Lagenandra

geschwungene Linie
Liste der bekannten Lagenandra-Arten
Lagenandra bogneri de Wit 1978
Lagenandra dewitii Crusio & A.de Graaf 1986
Lagenandra erosa de Wit 1978
Lagenandra gomezii (Schott) Bogner & N.Jacobsen 1987
Lagenandra jacobsenii de Wit 1982
Lagenandra keralensis Sivad. & Jaleel 2001
Lagenandra koenigii (Schott) Thwaites 1864
Lagenandra lancifolia (Schott) Thwaites 1864
Lagenandra meeboldii (Engl.) C.E.C.Fischer 1931
Lagenandra nairii Ramamurthy & Rajan 1984
Lagenandra ovata (Linné) Thwaites 1864
Lagenandra praetermissa de Wit 1983
Lagenandra thwaitesii Engler 1879
Lagenandra toxicaria Dalzell 1852
Lagenandra undulata Sastry 1968

Dalzell (1852) grenzte die Gattung von Cryptocoryne ab, weil bei Lagenandra die Fruchtknoten der weiblichen Blüten nicht miteinander verwachsen sind.
Weitere typische Merkmale, an den die Pflanzen unterschieden werden können, sind dass Lagenandra keine Ausläufer bildet, sondern die Jungpflanzen direkt am Rhizom wachsen und dass bei den Lagenandra-Arten die jungen Blätter von beiden Seiten her zur Blattmitte eingerollt (involut) sind.
Vergleich zwischen jungem Blatt von Lagenandra thwaitesii und Cryptocoryne moehlmannii

Vergleich zwischen jungem Blatt von Lagenandra thwaitesii und Cryptocoryne moehlmannii. Lagenandra-Blätter (links) sind an beiden Rändern eingerollt (involut). Cryptocorynen-Blätter (rechts) sind tütenförmig aufgerollt (konvolut).

Vergleich zwischen den Früchten von Lagenandra thwaitesii und Cryptocoryne apongetifolia

Vergleich zwischen einer Frucht von Lagenandra thwaitesii mit der von Cryptocoryne aponogetifolia. Darüber jeweils die reifen, sich öffnenden Früchte.

Vergleich zwischen verschiedenen Lagenandra Blütenständen

Aufgeschnittene Kessel verschiedener Lagenandra-Arten.

Lagenandra ist eine Gattung in der Familie der Aronstabgewächse. Die Pflanzen ähneln Wasserkelchen (Cryptocoryne) und besiedeln ähnliche Lebensräume. Es sind zurzeit 15 Lagenandra-Arten bekannt. Sie alle stammen aus Indien oder Sri Lanka.
Über die Verbreitungsgebiete und Variationsbreiten der einzelnen Arten ist wenig bekannt. Es sind auch nur wenige Lagenandra-Arten in Kultur. Im Aquarienpflanzenhandel werden Lagenandra thwaitesii und Lagenandra meeboldii "Rot" angeboten.

Kennzeichen von Lagenandra

Lagenandra sind Rosetten bildende Pflanzen mit einem unterirdischen, kriechenden Rhizom. Sie sind in ihrem Wuchs den Cryptocorynen recht ähnlich. Die Blütenstände werden in der Regel von einem oder mehreren Kataphyllen angekündigt. Das sind schmale, pfriemliche, blattähnliche Strukturen. Der Blütenstand ist ein Kolben mit weiblichen Blüten unten, einem sterilen Teil in der Mitte und männlichen Blüten oben. Er ist von einem Hochblatt, der Spatha umhüllt. Der untere Bereich der Spatha umschließt den Blütenkolben wie ein Kessel. Der Ausgang aus dem Kessel ist ein schmaler Spalt, der zeitweilig mit einer Klappe verschlossen ist.
Die weiblichen Blüten bestehen aus einem Fruchtknoten mit 1 bis 10 Samenanlagen, einem Griffel und einer Narbe. Die Zahl der weiblichen Blüten variiert je nach Art zwischen 6 und 110. Bei einigen Arten treten Duftkörper zwischen den Narben auf. Im männlichen Abschnitt des Kolbens sind 30 bis 200 männlichen Blüten, die zu Staubblättern reduziert sind. Sie haben die Form einer bauchigen Flasche mit engem Hals. Darauf bezieht sich auch der Name der Gattung: lat. lagona = bauchige Flasche und griech. aner = Mann. Wenn die Pollen reif sind, treten sie in klebgrigen Tropfen aus den Staubblättern aus. Die männlichen Blüten sind vollständig von der Verschlußklappe eingehüllt. Die Chromosomenzahl ist bei den meisten Arten 2n=36. Ausnahmen sind die polyploiden Lagenandra nairii und Lagenandra koenigii mit 2n = 72 Chromosomen (de Graaf 1991).

Abgrenzung zu Cryptocoryne

Als Hauptunterscheidungsmerkmal zur Abgrenzung von Cryptocoryne galt immer, dass bei Lagenandra die weiblichen Blüten nicht verwachsen sind und in spiraligen Reihen in größerer Zahl übereinander stehen. Die Früchte entwickeln sich einzeln und öffnen sich von der Basis her, in dem das Perikarp nach oben rollt. Bei Cryptocorynen gibt es nur wenige weibliche Blüten, die verwachsen sind. Die Frucht ist ein Synkarpium, dass sich bei der Reife an der Oberseite sternförmig öffnet.
Inzwischen hat es sich aber gezeigt, dass die Abgrenzung der zwei Gattungen nicht ganz so einfach ist.
- Lagenandra nairii hat 10 - 15 weibliche Blüten, die frei stehen, sich aber in zwei Kreisen alle auf einer Ebenen befinden. Die Blätter sind involut.
- Lagenandra undulata hat 15 frei stehende, weibliche Blüten in zwei bis drei spiraligen Reihen. Die jungen Blätter sind konvolut.
- Lagenandra gomezii hat nur 6 frei stehende, weibliche Blüten in einem Kreis auf einer Ebene. Die jungen Blätter sind involut.
- Lagenandra keralensis hat nur 6 - 8 frei stehende, weibliche Blüten, deren Form stark an die von Cryptocorynen erinnert, in einem Kreis auf einer Ebene.
Die Früchte öffnen sich von unten durch Hochrollen der Fruchtwände.

Es wird angenommen, dass diese Arten mit den wenigen weiblichen Blüte weiter entwickelt sind als die übrigen Arten und Lagenandra keralensis ein Bindeglied zwischen Cryptocoryne und Lagenandra darstellt.

Blütenstände der Lagenandra-Arten im Vergleich

Vergleich von Karin-pola mit Lagenandra toxicaria

Bei der "Karin-pola" ist die Spatha außen warzig, über dem Kessel deutlich aufgebläht und die schnell schmaler werdende Spitze ist mehrmals gedreht. Die Spatha von Lagenandra toxicaria ist dagegen glatt, über dem Kessel kaum vergrößert und ohne Drehung. (Klicken für Ansicht in Originalgröße)

Beschreibung von Lagenandra nach Thwaites 1864

Beschreibung von Lagenandra auf Sri Lanka nach Thwaites 1864

Lagenandra in der Literatur

1852 wird die Gattung Lagenandra von Dalzell neu aufgestellt. Die Typus-Art ist Lagenandra toxicaria aus Indien, die Dalzell als neue Art beschreibt.
1853 schreibt Lindley in seinem "vegetable kingdom": " The rhizome of Lagenandra toxicaria, called in Western India Vutsunab, is so deadly that the natives are not allowed to gather it."
In der Aroidea von Schott (1855) wird die Gattung Lagenandra aufgeführt mit Lagenandra toxicaria als einziger Art. Tatsächlich scheint er aber Lagenandra ovata zu meinen, denn Schott führt eine Reihe von Synonymen auf, darunter an letzter Stelle auch Lagenandra toxicaria selbst. Als erstes Synonym nennt er die "Karin-pola", die von Rheede 1692 in Hortus Indicus Malabricus beschrieben und dargestellt wurde. Andere Autoren werden die Pflanze später für Lagenandra thwaitesii halten. Ich meine aber, dass es sich um Lagenandra ovata handelt. Dieser Auffassung scheint auch Schott gewesen zu sein, denn er nennt als weitere Synonyme Arum ovatum L., Caladium ovatum Vent. und Cryptocoryne ovata Schott. Unklar ist, warum er Lagenandra toxicaria Dalzell unter den Synonymen mit aufführt. Eventuell wollte Schott hier bereits Lagenandra ovata einführen und der Artname zu Beginn des Absatz ist ein Druckfehler. Merkwürdig ist aber auch, dass er unter Beobachtungen notiert, dass die Pflanze von Rheede sich von denen von Dalzell unterscheidet. Rechts sehr Ihr die Zeichnungen der beiden Pflanzen im Vergleich.
Wie unsicher sich Schott in Bezug auf die Gattung Lagenandra ist, zeigt sich 1859, als er in der Bonplantia Cryptocoryne koenigii beschreibt. Sie unterscheidet sich nach seiner Auffassung so sehr von anderen Cryptocorynen, dass durch ihre Eigenschaften die Charakteristika von Cryptocorynen erweitert werden müssen. Er geht in dem Artikel auch auf Cryptocoryne lancifolia ein, die sich ebenfalls von anderen Cryptocorynen (namentlich erwähnt Cryptocoryne spiralis) unterscheidet.
1864 führt Thwaites unter den Pflanzen von Ceylon (Sri Lanka) drei Lagenandra-Arten auf, die er alle drei mit dieser Veröffentlichung von der Gattung Cryptocoryne in die Gattung Lagenandra überführt: Lagenandra ovata, Lagenandra lancifolia und Lagenandra koenigii. Auch er führt Lagenandra toxicaria als Synonym von Lagenandra ovata auf. Das ist deshalb so wichtig, weil in der Beschreibung der Karin-pola steht: "Balneum ex hac planta praeparatum omnem corporis aestum reficit." Was bedeutet, dass ein Bad, das aus der Pflanze zubereitet wird, den ganzen Körper von Hitze befreit. Diese Art wurde also schon im 17. Jahrhundert in Indien als Heilpflanze verwendet. Lagenandra toxicaria gilt dagegen als extrem giftig. Eine Unterscheidung der zwei Arten wäre also wünschenswert.

