Früher wurde die Gattung
Allium zu den Liliecaeae gezählt. Mittlerweile sind Zwiebel,
Knoblauch und Co. in einer der Familie der Alliacaea zusammengfasst.
Nach der neuesten wissenschaftlichen Bearbeitung wird Allium in 15 Untergattungen mit zahlreichen Sektionen untergliedert. Es gibt etwa 700 Allium-Arten. Viele sind in
Kultur. Sie werden als Gemüse angebaut, als
Gewürze verwendet oder dienen als Zierpflanzen.
Sie
haben alle einen sehr gestauchten Sproß, der auf eine flache
Scheibe reduziert ist. Aus der Unterseite der Scheibe wachsen die
Wurzeln, aus der Oberseite kommen die Blätter. Die Blätter
sind an der Basis verdickt und liegen in dichten Schichten
übereinander, so dass sie ein Zwiebel bilden. In den Blattachseln
bilden sich Brutzwiebeln. Beim Knoblauch werden sie als "Zehen"
bezeichnet. Die Brutzwiebeln sind von einer trockenen Haut umgeben. Die
Mutterzwiebeln schrumpft und stirbt ab, so dass nur noch ein Ballen aus
Tochterzwiebeln übrig bleibt. Die Blüten sind in mehr oder
weniger dichten Dolden. Sie sind zunächst von einem dünnen,
häutigen Hochblatt umgeben, dass zur Blühreife aufreißt. Die Blüten sind sechszählig. Sie bilden ein Perigon.
Das heißt das Kelch- und Kronblätter gleich gefärbt und
geformt sind. Bei einigen Arten sind die Blüten sternförmig,
bei anderen glöckenförmig. Die Dolden sind kugelig,
eiförmig oder locker. Manchmal hängen die Blüten herab.
Die Farbpalette umfasst grünlich Töne, weiß, gelb,
rosa, rot, blau und violett.
Die meisten eurasischen Arten haben einen Chromosomensatz von 2x = 16.
Bei den nordamerikanischen Arten sind es hauptsächlich 2 n = 14.
Fast alle Arten mit 20 oder 22 Chromosomen stammen aus
Südwestchina. Es gibt auch polyploide Formen.

Blüte vom Goldlauch
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Blüte vom Sternkugellauch
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Die Zwiebel ist ein sehr alte Kulturpflanzen, die bereits 3200 v.
Christus in Ägypten angebaut wurde. Im 14. Jahrhundert hatte sie
sich von Mittel- und vorderasien bis nach Europa ausgebreitet. Sowohl
die Küchenzwiebeln als auch der Knoblauch fanden bereits damals
Verwendung als Heilpflanze. Zwiebeln sind enthalten Vitamine (Vitamin
B, Vitamin C,
Panthothensäure Vitamin B5), Mineralien (Kalium, Kalzium,
Phosphor), Kieselsäure, sekundäre Pflanzenstoffe (z.B.
Glukokinine) und Spurenelemente (Eisen). Außerdem enthalten
Zwiebeln, Knoblauch Bärlauch un Co. schwefelhaltige Verbindungen wie Allicin und Isoalliin, die desinfizierende und
antiseptische Wirkung haben.
Zwiebeln und Knoblauch enthalten aber auch N-Propyldisulfid, dass bei
Hunden die roten Blutkörperchen zerstört. Für Hunde sind
sie darum giftig.
In der Naturheilkunde werden Zwiebeln und Knoblauch gegen verschiedene Leiden eingesetzt. Zwiebelkompressen sind
schmerzlindernt und werden zum Beispiel bei Insektenstichen empfohlen.
Zwiebelsirup oder Zwiebelsaft wirkt antibakteriell und
entzündungshemmend bei Husten, Schnupfen, Erkältungen und
Halsschmerzen. Dafür wird eine rohe Zwiebel fein gewürfelt
und in einer Tasse ein Löffel Honig dazu gegeben. Der Honig
entzieht der Zwiebel den Saft. Die so entstehende Flüssigkeit wird
eingenommen. Für einen Zwiebelwickel - z. B. gegen Ohrenschmerzen
- wird eine Zwiebel in feine Würfel oder dünne Scheiben
geschnitten und auf der Heizung etwas erwärmt. Dann wird sie in
ein Stofftaschentuch verpackt und mit einem Tuch oder Schal am Kopf
angebunden. ideal ist es, wenn der Erkrankte den Kopf noch auf eine
Wärmflsche legt, damit die enthaltenen Inhaltstoffe gut verdunsten
können und in den Gehörgang dringen. Mindestens ein bis zwei
Stunden - wenn möglich über Nacht - muss der Wickel drauf
bleiben. Ebenso lässt sich ein Zwiebelwickel gegen Hals- und
Kopfschmerzen einsetzen.
