Gattung Barclaya - Barclaya
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Wir bieten verschiedene Barclaya in unserem Shop an.


Barclaya longifolia
Barclaya mottleyi
Barclaya rotundifolia





Die Gattung Barclaya gehört zu den Nymphaeaceae. Sie ist also mit dem Tigerlotus und den Seerosen verwandt.
Der Name leitet sich von dem englischen Botaniker Robert Barclay ab. Im Deutschen werden die Pflanzen als Barclaya bezeichnet. Einen anderen deutschen Namen gibt es nicht.
Neben den hier genannten zwei Arten gibt es wenigesten noch eine dritte. Die Rundblättrige Barclaya (Barclaya rotundifolia) ist aquaristisch bisher aber nicht bekannt. Teilweise wird der Name aber auch für Barclaya motleyi verwendet. Selten wird eine vierte Art mit dem Namen Barclaya kunstleri genannt.
 
 
 
Langblättrige Barclaya
Barclaya longifolia WALLICH 1827

Synonyme:
Hydrostemma longifolium (WALLICH) MABBERLEY
Barclaya pierreana GAGNEPAIN
Barclaya oblonga WALLICH

Herkunft:
Burma, Andamanen, Südthailand, Vietnam

Aussehen: 
Die Pflanzen haben ein Rhizom aus dem 10 bis 50 cm lange Blätter wachsen. Die Blattspreiten sind sehr dünn, lanzettlich mit gestutzter oder herzförmiger Basis, etwa 12 bis 35 cm lang und 2 bis 5 cm breit. Die Oberseite ist je nach Varietät grün oder rot. Unterseits sind die Blätter rotviolett bis weinrot. Die Blattränder sind gewellt. Die Blüten wachsen auf bis zu 50 cm langen Stielen aus dem Wasser heraus. Ist der Wasserstand zu hoch, bleiben die Blüten unter Wasser und öffnen sich nicht. Sie bringen dann aber trotzdem keimfähige Samen hervor (Kleistogamie). Die Blütenblätter sind außen grün und innen rot. Die 5 Kelchblätter sind länglich und öffnen sich sehr weit. Die 6 bis 10 Kronblätter sind im unteren Bereich verwachsen. Sie öffnen sich nur wenig und sind dann kuppelartig über die Narben und Pollensäcke gewölbt. Die kirschgroße Frucht beinhaltet 50 bis 70 etwa senfkorngroße Samen. 

Temperatur:      24-30 °C

pH-Wert:          5,5-7,5

Härte:               2-20 °KH

Licht:                mittel bis viel (unbeschattet)

Sonstiges:
Für ein gutes Wachstum empfiehlt Schöpfel (2000) einen "8 bis 15 cm hohen, lehmhaltigen Bodengrund und wenigstens 25 °C". Die Ruhezeiten der Pflanzen lassen sich wie bei Aponogeton durch ausreichedne Düngung verkürzen oder ganz ausschalten.
Die Vermehrung erfolgt durch Samen oder Seitentriebe am Rhizom. Die Samen schwimmen zuerst in einer schwammigen Masse an der Oberflcähe. Dieses Gewebe löst sich aber schnell auf und die Samen sinken zu Boden. Teilweise keimen die Samen erst nach Monaten. Sie müssen in dieser Zeit im Wasser gelagert werden. Die Jungpflanzen haben sehr empfindliche Wurzeln und sollten erst sehr spät pikiert (einzeln gepflanzt) werden.
Bei starkem Licht sind die Blätter gewellt. Am natürlichen Standort wächst sie zusammen mit Cryptocorynen. Die Pflanzen haben einen hohen Eisenbedarf. Die Blätter werden häufig von Schnecken angefressen. Vor allem Teller- und Schlammschnecken verursachen große Schäden.
Die Art wurde etwa 1955 zum ersten Mal nach Deutschland eingeführt.

Bei dieser Farbform sind die 
Blattoberseiten grün und 
die Blattunterseiten rosa.

Pflanze mit rein roten Blättern.

