Viola - Stiefmütterchen und andere Veilchen

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Zur Gattung Viola gehören rund 500 Arten. Sie sind in allen gemäßigten Zonen der Erde verbreitet. Die meisten sind kleine Pflanzen mit kriechendem Rhizom. Einige sind einjährig oder zweijährig, Andere sind mehrjährige Stauden oder Halbsträucher. Typisch ist eine fünfzählige Blüte, bei der drei Kronblätter nach unten und zur Seite zeigen und zwei oben aufrecht stehen. Die Blüten sind bei den Wildarten selten größer als 2,5 cm. Es kommen kleistogame Blüten vor, die Samen ansetzen, ohne dass sie sich vorher öffnen und bestäubt werden.
Das Garten-Stiefmütterchen Viola x wittrockiana ist eine Kulturpflanze, die aus der Kreuzung verschiedener europäischer Veilchen hervorgegangen ist. An der Entstehung der Farbenvielfalt waren unter Anderem das Hornveilchen (Viola cornuta), das Wilde Stiefmütterchen (Viola tricolor) und das Sudeten-Stiefmütterchen (Viola lutea) beteiligt. Das Garten-Hornveilchen ist ebenfalls eine Sammlung aus Hybriden in verschiedenen Fraben. Es ist kleiner, hat kleinere Blüten als das Stiefmüttcherchen und ist anspruchsloser. In Kultur sind außerdem etwa 20 verschiedene andere Viola-Arten.


creme-lila Früchte

Stiefmütterchen-Blüten und Früchte von Viola sororia in unterschiedlichen Reifegraden.

Die Pflanzen sind anspruchslos und pflegeleicht. Sie können von Schnecken angefressen werden oder die Larven von Gallmücken entwickeln sich an ihnen. Ein Befall mit Veilchenrost oder Falschem Mehltau ist möglich. In der Regel bleiben die Pflanzen aber über die gesamte Kulturzeit gesund.

Damit immer wieder neue Blüten gebildet werden, sollten die alten entfernt werden. So blühen die Pflanzen bis in den September hinein. Dazu sollten sie aber auch mit etwas Dünger versorgt werden. Kompost und Hornspäne wirken von der Pflanzung an positiv. Zusätzlich sollten Stiefmütterchen im Sommer etwa 14-tägig mit Flüssigdünger nachgedüngt werden.



Garten-Stiefmütterchen

Viola x wittrockiana


Herkunft:
Kulturform, Kreuzung aus verschiedenen winterharten, europäischen Arten

Aussehen:
Diese Stiefmütterchen haben wechselständige, breit ovale Blätter, die etwa 4 bis 5 cm lang sind. Ihr Rand ist gekerbt. Die 5 bis 10 cm großen Blüten  haben jeweils 5 Kronblätter und sind spiegelsymetrisch. Das größte Kronblatt sitzt unten und überdeckt den Rand der zwei seitlichen Kronblätter, die wiederum über den zwei oberen liegen. Die drei unteren Kronblätter haben oft eine Zeichnung aus dunklen Flecken, während die zwei oberen oft ungemustert sind und anders gefärbt sein können. Die Blüten sind im Umriss rundlich. Mit Blüten sind die Pflanzen 15 bis 30 cm hoch.
Die Pflanzen sind zweijährig.

Kultur:
Stiefmütterchen werden im Juni bis September ausgesät. Sie sind Dunkelkeimer. Die Samen müssen darum 5 mm hoch Erde abgedeckt werden. Bei etwa 15 bis 18 °C keimen sie innerhalb von 2 bis 3 Wochen. Die Pflanzen sind winterhart und können im Freien auf dem Beet überwintern. Früh ausgesäte Pflanzen blühen manchmal schon im Herbst. Im Frühjahr blühen die überwinterten Pflanzen etwa ab April.
Stiefmütterchen mögen kalkarme, leicht saure, humose, nährstoffreiche Böden. Der Standort sollte vollsonnig sein. In schattigen Lagen, vergeilen die Pflanzen.
Stiefmütterchen kann man im Beet pflanzen oder man setzt sie in
Schalen, Kübel oder Balkonkästen.


