Gattung Echinodorus
-
Schwertpflanzen
Hinweis:
Die hier angegebenen
Maße (Wuchhöhe, Blattlänge etc.) eignen sich nicht zur
Artunterscheidung! Meistens handelt es sich im Stichproben, die in Gewächshauskultur
erfasst wurden. Jungpflanzen können deutlich kleiner sein, ältere
Mutterpflanzen deutlich größer. Außerdem gibt es deutliche
Unterschiede zwischen den Üerwasser- und Unterwasserformen bei den
Pflanzen dieser Gattung. Darum sind wir bemüht bei besonders variablen
Pflanzen Bilder von beiden Formen zu zeigen.
Die Gattungsbezeichnung Echinodorus soll sich von
lateinischen echinus = Igel (wegen der Früchte) und vom griechischen
dory = Lanze oder Speer (wegen der Blattform) ableiten (Genaust
2005).
Liste der hier vorgestellten Schwertpflanzen
Die Gattung
Echinodorus
umfasst gut 30 Arten in der Familie der Alismataceae (Froschlöffelgewächse).
Man findet sie im subtropischen und tropischen Amerika. Die wenigen Fundorte
in Asien und Afrika sind aus Verschleppung hervorgegangen. Es sind Wasser-
und Sumpfpflanzen mit einer grundständigen
Blattrosette. Manchmal sind sie zu groß für das Aquarium, aber
gewöhnlich dafür sehr gut geeignet. Die über die Wasseroberfläche
hinauswachsenden Blütenstände sind thyrsenförmig
und tragen weiße, zwittrige Blüten.
Echinodoren
sind gut an ein Leben am und unter Wasser angepasst. Wie es für Sumpf-
und Wasserpflanzen typisch ist, haben sie sehr viele Luftkanäle in
denen Sauerstoff und Kohlendioxid transportiert werden können. Auf
diese Weise können die Wurzeln auch dann noch mit ausreichend Sauerstoff
versorgt werden, wenn sie in einem schlammigen Substrat stehen.
Querschnitt durch den Stiel eines
Echinodorus-Blattes (20-fach vergrößert).
Das Gewebe enthält viele luftführende Gefäße.
Die Leitbündel, in denen Wasser und
Nährstoffe transportiert werden, bestehen
aus kleineren und dichteren Zellen.
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Die weißen Blüten von allen
Echinodorus-Arten sind sich recht ähnlich.
Zur Identifikation wird unter anderem die
Zahl der Staubblätter betrachtet.
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Die Vermehrung erfolgt in der Natur über Samen und
durch Ableger an den Blütentrieben. Bei einigen Arten/Sorten kann
man die Rhizome teilen. Die meisten Sorten
oder Arten im Handel werden in speziellen Laboren aus meristematischem
Gewebe vermehrt (in-vitro-Kultur).
Diese Gattung ist leicht züchterisch zu bearbeiten
und in Meristemkultur zu vermehren. Es kommen jährlich neue Sorten
auf den Markt. Besonders rotblättrige und gefleckte Formen werden
herausgezüchtet. Daher gibt es deutlich mehr Sorten als Arten im Handel.
Die Arten sind auf dieser Seite vorangestellt, dann folgen die Hybriden.
Beides jeweils in alphabetischer Reihenfolge. Die einzelnen Pflanzen sind
auch direkt aus der Tabelle am Seitenanfang wählbar.
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Arten
Echinodorus amazonicus
RATAJ 1970
Synonyme
oder Handelsbezeichnungen:
Echinodorus brevipedicellatus
Herkunft:
Brasilien, Amazonasgebiet
Aussehen:
Über und unter Wasser wird die Pflanze bis etwa
40 cm hoch. Der Blattstiel ist etwa 10 cm, die Spreite
bis 30 cm lang. Blattspreite lanzettlich,
rein grün, mit deutlich dunkler abgesetzten Blattadern. Oft sind die
Spreiten unsymmetrisch etwas zu einer Seite gebogen (säbelartig).
Die Blütenstände sind in der Landform überhängend,
unter Wasser flutend und entwickeln Adventivpflanzen. Die Blüten sind
relativ klein und haben meistens 9 Staubblätter.
Temperatur:
22-26 °C
pH-Wert:
6,5-7,2
Härte:
2-12 °KH
Licht:
mittel bis viel
Sonstiges:
An natürlichen Standorten stehen die Pflanzen bis
zu einem Meter tief im Wasser. In emerser Kultur bilden die Pflanzen nicht
so schnell Blätter, wie Echinodorus bleherae. Die Blätter
bleiben oft kleiner, so dass die Pflanzen im Handel weniger massig sind.
Die Verwandtschaftsverhältnisse von E. amazonicus,
E. bleherae und E. parviflorus diskutieren wir auch in Newsletter
Nr. 3.
Nach Haynes & Holm-Nielsen (1994), Somogyi (2006)
und Lehtonen (2007) sind E. amazonicus sowie E. parviflorus
und E. bleherae lediglich verschiedene kultivierte Formen der vielgestaltigen
Art Echinodorus grisebachii SMALL. Ihre Namen sind demnach
Synonyme von E. grisebachii.
Verwirrenderweise sind unter dem Namen Echinodorus
grisebachii seit vielen Jahren Pflanzen im Handel, die nichts mit dieser
Art zu tun haben, sondern zur Gruppe der klein bleibenden, Ausläufer
bildenden Schwertpflanzen um E. bolivianus (Gattung Helanthium)
gehören.
Doch es werden auch Pflanzen kultiviert, die Echinodorus
grisebachii genannt werden und tatsächlich zum Formenkreis dieser
Art gehören. Sie unterscheiden sich von Echinodorus bleherae,
E.
amazonicus und E. parviflorus (Kasselmann
2001, Rataj 2004).
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Echinodorus angustifolius RATAJ 1975
Synonyme:
-
Herkunft:
Brasilien (Matto Grosso)
Aussehen:
Über Wasser wird sie Pflanze etwa 20 cm hoch. Die
Blätter sind schmal-lanzettlich. Die Blütenblätter sind
wie bei Echinodorus tenellus waagerecht bis
sie welken. Unter Wasser bilden die Pflanzen hell grüne, bandförmige
bis 60 cm lange und 3 bis 4 mm breite Blätter. Dadurch entsteht eine
gewisse Ähnlichkeit mit Vallisnerien.
Temperatur:
20-28 °C
pH-Wert:
6,5-7,2
Härte:
2-12 °KH
Licht:
mittel bis viel
Sonstiges:
Über Wasser
bildet die Pflanze sehr viele Ausläufer. Die Blüten sind nicht
selten, aber nicht so zahlreich wie die von Echinodorus
quadricostatus. Die Pflanzen stellen sich nicht gut auf die Unterwasserkultur
um und sind darum in der Kultur nicht so unproblematisch wie die anderen
schmalblättrigen Formen. Die einzigen bekannten Umweltinformationen
stammen von einem Standort nahe der brasilianischen Stadt Carolina: Temperatur
24,8 °C, pH 7,0 und Leitfähigkeit 56 µS/cm.
Nach der Überarbeitung der Gattung Echinodorus
durch HAYNES & HOLM-NIELSEN (1994) werden alle schmalblättrigen
kleinen Formen, außer E. tenellus, zu der Art E. bolivinianus
zusammengefasst. Dazu gehören neben auch E. angustifolius,
E. latifolius, E. isthmicus, E. quadricostatus var.
quadricostatus und E. quadricostatus var.
xinguensis.
Unter dem Namen E. angustifolius sind auch Pflanzen
im Handel, die offenbar nicht zu diesem Taxon (im Sinne von Rataj 1975,
2004) gehören und in der Unterwasserform unter vergleichbaren Bedingungen
deutlich niedriger bleiben.
Die (über Wasser) klein bleibenden, Ausläufer
bildenden Echinodoren unterschieden sich in vielen Merkmalen von den "großen".
Sie sind nicht näher mit diesen verwandt und werden heute in die Gattung
Helanthium
gestellt (LEHTONEN 2007).
Diese Verwandtschaftsverhältnisse stellen wir im
Newsletter
Nr. 4 genauer vor.
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Echinodorus berteroi (SPRENGEL) FASSETT
Synonyme:
Alisma berteroi SPRENGEL
Alisma rostratum NUTALL
Echinodorus rostratum (NUTALL) ENGELMANN
Herkunft:
Mittelamerika
Aussehen:
Die Unterwasserform ist sehr variabel und bildet schmale,
leicht gewellte, bandförmige Jugendblätter. Die Folgeblätter
sind lanzettlich oder herzförmig.
Teilweise werden Schwimmblätter gebildet. Immer sind die submersen
Blattspreiten zelophanartig, transparent und hell grün. Die Pflanzen
wachsen bei Beleuchtungsdauern über 12 Stunden (Langtag) schnell aus
dem Wasser heraus und bilden dann herzförmige Landblätter auf
langen Stielen. Die Blütenthyrsen
überragen die Blätter um etwa 20 bis 30 cm. Auf die kleinen weißen
Blüten folgen oft die für Echinodorus typischen Igelfrüchte.
Die Pflanzen bilden von sich aus keine Adventivpflanzen. Man kann die Blütenstände
aber knicken und unter Wasser biegen. Dann bilden sich manchmal Ableger
an den Blütenansätzen.
Temperatur:
20-25 °C
pH-Wert:
6,0-7,0
Härte:
2-12 °KH
Licht:
mittel bis viel
Sonstiges:
Die Pflanzen
kommen selten in den Handel. Sie wird von Liebhabern aus Samen vermehrt.
Sie ist nicht einfach in der Kultur. Es ist möglich gut entwickelte
Exemplare zurück zu schneiden, wenn sie herausgewachsen sind. Dann
bilden sich erneut die schmalen Jugendblätter.
Neu ist diese
Art nicht. Sie wurde bereits in der Mitte der 60iger Jahre des letzten
Jahrhunderts kultiviert.
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Unterwasserform
Unterwasser- und Schwimmblätter
Blüte und Früchte
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Großblütige
Schwertpflanze
Echinodorus grandiflorus (CHAMISSO
& SCHLECHTENDAHL) MICHELI
Synonyme:
Echinodorus argentinensis
RATAJ 1970
Echinodorus floridanus HAYNES & BURKHALTER
1998
Herkunft:
Nördliches Argentinien, Uruguay, südöstliches
Brasilien und Nordwestflorida
Aussehen:
Über Wasser werden die Pflanzen bis ca. 1,80 m hoch.
Der Wurzelstock (Rhizom) ist sehr kräftig, bis ca. 3 cm dick und waagerecht
kriechend. Die derben Blätter der emersen Pflanzen haben dunkel grüne,
breit
lanzettliche bis breit ovale
Spreiten. Sie sind lang gestielt. Sie sind bis 1,20 m lang gestielt. Die
Blattstiele sind rund im Querschnitt. Durchscheinende Zeichnungen, die
man bei gepressten Blättern im Durchlicht und bei schwacher Vergrößerung
in den "Maschen" des Blattnervennetzes finden kann, sind bei dieser Art
als Striche und Punkte ausgebildet. Unter Kurztagsbedingungen werden kurz
gestielte, längliche, niederliegende "Winterblätter" gebildet,
die den Unterwasserblättern ähneln. Die verzweigten Blütenstände
sind aufrecht und bilden nicht immer Adventivpflanzen. Die Blüten
sind groß (3,5-5cm), haben 21-35 Staubblätter und duften schwach.
Temperatur:
15 - 26 °C
pH-Wert:
6,0-7,5
Härte:
2-12 °KH
Licht:
mittel bis viel
Sonstiges:
Es sind zwei Populationen in Kultur. Die eine wurde als
Echinodorus
floridanus beschrieben und stammt aus Nordwest-Florida. Die zweite
Form ist
Echinodorus argentinensis (im Sinne von Rataj (1975,
2004), die früher im Aquarienhandel war. Die Pflanzen sind heute in
Deutschland nicht mehr im Handel. Die als Echinodorus "argentinensis"
gehandelten Pflanzen haben nichts mit dieser Art zu tun, sondern gehören
zur Gruppe um Echinodorus palaefolius und
Echinodorus
subalatus.
Unter dem Namen E. grandiflorus (ssp. aureus) gehandelte
Pflanzen gehören meistens zur Art E. floribundus.
Die Blütenstände von E. grandiflorus entwickeln
sich oft nur nach kühler Überwinterung der Pflanzen. Die Art
stammt aus subtropischen Gebieten mit kühlen Wintern, in denen gelegentlich
leichte Fröste auftreten können.
Haynes & Holm-Nielsen (1994) fassen Echinodorus grandiflorus
und E. longiscapus ARECHAVALETA zusammen als eine Unterart von E.
grandiflorus auf (E. grandiflorus ssp. grandiflorus), während
Rataj (1975, 2004) diese als eigenständige Arten betrachtet (E.
argentinensis, E. longiscapus). Lehtonen (2007) begründet anhand
molekularer, morphologischer und ökologischer Daten, dass sich Echinodorus
grandiflorus und E. longiscapus tatsächlich als Arten voneinander
und von dem nah verwandten E. floribundus abgrenzen lassen.
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Mutterpflanzenbestand in der Gärtnerei
Horticulturas Las Lucanas auf Teneriffa.
Blüte von E. grandiflorus ssp. aureus
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Breite
Amazonas-Schwertpflanze
Echinodorus bleherae RATAJ 1970
Herkunft:
Tropisches Südamerika
Synonyme oder Handelsbezeichnungen:
Echinodorus bleheri
Aussehen:
Diese Schwertpflanze wird über Wasser bis etwa 40
cm hoch. Die Blattstiele sind bis 25 cm lang und damit oft länger
als die Spreite. Die Blätter sind
hellgrün, mit lanzettlicher, 10
bis 16 cm langer und 4 bis 6,5 cm breiter Spreite. Manchmal sind die Spreiten
etwas sichelförmig gebogen. Das Verhältnis von Breite zu Länge
beträgt 1 : 2,2 bis 2,8. Unter Wasser werden die Spreiten zwischen
14 und 26 cm lang und 6 bis 9 cm breit. Mit bis zu 30 cm Länge können
auch dann die Blattstiele noch deutlich länger sein als die Spreiten.
Das Verhältnis von Blattlänge zu Blattbreite verschiebt sich
zu 1 : 2,8 bis 3,5.
Die Blütenstände sind in der Landform überhängend,
unter Wasser flutend und entwickeln Adventivpflanzen. Die Blüten sind
relativ klein und haben meistens 9 Staubblätter.
Temperatur:
22-30 °C
pH-Wert:
6,0-7,5
Härte:
2-18 °KH
Licht:
mittel bis viel
Sonstiges:
Diese Schwertpflanze wird sehr groß und eignet
sich darum erst für Aquarien ab 100 Liter. Eine Beckenhöhe von
mindestens 40 cm ist zu empfehlen. In flacheren Becken wachsen die Pflanzen
heraus und die Blätter können bei Kontakt mit der Beleuchtung
eintrocknen. Die Art blüht im Aquarium nur selten. Der Bedarf an Eisen
und Spurenelementen ist hoch. Bei Temperaturen unter 22 °C ist die
Fähigkeit zur Nährstoffaufnahme eingeschränkt.