Verwendung in der Küche
Von der Küchen- und Speisezwiebel, Schalotten und Knoblauch
werden die unterirdischen Teile des Sprosses, die Zwiebeln oder Bulben,
gegessen. Schnittlauch, Schnittknoblauch, Frühlingszwiebeln und
Porree bilden keine Zwiebeln aus. Bei ihnen werden die Blätter
gegessen. Beim Bärlauch können alle Teile inklusive der
Blüten verwendet werden. Alle finden für herzhafte
Speisen Verwendung. Gedünstet genießen wir sie als
Gemüse. Sie werden gefüllt. Kommen in Aufläufe oder roh
in den Salat. Man findet Zwiebeln an Bratkartoffeln, im Hamburger und
im Döner. Röstzwiebeln geben Hot-Dogs die richtige
Würze. Porree gehört zusammen mit Sellerie und Möhren
zum klassischen Suppengrün. Mit Knoblauch lassen sich viele
Gerichte und Sossen aromatisieren. Dazu kommen Pesto und
Kräuterbutter, Zwiebelbaguetts und Knobibrot und so weiter.

Gemüsezwiebeln, weiße und rote Küchenzwiebeln
sind alles Sorten von Allium cepa. Schalotten gehören
zur Unterart Allium cepa var. ascalonium.
Knoblauch (Allium sativum) ist eine eigenständige Art.
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Frühlingszwiebeln und Porree
werden im Ganzen verwendet.
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Die Arten, bei denen die Bulben geerntet werden, sind meist gut
lagerbar. Die Sorten, bei denen man das Laub verwendet sollte man
möglichst enrtefrisch zubereiten. Einige Tage halten sich
Frühlingszwiebeln und Porree im Gemüsefach, dann werden sie
aber gelb und welk.
Bei Schalotten sollte man beachten, dass sie durch das Anbraten bitter
werden. Man darf sie nur leicht andünsten. Für Bratkartoffeln
oder Röstzwiebeln ist die normale Küchenzwiebel darum besser
geeignet. Es gibt weiße und rote Zwiebeln. Bei den Roten ist in
den Zwiebelhäuten der roten Farbstoff aus der Gruppe der
Anthocyane. Er ist in den Vakuolen der Zellen gespeichtert.
Es gibt verschiedene Sorten von Zwiebeln, Porree und Knoblauch. Anders
als bei Äpfeln und Kartoffeln, werden bei Zwiebeln im Handel aber
die Sortennamen nicht angegeben. Wir können also nicht gezielt
unsere Lieblingssorte auswählen. Es sei denn wir bauen unsere
Zwiebeln selber an.
Allgemeines zur Kultur
Alle Allium-Arten brauchen lockere, fruchtbare Erde. Lößboden ist für die Kultur ideal. Auf
leichten Sandböden ist der Ertrag meist gering und auf schweren
Böden ist die Haltbarkeit meist nicht gut. Zwiebeln und Co.
mögen keine frisch mit Mist gedüngten Böden und werden
darum in der zweiten Tracht mit den Schwachzehrern ausgebracht.
Vor dem Pflanzen von Jungpflanzen oder Steckzwiebeln wird der Boden
mit 60g/m² Volldünger versorgt. Der
Nährstoffbedarf liegt bei 10 g N, 6 g P und 20 g K pro
Quadratmeter.
Wer besonders große Zwiebeln ernten will muss früh
aussähen. Das ist besonders für große
Gemüsezwiebeln zum Füllen wichtig. Ab Mitte Februar - Anfang
März werden die Samen im Haus oder im Gewächshaus
ausgesät. Die keimtemperatur liegt bei 5 bis 12 °C. Innerhalb von 2 bis 3 Wochen keimen die Samen. Nach der
Keimung bis zum Zwei-Blattstadium werden die Sämlinge bei etwa 15
°C kultiviert. Danach werden sie vereinzelt und bei 10 - 13°C
weiter kultiviert. Ab April können die Jungpflanzen und auch die
Steckzwiebeln dann ins Frühbeet und nach den letzten
Nachtfrösten direkt ins Freiland gepflanzt werden. Gemüsezwiebeln
werden sehr groß und werden auf einen Abstand von 20 x 25 cm
gepflanzt. Die kleineren Sorten kommen im Abstand von 25 x 5 - 8 cm in
die Erde.
