Gattung Anubias - Speerblätter

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Anubias afzelii  (Syn. A. congensis)
Anubias barteri var. angustifolia  (Syn. A. afzelii)
Anubias barteri var. barteri
Anubias barteri var. caladifolia
Anubias barteri var. coffeifolia
Anubias barteri var. glabra
Anubias barteri var. nana
Anubias gigantea
Anubias gilletii
Anubias hederafolius
Anubias hastifolia
Anubias heterophylla
Anubias pynaertii

Die Gattung gehört zu den Araceae (Aronstabgewächse). Die Pflanzen stammen stammen alle aus dem tropischen Westafrika und besiedeln hauptsächlich schattige, feuchte Stellen in Regenwaldklima. Die gestielten Blätter wachsen entlang des gesamten Rhizoms. Am häufigsten im Aquarium finden sich die Varietäten von A. barteri.

Die Gattung umfasst 8 Arten: A. afzelii, A. barteri, A. gigantea, A. gilletii, A. gracilis, A. hastifolia, A. heterophylla und A. pynaertii. Dazu werden einige Varietäten von Anubias barteri unterschieden. Zur Artunterscheidung ist eine Betrachtung der Blütenstände und an denen der männlichen Blüten notwendig. Sie sitzen oben am Blütenkolben und bestehen jeweils aus drei bis acht Synandrien (Staubblätter) mit jeweils zwei Theken (Staubbeuteln).


Bestimmunsschlüssel aus Crusio 1987

Bestimmungsschlüssel von Crusio 1987


Sie stammen alle aus dem tropischen Westafrika und besiedeln hauptsächlich schattige, feuchte Stellen in Regenwaldklima. Die gestielten Blätter wachsen entlang des gesamten Rhizoms. Die Pflanzen bilden eine beerenartige Frucht mit vielen kleinen Samen. Am häufigsten im Aquarium finden sich die Varietäten von A. barteri.

 


Anubias barteri var. coffeefolia im Aquarium

Diese Form wurde erst 2010 von Kasselmann offiziell
als Anubias barteri var. coffeifolia beschrieben.

Sie ist allerdings bereits seit Mitte der 1990er
unter dem Namen
Anubias barteri var. coffeefolia in Handel.

Am Übergang zum weiblichen Kolbenabschnitt mit den Narben gibt es einige sterile Synandrien ohne Staubgefäße. Hinweise zu den Artmerkmalen liefern Gartner (2011) und Crusio (1987). Eine Selbstbefruchtung kann bei A. afzelii bei etwa der Hälfte der gebildeten Blütenstände oder häufiger vorkommen. Sie wurde auch bei A. barteri var. glabra, A. barteri var. nana und A. heterophylla beobachtet. Bei den übrigen Arten und Formen schein keine Selbstbefruchtung vorzukommen. Die Pollen reifen etwa 2 bis 3 Tage nach Narben.

Früchte entwickeln sich etwa 40 bis 50 Tage bis die Samen keimfähig sind. Bei A. barteri var. nana kann es doppelt so lange dauern. Aus jeder Frucht (botanisch eine Beere) gehen etwa 15 bis 40 Samen hervor. Die Jungpflanzen entwickeln sich sehr langsam.

Es sind Kreuzungen zwischen verschiedenen Anubias-Arten möglich (siehe dazu Gartner 2011 und Crusio 1987). Das Buch von Gartner ist beim ÖVVÖ erhältlich, das Aqua Planta Sonderheft von Crusio ist über den Arbeitskreis Wasserpflanzen zu beziehen. Beide Arbeiten sind nomenklatorisch aktuell. Es fehlt lediglich Anubias barteri var coffeifolia.


