Amerikanisches Kammblatt
Proserpinaca palustris LINNÉ
1753
Synonyme:
Trixis palustris GAERTNER
Herkunft:
Nord- und Mittelamerika (Kanada bis Brasilien)
Aussehen:
Die wechselständigen
Blätter sind kurz gestielt, lanzettlich
und rein grün. Die Spreiten sind
4 bis 6 cm lang und etwa 1 bis 1,5 cm breit. Die Blattränder sind
gesägt. Der Stängel ist gelblich
grün, hell braun bis rötlich. Er ist im Querschnitt manchmal
etwa kantig und deutlich gefurcht. Er hat einen Durchmesser von etwa 3
mm und kann bis 80 cm lang werden. Die Blüten sind winzig und sitzen
einzeln oder zu zweit in den Blattachseln emerser
Pflanzen. Die 3 (bis 4) Pollensäcke
sind auffallend groß. Die Narbe
hat drei kleine, weiße, zungenförmige Zipfel mit gefranstem
Rand. Die rundlichen Kelchblätter
sind grün und etwa 1 mm lang. Kronblätter
fehlen. Ältere Pflanzen bilden ein kriechendes, holziges Rhizom
aus.
Unter Wasser bilden die Pflanzen feine, kammförmige
2,5 bis 6 cm lange und etwa 4 cm breite Blätter aus. Teilweise reduziert
sich die Spreite zu haarfeinen Segmenten, wie man sie bei Tausendblättern
findet. Bei guter Beleuchtung werden die Pflanzen unter Wasser leuchtend
orange.
Temperatur:
15-25 °C
pH-Wert:
5,5-7,0
Härte:
5-18 °KH (mind. 10 °dGH)
Licht:
viel
Sonstiges:
Die Art wurde 2001 als Neuheit präsentiert und ist
im Handel relativ unbekannt. Allerdings wurde sie bereits 1909 von Prof.
Goebel eingeführt und 1932 erneut durch Dr. Oeser aus Guatemala. Sie
wurde zu der Zeit jahrelang als Myriophyllum herterophyllum angeboten.
Sie ist sowohl in der Loseblattsammlung von Wendt
(1952-55) als auch im Buch von Brünner
(1953) erwähnt. Brünner bezeichnet die
Art "als gute Aquarienpflanze".
Er gibt an, dass das Wasser für die Kultur nicht zu weich sein sollte.
Die Pflanzen bevorzugen weiches Wasser. Die Temperatur
von 25 °C sollte nicht dauerhaft überschritten werden. Wendt empfiehlt
groben Sand und alten Baulehm als erprobten Bodengrund.
Die Pflanzen wachsen im Sommer auch am Teich. Die Vermehrung
über Samen ist möglich.
Es soll eine sterile Form P. palustris var. submersa
GLUECK geben, die keine Überwasserblätter macht.
Die Pflanze wächst sehr langsam. Sie wächst
- ohne regelmäßigen Rückschnitt - aus dem Wasser heraus
und bildet Luftblätter. Die Wasserblätter werden dann abgeworfen.
Die Pflanzen im Handel stammen vermutlich aus Kuba. |
Über Wasser sieht die Pflanze sehr
gewöhnlich aus, ...
... unter Wasser sind die Blätter
rot-orange und kammförmig geteilt.
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