Die Art wurde zwar als Echinodorus bleheri
beschrieben, heißt wissenschaftlich richtig aber E. bleherae.
Weil
sie in der Erstbeschreibung zu Ehren von Frau Amanda Bleher benannt wurde,
ist taxonomisch die weibliche Form vorgeschrieben. Es ist allerdings zu
bezweifeln, dass sich dieser Name je durchsetzen wird. Diese Pflanze wird
häufig auch als Echinodorus paniculatus
bezeichnet, dabei handelt es sich aber um eine andere Art.
Nach Haynes & Holm-Nielsen (1994), Somogyi (2006)
und Lehtonen (2007) sind E. bleherae sowie E. amazonicus
und E. parviflorus lediglich verschiedene kultivierte Formen der
vielgestaltigen Art Echinodorus grisebachii SMALL. Ihre Namen
sind demnach Synonyme von E. grisebachii.
Verwirrenderweise sind unter dem Namen Echinodorus grisebachii
seit vielen Jahren Pflanzen im Handel, die nichts mit dieser Art zu tun
haben, sondern zur Gruppe der klein bleibenden, Ausläufer bildenden
Schwertpflanzen um E. bolivianus (Gattung Helanthium) gehören.
Doch es werden auch Pflanzen kultiviert, die Echinodorus
grisebachii genannt werden und tatsächlich zum Formenkreis dieser
Art gehören. Sie unterscheiden sich von Echinodorus bleherae,
E.
amazonicus und E. parviflorus (Kasselmann 2001, Rataj 2004).
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Kleine
Amazonas-Schwertpflanze
E. bolivianus (RUSBY) HOLM-NIELSEN 1979
Synonyme:
Alisma bolivianum
RUSBY
1927
Alisma tenellus
var. latifolius SEUBERT
Echinodorus
tenellus var. latifolius (SEUBERT) FASSETT
Herkunft:
Brasilien
Aussehen:
In der Landform sind die Blätter rein grün
und lanzettlich. Die Spreiten
sind zwischen 5 und 7 cm lang und (1 bis) 1,5 cm breit. Der Blattstiel
ist in der Regel länger als die Spreite und kann eine Länge von
ca. 10 cm erreichen. Die Pflanzen bilden reichlich Ausläufer und Blüten.
Unter Wasser werden sie ca. 15 cm hoch. Dann sind die Blätter kurz
gestielt und schmal lanzettlich.
Temperatur:
22-28 °C
pH-Wert:
6,5-7,5
Härte:
2-12 °KH
Licht:
viel
Sonstiges:
Nur in grösseren Becken für den Vordergrund
geeignet. Bei Becken mit geringer Höhe (< 40 cm) in den Mittelgrund
pflanzen. Es kommt zu einer Rasenbildung durch Ausläufer. Zeigt sehr
früh Eisenmangelsymptome.
Nach der Überarbeitung der Gattung Echinodorus
durch HAYNES & HOLM-NIELSEN (1994) werden alle schmalblättrigen,
klein bleibenden, Ausläufer bildenden Formen, außer E. tenellus,
zu der Art E. bolivinianus zusammengefasst. Dazu gehören neben
auch E. angustifolius, E. latifolius, E. isthmicus,
E.
quadricostatus var. quadricostatus und
E. quadricostatus var. xinguensis.
Die kleinbleibenden, Ausläufer bildenden Echinodoren
unterschieden sich in vielen Merkmalen von den "großen". Sie sind
nicht näher mit diesen verwandt und werden heute in die Gattung
Helanthium
gestellt
(LEHTONEN 2007).
Diese Verwandtschaftsverhältnisse stellen wir im
Newsletter
Nr. 4 genauer vor. |
Echinodorus bolivianus
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Herzförmiger
Froschlöffel
Echinodorus cordifolius (LINNÉ) GRISEBACH
1857
Synonyme:
Alisma cordifolium LINNÉ 1753
Echinodorus ovalis WRIGHT
Herkunft:
Mittleres und südliches Nordamerika, östliches
Mexiko, karibische Inseln, Küstenregion von Kolumbien und Venezuela,
Pantanal-Gebiet von Brasilien und Paraguay
Aussehen:
Vielgestaltige Art. Über Wasser werden die Pflanzen
40 bis 90 cm hoch. Die hell- bis mittelgrünen, in der Jugend oft rotbraun
gefleckten Blätter sind 11 bis 60 cm lang gestielt. Die Blattstiele
sind im Querschnitt rund bis nahezu dreikantig. Die eiförmigen Spreiten
haben eine herzförmige bis verschmälerte
Basis und eine spitze bis stumpfe
Spitze. Die Spreiten sind 7 bis 30
cm lang und 4 bis 20 cm breit. Unter Wasser sind die Blätter elliptisch
und weisen zum Teil rötliche Färbungen auf. Es können Schwimmblätter
gebildet werden. Die Blütenstände sind überhängend
bis kriechend, verzweigt oder unverzweigt, erreichen eine Länge von
bis zu 2 Metern (Echinodorus ovalis) und entwickeln stets Adventivpflanzen.
Die Blüten sind relativ groß (bis 3,5 cm) und mitunter sehr
lang gestielt (bis 7,5 cm).
Temperatur:
22-28 °C
pH-Wert:
6,5-7,5
Härte:
5-15 °KH
Licht:
mittel bis viel
Sonstiges:
Es gibt verschiedene Formen und Auslesen, z. B. ´Ovalis´,
´Fluitans´ und ´Marble Queen´.
Wegen der Grösse sind viele Formen dieser Art nur
gut für Aquarien ab 250 l aufwärts als Solitär geeignet.
Wenn die flutenden und aus dem Wasser wachsenden Blätter nicht entfernt
werden, wirft die Pflanze die submersen Blätter ab. Die Pflanzen blühen
im Aquarium nur, wenn sie herauswachsen können. Es bilden sich weiße
Blüten, die sich mit einem Pinsel oder im Gewächshaus oder am
Teich durch Insekten bestäuben lassen. Die Samen sind keimfähig
und entwickeln sich in flachem Wasser in der Regel problemlos zu Jungpflanzen.
Adventivpflanzen am Blütenstängel sollten erst entfernt werden,
wenn sie etwa 6 Blätter und gut ausgebildete Wurzeln haben. Wahrscheinlich
gehören E. maculatus, E. schlueteri und die verschiedenen
als E. aschersonianus kultivierten Pflanzen zum Formenkreis von
E.
cordifolius.
Unter dem Namen E. cordifolius sind auch Pflanzen
im Handel erhältlich, die nicht zu dieser Art, sondern zu E. floribundus
gehören. |
Echinodorus cordifolius im
Botanischen Garten Göttingen
Überwasserblatt
Unterwasserblatt einer
schmalblättrigen Form
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Niederliegende
Schwertpflanze
Echinodorus decumbens KASSELMANN
2000
Herkunft:
Ostbrasilien, Typusstandort am Rio Surubim
Aussehen:
Über Wasser sind die Pflanzen b50 bis 90 cm hoch.
Die Blattstiele sind kantig. Sie werden bis etwa 45 cm lang. Die Spreiten
sind lanzettlich, 15 bis 30 cm lang und 1,5 bis 7 cm breit. Das Rhizom
ist kurz und knollig. Der Blütenstand ist sehr lang und kippt um,
so dass er am Boden liegt ("decumbens" = niederliegend). Es werden Blüten
und Adventivpflanzen gebildet. Der Blütenstandstiel ist dreikantig,
30 bis 40 cm lang und unbehaart. Der Blütenstand besteht aus 8 bis
11 Etagen von Quirlen mit bis zu 9 Blüten. Am untersten Quirl ist
manchmal eine Verzweigung. Die Gesamtlänge kann bis zu 2 Meter betragen.
An den Quirlen sind Hochblätter (Brakteen). Diese sind schmal dreieckig,
bis 5 cm lang und an der breitesten Stelle 5 mm breit. Die Blüten
sind etwa 2 cm groß. Der Böütenstiel ist etwa 1 cm lang.
Die grünen Kelchblätter sind ca. 5 mm lang und 4 mm breit, die
Kronblätter weiß, mit einer Größe von ca. 1,2 x 1
cm. Jede Blüte hat 12 Staubblätter. Die Nüße sind
abgeflacht, verkehrt eiförmig mit einem Schnabel. Sie sind ca. 3 mm
lang und 1,3 mm breit.
Unter Wasser bildet die Pflanze sehr schnmale, linealische
Blätter, mit ca. 20 cm langen und 0,5 bis 1,5 cm breiten Spreiten.
Sie wird etwa 30 bis 40 cm hoch.
Temperatur:
25-30 °C
pH-Wert:
6,7-7,5
Härte:
1-15 °KH
Licht:
viel
Sonstiges:
Chromosomenzahl 2 n = 20 (Kasselmann
2001)
Die Pflanzen sollen sich gut im Aquarium kultivieren
lassen. Mir ist es aber nie gelungen die Pflanzen von der Überwasserkultur
umzustellen. Möglicherweise lag das an einem Lichtmangel. Nährstoffreicher
Bodengrund ist notwendig. |
Echinodorus decumbens
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Echinodorus floribundus (SEUBERT) SEUBERT
Synonyme:
Echinodorus grandiflorus ssp. aureus (FASSETT)
HAYNES & HOLM-NIELSEN
Herkunft:
Mexiko und Kuba bis Paraguay und Nordargentinien
Aussehen:
Über Wasser werden die Pflanzen bis 120 cm hoch.
Der Wurzelstock (Rhizom) kriecht waagerecht und ist sehr kräftig.
Die hell- bis mittelgrünen, ledrigen Blätter sind bis 90 cm lang
gestielt, fast rund und tief herzförmig
mit abgerundeter oder stumpfer Spitze.
Die Spreiten sind 10 bis 40 lang und 7-40 cm breit. Die Blattstiele sind
im Querschnitt rund und weisen Längsriefen auf. Durchscheinende Zeichnungen,
die man bei gepressten Blättern im Durchlicht und bei schwacher Vergrößerung
in den "Maschen" des Blattnervennetzes finden kann, sind bei dieser Art
als Punkte ausgebildet.
Die Oberfläche der Stiele und die Unterseite der
Blattnerven sind durch Besatz mit Warzen und Sternhaaren rau. Die ausladend
verzweigten Blütenstände stehen aufrecht und werden bis zu 3
Meter hoch und entwickeln nicht immer Adventivpflanzen. Die Blüten
sind relativ groß (3-4 cm) und haben 24-30 Staubblätter. .
Temperatur:
22-28 °C
pH-Wert:
6,5-7,5
Härte:
5-15 °KH
Licht:
mittel bis viel
Sonstiges:
Diese Pflanzen werden im Handel als Echinodorus cordifolius
oder E. grandiflorus (ssp. aureus) verkauft. Sie können
sich z.B. in oben offenen Aquarien zu imposanten Exemplaren entwickeln.
In der Gärtnerei ZooLogiCa (Altlandsberg) wird eine Form kultiviert,
die besonders dicht mit stachligen Haaren besetzt ist und aus dem südlichen
Paraguay stammt. Sie gehört ebenfalls zu E. floribundus.
Haynes & Holm-Nielsen (1994) fassen Echinodorus
floribundus als eine Unterart von E. grandiflorus auf (E.
grandiflorus ssp. aureus), während Rataj (1975, 2004) sie als
eigenständige Art betrachtet (irrtümlich unter dem Namen E.
grandiflorus). Lehtonen (2007) begründet anhand molekularer, morphologischer
und ökologischer Daten, dass sich E. floribundus tatsächlich
als Art von den nah verwandten Arten E. grandiflorus und E. longiscapus
abgrenzen
lässt.
Jungpflanzen von
Echinodorus floribundus
aus dem Handel
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E. floribundus aus Südparaguay
E. floribundus aus Südparaguay
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Echinodorus gabrielii RATAJ 1990
Herkunft:
Südamerika, Brasilien
Aussehen:
Über Wasser wird diese hellgrüne Pflanze etwa
35 cm hoch. Die Blätter sind elliptisch
bis eiförmig mit spitzer
Spitze. Die Spreite ist 11 bis 16
cm lang und 6 bis 9 cm breit. Sie ist derb und fest. Die Blattbasis ist
abgerundet
oder gestutzt. Unter Wasser wird die Pflanze etwa 5 bis 20 cm hoch. Die
Spreiten
sind 5 bis 8 cm lang und 1,5 bis 2,5 cm breit.
Temperatur:
22-28 °C
pH-Wert:
6,0-7,5
Härte:
1-15 °KH
Licht:
viel bis sehr viel
Sonstiges:
Diese Art ist im Gewächshaus sehr anfällig
für Pilzerkrankungen und lässt sich nicht gut produzieren. Darum
ist die Pflanze nicht oft im Handel.
Im Aquarium ist die Kultur nicht einfach. Da Informationen
zu den Umweltbedingungen am natürlichen Standort fehlen, ist nicht
bekannt, welche Ansprüche die Art hat. Es wird von Christel Kasselmann
(2001) ein sehr heller Standort und ein lehmhaltiger. nährstoffreicher
Bodengrund empfohlen. Das Wachstum ist langsam.
Benannt wurde die Art nach dem Tschechen Pavel Gabriel. |
emerse Form von E. gabrielii
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Horizontale
Schwertpflanze
Echinodorus horizontalis RATAJ 1969
Herkunft:
Südamerika
Aussehen:
Über Wasser wird die Pflanze zwischen 30 und 50
cm hoch. Die Blätter sind hellgrün, oft chlorotisch, herzförmig
mit zugespitzter Spitze. Das Herzblatt
ist zart rötlich-braun. Die Spreite ist zwischen 10 und 15 cm lang
und 5,5 bis 8 cm breit. Das Verhältnis von Breite zu Länge beträgt
etwa 1 : 1,6 bis 1,9. Die Blattstiele werden bis 30 cm lang. Unter Wasser
wird die Pflanze nur etwa 15 bis 20 cm hoch. Blattform und -farbe verändern
sich nicht.
Durchscheinende Zeichnungen, die man bei gepressten Blättern
im Durchlicht und bei schwacher Vergrößerung in den "Maschen"
des Blattnervennetzes finden kann, sind bei dieser Art als Netzwerk ausgebildet,
das die Blattnerven schneidet.
Die Blütenstände sind überhängend
bis niederliegend und entwickeln Adventivpflanzen. Die Kelchblätter
der nur für eine kurze Zeit des Tages geöffneten Blüten
vergrößern sich nach dem Abblühen deutlich und umschließen
die sich entwickelnden Nüsschen wie eine Kapsel.
Temperatur:
22-28 °C
pH-Wert:
6,0-7,5
Härte:
1-15 °KH
Licht:
schwach bis viel
Sonstiges:
Diese Art ist im Gewächshaus sehr anfällig
für Pilzerkrankungen. Pflanzen aus in-vitro-Kultur überleben
nur zu einem sehr geringen Teil. Ableger von etablierten Mutterpflanzen
wachsen besser, sehen aber in der Regel nicht gut aus. Weil die Produktion
dieser Pflanzen so schwierig ist, sind sie heute kaum noch im Handel. Dennoch
ist E. horizontalis eine schöne, empfehlenswerte Aquarienpflanze.