Insgesamt gibt es dann lange zu Lagenandra wenig brauchbare Literatur. Sie ist in Pflanzenlisten aufgeführt und in verschiedenen Veröffentlichungen in Nebensätzen erwähnt. Bei Le Maout & Decaisne (1876) beschränkt sich die Erwähnung von Lagenandra auf folgen Satz: "The rhizome and leaves of Aroidea contain a very acrid juice, which may occasion serious accidents; Lagenandra toxicaria, quoted by Lindley, is considered a most violent poison;..."
1891 erschien ein Artikel über "Falsche ostindische Ipecacuanha". Darin geht es um eine pflanzliche Droge (Radix Ipecacuanhae), die 1887 statt überlicherweise aus Südamerika aus Indien auf den Arzneimittelmarkt in England gelangte. Es wurde vermutet, dass es sich dabei um Rhizome von Lagenandra lancifolia handeln könnte. 1905 heißt es in einem Bericht über Araceen im botanischen Garten in Singapur nach dem Abschnitt über Cryptocoryne: "Lagenandra is a plant of similar habit from Cylon." Bailey (1916/1917) schreibt über die Gattung den einzelnen Satz:"Lagenandra toxicaria of Ceylon is extremly poisonous."

Es werden aber neue Pflanzen gesammelt und auch neue Lagenandra beschrieben. 1879 erscheint der zweite Band von de Condolles "Monographiae phanerogramarum" mit der Aufstellung der bis dato bekannten Araceae. Darin ist die Erstbeschreibung von Lagenandra thwaitesii durch Engler (S. 621-622). De Condolle führt als eigenständige Arten der Gattung Lagenandra toxicaria (mit Lagenandra ovata als Synonym), die neue Lagenandra thwaitesii, Lagenandra lancifolia und Lagenandra koenigii auf. 1885 beschreibt Trimen Lagenandra insignis im Journal of Botany (1885). In "A hand-book to the flora of Ceylon" (Trimen 1898) ist als 5. Art der Gattung Lagenandra insignis hinzugekommen. Erneut wird Lagenandra ovata als Synonyme von Lagenandra toxicaria behandelt. Erst 1920 wird die Gattung Lagenandra erneut bearbeitet. Engler 1920 führt die Arten Lagenandra ovata (mit L. toxicaria als Synonym der Art), Lagenandra thwaitesii, Lagenandra lancifolia, Lagenandra insignis und Lagenandra koenigii auf. In dem Buch wird von Engler Cryptocoryne meeboldii als neue Art beschrieben. Obwohl er im Subtribus Cryptocoryninae zwischen Lagenandra mit spiralig übereinander, wachsenden, freien weiblichen Blüten und Cryptocoryne mit verbundenen weiblichen Blüten unterscheidet und die Skizze der Blüte deutlich die typischen Merkmale von Lagenandra (Bild vom Text der Erstbeschreibung und der Skizze) zeigt, beschreibt Engler die Art als Cryptocoryne. Warum Engler die Pflanze nicht als Lagenandra beschrieben hat, geht aus der Erstbeschreibung nicht hervor. Von Fischer (1931) wird die Art dann in Lagenandra eingeordnet.

In den folgenden Jahrzehnten wird es um die Gattung wieder ruhig. Lagenandra wird in natürlich in der Flora von Indien und auch in der Flora von Sri Lanka erwähnt. Mehr als die Beschreibung der Artmerkmale ist dort aber nicht zu finden.
Ab etwa 1960 beschäftigen sich auch die europäischen Wasserpflanzenspezialisten mit Lagenandra. 1963 erscheint ein Artikel von Brünner in der Datz. Darin erwähnt er, dass Lagenandra lancifolia und Lagenandra thwaitesii bereits sehr Jahren in der Aquaristik bekannt sind. Die von ihm in dem Artikel vorgestellte Lagenandra ovata, war in diesem Fall aber als "Riesen-Cryptocoryne" importiert worden und wurde lange für Cryptocoryne ciliata gehalten.
In seinem Aquarienpflanzenbuch (Brünner 1966) erwähnt er Lagenandra lancifolia und Lagenandra thwaitesii als gute, aber langsam wachsende Aquarienpflanzen. Lagenandra ovata ist nach seiner Auffassung zu groß für Aquarien. Paffrath (1964) berichtet dagegen davon, dass er die Pflanze über drei Jahre in einem 60 cm hohen Becken dauerhaft submers halten konnte. Diese drei Arten findet Ihr auch bei Frey (1967) wieder. Dort findet sich bei Lagenandra lancifolia der Hinweis, dass diese Art bereits seit 1924 unter dem Namen Cryptocoryne purpurea im Handel sei. Ich bezweifle, dass diese Annahme richtig ist. Dagegen spricht neben der fehlenden Ähnlichkeit vor allem die Tatsache, dass so eine Verwechslung in der Cryptocorynen-Literatur nirgends erwähnt wird. Zu Lagenandra thwaitesii bemerkt Frey, dass die Art 1959 von Brünner als Aquarienpflanze vorgestellt wurde. Eine Quelle dafür bleibt er schuldig. Weit verbreitet ist die Art in Aquarien zu Beginn der 1980er vermutlich nicht. Bei Paffrath (1979) ist nur Lagenandra ovata aufgeführt. In den Aquarienpflanzenbüchern von Kasselmann ist Lagenandra thwaitesii auch erst ab der dritten Auflage von 2010 zu finden.

1967 wird Lagenandra undulata von Sastry als neue Art beschrieben. Diese Erstbeschreibung konnte ich leider bisher nicht bekommen.
1978 veröffentlicht de Wit seine Revision der Gattung Lagenandra. Er trennt endlich Lagenandra ovata und Lagenandra toxicaria und beschreibt vier neue Arten. Insgesamt führt de Wit 12 Lagenandra-Arten auf:
- L. ovata (L.) Thwaites
- L. toxicaria Dalzell
- L. lancifolia (Schott) Thwaites
- L. koenigii (Schott) Thwaites
- L. thwaitesii Engler
- L. insignis Trimen
- L. meeboldii (Engler) C. E. C. Fischer
- L. undulata Sastry
- L. bogneri De Wit, sp. nov
- L. schulzei De Wit, sp. nov
- L. erosa De Wit, sp. nov
- L. blassii De Wit, sp. nov
1980 wird Lagenandra insignis als Synonym von Lagenandra ovata eingestuft (Bogner 1980).
1982 wird Lagenandra jacobsenii als neue Art beschrieben.
1986 kommen Lagenandra nairii und Lagenandra dewitii dazu. Lagenandra schulzei (nach Kew plant List Syn. von Lagenandra thwaitesii), Lagenandra blassii (Syn. Lagenandra lancifolia) fallen weg und Crusio und de Graaf (1986) veröffentlichen einen aktualisierten Bestimmungsschlüssel mit nun 13 Arten.
1987 wird Cryptocoryne gomezii zu Lagenandra gestellt (Bogner & Jacobsen 1987).
Die Beschreibung von Lagenandra keralensis 2001 vervollständigt den derzeitigen Umfang der Gattung (Sivadasan 2001 und 2002).