Bei Direktsaat im Freiland säht man im Frühjahr (April) in Reihen
mit Abstand von 25 cm. In der Reihe sollte der Abstand etwa 5 cm
betragen. Es muss später unbedingt vereinzelt werden. Da die Keimdauer
recht lange ist, kann man Radieschen oder Salatsaamen als Markierung
der Reihen untermischen. Bis in den Ende Juli werden Zwiebeln alle 2 - 3 Wochen mit Kali und Phosphat gedüngt. Danach wird bis September nur noch Kalidünger gegeben. Das verbessert die Haltbarkeit im Lager.
Winterzwiebeln werden Mitte bis Ende August ausgesät. Bis
zum Ende der Vegetationszeit müssen sie etwa 10 cm hoch sein. Über
Winter werden sie am Besten mit einem Vlies abgedeckt. Kälte schadet
Winterzwiebelsorten nicht, sie trocknen aber aus, wenn sie aus dem
gefrorenen Boden kein Wasser ziehen können, während an sonnigen Tagen
Wasser über die Blätter verdunstet. Im April wird das Vlies entfernt.
Die Zwiebeln werden nun auf den richtigen Abstand vereinzelt. Im Mai
sind sie erntereif.Steckzwiebeln
werden im März/April gesetzt. Der Reihenabstand beträgt 25 cm
und der Abstand in der Reihe je nach Sorte 6 bis 8 cm. Die Zwiebeln
schauen nach der Pflanzung mit der Spitze aus dem Boden heraus. Um das
Schossen (Blütenbildung) zu verhindern, werden Steckzwiebeln auf
eine Art vorbehandelt, die als "darren" bezeichnet wird. Dazu werden
sie den ganzen Winter bei 23 - 25 °C oder 3 bis 4 Wochen vor der
Pflanzung bei 35 °C gelagert. Für einen Quadratmeter
Fläche werden etwa 70 bis 100 g Steckzwiebeln benötigt.
Porree
wird wie Zwiebeln ausgesät und pikiert. Im Freiland wird er dann so tief wie möglich gepflanzt und später
angehäufelt, weil der wohlschmeckende weiße Teil sich unter
der Erde entwickelt.
Wichtig
für alle Allium-Arten eine ausreichende Bodenwärme und viel
Sonne. Während
der Wachstumszeit muss immer ausreichend Wasser zur Verfügung
stehen. Regelmäßiges Hacken gegen Unkräuter und zur
Lockerung des Bodens ist wichtig. Dabei dürfen die Zwiebeln nicht
beschädigt werden.
Um Nachbauschäden zu vermeiden sollten Zwiebel frühestens
nach 4 bis 5 Jahren wieder auf die Selben Flächen. Am besten
wachsen sie nach organisch gedüngten Kulturen wie Kartoffeln,
Sellerie und Kohl. Wintersteckzwiebeln kann man gut nach Erbsen,
frühen Buschbohnen und Möhren anbauen, sofern kein Befall mit
Stängelälchen vorliegt.
Pflanzenschutz
Als Schaderreger tritt vor allem die Zwiebelfliege auf. Die
Herzblätter sterben bei Befall ab. In der Zwiebl und an den
Wurzeln sind weiße Maden. Man kann dem Befall durch Mischkultur
mit Möhren minimieren. Richtig angebrachte Kulturschutzvliese
verhindern einen Befall. Falscher Mehltau ist vor allem bei der Anzucht
aus Samen ein Problem. Vorbeugende Spitzungen mit Schachtelhalmjauche
oder Schachtelhalmtee sind dagegen hilfreich. Es gibt
mehltauresistente Küchenzwiebeln (´Yankee F1´ und
´Tamara F1´). Zwiebelbrand (Urocystes cepulae)
ist für Saatzwiebeln besonders gefährlich. Ihre Blätter
werden blaugrün. Aus Beulen platzen schwarze Sporen heraus, die
mehrere Jahre im Boden erhalten bleiben können. Besonders
schwerwigend ist die Mehlkrankheit. Sie wird durch den Pilz Sclerotium cepivorum verursacht. besonders anfällig ist die weiße Küchenzwiebel es werden aber auch Schnittlauch,
Knoblauch, Lauchzwiebel, Schalotten und Porree. Es werden Sämlinge
und ältere Pflanzen befallen. Die Sämlinge sterben durch die
Infektion ab. Bei älteren Zwiebeln werden die Blätter von der
Spitze her gelb. Wurzeln und Wurzelboden fangen an zu faulen. Der Pilz
bildet schwarze Überdauernskörper (Sklerotien), die bis zu 10
Jahre im Boden erhalten bleiben. Wenn zwiebelgewächse an einer
betroffenen stelle angepflanzt werden, keimen die Sporen und bilden ein
Pilzgeflecht, dass zu der Pflanze wächst und sich im Boden
ausbreitet. Im Herbst wenn die Bodentemperaturen sinken werden dann
neue Sklerotien ausgebildet. Befallenen Pflanzen müssen sofort
entfernt werden, um eine Ausbreitung und die Bildung von
Überdauerngsformen zu verhinden.