E. horizontalis ist der Art E.
tunicatus sehr ähnlich, die erst seit kurzer Zeit in Kultur
ist.
Im Aquarium wachsen die Pflanzen gut und bilden sogar
unter Wasser Ableger. Das macht diese Schwertpflanze zu einer sehr empfehlenswerten
Art auch für kleine Aquarien. |
Echinodorus horizontalis
Blüte von E. horizontalis
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Echinodorus inpai RATAJ 1981
Herkunft:
Brasilien, Rio Aripuana, Mato Grosso
Aussehen:
Die Blattstiele werden bis zu 60 cm lang. Die Spreiten
sind lanzettlich und zwischen 6 und 25 cm lang und 3 bis 9 cm breit. Der
Blütenstand ist aufrecht. Er übberegt die Blätter nicht,
ist nur ca. 15 bis 20 cm lang. Zwischen den einzelnen Quirlen ist der Blütenstandstiel
dreikantig. Die Blüten haben nur sehr kurze Stiele. Sie sind ca. 0,8
bis 1,2 cm groß und haben 12 Staubblätter. Die Nußfrüchte
haben eine einzige Drüse und einen langen Schnabel (Kasselmann
2001).
Sonstiges:
Die Pflanzen sind in Kultur, wachsen aber im Aquarium
schlecht.
Es ist nicht ganz sicher, dass es sich um eine eigene
Art handelt. Hauptunterschied zu E. subalatus sind längere
durchscheinende Linien in den Blättern. E. subalatus ist auch
insgesamt kleiner, die Blütenstände überragen die Blätter
und die Pflanzen wachsen unter Wasser. |
Echinodorus inpai
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Echinodorus maculatus
Herkunft:
nicht bekannt, möglicherweise stammt sie von Ursprungspflanzen
aus Argentinien ab
Handelsbezeichnung:
Echinodorus schlüteri (siehe "Sonstiges"!)
Aussehen:
Über Wasser werden die Pflanzen bis 50 cm hoch.
Die Blattstiele können bis zu 40 cm Länge erreichen. Die Blattspreiten
sind oval, bis 20 cm lang und 10 cm breit. Die Blattbasis ist herzförmig,
selten gestutzt. Auf dem jeweils jüngsten
Blatt befinden sich verschwommene rotbraune Flecken, die immer heller werden
und oft schon vor der vollständigen Entfaltung der Spreite
verschwinden. Die Blütenstände sind einfach oder verzweigt überhängend
bis niederliegend und entwickeln Adventivpflanzen. Die Blüten sind
relativ groß.
Unter Wasser bleiben die Pflanzen meistens deutlich kleiner,
die Blätter sind kurz gestielt und haben länglichere Spreiten
als in der Landform.
.
Temperatur:
20-30 °C
pH-Wert:
6,0-8,0
Härte:
4-18 °KH
Licht:
mittel bis viel
Sonstiges:
Die Pflanze ist sehr anfällig gegen Pilzbefall und
lässt sich darum nicht besonders gut emers vermehren. Das Wachstum
ist mittelmäßig. Im Kurztag entwickeln sich an emersen Pflanzen
kleine, kurz gestielte, flach ausgebreitete "Winterblätter".
Doch es handelt sich um eine sehr gute, anspruchslose
Aquarienpflanze für den Vorder- und Mittelgrund, die offenbar besonders
stickstoffliebend ist. Blütenstände entwickeln sich oft auch
an submersen Pflanzen. Die Varietät E. schlüteri ´Bicolor´
oder ´Leopard´ wächst in emerser Kultur langsamer und
ist noch anfälliger.
Somogyi (2006) bemängelt, dass die Pflanze unter
vielen verschiedenen Namen in Kultur ist (E. aschersonianus ´Rubraomaculatus´,
E. aspersus, in Deutschland meistens E. schlüteri). Da sie aus
der Gärtnerei von Karel Rataj stammt und darüber hinaus keine
sichere Herkunft bekannt ist, lässt sich eine gültige Erstbeschreibung
nicht an Hand von Herbarbelegen von einem Naturstandort nachweisen. Darum
kommt er zu dem Schluß, dass es das Beste ist einen neuen Namen für
diese Pflanze zu vergeben. Aus diesem Grunde wurde 2006 diese Pflanze von
ihm als Echinodorus maculatus neu beschrieben. Entsprechend gehört
dann auch die Selektion ´Leopard´ zu E. maculatus.
Als Echinodorus schlüteri RATAJ ist
allerdings eine andere Pflanze beschrieben worden, und somit bleibt dieser
Name erhalten. Bei ihr ist der Wuchs schlanker, die Blattränder sind
nicht gewellt und die Blattspitze ist stumpf. Außerdem fehlen die
rötlichen Punkte auf den Blättern und es werden immer nur einfache
Blütenstände ausgebildet. Dieser "echte" E. schlüteri
ist
fast nicht zu unterscheiden von einem Echinodorus, der in der ehemaligen
DDR als E. aschersonianus bekannt war, zwischenzeitlich fast aus
der Kultur verschwunden, aber vor einigen Jahren "wiederentdeckt" worden
ist (Quester 2001).
E. maculatus gehört wahrscheinlich, wie auch
E.
schlüteri und die verschiedenen als E. aschersonianus kultivierten
Pflanzen, zum Formenkreis der vielgestaltigen Art E. cordifolius. |
Mutterpflanze von E. maculatus
Gut entwickelte Exemplare bilden
Speicherknollen an den Wurzeln, die
ihnen helfen Energie für Zeiten mit
ungünstigen Umweltbedingungen
zu speichern (Hochwasser z. B.).
|
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Gewelltblättrige
Schwertpflanze
Echinodorus major (MICHELI) RATAJ 1967
Herkunft:
Südamerika, östliches Brasilien
Aussehen:
Vor allem unter Kurztag-Bedingungen bildet die Pflanze
niederliegende Blätter aus. Allerdings sind die Blattstiele auch im
Sommer nicht senkrecht, sondern nur in einem flachen Winkel angehoben.
Es werden nur wenige, unverzweigte, etwa 20 bis 30 cm lange, aufrechte
Blütenstandstiele gebildet. Daran sitzen nach dem Abblühen dicht
gedrängt die Jungpflanzen. Die Blüten sind relativ klein
und haben i.d.R. 12 Staubblätter. Die Pflanzen werden unter Wasser
etwa 60 cm hoch. Die Blätter schmal lanzettlich
und am Rand stark gewellt. Sie sind hell grün. Über Wasser werden
sie etwa 20 cm lang und 5 cm breit. Oft sind sie kleiner.
Temperatur:
24-28 °C
pH-Wert:
6,0-7,5
Härte:
1-15 °KH
Licht:
mittel bis viel
Sonstiges:
Haynes & Holm-Nielsen (1994) und Lehtonen (2007)
stellen E. major in die Synonymie von E. martii. Nach Somogyi
(2006) unterscheiden sich jedoch die Typusbelege von Echinodorus
martii und E. major deutlich voneinander. Die kultivierten Pflanzen
entsprechen demnach E. major, während es sich bei E. martii
offenbar um eine andere Art handelt, die nicht in Kultur ist.
Diese Art ist schlecht für die Gewächshauskultur
geeignet. Sehr anfällig für Pilze. Neigt auch bei hohem Nährstoffangebot
zu Mangelerscheinungen und zeigt meist Krüppelwuchs. Daher schwer
im Handel zu bekommen. |
Echinodorus major in emerser Kultur
Adventivpflanzen von E. major
|
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Echinodorus osiris RATAJ 1970
Herkunft:
Südbrasilien, seit 1961 in Kultur
Aussehen:
Über Wasser wird die Pflanze etwa 50 cm hoch. Dabei
werden die Blattstiele bis zu 70 cm lang. Die Blattspreiten
sind elliptisch bis eiförmig.
Sie sind bei blühreifen Pflanzen etwa 12 bis 25 cm lang und 5-15 cm
breit. Bei jungen Pflanzen sind sie kleiner. Unter Wasser erreichen die
Pflanzen eine Höhe von 20-40 cm. Die lanzettlichen
Spreiten sind 10 bis 30 cm lang und 3 bis 10 cm breit. Die Blattstiele
sind dann deutlich kürzer als die Spreiten. Das Herzblatt ist rötlich.
Temperatur:
18-28 °C
pH-Wert:
6,0-7
Härte:
1-15 °KH
Licht:
mittel bis sehr viel
Sonstiges:
Die Art gehört zum gleichen Formenkreis wie Echinodorus
uruguayensis. An den Naturstandorten sinken die Wassertemperaturen
im Winter aus 12 bis 15 °C ab. Die Pflanzen bleiben während dieser
Zeit mit Laub im Wasser stehen, zeigen aber keinen Zuwachs. Wachstum ist
erst bei höheren Temperaturen zu erwarten. Um gutes An- und Weiterwachsen
zu erzielen sollte die Temperatur nicht unter 20°C liegen.
links submerse Wuchsform von E. osiris;
rechts emers
|
Junges Blatt eines tetraploiden
Echinodorus osiris im
Botanischen Garten Göttingen
Blüte vom tetraploiden E. osiris
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Echinodorus palaefolius (NEES & MARTIUS)
MACBRIDE 1931
Herkunft:
Südamerika
Synonyme:
Die Pflanze wurde ursprünglich als Sagittaria
palaefolia NEES & MARTIUS 1823 beschreiben und später der
Gattung Echinodorus zugeordnet. Entsprechend ist S. palaefolia das
Basionym dieser Art. Als Synonyme werden dagegen jüngere Namen bezeichnet.
Handelsbezeichnungen:
"Echinodorus rigidifolius"
"Echinodorus argentinensis"
Echinodorus "frankoiana"
Aussehen:
Dunkelgrüne, 30 bis 70 cm große Schwertpflanze
mit ovalen, z.T. etwas zugespitzten
Blättern. Die Blattspreiten sind zwischen 8 und 18 cm lang und 5 bis
13 cm breit. Das Verhältnis von Breite zu Länge liegt bei etwa
1 : 1,2 bis 1,8. Die Blattstiele haben eine deutliche Rinne auf der Oberseite
sowie eine Anzahl tiefer Längsriefen.
Mindestens zwei kultivierte Formen von E. palaefolius
haben
unter dem Blattansatz eine Verdickung, ein sogenanntes Scheingelenk. Unter
Wasser werden die Blattspreiten 30 cm
lang und 8 bis 12 cm breit (Handelsname: Echinodorus rigidifolius).
Eine andere Population in Kultur hat dunkelgrüne
Blätter mit breit lanzettlichen Spreiten. Es ist kein Scheingelenk
sichtbar (Handelsbezeichnung: Echinodorus argentinensis). Die Blütenstände
sind verzweigt, im Querschnitt dreikantig und geflügelt. Laut der
Artbeschreibung z.B. in Lehtonen (2007) sind die Blütenstände
der natürlichen Populationen aufrecht und entwickeln keine Adventivpflanzen.
Kultivierte Formen von E. palaefolius haben jedoch überhängende
bis niederliegende Blütenstände mit Adventivpflanzen.
Die Blüten sind relativ klein und haben i.d.R. 12
Staubblätter.
Temperatur:
22-28 °C
pH-Wert:
6,0-7,5
Härte:
1-15 °KH
Licht:
mittel bis sehr viel
Sonstiges:
Diese Art wird sehr groß und eignet sich nur für
Aquarien mit einer Höhe über 40 cm.
Die Pflanzen, die in heutiger Zeit unter dem Namen E.
argentinensis im Handel sind, gehören zur Artengruppe um E.
palaefolius und E. subalatus. Sie haben jedoch nichts mit den
"echten" Echinodorus argentinensis zu tun, der zu Echinodorus
grandiflorus gehört.
Neben E. subalatus ist E. palaefolius eng
mit E. decumbens und E. inpai verwandt (Lehtonen 2007). Diese
Arten haben u.a. relativ kleine Blüten mit 12 Staubblättern sowie
rinnige, geriefte Blattstiele gemeinsam. |
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Rispige
Schwertpflanze
Echinodorus paniculatus MICHELI 1881
Herkunft:
Mexiko bis Argentinien
Synonyme:
Aussehen:
Über Wasser wird die Pflanze etwa 100 cm hoch. Die
Blattstiele sind steif aufrecht und im Querschnitt dreikantig. Sie werden
bis zu 75 cm lang und 0,5 bis 1 cm dick. Die Blattspreiten
sind lanzettlich bis schmal eiförmig.
Sie sind mit ca. 10 bis 25 deutlich kürzer als die Blattstiele. Sie
werden bis zu 8 cm breit und sind mittel bis dunkel grün. Die submersen
Blätter sind hell grün, linealisch
bis bandförmig. Sie sind gestielt mit herablaufender Basis. Die Blütenstände
sind meist nicht höher als die Blätter.
Temperatur:
22-28 °C
pH-Wert:
6,0-7,5
Härte:
1-15 °KH
Licht:
mittel bis sehr viel
Sonstiges:
Die Pflanzen sind selten im Handel. Die Umstellung von
emerser auf submerse Kultur ist schwierig und dauert lange, weil die Pflanzen
recht langsam wachsen. |
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Schwarze
Schwertpflanze
Echinodorus parviflorus
Herkunft:
Peru, Bolivien
Aussehen:
Die Pflanzen ähneln sehr stark E.
bleherae und E. amazonicus. Sie sind
etwa 35 cm hoch. Die Blätter sind gestielt, lanzettlich,
leuchtend grün, bis 40 cm lang und 5 cm breit. Die Blattadern sind
bei submersen Pflanzen oft rötlich-schwarz,
wovon sie ihren Trivialnamen haben.
Die Blütenstände sind in der Landform überhängend,
unter Wasser flutend und entwickeln Adventivpflanzen. Die Blüten sind
relativ klein und haben meistens 9 Staubblätter.
Temperatur:
20-28 °C
pH-Wert:
6,0-7,8
Härte:
2-15 °KH
Licht:
mittel bis viel
Sonstiges:
Für Aquarien
ab 100 Liter; schnellwüchsig, monatlich zwei bis drei neue Blätter.
Die Rosette kann aus bis zu 60 Blättern bestehen. Für ein gutes
Wachstum sind Eisendüngung und nährstoffreicher Boden von Vorteil.
Der deutsche Name leitet sich von der rötlich braunschwarzen Farbe
der Blattadern ab, die allerdings nur bei den Herzblättern ausgeprägt
ist und mit zunehmendem Alter vergrünt.
Nach Haynes & Holm-Nielsen (1994), Somogyi (2006)
und Lehtonen (2007) sind E. parviflorus sowie E. amazonicus
und E. bleherae lediglich verschiedene kultivierte Formen der vielgestaltigen
Art Echinodorus grisebachii SMALL. Ihre Namen sind demnach
Synonyme von E. grisebachii.
Verwirrenderweise sind unter dem Namen Echinodorus grisebachii
seit vielen Jahren Pflanzen im Handel, die nichts mit dieser Art zu tun
haben, sondern zur Gruppe der klein bleibenden, Ausläufer bildenden
Schwertpflanzen um E. bolivianus (Gattung Helanthium) gehören.
