Die Gattung gehört wie Proserpinaca zu
den Haloragaceae (Seebeerengewächse).
Die Gattung ist unübersichtlich und die
Unterscheidung der Arten schwierig. Einige Quellen gehen von 35
Arten weltweit aus (Flora of China). Andere schätzen die
Gesamtzahl auf etwa 60 und geben allein für Australien 36 an (Orchard). Es werden auch
immer wieder neue Arten beschrieben. 11 Arten soll es
in China geben, 13 in den USA und 4 in Deutschland. Myriophyllum spicatum kommt so gut
wie überall vor. Im Handel findet man die meisten
Tausenblätter und zwei oder mehr verschiedenen Namen.
Biologie:
Tausenblätter sind
ein- oder mehrjährige,
krautige Pflanzen. Sie wachsen emers
an feuchten Stellen oder in
stehenden oder langsam fließenden Gewässern in Wassertiefen
von bis zu 17 Metern, wenn das Wasser klar genug ist und
das Licht ausreicht.
Einige Arten sind einhäusig mit
männlichen und weiblichen - zum Teil auch zwittrigen - Blüten
auf einer Pflanze (M. spicatum),
andere sind
zweihäusig mit männlichen und weiblichen Pflanzen (M. aquaticum). Die sitzenden
Blätter sind in Quirlen, wechselständig oder
gegenständig. Unterwasser und Überwasserblätter
unterscheiden sich stark. Die Blattspreiten sind linear, lanzettlich
oder nadelförmig und haben über Wasser glatte bis
gesägte Ränder. Submerse Blätter sind mehr oder weniger
fein, kammförmig gespalten. Die Stängel können bis zu 12
Meter lang werden und wachsen vom Grund der Gewässer bis zur
Wasseroberfläche. Die Blüten wachsen außerhalb des
Wassers an der unbelaubten Triebspitze in Quirlen oder einzeln in den
Achseln der oberen Blätter.
Bestimmung:
Einen vollständigen
Bestimmungsschlüssel
für die
Gattung gibt es nicht. Es werden immer wieder neue Arten beschrieben,
die aus Komplexen mit ähnlichen Arten oder Fundortvarianten
herausgezogen werden. Genanalysen scheinen wegen der Variabilität
der
Pflanzen der einzige Weg für eine sichere Bestimmung zu sein. Das Bild zeigt Einzelblätter von verschiedenen
Tausendblättern
aus dem Handel.
A) M. dicoccum B) M. pinnatum
C) M.
mattogrossense
D) emerses Blatt von M. aquaticum
E) Submerses Blatt von M. aquaticum
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Wechselblütiges
Tausendblatt
Synonyme:
Herkunft:
Nord-, West- und Mitteleuropa, Nordamerika, Zentralasien
Aussehen:
Die Triebe werden 0,5 bis 2 m lang. Der
Stängel
ist ohne deutliche Rotfärbung. Drüsen findet man
ausschließlich
am Ende der Blattfiedern und am Blattgrund. Die Spreiten der
Fiederblättchen
sind ohne Drüsen. Die Blätter stehen
in drei- bis vierzähligen Quirlen. Das
Blatt hat 8 bis maximal 18 Fiederblättchen.
Die Pflanzen sind einhäusig mit
getrenntgeschlechtigen Blüten. Selten treten zwittrige Blüten
auf. Namensgebend ist die wechsel- oder
gegenständige Anordnung der
männlichen Blüten an der Spitze der 0,5 bis 12 cm langen
Ähre. Ihre Kronblätter sind 1,5 bis 2 mm lang. Sie enthalten
lediglich acht Staubblätter. Die weiblichen Blüten sitzen in
Quirlen unten am Blütenstand. Ihre Narben sind hell rot. Am
Blütenstand sind Hochblätter mit glatten bis gesägten
Rändern. Die Frucht besteht aus vier Kammern.
Die Pflanzen werden vom Wind bestäubt und die Samen vom Wasser
verbreitet.
Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 14
Temperatur:
winterhart
pH-Wert:
k. A.
Härte:
kalkarmes Wasser
Licht:
k. A.
Sonstiges:
Eine Teichpflanze, die sich nicht für das
tropische
Aquarium eignet.
In der Natur wachsen die Pflanzen in langsam strömendem oder
stehenden Wasser in Tiefe von 0,2 bis 3 m. Hauptsächlich stehen
sie auf Sand und Kies. Das Wasser ist weich und enthält wenig
Calcium und Magnesium.
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Gewöhnliches
Tausendblatt, Parrot Feather
Myriophyllum aquaticum (Velloso) Verdcourt
1973
Synonyme:
Myriophyllum proserpinacoides
Myriophyllum brasiliensis Cambess.
Enydria aquatica = Myriophyllum
brasilicum Cambess*
Handelsbezeichnungen:
Als Myriophyllum elatinoides Gaudichaud-Beaupré
1825 wurden
männliche Pflanzen von M. aquatica in den Handel eingeführt. M. aquaticum wird teilweise unter dem Namen M. proserpinacoides
für
die Teichkultur angeboten.
Herkunft:
Südamerika, südliches Nordamerika und
Australien
Aussehen:
Die Stängel werden bis 1,5 m lang und 1 bis
6 mm
dick. Die Blätter in 4 bis 6-zähligen Quirlen angeordnet. Die
Spreiten sind bis 5 cm lang. Jedes in 10 bis 20 feine Segmente geteilt.
Bei starkem Licht werden die Triebspitzen rötlich.
Temperatur:
18-30 °C
pH-Wert:
5,0-7,0
Härte:
2-12 °KH
Licht:
viel
Sonstiges:
Die Pflanzen sind in der Aquarienkultur etwas
anspruchsvoller. Bei "M.
elatinoides" soll es sich
laut Kasselmann 2010 um männliches M. aquaticum handeln.
Tatsächlich unterschieden sich unsere "M. elantinoides" nicht von M. aquaticum. Ob das bei Pflanzen
aus anderer Herkunft ebenso ist, kann ich nicht sagen.
 