Schalotten sind besonders anfällig
für Grauschimmel (Botrytis)
und Viruserkrankungen. Die wichtigste Viruserkarnkung ist die
"Gelbstreifigkeit" (yellow dwarf of onion = Allium Virus I). Die
befallenen Pflanzen haben gelbgestreifte Blattröhren, die oft auch
verbogen und gewellt sind. Das Laub hängt herunter. Der Wuchs ist
schwach. Es werden sehr weiche, nicht lagerfähige Zwiebeln
gebildet. Weitere Wirtspflanzen sind Porree, Tulpen und Narzissen. Das
Virus wird von vielen Blattlausearten von Pflanze zu Pflanze
übertragen und kann bereits in der Steckzwiebel enthalten
sein. Darum sollte man immer auf virusfreies
Material aus dem Handel zurückgreifen und kein eigenes
Vermehrungsmaterial verwenden. Die Schalotte ´Sante´ ist sehr widerstandsfähig gegen Gelbstreifigkeit.
Ein weiteres Problem sind Stängelälchen (Ditylenchus dipsaci).
Ihre Dauereier können mehrere Jahrzehnte im Boden überdauern.
Da sie mehr als 400 Wirtspflanzenarten haben, vermehren sie sich sehr
leicht. Es sind aber verschiedene Rassen auf bestimmte Wirtspflanzen
angewiesen. Um die Vermehrung spezifischer Erreger im Boden zu
verhindern, ist eine strikte Einhaltung von Fruchtfolgen wichtig.
Kulturen, an denen sich Stängelälchen vermehren sind zum
Beispiel Luzerne, Gelber Senf, Erbsen, Buschbohnen, Stangenbohnen,
Möhren und eben Zwiebeln. Eine Wirkung von Tagetes gegen diesen Nematoden ist nicht bekannt.
Allium ampeloprasum - Ackerknoblauch, Sommerknoblauch, Elefantenknoblauch und Perlzwiebeln
Mit einem Knollen-Durchmesser von bis zu 7 cm hat dieser Knoblauch
die größten bekannten Einzelzwiebeln. Es bildet sich im ersten Jahr eine einzelne Zwiebel
(Monozwiebel), aus der im zweiten Jahr kleine gelbe Brutzwiebeln
hervorgehen. Elefantenknoblauch wird verwendet wie anderer Knoblauch. Er hat ein angenehm mildes Aroma und ist schwächer im Geruch als andere Knoblauch-Arten.

Zehen des Elefantenknoblauchs im Vergleich mit Allium sativum ´Thermidrome´ (oben links) und `Sultop´ (oben rechts).
Auch die Perlzwiebeln, die früher als Allium porrum var. sectivum
bezeichnet wurden, sollen zu dieser Art gehören. Die Knollen sind
15 bis 35 mm im Durchmesser und haben eine weiß-silbrige
Außenhaut. Die kleinen Zwiebeln sind nicht lagerbar und werden
darum nur in Essig eingelegt angeboten. Steckzwiebeln werden im Herbst
gesteckt.
Diese Art ist auch eine widerstandsfähige Zierpflanze,
die in Steingärten verwendet wird. Sie wächst aber auch in
normalem Gartenboden gut. Die Blätter sind blaugrün und
werden etwa 45 cm lang. Die rosa Blüten sind in kugelförmigen
Dolden auf bis zu 120 cm langen Stielen.
Früher wurde der Porree als Allium ampeloprasum var. porrum eingestuft.
Elefantenknoblauch hat 2n = 32 Chromosomen und ist damit tetraploid.
Allium cepa - Küchen- oder Speisezwiebel
Speisezwiebeln geben unseren Gerichten eine aromatische
Würze. Rohe Zwiebelns sind scharf im Geschmack. Gedünstet
werden sie leicht süßlich. Zwiebeln
werden für frische Salate roh und zu vielen Gerichten gebraten
oder gekocht verwendet. Hauptakteure auf dem Teller sind Zwiebeln als
gefülltes Gemüse auf Zwiebelkuchen oder als Zwiebelsuppe.
Die meisten Inhaltsstoffe werden beim
Kochen zerstört. Rohe Zwiebeln sind also gesünder, können
aber Blähungen verursachen.