Doch es werden auch Pflanzen kultiviert, die Echinodorus
grisebachii genannt werden und tatsächlich zum Formenkreis dieser
Art gehören. Sie unterscheiden sich von Echinodorus bleherae,
E.
amazonicus und E. parviflorus (Kasselmann 2001, Rataj 2004).
|
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Kleine
Amazonas-Schwertpflanze
E. quadricostatus (FASSETT) RATAJ
Synonyme:
Echinodorus
quadricostatus var. magdalenenis FASSETT 1955
Echinodorus
quadricostatus var. xinguensis (FASSETT) RATAJ
Handelsbezeichnungen:
Echinodorus magdalenensis
Echinodorus "grisebachii"
Herkunft:
Brasilien
Aussehen:
Die Blätter sind rein grün und lanzettlich.
Die Spreiten sind zwischen 5 und 7 cm lang und (1 bis) 1,5 cm breit. Der
Blattstiel ist in der Regel länger als die Spreite
und kann eine Länge von ca. 10 cm erreichen. Die Pflanzen bilden reichlich
Ausläufer und Blüten. Unter Wasser werden sie ca. 15 cm hoch.
Dann sind die Blätter kurz gestielt und schmal lanzettlich.
Temperatur:
22-28 °C
pH-Wert:
6,0-7,5
Härte:
2-12 °KH
Licht:
mittel bis viel
Sonstiges:
Nur in grösseren Becken für den Vordergrund
geeignet. Bei Becken mit geringer Höhe (< 40 cm) in den Mittelgrund
pflanzen. Es kommt zu einer Rasenbildung durch Ausläufer. Zeigt sehr
früh Eisenmangelsymptome.
Nach der Überarbeitung der Gattung Echinodorus
durch HAYNES & HOLM-NIELSEN (1994) werden alle schmalblättrigen
kleinen Formen, außer E. tenellus, zu der Art E. bolivinianus
zusammengefasst. Dazu gehören neben dieser auch E. angustifolius,
E. latifolius, E. isthmicus, E. quadricostatus var. quadricostatus und
E. quadricostatus var. xinguensis.
Die kleinbleibenden, Ausläufer bildenden Echinodoren
unterschieden sich in vielen Merkmalen von den "großen". Sie sind
nicht näher mit diesen verwandt und werden heute in die Gattung
Helanthium
gestellt
(LEHTONEN 2007).
Diese Verwandtschaftsverhältnisse stellen wir im
Newsletter
Nr. 4 genauer vor. |
Echinodorus magdalenensis
Blüten einer breiten Form
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Grasartige
Amazonas-Schwertpflanze
Echinodorus tenellus (MARTIUS) BUCHENAU 1868
Synonyme:
Alisma tenellum MARTIUS 1830
Alisma ranunculoides var.brasiliense
Helianth(i)um parvulum
Echinodorus parvulus
Herkunft:
Brasilien bis USA
Aussehen:
Die Pflanzen werden bis 10 cm hoch. Die Blätter
sind gestielt und lanzettlich. Unter
Wasser sind die Spreiten bis 6 cm lang und die Stiele sehr kurz. Manchmal
erreichen die Blätter unter Wasser nur eine Breite von etwa 2 bis
3 mm.
Temperatur:
22-30 °C
pH-Wert:
6,0-7,5
Härte:
2-12 °KH
Licht:
mittel bis viel
Sonstiges:
Durch dichte Ausläufer bildet sich ein kurzer Rasen.
Die Pflanzen müssen regelmäßig ausgedünnt werden.
Die Blätter werden im Aquarium oft rötlich-braun.
Die kleinbleibenden, Ausläufer bildenden Echinodoren
unterschieden sich in vielen Merkmalen von den "großen". Sie sind
nicht näher mit diesen verwandt und werden heute in die Gattung
Helanthium
gestellt
(LEHTONEN 2007).
Diese Verwandtschaftsverhältnisse stellen wir im
Newsletter
Nr. 4 genauer vor.
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Echinodorus tenellus in emerser Kultur
Blüte von Echinodorus tenellus
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Echinodorus
tunicatus SMALL 1909
Herkunft:
Ecuador, Panama, Costa Rica, Kolumbien, Bolivien
Aussehen:
Die Pflanze wird über Wasser 20 bis 70 cm hoch.
Die steil aufrechten Blattstiele sind 15 bis 55 cm lang. Die Blätter
sind herzförmig. Die Blattspitze
ist zugespitzt und nach unten gebogen.
Das Herzblatt ist grün, nicht wie bei E. horizontalis
rötlich. Die Länge liegt in Kultur bei 8 bis 20 und die Breite
bei 4 bis 11 cm. Das Verhältnis von Breite zu Länge liegt recht
konstant bei 1 : 2. In der Natur sind die Blätter bis 30 cm
lang und 20 cm breit. Durchscheinende Zeichnungen, die man bei gepressten
Blättern im Durchlicht und bei schwacher Vergrößerung in
den "Maschen" des Blattnervennetzes finden kann, sind bei dieser Art als
Netzwerk ausgebildet, das die Blattnerven schneidet.
Die Blütenstände sind aufrecht, deutlich kürzer
als die Blätter, sehr vielblütig und entwickeln in der Regel
keine Adventivpflanzen. Die Kelchblätter der nur für eine kurze
Zeit des Tages geöffneten Blüten vergrößern sich während
der Fruchtreife deutlich und umschließen die sich entwickelnden Nüsschen
wie eine Kapsel.
Temperatur:
22-28 °C
pH-Wert:
6,0-7,5
Härte:
1-15 °KH
Licht:
mittel bis sehr viel
Sonstiges:
Ist Echinodorus horizontalis sehr ähnlich
und kommt mit diesem zusammen am Naturstandort vor. Die beiden Arten, die
nach Verwandtschaftsanalysen (Lehtonen 2007) Schwesterarten sind, unterscheiden
sich vor allem durch ihre Blütenstände (siehe Beschreibungen).
Die Pflanze wurde auf einer Erkundungsreise des New Yorker
Botanischen Gartens vom 3.- bis 6. April 1908 in Panama entdeckt. Sie wurde
dann 1909 von Small als Echinodorus tunicatus neu beschrieben. Aus
dem Herbarbeleg im Herbar des Botanischen Gartens in New York geht hervor,
dass 1952 Fassett, 1967 Rataj und zuletzt 1985 Haynes & Holm-Nielsen
den Artstatus bestätigt haben.
Die Art wächst in sumpfigen Wäldern am Rand
von kleineren Gewässern.
Echinodorus tunicatus ist erst seit neuester Zeit in
Kultur. Zwar wird u.a. von P. Schneider, Zuzgen (Schweiz) schon seit vielen
Jahren eine Pflanze unter diesem Namen kultiviert, doch sie gehört
nicht zu E. tunicatus, sondern zu E. cordifolius.
Erst 2004 gelang es Curt Quester auf einer Reise nach
Ecuador, lebendes Material von Echinodorus tunicatus nach Europa einzuführen
und in Kultur zu bringen.
Nahaufnahme einer Blüte.
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Echinodorus tunicatus
Die lang ausgezogene Blattspitze ist
typisch für
Echinodorus tunicatus.
Blütenstand von Echinodorus tunicatus
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Echinodorus uruguayensis
Herkunft:
Nordost-Argentinien, Paraguay, Uruguay, Südbrasilien
Aussehen:
Vielgestaltige Art. Die Pflanzen werden über 60
cm hoch. Die Spreiten sind dann länglich oval
bis
linealisch mit abgerundeter
Spitze und Basis. Unter Wasser sind die Blätter sind kurz gestielt,
lanzettlich, ledrig, steif und hell bis dunkel grün. Die drei deutlich
sichtbaren Längsadern und die Queradern sind heller als die Spreite.
Die Blütenstände sind aufrecht und entwickeln Adventivpflanzen.
Die Blüten sind groß (3,5-4,7 cm), zuweilen duftend und haben
18-22 Staubblätter.
Temperatur:
18-28 °C
pH-Wert:
6,0-7,5
Härte:
1-15 °KH
Licht:
mittel bis viel
Sonstiges:
Die Art wächst am Naturstandort meistens untergetaucht
am Grund schnell fließender Gewässer. Sie stammt aus subtropischen
Gebieten mit kühlen Wintern und verträgt auch kühleres Wasser.
Der Zuwachs ist bei niedrigen Temperaturen aber geringer. Der Nährstoffbedarf
ist hoch. Zusätzlich Düngung über das Substrat, z. B. mit
düngerhaltigen Lehmkugeln, ist zu empfehlen.
Zu der Art werden auch die Formen gezählt, die früher
als E. horemannii bekannt waren. Angeblich aus Westafrika stammende
Populationen, die als E. africanus RATAJ, E. veronikae RATAJ
und E. viridis RATAJ beschrieben worden sind, gehören ebenfalls zu
E.
uruguayensis (u.a. Somogyi 2006). Die ungewöhnliche Herkunftsangabe
beruht wahrscheinlich auf einer Verwechslung mit dem Froschlöffelgewächs
Limnophyton fluitans, das an einem für E. africanus angegebenen Standort
in Kamerun vorkommt und wohl von dort nach Europa eingeführt wurde
(Kasselmann 1999). |
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Hybriden
und Selektionen
Obwohl oft ein Riesenwirbel um die Einführung neuer
Sorten gemacht wird, kommt es immer wieder vor, dass die neu vorgestellten
Hybriden nicht im Handel zu bekommen sind. Das betrifft auch einige der
hier vorgestellten Zuchtformen. Besonders in den Wintermonaten, wenn die
Nachfrage erfahrungsgemäß am Größten ist, sind viele
nicht lieferbar. Andere Sorten sind weniger bekannt, dafür aber meist
erhältlich.
Hier weichen wir "absichtlich" von den Regeln der Nomenklatur
ab, in dem wir alle Namen in einfache Klammern setzen (´). Das ist
aber eigentlich nur für eingetragene, geschützte Sorten
zulässig. Sortenschutz lohnt sich in der Regel für Echinodorus
nicht. Das Prüfverfahren ist teuer und dauert vom Antrag bis zum Tag
der Erteilung etwa anderthalb Jahre und ist sehr teuer. Zur Zeit sind lediglich
10 Sorten geschützt. Eine davon ist ´Red Rubin´ aus der
Gärtnerei Hans Barth in Dessau. Die anderen 9 sind Züchtungen
der Gärtnerei Dennerle: ´Großer Bär´, ´Kleiner
Bär´, ´Python´, ´Grizzly Bär´,
´Ozelot Gold´, ´Rote Mamba´, ´Roter Leopard´,
´Twister´ und ´Tornado´ (Quelle: Bundessortenamt,
Stand 03.05.2007). Die übrigen Namen sind lediglich Handelsbezeichnungen
und sollten in doppelten Anführungszeichen (") stehen.
Echinodorus
x
´Altlandsberg´
Hybride aus einem Inzuchtsämling von E. x ´Kleiner
Bär´ und E. x ´Ozelot´
Herkunft:
Gärtnerei Zoologica. Altlandsberg
Aussehen:
Über Wasser wird die Sorte bis zu 40 cm hoch. Die
Blattspreiten sind bis 16 cm lang und 10 cm breit. Die Spitze ist abgerundet,
die Basis ist keil- bis herzförmig.
Die Herzblätter sind rotbraun. Die älteren Blätter sind
olivgrün mit dunkel roten Blattadern. Die Spreiten sind leicht gewellt.
Unter Wasser werden die Pflanzen etwa 45 cm hoch. Sie wachsen steil aufrecht.
Die Blattstiele werden bis zu 23 cm lang. Die Blattspreiten sind elliptisch
und erreichen eine Größe von 22 x 5 cm. Die jungen Blätter
sind rötlich.
Temperatur:
22-26 °C
pH-Wert:
5,5-8,0
Härte:
2-20 °KH
Licht:
mittel
Sonstiges:
Relativ neue,
unbekannte Sorte, die selten im Handel zu bekommen ist. Die Gärtnerei
Zoologica gibt bei der Sortenbeschreibung den Tip die Pflanze in den
Mittelgrund zu pflanzen, damit die langen Blattstiele verdeckt werden.
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Echinodorus x ´Apart´
Herkunft:
Züchtung der Gärtnerei Barth, Dessau
Aussehen:
Über Wasser sind die Blätter rundlich
bis oval, dunkelgrün und steif. Unter Wasser sind sie lanzettlich,
dunkelgrün, steif und leicht gewellt. Die Blattadern sind deutlich
heller als die Spreite. Das Herzblatt kann unter Wasser bräunlich
sein. Die Pflanzen werden etwa 15 cm hoch und ca. 30 cm im Durchmesser.
Temperatur:
22-30 °C
pH-Wert:
5,5-7,5
Härte:
1-15 °KH
Licht:
mittel
Sonstiges:
Ähnelt den seltenen Arten Echinodorus portoalegrensis
und Echinodorus opacus, ist aber leichter zu kultivieren. Die Pflanzen
bilden keine Adventivpflanzen und blühen nicht. Daher sind sie in
der Vermehrung schwieriger als andere Sorten und werden nicht oft in Gärtnereien
produziert. Da sie zusätzlich langsam wachsen, sind sie oft teurer
als andere Sorten. Darum sind sie selten im Handel zu finden. |
Echinodorus x ´Apart´ mit einem
Wasserblatt zu Beginn der Umstellung
auf die Unterwasserkultur
Unterwasserform von ´Apart´
|
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Echinodorus x ´Aseng´
Herkunft:
Die Pflanzen in Kultur stammen aus einer asiatischen
Wasserpflanzengärtnerei. Der Name wurde zu Ehren des Betriebleiters
dieser Gärtnerei vergeben. Woher sie ursprünglich kamen ist nicht
bekannt.
Aussehen:
Über Wasser werden die Pflanzen bis 85 cm hoch.
Die Blattstiele sind fest und aufrecht, bis 65 cm lang. Die Spreite
ist breit lanzettlich bis oval,
mit gestutzter oder leicht herzförmiger
Basis. Die Spreite ist 12 bis 26 cm lang und 6 bis 14 cm breit (1 : 1,8
bis 2,0). Die Grundfarbe ist olivgrün. Darüber liegen unregelmäßig
angeordnete dunkelrote Flecken, die auf einzelnen Blättern fehlen
können. Unter Wasser wird diese Hybride bis etwa 60 cm hoch und 40
cm breit. Die Blattstiele erreichen eine Länge bis zu 30 cm. Die Spreiten
sind zwischen 11 und 23 cm lang und 5 und 9 cm breit.
Temperatur:
22-28 °C
pH-Wert:
5,5-7,5
Härte:
1-15 °KH
Licht:
mittel bis sehr viel
Sonstiges:
Die Sorte ist erst seit 2006 unter diesem Namen im Handel.
Sie wurde vorher aber möglicherweise bereits als Echinodorus
x ´Ozelot´ importiert. Da die Form sehr groß wird, ist
sie nur für Aquarien mit einer Höhe über 60 cm geeignet.