Skizze einer Spatha von Lagenandra bogneri

Skizze einer Spatha von Lagenandra bogneri



Lagenandra bogneri

Lagenandra dewitii

Lagenandra erosa

Skizze einer Spatha von Lagenandra erosa

Lagenandra bogneri Crusio & A.de Graaf 1986

Herkunft: Sri Lanka

Synonyme: keine

Aussehen:
Die Blattstiele sind 5 - 7 cm lang und haben an der Basis eine häutige, 2 cm lange Blattscheide. Die schmal elliptisch-eiförmigen Blattspreiten sind dünn, 6,5 - 7,5 cm lang und 2 - 2,5 cm breit. Die Blattbasis ist verschmälert und die Spitze spitz. Die Blattflächen sind oberseits und unterseits weiß gepunkteten und an den Rändern leicht gewellt.
Der Blütenstand ist von ca. 3 cm langen, häutigen Kataphyllen begleitet. Der Blütenstandsstiel ist sehr lang. Die Spatha ist 8 - 13 cm lang, schlank, hellgrün oder gelbgrün. Sie ist auf der gesamten Länge nur einmal gedreht. Der 1,5 - 2,5 cm hohe Kessel ist außen purpurn und innen hellpurpurn oder hellgrün und hat schwarz-purpurne Längsrippen, die sich bis über die Verschlußklappe ziehen. Die hellgrüne Fahne ist an ihrem unteren Ende viel breiter als der Kessel und hat sehr dicke schwammige Wände. Sie verschmälert sich allmählich zu einem 6 - 8 cm langen Schwanz. Außen ist die Spatha fast glatt. Der Spalt ist am Rand gelblich und runzlig.
Der weibliche Blütenteil besteht aus ca. 20 Stempeln mit gewölbten Narben, die von groben, warzigen Auswüchsen umgeben sind. In jeder Frucht gibt es nur jeweils einen Samen. Dieser ist nicht von feinen Haaren umgeben. Der männliche Blütenstandsstiel besteht aus etwa 50 Staubblättern.

Sonstiges:
Die Pflanzen eignen sich nicht für die Aquarienkultur.
1969 sammelte R. D. Hoogland Lagenandra bogneri bei Kehelratupola in der Provinz Sabaragamuwa im Ratnapura-Destrikt. Dort wuchsen die Pflanzen an den Ufern eines Flusses im Regenwald. Sie blühten im Februar (Crusio und de Graaf 1987a).

Lagenandra dewitii Crusio & de Graaf 1986

Skizze einer Spatha von Lagenandra dewitii

Skizze einer Spatha von Lagenandra dewitii

Herkunft: Sri Lanka

Synonyme: keine

Aussehen:
Die Blattstiele sind 5 - 7 cm lang und haben an der Basis eine häutige, 2 cm lange Blattscheide. Die schmal elliptisch-eiförmigen Blattspreiten sind dünn, 6,5 - 7,5 cm lang und 2 - 2,5 cm breit. Die Blattbasis ist verschmälert und die Spitze spitz. Die Blattflächen sind oberseits und unterseits weiß gepunktet und an den Rändern leicht gewellt. Auf der Zeichnung (de Wit 1990, S. 297) von Lagenandra bogneri ist ein sehr langer Blütenstandsstiel mit etwa 10 cm Länge dargestellt. Der Blütenstand ist von ca. 3 cm langen, häutigen Kataphyllen begleitet. Die Spatha ist 8 - 13 cm lang, schlank, hellgrün oder gelbgrün. Sie ist auf der gesamten Länge nur einmal gedreht. Der 1,5 - 2,5 cm hohe Kessel ist außen purpurn und innen hellpurpurn oder hellgrün und hat schwarz-purpurne Längsrippen, die sich bis über die Verschlußklappe ziehen. Die Fahne ist an ihrem unteren Ende viel breiter als der Kessel und hat sehr dicke schwammige Wände. Sie verschmälert sich allmählich zu einem 6 - 8 cm langen Schwanz. Außen ist die Spatha fast glatt. Der Spalt ist am Rand gelblich und runzlig.
Der weibliche Blütenteil besteht aus ca. 20 Stempeln mit gewölbten Narben, die von groben, warzigen Auswüchsen umgeben sind. In jeder Frucht gibt es nur jeweils einen Samen. Dieser ist nicht von feinen Haaren umgeben. Der männliche Blütenstandsteil besteht aus etwa 50 Staubblättern.

Sonstiges:
Diese Pflanzen wurden 1976 zum ersten Mal aus Sri Lanka nach Europa importiert, ohne das ein Fundort bekannt wurde. Prof. Niels Jacobsen vermehrte sie in Kopenhagen und gab Exemplare an verschiedenen Sammler und botanische Institute ab. So gelangten die Pflanzen auch nach Wageningen zu Prof. De Wit. De Wit wollte sie als neue Art beschreiben und die Erstbeschreibung dann in der aktuellsten Auflage von seinem Wasserpflanzenbuch (1983) veröffentlichen. Bei der Korrespondenz mit Dr. Dan Nicholson vom Smithonian Institute in Washington D.C. stellte sich heraus, dass auch Nicholson eine neue Lagenandra beschreiben wollte. Die Autoren waren sich einig, dass es sich um die gleiche Art handeln müsse und entschieden, dass de Wit die Art beschreiben und dazu als Typus den Herbar-Beleg aus den USA verwenden sollte. Diese neue Art hieß dann Lagenandra praetermissa.
1979 kamen erneut solche Pflanzen nach Europa und diesmal war der Fundort bekannt. Bei einem erneuten Abgleichen des Herbarbelegs mit den lebenden Pflanzen wurden deutliche Unterschiede gefunden. Niels Jacobsen und Josef Bogner vermuteten, dass es sich bei diesen Pflanzen um eine Hybride zwischen Lagenandra praetermissa und Lagenandra ovata handeln könnte. An Hand der lebenden Pflanzen wurde dann von Crusio und de Graaf eine neue Art beschrieben und zu Ehren von Prof. De Wit Lagenandra dewitii genannt.
Das hat zu einer absonderlichen Unstimmigkeit in der deutschen Auflage von De Wits Buch aus dem Jahr 1990 geführt. Das Buch beinhaltet die Beschreibung von Lagenandra praetermissa nach dem Lebendmaterial von Lagenandra dewitii (Crusio & de Graaf 1986) und einem Bild von Lagenandra dewitii das als solches korrekt beschriftet ist. Im letzten Absatz zu der Art wird auf die zum Zeitpunkt bereits beschriebene, neue Art und den neuen Bestimmungsschlüssel hingewiesen.

Lagenandra erosa de Wit 1978

Herkunft: Sri Lanka

Synonyme: keine

Aussehen:
Die Blattstiele sind 4 - 5 cm lang und haben an der Basis eine an der Spitze geöhrte, 1 cm lange Blattscheide. Die matt hellgrünen Blattspreiten sind fleischig und bandförmig. Sie sind 8 - 10 cm lang und bis 1 cm breit. Die Blattbasis ist verschmälert und auch die Spitze läuft spitz zu. Der Blattrand ist fein kräuselig gezähnt. Der Blütenstand ist von ca. 4 - 5 cm langen Kataphyllen begleitet. Die Spatha ist etwa 11 cm lang, schlank und hellgrün. Zuerst steht sie steil aufrecht, neigt sich dann aber bald zur Seite. Sie ist selten oberhalb des Kessels etwas gedreht. Die Längsnerven an der Außenseite sind borstig und rau. Unterhalb des ca. 4 cm langen Schwanzes öffnet sich die Spatha in einem schmalen, langen Spalt. Die Innenseite ist quer gerunzelt, hell weinrot und purpurn gefleckt. Der ca. 2 cm hohe Kessel ist außen hellgrün bis purpurn. Innen verengt er sich auf unterhalb des männlichen Blütenstandteils und ist darüber dunkel purpurn. Die Verschlußklappe ist schwarz-purpurn. Die Fahne wird oberhalb des Kessels immer schmaler.
Der weibliche Blütenteil besteht aus 3 bis 4 Reihen mit purpurfarbenen Fruchtknoten, die von heller gefärbten, kleinen Warzen umgeben sind. Die Narben sind leicht gewölbt, grün und von weißen fingerförmigen Auswüchsen umgeben. In jeder Frucht gibt es nur jeweils einen Samen. Dieser ist von vielen feinen Haaren umgeben. Der männliche Blütenstandsteil besteht aus etwa 35 - 40 Staubblättern.

Sonstiges:
Die Pflanzen eignen sich nicht für die Aquarienkultur und sind auch emers in der Kultur etwas schwierig. Es kann vorkommen, dass die Pflanzen nach anfänglich gutem Wachstum zur Blüte kommen, dann aber plötzlich alle Blätter verlieren. Aus dem Rhizom treiben einige Wochen oder Monate später aber meist neue Blätter aus (Crusio & de Graaf 1987a).

Lagenandra gomezii (Schott) Bogner & N. Jacobsen 1987

Skizze einer Spatha von Lagenandra gomezii

Skizze einer Spatha von Lagenandra gomezii

Diese Pflanzenart wurde nur ein einzige Mal im November 1828 von W. Gomez gesammelt. Er legte von diesen Pflanzen mehrere Herbarbelege an, von denen heute noch sieben in verschiedenen Museen vorhanden sind. Als Fundort ist darauf "Sylhet" vermerkt. Dabei handelt es sich um eine Provinz und eine Stadt im Nordosten von Bangladesh.
1857 beschrieb Schott nach diesem Herbarmaterial Cryptocoryne gomezii. Unter diesem Namen ist die Art aus bei de Wit (1990) zu finden. Er schreibt dazu aber:"C. gomezii ist eine sehr eigentümliche Art, die vielleicht nicht als Cryptocoryne, sondern besser als Art einer anderen Gattung betrachtet werden sollte, möglicherweise sogar als Lagenandra. 1987 wurde die Pflanze nach einer erneuten Untersuchung des Herbarmaterials von Bogner und Jacobsen (1987) in die Gattung Lagenandra überführt.

