|
Besuchen Sie uns bei Facebook. |
Vallisnerien oder Wasserschrauben gehören zu den ältesten und bekanntesten Aquarienpflanzen. Die Gattung wird zu den Froschbißgewächsen (Hydrocharitaceae) gezählt und ist nach dem italienischen Botaniker Antonio Vallisneri (1661—1730) benannt. In der Aquaristik sind etwa 40 verschiedene Vallisnerien-Namen bekannt. Die meisten sind aber lediglich Handelsbezeichnungen für verschiedene Farbvarianten. Die Artenzahl in dieser Gattung ist deutlich geringer.
Lowden hatte 1982
übereinstimmend
mit Cook nur 2 Arten mit je zwei Unterarten unterschieden: V.
spiralis
var. spiralis, V. spiralis var. denseserrulata, V. americana var.
americana
und
V. americana var. biwaensis. In neueren Untersuchungen wurden mit
Hilfe
von Genanalysen weitere Arten abgegrenzt.
|
|
![]() Stammbaum der Vallisnerien (nach Bogner et al. 2011 und Les et al. 2008) |
Die Grafik zeigt einen Stammbaum
aus der Kombionation von allen morphologischen und genetischen
Merkmalen
von Vallisnerien. Maidenia rubra
und die zwei anderen gestielten V.
triptera und V. caulescens
sind als nahe Verwandte innerhalb des Stammbaums der Gattung zu finden.
Vallisneria gigantea GRAEBNER
1912 ist keine eigenständige Art, sondern eine Form von Vallisneria nana.
Die
Unterscheidung der Arten ist schwierig, weil nur
wenige
Merkmale vorhanden sind. Die Blätter sind immer bandförmig,
meist
als grundständige Rosette. Die Blüten sind primitiv mit
wenigen
Merkmalen. Die Blattlänge und - breite, Bezahnung und Farbe sind
innerhalb
der Arten variabel. Zur eindeutigen Bestimmung werden männliche
und
weibliche Pflanzen mit Blüten, Früchten und Samen
benötigt.
Es gibt
verschieden mit gedrehten
Blättern. Links und in der Mitte
stehen hier Vallisneria
torta |
| Art | Typische Merkmale |
| V.
americana Michaux 1803 |
Amerikanische Art, mit Ausnahme weniger Staaten kommt sie überall in den USA vor, Blattlänge 10 bis 200 cm abhängig von der Wassertiefe, bis 2,5 cm breit, 3-9 Hauptlängsnerven, Mittig verläuft ein breiter Streifen aus gut sichtbaren Lacunen, Rand mehr oder weniger auffällig gezähnt, Spitze abgerundet oder spitz, Blüten im Sommer bis Spätsommer, bis zu 2000 männliche Blüten in einer Spatha, Durchmesser etwa 0,6 mm, Filamente an der Basis verbunden, Früchte zylindrisch, 5 bis 15 cm lang, 150 bis 500 Samen pro Frucht, Samen dunkel, 1,8 bis 2,6 mm lang und 0,6 to 1,0 mm breit, Keimrate bis zu 98 %, Chromosomenzahl 2n = 20 |
| V.
annua Jacobs und Frank 1997 |
Vorkommen in Northern Territory, Westaustralia und Queensland in temporären, flachen, fließenden Gewässern, Tümpeln und Billabongs, Blätter bis 50 cm lang, 1,5-10 mm breit mit 3-8 Hauptlängsnerven oder einen zentralen Nerv, Blattrand gewöhnlich fein gezähnt, Spitze lang zugespitzt, Blütezeit Dezember - April, Fruchtreife Januar bis Juni, männlicher Blütenstand eiförmig, 2,7-10 mm x 2,2-6 mm, weiblicher Blütenstand circa 5,5 - 20 mm lang, Frucht schmal-zylindrisch, 18-35 mm x 1-3,5 mm, Samen schmal ovoid 0,8 - 1 mm x 0,2-0,3 mm |
| V.
