Gattung Ceratophyllum - Hornblatt
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Der Gattung Ceratophyllum gehören nur zwei Arten an. Das Raue Hornblatt (C. demersum) und das Zarte Hornblatt (C. submesum). Sie sind reine Wasserpflanzen und bilden keine Wurzeln aus sondern treiben als verzweigte Teppiche unter der Wasseroberfläche.
Sie leben in nährstoffreichen stehenden Gewässern, die auch leicht brackig sein können. Als Begleitpflanzen treten oft Wasserlinsen (Lemna, Spirodela, Wolffia) auf. Ceratophyllum verträgt keine direkte Sonne.
Die Arten sind gut für Aquarien geeignet. Sie entziehen viele Nährstoffe und tragen so zur Klärung des Wassers bei. Sie können so auch bei der Bekämpfung von Blaualgen helfen.
Sie sind zweihäusig. Die männlichen Blüten haben 10-20 Staubgefäße, die weiblichen einen einzelnen Griffel mit einer Narbe. Die Früchte sind Nüsschen mit drei oder mehr Stacheln. Die Blüten sind submers in den Blattachseln und werden durch das Wasser bestäubt.
Auf den Pflanzen kann sich ein weißer Belag aus Kalk bilden, der bei der Assimilation von Kohlenstoff aus Hydrogenkarbonat frei wird.
 
 
 
Gemeines Hornblatt, Raues Hornblatt
Ceratophyllum demersum

Synonyme:
-

Herkunft:
weltweit

Aussehen: 
Die Stängel werden bis zu 100 cm lang. Sie sind wurzellos, bildet aber zum Teil Rhizodien zur Bodenhaftung aus. Die  Blätter sind in Quirlen angeordnet. Sie sind feinfiedrig gabelig (zweimal geteilt), gezähnt, dunkelgrün und spröde. Die Pflanze bildet unter der Wasseroberfläche dichte Polster. Die Blüten sind winzig und sitzen in den Blattachseln.

Temperatur:      15-30 °C

pH-Wert:          6,0-8,0

Härte:               5-18 °KH

Licht:                wenig bis mittel

Sonstiges:
Die Vermehrung durch Seitensprosse. Die Pflanze eignet sich gut als Laichsubstrat und als Versteck für Weibchen. Am natürlichen Standort kommen die Pflanzen in Wassertiefen von 50-100 cm, seltener bis 850 cm vor.
Hornblatt ist wurzellos und wächst nicht im Substrat an. Die Stängel faulen, wenn man sie direkt einpflanzt. Die Stängel können aber mit einem Stück Holz oder einem anderen Gewicht beschwert werden, damit sie unten bleiben. Dabei dürfen die Stängel nicht in das Substrat gedrückt werden.

Das Hornblatt kann auch am 
Grund fixiert werden.

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Zartes Hornblatt
Ceratophylum submersum

Synonyme:
-

Herkunft:
weltweit

Aussehen: 
Die frei treibenden Stiele werden bis 50 cm lang. Die Pflanzen sind wurzellos, bilden teilweise aber Rhizodien zur Bodenhaftung aus. Die Blätter sind in Quirlen angeordnet, feinfiedrig gabelig (drei bis viermal geteilt), gezähnt und bräunlich-grün. Die Stängel bilden unter der Wasseroberfläche dichte Polster. Die Blüten sind winzig und befinden sich in den Blattachseln. Die Früchte sind kugelig und haben jeweils drei lange Dornen. Sie sind hell bis dunkel grün, Die Dornen und Teile der Oberfläche sind rötlich überlaufen.

Temperatur:      10-30 °C

pH-Wert:          6,0-7,5

Härte:               5-18 °KH

Licht:                mittel bis wenig

Sonstiges:
Die Vermehrung erfolgt durch Seitensprosse. Hornkraut eignet sich gut als Laichsubstrat und als Versteck für Jungfische. Am natürlichen Standort kommt es in Wassertiefen von 20-30 cm vor. Die Pflanze ist winterhart. Das Zarte Hornkraut bevorzugt Gewässern, die sich schnell erwärmen. Die Art wächst langsamer als C. demersum.


Frucht des zarten Hornkrauts

Dieses Hornkraut wird vor allem 
für Teiche angeboten.

Zartes Hornkraut mit Früchten.



 

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Literatur:
 

Mayr (1914): Hydropoten an Wasser- und Sumpfpflanzen.- Beihefte zum botanischen Zentralblatt, 32, 278-371

S. Kostytschew, S. Soldatenkow (1926): Der tägliche Verlauf und die specifische Intensität der Photosynthese bei Wasserpflanzen.- Planta 2, 1-9

H. Lyr, H Streitberg (1955): Die Verbreitung von Hydropoten in verschiedenen Verwandtschaftskreisen der Wasserpflanzen.- Wissenschaftliche Zeitschrift der Martin-Luther-Universität, Halle-Wittenberg 4, 471-483

H.W.E. van Bruggen (1987): Hornkräuter, empfehlenswerte Aquarienpflanzen.- DATZ 40(10), 472-475

K. Paffrath (1989): Ceratophyllum, das Hornblatt.- Aquarium heute 7(2), 31-32

B. Kahl (1989): Aquarienpflanzen.- GU-Kompaß, Gräfe und Unzer GmbH, München

A. de Graaf (1990): Aquarienpflanzen aus den USA - Ceratophyllum demersum und Justica americana.- Das Aquarium 24(12), 28-30

H. Ebert (1996): Einheimische Wasserpflanzen für die Aquaristik.- DATZ 3/96, 174-175

F. Wieland (1997): Ceratophyllum demersum - "Riffe" unserer Binnenseen.- DATZ 8/1997, 533-537

C. Kasselmann (1999): Eine neue Aquarienpflanze: Ceratophyllum demersum "rotstengelig" aus Mexiko.- Aquarium heute 17(1), 262-264

C. Kasselmann (1999): Aquarienpflanzen.- 2. Auflage, DATZ-Atlanten, Eugen Ulmer Verlag, Stuttgart

A. Gutjahr (2001): Das Raue Hornblatt, ein selektiver Algenbekämpfer.- Aquaristik Fachmagazin 33(6), 72-73

 H. Schöpfel (2001): Hornblattgewächse - Pioniere dekorativer Aquariengestaltung.- Das Aquarium 36(6), 34-38

 I. Scheuermann (2001): Pflanzen fürs Aquarium.- 9. Auflage, GU Aquarien-Ratgeber, Gräfe und Unzer Verlag GmbH, München

 H.W.E. van Bruggen (2002): Unsere heimischen Ceratophyllum- (Hornblatt-) Arten.- Aqua Planta 3-2002, 111-118
 


© Wilstermann-Hildebrand 2009