Herkunft: Nordost-Bangladesh

Aussehen (nach DeWit 1990):
Der Blattstiel ist 8 - 12 cm lang. Die Spreite ist eiförmig und 5 - 7 cm lang und 2,5 - 3,5 cm breit. Die Blattbasis ist abgerundet oder leicht herzförmig. Sie setzt ungleichmäßig am Blattstiel an. Das heißt, es sitzen nicht beide Seiten auf einer Höhe am Blattstiel. Die Spitze ist stumpf und wird auf den Zeichnungen bei de Witstachelspitzig dargestellt. Auf den Bildern der Herbarbelege (Bogner und Jacobsen 1987) ist davon nichts zu erkennen. Dort machen die beiden Autoren aber keine Angaben zum Aussehen der Pflanzen, sondern verweisen auf die "sehr gute Abbildung" bei de Wit. Die Mittelader der Blätter ist dünn und zu beiden Seiten verlaufen 2 bis 3 Seitenadern. Der Blattrand ist fein gezähnt. Die jungen Blätter sind involut (von beiden seiten aufgerollt).
Die Spatha ist ca. 10 cm lang. Der Kessel durch eine verdickte, stark behaarten Klappe vom schrägen, engen Schlund getrennt. Es gibt keine Röhre über dem Kessel und die in einen langen Schwanz auslaufende Spatha ist nicht gedreht.
Früchte sind von der Art nicht bekannt.

Sonstiges:
Die Pflanzen wurden nur ein einzige Mal vor fast 190 Jahren gefunden. Der Fundort liegt in einem dicht besiedelten Gebiet, in dem es kaum noch ursprüngliche Vegetation gibt. Es wird darum angenommen, dass diese Art ausgestorben ist.
Dass die Pflanze in der deutschen Ausgabe des Buchs von de Wit von 1990 noch als Cryptocoryne gomezii steht, liegt daran, dass es sich dabei um eine Übersetzung der niederländischen Auflage von 1983 handelt.

Skizze einer Spatha von Lagenandra jacobsenii

Skizze einer Spatha von Lagenandra jacobsenii

Lagenandra jacobsenii de Wit 1982

Herkunft: Sri Lanka (Kottawa)

Synonyme: keine

Aussehen:
Beschreibung nach de Wit 1990 und Bogner 1978: Das kriechende Rhizom ist 10 - 15 cm lang und 2 - 4 cm dick. Es trägt mehrere Blattrosetten. Die Blattstiele sind mit ca. 10 - 30 cm etwa so lang wie die Blattspreiten. Sie sind an der Basis etwas zu 4 cm langen Blattscheiden verbreitert. Die elliptischen bis lanzettlichen Blattspreiten sind 14 - 30 cm lang und 5 - 10 cm breit. Sie laufen an der Spitze spitz zu und sind stachelspitzig. Die Basis ist stumpf bis keilförmig. Der Blattrand ist fein gekerbt. Die Oberseite ist dunkelgrün. Der Mittelnerv ist dick und tritt an der mittelgrünen Blattunterseite weit hervor. Auf beiden Seiten zweigen viele feine Seitenadern ab. Auf allen Blattnerven sind schuppenartige Papillen mit kurzen Borsten. Der Blütenstand ist von hellgrünen, rötlich überlaufenen, groben Katapyllen begleitet, die etwa 10 - 13 cm lang werden. Die Spatha ist 15 - 25 cm lang und steht auf einem kräftigen, ca. 2 - 3 cm langen Stiel. Auf der Außenseite sind die Nerven feinwarzig. Oberhalb des Kessels ist die Spatha zur Seite geknickt und steht waagerecht. Der ca. 2 cm hohe und 1 cm breite Kessel verengt sich unterhalb des männlichen Blütenteils mit den etwa 80 Staubblättern. Die Spatha ist breiter als der Kessel und klafft weit mit einer 6 cm langen und 3,5 cm breiten Öffnung auf. Innen ist sie dunkelpurpurn mit Querrillen und Riffeln. Oberhalb der Öffnung läuft die Spatha in einen schmalen, gebogenen, 8 - 11 cm langen Schwanz aus.
Der weibliche Blütenteil besteht aus 5 bis 6 Reihen, weißen bis hellgrünen, warzigen Fruchtknoten. Die Narben sind weißlich und hoch gewölbt. In jeder Frucht gibt 4 bis 7 Samenanlagen. Diese sind von vielen feinen Haaren umgeben. Oben zwischen den weiblichen Blüten stehen Duftkörper. Der männliche Blütenstandsteil besteht aus etwa 80 gelben Staubblättern.
Chromosomenzahl 2 n = 36 (de Graaf 1991).

Sonstiges:
Die Pflanzen wurden 1975 zum ersten Mal von Niels Jacobsen gesammelt.

Lagenandra keralensis Sivadasan & Jaleel 2001

Skizze einer Spatha von Lagenandra keralensis

Skizze einer Spatha von Lagenandra keralensis

Skizze einer Spatha von Lagenandra koenigii

Skizze einer Spatha von Lagenandra lancifolia

Herkunft: Indien, nur vom Typusfundort bekannt

Synonyme: keine

Aussehen:
Das kriechende Rhizom hat 0,5 - 0,8 cm Durchmesser. Die zahlreichen Wurzeln sind 2,7 - 13 cm lang und 1 - 2 mm dick. Die Blattstiele sind 2 - bis 7 cm lang und kurz behaart mit einer transparenten Blattscheide. Die Blattspreiten sind 2,7 - 7 cm lang und 2 - 4 cm breit, elliptisch mit spitzer Spitze und geöhrter Basis. Sie sind gewöhnlich hell purpurn, selten matt grün. Auf dem ganzen Blatt sind kurze, einzellige Haare, die entlang der Mittelrippe und den Seitenadern besonders dicht stehen. Der Blattrand ist fein gewellt. Die 3 - 8 Paar Seitenadern verlaufen in einem weiten Bogen bis zur Spitze. Dazwischen zweigen rechtwinkelig weitere Adern ab. Die Kataphylle sind 1 - 2,6 cm lang und an der Basis 0,4 - 0,8 cm breit. Die Spatha ist 4,5 - 9 cm lang und steht auf einem 1,6 - 4,5 cm langen Stiel. Der Kessel ist etwas breiter als sie Spreite und 0,5 - 0,8 cm hoch und 0,5 - 0,7 cm im Durchmesser. Außen ist er hell purpurn oder pink mit feinen Rippen. Ihre Spreite ist gedreht und läuft in einen 1,5 - 4 cm langen, aufrechten Schwanz aus. Die Spreite ist 1 - 1,6 cm lang und 0,4 - 0,6 cm breit. Sie hat eine schmale, schräge Öffnung mit einem Kragen und läuft in einen 0,7 - 1,2 cm langen zu einer Seite nach oben gebogenen Schwanz aus. Der weibliche Blütenteil besteht aus 6 - 8 weiblichen Blüten in einem einzelnen Kreis. Dazwischen stehen 5 - 8, weiße, ca. 1 mm große Duftkörper (bei Lagenandra sonst nicht bekannt). In den Fruchtknoten sind 4 - 8 Samenanlagen, die von feinen Haaren umgeben sind. Im oberen Teil des Kolbens sind 80 - 100 männliche Blüten. Der Blütenstandsstiel verlängert sich während der Fruchtreife auf etwa 6 cm. Die Früchte sind Beeren mit rauer Oberfläche. Sie öffnen sich an der Unterseite und die Fruchtwände rollen sich nach oben.

Sonstiges:
Die Art hat große Ähnlichkeit mit einer Cryptocoryne. Sivadasan und Jaleel (2001) bezeichnen ihre neue Art als "connecting link" zwischen Lagenandra und Cryptocoryne.