Je intensiver das Licht ist, desto dunkler wird die Rotfärbung der
Blattspreiten. |
submerse Wuchsform von
Echinodorus ´Aseng´
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Echinodorus x ´Bambi´
Herkunft:
Züchtung von Hans Barth, Dessau
Aussehen:
Die Überwasserblätter sind eiförmig mit
herzförmiger Basis. Sie sind oliv grün. Die jungen Blätter
sind rotbraun. Die kurzen Blattstiele sind rötlich.
Temperatur:
22-26 °C
pH-Wert:
6,5-7,2
Härte:
2-12 °KH
Licht:
mittel bis viel
Sonstiges:
Die Sorte ist erst seit 2008 auf dem Markt. |
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Barths Schwertpflanze
Echinodorus x
barthii
auch im Handel als ´Doppeltrote Osiris´ oder
´Osiris doppelt rot´
Herkunft:
Hybride, die vermutlich bei einem Züchter in Australien
entstanden ist. Sie wurde zu Ehren von Hans Barth durch Mühlberg 1986
als E. barthii beschrieben. Erst später zeigte sich, dass es
sich um eine Hybride handelt.
Aussehen:
Über Wasser werden die Pflanzen bis etwa 60 cm hoch.
Die Blattspreiten sind oval bis eiförmig
und deutlich kürzer als die Blattstiele. Sie erreichen eine Länge
von etwa 10 cm und eine Breite von 6 cm. Lediglich das Herzblatt und eventuell
noch ein weiteres junges Blatt sind rötlich. Die älteren Blätter
sind grün. Unter Wasser wird die Pflanze etwa 25 cm hoch und 40 cm
breit. Die Blätter sind intensiv rot bis braun und vergünen sehr
spät. Die submerse Form hat mit
etwa 15 cm Länge und 5 cm Breite deutlich längere und schmalere
Spreiten als die emerse Form. Charakteristisch ist, dass sich unter Wasser
die Blattränder nach unten biegen. Das ist kein Zeichen von Mangel,
sondern typisch für diese Sorte!
Temperatur:
18-28 °C
pH-Wert:
6,5-7,5
Härte:
5-18 °KH
Licht:
mittel bis viel
Sonstiges:
Diese Hybride war die erste rot gefärbte Schwertpflanze
auf dem Markt. Sie ist Elter von vielen neueren Sorten, z.B. von E. x ´Ozelot´
und E x ´Ozelot grün´. Sie eignet sich gut als Solitär
für den Vorder- und Mittelgrund. Die emersen
Wuchsformen von E. x barthii, E. osiris und E. rubra
sind sich sehr ähnlich. Unter Wasser sind die Sorten aber deutlich
verschieden. |
links submerse Wuchsform von
E. x barthii; rechts emers
|
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Echinodorus
x ´Brauner Elefant´
Herkunft:
Sortenzüchtung
Aussehen:
Sehr groß werdende, kräftige Hybride mit rotbraunem
Herzblatt. Über Wasser werden die Pflanzen etwa 120 cm hoch. Die Blattspreite
ist oval, an der Basis gestutzt
bis herzförmig. Sie sind 9 bis 20 cm lang und 5 bis 11 cm breit. Unter
Wasser bleiben die Pflanzen kleiner und werden etwa 15 bis 20 cm hoch.
Temperatur:
22-28 °C
pH-Wert:
5,5-7,5
Härte:
1-15 °KH
Licht:
mittel bis viel
Sonstiges:
Kleinere Pflanzen stellen sich besser auf die Unterwasserkultur
um.
Die Pflanzen können auch am Teichrand stehen und
sind teilweise winterhart. |
Der ´Braune Elefant´ ist unter Wasser
deutlich kleiner.
|
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| Echinodorus x ´Devils
Eye´
Herkunft:
Sortenzüchtung aus dem Hause Zoologica
Es soll sich um eine Auslese aus einer Kreuzung von Echinodorus
x ´Kleiner Bär´ mit E. x ´Kleiner Bär´
handeln.
Aussehen:
Über Wasser hat die Pflanze lang gestielte, kleine
Blätter. Die Blattspreiten sind mittel grün und haben dunkel
rote Blattnerven. Unter Wasser wird die Pflanze bis zu 50 cm hoch. Die
Blattrosette ist dichter als bei der Überwasserform. Die Blattstiele
sind etwa 15 cm lang. Die lanzettlichen
Spreiten sind bis zu 35 cm lang und 7 cm breit. Die Spitze ist spitz.
Die Spreitenfläche junger Blätter ist rötlich mit dunkleren
roten Blattnerven und rotem Rand. Die Färbung der Blattnerven und
des Blattrandes bleiben auch bei den älteren Blättern erhalten.
Die Spreitenfläche wird allerdings grün.
Temperatur:
22-28 °C
pH-Wert:
5,5-7,5
Härte:
2-15 °KH
Licht:
mittel bis viel
Sonstiges:
Die Pflanzen werden unter Wasser sehr groß und
können darum für Aquarien mit einer Höhe von über 40
cm empfohlen werden. |
 |
Seitenanfang
| Echinodorus x ´Digital
Art´
Herkunft:
Sortenzüchtung aus dem Hause Zoologica
Kreuzung aus (E. x ´Kleiner Bär´ x E.
x ´Kleiner Bär´) und E. x ´Kleiner Bär´
(Gering 2003)
Aussehen:
Über Wasser sind die Blätter etwa 6 bis 8 cm
lang gestielt. Die Spreite ist elliptisch
mit herzförmiger Basis. Sie ist etwa 10 cm lang und 5-6 cm breit.
Entlang der Mittelader ist eine rote Färbung, die zur Blattspitze
hin schwächer wird. Die Blattader selbst ist rot und in der Spreite
sind kantige Flecken. Die jungen Blätter sind rot-braun.
Unter Wasser bleibt die Musterung nicht erhalten. Dann
sind die Pflanzen etwa 10 cm hoch und haben dunkel grüne, lanzettliche
Blätter mit abgerundeter Basis und
Spitze.
Temperatur:
22-26 °C
pH-Wert:
5,5-7,5
Härte:
1-15 °KH
Licht:
mittel bis viel
Sonstiges:
Weil die Pflanzen unter Wasser nicht die namensgebende
Zeichnung aufweisen, wurde sie nie offiziell auf den Markt gebracht und
gilt von Seiten des Züchters her als nicht existent. Zu Kulturproben
abgegeben Pflanzen wurden aber unter Wasserpflanzenfreunden weitergegeben.
Darum ist sie manchmal über Liebhaber noch erhältlich. Wegen
ihrer geringen Größe eignet sich die Sorte gut als Solitär
für den vorderen Mittelgrund. |
Überwasserform von ´Digital Art´
Ein Blatt mit geringer Zeichnung
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| Echinodorus x ´Europa´
Herkunft:
Sortenzüchtung aus dem Hause Zoologica
Kreuzung aus E. x Großer Bär´ x E. x
´Kleiner Bär´
Aussehen:
Über Wasser sind die Blätter etwa 10 bis 40
cm lang gestielt. Die Spreite ist elliptisch
mit herzförmiger Basis. Sie ist etwa 15 - 20 cm lang und 5-10 cm breit.
Die Blattadern der jungen Blätter sind rötlich und vergrünen
mit der Zeit. Die Spreite ist orange oder braun-rot
und wird mit der Zeit dunkel grün.
Temperatur:
22-26 °C
pH-Wert:
5,5-7,5
Härte:
1-15 °KH
Licht:
mittel bis viel
Sonstiges:
Auf der IGA
2003 in Rostock wurde unter anderem auch diese Echinodorus- Sorten
erstmals vorgestellt.
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Überwasserform von ´Europa´
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| Echinodorus
x ´Fantastic Color´
Herkunft:
Sortenzüchtung von Zoologica
Aussehen:
Die Blätter sind über Wasser länglich
oval. Unter Wasser sind sie schmal lanzettlich, bis etwa 25 cm lang. Die
Farbe variiert von hell grün bis rot mit hell grünen bis weißen
Adern. Der Wuchs ist aufrecht und locker. Die Blattstiele sind etwa so
lang wie die Spreite.
Temperatur:
22-30 °C
pH-Wert:
6,5-7,5
Härte:
1-15 °KH
Licht:
mittel bis viel
Sonstiges:
Es werden viele Nährstoffe im Substrat verlangt.
Regelmäßige Bodengrunddüngung ist bei dieser Sorte wichtig. |
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|
Herkunft:
Sortenzüchtung
Aussehen:
Über Wasser sind die Blätter lanzettlich,
zwischen 5 und 7 cm lang und 2 bis 4 cm breit. Die Basis ist gestutzt.
Die Blattstiele erreichen eine Länge von 10 bis 16 cm. Oft werden
in der Kultur Verkrüppelungen ausgebildet. Die Blattspreiten sind
dann unsymetrisch, verbogen und gedreht. Dann sind sie nur bis etwa 5,5
cm lang und 2 cm breit. Die jungen Blätter zeigen ein undeutliches
rötlich braunes Fleckenmuster.
Temperatur:
22-26 °C
pH-Wert:
6,5-7,2
Härte:
2-12 °KH
Licht:
mittel bis viel
Sonstiges:
Die Sorte wächst weder emers noch submers gut. Oft
gehen die Pflanzen ein. Sie benötigen sehr viel Licht.
Sie ist darum auch selten im Handel zu bekommen. |
´Foxtail´hat seinen Namen von der
rötlichen Zeichnung, die das Herzblatt
unter Wasser zeigt.
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| Echinodorus
x ´Frans Stoffels´
Herkunft:
Sortenzüchtung von Zoologica
Kreuzung aus (E. x ´Barthii´ x E. parviflorus)
x E. ´Ozelot´
Aussehen:
Die Blattspreiten sind 10 bis 15 cm lang und 5 bis 8
cm breit. Sie sind unregelmäßig rot geflammt, wobei die Färbung
von der Basis zur Blattspitze und von der Mitte zum Rand hin zunimmt. Die
Blattränder sind gewellt.
Temperatur:
22-28 °C
pH-Wert:
5,5-7,5
Härte:
1-15 °KH
Licht:
viel bis sehr viel
Sonstiges:
Es werden viele Nährstoffe im Substrat verlangt.
Regelmäßige Bodengrunddüngung ist bei dieser Sorte wichtig.
Die Pflanze bildet Adventivpflanzen an unverzweigten
Blütenstanden. Die Blütenstände werden bis zu 1 m lang.
Die Sorte wurde auf der Bundes-Gartenschau 2001 in Potsdam
getauft. |
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Echinodorus
x ´Green Flame´
Herkunft:
Sortenzüchtung von Barth Dessau, Selektion aus
Echinodorus x ´Ozelot´
Aussehen:
Die emersen Blätter sind oval, teilweis emit leicht
herzförmiger Basis. Die Spreiten sind grün mit einem dunkel roten
Fleckenmuster. Unter Wasser werden die Blattspreiten größer.
Die Pflanze wird 20 bis 40 cm hoch.
Temperatur:
22-28 °C
pH-Wert:
5,5-7,5
Härte:
2-12 °KH
Licht:
mittel bis viel
Sonstiges:
Die Pflanzen sind anspruchslos, benötigen aber ausreichend
Licht und Kohlendioxid.
Die Sorte ist seit dem Jahr 2000 im Handel. |
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Echinodorus
´Grüner Panda´
Herkunft:
Virusinfizierter Echinodorus floribundus
Aussehen:
Die Blätter sind herzförmig
mit abgerundeter Blattspitze. Die Grundfarbe ist grün. Über die
Fläche sind unregelmäßige, sehr unterschiedlich geformte
und unterschiedlich große weiße oder gelbliche Flächen
verteilt.
Temperatur:
22-28 °C
pH-Wert:
6,0-7,5
Härte:
1-15 °KH
Licht:
mittel bis sehr viel
Sonstiges:
Wie bei ´Marble Queen´ ist diese Veränderungen
der Blattfarbe auf Viren zurück zuführen. Die Marmorierung bleibt
unter Wasser nicht erhalten. Diese Farbform ist nicht im Handel erhältlich,
weil das merkmal nicht stabil ist. Jungpflanzen haben das Muster der Mutterpflanze
nicht. |
Blatt von Echinodorus ´Grüner Panda´
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| Echinodorus x ´Harbig´
Herkunft:
Sortenzüchtung
Aussehen:
Diese Sorte
hat rundliche Blätter, die über Wasser etwa 6 cm im Durchmesser
sind. Unter optimalen Bedingungen erreichen sie unter Wasser eine Größe
von bis 15 cm.
Temperatur:
22-28 °C
pH-Wert:
5,5-7,5
Härte:
1-15 °KH
Licht:
viel bis sehr viel
Sonstiges:
Weil die Sorte über Wasser sehr klein bleibt, langsam
wächst und etwas anfällig für trockene Luft und Pilzbefall
ist, wird sie wenig produziert. |
Überwasserform
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Echinodorus x ´Harbig
Rot´
Herkunft:
Sortenzüchtung
Aussehen:
Die Blätter dieser Sorte sind fest und rundlich.
Das Herzblatt ist rötlich, die älteren Blätter sind mittel
bis dunkel grün. Die Pflanzen wachsen über Wasser steif aufrecht.
Sie vermehren sich sehr produktiv durch Ableger an den Blütenstielen.
Im Winter bilden sie kleinere Blätter auf kürzeren Stielen. Unter
Wasser sind die Blätter leicht transparent. Dann sind die Blätter
nicht mehr streng aufrecht und die Pflanze ist etwa so breit wie hoch.
Temperatur:
22-28 °C
pH-Wert:
5,5-7,5
Härte:
1-15 °KH
Licht:
mittel bis viel
Sonstiges:
Relativ unbekannte Sorte, die von einem tschechischen
Züchter stammen soll. |
Frisch getopfte Ableger von ´Harbig rot´
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| Echinodorus x ´Hot
Pepper´
Herkunft:
Sortenzüchtung von Zoologica
Aussehen:
Über Wasser sind die Blätter steif und fest.
Sie stehen auf langen Stielen aufrecht. Die Spreiten sind oval bis lanzettlich
mit stumpfer Spitze. Das Herzblatt ist orange-rot.
Unter Wasser sind die Blätter schmal lanzettlich
bis lanzettlich und je nach Lichtangebot hell bis dunkel rot. Die Spreiten
sind leicht gewellt. Die Blattadern heben sich hell grün ab. Die Pflanzen
werden unter Wasser etwa 40 cm hoch.
Temperatur:
22-30 °C
pH-Wert:
5,5-8,0
Härte:
1-15 °KH
Licht:
mittel bis viel
Sonstiges:
´Hot Pepper´ gehört eher zu den selteneren
Sorten.
Es werden viele Nährstoffe im Substrat verlangt.
Regelmäßige Bodengrunddüngung ist bei dieser Sorte wichtig. |
emerse Wuchsform von ´Hot Pepper´
Jungpflanze in einem 10 cm
hohen Aquarium
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| Echinodorus x ´Indian
Red´
Herkunft:
Sortenzüchtung aus dem Hause Hans Barth in Dessau
Aussehen:
Die Überwasserform hat verkehrt
eiförmige bis elliptische Blätter mit abgerundeter oder gestutzter
Basis. Die submersen Blätter sind lanzettlich,
bis 20 cm lang und 4 cm breit. Sie erinnern etwas an Echinodorus osiris.