Afzels Speerblatt

Anubias afzelii Schott 1857

Handelsbezeichnung:

Anubias congensis

Herkunft:

Senegal, Guinea, Mali, Sierra Leone

Aussehen: 

Unter Wasser werden die Pflanzen etwa 40 cm hoch.  Über Wasser erreichen sie in der Natur eine Höhe bis zu 100 cm. Die Blattstiele werden 7 bis 60 cm lang. Die Blattspreiten sind dunkelgrün, lanzettlich, 15 bis 47 cm lang und 3,5 bis 15 cm breit. Das kriechende Rhizom kann bis 4 cm dick und 50 cm lang  werden. Es sind immer 5 bis 6 Staubblätter zu einem Synandrium zusammengewachsen. Die Theken sind an der Seite.

Temperatur:      22-26 °C

pH-Wert:          6,0-8,5

Härte:               4-15 °KH

Licht:                mittel

Sonstiges:

Die Pflanzen wachsen an Gewässern des Gras- und Buschlandes in Nord-Westafrika. Die Art benötigt mehr Licht als die meisten anderen. Man kann kann sie gut emers in einem Substrat aus Lehm, Ton und Laterit kultivieren. Bei rund 24 °C und viel Licht wachsen sie zu kräftigen Pflanzen heran. Zu geringe Beleuchtung führt zur Ausbildung schmalerer Blattspreiten und es bilden sich nur selten Blütenstände.
Die Vermehrung erfolgt durch Seitensprosse am Rhizom und Rhizomteilung.
Durch Selbstbestäubung (über Wasser) kann es zu Samenansatz kommen. Die Pflanze ist recht hart und kann darum auch in Barschbecken eingesetzt werden. Wegen ihrer Größe braucht die Pflanzen viel Platz. 

Blütenstand von A. afzelii  panaschierte Form von A. afzelli

Blütenstand von A. afzelii und eine panaschierte Pflanze

Anubias afzelli = Anubias  congensis

Anubias afzelli wird sehr groß

breite Blätter

Kräftige Pflanzen bilden breite
Blätter aus.

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Varietäten von Anubias barteri

Anubias barteri ist eine sehr varible Art. Die kleine Varietät nana wird nur wenige Zentimter hoch und hat sehr kleine eiförmige Blätter. Var. caladiifolia hat dagegen bis zu 50 cm lange Blattstiele. Bei A. barteri var. angustifolia und var. glabra sind die Blätter lanzettlich. Bei einigen Formen sind die Blätter weich und dünn, bei anderen steif und sehr dick.


Bestimmungsschlüssel aus Crusio 1987

Schlüssel zur bestimmung von A. barteri-Varietäten aus Crusio 1987

Schmalblättriges Speerblatt

Anubias barteri var. angustifolia (Engler) Crusio 1979

Handelsbezeichnung:

Anubias afzelli

Herkunft:

Guinea, Liberia, Elfenbeinküste, Kamerun

Aussehen: 

Die Pflanzen werden etwa 30 cm hoch. Die Blattstiele sind 5 bis 15 cm lang. Die oberseits dunkelgrünen, unterseits hellgrünen, glatten und steifen Blattspreiten sind schmal lanzettlich, 8 bis 20 cm lang und bis zu 3 cm breit. 

Temperatur:      22-26 °C

pH-Wert:          6,0-8,0

Härte:               2-15 °KH

Licht:                beschattet

Sonstiges:

Die Nachzucht dieser Form aus Samen scheint schwieriger zu sein als bei anderen aus der A. barteri-Gruppe. Gartner (2011) gibt an von 1997 bis 2011 keine Früchte bekommen zu haben.
Die Form ist unter manchmal unter dem Namen Anubias afzelli im Handel. Bei uns bekommt man sie jedoch unter der botanisch richtigen Bezeichnung! Anubias afzelli ist identisch mit "A. congensis".

Anubias barteri var. angustifolia

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Barters Speerblatt

Anubias barteri var. barteri Schott 1860

Synonyme:

 

Herkunft:

Südost-Nigeria, Kamerun, Guinea

Aussehen: 

Die Pflanzen werden ca. 25 - 40 cm hoch. Die breit lanzettlichen bis eiförmigen Blattspreiten sind 7-23 cm lang und 4-11 cm breit. Die Blattstiele länger als die Blattspreite (bis 30 cm).

