Die Gattung Brasenia gehört zu den Cabombaceae
(Haarnixengewächse). Die Pflanzen gehören mit zu den ursprünglichsten
Wasserpflanzen überhaupt.
Die Fruchtblätter
haben einen langen Stiel. Die Narbe befindet
sich nicht an der Spitze des Stiels, sondern zieht sich kammförmig
entlang der Innnenseite bis hinunter auf etwa die Hälfte der Länge.
Die lange Narbe begünstigt die Bestäubung durch den Wind. Das
gesamte Fruchtblatt ist schlauchförmig. Es hat nahe der Spitze eine
winzige, schlitzförmige Öffnung und ist von dort bis unterhalb
der zwei Eianlagen von einem Hohlraum durchzogen. In der Regel beinhaltet
jedes Fruchtblatt zwei Ovarien, die immer über ein ander angeordnet
sind. Die Placenta ist nach unten gerichtet. Das schlauchförmige Fruchtblatt
hat Brasenia mit der nahe verwandten Gattung Cabomba
gemeinsam (Endress 2005).
Die Gattung wurde 1789 von Johann Christian Daniel von
Schreber
(1739-1810) aufgestellt. Die Herkunft des Namen ist unklar. Möglicherweise
stammt der Begriff vom englischen "brazen" (shield) = eherner, bronzener
(Schild) ab, gemäß dem englischne Namen "water shield" (Genaust
2005).
Die erste und einzige Art der Gattung wurde 1791 von
J. F. Gmelin beschrieben und nach Schreber benannt.
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Schleimkraut,
Froschblatt oder Wasserschild
Brasenia
schreberi J.F. GMELIN 1791
Synonyme:
Hydropeltis purpurea MICHEAUX 1803 Brasenia
purpurea A. HELLER 1893
möglicherweise auch Brasenia hydropeltis MUEHLENBERG und Brasenia nymphoides BAILLON Herkunft:
weltweit, ursprünglich nicht in Europa
Aussehen:
Temperatur: winterhart Teichpflanze pH-Wert: - Härte: - Licht: - Sonstiges: Aus Standortbeschreibungen geht hervor, dass die Pflanzen in Gebieten mit sehr niedrigen Wintertemperaturen (- 40 bis - 45 °C Staat New York, Adirnodack-Gebirge) und hohen Temperaturen im Sommer (bis 32 °C an der Wasseroberfläche) vorkommen (van der Vlugt 1996). Nicht alle Herkünfte
eigenen sich für die Kultur in Europa. Subtropische Pflanzen wachsen
im Teich schlecht und blühen wenig. Teilweise wuchern sie aber im
Aquarium.
Brasenia peltata PURSH 1814 und Brasenia purpurea CASPARI 1873 sind Synonyme von Cabomba caroliniana. |
Die Blüte von Brasenia ist
Im Abblühen biegen sich die
Die rundlichen Wasserblätter sind nicht
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Literatur zu Brasenia:
J. C. D. von Schreber (1789): Genera Plantarum Eorumque Characteres Naturales Secundum Numerum, Figuram, Situm, & Proportionem Omnium Fructificationis Partium. Ed. 8, 1: 372, Frankfurt am Main
J. F. Gmelin (1791): Systema Naturae ed. 13, 1
A. Micheaux (1803): Flora Boreali-Americana i. 324. t. 29.
A. Heller (1893): Bulletin of the Torrey Botanical Club, New York, 20: 60
A. Orgaard, H.W.E. van Bruggen, P.J. van der Vlugt (1992): Die Familie der Cabombaceae (Cabomba und Brasenia).- Aqua Planta Sonderheft 3
P. J. van der Vlugt (1996): Erfahrungen mit Brasenia schreberi J. F. Gmelin.- Aqua Planta 1-96, 3-10
G.R. Sainty, S.W.L. Jacobs (2003): Waterplants in Australia.- Sainty and Associates Pty Ltd
P. K. Endress (2005): Carpels in Brasenia (Cabombaceae) are completely ascidiate dispite a long stigmatic crest.- Annals of Botany 96, 209-215
H. Genaust (2005): Etymologisches Wörterbuch der botanischen Pflanzennamen.- genehmigte Lizenzausgabe, Nikol Verlagsgesellschaft mbH & Co. KG, Hamburg
M. Wilstermann-Hildebrand (2007): Haarnixengewächse - Filigrane Schönheiten und schleimiges Froschkraut.- Aquarium live Dezember 2007/Januar 2008, 56-61
(c) Wilstermann-Hildebrand 2008