Das Markante der Sorte sind die jungen Blätter, die bei intensivem
Licht leuchtend rotbraun bis dunkelrot sind.
Temperatur:
22-28 °C
pH-Wert:
5,5-7,5
Härte:
1-15 °KH
Licht:
mittel bis viel
Sonstiges:
Die Sorte ist unter Wasser anspruchslos, zeigt ihre interessante
Färbung aber nur bei intensivem Licht. Die Pflanzen sind seit 1998
im Handel.
Schwer erhältlich, weil die Kultur im Gewächhaus
schwierig bis unmöglich ist. Die Sorte ist übermäßig
anfällig für den Echinodorus-Rostpilz Cercospora echinodori. |
Pilzinfizierte ´Indian Red´
Cercospora echinodori an ´Indian Red´
Die Flecken sind kein
Sortenmerkmal, sondern werden wie
die Löcher durch die Pilzinfektion
verursacht!
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| Echinodorus x
´Indian Summer´
Herkunft:
Sortenzüchtung von Zoologica
Kreuzung zwischen Echinodorus x `Kleiner Bär
und Echinodorus x `Ozelot´
Aussehen:
Die Überwasserform hat dunkelgrüne Blattspreiten,
die etwa 12 cm lang und 6 cm breit sind. Die Basis ist herzförmig.
Die Blattnerven sind rot. Die Blattränder sind glatt, und haben einen
rötlichen Saum. Der rote Blattstiel ist 4 bis 6 cm lang und rot.
Unter Wasser sind die Blattspreiten schmal lanzettlich,
20 bis 25 cm lang und bis zu 5 cm breit. Die Farbe ist sehr variabel und
verändert sich im Verlauf der Entwicklung und in Abhängigkeit
von der Beleuchtung von dunkelrot über bräunlich und orange bis
hin zum grün. Die Blattnerven bleiben dabei immer hell grün.
Der Blattrand ist leicht gewellt. Die Blattstiele sind mit etwa 22 bis
24 cm so lang wie die Blattspreiten.
Temperatur:
22-28 °C
pH-Wert:
5,5-7,5
Härte:
1-15 °KH
Licht:
mittel bis viel
Sonstiges:
Die Pflanze wächst sehr schnell und bildet zügig
eine dichte Rosette.
Der Sortenname nimmt Bezug auf den "Indian Summer", die
beeindruckende Herbstfärbung eines Waldgebietes in den USA. Die Unterwasserblätter
sollen im Durchlicht genauso farbenfroh sein. |
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Echinodorus x ´Jaguar´
Herkunft:
Kulturform
Aussehen:
Die Überwasserblätter sind breit lanzettlich
bis oval mit herzförmiger oder gestutzter Basis. Sie sind hell grün.
Die jungen Blätter haben eine undeutliche rotbraune Fleckenzeichnung.
Die Pflanzen werden 20 bis 30 cm hoch.
Temperatur:
22-28 °C
pH-Wert:
6,5-7,2
Härte:
2-16 °KH
Licht:
mittel bis viel
Sonstiges:
Die Sorte soll
schnellwüchsig sein und unter wasser die Fleckzeichnung deutlicher
zeigen. Leider habe ich selbst bisher keine eigenen Kulturerfahrungen machen
können.
|
Die Fleckenzeichnung ist
nur sehr schwach sichtbar.
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| Echinodorus x ´Lothario´
Herkunft:
Sortenzüchtung von Zoologica
Kreuzung aus (E. x ´Barthii´ x E. parviflorus)
x E. ´Ozelot´
Aussehen:
Über Wasser werden die Pflanzen etwa 30 bis 40 cm
hoch (Sommer). Sie bilden dichte Blattrosetten. Die Pflanzen sind hart
und etwas spröde. Die Blätter sind hell bis dunkel grün.
Das Herzblatt ist rötlich. Die Blattstiele und teilweise auch der
Blattrand sind rot.
Aus Mangel an eigenen Kulturerfahrung basiert die folgende
Beschreibung auf den Angaben von Gering (2003), die sich vermutlich auf
die submerse Kultur beziehen. Die Blattstiele werden bis 20 cm lang. Die
Spreiten sind etwa 15 cm lang und 2 cm breit. Die Basis ist herzförmig.
Die Blattspitze ist stumpf bis ausgerandet.
Temperatur:
22-26 °C
pH-Wert:
5,5-7,5
Härte:
1-15 °KH
Licht:
mittel bis viel
Sonstiges:
Die Pflanze wird von Gering als Solitär für
den Mittelgrund empfohlen. |
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Echinodorus
x ´Leopard´ oder ´schlüteri var. bicolor´
Herkunft:
Mutation von Echinodorus schlüteri, bei einer
Aussaat in der Gärtnerei Hans Barth Dessau entdeckt, seit 1988 in
Kultur
Aussehen:
Die Pflanze wird über Wasser etwa 30 cm hoch. Die
Blattspreiten sind oval bis herzförmig.
Alle Blätter sind mit rotbraunen Flecken gezeichnet, die jedoch mit
zunehmendem Blattalter blasser werden. Unter Wasser wird die Form etwa
10 bis 15 cm hoch. Die Blattflecken bleiben erhalten.
Temperatur:
22-30 °C
pH-Wert:
6,0-8,0
Härte:
1-15 °KH
Licht:
mittel bis sehr viel
Sonstiges:
Diese Selektion ist ein Elternteil von Echinodorus
x ´Ozelot´. Sie lässt sich durch Samen vermehren und spaltet
dabei nicht in verschiedene Formen auf. Das ist ein Hinweis, dass es sich
nicht um eine Hybride handelt. |
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Echinodorus ´Marble
Queen´
Herkunft:
Virusinfizierter Echinodorus cordifolius aus der
Gärtnerei Oriental
Aussehen:
Die Pflanze wird bis 50 cm hoch. Die Blätter sind
lang gestielt. Die Spreite ist recht variabel herzförmig
oder lanzettlich mit gestutzter Basis,
mit spitzer oder stumpfer Blattspitze.
Die Spreite ist 10 bis 20 cm lang und 6 bis 9 cm breit. Unter Wasser sind
die ersten Blätter schmaler, nähern sich in der Form dann aber
immer mehr denen der emersen Pflanzen an.
Die Grundfarbe ist grün. Über die Blattfläche sind mehr
oder weniger regelmäßig und dicht weiße oder gelbliche
Flecken verteilt.
Temperatur:
20-28 °C
pH-Wert:
6,0-7,5
Härte:
1-15 °KH
Licht:
mittel
Sonstiges:
Bei ´Marble Queen´ hat sich gezeigt, dass
die Veränderungen der Blattfarbe auf Viren zurück zuführen
ist, die in der emersen Kultur von Blattläusen übertragen werden.
Die Übertragung auf die Schwimmblätter anderer Pflanzen (Nymphaceae)
ist ebenfalls möglich. Daher handelt es sich nicht um eine Züchtung
und es wurde kein Sortenschutz erteilt. Die Marmorierung bleibt unter Wasser
nicht erhalten. Nur für Aquarien ab 50 cm Höhe geeignet. |
Echinodorus ´Marble Queen´
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Kreuzung/Zufallssämling von Curt Quester, Mainhard
wahrscheinlich eine Fundortvariante von Echinodorus
cordifolius
Aussehen:
Die emersen Blätter sind schmal elliptisch
mit gestutzter oder leicht herzförmiger
Basis. Sie sind etwa 8 bis 16 cm lang und zwischen 4 und 7 cm breit. Das
Herzblatt ist braun mit kleinen dunkleren Flecken. Von diesem leitet sich
die Handelsbezeichnung ´Maron´ (span. für "braun") ab.
Mit zunehmendem Alter wird das Blatt heller und die Flecken verschwinden.
Später zeigt es nur noch eine leicht bräunliche Färbung
entlang der Blattadern und am Rand. Die submersen
Blätter sind elliptisch, etwa 15 bis 20 cm lang und 5 bis 8 cm breit.
Sie sind mittel grün bis bräunlich.
Temperatur:
22-28 °C
pH-Wert:
6,0-7,5
Härte:
1-15 °KH
Licht:
mittel bis sehr viel
Sonstiges:
Die Pflanzen sind anspruchslos, benötigen aber wegen
ihrer großen Blätter recht viel Platz. Ist in ihrem Wuchsverhalten
dem echten Echinodorus cordifolius ähnlich.
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Herzblätter von Echinodorus ´Maron´
Im Hintergrund rechts
Echinodorus ´Tanzende Feuerfeder´
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Selektion aus E. x ´Rosé´
Herkunft:
von Oriental Aquarium Singapur selektiert, seit 1994
im Handel
Aussehen:
Über Wasser erreichen die Pflanzen eine Höhe
von etwa 60 cm. Die Blätter sind lang gestielt, hell grün und
weich. Die Spreite ist lanzettlich
mit abgerundeter, gestutzer
oder leicht herzförmiger Basis. Das Herzblatt ist rosa mit oder ohne
dunkle Fleckenzeichnung, oft mit einem dunklen Blattrand. Unter Wasser
ist die Pflanze etwa 15 bis 25 cm hoch. Die Blattstiele sind kurz.
Die leicht transparente Blattspreite ist lanzettlich mit gestutzer Basis,
8 bis 12 cm lang und 2 bis 3 cm breit. Der Blattrand ist gewellt. Die jungen
Blätter sind violett. Mit zunehmendem Alter werden die Spreiten grün.
Temperatur:
22-30 °C
pH-Wert:
6,0-7,5
Härte:
2-15 °KH
Licht:
viel bis sehr viel
Sonstiges:
Die Sorte benötigt mehr Licht als E. x ´Rosé´.
Nur bei ausreichender Beleuchtung bleiben die jüngsten drei bis 5
Blätter rosa. Da die Herzblätter von E. x ´Oriental´
wenig Chlorophyll enthalten, zeigt sich an ihnen ein Eisenmangel schon
deutlich, wenn andere Pflanzen noch keine Mangelsymptome zeigen. |
E. x ´Oriental´ in emerser Kultur
Eisenmangel an E. x ´Oriental´
gut ernährte Pflanze
|
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Hybride aus Echinodorus schlueteri ´Leopard´
x Echinodorus x barthii
Herkunft:
Zuchtform der Gärtnerei Hans Barth in Dessau, seit
1995 auf dem Markt
Aussehen:
Über Wasser wird die Sorte 20 bis 40 cm hoch. Im
Winter liegen die Blätter flach am Boden, so dass nur eine Höhe
von etwa 10 cm erreicht wird. Die Blätter sind oval,
zum Teil mit leicht herzförmiger Basis, 5 bis 15 cm lang und 4 bis
8 cm breit. Die Spreite ist grün mit rotbraunen Flecken.
Unter Wasser sind die Blätter länglich oval
bis breit lanzettlich und gewellt.
Sie werden etwa 20 cm lang und 6 bis 10 cm breit. Die Wuchshöhe der
Pflanze beträgt etwa 20 - 25 cm. Es sind immer die drei bis vier jüngsten
Blätter rot.
Temperatur:
22-28 °C
pH-Wert:
6,0-7,5
Härte:
2-15 °KH
Licht:
viel bis sehr viel
Sonstiges:
Bei starkem Licht sind die Herzblätter erst rot
und später grün mit dem charakteristischen Fleckenmuster. Bei
Lichtmangel bleiben die Blätter zunehmend kleiner.
Die Sorte lässt sich gut im Labor vermehren und
wird in den Gärtnereien sowohl aus In-vitro-Material
als auch aus Ablegern angezogen.
Aus dieser Stammform wurden verschiedene Formen selektiert.
Darunter ´Ozelot Grün´, ´Ozelot Gold´,
´Red Flame´, Green Flame´ und ´Rote Zora´ |
Echinodorus ´Ozelot´ in emerser Kultur
Bei der Winterform sind die Blätter
weniger aufrecht.
|
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Echinodorus
x ´Ozelot Grün´
Hybride aus E. schlueteri ´Leopard ´
und E. x barthii
Herkunft:
Zuchtform der Gärtnerei Hans Barth in Dessau, seit
1998 auf dem Markt
Aussehen:
Über Wasser wird die Pflanze etwa 20 bis 40 cm hoch.
Die Blattspreiten sind länglich oval,
mit gestutzter oder leicht herzförmiger
Basis. Die Blätter haben zahlreiche bräunlich rote Flecken auf
grünem Grund. Sie sind bei blühreifen Pflanzen sind im Durchschnitt
etwa 8-12 cm lang und 6-8 cm breit. Bei jungen Pflanzen sind sie kleiner.
Unter Wasser erreichen die Pflanzen eine Höhe von 20-30 cm. Die Spreiten
sind etwa 9-12 cm lang und 4-6 cm breit, sind also etwas schmaler als bei
der emersen Kultur. Die Blattstiele sind etwas kürzer als die Spreiten.
Temperatur:
22-28 °C
pH-Wert:
6,0-7,5
Härte:
2-15 °KH
Licht:
mittel
Sonstiges:
Diese Hybride bildet eine gut gefüllte Blattrosette
mit 20 oder mehr Blättern. Sie eigent sich gut als Solitär im
Mittel- oder Hintergrund. |
submerse Wuchsform von
E. x ´Ozelot grün´
|
Seitenanfang
Echinodorus
parviflorus ´Tropica´
auch als Echinodorus opacus im Handel
Herkunft:
Selektion aus E. parviflorus in der Gärtnerei
Tropica, seit etwa 1985 auf dem Markt
Aussehen:
Über Wasser wird die Pflanze etwa 25 cm hoch, im
Schnitt ist sie aber nicht größer als 10 bis 15 cm. Die Blattspreiten
sind verkehrt eiförmig,
mit keilförmiger Basis und haben
eine bespitzte Blattspitze. Die Spreite
ist zwischen 6 und 10 cm lang und 3 bis 5 cm breit. Der oben abgeflachte
Blattstiel ist an der Spreitenbasis etwa 4 bis 7 mm breit. Unter Wasser
erreichen die Pflanzen nur eine Höhe von 10 cm.
Temperatur:
22-25 °C
pH-Wert:
6,0-7,5
Härte:
2-15 °KH
Licht:
viel bis sehr viel
Sonstiges:
Diese Selektion ist anspruchsvoller und lichtbedürftiger
als die Stammform. Ein heller Standort im Vordergrund ist günstig.
Die Sorte benötigt viele Nährstoffe und wächst nur langsam.
Unter günstigen Bedingungen bildet sie eine dichte, kompakte Rosette. |
Die Form wächst sehr langsam und ist
kleinbleibend.
Die bespitze Blattspitze ist typisch für
diese Pflanze.
|
Seitenanfang
| Echinodorus x ´Paul
Klöcker´
Herkunft:
Sortenzüchtung von Zoologica
Hybride aus E. x ´Red Flame´und E.
x ´Kleiner Bär´
Aussehen:
Eine gefleckte Sorte mit dunkel grünen Blättern
und dunkel roter Zeichnung. Im Sommer wachsen lange Blattstiele steil aufrecht.
