Gattung Aponogeton - Wasserährengewächse

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Aponogeton ist die einzige Gattung in der Familie der Aponogetonaceae (Wasserährengewächse). Die folgende Tabelle führt alle bekannte Arten der Gattung Aponogeton auf.


Aponogeton abyssinicus
Aponogeton afroviolaceus
Aponogeton angustifolius
Aponogeton appendiculatus
Aponogeton azureus
Aponogeton bernierianus
Aponogeton bogneri
Aponogeton boivinianus
Aponogeton bruggenii
Aponogeton bullosus
Aponogeton capuronii
Aponogeton cuneatus
Aponogeton cordatus
Aponogeton crispus
Aponogeton decaryi
Aponogeton desertorum
Aponogeton dioecus
Aponogeton distachyos
Aponogeton eggersii
Aponogeton elongatus
Aponogeton euryspermus
Aponogeton fotianus
Aponogeton hexatepalus
Aponogeton jacobsenii
Aponogeton junceus
Aponogeton kimberleyensis
Aponogeton lakhonensis
Aponogeton lancesmithii
Aponogeton longiplumulosus
Aponogeton loriae
Aponogeton madagascariensis
Aponogeton masoalaensis
Aponogeton natalensis
Aponogeton natans
Aponogeton nudiflorus
Aponogeton proliferus
Aponogeton queenslandicus
Aponogeton ranunculiflorus
Aponogeton rehmannii
Aponogeton rigidifolius
Aponogeton robinsonii
Aponogeton satarensis
Aponogeton schatzianus
Aponogeton stuhlmannii
Aponogeton subconjugatus
Aponogeton tenuispicatus
Aponogeton tofus
Aponogeton troupini
Aponogeton ulvaceus
Aponogeton undulatus
Aponogeton vallisnerioides
Aponogeton vanbruggenii
Aponogeton viridis
Aponogeton womersleyi

Geschichte der Gattungssystematik:

Die Gattung Aponogeton wurde Linnés Sohn begründet. ENGLER (1889) gibt die Zahl der Arten mit etwa 15 an. Zu der Zeit waren 4 Arten von Madagaskar, 5 aus Afrika, 1 Art aus Ostaustralien und 3 aus Ostindien bekannt. Als KRAUSE UND ENGLER (1906) ihre Monographie der Aponogetonaceae lieferten, nannten sie 22 Arten. Sechzig Jahre später zählte man 40 (ENGLER 1969). Viele dieser Arten wurden von H.W.E. van Bruggen (1985, 1990) neu eingeordnet und zum Teil zusammengefasst. Er gibt die Artenzahl mit 17 in Afrika, 11 auf Madagaskar, 11 aus Asien und 4 in Australien, also insgesamt 43 an. Heute sind 54 Arten bekannt.

Der Gattungsname soll ein Umformung aus Potamogeton (Laichkraut) sein. Wegen der ähnlichkeiten einiger Arten der Gattungen ist das durchaus plausibel (Genaust 2005).

Die systematische Einordnung der Gattung Aponogeton ist nicht ganz eindeutig. Sie wird der Unterklasse Alismatidae zugeordnet. Zu dieser gehören die drei Ordnungen Alismatales (Froschlöffelartige), Hydrocharitales (Froschbissartige) und Najadales (Nixkrautartige).
Von ENGLER UND PRANTL (1889) und von MOORE (1988) werden die Aponogetonaceae den Najadales zugeordnet, zu denen auch die Potamogetonaceae und die Najadaceae gehören. DANERT et al. (1994) ordnen sie dagegen in der Ordnung Alismatales ein, zusammen mit den Butomaceae und den Alismataceae. Es gibt keine besonderen anatomischen Merkmale, die sich für die Verwendung in der Systematik verwenden liessen. Sie sind allen verwandten Arten sehr ähnlich (KRAUSE UND ENGLER 1906).

Abteilung: Spermatophyta (Samenpflanzen)
Unterabteilung: Angiospermae (Bedecktsamer)
Klasse: Monocotylidonae (Einkeimblättrige)
Unterklasse: Alismatidae (Froschlöffelähnliche)
Ordnung: Alismatales (Froschlöffelartige) oder Najadales (Nixkrautartige)
Familie: Aponogetonaceae (Wasserährengewächse)
Gattung: Aponogeton (Wasserähren)

Zur Botanik der Wasserährengewächse

Die Aponogetonaceae sind mehrjährige, krautige Pflanzen. Sie sind echte Wasserpflanzen und überdauern Trockenperioden als ruhende Knollen oder Rhizome. Die Alismatidae (Froschlöffelähnliche), zu denen die Aponogetonaceae gehören, zählen nicht nur zu den ältesten Blütenpflanzen, sondern auch zu den ursprünglichsten höheren Wasserpflanzen. Ihre Blütenanatomie weist sie als primitive Angiospermen aus. Sie sind bereits aus der Kreidezeit (ca. 65-130 Mio. Jahre) nachgewiesen (DANERT et al. 1994). Die Aponogetonaceae haben bereits vor etwa 100 Millionen Jahren in ihrer heutigen Form existiert. Es handelt sich also um einen sehr erfolgreichen Bauplan der Natur.
Die Wurzeln haben eine sehr zarte Epidermis. Die Epidermiszellen sind nach Außen kaum verdickt. Es werden keine oder wenig Wurzelhaare gebildet. Die kontraktilen Wurzeln ziehen die Knolle Während der Vegetationszeit tiefer in den Boden. Die Wurzeln sterben zu Beginn der Ruhezeit zusammen mit den Blättern ab.
Wasserähren sind so genannte Rosettenpflanzen. Ihr Spross ist stark gestaucht und besteht aus einer stärkehaltigen, kugelförmigen Knolle oder seltener aus einem länglichen kriechenden Rhizom. Der einzige Vegetationspunkt an der Knolle ist eingesenkt und von einem dichten Geflecht aus Wurzeln umgeben und verdeckt. Nur an diesem einen Vegetationspunkt kann die Pflanze Blätter bilden. Wird er beschädigt stirbt die Pflanze ab. Es gibt keine "schlafenden Augen" wie bei Kartoffeln.
Die Knollen oder Rhizome werden von einem stärkehaltigen Parenchym gebildet, durch das verstreut mehrere Gefäßbündel verlaufen. Sie besitzen kein Aerenchym. Die Epidermis ist mäßig verdickt und von wenigen Lenticellen durchbrochene (KRAUSE und ENGLER 1906).
Die StärkekÖrner sind zusammengesetzt und ellipsoid. Die Schichtung ist nur schwer zu erkennen. Dafür ist an den einzelnen Körnern oft ein rissiger Spalt zu sehen.
Engler (KRAUSE und ENGLER 1906) untersuchte den Vegetationspunkt von A. distachyos und A. madagascariensis (Syn. A. fenestralis). Am Vegetationspunkt stehen sich demnach jeweils zwei Laubblätter nicht ganz genau gegenüber. Zu jedem Blattpaar gehört ein Blütenstängel, der bei einem Blattpaar aus der rechten Vaginalseite des zweiten Blattes entspringt und bei dem folgenden auf der linken Vaginalseite des zweiten Blattes, bei dem nächsten wiederum auf der rechten Seite des zweiten Laubblattes und so fort. Die einzelnen Blattpaare sind zueinander immer etwas mehr als um 90° gedreht. Es bilden also immer zwei Laubblätter und ein Blütenstand eine Einheit. Der Spross wird so nach Engler (KRAUSE und ENGLER 1906) von einem stark verkürzten Sympodium gebildet. Das bedeutet, dass Die Endknospe eines Sprosses eine Blüte bildet (oder abstirbt) und die weiteren Blätter und Blüten jeweils aus einem Seitentrieb hervorgehen.
Die Blätter sind deutlich in Scheide, Stiel uns Spreite gegliedert. Nur bei A. vallisnerioides ist der Stiel stark verkürzt, so dass sitzende Blätter gebildet werden.
Die Blätter sind entweder ganz untergetaucht (Wasserblätter) oder treiben an langen Stielen auf der Wasseroberfläche (Schwimmblätter). Sie sind immer ganzrandig ohne Kerben und Zähne. Wasser- und Schwimmblätter unterscheiden sich deutlich in ihrer Form und Anatomie. Bei den Schwimmblättern sind Spreite und Stiel deutlich von einander abgesetzt. Bei den Unterwasserblättern ist der übergang allmählich. Die Spreiten der Wasserblätter sind lanzettlich, linealisch, selten löffel- oder eiförmig. Die Blätter von A. dioecus sind binsenförmig. Die von A. ranunculiflorus spindelförmig.
Die Blätter sind meist weich und bieten strÖmendem Wasser wenig Widerstand. Die Spreite kann glatt gewellt, gekräuselt oder fast schraubig gedreht sein. Pflanzen in schnell strÖmendem Wasser bilden häufig genoppte Blattspreiten aus. Bei den Wasserblättern sind Ober- und Unterseite gleich gebaut. Meistens sind sie frei von SpaltÖffnungen. Die Schwimmblätter sind deutlich bilateral. Die SpaltÖffnungen befinden sich fast ausschließlich an der Oberseite. Die Schwimmblätter sind ebenfalls lanzettlich, linealisch oder oblong und am Grund schwach herzförmig oder abgerundet.
Die Spreite ist von 5-11 Längsnerven durchzogen, die deutlich zu erkennen sind. Die Längsnerven sind durch viele Quernerven miteinander verbunden. Der Mittelnerv ist aus vielen einzelnen Strängen zusammengesetzt. Bei A. madagascariensis sind die Interkostalfelder zwischen diesen Blattnerven nicht mit Gewebe ausgefüllt, dadurch entsteht die für die Art typische Gitterung der Blätter.
Blüten- und Blattstiele haben ebenfalls nur eine dünne Epidermis. Das chlorophyllhaltige äußere Parenchym ist von wenigen, kleinen Interzellularen durchzogen. Im Inneren befinden sich große Luftkammern, die durch einschichtige Wände von einander getrennt sind. Die Gefäßbündel sind peripherisch oder unregelmäßig angeordnet. Die Wände der einzelnen Gefäße sind meist spiralig verdickt. Weitere mechanische Elemente gibt es nicht, daher sind die Pflanzen außerhalb des Wassers völlig schlaff.
Auf der Blattunterseite gibt es Bereiche mit deutlich kleineren Epidermiszellen. Diese Bereiche werden als Hydropoten bezeichnet. Diese sind häufig entlang der Mittelnerven angeordnet. Die Zellen zeichnen sich dadurch aus, dass ihre Zellwände mit bestimmten kationischen Farbstoffen (Tuloidinblau, Methylviolett) anfärbbar sind, Während die normalen Epidermiszellen die Farbstoffe nicht annehmen. Es wird vermutet, dass in diesen Bereichen aktiv (Energieaufwand) Nährstoffe aufgenommen werden können. Auch eine Sekretionsfunktion ist möglich. Auf der Oberseite von Schwimmblättern bei A. abyssinicus befinden sich Drüsenhaare, die sich wie die Hydropoten anfärben lassen. In einigen Fällen wurden Gerbstoffzellen (flavonhaltig) gefunden (MAYR 1914, LYR & STREITBERG 1955, LüTTGE 1964, KIRSTEN 1969).

Blütenstände:

Der emerse Blütenstand wird vermutlich durch erhöhten Turgor aufrecht gehalten, denn auch er verfügt über keine stabilisierenden Elemente. Er steht auf einem langen Pedunculum (Blütenstandstiel), der direkt aus Knolle oder Rhizom entspringt.
Der Blütenstand besteht aus einer oder mehreren ähren, die am Anfang von einer Spatha (Blütenhüllblatt) umgeben sind. Diese fällt in den meisten Fällen nach dem Aufreißen ab. Bei wenigen Arten bleibt sie an einem dünnen Gewebefaden hängen. Die mehrachsigen ähren trennen sich direkt am Pedunculum. In seltenen Fällen können Wuchsanomalien auftreten. GREGER (1986 a) beschreibt einen Blütenstand von A. madagascariensis, bei dem sich eine ähre an der Spitze teilt. Bei BARTH und STALLKNECHT (1990) findet sich ein Bild von einem Blütenstandsstiel von A. ulvaceus, der sich kurz vor dem Ende spaltet und in zwei Blütenstände mit jeweils 2 ähren ausläuft. Auch bei anderen Arten treten solche Abweichungen auf.



geteilter Blütenstand von A. robinsonii Die Blütenstände von A. robinsonii sind in der Regel zweiährig. Diese Pflanze bildet jedoch vier ähren aus, von denen eine sehr klein ist.

vierfacher Blütenstand von A. capuronii Knospe, Blüten und Früchte von
A. capuronii. Der Blütenstand spaltet sich nahe der Spitze. Beim Fruchtstand spaltet eine ähre zu drei Spitzen auf. Das ist untypisch, eigentlich sollten die Blütenstände zweiährig sein.