Skizze einer Spatha von Lagenandra koenigii

Skizze einer Spatha von Lagenandra koenigii

Lagenandra koenigii (Schott) Thwaites 1864

Herkunft: Sri Lanka (Singhe-Raja-Wald zwischen Galle und Katnapoora)

Synonyme: Cryptocoryne koenigii

Aussehen:
Das Rhizom wird etwa 30 cm lang und etwa 3,5 bis 4 cm dick. Die Blattstiele sind bis 15 cm lang und haben an der Basis Blattscheiden. Die bandförmigen, fleischigen Blattspreiten sind 40 - 50 cm lang und 1 - 2 cm breit. In der Beschreibung bei Thwaites 1864 heißt es: "1-2 ped. longa, 3 - 8 lin. lata" = Länge der Blätter ein bis zwei Fuß (ca. 30 - 60 cm) und Breite 3 - 8 Linien (ca. 6 - 16 mm). Die Spatha steht auf einem 5 - 30 cm langen Stiel, ist 6 - 7 cm lang (laut Trimen 1898 3 - 5 Inch, 7,5 - 12,5 cm), fleischig und nicht gedreht. Sie ist etwas zur Seite gebogen und in einen 1,5 - 3 cm langen, schlanken Schwanz auslaufend. Außen ist sie glatt und graugrün oder matt bis weinrot. Innen ist sie quer gerunzelt und dunkel purpurfarben. Der Kessel ist etwa 1 cm hoch. Im oberen Bereich sind 60 - 100 Staubblätter.
Der weibliche Blütenteil besteht ca. 35 Fruchtknoten in 4 bis 5 Reihen spiralig übereinander. Die Narben sind rund und von fingerartigen Warzen umgeben. In jeder Frucht gibt es 1 bis 3 Samenanlagen. Dieser ist von vielen feinen Haaren umgeben.
Chromosomenzahl 2 n = 72 (de Graaf 1991).

Sonstiges:
Die Art wurde 1859 von Schott an Hand eines unvollständigen Herbarbelegs von J. G. König als Cryptocoryne koenigii beschrieben. Thwaites überführte sie 1864 in die Gattung Lagenandra.
Laut de Wit (1990) soll die Pflanze sich gut im Aquarium halten. Crusio und de Graaf (1987a) berichten, dass die Pflanzen in Sumpfkultur manchmal nach anfänglich gutem Wachstum plötzlich stark zurückgehen.
Die Art galt schon im 19. Jahrhundert als selten. Die Blütezeit am Naturstandort ist von Januar bis April.

Lagenandra lancifolia (Schott) Thwaites 1864

Herkunft: Sri Lanka (Atweltota, Pasdun Korale; Radnapur-Bezirk, Kuruwita)

Synonyme:
Cryptocoryne lancifolia Schott
Lagenandra blassii de Wit 1978

Aussehen:
Die Blattstiele sind länger als die Blattspreite und werden bis 7 - 15 cm lang. Die Blattspreiten sind eiförmig bis elliptisch eiförmig, 7 - 20 cm lang und 2 - 6 cm breit. Die Ränder sind leicht gewellt. Die Kataphylle sind 5 - 6 cm lang, dünn und mit zwar scharfen Rippen auf der Rückseite.
Die Spatha ist etwa 3,5 cm lang. Im Bereich des Kessels ist sie außen glatt und darüber gerippt. Auf den Rippen sind zum Teil Warzen. Sie ist grünlich bis matt purpurfarben. Der Kessel ist innen längs gerippt und im oberen Teil unter den 25 - 30 Staubbblättern verengt. Die ca. 30 - 40 weiblichen Blüten stehen in 3 - 4 Spiralen.
In jeder Frucht gibt es 2 bis 3 Samenanlagen.
Chromosomenzahl 2 n = 36 (de Graaf 1991).

Sonstiges:
Bei Thwaites 1864 ist vermerkt, dass der einheimische Name der Pflanze auf Sri Lanka "Atta-oodiyang" ist. Sie wächst am Ufer von Flüssen und Strömen im südlichen und mittleren Teil der Insel.
Die Wurzeln (roots)sollen als Medizin genutzt worden sein.

Lagenandra meeboldii (Engler) Fischer 1931

rote Form von Lagenandra meeboldii

Rote Form von Lagenandra meeboldii mit drei Blütenknospen.

Blütenstand von Lagenandra meeboldii

Typische Spatha von Lagenandra meeboldii
geöffneter Kessel von Lagenandra meeboldii

Blick in den Kessel von Lagenandra meeboldii

gebogener Blütenstandstiel von Lagenandra meeboldii

Zum Ende der Blütezeit biegt sich der Blütenstandsstiel zum Boden


Synonyme:
Cryptocoryne meeboldii Engler 1920

Herkunft:
Südwest Indien, Typusfundort: Agalhatti, Mysore, um 1100 m NN

Aussehen:
Es gibt verschiedene Formen von dieser Art. Am weitesten verbreitet ist die Form "Rot", auf die sich auch die Beschreibung hier bezieht. Eine andere Form hat grüne Blätter und blüht genauso. Von der Pflanzen, die als "schmale" oder "rotbraune" Form bekannt ist, habe ich bisher keine blühenden Exemplare gesehen.

schmalblättrige Form von Lagenandra meeboldii

Schmale, rotbraune Form von Lagenandra meeboldii

Die Pflanze wird ca. 20 - 35 cm hoch. Sie hat ein kriechendes Rhizom. Die Blattstiele sind zwischen 5 und 20 cm lang. An der Basis ist eine Blattscheide, die etwa 4 cm lang wird. Die Spreite erreicht eine Länge von etwa 6 bis 15 cm und eine Breite von 3,5 bis 7 cm. Sie ist oval mit einer leicht herzförmigen Basis. In der Literatur ist ein fein gekerbter Blattrand beschrieben, den ich bei keiner meiner Pflanzen feststellen kann.
Der Blütenstand ist von außen unauffällig weißlich bis leicht gelb-braun. Er steht auf einem mehrere Zentimeter langen Stiel. Die Innenseite der Spatha ist pink und filzig. Die lange Fahne ist meist aufrecht und wenig gebogen. Der männliche Teil des Blütenkolbens besteht aus etwa 100 sehr kleinen Staubblättern. Der weibliche Kolbenabschnitt besteht aus etwa 30 Stempeln. Die oberen sind zu Duftkörpern reduziert. In jedem fertilen Fruchtknoten sind 2 bis 5 Samenanlagen.
Vom Sichtbarwerden der Knospe bis zum Öffnen der Spatha dauert es etwa 2 bis 3 Wochen. Wenn die Spatha sich öffnet, ist der Stiel etwa 5 cm lang. Der Kessel ist 2,5 - 3 cm hoch. Die weite Öffnung ist 2,5 cm weit. Der Schwanz hat eine Länge von etwa 6 cm. Zunächst stehen die männlichen Blüten kompakt zusammen und die Narben sehr glatt und wie versiegelt aus. Am zweiten Tag sind die Blüten lockerer und die Narben sind samtig. Die Spatha bleibt nach dem Öffnen etwa 5 bis 7 Tage erhalten. In dieser Zeit streckt sich der Blütenstandsstiel weiter. Bereits am dritten Tag beginnt er sich zu biegen und die Frucht in Richtung Boden zu drücken.

Temperatur: 22-28 °C
pH-Wert: unter 7
Härte: 2-15 °KH
Licht: mittel bis viel

Kultur:
An den Naturstandorten wachsen die Pflanzen an beschatteten Uferabschnitten. Am besten lassen sich in Sumpfbeeten mit einem Wasserstand einigen Zentimetern über dem Substrat kultivieren. Zumindest die rote Form benötigt in emerser Kultur eine gute Düngerversorgung. Sie wächst recht stabil, aber nicht besonders schnell.
Lagenandra meeboldii wird manchmal in Aquarien kultiviert. In den USA wird sie schon lange als Aquarienpflanze angeboten. Die Erfahrungen sind sehr unterschiedlich. Offensichtlich vertragen die Pflanzen es nicht immer, wenn das Rhizom im Substrat vergraben wird. Als Bodengrund eignen sich Sand oder Kies. Beschattet mag die Pflanze im Aquarium nicht stehen.

Knospe der rot blühenden Form von Lagenandra nairii

Knospe der rot blühenden Form von Lagenandra nairii
Blütenstände von Lagenandra nairii

Vergleich zwischen einem Blütenstand der gelb blühenden und der rot blühenden Form.

Skizze einer Lagenandra ovata Spatha

Skizze einer Spatha von Lagenandra ovata

Lagenandra nairii Ramamurthy & Rajan 1984

Synonyme:
keine

Herkunft:
Indien (nur vom Typusstandort in Kerala bekannt)

Aussehen:
Die Pflanze wird ca. 30 cm hoch. Sie hat ein kriechendes, 1,5-2 cm dickes Rhizom. Die Blattstiele sind zwischen 3 und 30 cm lang. An der Basis ist eine Blattscheide, die 1 bis 6 cm lang wird. Die Spreite erreicht eine Länge von etwa 17 cm und eine Breite von etwa 9 cm. Sie ist oval bis herzförmig. Die Oberseite ist kahl und mittelgrün. Die Unterseite ist schwach behaart und hellgrün. Die Spatha ist seitwärts gebogen, warzig und behaart. Der Kessel ist 1,5 cm hoch und 1 cm im Durchmesser. Er enhält 10 bis 15 weibliche Blüten in zwei Kreisen auf einer Ebene. Fest von der Verschlußklappe umschlossen sind im oberen Bereich 45 - 55 männliche Blüten. Meist sind die Blütenstände rot-violett, es gibt aber auch Pflanzen mit gelben Spathen. Die Spatha bleibt etwa 7 bis 9 Tage erhalten bevor sie verwelkt.
Die Pflanzen sind polyploid und haben (ungefähr) 2n = 72 Chromosomen.