Temperatur:      22-28 °C

pH-Wert:          6,0-8,0

Härte:               2-15 °KH

Licht:                beschattet

Sonstiges:

Die Pflanzen wachsen an beschatteten Stellen auf der Laubschicht des Waldbodens.
Die Vermehrung erfolgt durch Seitensprosse am Rhizom. Rhizomteilung ist möglich. Bei zu starkem Lichteinfall wird die Pflanze häufig von Algen überwuchert, beschattete Standorte sind besser. Im Aquarium ist die Art langsam wachsend. Sie haftet mit den Wurzeln auf Steinen und Wurzeln. Im natürlichen Biotop wächst sie emers auf sandigen Böden im Schatten. Die Blüte bildet sich nur über Wasser. 

Anubias barteri var. barteri

Anubias barteri var. barteri auf eine Stück Treibholz

Barters Speerblatt auf einem Stück Holz

Blütenstand von Anubias barteri var. barteri

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Caladium-blättriges Speerblatt

Anubias barteri var. caladifolia 

Synonyme:

  -

Herkunft:

Südost-Nigeria, Kamerun

Aussehen: 

Die Pflanzen werden etwa sehr hoch. Die Blattstiele können bis 50 cm lang werden. Die Blätter sind eiförmig mit tief eingeschnittener, herzförmiger Basis. Die Spreiten sind 10-24 cm und 5-16 cm breit. Sie sind gewellt. Die Blätter sind heller als bei A. barteri var. barteri und deutlich weicher. Die Rhizome werden bis zu 3 cm im Durchmesser.

Temperatur:      22-26 °C

pH-Wert:          6,0-7,5

Härte:               2-15 °KH

Licht:                wenig bis viel / beschattet bis vollsonnig

Sonstiges:

Die Pflanzen reagieren oft etwas empfindlich und trocknen in emerser Kultur häufig ein. Die Blattstiele lösen sich leicht vom Rhizom. Keine empfehlenswerte Form!

Anubias barteri var. caladifolia

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Kaffeeblättriges Speerblatt

Anubias barteri var. coffeifolia Kasselmann 2010

Synonyme:

-

Herkunft:

Afrika

Aussehen: 

Diese Varietät von Anubias barteri hat kleine ovale, dunkelgrüne Blätter. Die Flächen zwischen den Blattadern sind auffällig gewölbt. Das Herzblatt ist orange und vergrünt mit der Zeit. Das Rhizom wächst kriechend und kann mehr als 30 cm lang werden.

Temperatur:      22-28 °C

pH-Wert:          6,0-8,0

Härte:               2-15 °KH

Licht:                beschattet

Sonstiges:

Die Vermehrung erfolgt durch Seitensprosse am Rhizom und durch Rhizomteilung. Im Vergleich zu anderen Anubias-Formen wächst diese im Aquarium verhältnismäßig schnell und unkompliziert. Die Blätter müssen aber vor dem Veralgen geschützt werden.

Anubias barteri var. coffeefolia

Anubias baerteri var. coffeefolia auf Stein

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Kahles Speerblatt

Anubias barteri var. glabra N. E. Brown 1901

Synonyme:

Anubias lanceolata
"Anubias minima"

Herkunft:

Guinea, Liberia, Elfenbeinküste, Nigeria, Kamerun, Zaire

Aussehen:

Diese Form ist sehr variabel. Die Blattspreiten können länglich-elliptisch, eiförmig-elliptisch oder lanzettlich sein. Die Basis ist herzförmig, abgestumpf oder keilförmig. Die Spitze kann spitz, stumpf, zugespitzt und sogar bespitzt sein.
Die Pflanzen werden in der Natur bis zu 40 cm hoch. Die Blätter sind ledrig und grün. Blattlänge beträgt zwischen 6-21 cm, die Blattbreite 1,5 bis 9 cm. Die Blattspreiten sind leicht gewellt.