Die einzelnen ähren sind entweder allseitswendig oder die Blüten stehen sich auf der ventralen Innenseite der Achsen gegenüber (A. angustifolius, A. azureus, A. cordatus, A. distachyos, A. junceus, A. natalensis, A. robinsonii, A. vallisnerioides). Dabei sind sie dicht gedrängt oder stehen in zwei deutlichen Reihen angeordnet. Die Dichtblütigkeit hängt vom Entwicklungsstand der ähren ab und ist kein geeignetes Bestimmungsmerkmal.
Die Blüten sind in der Regel zwittrig. Es gibt aber auch einige diÖzische (zweihäusige) Arten (A. decaryi, A. dioecus, A. nudiflorus, A. satarensis, A. troupini). Der weibliche Blütenteil wird von einem Fruchtknoten aus 3 Carpellen (Fruchtblätter) gebildet. Der männliche Teil von 2 Kreisen aus je 3 Staubblättern. Von den drei Tepalen werden häufig nur zwei ausgebildet. Ausnahmen sind die Spitzenblüten von A. bernierianus, A. desertorum, A. madagascariensis und A. rigidifolius mit 3 Tepalen. Die weiblichen Blüten zweihäusiger Arten sind ganz nackt. A. hexatepalus bildet 6 Tepalen aus. A. distachyos nur eine pro Blüte.
Die Tepalen sind weiß, rot, violett, blau, gelb oder grün. Sie sind elliptisch oder verkehrt eiförmig und meistens ausdauernd. Ursprünglich wurden die Blütenhüllblätter als Bracteen betrachtet (KRAUSE und ENGLER 1906). Erst später kam man zu der Auffassung, dass es sich um die Reste eines ursprünglich 6-blättrigen Perigons (Blütenhülle) handelt. Die Blüten sind homoiochlamydeisch (alle Hüllblätter gleichartig). Diese Blütenform ist primitiver als die heterochlamydeische, bei der das Perianth (Blütenhülle) aus Sepalen (Kelch-) und Petalen (Blumenblätter) besteht (ZIEGLER ET AL. 1998).
Die Stamen (Staubblätter) sind in 2-5 Kreisen dreizählig angeordnet. Die Thecae (Staubbeutel) sind ellipsoid oder fast kugelig. Sie Öffnen sich durch seitliche Längsspalten.
Die PollenkÖrner sind gelbe, kugelige oder rund-polyedrische Zellen mit einem Durchmesser von etwa 0,02 mm.
Die Carpelle (Fruchtblätter) sind oberständig. Meistens bilden in zwittrigen Blüten jeweils drei einen Fruchtknoten. In eingeschlechtlichen weiblichen Blüten sind es dagegen 6-8. Sie sind epeltat (nicht schildförmig). Da sie keine Querzone ausbilden sind sie im Querschnitt hufeisenförmig. Die Carpellenränder sind auch an der Basis nicht miteinander verwachsen. Die einzelnen Fruchtblätter haben nur ein Fach. Darin sind am Grunde 2-4 oder entlang der Bauchnaht 4-8 Samenanlagen.
Die meisten Arten sind zur Selbstbestäubung fähig. In der jungen Blüte sind die Antheren noch deutlich unterhalb der Narben. Mit zunehmendem Blütenalter verlängern sich jedoch die Filamente, so dass die Antheren direkt auf der Narbe zu liegen kommen können. Bei A. distachyos ist ein lebhafter Blütenbesuch durch Bienen und Hummeln zu beobachten. Auch die anderen Arten werden von Insekten besucht. Zwischen den Carpellen sind Septalnektarien (DANERT 1994) und einige Arten verstrÖmen zur Zeit der Pollenreife einen angenehmen Geruch.

Früchte:

Aponogetonaceae bilden Sammelbalgfrüchte. Die Fruchtstände sind bis 20 cm lang (z. B. A. capuronii und A. rigidifolius). Die Früchte reifen unter Wasser. Sie unterscheiden sich bei den einzelnen Arten vor allem in der Größe. Auf der Spitze sind häufig die zurückgekrümmten Griffelreste zu sehen. Die einzelnen Früchte enthalten abhängig von der Zahl der Samenanlagen 2-12 oder auch nur einen Samen. Die Carpelle reißen auf, in dem sich die Fruchtknotenwände an der Basis ablösen und in mehreren Zipfeln nach außen hoch rollen. Die Samen fallen dann heraus.
Die Samen sind unterschiedlich groß und geformt. Der Embryo besteht aus der Keimwurzel (Radicula), einem Keimblatt (Kotyledon) und der Sproßknospe (Plumula). Die Samen haben kein Nährgewebe. Die Nährstoffe werden im Keimblatt gespeichert. Zum Teil sind sie von einer schwammigen, luftgefüllten Hülle umgeben, die ihnen das Schwimmen ermöglicht. Sie treiben von der Mutterpflanze fort. Nach etwa einem Tag löst sich die äußere Hülle vom Embryo, der daraufhin auf den Grund sinkt. In ihrem Bau sind die Samen der einzelnen Arten unterschiedlich. Die Integumente (Samenhüllen) sind entweder völlig von einander getrennt oder sie hängen über ihre ganze Länge zusammen (A. natans). Das äußere, schwammige Integument fehlt bei einigen Arten ganz. Während der Entwicklung des Embryos wandeln sich die Integumente zu einer einfachen oder doppelten Samenschale (Testa) um.

Größenvergleich zwischen den Sämlingen von Aponogeton ulvaceus und Aponogeton crispus

Größenvergleich zwischen den Sämlingen von und Aponogeton crispus (links) und Aponogeton ulvaceus (rechts).


Die Samen der meisten Arten sind nur wenige Tage lang keimfähig und dürfen nicht austrocknen.
Die Embryonen sind ebenfalls unterschiedlich gestaltet. Bei einigen Arten sind sie flach zusammengedrückt, bei anderen fast zylindrisch. Die Apikalknospe ist am Grund oder in der Mitte des Embryos. Bei A. appendiculatus ist der Embryo von mehreren linealischen und zum Teil gedrehten Anhängseln (Appendices) gekrÖnt.
Bei verschiedenen Arten wurden die Chromosomen gezählt. Laut Engler (1969) ist die Grundzahl x = 8. In diploiden, somatischen Zellen liegen also 16 Chromosomen vor. Bei A. crispus und A. masoalaensis wurden jedoch 32 Chromosomen gezählt, bei A. eggersii 34-36 und bei A. junceus sogar 126. Diese Pflanzen weisen demnach den 2 bis 8-fachen Chromosomensatz auf. Die niedrigste Chromosomenzahl wurde bisher bei A. satarensis mit 26 gefunden. Diese Art ist demnach tetraploid und es fehlen 2 Chromosomen.


Ökologie:

Alle Aponogeton-Arten sind echte Wasserpflanzen. Sie sind in ihrem Lebenszyklus daher streng an die wechselnden Bedingungen in ihren Heimatgewässern gebunden.
Während der Trockenzeiten fehlt es an den Standorten an Wasser. Die Pflanzen ziehen ihre Blätter ein. Das heißt sie resorbieren Nährstoffe aus dem Laub bevor dieses durch den Wassermangel eintrocknet und stoßen sie dann ab. Die Knollen und Rhizome bleiben im Substrat und treiben nach dem nächsten Regen wieder aus. Dabei werden zuerst submerse Blätter gebildet. Erst danach treibt die Knolle die ersten Wurzeln. Bei Arten, die Schwimmblätter bilden treten diese zusammen mit den Blüten auf. Teilweise sterben nach der Bildung der Schwimmblätter die submersen Blätter ab (A. distachyos). Während der Vegetationsperiode bilden die Pflanzen eine neue Knolle. Die aus dem Vorjahr wird vollständig aufgezehrt und stirbt ab. Bei der Kultur dieser Pflanzen stellt dieser Vorgang das grÖßte Problem dar. Wenn die Pflanze nicht genügend Nährstoffe speichern kann werden die Knollen von Jahr zu Jahr kleiner und treiben irgendwann nicht mehr aus. Eine Bodengrunddüngung für Aponogeton ist darum unbedingt zu empfehlen. Die abgestorbene Knolle stellt im Aquarium einen nicht zu unterschätzenden Fäulnisherd dar. Die neue Knolle muss unbedingt von ihr befreit werden, damit nicht auch sie fault.
Die Samen der Wasserähren sind klein und nur wenige Tage keimfähig. Sie können keine Trockenzeit überdauern. Die Jungpflanzen müssen daher schon kurz nach dem Keimen in derselben Regenzeit eine neue Knolle bilden. Dieser Zeitraum kann sehr kurz sein. In einigen Fällen dauern die Trockenzeiten bis zu 9 Monate. A. abyssinicus soll innerhalb von sechs Wochen ihren Lebenszyklus durchlaufen können (VAN BRUGGEN 1986 b).
Dieser Zyklus wird zum einen von den äußeren Bedingungen und zum anderen durch ein genetisches Programm gesteuert. Anders lässt sich nicht erklären, dass die Pflanzen auch im Aquarium unter gleich bleibenden Bedingungen einziehen. KASSELMANN (1988 a) berichtet, dass A. crispus auch eine Ruhepause einlegt, wenn der Wasserstand zu hoch wird und durch Wassertrübungen nicht mehr genug Licht vorhanden ist.

Verbreitung

Das natürliche Vorkommen der Aponogetonaceae beschränkt sich aus Afrika, Asien und Australien. A. distachyos wurde von Südafrika jedoch nach Nordamerika (Kalifornien), Südamerika (Argentinien, Peru), West- und Südeuropa (England, Südfrankreich, Italien), Neuseeland und Südaustralien verschleppt (PEMBERTON 2000). Nach Europa wurde die Art von Massin 1780 eingeführt (ENGLER UND KRAUSE 1906).
Es wurde von vereinzelten Aponogeton-Funden in Indonesien berichtet. In nordÖstlichen Irian Jaya (West-Neuguinea) soll es eine gelb blühende Art im Sentani-See geben. In Papua-Neuguinea gibt es zwei ebenfalls gelb blühende Arten (A. loriae und A. womersleyi). Aus dem Südwesten von Celebes gibt es sehr altes Herbarmaterial, das das Vorkommen eines Aponogetons belegt. Aus dem Süden von Borneo soll einmal Aponogeton undulatus nach Europa eingeführt worden sein (VAN BRUGGEN 1990).
Auffallend ist, dass bis auf die in Borneo gefundenen A. undulatus, alle indonesischen und australischen Arten gelb blühen. Das lässt vermuten, dass sie alle sehr nah miteinander verwandt sind. Vermutlich haben die Menschen, die diese Inseln vom Festland her besiedelten Aponogeton-Knollen als Vorrat mit sich geführt. Dann wäre A. lakhonensis aus Indien möglicherweise der Stammvater aller indonesischen und australischen Arten. Eigentlich lässt sich das Vorkommen von Aponogetonaceae in Australien und auf den indonesischen Inseln nur durch antropogene Einflüsse erklären.
Die heutige globale Verteilung der Aponogetonaceae gibt Hinweise darauf, dass sich die Familie auf dem Urkontinent Gondwanaland, der aus den Landmassen von Südamerika, Afrika, Indien, Australien, Antarktika und Teilen von Südostasien bestand (TARLING et al. 1985), entwickelt hat.
So lässt sich die nahe Verwandtschaft von A. satarensis aus Indien mit A. decaryi aus Madagaskar erklären, die van Bruggen (1990) vermutet. Wegen der heute so großen geographischen Entfernung scheint das auf den ersten Blick unwahrscheinlich. Die Landmassen von Indien und Madagaskar trennten sich jedoch erst vor etwa 100 Millionen Jahren. Zu dem Zeitpunkt waren die Aponogetonaceae bereits weit verbreitet.
Das Vorkommen von Aponogeton in Australien lässt sich dagegen nicht mit dem Kontinentaldrift erklären. Vor 150 Millionen Jahren waren Australien und Antarktika bereits von Afrika getrennt. Die Vorfahren der heutigen australischen Aponogeton-Arten müsste es zu dem Zeitpunkt also bereits gegeben haben. Das ist jedoch unwahrscheinlich, da die Entstehung der ersten Blütenpflanzen erst vor etwa 100-130 Millionen Jahren begann. Auch können die Pflanzen auf natürlichem Wege das Meer nicht überwunden haben. Da die Samen mit dem Wasser verbreitet werden, aber nur wenige Tage lang schwimmfähig bleiben ist es unmöglich, dass sie später nach Australien getrieben sind. Eine Verbreitung über das Gefieder von Wasservögeln kann ausgeschlossen werden, da Samen und Früchte nicht haften. Einen Transport im Vogeldarm überleben die empfindlichen Samen nicht. Vermutlich brachten also frühe Siedler aus Südostasien Wasserährenknollen als Vorrat mit nach Australien. Die Knollen von A. elongatus und A. queenslandicus werden zum Teil noch heute von den Aborigines als stärkehaltige Nahrungsquelle genutzt. Vermutlich gelangten auf diese Weise auch Arten nach Celebes, Borneo und Papua Neuguinea. Dafür spricht auch die ähnlichkeit der Arten in diesen Gebieten, die alle gelb blühen. Laut DE WIT (1990) vermutete Van Bruggen, dass es sich bei A. loriae (Papua Neuguinea) und A. elongatus (Australien) um die gleiche Art handelt. Mittlerweile wurden von der ursprünglichen A. elongatus mehrere systematisch neue Arten abgespalten.
In Südamerika gibt es keine Aponogeton-Arten. Aponogeton besiedeln heute Gewässer, die entweder stark schwankende Wasserstande aufwiesen oder sogar über längere Zeiträume austrockneten. Vermutlich wanderten Vorfahren von Aponogeton in die heutigen Verbreitungsgebiete ein, Während sich Gondwana nach Norden zum äquator bewegte. Während sich die Pflanzen ausbreiteten bildeten sich Trockengebieten, die sich weiter ausdehnten Während der Kontinent den äquator überquerte. Die Wasserpflanzen wurden nach Süden gedrängt. Da die Südspitze von Südamerika bereits nach Westen driftete, gelangten die Pflanzen hier nicht mehr hin. Es ist unwahrscheinlich, dass es sich bei den 1909 in Südamerika gefundenen Fossilien von Blütenständen (ENGLER 1969, VAN BRUGGEN 1991) um eine überreste einer Aponogeton-Art handelt.