asiatica Miki 1934 |
Die Varietät var. biwaensis ist endemisch im Lake Biwa auf Japan. Sie ist etwa 40 bis 60 cm hoch und hat gedrehte, hell grüne 3 - 5 mm breite Blätter. Die Normalform ist bei uns nicht in Kultur. |
| V.
australis S.W.L. Jacobs & D.H. Les (Les et al 2008) |
kommt in Australien (New South Wales, Queensland, Viktoria) vor, Blätter bis zu 3 m lang und 11-35 mm breit, Spitze abgerundet, 5 bis 7 Hauptlängsnerven, männliche Spatha oval, 10 bis 25 mm lang, männliche Blüten <0,5 mm lang; mit 3 annähernd gleichen gebogen Sepalen, ca. 0,6 mm lang, 2 Antheren, Filamente auf etwa 50% ihrer Länge verwachsen (Y-ähnlich), Staminodien winzig, weibliche Spatha umschließt 1(-4) sitzende Blüten, dünn, durchscheinend, 10 – 30 mm lang, weibliche Blüten (1,9-)2,5-4 mm lang, 3 Sepalen, dreieckig bis halb-kugelig, ca. 3 mm lang, Petalen-Rudimente winzig oder fehlend, 3 Narben, ca. 3 mm lang, zweispaltig über 50-70% ihrer Länge, Staminodien fehlen oder ca. 0,2 mm lang, direkt unter der Kerbe an der Außenseite der Narbe, Früchte zylindrisch, (15-)20-160 mm lang, ca. 2-5 mm breit, Samen schmal ovoid bis ellipsoid, 1,5-2,0 mm lang, (0,2-)0,4-0,8 mm im Durchmesser, glatte Oberfläche mit einem dichten Mantel aus kurzen bis mittelangen Haaren |
| V.
caulescens Bailey und Mueller 1888 |
kommt in temporären Wasserlöchern und Billabongs im nördlichen Queensland und Northern Territory vor, Blätter bis 30 cm lang, 5-15 mm breit, Internodien 1-6 cm lang, 3 Hauptlängsnerven, Blattrand zumindest in der oberen Hälfte fein gezähnt, Spitze stumpf, Blütezeit Dezember - April, Fruchtreife April – August, männlicher Blütenstand eiförmig, 6-9 mm, weiblicher Blütenstand circa 8-9 mm lang, Frucht abgeflacht mit 2 Flügeln, 34-45 mm lang und 4-8 mm im Durchmesser, Samen ovoid 1,2-1,7 mm lang und 0,5-0,6 mm im Durchmesser |
| V.
denseserrulata Makino 1914 |
Das Verbreitungsgebiet liegt in Asien (China und Japan), Blätter 20-70 cm lang, 6-12 mm breit, 3 Adern, Mitteladern mit einer Reihe kleiner Dornen, Blattrand dicht gezähnt, Spitze stumpf oder spitz , blüht von September bis Oktober, männlicher Blütenstand konisch, 1-1,5 cm x 6 mm, weiblicher Blütenstand 1,5-2 cm lang, Frucht dreikantig-zylindrisch, Samen nicht geflügelt, Chromosomenzahl 2n = 20 |
| V.
erecta S.W.L. Jacobs & D.H. Les (Les et al 2008) |
Vorkommen: Australien (Queensland), submers oder aus dem Wasser wachsend, zweihäusig und mehrjährig, Blätter bis 80 cm lang, 5,5-17 mm breit, emers Blätter steif, die Blattspitze ist spitz bis stumpf, etwa 5 Längsnerven, Blattränder ganz oder mit winzigen, nach vorne gerichteten Borsten, männliche Spatha oval, 7-8 mm lang, die Blüten sind < 0,5 mm lang, 3 Perianth-Segmente, annähernd gleich, ca. 0,2 mm lang, gebogen, 2 Antheren, Filamente frei (´V´-förmig), weibliche Spatha ca. 1 cm lang, auf einem langen, 0,7 bis 1 mm dicken Stiel, Blüten 2 bis 3 mm lang; 3 Sepalen, Petalen rudimentär, Staminodien unscheinbar oder fehlend, 3 Narben, kurz zweilappig, Früchte und Samen unbekannt |
| V. gracilis F.M. Bailey 1889 |
Eine Art aus
Australien, es sind je 7 bi 8 Blätter in jeder Rosette.
