Gattungen Polygonum und Persicaria - KnÖterich
Startseite

Persecaria praetermissa
Polygonum species

Die Gattung Polygonum gehört zu der Familie der Polygonacea (KnÖterichgewächse). Die Familie hat Stängel, die deutlich durch Blattknoten gegliedert sind. Der Name leitet sich vom griechischen poly = viel und gone = Samen ab. Teilweise wird eine Ableitung von gony = Knie (übertragen = Knoten) angenommen. Das Wort ist grammatikalisch aber nicht richtig.
Typisch sind auch die häutigen Ochrea oder Tuten an den Knoten, die aus verwachsenen Nebenblättern hervorgegangen sind. Die Blüten sind in Thyrsen angeordnet. Die Früchte sind Nüsse, die zum Teil geflügelt sind. Es gibt weltweit etwa 1150 Arten un 48 Gattungen. Die meisten sind krautige Pflanzen, wenige sind Gehölze. Zur Familie gehören unter anderem Rhabarber (Reum), Ampfer (Rumex) und Buchweizen (Fagopyrum).
Die bekannteste Gattung Polygonum wurde von verschiedenen Bearbeitern aufgespalten. Es gibt neben Polygonum nun die Gattungen Persicaria, Fallopia, Aconogonum und Bistorta. Beispielsweise gehört der bekannte einheimische WasserknÖterich in die Gattung Persicaria (Persicaria amphibium DELABRE, Syn.: Polygonum amphibium) und der KnÖllchenknÖterich in die Gattung Bistorta (Bistorta vivipara DELABRE, Syn. Polygonum viviparum).

In der Tabelle sind einige Unterscheidungsmerkmale von Persicaria und Polygonum aufgeführt. Bei Bistorta sind die Stängel glatt, unbehaart und unverzweigt (ca. 50 Arten).
 

Persicaria
Polygonum
Krautartig
Stängel:
glatt, unbehaart oder behaart, selten mit zurück gebogenen Stacheln
Ochrea:
nie zweilappig, durchsichtig, gewöhnlich gelbbraun, braun oder rötlich, bleibend oder im Alter teilweise oder ganz abfallend, borstig oder teilweise oder vollständig laubblattartig, unbehaart, schuppig oder variabel behaart
Artenzahl:
ca. 100
Chromosomenzahl:
2x = 20, 22, 12
Krautartig, Sträucher oder Halbsträucher
Stängel:
glatt oder mit rauen Papillen besetzt, unbehaart

Ochrea:
zweilappig, durchsichtig, weiß oder silbrig, borstig, unbehaart, fasert sich auf oder verschwindet ganz
 

Artenzahl:
ca. 65
Chromosomenzahl:
2x = 20

Seitenanfang

Australischer KnÖterich 
Persicaria praetermissa 

Synonyme:
unbekannt

Herkunft:
Australien

Aussehen: 
Die Pflanzen wachsen aufrecht kriechend am Gewässerrand. Die Stängel sind rund, fest grün bis rötlich. Die Stiele der Blütenstände sind mit Drüsenhaaren besetzt. Die Ochrea sind glatt und haben keine Borsten an der Basis. Die grünen Blätter sind lanzettlich mit gestutzter oder spießförmiger Basis. Teilweise sind die Blattränder rötlich. Die Aderung ist heller als die Spreite.

Temperatur:     -

pH-Wert:          -

Härte:               -

Licht:                viel bis sehr viel

Sonstiges:
Die Pflanzen wachsen am Ufer und nicht unter Wasser. Für das Aquarium nicht geeignet.

Persicaria praetermissa

Seitenanfang

KnÖterich 
Polygonum sp. 

Synonyme:
unbekannt

Herkunft:
Asien (Thailand)

Aussehen: 
Die Blätter sind wechselständig an kurzen Stielen an einem unbehaarten, runden, harten Stängel angeordnet. Die Blattspreiten sind lanzettlich mit gestutzter Basis. Sie sind über Wasser bis etwa 12 cm lang und 1,6 cm breit. Die Blattränder sind fein gesägt. Die Internodien werden nach unten hin länger und sind zwischen 2 und 3,5 cm lang. Der Stängel ist rosa bis rötlich, die Blätter grün. An jedem Knoten sitzt eine weißliche Ochrea. Die älteren Ochrea lösen sich an der Spitze in Borsten auf. Bei einigen emersen Blättern bilden sich dunkle Punkte in der Mitte der Blattspreite.

Temperatur:      22-30 °C

pH-Wert:          5,5-7,0

Härte:               2-18 °KH

Licht:                viel bis sehr viel

Sonstiges:
Die Pflanzen bilden unter Wasser wunderschöne schmale Blätter.
Die Art wurde von Cord während einer Asienreise in Thailand gesammelt befand sich zu dem Zeitpunkt aber bereits auf Java in der Kultur einer Wasserpflanzengärtnerei. 
Möglicherweise handelt es sich um Persicaria decipiens, die ebenfalls eine auffällige braunrote Markierung auf den Blattspreiten hat.
Möglicherweise ist diese Pflanze von Christel Kasselmann in der überarbeiteten Auflage ihres Wasserpflanzenbuchs als Polygonum sp. aufgeführt. 

Der dunkle Fleck zeigt sich nicht auf allen Blättern.

Die Ochrea ist farblos und durchsichtig.
Eine feine Behaarung ist sichtbar.

Seitenanfang

Literatur:

G.R. Sainty, S.W. L. Jacobs (1981): Waterplants of  New South Wales.- Water Resources Commission N.S.W

C. Kasselmann (1999): Aquarienpflanzen.- 2. überarbeitet Auflage, DATZ-Atlanten, Eugen Ulmer Verlag, Stuttgart

G. R. Sainty, S. W. L. Jacobs (2003): Waterplants in Australia.- Expanded 4th Edition, Sainty & Associates Pty Lt

Flora of Amerika online: www.efloras.org