Fossile Funde

A. tertianus ZHILIN wurde 1968 am Aralsee gefunden. Die Blattreste lagen in den Schichten des Oberoligozän und sind damit 24 bis 34 Millionen Jahre alt (VAN BRUGGEN 1990). Ob es sich bei dem fossilen Material, dass am Aralsee gefunden wurde tatsächlich um Aponogeton-Reste handelt kann niemand mit Bestimmtheit sagen, da die Identifikation der Pflanzen anhand der Blattspreiten allein nicht möglich ist. Die ähnlichkeiten mit anderen submersen Einkeimblättrigen sind zu groß. Von der Gattung Potamogeton unterscheiden sich die Funde dadurch, dass die Mittelnerven der Blätter aus vielen einzelnen Strängen zusammengesetzt sind. Es könnte sich bei den Fossilien aber auch um Mitglieder einer bereits ausgestorbenen Gattung handeln (VAN BRUGGEN 1990).
Die heutigen Aponogeton-Arten gehen auf einen gemeinsamen Genpool zurück. Vor etwa 100 Millionen Jahren teilte sich dieser Pool in drei Teile und es entwickelten sich die afrikanischen, madagassischen und die indisch-asiatischen Arten. Vom indischen oder asiatischen Festland aus nahmen Menschen vermutlich eine gelb blühende Art als Vorrat mit als sie begannen die Inseln Indonesiens und Australien zu besiedeln.
Die Familie der Aponogetonaceae hat sich in den letzten 100 Millionen Jahren nicht verändert. Wenn man davon absieht, dass die afrikanischen und madagassischen Arten mehrere ähren pro Blütenstand bilden und die indisch-asiatischen meist nur eine, dann gibt es keine nennenswerten Unterschiede zwischen den Arten. Daher ist es auch nicht verwunderlich, dass sich die einzelnen Arten miteinander leicht kreuzen. Hybridbildungen wurden von A. crispus, A. natans, A. elongatus, A. ulvaceus, A. undulatus, A. decaryi, A. satarensis, A. madagascariensis, A. boivinianus, A. appendiculatus und A. rigidifolius beschrieben (VAN BRUGGEN 1990, KASSELMANN 1992, LES UND PHILBRICK 1993, YADAV 1995, GAIKWAD ET AL. 1998). Die Hybriden sind im Allgemeinen steril.
VAN BRUGGEN (1990) bezweifelt die Bildung natürlicher Hybriden, da nur selten zwei Arten an einem Fundort zusammen auftreten. Möglicherweise sind aber endemisch auftretende Arten durch Kreuzungen aus zwei oder mehreren anderen hervorgegangen. Die Elternarten wurden dann durch die besser angepassten Hybriden verdrängt. Beispielsweise sollen sich bei A. bruggenii in der Natur keine Früchte bilden, obwohl die Pflanzen reichlich blühen. Die Vermehrung erfolgt vegetativ durch die Bildung von Tochterknollen. Künstliche Selbst- und Kreuzbestäubung führte nur zu einem sehr geringen Samenansatz. Es wird vermutet, dass die Art nahe mit A. crispus verwandt ist (YADAV 1995 a). Möglicherweise handelt es sich um eine natürliche Hybride.
Die meisten Arten haben sich durch Isolation gebildet. Da die Pflanzen von Insekten bestäubt werden, können bereits wenige hundert Meter Regenwald eine fast unüberwindliche Barriere darstellen. Darin liegt auch der Artenreichtum auf Madagaskar begründet. Ein genetischer Austausch von einem Flusslauf zum anderen findet nicht statt. Auf dem afrikanischen Festland sind die meisten Arten dagegen recht weit verbreitet.

Nutzung durch den Menschen

Die Knollen verschiedener Arten werden gekocht oder roh gegessen. Sie sind Stärkelieferanten und sind teilweise sehr wichtig für die Ernährung der Bevölkerung. Auf Madagaskar werden die Knollen von A. boivinianus gegessen. Sie sollen wie Esskastanien schmecken. In Australien verzehren die Aborigines die gerÖsteten Knollen von A. queenslandicus und A. elongatus (DE WIT 1990, VAN BRUGGEN 1990). A. subconjugatus wird im Senegal als Nahrungsmittel genutzt (DE WIT 1990). Auch die Knollen von A. junceus werden in einigen Regionen Afrikas gegessen (PEMBERTON 2000). Auf Sri Lanka werden die Blüten und Blütenstängel von A. jacobsenii und anderen Arten als Gemüse verwendet (DE WIT 1990). Von A. natans werden die Knollen gegessen (KRAUSE UND ENGLER 1906, VAN BRUGGEN 1990).
A. distachyos wird in Südafrika sogar gezielt angebaut und Blütenstände und Früchte als Gemüse zubereitet. Die Pflanze wird als kulturelles Erbe gepflegt und gilt als Ausdruck südafrikanischen Nationalgefühls. Die Blütenstände werden sogar in Konserven exportiert. A. angustifolius wird in ähnlicher Weise verwendet, jedoch nicht so häufig.
Ursprünglich wurden die Pflanzen von den Buschmännern genutzt. Die europäischen Siedler haben das Wissen möglicherweise von ihnen übernommen. Carl Thunberg beschreibt 1770 die gerÖsteten Knollen als Delikatesse. Der Geschmack der creme-weißen, festen Knollen soll nussig und etwas süß sein. Heute wird die Knolle nicht mehr genutzt. Sie sind von einer haarigen Haut überzogen, die sich auch von der gekochten Knolle nur schwer entfernen lässt. über die Verwendung der Blüten gibt es sogar ein afrikanisches Kochbuch mit Rezepten für EintÖpfe, Salate, Souffles, Kuchen und auf Toast.
Um große feste Blüten zu erhalten, wird A. distachyos gezielt in etwa 50 mal 50 Meter großen, 1-1,5 Meter tiefen Teichen angebaut, die durch Erdwälle gebildet werden. Im Januar und Februar werden sie in regelmäßigen Reihen in den Boden gesetzt. Dann wird der Teich voll Wasser gepumpt oder von Regenwasser auf natürlichem Wege aufgefüllt. Im April treten die ersten Blüten auf. Im Afrikanischen Winter von Mai bis Juli ist der Ertrag gering. Von August bis Oktober ist Haupterntezeit. Ab November trocknen die Felder langsam aus und die Knollen werden entfernt, da sonst durch die starke Vermehrung in der nächsten Saison die Bestände zu dicht und die Blütenstände zu klein würden. Größere Blütenstände bringen höhere Preise und es ist leichter schnell große Mengen zu ernten. Die Blütenstände der kultivierten Pflanzen sind etwa doppelt so lang wie die von wilden. Es werden auch deutlich mehr gebildet. Die Blüten werden nach der Bestäubung aber vor dem Absinken der Fruchtstände geerntet. Die Felder werden gedüngt. Algen, andere Wasserpflanzen, Schadinsekten, ägyptische Gänse und Enten stellen ein großes Problem dar. A. distachyos reagiert empfindlich auf Insektizide und Herbizide. Im Geschmack sollen die kultivierten Blütenstände etwas weniger intensiv sein als die wild gewachsenen.
Die grÖßten Anbauer haben mehr als 15 ha Teichfläche und jährlich werden 5-10 Tonnen essbare Blütenstände pro Hektar und Jahr geerntet. Die Kultur ergänzt gut Weinbau oder Weizenkulturen, da die Hauptarbeitszeit in den Winter fällt. Dann benötigen andere Kulturen nur wenig Pflege. Diese gezielte Kultur wird erst seit den siebziger Jahren des 20sten Jahrhunderts betrieben. Sie begann nicht zur Deckung von primären Lebensbedürfnissen, sondern als Ausdruck des afrikanischen Lebensgefühls Während der Apartheidbewegung (PEMBERTON 2000).

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Abyssinische Wasserähre - Aponogeton abyssinicus HOCHSTETTER ex A. RICHARDS 1851

Synonyme:

A. leptostachyus var. abyssinicus
A. leptostachyus var. minor
A. boehmii
A. hildebrandtii
A. braunii
A. oblongus

Herkunft:

Ostafrika: äthiopien, Kenia, Malawi, Ruanda, Somalia, Tansania, Uganda und Südostzaire

Aussehen:

Die Jugendblätter sind submers. Die Folgeblätter sind 16 cm und 5 cm breit. Die Spatha ist 16 mm lang und fällt nach dem Aufreißen ab. Der Blütenstand ist zweiährig. Die Blüten sind allseitswendig. Sie haben je zwei weiße bis violette Tepalen, die 1,5 - 4 mm lang und 0,5 - 2,5 mm breit sind. Es gibt apomiktische Blütenstände, die nur weibliche Blüten enthalten. Die zwittrigen Blüten haben sechs Staubblätter und drei Fruchtblätter. In apomiktischen Blüten sind keine Staubblätter aber bis zu sieben Fruchtblätter. Die Fruchtknoten enthalten vier bis 10 Samenanlagen. Die Frucht ist 7 mm lang und 2,75 mm breit. An einem Ende ist ein langer Dorn. Die Samen sind 2 mm lang und 0,75 mm im Durchmesser. Samenschale doppelt.

Sonstiges:

Diese Art wächst in temporären Tümpeln und in überschwemmungsgebieten auf Wiesen. Sie kommt auch auf salzhaltigen Böden vor. Sie kann bis in eine Höhe von 2700 Metern über dem Meeresspiegel gefunden werden. Vom Austrieb bis zur Fruchtung sollen nur 6 Wochen vergehen.
Die apomikten Pflanzen bilden auch ohne Bestäubung Samen. Die zwittrigen Pflanzen sind selbststeril und müssen mit zeitgleich blühenden Artgenossen kreuzbestäubt werden. Die Samen sind sehr klein und schwierig zu ziehen. Im Aquarium halten die Pflanzen nur bis zur Blüte und Fruchtbildung. Danach beginnen sie eine Ruhezeit, die sie im Aquarium nicht überdauern. Bisher gibt es keine Berichte über eine erfolgreiche Haltung im Aquarium.
In ihren Herkunftsgebieten wird die Pflanze als Karungu (Ruanda), Mutwet (Kipsigis), Mbana (Kinyaruanda) oder Embeneyui-Engare (Masai) bezeichnet.

Die Art wurde 1851 von A. Richards auf Vorschlag von Hochstetter benannt. Die Erstbeschreibung ist in "Tent. Fl. Abyss. 2, S.351".


Abyssinische Wasserähre - Aponogeton afroviolaceusLYE 1976

Herkunft:

Kenia, Tansania, Sambia und Simbabwe

Aussehen:

Die Jugendblätter sind submers und haben 4 cm lange und 0,5 cm breite Spreiten. Die Schwimmblätter sind 4-5 cm lang und 1,5 - 2 cm breit. Der Blütenstandstiel ist nicht zur ähre hin verdickt. Die Spatha wird bis 7 mm lang und fällt ab. Die ähre ist einachsig, bis 3 cm lang. Die zwei Tepalen pro Blüte sind violett und 2 - 3,25 x 1 - 1,25 mm groß. Es gibt apomiktische Blütenstände, die nur weibliche Blüten enthalten. Die zwittrigen Blüten haben sechs Staubblätter und drei Fruchtknoten. In apomiktischen Blüten sind keine Staubblätter aber bis zu acht Fruchtblätter. Der Fruchtknoten enthält 5 bis 9 Samenanlagen. Die Frucht ist 7 mm lang und 3,5 mm breit. An einem Ende ist ein sehr langer Dorn. Die Samen sind 2 mm lang und 1 mm im Durchmesser. Die Samenschale ist doppelt.

Sonstiges:

Die Pflanzen wachsen in Höhenlagen zwischen 1000 und 1800 Metern über dem Meeresspiegel in temporären Tümpeln und Bächen. Sie kommen sowohl auf Sand- und TonbÖden, wie auch in Sümpfen vor. An sonnigen Stellen sind sie teilweise häufig. Die Blüte erscheint zwischen November und Juli.
Die Kultur ist bisher nicht gelungen.


Schmale Wasserähre - Aponogeton angustifolius AITON 1789

Synonyme:

Aponogeton crinifolius

Herkunft:

Südafrika - Kap der Guten Hoffnung

Aussehen:

Die Pflanzen sehen aus wie Miniaturausgaben von A. distachyos. Sie haben aber je zwei Tepalen pro Blüte und die Blüten sind allseitswendig und nicht nur auf der Innenseite der ährenschenkel. Die Schwimmblätter sind 8,5 bis 11 cm lang und 1,2 cm breit. Der Blütenstandstiel verdickt sich zu den ähren hin nicht. Der Blütenstand ist zweiährig und hat etwa vier bis acht allseitswendige Blüten pro ähre. Die Tepalen sind weiß mit rosa Basis. Sie sind 5 - 10 mm lang und 2,5 - 2,75 mm breit. Sie haben 5 - 7 Längsnerven. 6 Staubblätter und 3 Fruchtblätter mit je zwei Samenanlagen. Der Fruchtstand ist bis 4 cm lang. Die Frucht erreicht eine Länge von 12 mm und einen Durchmesser von 3,5 mm. Sie hat einen Dorn am Ende. Die Samen sind 11 mm lang und 3 mm breit. Die Samenhülle ist einfach.