Blätter 4 bis 13 cm lang und etwa 1 mm breit, der Blattrand ist
zumindest in der oberen Hälfte fein gezähnt. die Spitze ist
verschmälert, die Früchte sind bis 5 mm lang. |
| V. nana Brown 1810 |
stammt aus temporären und permanenten Bächen und Flüssen an der Ostküste Australiens, Blätter 20-50 cm lang, 2,5-15 mm breit, 3 Hauptlängsnerven, Blattrand zumindest in der oberen Hälfte fein gezähnt, sehr spitz, Blütezeit November - August, Fruchtreife Dezember bis August, männlicher Blütenstand eiförmig, 5-15 mm, weiblicher Blütenstand circa 9-18 mm lang, Frucht schmal-zylindrisch, 10-90 mm x 1,5-3,3 mm, Samen schmal ellipsoid 1, 3-1,6 mm x 0,4-0,7 mm |
| V.
natans Hara 1974 |
Vorkommen:
Flüsse, Teiche und Seen in
Indien, Malaysia,
Japan und China, Blätter 20-200 cm lang, 0,5-2 cm breit 5-9 Hauptlängsnerven, Blattrand vollständig oder unauffällig gezähnt, Spitze stumpf, männlicher Blütenstand konisch, 1,5-2 cm x 5-10 mm, > 200 Blüten, weiblicher Blütenstand 1,5-2 cm lang, Frucht zylindrisch, 5-30 cm x 5 mm, Samen schmal ovoid 2-5 mm im Durchmesser, mit Drüsenhaaren, Chromosomenzahl 2n = 20 |
| V.
neotropicalis Marie-Victorin 1943 |
Eine Art
aus den Südöstlichen USA, ahnlich
wie V. americana aber
ohne den Streifen
aus Lacunen und mit rötlichen Querstreifen, Blätter lang und
breit, Blattrand gezähnt, Blattspitze mehr oder weniger spitz |
| V.
rubra (Rendle) Les & Jacobs 2006 |
Stammt aus dem Northern Territory und Western Australia, ursprünglich als Maidenia rubra beschrieben und erst seit 2006 in der Gattung Vallisneria, gestielt, Stiele unverzweigt bis 60 cm lang, Blätter fadenförmig, 2 bis 3 cm lang, dicht gedrängt am Stängel ohne erkennbare Anordnung, Blattrand fein gezähnt, die weiblichen Blüten sind oben und die männlichen unten an der selben Pflanze, männliche Blüten haben nur ein Filament und eine Anthere, viele zusammen in einer Spatha, 3-5 Spathen in einer Blattachsel |
| V.
spinulosa Yan 1982 |
kommt in
China vor, Teiche und Seen,
Blätter 20-50
cm lang, 4-10 mm breit, Mitteladern erhaben, mit einer Reihe kleiner
Dornen,
Blattrand gezackt, Spitze stumpf oder leicht spitz blüht von August bis Oktober, männlicher Blütenstand konisch, 1-1,5 cm x 5-8 mm, > 300 Blüten, weiblicher Blütenstand 1-2 cm lang, Frucht dreikantig-zylindrisch, 8-20 cm x 4-7 mm, mit Dornen an den Ecken, Samen ovoid 2-5 mm im Durchmesser, geflügelt, Chromosomenzahl 2n = 20 |
| V.
spiralis Linné 1753 |
einheimische, europäische Art, Afrika und Asien, Die Erstbeschreibung von Linné bezieht sich auf Pflanzen aus Gräben in Italien bei Pisa und Florenz. Es sind Pflanzen mit seegrasähnlichen, gezahnten Blättern und rötlichen Blüten. Die Art ist variabel in Länge und Form. Blätter 20 bis etwa 250 cm lang und bis etwa 1,5 cm breit. Es werden Formen aus Asien für die Aquarienkultur importiert. |
| V.