Emerse Triebe und ein
submerses Blatt von "M. elatinoides".
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Emerse Form des Tausendblattes

Bei der Unterwasserform sind
die Blätter feiner ("M. brasiliensis").

Die unteren Blattsegemente sind so lang,
dass sie fast bis zur Blattspitze reichen ("M. elatinoides").
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Tausendblatt
Synonyme:
-
Herkunft:
Australien
Aussehen:
Über Wasser sind die Blätter dunkel
grün
und in 2 bis 6-zähligen Quirlen angeordnet. Sie sind bis zu 3 cm
lang und 2 mm breit breit. Die Ränder sind gezähnt. Unter
Wasser sind die
Blätter hell grün, fein gefiedert. Die Spreiten sind bis 4 cm
lang und haben etwa 8 gebogene Segmente auf jeder Seite der Mittelader.
Die
Blätter
sind wechselständig oder in Quirlen angeordnet. Die Stängel
sind rötlich.
Die Früchte, die aus zwittrigen Blüten hervorgehen haben vier
Kammern und die aus rein weiblichen Blüten nur zwei. Dadurch wird
die Art von M. humile
unterschieden, das immer vierkammerige Früchte hat. Genetisch sind
die zwei Arten deutlich getrennt.
Temperatur:
18-25
°C
pH-Wert:
6,0-7,2
Härte:
2-12 °KH
Licht:
viel bis sehr viel
Sonstiges:
Die Pflanzen sind nicht sehr anspruchsvoll. Bei
Nährstoffmangel werden die Blätter an den Triebspitzen
kleiner.
Dieses Tausendblatt wird / wurden von Oriental Aquarium Singapur
gehandelt. Es ist bei uns kaum bekannt.
Die Pflanzen der Erstbeschreibung fand man "In
lakes,
rivers and lagoons towards the Gulf of Carpentaria".
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Myriophyllum dicoccum