Sonstiges:

Die Pflanzen wachsen in trüben, seichten Tümpeln oder Flüssen bis 300 m über dem Meeresspiegel in der Region um das Kap der Guten Hoffnung. Die Blüte erscheint dort von Mai bis September. Die Pflanzen sind streng geschützt.


Indische Küsten-Wasserähre - Aponogeton appendiculatus H.W.E. VAN BRUGGEN 1968

Herkunft:

Küstengebiete Indiens

Aussehen:

Die Blätter sind submers. Die Spreiten sind 25-40 cm lang und bis 3 cm breit. Der Blütenstandsstiel verdickt sich hin zum Blütenstand. Die abfallende Spatha ist 1,5 - 6 cm lang. Die ähre wird bis zu 15 cm lang. Die Blüten sind allseitswendig. Sie haben zwei weiße, 0,75 - 2 mm lange und 0,75 - 2 mm breite Tepalen. Jede Blüte hat 4 - 6 Staubfäden und 2 - 4 Fruchtblätter mit je ein bis zwei Samenanlagen. Die Früchte sind 1,25 cm lang und 0,5 - 0,75 cm dick. Sie haben einen endständigen Dorn. Der Same ist 1 x 0,5 cm groß und hat eine einfache Samenhülle. Der eiförmige Embryo hat am breiteren Ende einen Kranz aus länglichen, zum Teil gedrehten Anhängseln (Appendices). Darauf bezieht sich der Name (appendiculatus = "mit Anhängseln").

Sonstiges:

Die Pflanzen kommen sowohl an den Küsten West- als auch Ostindiens vor. Sie wachsen in Wasser, das zumindest zeitweilig stark brackig sein kann. Im Vembanad-See bei Kottayam wurden im November 1969 von C.D.K. COOK Pflanzen in Tiefen von 1,5 bis 3 Metern gesammelt. Der See hatte zu dem Zeitpunkt Niedrigwasser. Bei Hochwasser (April - September) war der Wasserstand etwa 1 m höher. Regenwasser aus den Bergen liefert dann Süßwasser, Während in der Trockenzeit der Salzgehalt durch Verdunstung ansteigt. Der See ist der grÖßte von 29 größeren Seen, unzähligen Lagunen und 44 Flüssen die die sogenannten Backwaters in der Region Kerala bilden. Er ist 83 km lang und hat bei Cochin einen direkten Zugang zum Arabischen Meer.


Azur-Wasserähre - Aponogeton azureus H.W.E. VAN BRUGGEN 1975

Herkunft:

Nord-Namibia (nur ein Standort bekannt)

Aussehen:

Die Knolle ist bis 1,5 cm im Durchmesser. Van Bruggen vermutet 1990, dass die Jugendblätter submers sind. 1985 gibt er an, dass die Jugendblätter möglicherweise submers sind und eine Spreitengröße von 7 x 1 cm haben. Die Schwimmblätter sind bis 9 cm lang und 2,75 cm breit. Die Spatha wird bis 12 mm lang und fällt ab. Der Blütenstand hat zwei bis 3,5 cm lange ähren. Die Blüten sind einseitswendig. Auffallend sind die zwei leuchtend hell blauen Tepalen an jeder Blüte. Sie sind bis zu 3 mm lang und bis 1,5 mm breit. Die Blüten haben 6 Staubblätte rund 3 bis 5 Fruchtknoten mit bis zu acht Samenanlagen. Die Frucht ist bis 6 mm lang und 3 mm dick und hat einen langen endständigen Dorn. Der Same ist bis 3 mm lang und 0,75 mm dick. Die Samenschale ist doppelt. Es wurden im März blühende Pflanzen gesammelt.

Sonstiges:

Die Pflanzen wurden 1974 von Merxmüller und Giess (Sammelnummer 30642) am Ufer eines Tümpels gesammelt. Der befand sich zu dem Zeitpunkt 16 km westlich von der Abzweigung der Straße nach Ohopoho vom Weg nach Ruacana. Es ist zu bezweifeln, dass es den Tümpel und die Pflanzen mehr als 30 Jahre nach ihrer Entdeckung heute noch gibt. Sie wurde nach ihrer Erstentdeckung nie wieder gefunden. Weder das Aqua Planta Sonderheft (H.W.E. van Bruggen 1990) noch die Monografie über Aponogeton (H.W.E. van Bruggen 1985) enthalten Bilder oder Zeichnungen dieser Pflanzen. Lediglich die Tepalen, ein Staubblatt, der Fruchtknoten, die Frucht und der Same sind in einer Strichzeichnung dargestellt. Der Anhang enthält auf Plate 3 einige mikroskopische Aufnahmen, die möglicherweise Pollen zeigen.


Berniers Wasserähre - Aponogeton bernerianus (DECAISNE) HOOKER fil.1883

Synonyme:

Aponogeton quadrangularis

Herkunft:

Ostmadagaskar (von der Insel Sainte Marie bis zum Fluß Matitanana)

Aussehen:

Die Knolle ist kugel- bis eiförmig. Sie ereicht einen Durchmesser von etwa 3 cm. Alle Blätter sind submers. Sie sind 11 bis 120 cm lang und 1,5 - 10 cm breit. Die Spreiten sind stark genoppt. Der Blütenstandstiel ist steif und wird zum Blütenstand allmälig dünner. Die Spatha ist etwa 15 mm lang und fällt ab. Der Blütenstand ist drei- bis fünfzehnährig. Die einzelnen ähren sind bis zu 8 cm lang. Die Blüten sind allseitswendig mit 2 (3), weißen Tepalen. Die Tepalen sind 1,5 mm lang und 1,5 - 2 mm breit. Sechs Staubblätter und drei bis vier Fruchtblätter mit je zwei Samenanlagen. Die Frucht ist etwa 10 mm lang und 7 mm breit. Sie hat einen kurzen endständigen Dorn. Die Samen sind ungefähr 7 mm lang und 4 mm im Durchmesser. Die Samenschale ist einfach.
Die Pflanzen sind selbstfruchtbar.

Sonstiges:

Unter dem Namen Dorodoro ("Durudur" gesprochen) ist die Pflanze den Einheimischen auf Madagaskar bekannt.
Die Kultur ist schwierig und ist bisher erst einmal bei Kurt Paffrath gelungen. Er empfiehlt weiches Wasser mit maximal 4 °dKH. Die Temperatur sollte um 22 °C liegen. Bei starkem Licht können die Pflanzen aber zumindest vorrübergehend auch bei 25 °C gehalten werden.
Wasserwerte vom Naturstandort: 16 bis 21 °C, GH < 1 - 1,5 dH, pH-Wert 5,8 bis 7,8, Leitwert 4 - 51 µS/cm. Die Pflamzen wachsen in langsam und schnell fließenden Bächen und Flüssen, sowie in Sümpfen. Sie kommen bis in eine Höhe von 1200 über dem Meerespiegel vor.
Eine andere Pflanze, die als Form von A. bernierianus gilt, hat ein verzweigtes Rhizom. Bei diesen Pflanzen sind die Blätter schmaler. Möglicherweise handelt es sich dabei um eine eigene noch nicht beschriebene Art.




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Bogners Wasserähre

Aponogeton bogneri H.W.E. VAN BRUGGEN 1973

Herkunft:

Zaire (Kafubu-River, nahe dem Keyberg in der Provinz Shaba), möglicherweise auch Sambia

Aussehen:

Die Blattspreiten sind 24 - 45 cm lang und 2,5 - 6,5 cm breit. Alle Blätter sind submers. Die Spatha bleibt am Blütenstandstiel hängen. Sie wird etwa 2,5 cm lang. Der Blütenstand hat ein oder zwei ähren. Die Blüten sind allseitswendig. Sie haben je zwei gelbe Tepalen, mit einer Größe von 2-2,75 x 0,5 - 1 mm. Jede Blüte hat 6 Staubblätter und 4 bis 6 Fruchtknoten. Es werden bis zu 6 Samenanlagen angelegt. Der Fruchstand ist bis 11 cm lang. Die Früchte sind 6-8 mm lang und 3-5 mm breit. Sie haben einen endständigen Dorn. Die Samen sind 2,5 - 3,25 mm lang und 1-1,25 mm dick. Die Samenschale ist doppelt.

Sonstiges:

Diese Art wurde nur an Hand von Herbarmaterial beschrieben. Daran war die Knolle nicht erkennbar oder nicht vorhanden. Lebend wurde die Pflanze bisher nicht eingeführt. darum gibt es auch keine Hinweise zur Kultur.
Die Pflanzen wachsen in schnell fließendem, tiefen Wasser. Die Blüten wurden sowohl im Juni, September als auch im Dezember gesehen (drei verschiedene Reisen).




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Genoppte Wasserähre

Aponogeton boivinianus BAILLON ex JUMELLE 1922

viele Vegetationspunkte an einer Knolle

Diese Knolle hat mehr als 20 Vegetationspunkte.

A. boivinianus im Aquarium

Pflanze im Aquarium

bullose Blattspreite

typische Noppung der Blätter

Herkunft:

Nordwest-Madagaskar

Aussehen:

Die Knolle ist abgeflacht rund. Sie weist keine Behaarung auf und ist glatt. Sie erreicht einen Durchmesser von etwa 3 cm. Die Blätter sind dunkelgrün, transparent und stark genoppt. Die Spreiten sind zwischen 6-60 cm lang und 1,5 bis 8 cm breit. Der Blütenstandstiel kann bis 70 cm lang werden. Die Spatha wird bis 4,5 cm lang und fällt ab. Der Blütenstand ist 2- bis 3-ährig. Die ähren werden bis 20 cm lang. Jede Blüte hat 2 weiße oder rosafarbene Tepalen. Chromosomenzahl 2n = 40.

Temperatur: 22-25 °C

pH-Wert: 5,0-7,0

Härte: 2-15 °KH

Licht: mittel bis viel

Sonstiges:

Die Art eignet sich gute für das Aquarium. In der Wachstumsphase werden wöchentlich 1-2 Blätter gebildet. Es ist ein nährstoffreiches, aber nicht anaerobe Substrate günstig.
Die gekochten Knollen schmecken wie Esskastanien.

diploider Chromosomensatz 2n = 40 (VAN BRUGGEN 1985)




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Van Bruggens Wasserähre

Aponogeton bruggenii YADOW & GOVKAR 1995

Herkunft:

Indien - westliche Küstenregion Konkan (endemisch)

Aussehen:

Die Pflanze ist 10-30 cm hoch. Die Knolle ist 0,6 bis 3 cm lang und 1-2 cm dick. Die Pflanzen bilden nur Schwimmblätter. Die 3-4 mm dicken Blattstiel sind dreieckig und zwischen 5 und 25 cm lang. Die Blattspreite ist dick, dunkelgrün und brüchig. Die Oberseite ist glänzend. Die Blätter weisen auf beiden Seiten SpaltÖffnungen auf. Die Spreite ist 2-7,5 cm lang und 1,8 - 3,3, cm breit, länglich-eiförmig mit herzförmiger, gestutzter oder gerundeter Basis. Die Spitze ist abgerundet oder spitz. Auf beiden Seiten der Mittelrippe verlaufen 3 oder vier weitere Blattnerven.
Der Blütenstand ist einährig und steht auf einem 20-30 cm langem dünnen Stiel. Die abfallende Spatha ist etwa 1,5 cm lang und 0,6 cm breit.
Die ähre selbst ist 6-7 cm lang und allseitswendig dicht mit zwittrigen rosafarbenen Blüten besetzt. Jede Einzelblüte hat zwei einnervige Tepalen, die auch im Fruchtstadium erhalten bleiben. Sie sind verkehrt eiförmig und Während der Blüte 1,5 mm lang und breit, im Fruchtstadium etwa 2 mm lang und 1,5 mm breit.
Jede Blüte hat 6 Staubblätter. Die Stamen sind 2-2,2 mm lang. Die Antheren sind violett.
Die PollenkÖrner sind ellipsoid und 28-36 x 12-16 µm groß. Sie weisen eine Furche auf (monosulcat), die sich über die gesamte Länge erstreckt. GewÖhnlich ist sie an den Rändern verdickt und geschlossen. Die Exine ist etwa 2 µm dick und dicker als die Nexine, zweischichtig. Das Tectum hat kleine Löcher, die gewöhnlich von 5-6 kleinen Stacheln umgeben sind.
Jede Blüte hat drei Fruchtblätter. Sie sind 1 mm lang und etwa 0,5 mm breit. Während der Blüte sind sie blau. In jedem Fruchtblatt befinden sich zwei Samenanlagen mit grundständigen Integumenten. Der Griffel ist kurz.
Die Frucht ist 5-7 mm lang und 2-3 mm dick. Die Oberfläche ist glatt. Die Enden sind geschnäbelt. Die Samen haben eine einfache Schale. Der Embryo ist zylindrisch mit einer basalen nicht eingesenkten Keimknospe, 5-6,5 mm lang und 1,5-1,8 mm dick.
Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 56.