triptera Jacobs und Frank 1997 |
stammt aus
temporären und permanenten
Wasserlöchern,
Bächen und Sümpfen im nördlichen Western Australia und
im
Northern Territory, Blätter 2-9 cm lang, 5-12 mm breit, 5-7
Hauptlängsnerven,
Blattrand zumindest in der oberen Hälfte fein gezähnt,
Blütezeit
Februar - Mai, Fruchtreife April bis Juni, männlicher
Blütenstand
eiförmig, 2,5-4 mm x 2-3 mm, weiblicher Blütenstand circa 0,5 cm lang, Frucht dreikantig-eiförmig mit Flügeln, 15-30 mm x 5-7 mm, Samen schmal ovoid 0,6 mm lang und 0,2-0,3 mm im Durchmesser, mit kleinen Stacheln bedeckt |
Im Unterschied zu
den meisten anderen
Aquarienpflanzen
sind Vallisnerien reine Wasserpflanzen und können nicht
außerhalb
des Wassers leben. Sie wachsen in Bächen und Flüssen, selten
in stehenden Gewässern. Sie kommen in den gemäßigten
Breiten,
Subtropen und Tropen vor. In der Natur besiedeln Vallisnerien Habitate
mit hartem und alkalischem Wasser, oft mit pH-Werten zwischen 7 und 10.
Sie sind in der Lage zusätzlich zu dem im Wasser gelösten CO2
auch den Hydrogencarbonat-Kohlenstoff für die Photosynthese zu
nutzen.
Daher sind hohe Karbonathärten für sie von Vorteil.
Bei Vallisneria spiralis wurde nachgewiesen,
dass
die Aufnahmefähigkeit für Eisen über die Blätter
auf
einen kleinen Bereich der Wachstumszone beschränkt ist. Voll
entwickelte
Blätter können von Eisen nicht mehr durchdrungen werden.
Für
eine ausreichende Versorgung müssen die Pflanzen darum Eisen
über
die Wurzeln aufnehmen. Phosphat wird dagegen in gleichem Maße mit
den Blättern
aus dem Wasser wie mit den Wurzeln aus dem Boden aufgenommen. (Gentner
1977).
Bei den
Vallisnerien befinden sich männliche
und
weibliche Blüten an verschiedenen Pflanzen. In der Regel ist
jeweils
eine weiblichen Blüte von einem Hüllblatt (Spatha)
umschlossen und wächst am Ende eines langen Stengels aus einer
Blattachsel
bis an die Wasseroberfläche. Die männlichen Blüten
befinden
sich zu hunderten zusammen an einer Achse und werden wie die weibliche
Blüte von einer Spatha umschlossen. Der Blütenstand selbst
befindet
sich kurz gestielt oder sitzend in einer Blattachsel, also nahe am
Gewässergrund.
Wenn die Entwicklung der Blüten abgeschlossen ist, öffnet
sich
das Hüllblatt und die kugelige Knospen steigen nach und
öffnen
sich. Auf der Wasseroberfläche treibend kommen sie mit den Narben
der weiblichen Blüten in Kontakt.
Zu Beginn sind die Narben der |
Narbenhälften immer mehr von einander. |
![]() Am Ende trennen sie sich am äußeren Rand völlig. Diese Form wurde von Lowden als "fringed" (gefranst) beschrieben. |
![]() Die Befruchtung erfolgt an der Wasseroberfläche. Die kleinen männlichen Blüten lagern sich an die weibliche an und übetragen den Pollen. |
Die
Befruchtungsrate variiert in der Natur zwischen
0
und 100%. Kein Befruchtung findet statt, wenn die weibliche Pflanze in
zu tiefem Wasser steht und die Oberfläche nicht erreicht. Ebenso
ist
die Befruchtung vermindert, wenn Wind und Wasserströmung (> 0,3
m/s)
die Kontaktzeit zwischen männlichen und weiblichen Blüten
verkürzen.
Die Wahrscheinlichkeit einer Befruchtung steigt mit der
Menge der männlichen Blüten.
Wenn eine
Befruchtung erfolgt ist, verdickt und
verlängert
sich der Fruchtknoten und die Frucht wird zur Reife durch ein
spiraliges
Aufrollen des Blütenstieles unter Wasser gezogen. Von diesem
gewundenen
Blütenstandstiel leitet sich der deutsche Name "Wasserschraube"
ab.