Temperatur: 24-26 °C (Wassertemperatur in der Sumpfkultur)
pH-Wert: 3,0-7,0 (emers)
Härte: 2-12 °KH
Licht: mittel bis viel
Sonstiges:
Diese Sumpfpflanze wurde erst am 22. März 1981 entdeckt und 1984 beschrieben. Am Naturstandort wachsen die Pflanzen beschattet am Flußufer und sind während der Regenzeit vollständig unter Wasser. Sie können leicht in Terrarien gepflegt werden.
Diese Pflanzen brauchen ein warmes Substrat. Ist der Wurzelraum zu kalt, haben sie Schwierigkeiten mit der Aufnahme von Nährstoffen und werden chlorotisch. Eine gute Versorgung mit Makronährstoffen und Mikronährstoffen ist wichtig. Als Substrat eignet sich Buchenlauberde oder eine Mischung aus Buchenlauberde, wenig Kies und Ton. Es sollte locker sein. Eine Kultur ganz ohne Substrat und Topf ist ebenfalls möglich.
Die Pflanzen blühen regelmäßig.



Skizze einer Lagenandra ovata Spatha

Skizze einer Spatha von Lagenandra ovata

Lagenandra ovata (Linné) Thwaites 1864

Synonyme:
Karin-pola (indisch)
Arum ovatum Linné 1753
Arisarum ovatum (L.) Raf.
Caladium ovatum (L.) Ventenat
Cryptocoryne ovata (L.) Schott 1832
Lagenandra insignis Trimen

Herkunft:
Indien, Südwesten von Sri Lanka

Aussehen:
Lagenandra ovata kommt sowohl in Indien, als auch auf Sri Lanka vor. Sie hat das größte Verbreitungsgebiet der Gattung und ist recht variabel. Bei den indischen Populationen ist die Spatha oberhalb des Kessels stärker aufgeblasen, als bei den Pflanzen auf Sri Lanka (Crusio & deGraaf 1987b). Die auf Sri Lanka vorkommenden Pflanzen wurden von Trimen als Lagenandra insignis beschrieben. Möglicherweise könnte man die Formen als Unterarten (var. ovata und var. insignis) verstehen.
Lagenandra ovata kann über einen Meter hoch werden. Sie hat ein kriechendes, bis 8 cm dickes Rhizom. Die Blattstiele sind bis über 50 cm lang, fleischig und dick. Sie sind häufig länger als die Blattspreite. Die hell- bis mittelgrüne Spreite ist schmal elliptisch bis lanzettlich und ist 25 - 60 cm lang und 7 - 20 cm breit. Ihre Ränder laufen spitz auf dem runden Blattstiel zusammen, so dass sich zwei Grade auf dem Stiel bilden. Die Blätter haben auf beiden Seiten der kräftigen Mittelrippe etwa 20 feine Seitenadern, die längs des Blattes zur Spitze verlaufen. Cryptocoryne ciliata und auch Lagenandra lancifolia haben im Vergleich dazu nur 5 - 6 bogig verlaufende Seitenadern auf jeder Blatthälfte. Die Spatha kugelig aufgeblasen und 5 bis 25 cm lang. Die Länge des Blütenstandsstiels wird von Brünner mit 2 - 3 cm und von Paffrath mit 10 cm angegeben. Beide hatten in Kultur etwa 8 cm große Blütenstände. Kasselmann (2010) gibt eine Blütenstandsstiellänge bis 20 cm an und zeigt in ihrem Buch deutlich größere Blütenstände von Naturstandorten. Die Spatha ist außen kräftig warzig und matt purpurn gefärbt. Der dünne Schwanz kann bis zu 8 cm lang werden. Im Kessel sind 20 - 110 weibliche Blüten in 4 bis 8 spiraligen Kreisen und etwa 90 bis 100 männliche Blüten. Der Blütenstand riecht nach Aas.
Die Entwicklung der Knospe bis zur Öffnung der Spatha dauert laut Paffrath (1964) etwa 8 Wochen.
Chromosomenzahl 2 n = 36 (de Graaf 1991).

Ökologie:
Das Verbreitungsgebiet reicht in den tropischen Regenwaldregionen des westlichen Indien von Mumbai bis nach Kerala in Südindien. Lagenandra ovata bildet große Bestände in Sumpfgebieten und an den Rändern stehender Gewässer bis in Höhenlagen von 1300 m. Außerdem kommen die Pflanzen auch auf Sri Lanka vor (z.B. in der Nähe von Kottawa). Lagenandra ovata ist die einzige Art der Gattung, die sowohl auf Sri Lanka, als auch in Indien vorkommt.

Kultur:
Die Pflanzen sind bereits in den 1960ern nach Deutschland importiert worden, wurden damals aber für Cryptocoryne ciliata gehalten. Sie wurden im Aquarium so groß, dass sie aus dem Wasser wuchsen und begannen die Abdeckscheiben hoch zudrücken (Brünner 1963). Laut Brünner wächst die Pflanze immer sofort aus dem Wasser, wenn der Wasserstand zu niedrig ist. Mindestens 50 cm - besser mehr - empfiehlt er für eine dauerhafte submerse Kultur (Brünner & Beck 1980). In sehr hohen Aquarien mit mehr als einem Meter Wasserstand, gehen die Pflanzen nach seiner Ansicht aber ein (Brünner 1963). Paffrath (1964) pflegte seine Lagenandra über drei Jahre in einem Aquarium mit 60 cm Wasserstand, ohne dass diese aus dem Wasser wuchsen. Er empfiehlt den Pflanzen einen sehr freien Standplatz zu geben und im Fall, dass eines der Blätter die Wasseroberfläche erreichen könnte, dieses vorher abzuschneiden, wenn das nächste Blatt sich halb entwickelt hat. Dadurch würde das nächste Blatt dann wieder kleiner bleiben. Er rät davon ab, ältere Blätter abzuschneiden, da die Pflanzen insgesamt nur wenig Blätter bildet. Die einzelnen Blätter sind aber sehr lange haltbar.
Um die Vermehrung zu beschleunigen, die im Aquarium noch langsamer ist, als in Sumpfkultur, empfiehlt Paffrath das Rhizom im Substrat zu teilen ohne es vorher auszugraben. Da dadurch die Wurzeln nicht gestört werden und die Pflanzenteile weiter gut versorgt sind, entwickeln sich die Seitenknospen an dem hinteren Rhizomstück schnell zu Jungpflanzen, während das vordere Ende ungestört weiter wächst. Brünner und Paffrath konnte keine Vergiftungen ihrer Fische durch austretenden Pflanzensaft feststellen.
Die Pflanze ist wärmebedürftig. Bei Temperaturen unter 22 °C kümmert sie. 25 - 28 °C sind für das Wachstum optimal. Aber auch Temperaturen von 38 bis 40 °C werden gut vertragen. Der Lichtbedarf ist gering. Sowohl unter Tageslicht, als auch unter Kunstlicht (Aquarienverhältnisse der 1960er!) gedeihen die Pflanzen. Paffrath (1979) gibt einen Lichtwert von 1:2,5 an. Das entspicht 40 Watt T-8 Leuchtstoffröhren über einem 100 l Becken. Gutes Wachstum ist sowohl in mittelhartem Leitungswasser wie auch in weichem Regenwasser möglich. Wichtig ist eine gute Nährstoffversorgung. In Sumpfkultur ist eine hohe Luftfeuchtigkeit wichtig. Außerhalb eines Terrariums oder Paludariums gedeihen die Pflanzen nicht.

Sonstiges:
Lagenandra ovata wird in Indien als Heilpflanze verwendet. Die Pflanzen enthalten antibakterielle Substanzen, die unter anderem gegen Escherichia coli und Staphyllococcus aureus wirken. Der reine Pflanzensaft ist aber giftig und sollte nicht für die Selbstmedikamentation verwendet werden (Sulochana Selvakumari & De Britto 2007). Die Pflanze wurde zum ersten Mal in dem 1692 erschienenen Werk "Hortus Malabaricus" mit der Bezeichnung "Karin-pola" abgebildet. Dort wird bereits auf eine Verwendung als Badezusatz hingewiesen.
Laut Trimen (1898) - dort fälschlich als Lagenandra toxicaria bezeichnet - wird die Pflanze auf Sri Lanka in der Landessprache als "Vétala" bezeichnet.
1883 wurde von Trimen auf Sri Lanka eine Pflanze entdeckt und 1885 als Lagenandra insignis beschrieben. Als Niels Jacobsen 1975 eine Lagenandra bei Kottawa sammelte, wurde diese zunächst für Lagenandra insignis gehalten. Nach einem Vergleich mit dem Herbarbeleg von Lagenandr insignis aus dem Smithonian Institut schloß Bogner aber, dass Lagenandra insignis mit Lagenandra ovata identisch ist und es sich bei der Aufsammlung von Jacobsen um eine neue Art handelte. Diese wurde dann von de Wit 1982 als Lagenandra jacobsenii neu beschrieben (wie von Bogner bereits 1980 angekündigt (Bogner 1980)). Darum ist die Pflanze, die Bogner 1978 in der Aqua Planta als wiedergefundene Lagenandra insignis vorstellt, Lagenandra jacobsenii!