Temperatur: 22 - 26°C

pH-Wert: um 6,5

Härte: 4 - 12 ° KH

Licht: mittel

Sonstiges:

Dieser Aponogeton wurde früher beschrieben als der australische A. vanbruggenii. Beide wurden zu Ehren von Harry van Bruggen benannt.
Die Art wächst in Reisfeldern am Tacarli-Fluß bei Nerurpar-Dhamapur (16°-0´41´´ nördliche Breite, 73°-37`30`` Östlicher Länge). Der Typusstandort ist bisher der einzige Fundort der Art. Der Standort liegt etwa 15-20 m über dem Meeresspiegel. Die jährlichen Niederschläge von 200-225 mm fallen vor allem von Juni-September (Sommer-Regenzeit).
Die Pflanzen überdauern mit eingezogenen Blättern im Boden. Im Juni zum Beginn der Regenzeit treibt sie aus der Knolle wieder aus. Im Oktober trocknen die Reisfelder aus und die Pflanzen ziehen ihre Blätter ein. Von Juli bis September kommt es zur Blüte. Die einzelnen Blütenstände halten 10-15 Tage. Während einer zweijährigen Beobachtungszeit am Naturstandort und im Aquarium konnte kein Fruchtansatz beobachtet werden. Durch Selbst- und Kreuzbefruchtung konnten nur jeweils 1-5 Früchte pro Blütenstand erreicht werden. Insgesamt betrug die Zahl der geernteten Samen nicht mehr als 15.
Die Vermehrung erfolgt vegetativ durch die Bildung von Tochterknollen. Aus jeder Knolle gehen mehrere Sprosse hervor, die selbst neue Knollen bilden. Dadurch bildet sich ein Horst aus 2-10 Knollen. Durch die Bearbeitung der Reisfelder werden die Knollen getrennt und im Feld verbreitet.
Die Art wird seit der ersten Aufsammlung 1992 im Botanischen Garten der Shivaji-Universität in Kolhapur (Maharashtra) kultiviert. Sie wächst sowohl in indischer Gartenerde, als auch in sandigem Substrat gut. Ohne eine Trockenzeit, bei ständiger emerser Kultur, zieht die Pflanze die Blätter nicht ein. Gutes Wachstum ist aber nur Während der Regenzeit zu beobachten. Die Pflanze blühen in Kultur gelegentlich zwischen Juni und Oktober. Spontaner Samenansatz wurde nicht beobachtet. Die von van Bruggen in die Niederlande exportierten Pflanzen blühten bis 1995 nicht (Beschreibung nach Yadav 1995 a).
Die Pflanzen lassen sich in flachen Aquarien mit einem Wasserstand von etwa 15 bis 20 cm gut halten. Die Schwimmblätter bleiben lange erhalten. Leider ist die Vermehrungsrate in Kultur sehr gering. Nicht jede Knolle schafft es jedes Jahr sich zu teilen. Eine Düngung über den Bodengrund ist notwendig.

Aponogeton bruggenii Pflanze mit Schwimmblättern

Pflanzen in einem Aquarium

Aponogeton bruggenii im Kulturbecken
(1. Januar 2007)



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Bullose Wasserähre

Aponogeton bullosus H.W.E. VAN BRUGGEN 1969

Herkunft:

Australien (Atherton Tablelands bei Cairns)

Aussehen:

Alle Blätter submers, mit stark genoppten Blattspreiten. Blattspreiten bis 50 cm lang und 2,5 cm breit. . Die Spatha ist 1,5 cm lang und bleibt erhalten. Der Blütenstand ist einährig und wird bis 5 cm lang. Die Blüten sind allseitswendig und haben je zwei gelbe, 0,75 - 1,25 x 0,75 - 1 mm breite Tepalen. Die Blüten haben sechs Staubblätter und zwei bis vier Fruchtblätter mit etwa 6 Samenanlagen. Die Früchte sind 5-6 mm lang und 3-4 mm breit. Sie haben einen endständigen Dorn. Der Same ist etwa 2,5 mm lang und 1 mm breit. Die Samenschale ist einfach. Selbstbestäubung und möglicherweise auch Fruchtansatz ohne Bestäubung sind möglich.

Sonstiges:

Die Pflanzen wachsen in schnell fließenden Bächen und und Flüssen. Da die Gewässer der Tablelands von Gebirgswasser gespeist werden, sind sie meist recht kalt. Eine Standortuntersuchung ergab eine Wassertemperatur von 14 °C, pH 7 und und einer Gesamthärte von < 1 dH.
Obwohl die Pflanzen im Aquarium nicht über längere Zeit zu halten waren, wurden sie trotzdem in großen Mengen nach Europa importiert. Die Pflanzen waren durch starkes Sammeln bereits in der Mitte der 1980 stark bedroht. Heute bseteht ein Exportverbot aus Australien.

Pflanze am Naturstandort Aponogeton bullosus am Naturstandort

Fruchstände am Naturstandort

Früchte

mikroskopische Aufnahme eines Samens

Same von A. bullosus mit Hülle.



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Capurons Wasserähre

Aponogeton capuronii H.W.E. VAN BRUGGEN 1968

Herkunft:

Südost-Madagaskar

Aussehen:

Die Knolle dieser Art wird bis 10 cm lang und 3 cm im Durchmesser. Die Blätter werden 7 bis 20 cm lang. Die Spreiten sind pergamentartig und steif. Sie sind dunkelgrün, bullÖs und gewellt. Der Blütenstand hat 2-3 ähren, wird 14 cm lang. Die zwei weißen Tepalen können fehlen. Chromosomenzahl 2 n = 32.

Temperatur: 18 - 24 °C

pH-Wert: 5,0 - 6,5

Härte: 2-15 °KH

Licht: mittel bis viel

Sonstiges:

Die Art bevorzugt kühleres Wasser. Die Art eigent sich nicht gut für Aquarien. Sie ist auch kaum zu bekommen, weil sie unter naturschutz steht und nicht mehr ausgeführt werden darf. Die wenigen Knollen, die denoch in die Kultur gelangen sind meist stark angefault und stinken zum Himmel.

diploider Chromosomensatz 2n = 32 (VAN BRUGGEN 1985)

Aponogeton capuronii Blütenstand von Aponogeton capuroniiBlüten von Aponogeton capuronii

Blütenstand und Details der Blüten Früchte von Aponogeton capuronii
Früchte

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Krause Wasserähre

Aponogeton crispus THUNBERG 1781

Synonyme:

A. echinatus ROXBURGH 1832

Herkunft:

Sri Lanka und Südindien

Aussehen:

Diese Wasserähre wird bis 50 cm hoch. Ihre Blätter sind gestielt, lanzettlich bis länglich eliptisch. Die Spreiten sind 20 bis 40 cm lang und 3 bis 5 cm breit. Sie sind hell bis dunkel grün, teilweise rötlich bis zum violetten. Der Blattrand ist stark gewellt. Die Blattstiele sind etwa 30-35 cm lang. Der Blütenstandsstiel ist bis 100 cm lang. Die einährigen Blütenstände werden über die Wasseroberfläche hinausgeschoben. Sie haben weiße Blütenblätter. Die ähren konnen bis zu 35 cm lang werden und sind selbstfruchtbar. Die Früchte beinhalten sehr große Samen. Die Knolle hat einen Durchmesser von bis zu 5 cm. Sie ist überall mit filzigen "Haaren" besetzt. Die Chromosmenzahl beträgt 2 n = 32. Es gibt aber auch Zählungen, die 26 bzw. 52 Chromosomen feststellen.

Temperatur: 22-32 °C

pH-Wert: 5,5-7,5

Härte: 2-15 °KH

Licht: mittel bis viel

Sonstiges:

Die Pflanzen haben wie alle Aponogeton einen hohen Nährstoffbedarf. Die Knolle bringt 1-4 Blätter in der Woche hervor. Sie benötigt nicht unbedingt eine Ruhezeit.
Die Vermehrung ist über Samen auch im Aquarium möglich. Dann ist aber eine künstliche Bestäubung mit einem Pinsel notwendig (Insekten fehlen).


Größenvergleich zwischen den Sämlingen von Aponogeton ulvaceus und Aponogeton crispus

Größenvergleich zwischen den Sämlingen von Aponogeton ulvaceus (links) und Aponogeton crispus (rechts).
Die Samen sind auffallend groß.
A. crispus ist leicht mit anderen Arten zu kreuzen. Teilweise gelangen diese Hybriden auch in den Handel.
Unter dem Namen ´Kompakt´ wurde früher eine Selektion von Hans Barth in Dessau angeboten.

diploider Chromosomensatz 2n = 32 (VAN BRUGGEN 1985)

Aponogeton crispus grüne Form von Aponogeton crispus

rote Form von Aponogeton crispus im Aquarium

rote Form im Aquarium

Schwimmblätter

Einige Formen von A. crispus bilden
Schwimmblätter. Teilweise sind diese
gemustert.

Blütenstand von Aponogeton crispusDetails der Blüten Blütenstand von Aponogeton crispus

Früchte von Aponogeton crispus Die Früchte und Samen von
A. crispus sind recht groß



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Keil-Wasserähre

Aponogeton cuneatus S.W.L.Jacobs 2006

Synonyme:

keine

Herkunft:

Australien - Küstenregion von Queensland, nördlich der Tropen

Aussehen:

Die Knolle ist ovoid bis länglich, etwa 4 cm lang und 1,5 cm breit. Die Blätter sind in der Regel submers, selten flutend. Die Unterwasserblätter sind schmal bis breit elliptisch oder länglich. Die Stiele sind bis zu 30 cm lang. Die Spreiten sind 10 bis 50 cm lang und 2-5 cm breit. Sie sind hell bis dunkel grün bis grün-braun. Manchmal sind die Blattränder leicht gewellt. Die Spreiten haben 5 bis 9 Längsnerven. Der Blütenstandstiel ist bis zu 90 cm lang. Nahe der Knolle ist er 2 - 4 mm im Durchmesser, nahe der ähre 5-6 mm. Die Blüten sind allseitswendig an einer 1,1 bis 3,1 mm dicken Achse angeordnet. Die Spatha ist bis zu 1,5 cm lang. Sie fällt ab. Der Blütenstand ist einährig. Die Tepalen sind keilförmig (cuneat), gelb und haben einen Nerv. Sie sind 1-1,4 mm lang und 1,4 bis 2 mm breit. Es sind pro Blüte 6 Staubblätter. Die Pollensäcke sind 0,3 - 0,4 mm lang und 0,3 bis 0,6 mm breit. Die Filamente (Stiele der Pollensäcke) sind 0,8-2,7 mm lang. an der Basis sind sie breiter. 2 bis 6 - meistens 3 - Fruchtknoten hat jede Blüte. Die Frucht ist rundlich mit einer dicken Hülle. Sie ist 2,5 - 5,8 mm lang und 1,8 - 5 mm breit. Sie hat einen Dorn, der meist seitlich sitzt, selten an der Spitze. Der Dorn ist bis zu 1,5 mm lang. Jede Frucht enthält 2 bis 5 elliptische Samen. Diese sind 1,2 - 4,2 mm lang und 0,5 - 1,6 mm breit. Die Samenhülle ist einfach und sehr dünn.

Sonstiges:

Die Pflanzen sind Aponogeton elongatus ähnlich. Allerdings sind ihre Tepalen cuneat (keilförmig) und nicht spathulat (spatelförmig).
In der Natur wächst die Pflanze in permanenten Creeks und Flüssen. Meist steht sie beschattet.

Aponogeton cuneatus im Aquarium Aponogeton cuneatus im Aquarium





Blütenstand von Aponogeton cuneatus Blütenstand von Aponogeton cuneatus

Fruchtstand von Aponogeton cuneatus Fruchtstand




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Südafrikanische Wasserähre

Aponogeton distachyos LINNE filius 1781



Herkunft:

Afrika, nach Südeuropa, Asien und Australien (South Australiea, südliches New South Wales und Viktoria) verschleppt

Aussehen:

Die Knollen werden bis zu 6 cm lang. Die Pflanzen bilden nur sehr wenige vergängliche Unterwasserblätter und dann Schwimmblätter. Abhängig vom Ernährungszustand un d auch von der Selektion, werden die Schwimmblätter 5 bis 40 cm lang und 1 bis 8,6 cm breit. Sie sind eiförmig, schmal oval oder lancettlich. Sie haben 7 bis 9 Längsadern. Die Blattstiele werden etwa 100 cm lang. Die Blütenstände haben 2 ähren mit großen weißen Blütenblättern. Der Blütenstandstiel ist etwa 80 cm lang und die abfallende Spatha bis zu 3 cm. Die Blütenstände werden bis 5,5 cm lang. Die Blüten haben jeweils nur eine weiße Tepale. Diese stehen sich in zwei Reihen auf der Innenseite der ährenschenkel gegenüber (einseitswendig). Die Tepalen haben etwa 13 Längsnerven. Sie sind 10 bis 30 mm lang und 3,5 bis 12 mm breit. Es werden 8 bis 16 Staubblätter ausgebildet. Die Pollensäcke sind schwärzlich purpur rot. 2 - 6 Fruchtknoten. Der Fruchstand ist bis 7 cm lang. Die einzelnen Früchte erreichen eine Größe von 22 x 6 mm. Sie haben einen 5 mm langen, geraden oder gebogenen Dorn an einem Ende. Die Samen sind 18 mm lang und 7 mm breit. Sie haben eine einfache, lose Hülle, die einen kleinen Embryo umgibt.

