflanzen sind vollständig pollensteril.

Chromosomenzahl: 2 n = 34

Kulturansprüche:
Diese Art wächst gut bei 22-26 °C, schwaches bis mittleres Licht, submers in Sand mit etwas Torf und Lehm, emers in einer Mischung aus Sand, Buchenlauberde und Torf. Die Pflanzen nach denen die Erstbeschreibung angefertigt wurde, stammen von einem Pflanzenexporteur, der angab sie stammen aus Westmalaysia. Bis heute wurden die Pflanzen nicht erneut gefunden, sind aber nach wie vor in Kultur. Die Pflanzen benötigen für eine gute Entwicklung eine ungestörtes Wachstum und viel Zeit (DÖtsch 1986).

Anmerkungen:
De Wit (1990) betrachtete C. zukalii als Synonym von C. griffithii, hielt es aber für möglich, dass es sich auch um eine Farbform von C. diderici oder C. purpurea handeln könnte. Jacobsen (1982) führt C. zukalii dagegen als eigenständige Art auf. Er vermutet eine nahe Verwandtschaft zu C. purpurea. Mittlerweile gelten die Pflanzen als Hybriden, bei denen C. cordata einen Elternteil stellt (Othmann et al. 2009).



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Internetquellen:

The Crypts Pages

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