Bild A zeigt ein Blatt von M. dicoccum
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Verschiedenblättriges
Tausendblatt
Myriophyllum heterophyllum Micheaux
1803
Synonyme:
keine
Herkunft:
Südöstliches Nordamerika, in Europa als
Neophyt
Aussehen:
Die Triebe werden bis zu 10 m lang. Die
Unterwasserblätter sind in 4- bis 5-, selten 6-zähligen
Quirlen. sie sind kammförmig und werden nis zu 5 cm lang. Die Fiederblättchen sind auf der gesamten Spreite mit
Drüsen besetzt. Die Endfieder des Blattes ist von der Basis zur
Spitze
hin kontinuierlich verschmälert. Höchstens nahe der Basis ist
sie etwas parallelrandig, aber nie in der oberen Hälfte breiter
als
in der unteren. Die Triebspitzen mit den
Blüten wachsen 10 bis 30 cm hoch aus dem Wasser. Die Blüten
sind in Ähren an der Spitze der Triebe. Die weiblichen Blüten
sind unten
Die männlichen Blüte sitzen oben. Sie haben je 4 kurze,
weißlichgrüne Kelchblätter, weißliche
Kronblätter und kurzgesteilte Staubblätter. In der Mitte der
Ähre sind einige zwittrige Blüten. Im unteren Bereich sind
nur weibliche Blüten. Auffällig sind die 4 roten Narben. Die
Kronblätter sind 1,5 bis 3 mm groß.
Die Pflanzen bilden keine
Winterknospen
(Turionen).
Temperatur:
winterhart, optimales Wachstum bei 20 - 25 °C
pH-Wert:
-
Härte:
-
Licht:
viel bis sehr viel
Sonstiges:
In der Natur findet man sie in mesotrophen,
stehenden oder langsam fließenden Gewässern. Bei klarem
Wasser kann dieses Tausendblatt bis in 10 m Tiefe gefunden werden.
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Tausendblatt
Synonyme:
-
Herkunft:
USA, Mexiko
Aussehen:
Die Stängel werden bis zu einem Meter lang.
Sie
gehen aus einem kriechenden Rhizom hervor. Unter Wasser sind die
Blätter
hell grün, fein gefiedert. Sie sind in 4-bis 6- zähligen
Quirlen
angeordnet. Die Spreiten sind bis 5 cm lang und haben 6 bis 10 Segmente
auf jeder Seite der Mittelader. Die Blätter sind gelblich
grün
und werden bei starkem Licht vor allem an den Triebspitzen rotlich
braun. Die emersen Blätter sind etwa 2,5 cm lang, linealisch bis
lanzettlich, mit gezähntem oder glattem Rand.
Temperatur:
18-28
°C
pH-Wert:
6,5-7,2
Härte:
2-15 °KH
Licht:
viel
Sonstiges:
Unter dem Namen war laut Kasselmann (2010) lange
das rote M. tuberculatum
bekannt. Die hier abgebildete Pflanze stammt von Oriental Aquarium
Singapur. Sie scheint nicht mit den heute im Handel erhältlichen M. hippuroides identisch zu sein.
Unter dem Namen findet mans sowohl rote als auch grüne
Tausendbätter bei verschiedenen Anbietern.
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Unterwasserform

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Matto-Grosso
Tausendblatt
Myriophyllum mattogrossense HOEHNE
1915
Synonyme:
keine
Der Name wird im Handel manchmal fälschlich für das Rote
Tausendblatt Myriophyllum
tuberculatum verwendet.
Herkunft:
Ecuador, Brasilien, Peru
Aussehen:
Diese hell grüne Stängelpflanze hat 3
bis 3,5
cm lange, feinfiedrige Blätter. Auf jeder Seite der Mittelader
befinden
sich 7 bis 10 feine Segmente. Die Spreiten sind lanzettlich. Die
Blätter sind in 3 bis
4-zähligen
Quirlen angeordnet. Der Stängel wird 30 bis 60 cm lang.
Temperatur:
22-28
°C
pH-Wert:
6,0-7,2
Härte:
4-15 °KH
Licht:
mittel bis viel
Sonstiges:
Wasserwerte von einem Fundort in Ekuador
(RioYanayuka):
Temperatur: 25°C; pH-Wert: 6,8; GH: < 1;
KH 2-3;
Leitwert: 50 µS/cm.
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Dieses Tausenblatt hat große,
hellgrüne
Blattquirle.