Temperatur: 16 -28 °C

pH-Wert: 5,0 - 6,5

Härte: 2-15 °KH

Licht: mittel bis viel

Sonstiges:

Die Pflanzen werden in Südafrika zum menschlichen Verzehr angebaut. Dazu wurden besonders große Pflanzen selektiert.
Mit den großen weißen Blüten ist die Pflanze eine attraktive Art für den Teich. Für das Aquarium ist die Art uninteressant, weil sie nur Schwimmblätter bildet.




Blüten von Aponogeton distachyos

Typischer zweiähriger Blütenstand mit großen weißen Tepalen.

Aponogeton distachyos in Australien

verwilderter Bestand in Australien

Schwimmblätter und Blütenstand

Schwimmblätter und Blütenstand Seitenanfang


Längliche Wasserähre

Aponogeton elongatus F. MUELLER ex BENTHAM 1878



Herkunft:

Australien - Küstengebiete von Queensland südlich der Tropen

Aussehen:

Die Knolle dieser Art ist oval bis länglich. Sie wird etwa 4 cm lang und hat einen Durchmesser von etwa 1,5 cm. Es werden zwei Formen unterschieden. Die Unterart subsp. fluitans bildet regelmäßig Schwimmblätter, subsp. elongatus dagegen nur selten. Die Unterwasserblätter sind schmal bis breit elliptisch oder eiförmig. Sie sind zwischen 7 und 42 cm lang und 0,8 bis 6,7 cm breit. Die Farbe variiert zwischen grün, dunkel grün und grünlich kastanienbraun. Die Blattränder sind leicht gewellt bis gewellt. Die Blätter haben in der Regel 7 bis 9 Längsadern selten sind es weniger (ab 5) oder mehr (bis 11). Die Blattstiele sind zwischen 17 und 35 cm lang. Die Schwimmblätter sind schmal elliptisch bis eiformig, 9-19 cm lang und 2,2 bis 3,5 cm breit. Auch sie haben 7 bis 9 Längsnerven. Ihre Stiele sind 60 bis 90 cm lang.
Der Stiel des Blütenstandes wird etwa 90 cm lang. An der Knolle ist er etwa 6-8 mm breit, unter der einzelnen ähre 5-8 mm. Die Spatha ist etwa 1,5 cm lang und fällt ab. Der einährige Blütenstand ist gelb. Die Blüten sind allseitswendig. Jede Einzelblüte hat 2 gelbe Tepalen. Diese sind 1,8 bis 2,5 mm lang und 0,7 bis 1,3 mm breit. Es gibt 6 Pollenfäden. Sie sind 0,8 - 2,7 cm lang. Die Pollensäcke messen 0,3 - 0,4 x 0,3 - 0,6 mm. Es gibt 3 Fruchtknoten, selten 2 - 6. Die Frucht ist rundlich und hat eine dicke Hülle. Sie ist 2,5 - 5,8 mm lang und 1,8 - 5,0 mm breit. Der Dorn ist meist seitlich, selten am Ende. Er ist bis zu 1,5 mm lang. In jeder Frucht sind 2 bis 5 Samen. Diese sind 1,2 - 4,2 mm lang und 0,5 - 1,6 mm breit. Sie sind elliptisch und haben nur eine einfache Samenhülle. Diese ist meist sehr dünn und dicht am Embryo angelagert.

Temperatur: k. A.

pH-Wert: k. A.

Härte: k. A.

Licht: k. A.

Sonstiges:
Viele der neu beschriebenen Aponogeton-Arten aus Australien wurden aus dieser Art ausgegliedert. Es wurde bereits Pflanzen, die als A. elongatus bezeichnet waren nach Deutschland eingeführt. Sie blühten gelb. Die Blüten verströmten einen starken Fäulnisgeruch. Ob es sich dabei aber um eine echte A. elongatus handelte oder ob es eine Form war, die heute zu einer anderen Art gezählt wird, lässt sich schwer nachvollziehen.

diploider Chromosomensatz 2n = 40 (f. longifolius) (VAN BRUGGEN 1985)

Aponogeton elangotus am Naturstandort Aponogeton elongatus am natürlichen Standort im Orara River in NSW

gelbe Blüten von Aponogeton elongatus

Blütenstand

Aponogeton elongatus mit Knolle

Aponogeton elongatus
Knolle, Blätter und Blütenstand

Blüten von Aponogeton elongatusFrüchte von Aponogeton elongatus Blüten- und Fruchstand von Aponogeton elongatus



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Kimberly-Wasserähre

Aponogeton euryspermus HELLQUIST & S.W.L JACOBS 1998

Herkunft:

Australien - Kimberly Region in Westaustralien

Aussehen:

Die Knolle ist länglich oval, hat eine Länge von 1 - 3 cm und ist 1-2 cm breit. Die Pflanzen bilden Unterwasser- und Schwimmblätter. Die submersen Blätter sind linealisch, lanzettlich bis elliptisch und haben haben meist 7-9 Blattnerven, selten weniger (3) oder mehr (bis 11). Die Spreiten sind 23-35 cm lang und 0,5-6 cm breit. Die Ränder sind glatt oder leicht gewellt. Die Schwimmblätter sind eiförmig bis elliptisch. Sie werden bis zu 11 cm lang und sind grün bis grünlich kastanienbraun. Sie haben 2 bis 4 Längsnerven. Die Ränder sind glatt. Die Blattstiele werden bis zu 64 cm lang. Der Blütenstandstiel ist zwischen 29 und 107 cm lang. An der Basis ist er 0,6 - 1,8 mm breit und nahe der ähre 0,7 - 4,8 mm. Die Spatha ist 1,5 cm lang. Die ähre hat allseitswendige Blüten mit je zwei gelben, spatelförmigen Tepalen. In der Regel ist sie einzeln - selten geteilt - und wird bis zu 17 cm lang. Die Tepalen sind 1,1 - 2 mm lang und 0,7 - 1,5 mm breit. 6 Staubblätter. Antheren 0,2 - 0,5 mm lang und 0,4-0,5 mm breit. Die Staubfäden sind 1,2 - 2,1 mm lang. 2-3 Fruchtknoten. Die Früchte sind 3-6,2 mm lang und 2,4 - 5 mm breit. Der Dorn ist seitlich oder am Ende, gerade oder gebogen, bis 1 mm lang. Die Samen sind breit elipsoid bis eiförmig. Bis zu 4 sind in einer Frucht. Sie sind 3,2 - 4,4 mm lang und 1,1 - 2,8 mm breit. Die äußere Samenhülle ist dick und lässt sich leicht entfernen.

Temperatur: k.A.

pH-Wert: k.A.

Härte: k.A.

Licht: k.A.

Sonstiges:

Diese Art kommt weiter Östlich vor als Aponogeton tofus und Aponogeton vanbruggenii. Sie bildet auffallend große und breite Samen, die zur Reife sehr dick werden können.

Schwimmblätter und Blütenstände von Aponogeton euryspermus A. euryspermus am Naturstandort

Fruchtstand von Aponogeton euryspermus

Unten sind bereits Früchte und
oben noch Blüten zu sehen.

rasterelekronenmikroskopische Aufnahme des Samens

Same von A. euryspermus.
Die Samenhülle ist teilweise abgelöst.
Eine Keimwurzel bildet sich .




Sechszählige Wasserähre

Aponogeton hexatepalus VAN BRUGGEN 1969



Herkunft:

Australien - Region um Perth

Aussehen:

Die Knolle ist bis 6,5 cm lang und 2 cm im Durchmesser. Die Art bildet nur Schwimmblätter mit schmalen, länglichen Blättern. Die Spreiten sind bis 20 cm lang und 0,3 - 0,7 cm breit. Die Blätter haben 5 bis 9 Längsnerven. Die Blattstiele sind bis 20 cm lang. Der Blütenstandstiel erreicht eine Länge von bis zu 40 cm. Er ist nahe der ähre weder verbreitert noch flach gedrückt. Die Spatha ist 2 - 3 cm lang und bleibt Während der Blüte erhalten. Der Blütenstand ist zweiährig und gelb-grün. Er wird bis zu 17 cm lang. Die Blütenachse ist weiß und im unteren Bereich kahl. Die einzelnen Blüten sind allseitswendig. Sie haben 6 Tepalen und 6 Staubblätter. Die Tepalen sind grün, haben einen Nerv und sind 0,5 - 1 mm x 0,75 - 1,25 mm groß. Die Pollensäcke sind 0,3 x 0,3 mm groß. Die Filamente sind etwa 1,5 mm lang. Es gibt je 3 (selten 4) Fruchtknoten. Die Frucht ist 3,8 - 10 mm lang, 1,9 - 5 mm breit und hat einen Dorn am Ende. Die Samen sind elliptisch 2,6 - 7 mm lang und 1,2 - 3 mm breit. Sie haben nur eine einfache Samenhülle und eine Plumula.


Sonstiges:

Dies ist die einzige bekannte Wasserähre mit secht Tepalen. Darauf bezieht sich der Artname (hexa = sechs, tepalus = Tepalen). Die Pflanzen wachsen in Süßwasser-Pools, die 3 bis 4 Monate Wasser haben. Blüten und Früchte findet man zwischen August und November.
Die Art kommt nur nahe Perth vor und ist wegen Zerstörung ihres Habitats selten und bedroht.

Schwimmblätter von Aponogteon hexatepalus Aponogeton hexatepalus
am Naturstandort




Kimberley-Wasserähre

Aponogeton kimberleyensis HELLQUIST & S.W.L JACOBS 1998

Synonyme:

A. elongatus (ausgegliedert aus dem Komplex)

Herkunft:

Australien

Aussehen:

Die Art bildet nur Unterwasserblätter. Die Spreiten der dunkel grünen Unterwasserblätter sind linealisch, 24 bis 23 cm lang und bis 3 cm breit. Die Spitze ist stumpf bis selten eingezogen. Die Blätter haben 5 Längsnerven. Eine Band aus Lacunen ist deutlich erhaben und 2 mm breit. Es umfasst bis zu 4 Zellreihen beidseits der Mittelrippe. Die Blattstiele sind bis 5 cm lang. Der Blütenstandstiel erreicht eine Länge von bis zu 32 cm und ist nahe der Basis 0,4 bis 1 mm dick. Zur ähre hin wird er 0,5 bis 2,4 mm breit. Die Spatha fehlte bei der Betrachtung des Typusmaterial. Der Blütenstand ist einährig und gelb-grün. Er wird bis zu 7,5 cm lang. Die Blütenachse ist grün und etwa 0,5 bis 2 mm dick. Die einzelnen Blüten sind allseitswendig. Sie haben 2 Tepalen und 6 Staubblätter. Die Tepalen sind gelb, haben einen Nerv und sind 1 - 1,4 mm x 0,8 mm groß. Die Filamente sind etwa 1 . 1,5 mm lang. Es gibt je 3 Fruchtknoten. Die Frucht ist 2,5 - 3 mm lang, 2,0 - 2,8 mm breit und hat einen aufrechten bis leicht gebogenen Dorn am Ende. Die Samen sind elliptisch 0,7 - 1,4 mm lang und 0,4-0,8 mm breit. Sie haben nur eine einfache Samenhülle.


Sonstiges:
Die Pflanzen kommen endemisch in Flüssen in den Kimberleys in Australien vor. Blüten und Früchte findet man zwischen März und Mai.

Aponogeton kimberleyensis am Naturstandort Aponogeton kimberleyensis
am Naturstandort



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Lakhonesis-Wasserähre

Aponogeton lakhonesis A. CAMUS 1909

Herkunft:

Kambodscha, China, Indien, Indonesien, Thailand und Vietnam

Aussehen:

Die submersen Blätter sind bis 25 cm lang und 6 cm breit. Meist sind sie schmaler. Die Schwimmblätter werden bis 17 cm lang und 4 cm breit. Die Spatha ist etwa 1,7 cm lang, meistens fällt sie ab. Der Blütenstand hat eine bis zu 8 cm lange ähre. Die Blüten sind allseitswendig und haben zwei gelbe 1-2 mm lange und 0,75-1,5 mm breite Tepalen, sechs Staubblätter und drei bis fünf Fruchtknoten mit je vier bis acht Samenanlagen. Der Fruchstand kann bis 17 cm lang werden. Die Früchte sind 3 mm lang und 2 mm breit sie heben einen endständigen oder seitlichen Dorn. Die Samen sind 2-3 x 1 mm groß. Die Samenschale ist doppelt.

Sonstiges:

Die Pflanzen wachsen in Teichen, Reisfeldern und langsam fließenden Flüssen. Sie wurden einmal Mitte der 70er Jahre des vorigen Jahrunderts nach Europa eingeführt. Sie waren aber schwierig zu kultivieren und verschwanden wieder aus der Kultur. Ich selbst habe einmal Pflanzen von Niels Jacobsen aus Kopenhagen erhalten. Die KNolle der Pflanze teilte sich bei mir nach enigen Monaten in der Kultur, so dass ich sieben pflanzen erhielt. Leider nahmen die Pflanzen bei einem Umzug Schaden und trieben danach nicht wieder aus.
Die Pflanzen werden in Thailand (bei Lampang) als Salat gegessen. Dort werden sie als Pak Kuap bezeichnet.