Abhängig von der Art sind die Früchte etwa 1,5 bis 15 cm lang
und 5 bis 8 mm breit. Die Samen sind mit 0,6 bis 1,7 mm Länge und
einem Durchmesser von 0,2 bis 0,8 mm winzig. Wenn sie reif sind werden
sie unter Wasser aus der Frucht entlassen und treiben eine Zeit lang.
Sie
werden durch Wasserströmungen oder anhaftend an Wassertiere
verbreitet.
Die Keimfähigkeit der Samen unterscheidet sich
zwischen
den Arten. Die Samen von V. natans, V. denseserrulata
und
V.
spinulosa keimen bei Temperaturen ab 10 °C.
Ein Teil der Samen keimt im ersten Jahr innerhalb von
3-4 Monaten, ein Teil erst nach einer Kälteperiode im zweiten Jahr.
Keimfähigkeit
der Samen verschiedener
Vallisnerien-Arten
nach Li
Zhongqiang et al. 2005
|
|
|
|
| V. natans |
|
|
| V. denseserrulata |
|
|
| V. spinulosa |
|
|
Die Keimfähigkeit der drei Arten steigt in Anwesenheit
von Mikroalgen. Die Tabelle unten gibt die Ergbenisse eines Versuchs
über
einen Dreimonatszeitraum wieder (Li
Zhongqiang et
al.
2005)
|
|
|
|
| V. natans |
|
|
| V. denseserrulata |
|
|
| V. spinulosa |
|
|
Die Entwicklung
der Sämlingen wird wenig von
der
Strömungsgeschwindigkeit beeinflusst.
Hauptsächlich vermehren sich Vallisnerien aber durch die Bildung von Ausläufern. Jungpflanzen bilden sich an der Spitze von 10 bis 30 cm langen Stolen. Sie bleiben mit der Mutterpflanze lange verbunden.
Amerikanische WasserschraubeVallisneria americana Michaux 1803Synonyme: - Herkunft: USA (Große Seen bis Golf von Mexiko, Missisippi) Aussehen: Die langen bandförmigen Blätter sind bis 2,3 m lange und bis 2,5 cm breit. Die Blätter haben 3-9 Hauptlängsnerven. Mittig verläuft ein breiter Streifen aus gut sichtbaren Lacunen. Der Rand ist mehr oder weniger auffällig gezähnt. Die Spitze ist abgerundet oder spitz. Blüten und Früchte findet man im Sommer bis Spätsommer. Bis zu 2000 männliche Blüten sind zusammen in einer Spatha. Ihr Durchmesser beträgt etwa 0,6 mm. Die Filamente sind an der Basis verbunden. Die Früchte sind zylindrisch, 5 bis 15 cm lang und haben je 150 bis 500 Samen. Die Samen sind dunkel, 1,8 bis 2,6 mm lang und 0,6 to 1,0 mm breit. Die Keimrate liegt bei bis zu 98 %. Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 20. Temperatur: 10-25 °C (winterhart, mit Wachstum über 10 °C) pH-Wert: 6,5-7,2 Härte: 5-18 °KH Licht: mittel bis viel Sonstiges: Als Vallisneria americana wird die Art bezeichnet, die im östlichen Nordamerika von Maine bis nach Florida und auf Kuba und Jamaika vorkommt. Sie wird nicht in asiatischen Pflanzenfarmen für die Aquaristik kultiviert und gelangt darum auch nicht in den europäischen Handel. Einige Fundortvarianten der Art vertragen Brackwasser. Es gab Untersuchungen wie die Pflanzen auf das Herbizid Atrazin reagieren. Konzentrationen von 75 µg/l hemmten dabei die Photosynthese nicht so stark wie eine Konzentration von 650 µg/l. Bei einer Konzentrationen von 120 µg/l starben alle Vallisnerien im Versuch nach 30 Tagen. Bei einer Konzentration von 12 µg/1 lag die Sterblichkeit bei 50%, die Bildung von Ausläufern und das Blattwachstum (gemessen in Blattflächenzunahme) war reduziert. Eine Konzentration von 3,2 µg/l hatte im Versuch nur wenig Auswirkung auf das Wachstum (Correll & Wu 1982). |