Die einzelnen Blätter sind kammförmig
gefiedert.
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Magagassisches
Tausendblatt, Mez´ Tausendblatt
Synonyme:
-
Herkunft:
Madagaskar
Aussehen:
Bei der Überwasserform sind die Blätter
kreuzgegenständig
oder wechselständig.
Die
Spreiten sind ca. 0,5 bis 1 cm lang, 0,4 bis 0,5 cm breit, lanzettlich
und kammförmig gefiedert mit 3 bis 7 Fiedern. Der Stängel ist
drehrund.
Blätter und Stängel sind hell grün. Unter Wasser sind
die
Blätter sehr fein gefiedert und oliv bis rötlich braun. Sie
stehen wechselständig oder in 3- bis 4-zähligen
Scheinquirlen. Die Spreiten sind bis zu 2 cm lang und in etwa 7 bis 9
haarfeine Segmente geteilt. Die
Stängel
werden zwischen 10 und 30 cm lang. Die Pflanzen sind einhäusig.
Die weiblichen Blüten sind unten in der Ähre. Sie haben 2
behharte Narben. Die männlichen Blüten ahben nur einen
Staubbeutel und zwei schmale Kronblätter.
Temperatur:
25 - 28 °C
pH-Wert:
unter 7
Härte:
sehr weich bis weich
Licht:
mittel bis viel
Sonstiges:
Die Pflanze wurde 2008 von Tropica als Neuheit
auf der Interzoo
vorgestellt. Sie galt als anspruchslos und einfach in der Kultur. Es
hat sich aber gezeigt, dass sie sich nur langsam auf die
Unterwasserkultur umstellt und nur sehr langsam wächst.
Die Kultur gelingt am Besten in weichem, sauerem Wasser mit
Kohlendioxiddüngung.
 
Aufsicht auf einen emersen Topf mit dem
Madagassischen
Tausendblatt
und Nahaufnahme einzelner Triebe mit
Blütenknospen.
|
An den Seiten steht hier die
Überwasserform des Tausendblattes.
Es hält an den feinen Blättern
zahlreiche
Luftblasen. Im Hintergrund steht die
Überwasserform von
Nesaea pedicellata und im Vordergrund
die dazu gehörige Unterwasserform.

Unterwasserform
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Rotstängeliges
Tausendblatt
Myriophyllum
pinnatum (Walter)
Britton, Stern
& Poggenburg 1888
Synonyme:
Potamogeton pinnatum Walter 1788
Myriophyllum scrabratum Michaux.
Herkunft:
östliche USA
Aussehen:
Die Blätter sind in sehr feine Segmente
zerteilt.
Sie sind in Pseudoquirlen angeordnet bei denen oft ein Blatt etwas
höher
ist als die anderen. In der Natur werden die Stängel bis zu 2 m
lang. Die Blätter sind unter Wasser
bis zu 4 cm lang und haben 20 haarfeine Fiederpaare. Im Aquarium
bleiben die
Blätter
kleiner (2-3 cm) und habe weniger Fiedern. Die Stängel sind
rötlich braun.
Die emersen Blätter sind linealisch, 1 bis 1,7 cm lang,
kammförmig geteilt, mit 8 bis 12 ca. 3 mm langen Segmenten. Die
Pflanzen sind einhäusig. Zwittrige Blüten kommen vor. Die
männlcihen Blüten haben 4 kleine Kelchblätter, 4
weieße bis rote Kronblätter und 4 Staubblätter. Die
weiblichen Blüten haben vier rosa Narben mit weißen Haaren.
Temperatur:
18-25 °C
pH-Wert:
6,5-7,5
Härte:
4-15 °KH
Licht:
viel bis sehr viel
Sonstiges:
Die Pflanzen kommen auf Kuba und im Süden
der USA
vor. Sie ist im Aquarium schwierig zu kultivieren. Zu hohe
Temperaturen sind ungünstig. Die Pflanzen auf dem Foto wurden bei
22 °C in einer Mischung aus viel Regen- und wenig Leitungswasser
gepflegt. Unter den Bedingungen wuchsen sie sehr schnell.
Am Teich kommen die Pflanzen im
Sommer zur Blüte.
|