Im Winter sind die Blattstiele kürzer und die Blattspreiten
kleiner. Sie liegen dann flach am Substrat. Im Sommer können die Pflanzen
in emerser Kultur etwa 60 cm hoch werden. Sie bilden Adventivpflanzen an
den Blütenständen aus.
Unter Wasser wird die Sorte etwa 30 cm hoch und hat elliptische
Blätter. Während die emersen
Blätter deutlich abgegrenzte, dunkle Flecken aufweist, sind bei den
submersen Blättern die Flecken zu einer leuchtend roten Marmorierung
verlaufen. Die Blattstiele sind etwa so lang wie die Blattspreiten.
Temperatur:
22-28 °C
pH-Wert:
5,5-7,5
Härte:
1-15 °KH
Licht:
sehr viel
Sonstiges:
Die Sorte ist anspruchslos, zeigt ihre interessante Färbung
aber nur bei intensivem Licht. |
Im Sommer wachsen die Blätter im
Gewächshaus steil aufrecht
Winterform von ´Paul Klöcker´
|
Seitenanfang
| Echinodorus x ´Rainers
Kitty´
Herkunft:
Sortenzüchtung von Zoologica
Aussehen:
Die Blätter dieser Sorte sind über Wasser lanzettlich
und dunkel grün mit einem feinen, braun-roten Fleckenmuster. Sie sind
etwa 5 bis 10, sehr selten bis 15 cm hoch. Unter Wasser sind die
Spreiten
5 bis 10, sehr selten bis 20 cm lang und 3 bis 5 cm breit. Sie sind gewellt,
oval,
verkehrt
eiförmig oder
lanzettlich.
Temperatur:
22-26 °C
pH-Wert:
5,5-7,5
Härte:
1-15 °KH
Licht:
mittel bis viel
Sonstiges:
Die Sorte ist schwer zu vermehren, weil sie nur sehr
langsam wächst und wenige, kleine Adventivpflanzen bildet. Daher ist
sie nicht oft im Handel zu finden.
Oft gelingt die Umstellung auf die Unterwasserkultur
nicht. Notwendig ist eine gute Nährstoffversorgung über den Bodengrund
und eine ausreichende Beleuchtung (unbeschatteter Standort). Die Pflanzen
rechts sind auf diese Weise ca. 15 cm hoch geworden. Meistens werden die
Pflanzen aber nicht höher als 5 cm und neigen dazu immer kleinere
Blätter zu bilden, bis sie absterben. |
Mutterpflanze,
verkaufsfertige Pflanze und
Unterwasserform von ´Rainers Kitty´
|
Seitenanfang
| Echinodorus x ´Red
Devil´
Herkunft:
Sortenzüchtung von Zoologica
Kreuzung aus E. uruguayensis und Echinodorusx
´Red Flame´
Aussehen:
Die Blätter dieser Sorte sind über Wasser lanzettlich
und dunkel grün. Sie weisen keine besondere Zeichnung auf. Unter
Wasser sind die Spreiten etwa 10 bis 20 cm lang und 3 bis 5 cm breit. Sie
sind gewellt, oval bis lanzettlich.
Bei geringer und mittlerer Beleuchtung weisen die Blätter eine variable
Marmorierung von gold gelb über hell grün und orange bis zu rot-orange
auf (siehe rechts).
Temperatur:
22-26 °C
pH-Wert:
5,5-7,5
Härte:
1-15 °KH
Licht:
mittel bis viel
Sonstiges:
Die bei Gering (2003) vorgestellte Pflanze ist möglicherweise
nicht identisch mit dem ´Red Devil´ im Handel. Allerdings empfiehlt
Gering eine starke Beleuchtung. Möglicherweise lässt sich dadurch
auch bei diesem ´Red Devil´ eine so intensive Rotfärbung
erzeugen, wie bei den bei Gering abgebildeten Pflanze. |
Unterwasserform von ´Red Devil´
|
Seitenanfang
| Echinodorus x ´Red
Flame´
Herkunft:
Sortenzüchtung von Hans Barth, Dessau
Selektion aus ´Ozelot´
Aussehen:
Über Wasser sind die Blätter oval
bis lanzettlich. Die Grundfarbe ist
grün, das jedoch vor allem bei den jungen Blättern stark von
einem Rotton überdeckt wird. Bei diser Selektion aus der gefleckten
Sorte ´Ozelot´ laufen die roten Flecken ineinander, so dass
sie große rote Flächen bilden. Unter Wasser sind die Spreiten
etwa 10 bis 20 cm lang und 3 bis 5 cm breit. Sie sind leicht gewellt, oval
bis breit lanzettlich. Das Muster aus den roten Flecken tritt besonders
deutlich bei den jungen Blättern hervor. Mit zunehmendem Blattalter
wirkt es zunehmend verwaschen.
Unter Wasser sind die Blätter hell bis mittel grün.
Bei starkem Licht ist das Rot intensiv und das Grün sehr schön
hell. Das macht die Färbung sehr kontrastreich. Bei geringem Licht
sind die Farben dunkler (siehe rechts). Eine Unterscheidung der Unterwasserformen
von "Red Flame" und "Green Flame" ist schwierig.
Temperatur:
22-26 °C
pH-Wert:
5,5-7,5
Härte:
1-15 °KH
Licht:
mittel bis viel
Sonstiges:
Die Sorte ist seit 1998 im Handel. |
Unterwasserform von ´Red Flame´ links
Überwasserform rechts
|
Seitenanfang
| Echinodorus x ´Regine
Hildebrandt´
Herkunft:
Sortenzüchtung von Zoologica
Aussehen:
Über Wasser sind die Blätter oval
bis lanzettlich mit gestutzter bis
leicht herförmiger Basis. Die Jugendblätter sind dunkel rot.
Mit zunehmendem Alter vergrünt die Spreitenfläche, bis nur noch
die Längs- und Queradern rot sind.
Temperatur:
22-26 °C
pH-Wert:
5,5-7,5
Härte:
1-15 °KH
Licht:
mittel bis viel
Sonstiges:
Die Pflanzen wurden nach der Politikerin Regine Hildebrandt
benannt und auch in ihrem Beisein getauft.
Die Sorte ist recht selten im Handel. Möglicherweise
werden verschiedene Pflanzen unter dem selben Namen angeboten. |
Überwasserform
|
Seitenanfang
|
Hybride aus E. x ´Großer Bär´
und E. x ´Ozelot´
Herkunft:
Gärtnerei Zoologica in Altlandsberg
Aussehen:
Über Wasser wird die Sorte bis zu 50 cm hoch. Die
Blattspreiten
sind bis 15 cm lang und 12,5 cm breit. Die Spitze ist abgerundet,
die Basis ist herzförmig. Die Herzblätter sind dunkel rotbraun
mit roten Adern. Die älteren Blätter sind dunkelgrün mit
weinroten Blattadern. Die Blattränder sind leicht gewellt und haben
einen roten Saum. Unter Wasser werden die Pflanzen etwa 15 bis 25 cm hoch.
Die Blattstiele werden bis zu 10 cm lang. Die Blattspreiten sind elliptisch
und erreichen eine Größe von 25 x 10 cm. Die jungen Blätter
sind duneklrot und werden später grün.
Temperatur:
22-29 °C
pH-Wert:
5,5-8,0
Härte:
2-20 °KH
Licht:
mittel
Sonstiges:
Relativ neue,
unbekannte Sorte, die selten im Handel zu bekommen ist.
Die Pflanzen
sind anspruchslos und auch bei geringer Beleuchtung intensiv dunkelrot
gefärbt. Nahrhafter Bodengrund wird empfohlen. Die Pflanzen wachsen
aber auch bei Flüssigdüngung über das Wasser sehr gut in
gewaschenem Kies.
Pflanzenporträt
im Heimbiotop-Newsletter Nr. 8
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emerse Form im Sommer
Winterform
submerse Form
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Hybride aus Echinodorus horizontalis x
Echinodorus
uruguayensis ("horemanii rot")
Herkunft:
Zuchtform der Gärtnerei Hans Barth in Dessau, seit
1988 im Handel
Aussehen:
Über Wasser erreichen die Pflanzen eine Höhe
von etwa 60 cm. Die Blätter sind lang gestielt, olivgrün und
derb. Das Herrzblatt ist rosa mit oder ohne dunkle Fleckenzeichnung. Unter
Wasser ist die Pflanze etwa 25 bis 40 cm hoch. Die Blattstiele sind kurz.
Die Blattspreite ist lanzettlich, 10
bis 40 cm lang und 2 bis 4 cm breit. Der Blattrand ist gewellt. Die jungen
Blätter sind rosa mit einer mehr oder weniger deutlichen Zeichnung
aus dunklen Flecken. Mit zunehmendem Alter werden sie grün.
Temperatur:
22-30 °C
pH-Wert:
5,5-7,5
Härte:
2-15 °KH
Licht:
mittel bis sehr viel
Sonstiges:
Es ist jeweils nur das jüngste Blatt rosa oder rötllich. |
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Echinodorus
x
´Roter Pirat
Hybride unbekannten Ursprungs
Herkunft:
unbekannt
Aussehen:
Über Wasser erreichen die Pflanzen eine Höhe
von etwa 60 cm. Die Blätter sind lang gestielt, grün bis rot.
Im Schnitt sind die Spreiten 23 cm lang
und 13 cm breit. Sie können aber bis 35 cm lang und 18 cm breit werden.
Sie zerreißen leicht und sind sehr anfällig gegen Austrocknung.
Das Herzblatt ist rotbraun und wird zunehmende grüner. Unter Wasser
ist die Pflanze etwa 40 bis 45 cm hoch. Die Blattstiele sind je nach Lichtverhältnissen
zwischen 12 und 20 cm lang. Blattspreite ist lanzettlich, 15 bis 25 cm
lang und 7,5 bis 7 cm breit. Der Blattrand ist gewellt. Zum Teil drehen
sich die Spreiten etwas ein. Die jungen Blätter sind rot mit helleren
Marmorierungen. Sie bleiben sehr lange rötlich bis braun.
Temperatur:
22-30 °C
pH-Wert:
5,5-8,0
Härte:
2-15 °KH
Licht:
mittel bis viel
Sonstiges:
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´Roter Pirat´ im Gewächshaus
Submerse und emerse Pflanze
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Echinodorus
x
´Roter Oktober´
Herkunft:
Gärtnerei Zoologica, Altlandsberg
Kreuzung aus E. x ´Harbich rot´ und E. x
´Indian Red´
Aussehen:
Diese Pflanze hat über Wasser einen kompakten buschigen
Wuchs. Die Blätter sind hell grün. Das Herzblatt ist orange.
Die Blattspreiten sind oval bis
herzförmig. Unter Wasser werden die Spreiten rundlich und sind matt
braunrot. Die Pflanzen sind dann etwa 25 bis 30 cm hoch.
Temperatur:
24-28 °C
pH-Wert:
5,5-7,5
Härte:
2-15 °KH
Licht:
mittel bis viel
Sonstiges:
Relativ neue,
unbekannte Sorte, die selten im Handel zu bekommen ist.
Die hier vorgestellten Pflanzen sehen unter Wasser bei
mittlerer Beleuchtung völlig anders aus, als die von Gering (2003)
abgebildeten.
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´Roter Oktober´ im Gewächshaus

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Echinodorus
x
´Rote Zora´
Hybride aus Echinodorus schlueteri ´Leopard´
x
Echinodorus x barthii
Herkunft:
Selektion aus Echinodorus x ´Ozelot´,
seit Ende 2005 unter diesem Namen auf dem Markt
Aussehen:
Über Wasser wird die Sorte 20 bis 40 cm hoch. Im
Winter liegen die Blätter flach am Boden, so dass nur eine Höhe
von etwa 8 cm erreicht wird. Die Blätter sind oval,
5 bis 10 cm lang und 3 bis 6 cm breit. Die Basis ist abgerundet,
gestutzt
oder leicht herzförmig. Die Spreite ist grün mit rotbraunen Flecken
bis flächig rot.
Unter Wasser sind die Blätter breit lanzettlich.
Die Spreiten sind gewellt. Die Oberseite
ist flächig rot. Auf der Unterseite sind Flecken in der hell grünen
Grundfarbe erkennbar. Die Blattadern sind hell grün bis weißlich
und heben sich deutlich ab.
Temperatur:
22-28 °C
pH-Wert:
6,0-7,5
Härte:
2-15 °KH
Licht:
mittel bis sehr viel
Sonstiges:
Bei starkem Licht sind die Herzblätter und 4 bis
5 der älteren Blätter rot. Je weniger Licht die Pflanze hat,
desto schneller vergrünen die Blätter.
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Echinodorus ´Rote Zora´ im Winter
Unterwasserform
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Hybride aus Echinodorus x barthii
und
Echinodorus uruguayensis rot
Herkunft:
Züchtung von Hans Barth in Dessau, seit etwa 1993
auf dem Markt.
Aussehen:
Über Wasser wird die Sorte 5 bis 15 cm hoch. Im
Winter liegen die Blätter flach am Boden, so dass nur eine Höhe
von etwa 3 cm erreicht wird. Die Blätter sind oval
bis lanzettlich. Sie sind über
Wasser 5 bis 20 cm lang und 3 bis 6 cm breit. Die Basis ist verschmälert,
die Spitze abgerundet. Die Spreite ist
dunkelrot bis hell grün. Unter Wasser wird die Sorte bis zu 60 cm
hoch. Die Blätter sind lanzettlich, 15-35 cm lang und 3 bis 5 cm breit.
bei gutem Licht ist die Pflanze rotbraun.
Temperatur:
22-28 °C
pH-Wert:
6,0-8
Härte:
2-15 °KH
Licht:
mittel bis sehr viel
Sonstiges:
Wegen ihrer Größe ist die Sorte für hohe
Aquarien ab 50 cm zu empfehlen. Zu hohe pH-Werte und hartes Wasser können
zu Kohlendioxidmangel führen. Dann beginnt die Pflanze Kohlenstoff
durch biogene Entkalkung zu gewinnen. |
Echinodorus ´Rubin´ - Winterform
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Echinodorus x ´Rubin Media´
Herkunft:
Kulturform
Aussehen:
Die Überwasserblätter sind lanzettlich. Sie
sind grün bis rot. Die jungen Blätter sind rotbraun. Unter Wasser
sind die Blätter linealisch und leuchtend rot. Die Blattadern sind
deutlich heller und heben sich gut ab.
Temperatur:
22-26 °C
pH-Wert:
6,5-7,2
Härte:
2-12 °KH
Licht:
mittel bis viel
Sonstiges:
Schöne Pflanze als Blickfang für den Mittelgrund. |
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| Echinodorus x ´Tanzende
Feuerfeder´
Herkunft:
Sortenzüchtung von Zoologica
Kreuzung aus E. x Red Flame´ und (E. x Barthii
x E. parviflorus)
Aussehen:
Über Wasser sind die Blätter oval
bis länglich oval. Sie sind mittel grün und weisen keine Zeichnung
auf. Unter Wasser sind die Blätter etwa 15 cm lang gestielt. Die Spreiten
sind bis zu 25 cm lang und etwa 5 cm breit. Sie haben eine feder-ähnliche
rote Zeichnung in den Interkostalen. Die
Blattadern sind ebenfalls rötlich. Die Rotfärbung wird mit zunehmendem
Blattalter schwächer, bleibt aber lange erhalten.
