Hippuris - Tannenwedel

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Hippuris ist die einzige Gattung Familie der Hippuridaceae (Tannenwedelgewächse) und umfasst nur eine einzige Art.
Die Überwasserform erinnert etwas an Schachtelhalm (Equisetum) und die Unterwasserform wirkt ein Bisschen wie Tausendblatt (Myriophyllum), unterscheidet sich von diesem aber durch die ungefiederten Blätter. Verwandschaftlich hat der Tannenwedel weder mit dem Einen, noch mit dem Anderen etwas zu tun.
 
 
 

Tannenwedel

Hippuris vulgaris LINNÉ


Synonyme:

-


Herkunft:

Nordhalbkugel

Aussehen: 

Die Triebe wachsen aus einem kriechenden Rhizom. Sie sind hohl und innen in Kammern unterteilt. Sie sind unverzweigt. Wenn die Pflanzen im Flachwasser wachsen können sie bis zu 50 cm über die Wasseroberfläche hinaus ragen. Die Blätter sind in 5 bis 16-zähligen Quirlen angeordnet. Sie sind nadelförmig und stehen steif waagerecht ab. 
In tieferen Gewässern (80 bis 150 cm) erreichen die Pflanzen die Wasseroberfläche nicht. Unter Wasser sind die Blätter dünn, schlaff und bandförmig. Die Tiefwasserform sieht etwas aus wie eine Flaschenbürste. Bis zu 4 Meter lang sollen die Triebe dann werden können (Morton).
Die kleinen, unscheinbaren Blüten entwickeln sich von Mai bis August oberhalb der Wasseroberfläche. Die Pflanze ist einhäusig mit zwittrigen, selten eingeschlechtigen Blüten. Die Blüten stehen einzeln in den Blattachseln. Sie haben einen buchtigen Kelchsaum, aber keine Kronblätter. Der männliche Blütenteil hat ein rötliches Staubblatt, der weibliche hat nur einen einzelnen unterständigen Fruchtknoten. Die Bestäubung erfolgt durch den Wind.
Die Früchte sind einsamige Steinfrüchte. Die Samen schwimmen nicht und gehen sofort unter, sobald sie im Herbst aus der Fruchthülle fallen.

Temperatur:      winterhart

pH-Wert:          -

Härte:               -

Licht:               halbschattig bis sonnig

Sonstiges:

Die Pflanze ist das ganze Jahr hindurch grün. Durch die hohlen Stängel findet auch bei geschlossener Eisdecke ein Gasaustausch zwischen Wasser und Luft statt. Eine Funktion, die auch Schilf (Phragmites) und Rohrkolben (Typha) erfüllen.
Im Teich kann der Tannenwedel an einem halbschattigen bis voll sonnigen Standort bei einer Wassertiefe von 20 bis 50 cm kultiviert werden. Das Substrat sollte kalkhaltig und nährstoffreich sein. Der Tannenwedel kann in der Klärzone von Fisch- oder Schwimmteichen gepflanzt werden um dem Wasser Nährstoffe zu entziehen und Algenblüten zu reduzieren. Die Pflanze muss dann aber im Herbst geschnitten, ausgedünnt und das Material aus dem Teich entfernt werden, um die in dem Pflanzenkörper gespeicherten Nährstoffe aus dem Nährstoffkreislauf zu entfernen. Vergehen die Pflanzen im Wasser, werden die von ihnen aufgenommenen Nährstoffe (z. B. Stickstoff und Phosphat) wieder frei. Das bietet dann im Frühjahr ein optimales Startmilieu für Algen.
Leichte Salzkonzentrationen werden vertragen.
Die Pflanze ist in Deutschland heimisch, aber gefährdet. Aus der Natur sollten darum keine Pflanzen entnommen werden.

Tannenwedel und Seerosen

Tannenwedel in einem 
Teich mit Seerosen.

Tannenwedel

Der Tannenwedel hat seinen Namen
von den tannenzweigähnlichen Trieben.

Früchte

Linker Trieb mit Früchten

Literatur:


F. Morton (1917): Wasserpflanzen.- Deutsche Naturwissenschaftliche Gesellschaft, Leipzig

D. Aidele, M. Golte-Bechtle (1997): Das neue Was blüht denn da?- 56. völlig neu bearbeitete und erweiterte Auflage, Kosmos Naturführer, Stuttgart

E. Schuster (2000): Sumpf- und Wasserpflanzen - Eigenschaften - Ansprüche - Verwendung.- 3. Auflage, Parey Verlag, Berlin

W. Rothmaler (2002): Exkursionsflora von Deutschland - Band 2: Gefäßpflanzen - Grundband.- 18., bearbeite Auflage, Spektrum Akademischer Verlag Heidelberg und Berlin

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