Beim Schneiden werden schwefelhaltige
Verbindungen frei. Sie sind für den Geruch, den Geschmack und das
Brennen in den Augen verantwortlich. Sie sind Bestandteil der
natürlichen Schädlingsabwehr der Pflanze. Der Gehalt an
ätherischen Ölen liegt bei etwa 0,005 - 0,015 %.
Hauptsächlich sind Cycloalliin, Methylallinin und Propylalliin enthalten. Thiopropional regt den Tränenfluss an.

Im Querschnitt kann man gut die Bildung der Ringe sehen - besonders deutlich
bei roten Sorten. Schalotten sind schmal-länglich in der Form.
Zwiebelsamen sind sehr klein. das Tausendkorngewicht (TKG) liegt
bei 1,5 - 2,5 g. Die Samen der Zwiebeln werden im Frühjahr
ausgesät. Bis
zum Herbst wachsen kleine Zwiebeln heran, die als Steckzwiebeln
fürs nächste Jahr geernetet werden. Da sie nicht ganz
winterhart sind, müssen sie im Haus gelagert werden. Im
Frühjahr sind solche Steckzwiebeln im Handel erhältlich. Sie
werden im März und April gesteckt und im August / September
geernetet. Erntereif
sind die Pflanzen, sobald das Laub eintrocknet. Bei sehr feuchter
Witterung und Risiko von Pilzbefall kann man das Abreifen beschleunigen
in dem man das Laub abknickt oder mit der Grabelgabel die Ziwbel im Boden lockert. Die Zwiebeln werden dann mit der Hand aus
dem Boden gezogen und trocknen einige Tage auf dem sonnigen Beet oder
bei nasser Witterung an einer luftige regengeschützten Stelle. Zur
Lagerung hängt man die Zwiebeln in Bunden am Laub auf oder dreht
die Blätter etwa 2 bis 3 cm über der Zwiebel ab. Voll
ausgreift unbeschädigte Zwiebeln können Temperaturen bis zu -
8 °C vertragen. Werden die gefrorenen Zwiebeln jedoch berührt,
bilden sich Druckstellen, die nach dem Auftauen sofort in Fäulnis
übergehen (Herrmann-Lejeune 1995). Besser ist eine Lagerung in
einem frostfreien Raum.
Bekannte Sorten von Frühjahrssteckzwiebeln
sind ´Stuttgarter Riesen´,
´Birnenförmige´, ´Braunschweiger´ und
Zittauer Gelbe´. Rote Sorten sind ´Hyred´ und
´Rote Steckzwiebeln´. Yankee F1 und Tamara F1 sind
mehltauresistente Sorten.
Gemüsezwiebeln sind besonders große Sorten mit mildem
Geschmack. Sie können einen Durchmesser von 20 cm erreichen. Die
Sorte ´The Kelsae´ steht im Guiness-Buch der Rekorde mit
einem Zwiebelgewicht von über 4 kg. ´Exhibition´ wird
"nur" 1 bis 1,5 kg schwer. Solche großen Zwiebeln eignen sich
hervorragend zum Füllen.
Wintersteckzwiebeln sind spezielle Sorten. Sie sind in Regionen
mit milden Wintern winterhart und können von September bis Anfang
Oktober gesteckt und im Mai des Folgejahres geerntet werden. Bekannte
Sorten sind zum Beispiel ´Silvermoon´, ´Senshyu
Yellow´, ´Red Cross´ und ´Electric Rot´.
Steckzwiebeln werden leicht in die Erde gedrückt, so dass ein Teil
der Zwiebel aus dem Boden schaut. Der Reihenabstand beträgt 30 cm.
In der Reihe sind 5 cm ausreichend. Der Ertrag von Zwiebeln liegt bei
etwa 2 bis 4 kg pro Quadratmeter. Der jährliche Verbrauch von
frischen Zwiebeln liegt in Deutschland durchschnittlich bei rund 3 kg
pro Person.
Die Küchenzwiebel hat wie die meisten Laucharten einen Chromosomensatz von 2 n = 16.
Allium cepa var. ascalonium - Schalotten
Schalotten sind eine Varietät der Küchenzwiebeln. Sie bilden
mehrere kleine Zwiebeln, die zusammen von einer Haut umgeben sind. Der
Geschmack ist milder als bei der normalen Küchenzwiebel und
etwas süßlich. Es gibt weiße bzw. gelbe (´Golden
Gourmet´, ´Longdor´, ´Mikor´) und rote
Sorten (´Red Sun´, ´Sante´).