M. pinnatum im Aquarium

Unterwasserform
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Täuschendes
Tausendblatt
Synonyme/Handelsbezeichnungen:
Myriophyllum propinquum (eine
andere Art aus Neuseeland)
Myriophyllum variifolium
Herkunft:
östliches Australien
Aussehen:
Die
Stängel werden bis 40 cm lang. Die
Blätter
in 4 bis 5-zähligen Quirlen angeordnet. Sie sind 2 bis 3 cm lang
und
kammförmig gefiedert. Sie haben 2 bis 12 fadenförmige
Segmente. Die
Überwasserblätter sind nadelartig, drehrund und in 3- bis
5-zähligen
Quirlen. Sie sind etwa 2 bis 3,5 cm lang. Die männlichen
Blüten sind
oben in der Ähre, die weiblichen unten. Die männlichen
Blüten haben je
vier Kelch- und Kronblätter. Sie heben 8 Staubblätter. Die
weiblichen
Blüten bestehen nur aus 4 Griffeln mit Narben.
Temperatur:
20 - 28 °C
pH-Wert:
k. A.
Härte:
weiches bis mittelhartes Wasser
Licht:
viel bis sehr viel
Sonstiges:
Mit steigendem Lichtangebot steigt der auch der
Nährstoffbedarf.
Oft treten in Starklichtbecken darum Nährstoffmangelsymptome auf.
Die hier abgebildeten Pflanzen wurden wahrscheinlich 1983
von P.J. van der Vlugt aus Australien nach Europa eingeführt und
gelangten auch in den botanischen Garten Göttingen.
Ursprünglich wurden sie als Myriophyllum
propinquum bezeichnet. 1986 wurde von A.E. Orchard ein
Tausendblatt als Myriophyllum
simulans neu beschrieben. Ein Aquarium-Myriophyllum aus Australien wurde
daraufhin neu untersucht und dieser neuen Art zugerechnet. 2011 wurde von Moody eine neue Art - M. jacobsii - beschrieben. Sie
wurde nach Genanalysen aus dem Formenkreis von M. simulans herausgelöst. Ein
Unterscheidungsmerkmal ist die Länge der emersen Blätter. Bei
M. simulans sind sie 5
bis 18 mm lang und bei M. jacobsii
15 bis 36 mm. Auch
Die Unterscheidung der verschiedenen Arten ist schwierig.
Möglicherweise handelt es sich bei dem M. simulans aus Göttingen um M. jacobsii. Es ist aber nicht
sicher, dass die als M. simulans
bekannte Aquarienpflanze damit identisch ist. Ebenfalls schwer
nachzuvollziehen ist, ob es sich bei den als M. simulans angebotenen Pflanzen
immer um die selbe Art handelt.
|