Blüte

Frucht

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Motley´s Barclaya
Barclaya mottleyi HOOKER filius 1860

Synonyme:
Hydrostemma mottleyi (WALL.) MABBERLEY

Herkunft:
Sumatra, Borneo, Malaiische Halbinsel

Aussehen: 
Die Unterwasserblätter sind 5 bis 10 cm im Durchmesser, rundlich bis oval und haben einen eigenartigen rötlich-metallischen Glanz. Die Basis ist gestutz bis herzförmig. Blattnerven und Stiele sind behaart. Die Schwimmblätter sind rund und rötlich. Die Blüte steht auf einem aufrechten Stiel. Sie hat 5 behaarte, rot-braune Kelchblätter. Die bis zu 10 rötlichen Kronblätter sind in 2 bis 3 Kreisen angeordnet. Im unteren Bereich sind sie verwachsen. Die Blüte wurde bisher selten in der Natur gefunden.

Temperatur:      22-26 °C

pH-Wert:          4,5 - 5,5 ?

Härte:               1-3 °KH

Licht:                mittel bis viel

Sonstiges:
Die Pflanzen konnten bisher noch nicht über längere Zeit im Aquarium kultiviert werden. Sie benötigen ein schlammiges, nährstoffreiches Substrat. Am besten gedeihen sie in flachen Gefäßen mit Buchenlauberde. Das Wasser sollte sauer sein. Die meisten Cryptocorynen mit denen diese Art zusammen vorkommt sind ebenfalls schwierig in der Kultur. Dazu gehört zum Beispiel C. schulzei und C. nurii. Wasserwerte am Naturstandort: pH. 4,8 und Leitwert 15 µS/cm.

Barclaya mottleyi
mit Knolle und Wurzeln.

Sämling von Barclaya mottleyi

natürlicher Standort von B. motleyi in Malaysia (Kota Tingi)

Barclaya mottleyi mit Blüte

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Literatur:

Wallich (1827): Transactions of the Linnean Society of London, 15(2): 442, t. 18

Hooker f. (1860): Transactions of the Linnean Society of London 23(1): 157, t. 21, f. 1-5

H. Bader (1988): Barclaya mottleyi Hook. f., 1862. Ein Standort af der Malaiischen Halbinsel.- DATZ 41(6), 176-178

B. Kahl (1989): Aquarienpflanzen.- GU-Kompaß, Gräfe und Unzer GmbH, München

B. Greger (1989):  Eine ganz außergewöhnliche Seerose: die Langblättrige Barclaya.- Aquarien Terrarien 36(9), 309-314

D. Kaden (1989): Erfahrungen zur Vermehrung von Barclaya longifolia Wallich.- Aqua Planta 2-89, 63-65

H.C.D. De Wit (1990): Aquarienpflanzen.- 2. Überarbeitete Auflage, übersetzt aus dem Niederländischen von Dr. Edy Roche, Verlag Eugen Ulmer, Stuttgart (Hohenheim)

H. Bader (1992): Barclaya longifolia Wallich. Beobachtungen, Erfahrungen und Gedanken.- DATZ 45(8), 526- 529

J. Küfner (1994): Erfahrungen zur Haltung und Vermehrung von Barclaya longifolia Wallich.- Aqua Planta 3-94, 119-126

B. Greger (1995): Barclaya longifolia.- Das Aquarium 29(8), 24-25

E.L. Schneider, P. L. Williamson (1996): Barclaya rotundifolia M. Hotta (Nymphaceae).- Aqua Planta 2-96, 87-95

C. Kasselmann (1999): Aquarienpflanzen.- 2. Auflage, DATZ-Atlanten, Eugen Ulmer Verlag, Stuttgart

H. Schöpfel (2000): Barclaya longifolia Wallich - "Eine launenhafte Diva"? - Aquarium heute 18(1), 493-495

H. Schöpfel (2001): Barclaya longifolia.- Aquaristk Fachmagazin 44(4), 46-47

I. Scheuermann (2001): Pflanzen fürs Aquarium.- 9. Auflage, GU Aquarien-Ratgeber, Gräfe und Unzer Verlag GmbH, München

H. Stallknecht (2001): Barclaya longifolia.- Aquaristik Fachmagazin Aug/Sept 2001 (Nr. 160), 46-47

D. Vogt (2005): Und alles nur um eine Pflanze, die sich nicht pflegen lassen will: Barclaya mottleyi.- Aqua Planta 1-05, 6-12


© Wilstermann-Hildebrand 2008