Im Frühjahr werden Steckzwiebeln in Reihen auf mäßig
gedüngte Beete gesetzt. Der Pflanzenabstand beträgt 20 x 15
cm. Die Zwiebeln schauen aus dem Boden heraus. Im Verlauf des Sommers
bilden sich 6 bis 8 Zwiebeln aus jeder Steckzwiebel.
Schalotten können wie Küchenzwiebeln verwendet werden. Man
darf sie aber nicht beim Anbraten bräunen, weil sie sonst bitter
werden. Nur glasig dünsten oder für Sossen kochen.
Schalotten treiben aus vielen Knospen Anlagen aus.
So bildet sich im zweiten Jahr ein Kranz aus 6 bis 8 etwa gleichgroßen Tochterzwiebeln.
Allium fistulosum - Winterheckenzwiebeln oder Frühlingszwiebeln

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Bei
dieser Art wird wie bei Porree die gesamte Pflanzen verwendet.
Sie werden aus Samen und durch Teilung der Horste vermehrt. Die
Pflanzen sind winterhart. Die
Sämlinge werden im Spätherbst gesteckt und bleiben den Winter
über auf dem Beet. Es bilden sich im zweiten Jahr dichte
weiße Blütendolden, während das Laub abstirbt. Nach der
Blüte treiben die Horste neue Blätter. Die Bestände
erhalten sich selbst, breiten sich aber nicht unkontrolliert aus.
Nach etwa 3 Jahren sollte man
dichte Horste teilen und die kräftigsten Zwiebeln neu pflanzen.
Frühlingszwiebeln können an sonnigen bis halbschattigen
Standorten auf fruchtbaren, mäßig feuchten Böden
gepflanzt werden.
Die Pflanzen haben wie die Küchenzwiebel und Schnittlauch einen Chromosomensatz von 2 n = 16.
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Allium porrum - Lauch oder Porree
Porree wird ab März im Haus, Gewächshaus oder
Frühbeetkasten ausgesät. Ab Mai werden die Jungpflanzen ins
Freiland gesetzt. Ab April kann auch im Freiland gesät werden. Der
Reihenabstand im Beet beträgt 30 cm. In der Reihe sind es 15 bis
20 cm. Beim Pflanzen werden die Setzlinge in bis zu 20 cm tiefe
Löcher oder Gräben gepflanzt und gut angegossen. Wurzeln und
Blätter der Sämlinge werden nicht gekürzt. Später
werden die Pflanzen angehäufelt um möglicht lange weiße
Schäfte zu erhalten.
Frühe Sorten wie ´Hilari´ oder ´Bavaria´
werden im Februar bis März ausgepflanzt und ab August geernetet.
Ende März bis Anfang April ausgesäte Sorten werden im
September bis November geernetet. Geeignete Sorten sind hier
´Hilari´, ´Amundo´, ´De Carentan 2´
und ´Hannibal´.
Mitte April bis Anfang Mai werden Sorten ausgesät, die über
Winter im Beet bleiben können. Dazu gehören zum Beispiel
´Blaugrüner Winter´ (auch ´Arkansas´
genannt) und ´Hannibal´.
rechts: schossender Porree
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Allium x proliferum - Ägyptische Zwiebel
Als Ägyptische Zwiebel, Etagenzwiebel oder Luftzwiebel ist eine lebendebegärende Kreuzung aus Allium cepa und Allium fistulosum bekannt. Sie wird auch als Allium fistulosum var. viviparum oder Allium cepa var. proliferum bezeichnet. Diese Pflanzen bildet Brutzwiebeln und Blüten auf ihren Blütenstandsteilen. Die kleinen Brutzwiebeln fallen von den Pflanzen ab und schlagen dann an Ort und Stelle Wurzeln. In der Natur kommen diese Pflanzen nicht vor.
Der Blütenstand wird etwa 90 cm hoch. Die Blüten sind klein und weiß.
Es können sowohl die kleinen Brutzwiebeln als auch die
größeren Zwiebeln, die sich im Boden befinden gegessen
werden.
Allium sativum - Knoblauch
Der Knoblauch ist im Geschmack und Geruch intensiver als die
Küchenzwiebel. Der Grund ist die hohe Konzentration an
ätherischen Ölen, die bei 0,1 bis 0,36 % liegt und damit etwa
zwanzig Mal so hoch ist wie in der Zwiebel. Die Schwefelverbindung
Alliin wird mit einem Enzym zu Allicin umgewandelt. Diese Substanz ist
Träger des Geruchs, aber auch der Bestandteil, der animikrobiell
wirkt. Ohne Geruch also keine Wirkung. Die ätherischen Öle
werden vom Körper schnell wieder ausgeschieden. Etwa 10 % geben
wir über die Lunge wieder ab. Mundgeruch nach Knoblauchverzehr ist
also eine normale "Entgiftungsreaktion". Beim Menschen wirkt Knoblauch
nicht ausreichend gut gegen Wurmbefall. Bei Zierfischen wird Knoblauch
gerne als Antiparasitikum (Allium-Extrakt)
dem Futter zugesetzt.