Temperatur:      22-28 °C

pH-Wert:          6,0-8,0

Härte:               2-15 °KH

Licht:                beschattet

Sonstiges:

Die Pflanzen wachsen an Waldbächen.
Die Art mag im Aquarium Strömung. Wie andere Speerblätter ist auch dieses langsam wachsend. 

Anubias barteri var. glabra

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Zwergspeerblatt

Anubias barteri var. nana (Engler) Crusio 1979

Synonyme:

-

Herkunft:

Kamerun

Aussehen: 

Diese Pflanzen werden ca. 10 cm hoch. Die die derben, ovalen Blätter werden bis zu 6 cm lang und 3 cm breit. Die Blattstiele und die Blütenstandstiele sind bis 5 cm lang. Das Rhizom wächst kriechend. Es hat einen Durchmesser von bis zu 6 mm und kann sehr lang werden. Die Früchte brauchen manchmal mehr als 100 Tage zum Reifen. Die Früchte enthalten ungefähr jeweils 15 Samen. Die Sämlinge brauchen mehr als zwei Jahre um zu Pflanzen mit der typischer Blattgröße heranzuwachsen.

Temperatur:      22-28 °C

pH-Wert:          6,0-8,0

Härte:               2-15 °KH

Licht:                beschattet

Sonstiges:

In der Natur wachsen die Pflanzen meist unter Wasser in der Strömung eines Flusses aud Kies, zwischen Gestein und  in Felsspalten.
Vermehrung durch Seitensprosse am Rhizom und Rhizomteilung. Die jungen Blätter sind am Anfang zusammengerollt. 

Überdüngung sollte man vermeiden um ein Überwuchern mit Algen zu verhindern.  Die Pflanze haftet auf Steinen und Wurzeln.
Manchmal öffnen sich die Blütenknospen auch unter Wasser. Zu einer Befruchtung kommt es unter Wasser aber nicht.
Es gibt verschiedene Varietäten. Eine davon ist ´Golden Heart´, die ein gelbliches bis hellgrünes Herzblatt hat. Bei ´Bonsai´ sind die Blätter nur etwa 1 bis 2 cm groß. ´Stardust´ hat eine weiße Sprenkelung auf den Blättern. 

Zwergform von Anubias nana

Zwergform "Bonsai"

Formen von Anubias barteri var. nana

Anubias barteri var. nana,
"Bonsai" und 
"Golden Heart"

Blütenstand von Anubias barteri var. nana

Blütenstand

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Riesenspeerblatt

Anubias gigantea Chevalier ex Hutchinson 1920

Synonyme:

Anubias hastifolia var. robusta

Herkunft:

Guinea, Sierra Leone, Liberia, Elfenbeinküste, Togo, Ghana, Kamerun

Aussehen: 

In der Natur werden die Rhizome bis zu 6 cm dick und die Pflanze wird etwa 150 cm hoch. Die Blätter sind pfeilförmig, 10 - 40 cm lang und  5 - 35 cm breit. In der Kultur erreichen sie auch nach über 5 Jahren (herangezogen aus einem Rhizomstück der großen Wildpflanzen) "nur" 50 - 75 cm (O. Gartner 2011). Die Früchte sind 30 - 35 nach der Bestäubung reif.

Temperatur:      22-28 °C

pH-Wert:          6,0-7,5

Härte:               2-15 °KH    

Licht:                schattig bis hell

Sonstiges:

Ist nicht im Handel.