gelb mit Flecken

gelb-lila

gelb-rot
weiss-lila orange
violett
violett-gelb
rosa-lila




Garten-Hornveilchen

Viola x cornuta


Herkunft:
Kulturform, Kreuzung aus verschiedenen winterharten, europäischen Arten, z. B. Viola cornuta, Viola lutea und V. williamsii

Aussehen:
Die Hornveilchen-Hybriden haben haben breit ovale Blätter mit gekerbtem Rand. Manchmal sind sie leicht behaart.
Die Blüten sind 3 bis 5 cm groß Blüten haben jeweils 5 Kronblätter und sind spiegelsymetrisch. Das unterte Kronblatt ist nicht größer als die Übrigen, oft sogar kleiner als die beiden obersten. Im Umriss ist die Blüte etwa oval bis verkehrt eiförmig. Typisch ist eine Linienzeichnung, die aber fehlen kann.
Die Pflanzen sind zweijährig.


Kultur:
Stiefmütterchen werden im März bis Juni ausgesät. Sie sind Dunkelkeimer. Die Samen müssen darum 5 mm hoch mit Erde abgedeckt werden. Bei etwa 15 bis 20 °C keimen sie innerhalb von 8 bis 14 Tage. Im Juli bis August werden die Pflanzen pikiert und im Sepetmber bis Oktober nach draussen in die Beete gepflanzt. Werden sie regelmäßig ausgeputzt blühen die Pflanzen im Folgejahr von Februar bis September.
Hornveilchen sind anspruchslos und wachsen auch auf sandigen Bäden. Humose mit Kompost versorgte Böden sagen ihnen aber mehr zu.
Staunässe wird nicht vertragen. Der Standort kann vollsonnig bis halbschattig sein.
Hornveilchen sind wegen ihrer geringen Größe ideale Pflanzen für Schalen, Kübel und Balkonkästen. Sie wachsen aber natürlich auch gut in Beeten.
gelbes Hornveilchen

orange


gelb-rot

weiss
orange-rot
orange-violett
weiß-violett
gelb-braun


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Efeublättriges Veilchen

Viola hederacea


Herkunft:
Australien

Aussehen:
Diese Veilchen haben rundliche Blätter mit einer tiefen Einkerbung an der Basis. Der Rand ist gekerbt. Die Blüten sind weiß mit einem intensiven, violettem Fleck auf dem unteren Kronblatt. Die Färbung der übrigen Kronblätter ist schwächer.

Kultur:
Die Pflanzen können an einem feuchten, halbschattigen bis sonnigen Standort wachsen. Sie eignen sich gut als Ampelpflanzen. Diese Art ist bei uns nicht winterhart.
Viola hederacea


Pfingst-Veilchen

Viola sororia


Herkunft:
östliches Nordamerika

Aussehen:
Das Pfingst-Veilchen ist mehrjährig und
bildet ein verzweigtes Rhizom. Dadurch bedeckt es den Boden flächig. Es hat herzförmige Blätter mit gekerbtem Rand. Die Blüten erscheinen im Mai und Juni. Sie sind je nach Sorte einfarbig oder mehrfarbig, weiß, violett, einfach oder gefüllt. Sie duften nicht. Die Pflanzen sind mit Blüten etwa 10 cm hoch.

Kultur:
Die Pflanzen sind winterhart und säen sich leicht selbst aus. Sie gedeien an sonnigen bis schattigen Stellen. Der Boden sollte humos bis lehmig sein und gut ausreichend feucht sein. Die pflanzen sind anspruchslose, mehrjährige Bodendecker.
Es gibt verschiedene Sorten:
"Albiflora" hat rein weiße Blüten
"Freckles" hat große, weiße Blüten mit feinen blau-violetten Punkten
"Blue Cloud" und "Prisceana" haben weiße Blüten mit blau-violetten Flecken im Schlund
"Gabriella" ist violett
"La Violet" hat gefüllte, violette Blüten.

Viola sororia Freckles

Rrucht von "Freckles"

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© Wilstermann-Hildebrand 2012