Vallisneria americana im Freiland
Ausschnitt aus einem Blatt mit |
Einjährige WasserschraubeVallisneria annua Jacobs und Frank 1997Synonyme: V. nana Herkunft: Australien (Northern Territory, West. Australia und Queensland) Aussehen: Die Blätter sind bis 50 cm lang und 1,5-10 mm breit. Sie haben mit 3-8 Hauptlängsnerven oder einen zentralen Nerv. Der Blattrand ist gewöhnlich fein gezähnt und die Spitze lang zugespitzt. Die Blütezeit liegt im Dezember - April und die Fruchtreife im Januar bis Juni. Der männliche Blütenstand ist eiförmig, 2,7-10 mm x 2,2-6 mm groß. Der weiblicher Blütenstand ist circa 5,5 - 20 mm lang. Die Frucht ist schmal-zylindrisch, 18-35 mm x 1-3,5 mm. Die einzelnen Samen sind schmal ovoid 0,8 - 1 mm x 0,2-0,3 mm Temperatur: 22 - 24 °C pH-Wert: 6,5-7,2 Härte: 5-18 °KH Licht: mittel bis viel Sonstiges: Die Art wächst in temporären, flachen, fließenden Gewässern, Tümpeln und Billabongs. Diese Gewässer trocknen jährlich ganz aus. Die Vallisnerien überdauern die Trockenzeit als Samen. Während der Zeit in der die Gewässer Wasser führen, keimen sie, wachsen zu Pflanzen heran und Fruchten. TRocknet das Gewässer wieder aus sterben sie ab. Es ist nicht bekannt, ob die Pflanze in permanenten Gewässern mehrjährig wäre. Sie ist nicht in Kultur. |
RiesenvallisnerieVallisneria australis S.W.L. Jacobs & D.H. Les (Les et al 2008)Synonyme und Handelsbezeichnungen:
Herkunft: Aussehen: Temperatur: 22-26 °C pH-Wert: 6,5-7,2 Härte: 2-12 °KH Licht: mittel bis viel Sonstiges:
"Serpanta Rubra" hat teilweise eine
Strichelung wie "Marmor". |
Diese Form der "Vallisneria gigantea"
Bei der als "V. neotropicalis"
Bestand von V. australis im
weibliche Blüten
männlicher Blütenstand mit dicht gepackten
männlichen Blüten. |
Aufrechte VallisnerieVallisneria erecta S.W.L. Jacobs & D.H. Les (Les et al 2008)Synonyme:
Herkunft:
Aussehen:
Sonstiges:
|
RiesenvallisnerieVallisneria gigantea Gräbner 1913Um die Riesenvallisnerie gibt es viel Verwirrung. Die allgemein bekannten Beschreibungen mit den 4 m langen und 2 bis 4 cm breiten Blättern beziehen sich auf Vallisneria australis. Die wurde lange als Form von Vallisneria americana angesehen. Und ist als "Riesenvallisnerie" unter den Bezeichnungen V. americana, V. americana var. gigantea oder V. gigantea bereits seit Jahrzehnten im Aquarienpflanzenhandel. Der wissenschaftlichen Artnamen Vallisneria gigantea ist aber ein Synonym von Vallisneria nana (Les et al. 2008). |
Flutende VallisnerieVallisneria natans Hara 1974Synonyme: Herkunft: Aussehen: Sonstiges: |
Rote VallisnerieVallisneria rubra (Rendle) Les & Jacobs 2006Synonyme: Herkunft: Aussehen: Sonstiges: |
Vallisneria rubra in einem Fotobecken |
Bestachelte VallisnerieVallisneria spinulosa Yan 1982Synonyme: Herkunft: Aussehen: Sonstiges: |
