Labyrinthfische verfügen neben den Kiemen über ein spezielles Organ, das Labyrinth, das es ihnen ermöglicht Luft zu atmen. Sie sind auf diese Form der Atmung angewiesen und müssen darum einen freien Zugang zur Wasseroberfläche haben.
Über Hochzuchtkampffische haben wir in unseren
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Nr. 5 einen Artikel.
Bei Hochzuchtbettas werden verschiedene Klassen unterschieden. Der Schleierschwanz (vaigtail VT), den man oft in Zoogeschäften findet ist eine der ursprünglichsten Zuchtformen. Die Tiere haben längere Flossen als die Wildbettas. Diese hängen jedoch nach unten und können nicht vollständig aufgefächert werden. Bei sogenannten Halfmoon Bettas (HM) können die Flossen in einem Winkel von 180 Grad aufgespannt werden. Bei Over Halfmoon Bettas (OHM) sogar noch weiter. Tiere die keien 180 Grad erreichen sind deltas (D) oder Super Deltas (SD). Bei Crowntails (CT) sind die Flossenstrahlen über die Flossenhäute hinaus verlängert. Überkreuzen sich die verlängerten Flossenstrahlen sind das Cross Ray Crown Tails (CRCT). Die kurzflossigen Tiere werden als Plakat (PK) bezeichnet. Man unterteilt sie noch in traditional und HM, gemäß der Form ihrer Flossen, die durch die Länge und Verzweigung der Flossenstrahlen bedingt ist. Zusätzlich gibt es noch Double Tails (DT), die einen sehr breiten Flossensatz haben. Beim Rosetail (RT) sind die Flossenhäute so weit, dass sie nicht gespannt werden, wenn der Fisch die Flossenstrahlen maximal gespreizt hat.
Es werden zahllose Farbvarianten gezüchtet, die nicht
einheitlich bezeichnet sind. Dahe rist es möglich, dass die hier gezeigten
Farben von anderen Haltern/Züchern anders bezeichnet werden. Es gibt
drei Rotfärbungen - Hell-Rot, Dunkel-Rot (dark
body red) und Kambodscha-Rot. Die letzte Bezeichnung wird für
Tiere verwendet, die im Körper heller rot (rot-orange) sind als in
den Flossen (Bild). Die Blautöne variieren
von einem tiefen Royalblau über Turkis
zu Stahlblau. Bei gelben Tieren ist oft nur der Körper
leicht gelblich. Der Fisch ist sehr transparent. Es sind Blutgefäße
durch den Körper sichtbar. Die Flossen sind oft farblos. Sind die
Tiere im ganzen Körper und in den Flossen gelb, wird das als high
intense yellow - intensives Gelb bezeichnet. Schwarze Punkte oder Flecken
gelten "Schwarzfehler". Haben dagegen alle Schuppen eine gleichmäßige
schwarze Rand, wird das als pineapple - Ananas
bezeichnet. Farblose Tiere sind Zelophan oder Transparent. Die Farbe „Melano“
bezeichnet ein Tier mit blauem Körper und schwarzen Flossen. „Black
Lace“ oder „Black Orchid“ weist einen schwarzen Körper und schwarze
Flossen auf. Die Flossenhäute sind aber blau. „Copper“ und „Dragon“
haben einen metallischen Glanz. Bei den „Dragon“ ist die metallische Glanzschicht
der Schuppen besonders dick. Dadurch wirken die Tiere fast wie lackiert.
Mischungen aus mehreren Farben werden als Bicolor (zwei
Farben) oder Tricolor (drei Farben) bezeichnet. Triband bezeichnet dreifarbige
Tiere, bei denen die Farben klar von einander abgegrenzt zum Beispiel auf
Körper, Flossen und Flossensaum. Wenn der Flossensaum weiß ist,
spricht man auch von Butterfly. Haben blaue Tiere einen gelbem Flossensaum
wrd das als Mustard Gas (Senfgas) bezeichnet.
Andere Farbmischungen werden einfach als Multicolor bezeichnet. Sind die
Tiere gescheckt, sind sie Marbled. Bei kleinen gleichmäßig verteilten
Punkte spricht man von Grizzelt.
© Wilstermann-Hildebrand 2009