Anmerkungen zu Lagenandra insignis : In der Erstbeschreibung von Lagenandra insignis heißt es: "midrip beneath very thick and prominent and with the numerous close lateral veins rough or woolly with short harsh scurfy hairs or papillae", also "Mittelrippe an der Unterseite sehr dick und prominent und mit den zahlreichen, engen, lateralen Adern rau oder wollig mit kurzen, harten Schorfhaaren oder Papillen". Behaarte Blattrippen oder Blattunterseiten sind sonst bei Lagenandra ovata nirgends beschrieben worden. Bei den Pflanzen dieser Aufsammlung aus dem Mai im Jahr 1883 bei Palewatu-Mukelane, Pasdun Korle war die Spatha 9 Inch (22 cm) lang warzig und dunkelrot. Die Blätter waren 30 cm lang und 10 cm breit. Besonders eigentümlich fand Triemen den pelzigen Belag auf der Aderung. Darauf bezieht sich vermutlich auch der Name "insignis" = "auffällig". Der Trivialname von Lagenandra insignis in der Landessprache ist laut (Trimen 1898) "Ati-udayan", eine Bezeichnung, die für verschiedene Arten verwendet wird. Als Synonym gibt er Arum minutum an. Die Pflanzen war schon zu seiner Zeit selten. Blütezeit von März bis Mai.

Lagenandra praetermissa De Wit 1983

Synonyme:
keine

Herkunft:
südwestliches Sri Lanka, Zentral-Sri-Lanka bei Koholanwela (de Graaf 1987)

Aussehen:
Die Pflanze wird etwa 1 bis 1,5 m hoch. Sie hat ein kriechendes Rhizom, das einen Durchmesser bis 3,5 cm erreichen kann. Die Blattstiele werden bei gut entwickelten Pflanzen bis 30 - 60 cm lang. Sie sind immer kürzer als die Blattspreite. Die Blattscheide am unteren Ende des Blattstiels sind 5 - 16 cm lang. Die Blattspreite ist lanzettlich und etwa 30 bis 45 cm lang und 9 bis 12 cm breit.
Die Kataphylle sind dünn, zwischen 20 und 40 cm lang und haben auf der Außenseite einen oder zwei Kiele. Die Spatha 8 - 20 cm lang und steht auf einem 7 - 30 cm langen Stiel. Sie ist in der Natur außen purpurn bis gelbbraun. Im Gewächshaus ist sie grünlich gefärbt und rötlich überlaufen. Die Spatha ist gedreht und läuft in einen 5 - 8 cm langen Schwanz aus. Ihre Oberfläche ist mit feinen Warzen besetzt und matt.
Innen sind Warzen und Querrillen und die Farbe ist hellrot. Über dem Kessel ist ein wulstiger Kragen. Der weibliche Blütenabschnitt besteht aus 60 bis 70 Stempeln, die in 4 bis 6 Kreisen stehen. Die Narben sind rund und in der Mitte vertieft. An der Spitze des Kolbens sind etwa 50 Staubblätter. Die Blüte riecht etwas unangenehm.

Chromosomenzahl 2 n = 36 (de Graaf 1991).

Sonstiges:
Der Name "praetermisssa" = "übersehen" bezieht sich darauf, dass diese Pflanze schon 1853 gesammelt wurde, aber 120 Jahre lang immer mit anderen Lagenandra-Arten verwechselt wurde. Die Pflanzen wurden immer entweder für Lagenandra toxicaria oder für Lagenandra ovata gehalten. Letztendlich beschrieb De Wit die Art an Hand von Herbar-Material und lebenden Pflanzen von Lagenandra dewitii. Berichte über Lagenandra pratermissa zwischen 1983 und 1986 beziehen sich wahrscheinlich alle auf Lagenandra dewitii.
de Graaf (1987) beschreibt einige Fundorte. Bei Koholanwela wächst die Pflanzen in der Nähe eines Standortes von Cryptocoryne beckettii. Die Lagenandra wachsen im fließenden Wasser nahe einer Quelle. In der Nähe von Halloluwa wächst die Art in der Nähe von Cryptocoryne parva und Cryptocoryne walkeri. Bei Godagama im Süden von Sri-Lanka wächst die Art in einem etwa 1,5 m breiten kanalisierten Graben.

Lagenandra thwaitesii Engler 1879

Lagenandra thwaitesii mit Blütenstand und Frucht

Lagenandra thwaitesii mit Blütenstand und Frucht.

Samen von Lagenandra thwaitesii

Samen von Lagenandra thwaitesii

Lagenandra undulata

Skizze einer Spatha von Lagenandra undulata
Lagenandra thwaitesii mit Blütenstand

Spatha von Lagenandra thwaitesii

Lagenandra toxicaria

Skizze einer Spatha von Lagenandra toxicaria

Synonyme:
Lagenandra schulzeide Wit

Herkunft:
südwestliches Sri Lanka: Kalutara, Udugama

Aussehen:
Die Pflanze wird über Wasser etwa 50 cm hoch, benötigt aber mehrere Jahre um diese Größe zu erreichen. Sie hat ein kriechendes Rhizom. Die Blattstiele werden bei gut entwickelten Pflanzen etwa 10-20 cm lang. Sie sind manchmal länger und manchmal kürzer als die Blattspreiten. Die Blattspreite ist lanzettlich, am Rand leicht gewellt und etwa 10 bis 25 cm lang und 2,5 bis 5 cm breit. Die Basis ist gestutzt und teilweise unsymetrisch. Die Blätter sind dunkelgrün mit einem silbrig-seidigen Glanz an den Rändern auf der Blattoberseite. Der Silberglanz wird mit zunehmender Beleuchtungsstärke intensiver. Die Kataphylle sind 5 - 10 cm lang. Die Spatha ist außen grünlich purpur bis dunkel braun gefärbt. Ihre Oberfläche ist warzig und matt. Innen sind schwache Querrillen und die Farbe ist intensiver rot. über dem Kessel ist ein wulstiger Kragen. Der weibliche Blütenabschnitt besteht aus 20 bis 25 Stempeln in 8 bis 9 Kreisen und manchmal einigen Duftkörpern. In jedem Fruchtknoten sind 8 bis 10 Samenanlagen. An der Spitze des Kolbens sind etwa 60 Staubblätter. Der Blütenstandsstiel ist recht kurz und erreicht während der Blüte eine Länge von etwa 2 bis 4 cm. Er streckt sich aber während der Fruchtreife noch etwas und biegt sich dabei nach unten.
Unter Wasser wächst die Pflanze langsamer, kann aber auch dann bis zu 40 cm hoch werden. Der Habitus unterscheidet sich kaum von der Überwasserform. Die Blattspreiten sind etwas länger und schmaler.

Temperatur: 24-28 °C pH-Wert: 5,5 - 7,5 Härte: 1-12 °KH Licht: mittel bis viel, aber nicht vollsonnig (12 bis 14 Stunden)

Kultur:

Lagenandra thwaitesii eignest sich sehr gut für feuchtwarme Terrarien und Paludarien. Volle Sonne mag die Pflanze nicht halbschattig oder mit etwas Morgen oder Abendsonne, kann sie aber gut auch unter Tageslicht kultiviert werden. Die Tageslänge sollte im Herbst und Winter durch Zusatzlicht auf 12 - 14 Stunden verlängert werden.
Sie mag einen nährstoffreichen Bodengrund mit Lehmzusatz. Buchenlauberde und Torf bilden eine gute Basis. Wenn das Substrat zu kalt ist, haben die Pflanzen Probleme mit der Nährstoffaufnahme und bilden Chlorosen aus. Mindestens 24 °C sollte das Wasser darum haben. Bei einer Überdüngung mit Stickstoff bilden sich braune Flecken in den Blattspreiten, die in Nekrosen übergehen und Löcher in den Blättern hinterlassen. Es werden etwa 3 bis 4 Seitentriebe im Jahr gebildet, die lange brauchen bis man sie abtrennen kann. Blütenstände bilden sich bei guten Kulturbedingungen das ganze Jahr über.
Unter Wasser wächst sie nur langsam und bildet keine oder nur sehr wenige Seitentrieben und vermehrt sich darum im Aquarium nicht.
Die Pflanzen sind sehr langlebig. Ich habe ein einzelnes Exemplar jetzt seit 2006 in Sumpfkultur. In einem Zeitraum von 10 Jahren hat die Pflanze manchmal sehr gutes Wachstum und üppige Blütenansätze gezeigt. Es gab aber auch Phasen mit Kümmerwuchs und Rückgang. Kälte und so kurze Tage mag Lagenandra thwaitesii ganz eindeutig nicht.
Die Pflanze ist anfällig für die Fäule, die manchmal Anubias-Rhizome befällt und steckt sich bei den Speerblättern damit an. Die Infektion dringt in das Rhizom ein und fault im Inneren immer weiter. Nach einer solchen Katastrophe im Jahr 2013 erholte sich die Pflanze nur sehr langsam wieder. Seither kommen bei mir keine Speerblätter mehr zu den Lagenandra. Zusammen mit Cryptocorynen lässt sich die Pflanze aber problemlos halten.
De Graaf und Crusio (1992) geben an, dass es "nachgewiesen werden [konnte], dass die gleichen Pflanzen sowohl weiße und grüne als auch purpurfarbene Spathen produzieren kann." Ich habe nie Spathen in anderen Farben als bei den hier abgebildeten Blütenständen gesehen. Deshalb denke ich, dass derartige Abweichungen in der Färbung eher selten sind.

