Lotus - Nelumbo


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Vom echten Lotus gibt es nur zwei Arten und die Gattung Nelumbo ist die einzige in der Familie der Nelumbonaceae. Die Bezeichnung leitet sich von der singhalesischen (Sri Lanka) Bezeichnung "nelumbu" = "Seerose" ab.
N. nucifera ist vom Kaspischen Meer über Asien bis nach Australien verbreitet. N. lutea stammt aus Amerika. Typisch ist, dass sie keine Schwimmblätter bilden, sondern ihre schildförmigen Blätter auf stabilen Stielen aus dem Wasser wachsen. Die Blüten überragen die Blätter noch.
Die Pflanzen benötigen jede Menge Wärme.
Arten oder Sorten lassen  sich an Hand der Anzahl der einzelnen  Blütenteile und von Farben, sowie Farbwechseln  unterscheiden.

Lotusblume

Blüte einer Lotusblume (Nelumbo nucifera)
Der Blütenboden umschließt die einzelnen Fruchtknoten soweit, dass nur die Narbenspitzen als einzelne runde Erhebungen sichtbar bleiben.

Lotusblätter habe eine Wasser abweisende Oberfläche, auf der Tropfen abperlen. Staub und Schmutz werden dabei mit von den Blättern gespült. Diese Selbstreinigung wird als Lotuseffekt bezeichnet.


Lotusblumen, Indischer Lotus

Nelumbo nucifera GAERTNER 1788

Synonyme:
Nelumbium nelumbo

Herkunft:
Asien von Japan bis Australien

Aussehen:
Der Lotus ist eine echte Wasserpflanze, der immer im Wasser stehen muss. Das Rhizom ist weiß und kräftig. Es wächst stark wuchernd im Substrat. Es wird bis zu 20 cm lang. Aus ihm gehen zunächst schildförmige, runde Schwimmblätter hervor. Danach schieben sich Luftblätter aus dem Wasser, die erst zusammengerollt sind und sich dann über Wasser ausbreiten. Sie stehen auf bis zu 2 Meter langen Stielen und erreichen einen Durchmesser von 30 bis 60 cm. Typisch ist die mit feinen Papillen besetzte Oberfläche, die ein Benetzen verhindert (Lotuseffekt). Wassertropfen bleiben auf der Oberfläche liegen oder laufen in der Blattmitte zusammen, bis der Blattstiel etwas zur Seite kippt und das Wasser abläuft. Die Blüten sind einzeln auf hohen Stielen, die die Blätter überragen. Sie sind schalenförmig und haben einen Durchmesser von 15 bis 35 cm. Die jungen Blüten sind rosa, dann verblassen sie jedoch immer mehr, oder rein weiß. Der Fruchtknoten ist in der Blütenachse eingewachsen. Die Narben der 7 bis 25 Fruchtblätter sind alle einzeln als kleine runde "Knötchen" auf der Oberfläche sichtbar. Die Fruchtstände trocknen ein und bleiben als braune, glockenförmige Gebilde an den Stielen hängen. Die Samen haben sehr harte Schalen.

Temperatur:      ca. 24 bis 28 °C zum Blühen, nicht winterhart

pH-Wert:          -

Härte:               -

Licht:                mittel bis viel

Sonstiges:
Die Pflanzen können ausgesät werden. Die harte Samenschale muss dazu aber angekratzt oder angschnitten werden, da sonst kein Wasser eindringt und der Samen nicht quillt.  . Nach etwa 1 bis 2 Wochen bei einer Temperatur von 25 bis 30 °C keimen die Samen. 
Es gibt zahlreiche Sorten, die sich in Größe, Blütenform und -farbe von der Typus-Form unterscheiden. Aber auch sie müssen für eine erfolgreiche Blüte in unseren Breiten in einem beheizten Becken vorkultiviert werden, weil es bei uns zu lange dauert, bis die Außengewässer warm genug sind für den Austrieb.

Blüte des echten Lotus

Frische zart rosa Lotusblüte mit reifen 
Staubblättern aber unreifen Narben.

weißer Lotus

Blüte einer Lotusblume mit 10 frischen,
bestäubungsfähigen Narben. Die
Staubblätter sind bereits eingetrocknet.

 

Blüte von Xiao San Se Lian

Blüte der Sorte ´Xiao San Se Lian´

Yang Zou Wan Li Ang

Blüte der gefüllten Sorte ´Yang Zou Wan Li Ang´

Frucht mit Samen

Fruchtstand mit Samen

Frucht

 

Literatur zu Nelumbo:

J. Gaertner (1788): De Fructibus et Seminibus Plantarum I, 73

K. Wachter (1998): Seerosen - winterharte und tropische Nymphaeaceen.- Eugen Ulmer GmbH, Stuttgart

E. Schuster (2000): Sumpf- und Wasserpflanzen - Eigenschaften - Ansprüche - Verwendung.- 3. Auflage, Parey Verlag, Berlin
 



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