Die
antiseptischen Eigenschaften kann man bei Schnitt- und
Schürfwunden nutzen. In feine Scheiben geschnittene Zehen werden
in sauberen Verbandsmull gewickelt und auf die Wunden gelegt.
Knoblauchsirup wirkt bei Husten. Er wird wie Zwiebelsaft hergestellt
und angewendet. 8 Knoblauchzehen werden gehackt und mit 4
Esslöffeln Honig verrührt. Vom so entstehenden Saft wird
alle 2 Stunden ein Eßlöffel eingenommen.
Auch Gesichtsdampfbäder mit Knoblauch helfen bei
Erkältungskrankheiten. Drei Knoblauchzehen in heißes Wasser
drücken und die Dämpfe inhalieren. Eine Knoblauch-Haarkur
wirkt gegen gereizte
Kopfhaut und sorgt bei glanzlosem, matten Haar für neuen Glanz.
Dazu werden 10 Knoblauchzehen gequetscht und in 150 ml heißes
Rhiznusöl gegeben. Das lässt man zwei Tage ziehen, filtert es
und füllt das Öl in eine Flasche ab. Zur Anwendung wird das
Öl in die Kopfhaut einmassiert. Mit einem Handtuch umwickelt wirkt
es eine Stunde ein. Danach wird mit einem normalen Schampoo gewaschen.



Die Knoblauchknolle besteht aus zahlreichen "Zehen".
´Sultop´ hat violette Häute. ´Thermidrome´
ist weiß.
Die Blätter des Knoblauchs sind flach, etwa 30 cm lang
und 2,5 cm breit. Die bis zu 60 cm hohen Blütenstände tragen
rosa-weiße Blüten und bei einigen Sorten auch Brutzwiebeln.
An der Zwiebel wächst aus jeder Knospenanlage eine Tochterzwiebeln
heran. So bildet sich eine dichte Knolle aus
einzelnen, kleinen Zehen, die zusammen in eine Haut eingeschlossen
sind. Wird entweder entweder im September bis Oktober oder
im Frühjahr Ende März bis April gesteckt. In der Reihe steckt
man die
Zwiebeln auf einen Abstand von 15 cm. Der Reihenabstand beträgt 20
cm. Die Zehen werden nur etwa 2,5 cm tief gesetzt und sollten mit der
Spitze aus dem Boden schauen.
Die Kultur gelingt auf nahrhaften, nicht zu schweren Böden. Warme,
sonnigen Lagen sind notwendig. Knoblauch ist in der Kultur
anspruchsvoller als
Küchenzwiebeln. Manchmal bilden sich im nur einzelne Zwiebeln und
keine Knollen. Diese kann man dann im Spätherbst erneut
auspflanzen. Durch Düngung lässt sich der Ertrag deutlich steigern. In der Mischkultur ist er ein guter Partner
für Gurken, Möhren, Kartoffeln, Sellerie und Tomaten. Die
Kultur zusammen mit Bohnen, Erbsen und Kohl ist ungünstig.
Chromosomenzahl 2 n = 16.
Allium schoenoprasum - Schnittlauch
Der Schnittlauch ist ein mehrjähriges, winterhartes
Gewächs.
Er bildet dichte Horste etwa 30 cm hohe aus röhrenförmigen
Halmen. Die Blüten sind rosa bis lila. In rabatten sind die
blühenden Bestände sehr dekorativ. Blühender
Schnittlauch ist aber nicht so aromatisch, daher sollte man die
Blüten entfernen, wenn man ihn als Würzkraut verwenden will. Im Winter
verwelkt das Laub. Im Frühjahr treiben die Pflanzen wieder aus. Alte Horste können durch Teilung verjüngt werden.
Das Saatgut kann ab Februar bis Mai im Topf auf der Fensterbank und
später im Freiland ausgesät werden. Für die Topfkultur
sind Saatscheiben erhältlich.