Aponogeton lakhonesis Aponogeton lakhonensis


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Lance Smith´s Wasserähre

Aponogeton lancesmithii C.B. HELLQUIST & S.W.L. JACOBS 1998

Synonyme:
-

Herkunft:

Australien - endemisch im Russell River und seinen Nebenflüssen im Innisfail Distrikt von Nord Queensland

Aussehen:

Die Pflanzen sind Aponogeton elongatus und Aponogeton bullosus ähnlich. Von Aponogeton elongatus unterscheiden sie sich durch die mehr oder weniger stark bullosen Blattspreiten und von Aponogeton bullosus dadurch, dass die Spatha abfällt und dass es zwei Samenhüllen gibt.
Die Knolle ist länglich 5 cm lang und 2-3 cm im Durchmesser. Alle Blätter sind submers. Die Spreiten sind grün bis dunkel grün linear bis lanzettlich, 10-48 cm lang und 0,9 - 4 cm breit. Sie sind leicht bis stark bullos. Die Blattränder sind leicht gewellt.

Sonstiges:

Die Pflanzen wachsen in langsam bis schnell fließendem Wasser.
Nicht in Kultur.

rastereletronenmikroskopische Aufnahme des Samens Same von Aponogeton lancesmithii
mit Hülle.


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Madagassische Wasserähre

Aponogeton longiplumulosus H.W.E. VAN BRUGGEN 1968



Herkunft:

Nordwest-Madagaskar

Aussehen:

Die Pflanzen werden bis zu 70 cm hoch. Die Blätter werden bis zu 60 cm lang und 1,5 bis 4 cm breit. Die Blattränder sind stark gewellt. Sie sind an der Basis keilförmig und laufen an der Spitze spitz zu. Sie sind mittel- bis dunkelgrün und haben eine breite, hellgrüne Mittelader. Der Blattstiel kann bis 18 cm lang werden. Der Blütenstandsstiel wächst aus dem Wasser haerus und erreicht Längen von bis zu 1,5 m. Der Blütenstand ist zweiährig. Die ähren sind bis 12,5 cm lang. Die Knolle ist rund und hat einen Durchmesser bis 2 cm. Es wurden bei Pflanzen aus verschieden Herkünften Chromosomenzahlen 2 n = 38 bis 78 gezählt.

Temperatur: 22-26 °C

pH-Wert: 5,5 - 6,5

Härte: 4-12 °KH

Licht: mittel bis viel

Sonstiges:

Die Art ist gut für das Aquarium geeignet. Sie blüht recht häufig, setzt aber selten Samen an. Die Knolle treibt nach der Ruhezeit im Aquarium meist gut wieder aus.

typische BlattformBlütenstand mit zwei violetten ähren



diploider Chromosomensatz 2n = 38 (40?) oder ca. 68 (VAN BRUGGEN 1985)

Aponogeton longiplumulosus A. longiplumulosus wird sehr groß.

Knolle mit zwei Vegetationspunkten

Diese zwei Vegetationspunkte wachsen
immer weiter auseinander und werden
sich irgendwann von alleine trennen.

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GewÖhnliche Gitterpflanze

Aponogeton madagascariensis (MIRBEL) H.W.E. VAN BRUGGEN 1968

Synonyme:

Uvirandra madagascariensis MIRBEL 1803
Hydrogeton fenestralis MIRBEL 1805
Ouvirandra fenestralis POIRET 1816
Aponogeton fenestralis HOOKER 1883
Aponogeton fenestralis var. major H. BAUM 1906
Aponogeton henkelianus BAUM 1906
Aponogeton fenestralis var. henkelianus FALKENBERG et BAUM 1938
Aponogeton guillotii HOCHR. 1907
Aponogeton fenestralis var. guillotii JUMELLE 1936

Herkunft:

Madagaskar und Mauritius

Aussehen:

Die Pflanzen sind 30-70 cm hoch. Die Blätter sind auffällig gitterartig durchbrochen. Die Spreiten sind oval bis lanzettlich, bis 50 cm lang und 15 cm breit. Die Blattstiele sind zwischen 10 und 20 cm lang. Die Knolle ist zylindrisch. Sie ist 1 bis 10 cm lang und 2 cm im Durchmesser. Sie sieht oft aus, als wäre am unteren Ende etwas abgeschnitten worden. Die Blütenspatha hat
keine verlängerte Spitze. Die Blüte sind in 2 bis 4 (selten bis 6) ähren pro Blütenstand angeordnet. Die Blütenblätter sind weiß bis rot. Die ähren sind 5 bis 7 cm lang und selbstfruchtbar.

Temperatur: 18-22 °C (kurzfristig bis 24 °C) oder 24 bis 26 °C je nach Herkunft

pH-Wert: 4,5-6,5

Härte: 2-12 °KH

Licht: mittel bis viel

Sonstiges:

Die richtigen Kulturbedingungen zu finden ist nicht ganz einfach. Es gibt sowohl Pflanzen in warmen Tieflandgewässern als auch in kühleren Bergbächen. Letztere lassen sich am besten bei Temperaturen von 18 bis 22 °C pflegen. Andere Herkünfte mögen es wärmer. Einige Formen mögen weiches wasser, andere lassen sich auch leicht in sehr hartem Wasser vermehren. Da man meist nicht weiß woher die Pflanzen stammen ist die Haltung nicht ganz einfach. Weiches, leicht saueres Wasser scheint von Vorteil, Während hartes Wasser nicht von allen Formen vertragen wird.
In der Wachstumsphase treiben die Pflanzen 1-2 Blätter wöchentlich. Häufige Wasserwechsel sind zu empfehlen, weil die Blätter leicht verlagen. Die Pflanzen bevorzugen nährstoffreiche Substrate, vertragen aber keine anaeroben Bedingungen.
Die Aufzucht aus Samen ist schwierig. Für die Zucht werden 2-3 Wasserwechsel pro Woche empfohlen (sauberes Regenwasser). Sonnenlicht vermeiden (Schwimmpflanzen) und nicht zu warm. Im Winter sollen 15-18 °C ausreichen (Tageslicht). Kräftige Pflanzen bilden Seitensprosse. Rhizomteilung ist möglich, in dem zwei vegetationspunkte auseiander wachsen.
In der Natur kommen die Pflanzen bis in 1 m Wassertiefe vor.
Die Blätter einer Kreuzung aus A. ulvaceus und A. madagascariensis haben ein ähnliches Muster wie die von A. undulatus. Sie sind aber breiter und leicht gewellt.

diploider Chromosomensatz 2n = ca. 78 (VAN BRUGGEN 1985)

Gitterpflanze im Fotobecken
Diese Gitterpflanze ist rund 60 cm hoch.
Die Blattspreiten sind ca. 12 cm breit
und 40 cm lang.

schmalblättrige Form der Gitterpflanze

Varietät "henkelianus"

Hybride zwischen A. ulvaceus und A. madagscariensis

Hybdride aus A. madgascariensis und
A. ulvaceus in der Gärtnerei
von Rainer Münch. Seitenanfang

Masoala-Wasserähre

Aponogeton masoalaensis BOGNER 2002

Synonyme:

Aponogeton tenusispicatus H. BRUGGEN

Herkunft:

Madagaskar

Aussehen:

Die Pflanzen haben ovale bis länglich-ovale Blattspreiten. Sie sind etwa 6 bis 15 cm lang und 2 bis 4 cm breit. Die Basis ist abgerundet, gestutzt oder leicht herablaufend. Die Spitze ist abgerundet, manchmal bespitzt. Abhängig von den Wuchsbedingungen sind die Blätter in der Natur hell grün oder mit einem schwärzlichen Belag überzogen. Die Blattstiele sind zwischen 7 und 15 cm lang. Die ähre ist zweigabelig. Die Blüten sitzen locker allseitswenig um die Achse. Die jeweils zwei Tepalen sind weißlich, verkehrt eiförmig, ca. 1 mm lang und 0,8 mm breit. Die Knollen sind ellipsoid, hell braun und glatt.

Temperatur: 22 - 28 ° C

pH-Wert: 5,5 - 7,0

Härte: 1 - 12 dKH

Licht: mittel

Sonstiges:

Die hier abgebildte Pflanze war zum Schutz vor Schneckenfrass unter der Gitterplatte eines schwimmenden Ablaichkastens gehalten worden. Leider ließ sich die Pflanze nich befreien ohne die Blätter zum grÖßten Teil zu beschädigen. Die Pflanze trieb danach nicht wieder aus.

Aponogeton masoaloensis

Die Pflanzen sind ein einem
Aufzuchtkasten unter dem Gitter
gewseen um sie vor Schneckenfraß zu schützen. Sie wuchsen durch das Gitter. Seitenanfang


Schwimmende Wasserähre

Aponogeton natans ENGLER & KRAUSE 1906

Herkunft:

Sri Lanka und Indien

Aussehen:

Die Knolle ist bis 2 cm im Durchmesser. Die Jungendblätter sind submers, lanzettlich und bis 6,5 x 1,5 cm groß. Die Art bildet viele Schwimmblätter aus. Diese sind etwa 11,5 x 3 cm groß. Die Blütenstandsstiele werden bis 45 cm lang. Der Blütenstand ist einährig, bis 9 cm lang und allseitswendig. Jede Blüte hat 2 weiße, rosafarbene oder violette Tepalen.

Temperatur: 22-30 °C

pH-Wert: 6,5-9,0

Härte: 1-12 °KH

Licht: viel

Sonstiges:

Da die Art sehr robust, aber wegen ihrer Wuchsform für die Aquaristik eher uninteressant ist, wird sie mit anderen Arten gekreuzt um robuste, dekorative Hybriden zu erzeugen. Sie benötigt keine Ruhepause im Aquarium. Nur in flachen Becken gut zu kultivieren

Chromosomenzahl 2 n = 80.



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Lebendgebärende Australische Wasserähre

Aponogeton proliferus C.B. HELLQUIST & S.W.L. JACOBS 1998

Herkunft:

Australien - bisher nur in der Innisfail Region im Norden von Queensland gefunden

Aussehen:

Die Knolle ist weniger als 1 cm groß. Die dunkelgrünen Blätter sind alle submers. Ihre Spreiten sind linealisch, haben 7 Längsadern und sind 18,5 - 31 cm lang und 0,4 - 1,6 cm breit. Die Blattränder sind flach oder leicht gewellt. Die Blattstiele erreichen eine Länge bis 13 cm. Der Blütenstandstiel ist bis 32 cm lang. Er wird nach oben hin dicker. Die Spatha ist 1,5 cm lang und bleibt teilweise erhalten. Der allseitswendige Blütenstand ist gelb und einährig. Die ähre wird etwa 5,5 cm lang und die Achse hat einen Durchmesser von 1,6 mm. Die Blüten sind überwiegend zweigeschlechtig. Die 2 Tepalen an den Blüten sind gelb uns spatelförmig. Es werden 1 bis 6 Staubblätter ausgebildet. Die Pollensäcke sind 0,4 x 0,4 mm groß. Meistens sind 4 oder 5 Fruchtknoten zu finden, selten keine oder bis zu 9. (übersetzung der Erstebschreibung von C.B. HELLQUIST & S.W.L. JACOBS 1998)

Sonstiges:

Die Art ist A. elongatus ähnlich, bildet aber an Blütenstandstielen vor allem Jungpflanzen und weniger Blüten. Die Vermehrung erfolgt kaum über Samen, da die Pflanzen so gut wie keine Blüten bilden. Die Vermehrung geht darum nur langsam voran.
Die Pflanzen wachsen in der Natur in schmalen, flachen und stark beschatteten Küstenflüssen. Vermutlich ist die Art nur in einem sehr begrenzten Bereich beheimatet und möglicherweise vom Aussterben bedroht, weil das Habitat durch menschliche Einflüsse gestört wird.
Die Pflanzen wurden von Lance Smith zur Bestimmung kultiviert.

Aponogeton proliferus am Naturstandort Aponogeton proliferus am Naturstandort
mit Adventivpflanze

Jungpflanze

Blütenstandstiel mit Adventivpflanze


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Robinsons Wasserähre

Aponogeton robinsonii A. CAMUS 1911

Synonyme:

Aponogeton eberhardtii A. CAMUS 1914

Herkunft:

Vietnam

Aussehen:

Die Pflanzen bilden überwiegend Schwimmblätter. Die submersen Jugendblätter sind meist nur kurz zu sehen, können aber auch - je nach Licht und Nährstoffangebot - lange unter den Schwimmblättern erhalten bleiben.

Temperatur: 20 bis 26 °C

pH-Wert: 6,0 bis 7,2

Härte: 4 - 12 °KH

Licht: mittel bis viel

Sonstiges:

diploider Chromosomensatz 2n = ca. 60 (64?) (VAN BRUGGEN 1985)


Kulturgefäß mit Aponogeton robinsonii Kulturgefäß im Gewächshaus
bei Niels Jacobsen

einseitswendige ähreeinseitswendige ähre
Der frische Blütenstand links hat an der rechten ähre noch die Spatha hängen. Die unteren Blüten blühen zuerst. Der Blütenstand sinkt ab und die ersten Früchte
reifen unter Wasser Während sich die oberen Blüten Öffnen.
Auf der Wasseroberfläche schwimmt Pollen.