Temperatur:
22-26 °C
pH-Wert:
5,5-7,5
Härte:
2-15 °KH
Licht:
mittel bis viel
Sonstiges:
Die Pflanzen
sind auch bei mittlere Beleuchtung schön gefärbt. Sie sind wegen
ihrer Höhe nur für Aquarien ab 40 cm Höhe zu empfehlen,
da die Blätter sonst unter der Wasseroberfläche fluten. dadurch
beschatten sie andere Pflanzen und die Färbung kommt nicht zur Geltung,
weil man nur die Blattunterseite sieht. Eine Bodengrunddüngung ist
zu empfehlen.
Obwohl die schmalen, roten Blätter mit Phantasie
als brennende Federn gedeutet werden könnten, ist der Name aber nach
Aussage von Tomas Kaliebe zu Ehren der Tanzgruppe ´Tanzende Feuerfeder´
der Feuerwehr Löhme im Landkreis Barnim vergeben worden.
Die Pflanzen sind verhältnismäßig blühfaul
und bilden nur selten Blütenstände aus, an denen sich dann aber
auch Ableger bilden. Hauptsächlich wird die Sorte aus In-vitro-Kultur
vermehrt.
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Winterform der "Tanzenden Feuerfeder"
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| Echinodorus x ´Tricolor´
Herkunft:
Sortenzüchtung von Höchststetter?
Aussehen:
Über Wasser sind die Blätter oval
bis länglich oval. Die älteren Blätter sind mittel grün
und weisen keine Zeichnung auf. Die jungen Blätter sind goldgelb und
haben eine leichte rötliche Fleckenmusterung. Wegen der drei Farben
wurde die Sorte ´Tricolor´ genannt. Über Wasser wachsen
die Pflanzen steif aufrecht. Unter Wasser gehen sie etwas mehr in die Breite.
Temperatur:
22-26 °C
pH-Wert:
5,5-7,5
Härte:
2-15 °KH
Licht:
mittel bis viel
Sonstiges:
Die Sorte bildet unter Wasser eine kompakte aber breite
Rosette. Die Blätter sind dann hell grün. Teilweise werden auch
in der submersen Kultur Adventivpflanzen gebildet. Die Sorte ist selben
im Handel.
Besonders die Herzblätter der Sorte werden gerne
von Schnecken angefressen. |
Herzblatt von E. x ´Tricolor´
Adventivpflanzen
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| Echinodorus x ´Yellow
Sun´
Herkunft:
Sortenzüchtung von Zoologica
Aussehen:
Diese Sorte wird zwischen 20 und 30 cm hoch. Die Blätter
sind über Wasser herzförmig mit abgerundeter Spitze.
Temperatur:
22-28 °C
pH-Wert:
6,0-8,0
Härte:
2-12 °KH
Licht:
mittel bis viel
Sonstiges:
Die Herkunft ist unklar. Möglicherweise ist es eine
Kreuzung aus E. grandiflorus ´Aurea´und einem E.
cordifolius-Typ.
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Literatur
zu Echinodorus-Arten:
H. Lyr, H Streitberg (1955): Die Verbreitung von Hydropoten
in verschiedenen Verwandtschaftskreisen der Wasserpflanzen.- Wissenschaftliche
Zeitschrift der Martin-Luther-Universität, Halle-Wittenberg 4, 471-483
H. Frey (1967): Das Aquarium von A-Z.- Neumann Verlag
C. D. Roe (1967): Handbuch der Aquarienpflanzen.- Verlag
Tropicarium Frankfurt
K. Rataj (1975):
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K. Rataj (1981): Akvarium-Terrarium
24 (6), 20
W. Walitzki (1986):
Erfahrungen mit Echinodorus tenellus (Martius) Buchenau.- Aqua Planta
1-86, 15-16
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Aquarien: Empfehlenswerte Echinodorus-Arten.- Aquarium heute 4(1),
26-27
H. Schöpfel (1986): Zur systematischen Stellung von
Echinodorus osiris Rataj.- Aqua Planta 2-86, 71-75
K. Rataj (1986): Eine empfehlenswerte Pflanze: Echinodorus
tenellus.- Das Aquarium 19, 39-40
K. Rataj (1986): Echinodorus argentinensis Rataj.
Eine Pflanze aus Südamerika.- Das Aquarium 20(11), 607-608
H. Schöpfel (1986): Echinodorus uruguayensis
und verwandte Arten, Teil 1.- Aquarien Terrarien 33, 237-240
H. Loose (1987): Kulturerfahrungen mit Echinodorus
barthii Mühlberg.- Aqua Planta 2-87, 65
H. Schöpfel (1988): Eine interessante Form von Echinodorus
parviflorus.- Aqarien Terrarien 35(6), 199-201
A. de Graaf (1988): Anzahl der Chromosomen in Echinodorus(Alismataceae).-
Das Aquarium 22(8), 488-489
P. Gabriel, P. Palicka (1988): Echinodorus uruguayensis
ist eine dekorative Solitärpflanze.- Das Aquarium 22(4), 214
K. Paffrath (1988): Die Südamerikanische Schwertpflanze:
Echinodorus
uruguayensis.- DATZ 41(8), 309-310
K. Paffrath (1988): Die Schwarze Amazonaspflanze ist robust.
Die Pflege von Echinodorus parviflorus im Aquarium.- TI-International
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A. de Graaf (1988): Unsere erste Pflanzensammelreise in
Südamerika. Zweites Ergebnis: Variabilität und Fundorte von
Echinodorus
paniculatus Micheli in Ekuador.- Das Aquarium 22(5), 284-288
H. Schöpfel (1988): Echinodorus inpai Rataj.-
Aqua Planta 1-88, 27-30
K. Paffrath (1988): Der Herzblättrige Wasserwegerich,
Echinodorus cordifolius.- Aquarama 3, 38-40
A. de Graaf (1988): Unsere erste Pflanzensammelreise in
Südamerika. Drittes Ergebnis: Variabilität und Fundorte von Echinodorus
bracteatus Micheli in Ecuador (1).- Das Aquarium 22 (11), 657-660
K. Paffrath (1988): Echinodorus argentiniensis,
der Südamerikanische Wasserwegerich.- DATZ 41(10), 432-433
R. Suttner (1989): Vermehrung und Anzucht von Echinodorus-Arten.-
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eine wenige bekannte Schwertpflanze aus Brasilien.- Aquarien Terrarien
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S. Schattling, A. Spinczyk (1989): Echinodorus opacus
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K. Paffrath (1989): Vital und anspruchslos ist sie: die
Osiris-Amazonasschwertpflanze.- Aquarama 5, 45-47
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Rataj und Echinodorus portoalegrensis Rataj.- Aqua Planta 4-89,
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Beschreibung einer neuen Schwertpflanze und Bemerkungen zur Haltung im
Aquarium.- Aquarama 4, 24-25
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H. Schöpfel (1989): Echinodorus schlueteri.-
Aquarien Terrarien 36(4), 131-133
A. de Graaf (1989): Unsere erste Pflanzensammelreise in
Südamerika. Drittes Ergebnis: Variabilität und Fundorte von Echinodorus
bracteatus Micheli in Ecuador.- Das Aquarium 23 (8), 483-484
A. de Graaf (1989): Unsere erste Pflanzensammelreise in
Südamerika. Drittes Ergebnis: Variabilität und Fundorte von Echinodorus
bracteatus Micheli in Ecuador (2).- Das Aquarium 23 (5), 282-284
H.C.D. De Wit (1990): Aquarienpflanzen.- 2. Überarbeitete
Auflage, übersetzt aus dem Niederländischen von Dr. Edy Roche,
Verlag Eugen Ulmer, Stuttgart (Hohenheim)
A. de Graaf (1990): Zur Validität von Echinodorus
bleheri und Echinodorus parviflorus.- Das Aquarium.- 24(11),
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K. Paffrath (1990): Das Pflanzenportrait: Bestachelter
Wasserwegerich, Echinodorus scaber Rataj, 1969.- Das Aquarium 24(6-7) 32-33
B. Greger (1990): Eine neue Aquarienpflanze, Echinodorus
schlueteri ´Leopard´.- Das Aquarium 24(5), 29H. Stallknecht
(1991): Zur Auslösung von Blütenständen bei
Echinodorus-Arten.- DATZ 44(10), 653-655
K. Paffrath (1990): Das Pflanzenportrait: Festblättrige
Amazonaspflanze, Echinodorus portoalegrensis Rataj, 1970.- Das Aquarium
24(2), 30-31
K. Paffrath (1991): Das Pflanzenportrait: Grasartige Zwergschwertpflanze,
Echinodorus tenellus var. parvulus (Engelmann) Fassett, 1956.- Das Aquarium
24(1), 29-30
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in Südamerika. Erstes Ergebnis: Fundorte von Echinodorus portoalegrensis
Rataj in Südbrasilien (1).- Das Aquarium 26(11), 22-24
A. de Graaf (1992): Aquarienpflanzen aus den USA: Echinodorus
cordifolius (Linnaeus) Griesebach.- Das Aquarium 26(9), 32-34
C. Kasselmann (1993): Echinodorus horizontalis
Rataj - Beobachtungen bei der Kultur und an den natürlichen Standorten.-
DATZ 46(9), 586-589
C. Kasselmann (1993): Echinodorus schlueteri Rataj.-
DATZ 46(3), 179-181
C. Christensen (1993): Neue Aquarienpflanzen: Echinodorus
schlueteri Rataj.- Aquarium Heute 11(3), 341
P.J. van der Vlugt (1993): Echinodorus berteroi
und ihre Standorte auf Curacao.- DATZ 46(1), 56-59
A. de Graaf (1993): Unsere zweite Pflanzensammelreise
in Südamerika. Erstes Ergebnis: Variabilität und Fundorte
von Echinodorus paniculatus Micheli in Paraguay (1).- Das Aquarium 27(4),
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R.R. Haynes, L.B. Holm-Nielsen (1994): The Alismataceae
(Monograph 64).- Flora Neotropica, New York
A. de Graaf (1994): Unsere zweite Pflanzensammelreise
in Südamerika. Erstes und zweites Ergebnis: Variabilität und
Fundorte von Echinodorus paniculatus Micheli und Echinodorus grandiflorus
(Cham. & Schlecht.) Micheli in Paraguay (2).- Das Aquarium 28(7), 37-39
K. Paffrath (1994): Großblättriger Wasserwegerich
- Echinodorus macrophyllus (Kunth.) Micheli, 1881.- Das Aquarium
28(2), 21-22
D. Wanke, S. Wanke (1994): Brasilien - Der Echinodorus-Arten
wegen! (Teil 1).- DATZ 47(9), 594-598
H. Schöpfel (1994): Echinodorus horizontalis
Rataj und verwandte Arten.- Aqua Planta 3-94, 127-133
B. Greger (1995): Aquarienpflanzen im Steckbrief.- Das
Aquarium 29 (3), 21-23
B. Greger (1996): Echinodorus grisebachii, Schmalblättrige
Amazonaspflanze.- Das Aquarium 30(7), 42-43
H. Schöpfel (1996): Herzblättrige Amazonaspflanze
- Ein überraschender Fund von Echinodorus cordifolius in Vietnam.-
Das Aquarium 30(12), 26-28
K. Paffrath (1996): Echinodorus bleheri - Die Breite
Amazonaspflanze ist anspruchslos.- Das Aquarium 30(3), 24-26
C. Christensen (1997): Echinodorus tenellus. Populärname:
Grasblättrige Schwertpflanze.- Aquarium heute 15(4), 661
B. Greger (1997): Echinodorus tenellus - Zwerg-Amazonaspflanze.-
Das Aquarium 31(3), 26-27
H. Schöpfel (1997): Echinodorus grisebachii
und verwandte Arten. Betrachtungen über eine Monographie der Gattung
Echinodorus.- Das Aquarium 31(4), 25-28
H. Schöpfel (1997): Echinodorus berteroi.-
Das Aquarium 31(12), 24-27
Chr. Schwitzer, St. Gantner, D. Wanke (1998): Südbrasilianische
Echinodorus - "Arten" vom Aussterben bedroht!- DATZ 12/1998, 800-805
H. Schöpfel (1998): Echinodorus paniculatus
Mich. und Echinodorus glaucus Rataj, zwei südamerikanische
Schwertpflanzen für das Warmhaus.- Aqua Planta 3-98, 107-112
B. Greger (1998):
Pflanzen im Süßwasseraquarium.- Birgit Schmettkamp Verlag, Bornheim
C. Kasselmann
(1998): Zur Vielgestaltigkeit und Ökologie von Echinodorus grandiflorus.-
DATZ 1/1998, 56-61
C. Kasselmann
(1999): Aquarienpflanzen - 2. erweiterte Auflage.- DATZ-Atlanten,
Eugen Ulmer Verlag, Stuttgart
H. Schöpfel
(1999): Echinodorus uruguayensis. Eine Schwertpflanze mit großer
Sippschaft.- Das Aquarium 33(4), 30-34
Chr. Schwitzer, St. Gantner, D. Wanke (1999): Südbrasilianische
Echinodorus
- "Arten" vom Aussterben bedroht!- DATZ 1/1999, 54-57
C. Kasselmann (1999): Chromosomenuntersuchungen bei Echinodorus-Arten.-
Aqua Planta 4-99, 135-141
D. Wanke (1999): Ansichten zum "Formenkreis" um Echinodorus
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C. Kasselmann (2000): Echinodorus
decumbens Kasselmann, spec. Nov. (Alismataceae), eine neue Art aus
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H. Schöpfel (2000): Echinodorus ovalis Wright.-
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W.A. Tomey (2000): Pflanzen für den Vordergrund.-
Das Aquarium 34(1), 34-36
H. Schöpfel (2000): Echinodorus grandiflorus. Eine
Amazonas-Schwertpflanze mit ungewöhnlichen Dimensionen.- Das Aquarium
34(6), 30-33
A. de Graaf (2000): Unsere zweite Pflanzensammelreise
in Südamerika - Variabilität und Fundorte von Echinodorus
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C. Quester (2001): Echinodorus aschersonianus Graebner,
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C.
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D. Wanke (2001): Echinodorus subalatus - Die "Geflügelte
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C. Kasselmann (2002): Neu eingeführt: Echinodorus
macrocarpus Rataj.- Aqua Planta 1-2002, 7-15
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Echinodorus macrophyllus (Kunth) Micheli ssp. Scaber (Rataj) Haynes &
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C. Kasselmann (2002): Echinodorus decumbensis.
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C.-P- Gering (2003):
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W. Ise (2005): Schwertpflanzenzüchtungen aus dem
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W. Ise (2005): Echinodorus ´Uschtu´
- Eine weitere Sorte.- Das Aquarium 2/05 (Nr. 428), 67-69
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portoalegrensis und E. opacus.- Das Aquarium 430, 61-64
H. Genaust (2005): Etymologisches
Wörterbuch der botanischen Pflanzennamen.- genehmigte Lizenzausgabe,
Nikol Verlagsgesellschaft mbH & Co. KG, Hamburg
(c) Wilstermann-Hildebrand 2009