Gewöhnliche WasserschraubeVallisneria spiralis Linné 1753Synonyme: Herkunft: Aussehen: Temperatur: 18-28 °C pH-Wert: 6,5-8,0 Härte: 5-18 °KH Licht: mittel bis viel Sonstiges: |
![]()
Von Vallisneria
spiralis gibt es
Formen
Vallisneria ´Contortionist´ |
Dreizählige Gestielte VallisnerieVallisneria triptera Jacobs und Frank 1997Synonyme:
Herkunft:
Aussehen:
Sonstiges:
|
Die intensive rote Farbe schützt das
Die Blüten sind dreizählig. |
Literatur zu Vallisneria:
P. Graebner (1913): Neue Hydrocharitacee Papuasiens.- Botanische Jahrbücher für Systematik, Pflanzengeschichte und Pflanzengeographie 49, 68-69
Makino (1921): J. Jap. Bot, 2, 19
C. A. Jørgensen (1927): Chromosomes and Sex in Vallisneria.- Journ. Genetics, 18, 63-75 (nach Botanischem Zentralblatt 1927/28, Band 153, 35-36)
H.C.D. DeWit (1971): Aquarienpflanzen.- Verlag Eugen Ulmer, Stuttgart
H. Hara (1974): J. Jap. Bot. 49, 136
S.R. Gentner (1977): Uptake and transport of iron and phosphate by Vallisneria spiralis.- Aquatic Botany 3, 267-272
R.M. Lowden (1982): An approach to the taxonomy of Vallisneria L. (Hydrocharitaceae).- Aquatic Botany 13, 269-297
D. L. Correll, T. L. Wu (1982): Atrazine toxicity to submersed vascular plants in simulated estuarine microcosms.- Aquatic Botany 14, 151-158
S.Z.Yan (1982): J. Sci. Med. Jinan Univ. 2, 161
J.J. MacFarlane (1992): Permeability of the cuticle of Vallisneria spiralis to carbon dioxide and oxygen.- Aquatic Botany 43, 129-135
L. St-Cyr, D. Fortin, P.G.C. Campbell (1993): Microscopic observations of iron plaque of submerged aquatic plant (Vallisneria americana Michx).- Aquatic Botany 46(2), 155-167
S.W.L. Jacobs & K.A. Frank (1997): Notes on Vallisneria (Hydrocharitaceae) in Australia, with descriptions of two new species.- Telopea 7, 111-118
S.W.L. Jacobs (1999): Die Gattung Vallisneria L. (Hydrocharitaceae) in Australia (I).- Aqua Planta 3-99, 95-101
S.W.L. Jacobs (1999): Die Gattung Vallisneria L. (Hydrocharitaceae) in Australia (I).- Aqua Planta 4-99, 151-156
T. K. Van, G.S.Wheeler, T.D. Center (1999): Competion between Hydrilla verticilliata and Vallisneria americana as influenced by soil fertility.- Aquatic Botany 62(4), 225-233
G. Sainty & S.W.L. Jacobs (2003): Waterplants in Australia.- Sainty and Associates Pty Ltd
Li Zhongqiang, Dan Yu, Tu Manghui (2005): Seed germination of three species of Vallisneria (Hydrocharitaceae), and the effects of freshwater microalgae.- Hydrobiologia 544, 11-18
C. Hildebrand & M. Wilstermann-Hildebrand (2007): Die Gattung Vallisneria - Wasserschrauben im Aquarium.- Amazonas 9 (1/07), 78-82
D.
H. Les, S. W. L. Jacobs, N.
Tippery,
L. Chen, M. L. Moody, M. Wilstermann (2008): Systematics of Vallisneria
L. (Hydrocharitaceae). Systematic Botany 33, 49-65
Bogner, J.,
Wilstermann-Hildebrand, M. & Les, D. (2011): Die Gattung Vallisneria L. (Hydrocharitaceae).- Aqua
Planta 1-2011, 4-15
Bogner, J. (2011):
Die Gattung Vallisneria (Hydrocharitaceae)
-
ein Nachtrag.- Aqua Planta 2-2011, 49-51
© Wilstermann-Hildebrand 2008 - 2011
Besuchen
Sie uns bei Facebook.