Myriophyllum simulans im
Botanischen Garten Göttingen

Die Überwasserfrom hat
nadelfömige Blätter.
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Ähren-Tausendblatt, Eurasisches
Tausendblatt, Eurasian Milfoil
Myriophyllum spicatum
Synonyme:
Herkunft:
Europa, Asien, Afrika, in Australien und
Nordamerika
eingeschleppt
Aussehen:
Die Stiele werden normalerweise zwischen 1 und 4
Meter lang. Aus dem westlichen Hymalaya sind aber Funde mit bis 12 m
langen Stängeln bekannt. Die Quirle haben meist 4 Blätter. Es
können aber 2 bis 6 sein. Die Blätter sind 2 bis 3,5 cm lang.
Die einzelnen
Blättchen haben 14 - 24 Fiederblättchen. Die Stängel
sind oft deutlich rot gefärbt. Die Pflanzen sind insgesamt sehr
kräftig.
Es gibt Drüsen am Ende der Fiedern und an deren Basis. Die
Spreiten
der Fiederblättchen sind aber ohne Drüsen.
Die Blüten sind rosa und zwittrig. Sie haben je vier Kelch- und
Kronblätter und acht Narben. Sie sitzen in Viergruppen an den
blattlosen Knoten der Triebspitzen. Die Früchte sind
Nüsschen.
Temperatur:
winterhart, 0 - 20 °C
pH-Wert:
-
Härte:
-
Licht:
viel bis sehr viel
Sonstiges:
Eine Teichpflanze, die sich nicht für das
tropische
Aquarium eignet.
In der Natur wachsen die Pflanzen bis in eine Wassertiefe von 17
Metern. Sie sind bei uns heimisch.
Die Pflanze
verursacht in den USA Probleme, weil sie sich ungehindert ausbreitet.
Sie wird von Karpfenfischen nicht bevorzugt gefressen und vermehrt sich
stark. Zur Bekämpfung werden Herbizide (Unkrautvernichter) in den
Gewässern eingesetzt. Die Bekämpfung kostet jährlich
mehrere Millionen Dollar.

Blüten von Myriophyllum spicatum
|
Unterwasseraufnahme

Myriophyllum spicatum in einem
flachen Teich.
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Rotes
Tausendblatt
Myriophyllum tuberculatum ROXBURGH
1820
Synonyme:
Myriophyllum tetrandrum GRAHAM
Myriophyllum indicum GRIFFITH
Myriophyllum spatulatum BLATT. &
HALLBL.
Herkunft:
Indien, Pakistan, Indonesien
Aussehen:
Die Stängel werden bis 2 m lang und 1 mm
dick. Die
Blätter in 4 bis 7-zähligen Quirlen angeordnet. Die Spreiten
sind 2 bis 5 cm lang. Sie sind bei der Unterwasserform in haarfeine
Segmente
zerteilt. Über Wasser sind die Blätter lanzettlich und haben
gesägte Blattränder. Die gesamte Pflanze ist oliv grün
bis
braunrot gefärbt. Die Narben sind rosa.
Temperatur:
22-28 °C
pH-Wert:
5,5-7,0
Härte:
0-8 °KH
Licht:
viel bis sehr viel
Sonstiges:
Die Pflanzen bevorzugen leicht saures, weiches
Wasser.
Eine zusätzliche
Kohlendioxiddüngung kann das Wachstum verbessern.
 
Die emersen Blätter sind nicht so fein gefiedert. Rechts ein
blühender Trieb.
Unten sind die rosafarbenen Narben der weiblichen Blüten zu sehen
und oben die gelben Staubbeutel.
Diese Pflanzen werden
unterverschiedenen Namen im Handel angeboten.
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Die Unterwasserform hat
sehr fein geschlitzte Blätter.

Die feinen dunklen Blätter bilden
einen schöner Kontrast zu den hellen
Blättern von Potamogeton perfoliatus.
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Quirl-Tausendblatt
Myriophyllum vercillatum L.
Synonyme:
-
Herkunft:
Europa
Aussehen:
Die Tragblätter der Blüten sind
kammförmig
gefiedert. Alle Fiederblätter sind in 5- oder 6-zähligen
Quirlen. Die
Fiederblättchen
sind auf der gesamten Spreite mit Drüsen besetzt. Die Endfieder
des
Blattes ist mittig breiter als an der Basis oder von der Basis aus
teilweise
etwas parallelrandig und nicht auf der gesamten Länge
gleichmäßig
schmaler werdend. Die Triebe sind grün, selten etwas rötlich.
Die Art bildet Turionen zur Überwinterung.
Temperatur:
winterhart
pH-Wert:
-
Härte:
-
Licht:
viel bis sehr viel
Sonstiges:
Eine Teichpflanze, die sich nicht für das
tropische
Aquarium eignet.
|
|
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Literatur:
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