Sonstiges:
Laut Thwaites (1864) soll die Pflanze in der Landessprache als "Kettulla" bekannt sein. Trimen 1898 gibt an, dass die Pflanzen selten sind und am Naturstandort von Januar bis April blühen. An den Naturstandorten wächst Lagenandra thwaitesii oft nur vereinzelt.
In der Revision von de Wit (1978) wurde Lagenandra schulzei als neue Art beschrieben. Diese kleine Form von Lagenandra thwaitesii wurde 1966 auf Sri Lanka gesammelt und hatte eine nur 2 - 3 cm große Spatha.
Puhlmann (1985) erwähnt in seinem Artikel, dass diese Lagenandra bereits im "Hortus Malabricus" dargestellt sei. Bei der dort abgebildeten Pflanzen handelt es sich aber um Lagenandra ovata.
Als Lagenandra schulzei ist eine Zwergform beschrieben worden, die 1966 von Dr. Schulze im Süden von Sri Lanka gesammelt worden ist.
Die Art wurde über viele Jahre in In-vitro-Kultur vermehrt und dann in Wasserpflanzengärtnereien in Deutschland über einen Zeitraum von 14 bis 16 Wochen zur Verkaufsgröße herangezogen.

Lagenandra toxicaria Dalzell 1852

Synonyme:
keine

Herkunft:
Indien in Karnataka, Kerala

Aussehen:
Die Angaben zu den Maßen der Pflanze ist bei den verschiedenen Autoren sehr unterschiedlich.
Das Rhizom hat einen Durchmesser von etwa 4 cm. Die Blattstiele sind 40 - 48 cm lang und haben eine 8 - 10 cm lange Blattscheide. Die Blattspreite ist elliptisch bis eiförmig, 12 - 30 cm lang und 5 - 15 cm breit. Die Kataphylle sind etwa halb so lang wie der Blattstiel und laufen spitz zu.
In der Erstbeschreibung gibt Dalzell (1852) an, dass die Pflanzen im Februar blühen und die Früchte zur Regenzeit reifen. Der Blütenstand steht auf einem bis 18 cm langen Stiel (de Graaf 1992). Die Spatha ist etwa 13 - 15 cm lang. Außen ist sie fast glatt, hellgrün-rosa oder rosa-cremefarben. . Das obere Ende ist ein oder mehrmals über die Öffnung gedreht. Bilder findet ihr auf den Crypt Pages.
Der 2 cm hohe Kessel ist unterhalb der männlichen Blüten mehr oder weniger stark eingeschnürt. Innen ist er purpurfarben und gerippt. Der männliche Blütenstandsteil umfasst ca. (100) 175 - 200 Staubblätter. Die etwa 50 - 80 weiblichen Blüten stehen in 5 - 6 Spiralen übereinander. Die Fruchtknoten enthalten 4 - 8 Samen.
Chromosomenzahl 2 n = 36 (de Graaf 1991).

Sonstiges:
Diese Lagenandra ist giftig und trägt darum auch ihren Namen. Allerdings enthält auch Lagenandra ovata giftige Substanzen und auch andere Aronstabgewächse (z.B. Arum maculatum) sind giftig. Inwiefern nun die Giftigkeit von Lagenandra toxicaria so erwähnenswert ist, geht aus der Literatur nirgends hervor.
Lagenandra toxicaria ist die Stammart der Gattung Lagenandra. Eine Zeichnung der Pflanze ist bei plantillustrations.org zu finden. Sie ist nicht zusammen mit der Erstbeschreibung veröffentlicht worden, sondern erst in der darauf folgenden Ausgabe des Journals.
Laut Lindley 1853 wird die Pflanzen in Indien "Vutsunab" genannt. Die Pflanze von Sri Lanka, die laut Trimen (1898) "Vétala" heißt, ist Lagenandra ovata.

Lagenandra undulata Sastry 1967

Synonyme:
keine

Herkunft:
Indien, östliches Himalaja, Subsansiri District, nahe der Grenze zu Tibet

Aussehen:
Sehr kleine, rasenbildende Art. Das Rhizom ist maximal 7 mm dick. Die Blätter haben an der Basis eine 2 cm lange Blattscheide. Die Blattspreiten sind weich, 1,5 - 9 cm lang und 0,5 - 1,5 cm breit. Sie sind eiförmig bis ei-lanzettlich mit spitzer Basis und spitzer Spitze. Die Blattränder sind gewellt. Die jungen Blätter sind convolut - also tütenförmig aufgerollt.
Der Blütenstandsstiel ist 2 bis 3 cm lang. Die Spatha ist etwa 2 cm groß. Es gibt 35 - 40 Staubblätter und 30 weibliche Blüten in 3 - 4 Quirlen übereinander. Dazu gibt es einige Duftkörper. In den Fruchtknoten sind 8 - 12 Samen.

Sonstiges:
Das ist die kleinste bekannte Lagenandra-Art. Sie stammt wie Lagenandra gomezii aus der Region im äußersten Nordosten von Indien.
Die Naturstandorte liegen auf 850 - 1220 m NN in den Nebenflüssen des Subansiri-Flusses im Upper Subansiri Destrict im Nordosten Indiens. Die Pflanzen wachsen in steinigen Bachbetten in dichten Beständen am Ufer und zum Teil unter Wasser. Die Standorte sind durch Bäume beschattet, die bis zu 80 % des Lichtes abhalten. Lagenandra undulata als Rheophyt in Moospolstern auf Steinen (Bogner 1978, Idei 2012). Dort wurde sie 1966 entdeckt und erst 2010 wieder gesammelt.

geschwungene Linie

Literatur zu Lagenandra:

Ich habe die gesamte Literatur zu Lagenandra, die ich auftreiben konnte, als Bild oder pdf mit den Quellenangaben verlinkt. Auf diese Weise könnt Ihr ohne Probleme die zitierten Quellen selbst überprüfen.

H. van Rheede tot Drakestein (1692 - 1703): Hortus Indicus Malabaricus: continens regni Malabarici apud Indos cereberrimi onmis generis plantas rariores, Latinas, Malabaricis, Arabicis, Brachmanum charactareibus hominibusque expressas ... /adornatus per Henricum van Rheede, van Draakenstein, ... et Johannem Casearium ... ; notis adauxit, & commentariis illustravit Arnoldus Syen ...- Vol. 11 - 12, S. 45 (Bild und Text zu Karin-pola)

N.A. Dalzell (1852): Contributions to the Botany of Western India; Nat. Ord. Aroideae. Lagenandra, Dalz.- Genus novum Cryptocoryneas et Dracunculineas conjugens.- in W. J. Hooker: Hooker´s journal of botany and Kew Garden miscellany, Vol. 4, S. 289 - 290 (Bild von dem Text)

W. H. Fitch (1853): Zeichnung von Lagenandra toxicaria Dalz..- Hooker´s journal of botany and Kew Garden miscellany, vol. 5: t. 4 (1853) (Link) (Bild)

J. Lindley (1853): The vegetable kingdom; or, The structure, classification, and uses of plants.- London, Bradbury & Evans (Bild vom Textausschnitt)

H. W. Schott (1855): Aroidea 1.- Vindobonae,Typis C. Gerold, 1853, S. 9 (pdf der Seite anzeigen)

H.W. Schott (1859): Cryptocoryne koenigii.- in B. Seemann, Seemann, E. G. Wilhelm: Bonplandia. Zeitschrift für die gesammte Botanik. Jahr 7, S. 80 - 82 (Bild von dem Text)

G.H.K Thwaites, J.D. Hooker (1864): Enumeratio plantarum Zeylaniae = An enumeration of Ceylon plants, with descriptions of the new and little known genera and species, observations on their habitats, uses, native names, etc. /by G.H.K. Thwaites ; assisted in the identification of the species and synonymy by J.D. Hooker.- London: Dulau, 1864, S.334 (Bild des Textes)

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Online-Quellen:

India Biodiversity Portal - Lagenandra toxicaria

Lagenandra-Bilder auf den Crypt-Pages

Cryptocoryne-Lagenandra-Gallerie

Beschreibung von Lagenandra keralensis

Antibakterielle Wirkung von Lagenandra ovata


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