Anubias gigantea

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Gillets Speerblatt

Anubias gilletii De Wildeman et Durand 1901

Synonyme:

-

Herkunft:

Nigeria, Kamerun, Gabun, Kongo, Zaire

Aussehen: 

Das Rhizom ist bis 1 cm dick. Die Blattstiele sind bis 40 cm lang, teilweise mit kleinen Stacheln besetzt. Die Spreite ist bei Jungpflanzen rundlich bis länglich oval. Später werden die Blätter länger und bekommen eine herzförmige basis mit Basallappen, die zunhemend größer werden. Die Spreiten sind ledrig, bis 30 cm lang und bis 15,5 cm breit. Der Hauptlappen kann mehr als 20 cm lang und 9 cm breit sein. Die kleineren Basislappen sind schmaler.
Submers bleibt die Pflanze klein und sieht A. barteri var. barteri ähnlich.
Es gibt kleinere Formen, die nur etwa 25 cm hoch werden und größere die mehr als 50 cm hoch werden können.
Die Blütenstandstiele sind kürzer als die Blattstiele. Die Blütenkolben können bis 5 cm lang sein. Etwa sechs bis acht Wochen nach der Bestäubung sind die Früchte reif (O. Gartner 2011).

Temperatur:      22-28 °C

pH-Wert:          6,0-7,5

Härte:               2-15 °KH

Licht:                schattig bis hell

Sonstiges:

Die Pflanzen kommen am Kongo und seinen Nebenflüssen vor.
Die Art kann emers und submers gepflegt werden. Verwechslungen mit A. hastifolia und A. pynaertii sind möglich. Die Art ist sehr selten oder gar nicht im Handel.

Anubias gilletii

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Efeublättriges Speerblatt

Anubias gracilis Hutchinson 1939

Synonyme:

Anubias hederafolius

Herkunft:

Guinea, Sierra Leone

Aussehen: 

Die Pflanzen werden etwa 30-60 cm hoch. Die Blätter sind bis zu 60 cm lang gestielt und gehen aus einem 1 bis 1,5 cm dicken Rhizom hervor. Die pfeilförmigen Spreiten sind etwa 7 cm lang und 6 cm breit. Entlang der Kanten gemessen sind sie etwa 10 mal 14 cm groß. Der Blütenkolben ist etwa 3 cm lang. Der weibliche Teil hat rötliche Narben. Früchte und Samen konnten in Kultur noch nicht gewonnen werden (O. Gartner 2011).

Temperatur:      22-28 °C

pH-Wert:          6,0-8,0

Härte:               2-15 °KH

Licht:                wenig bis mittel

Sonstiges:

Die Pflanzen sind selten im Handel und darum weitgehend unbekannt. Sie kann im Paludarium oder Terrarium sehr groß werden. Im Aquarium wächst sie langsam.

Anubias gracillis = Anubias hederafolius

Efeublättriges Speerblatt

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Spießblättriges Speerblatt

Anubias hastifolia Engler 1889

Synonyme:

verschiedene Handelsbezeichnungen, u.a. A. gigantea

Herkunft:

Kamerun, Ghana, Nigeria, Zaire, Togo, Nigeria

Aussehen: 

Das kriechende Rhizom ist bis 1,5 cm dick. Die Blattstiele werden bis zu 65 cm lang. Die Blattspreite ist spießförmig bis fast dreiteilig. der Mittellappen ist bis 26 mal 12 cm groß. Die Basallappen messen etwa 14 x 4 cm.

Temperatur:      22-28 °C

pH-Wert:          6,0-8,0

Härte:               2-15 °KH    

Licht:                schattig bis hell

Sonstiges:

In der Natur wachsen die Pflanzen auf felsigem Boden und zwischen Laub und Totholz. Sie eignen sich nicht unbedingt für die Pflege unter Wasser. Sie sind etwas schwierig und mögen nicht umgepflanzt werden, wenn sie erst einmal angewachsen sind. Diese Art ist besser in großen Paludarien oder Terrarien zu pflegen.