Rechts sieht man eine einzelne gut entwickelte Frucht am unteren Ende des
Blütenstandes, während oben noch Pollensäcke zu sehen sind.

ährenast mit Früchten
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Queensland Wasserähre

Aponogeton queenslandicus VAN BRUGGEN 1969


Herkunft:

Australien (Queensland)

Aussehen:

Die Blätter sind selten submers, meistens bilden sich schnell Schwimmblätter. Die Unterwasserblätter haben bis zu 70 cm lange und 4,5 cm breite, genoppte Spreiten. Die Schwimmblätter sind glatt 5 bis 15 cm lang und 0,8-3 cm breit. Die Spatha ist 1,5 cm lang. Sie fällt meist ab. Der Blütenstand ist eine einzelne ähre. Sie ist bis zu 9 cm lang. Die Blüten sind allseitswendig. jede Blüte hat zwei gelbe Tepalen. Diese sind 1,5-2 mm lang und 0,5 bis 1 mm breit. Die drei bis vier Fruchtblätter haben jeweisl bis zu 8 Samenanlagen. Die Frucht ist bis 8 mm lang und 5 mm dick. . Die Samen erreichen eine Länge von ca. 3 mm und haben einen Durchmesser von 1 mm.

Sonstiges:

Die Ureinwohner nennen die Pflanze Cob-oo-ree (wilde Kartoffel) (van Bruggen 1990).
Die Pflanze ist nicht in Kultur. Wegen der wenig haltabren Unterwasserblätter wäre sie auch nicht besonders attraktiv.

Aponogeton queenslandicus A. queenslandicus am Naturstandort

Aponogeton queenslandicus

Schwimmblätter und ähre

rasterelektronenmikroskopische Aufnahme eines Samens

Same von A. queenslandicus mit Hülle.


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Steifblättrige Wasserähre

Aponogeton rigidifolius H.W.E. VAN BRUGGEN 1962


Herkunft:

Sri Lanka

Aussehen:

Diese sehr groß werdenede Pflanze bildet nur Unterwasserblätter. Diese sind matt dunkelgrün bis rötlich braun, nicht durchscheinend, schmal-lanzettlich, 25 bis 50 cm lang und etwa 3 cm breit. Der Rand ist leicht gewellt. Die Mittelader ist durch Queradern mit den anderen Längsnerven verbunden. Der Blattstiel ist eckig und 10-35 cm lang. Der Blütenstandsstiel wird bis zu einem Meter lang. Die ähre erreicht bei großen Exemplaren bis zu 30 cm. Die Blüten sind weiß.
Anders als die meisten anderen Aponogeton bildet diese Art ein kriechendes Rhizom aus, an dem sich Seitentriebe bilden können. Dazu muss die Pflanze aber einige Jahre alt sein.

Temperatur: 22-28 °C

pH-Wert: 6,0-7,5

Härte: 2-12 °KH

Licht: hell

Sonstiges:

Die Art ist sehr häufig auf Sri Lanka. Im Aquarium ist sie teilweise schwer zu halten, auf den Blättern bilden sich schwarze Flecken, die vermutlich auf eine induzierte Stickstofftoxizität zurück zuführen sind. Kaliumdüngung schafft dabei Abhilfe. In der Natur wachsen sie auf Sand. Die Pflanzen haben keine Ruheperiode. Die Blüte bildet sich im Langtag (mehr als 12 - 15 Stunden Licht). Es werden auch ohne Betsäubung Früchte angesetzt, diese sind aber hohl. Samen kann man nur durch Kreuzbestäubung von zwei verschiedenen Pflanzen erzielen.

diploider Chromosomensatz 2n = 48 (VAN BRUGGEN 1985)

Jungpflanze Jungpflanze

Große Pflanze

Kräftige Pflanze mit 50
ca. 120 cm langen Blättern


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Sandstein Wasserähre

Aponogeton tofus S.W.L JACOBS 2006

Synonyme:

Aponogeton elongatus forma strigosus H. BRUGGEN 1969

Herkunft:

Australien (Northern Territory and Arnhem Land)

Aussehen:

Die Knolle ist länglich oval und 1 bis 3 cm lang und 1 bis 2 cm im Durchmesser. Die Blätter sind überwiegend submers, selten werden Schwimmblätter gebildet. Die submersen Blätter sind linealisch oder lanzettlich bis elliptisch. Sie werden bis zu 23 selten bis zu 35 cm lang. Die Breite variiert zwischen 0,5 und 6 cm. Die Blattränder sind glatt oder wenig gewellt.
Die Samen sind fast zylindrisch. Die Samen sind schmal und fast zylindrisch. Die äußere Samenhülle ist dick und lässt sich leicht entfernen.

Temperatur: k.A.

pH-Wert: k.A.

Härte: k.A.

Licht: k.A.

Sonstiges:

Der Artname leitet sich vom Begriff "tofus" oder "tufa" ab. Damit wird der Sandstein in der Region des Arnhem Land Plateau bezeichnet. Ursprünglich bezeichnet der Begriff porÖsen, schwammigen Kalksandstein.
Die Art gehört zu einer Gruppe neu beschriebener australischer Arten, die ursprünglich alle als A. elongatus zusammengefasst waren.
Die Pflanzen wachsen in Flüssen und Lagunen auf oder nahe an Sandstein-Gebieten, vor allem auf dem Arnhem-Land Plateau. Die Blüten bilden sich an den Naturstandorten im Dezember bis Februar und die Früchte im Mai bis Juli.
Genanalysen haben ergeben, das A. tofus nahe mit A. euryspermus verwandt ist. Es gibt jedoch deutliche Unterschiede.

Aquarienkultur von Aponogeton tofus
A. tofus im Aquarium Früchte von Aponogeton tofus
Früchte


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Ulvablättrige Wasserähre

Aponogeton ulvaceus BAKER 1881



Herkunft:

Madagaskar

Aussehen:

Diese wunderschöne Wasserähre wird bis 60 cm hoch. Die rundliche, glatte Speicherknolle ist dunkelbraun. Sie hat um den Vegetationspunkt herum harte, borstige Stacheln. Die Blätter sind hellgrün (bei starkem Licht rötlich), langgestielt, gewellt, oft so stark, dass sie wirken wie in sich gedreht. Die Blüte ist zweiährig, mit zwei weißen oder gelben Tepalen. Die Pflanzen sind selbststeril. Es werden aber leicht Samen angesetzt, wenn mehrere Pflanzen gleichzeitig blühen. Die Chromosomenzahl wurde mit 2 n = 40 (38?) bestimmt.

Temperatur: 22-30 °C

pH-Wert: 4,5-7,5

Härte: 2-15 °KH

Licht: mittel bis viel

Sonstiges:

Die Pflanze stammt aus ruhigem, langsam fließenden Gewässern. Sie verträgt manchmal auch härteresWasser, entwickelt sich in weichem, leicht saurem Milieu aber besonders gut. In der Wachstumsphase werden wöchentlich etwa 2 Blätter gebildet. Die Vermehrung erfolgt durch Samen. Kreuzungen aus A. ulvaceus und A. madagascariensis ähneln A. undulatus von der Blattstruktur. Auch Kreuzungen mit A. natans sind möglich. Seit 1981 ist eine seltene lebendgebärende Form bekannt. Die Art blüht im Langtag.

diploider Chromosomensatz 2n = 40 (38?) (VAN BRUGGEN 1985)

Aponogeton ulvaceus Wunderschöne, breitgewellte
Blätter sind typisch für die Art .

Sämlinge von Aponogeton ulvaceus

Sämlinge -
durch die Wasseroberfläche fotografiert .


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Gewelltblättrige oder Lebendgebärende Wasserähre

Aponogeton undulatus ROXBURGH 1832

Herkunft:

Indien, Pakistan, Thailand

Aussehen:

Die Knolle ist eiförmig oder länglich und erreicht eine Länge bis 2,5 cm. Die Oberfläche ist glatt und weist keine filzigen beläge auf, wie bei A. crispus. Die Pflanzen werden etwa 30-40 cm hoch. Die submerse Blätter sind lanzettlich und hell- bis dunkelgrün. Die Spreiten sind 20-25 cm lang und 0,8-4 cm breit. Am Rand dsind die Blätter gewellt. Als Charakteristisch gelten durchscheinde, viereckige Felder in den Blattspreiten. Dieses Merkmal wird aber nicht von allen Formen ausgebildet und tritt auch bei Hybriden zwischen A. ulvaceus und A. madagascariensis auf. Außerdem kann auch A. crispus solche Blätter bilden. Es gibt verschiedene Formen. Die hier abgebildete gehört zu den wüchsigsten. Andere Formen entwickeln sich langsam und bleiben klein. Es gibt Formen, die Schwimmblätter bilden, diese sind bis zu 20 cm lang 5 cm breit. Der Blütenstängel bis 55 cm lang und einährig. Die Pflanzen bilden selten weiße Blüten aus. Meist tragen die Stängel junge Pflänzchen mit knolliger Basis.
Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 70 - 74.

Temperatur: 22-30 °C

pH-Wert: 5,5-7,5

Härte: 5-15 °KH

Licht: mittel bis viel

Sonstiges:

Die Pflanzen machen auch im Aquarium eine Ruhezeit von 2- 3 Monate mit, treiben aber ohne weiteres Zutun in der Regel von alleine wieder aus. Wenn Blüten gebildet werden, lässt sie sich leicht mit dieser A. crispus oder A. natans kreuzen.

diploider Chromosomensatz 2n = ca. 70 bzw. ca. 74 (verschiedene Herkünfte) (VAN BRUGGEN 1985)

Gewellte Wasserähre im Fotobecken Aponogeton undulatus


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Van Bruggens Wasserähre

Aponogeton vanbruggenii (C.B. HELLQUIST & S.W.L. JACOBS 1998)

Synonyme:

aus A. elongatus ausgegliedert

Herkunft:

Australien

Aussehen:

Die Knolle ist ellipsoid bis länglich. Die Größe reicht von 0,5 bis 4 cm in der Länge und 0,5 bis 2,5 cm in der Breite. Es werden submerse und / oder schwimmende Blätter gebildet. Die Unterwasserblätter sind lanzettlich, elliptisch oder verkehrt eiförmig. Die Spreite ist 7 bis 36 cm lang und 0,6 bis 5 cm breit. Die Farbe variiert zwischen grün und grün-braun. Die Blattränder sind mehr oder weniger stark gewellt, selten ganz glatt. Die Basis ist breit keilförmig, stumpf, selten gestutzt. Der Blattstiel ist 15 bis 23 cm lang. Die Schwimmblätter sind elliptisch oder eiförmig, bis 38 cm lang und 5 cm breit, meist kleiner (12 x 2,5 cm). Sie sind grün bis braun-grün mit flachen Rändern. Die Basis ist keimförmig, stumpf, spitz, gestutzt, selten herzförmig. Der Blattstiel ist bis 91 cm lang. Der Blütensstandstiel erreicht eine Länge von 50 bis 80 cm. Er wird zur ähre hin breiter und ist dort dann bis zu 4,2 mm dick. Die Spatha ist 1,5 cm lang und fällt ab. Die ähren sind einzeln, gelb und treiben auf dem Wasser oder stehen etwas darüber. Die Achse hat einen Durchmesser von etwa 1 bis 3,2 mm. Die Blüten sind allseitswendig. Die zwei tepalen pro Blüte sind gelb, 1,2 - 2,1 mm lang und 0,7-1,5 mm breit. Jede Blüte hat sechs Staubblätter. Die Antheren sind 0,2 bis 0,6 mm lang, 0,2 bis 0,6 mm breit. Die Filamente sind 1-2,5 mm lang und an der Basis etwas dicker. In der Regel gibt es drei Fruchtknoten manchmal sind es aber auch nur zwei oder bis zu 5. Die Früchte sind ellipsoid, papierartig dünn, 2,7 bis 7,1 mm lang und 2,2 bis 5,5 mm breit. Der Schnabel ist etwa 1 mm lang, meist endständig. Er kann gerade oder gebogen sein. Die Samen sind eiförmig bis schmal ellipsoid. Es befinden sich zwischen 2 und 7 in jeder Frucht. Sie sind 2,3 bis 4,8 mm lang, 0,7 bis 1,6 mm breit. Sie sind deutlich abgeflacht oder drehrund, mit einem deutlichen Knopf an einem Ende. Sie haben zwei Samenschalen, von denen die äußere lose ist und leicht zu entfernen. Die innere Samenschale ist meist leicht zu entfernen. (übersetzung der Erstbeschreibung C.B. HELLQUIST & S.W.L. JACOBS 1998)


Sonstiges:

Die Pflanzen sind A. elongatus ähnlich und wurden erst vor wenigen Jahren als eigene Art beschrieben. Die Samen sind deutlich schmaler als die von A. tofus und haben einen deutlichen Knopf an einer Seite. Die äußere Samenschale ist dünn. Sie lässt sich leicht entfernen. Das Verbreitungsgebiet von A. vanbruggenii liegt weiter Östlich als das von A. euryspermus, überschneidet sich aber mit dem von A. tofus.
Der Holotype stammt aus Queensland: McIvor River.
Die Pflanzen wachsen in Flüssen, StrÖmen, in Seen und Billabongs. Blüten und Früchte hat man von März bis Oktober und im Januar gefunden.

A. bruggenii im Aquarium Aponogeton vanbruggenii

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