Anubias hastifolia


Junges Blatt von Anubias hastifolia

Die jungen Blätter sind aufgerollt
und zusammen
geklappt. Jede
Beschädigung führt zu Deformationen.

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Kongo Speerblatt

Anubias heterophylla Engler 1879

Synonyme:

-

Herkunft:

Kongo, Kamerun, Zaire, Guinea, Gabun, Angola

Aussehen: 

Die Pflanze wird bis 60 cm hoch. Die Blattspreiten sind lanzettlich. Sie sind etwa 10-40 cm lang und 3-13 cm breit. Sie sind leicht gewellt und hell grün. Die Blattstiele können eine Länge von bis zu 60 cm erreichen. Das Rhizom ist bis 2 cm im Durchmesser. Die Pflanzen haben einen aufrechten, buschigen Wuchs.

Temperatur:      24-28 °C

pH-Wert:          6,0-8,0

Härte:               2-15 °KH

Licht:                schattig bis hell

Sonstiges:

Eine Vermehrung durch Rhizomteilung ist bei großen Exemplaren (ab 2 Jahre) möglich.

Anubias heterphylla

Anubias heterophylla hat schöne,
große, helle Blätter.

Anubias heterophylla

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Pynaerts Speerblatt

Anubias pynaertii De Wildeman 1910

Synonyme:

 

Herkunft:

Kongo, Kamerun, Zaire, Gabun

Aussehen: 

Die Spreite ist spießförmig bis dreiteilig. Der Mittellappen ist schmal-lanzettlich und etwa 26 x 5-14 cm groß. Die Seitenlappen sind schmal-lanzettlich und bis 16 x 3-7 cm groß. Die Blattstiele sind bis 45 cm lang und zum Teil bestachelt. Das Rhizom hat einen Durchmesser von etwa 1,5 cm.

Temperatur:      22-28 °C

pH-Wert:          6,0-7,5

Härte:               2-15 °KH

Licht:                schattig

Sonstiges:

Die Vermehrung kann durch Rhizomteilung erfolgen. Die Art wächst nicht gut submers.


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Literatur:

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F. Möhlmann (1986): Anubias, die sich für die Aquaristik eignen.- Das Aquarium 20(10), 531-534

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W. Crusio (1987): Die Gattung Anubias Schott (Araceae).- Aqua Planta Sonderheft 1,  VDA-Arbeitskreis Wasserpflanzen

H. Wendenburg (1988): Bemühungen zur Samengewinnung bei Anubias barteri Schott var. nana (Engl.) Crusio - bisher leider erfolglos.- Aqua Planta 4-88, 146-149

K.Paffrath (1988): Das kleine Speerblatt.- Ti-International 89, 31-33

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B. Kahl (1989): Aquarienpflanzen.- GU-Kompaß, Gräfe und Unzer GmbH, München

H.C.D. De Wit (1990): Aquarienpflanzen.- 2. Überarbeitete Auflage, übersetzt aus dem Niederländischen von Dr. Edy Roche, Verlag Eugen Ulmer, Stuttgart (Hohenheim)

R. Kaminski (1991): Kultur und Vermehrung von Anubias.- Das Aquarium 25(9), 22-26

O. Gartner (1991): Generative Vermehrung von Anubias hastifolia im Kleinpaludarium.- DATZ 44(12), 799-801

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J. Ansink (1993): Anubias-Arten im Aquarium.- Aqua Planta 4-93, 129-134

K. Paffrath (1994): Das Pflanzenportrait: Anubias barteri var. Barteri.- Das Aquarium 28(10), 37-38

O. Gartner (1994): Unterschiedliche Ergebnisse bei der Aufzucht der Varietäten von Anubias barteri.- DATZ 47(3), 188-192

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C. Kasselmann (2010): Aquarienpflanzen.- 3. Auflage, Ulmer-Verlag, Stuttgart

O. Gartner (2011): Anubias.- ÖVVÖ - Österreichischer Verband für Viviaristik und Ökologie

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