Gernetet wird das Laub, dass möglichts dicht über dem Boden
abgeschnitten wird. Es wird von jedem Horst nur wenig geschnitten,
damit die Pflanzen nicht zu stark geschwächt werden. Schnittlauch
findet als Gewürzkraut vielseitige Verwendung. Er ist reich an
Vitamin A und Vitamin C. Da er aber in der Regel nur in geringen Mengen
konsumiert wird, trägt er kaum zur Nährstoffversorgung bei.
Die enthaltenen Öle wirken leicht antiseptisch.
Chromosomenzahl 2 n = 16.
Allium tuberosum - Schnittknoblauch
Schnittknoblauch
wird wie Schnittlauch kultiviert und geernetet. Die Blätter sind
aber dickfleischig und nicht hohl wie bei Schnittlauch. Die Pflanzen
werden etwa 60 cm hoch. Im Sommer bilden sich lockere, halbkugelige
Dolden aus weißen Blüten. Die Blüten duften
süßlich. Das Aroma
entspricht dem von Knoblauchknollen, aber der Geruch ist nicht so
intensiv.
Das Gewürzkraut wird von April bis August direkt im Freiland
ausgesät. Bei 15 - 20 °C keimen die Samen nach 7 bis 14 Tagen.
In sonniger bis halbschattiger Lage auf humosen Böden lässt
sich Schnittknoblauch leicht kultivieren. Der Boden sollte feucht, aber gut dräniert sein. Im Beet sind Dill,
Möhren und Porree günstige Nachbarn. Schnittknoblauch
lässt sich aber auch in Balkonkästen und Töpfen gut
halten. Ältere Horste können zur Vermehrung geteilt werden.
Mit einer Chromosomenzahl von 2 n = 32 ist Schnittknoblauch tetraploid.
Allium ursinum - Bärlauch
Der Bärlauch ist bei uns heimisch. Die ersten Blätter
erscheinen im Februar und März. Anders als bei den anderen
Allium-Arten, sind die Blätter beim Bärlauch deutlich in
einen Stiel und eine breite Spreite gegliedert. Die Mitttelrippe und
die Seitennerven sind deutlich sichtbar. Die Blätter werden für
Salate, Suppen oder zum Beispiel als aromatischer Zusatz für Brot
(Bärlauchbrot) verwendet. Man kann daraus pesto machen oder sie
zur zubereitung von Kräuterquark verwenden. Außer den
Blättern lassen sich auch die Zwiebeln und die weißen
Blüten verwenden. Im Mai blühen die Pflanzen und ziehen dann
wieder ein. Im nächsten Jahr treiben sie dann wieder aus.
Der Bärlauch hat 2 n = 14 Chromosomen. Er gehört in die Untergattung Amarallium.
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Allium aflatunense - Iranlauch
Dieser Zierlauch aus Zentralasien bildet etwa 10 cm große,
kugelige Dolden aus mehr als 50 kleinen, violetten, sternförmigen
Blüten. Sie stehen auf einem bis zu 1,5 m hohen
Blütenstiel. Das Laub zieht vor der Blüte ein. Die
bekannteste Sorte ist ´Puple Sensation´. Gut zum Schnitt geeignet.
Die Zwiebeln werden etwa 10 cm tief eingepflanzt. Die Pflanzen
brauchen einen durchlässigen Boden und vollsonnige Standorte.
Allium caeruleum - Blauer Zierlauch
Diese winterharte Art stammt aus Zentralasien. Die
Blütenstände werden zwischen 30 und 60 cm hoch. Sie bestehen
aus zahlreichen kornblumen-blauen Blüten. Zur Blütezeit welkt das Laub.
Chromosomenzahl 2n = 16
Allium cernuum
Dieser amerikanische Zierlauch ähnelt im Habitus Schnittlauch. Die
Blütenstängel sind 30 bis 60 cm hoch. Die Blüten in den
lockeren Dolden hängen herunter. Sie sind weiß, rosa oder
bräunlich. Die Staubgefäße hängen aus den
Blütenkelchen heraus.
Chromsomenzahl 2 n = 14.
Allium christophii - Sternkugellauch
Der Sternkugellauch bildet im Mai - Juni bis zu 40 cm große,
kugelige Dolden aus metallisch violett glänzenden Blüten. Der
Blütenstand wird etwa 60 cm hoch. Das Laub ist zur Blütezeit
bereits verwelkt. Die abgeblühten Blütenstände
können für Trockensträuße verwendet werden.
Die Zwiebeln werden im Herbst rund 6 bis 10 cm tief gepflanzt.
Chromosomenzahl 2 n = 16.

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Die Blüten öffenen sich von außen nach innen.
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Blühende Pflanze mit welkem Laub.
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Allium cowanii - weißer Wildlauch
Dieser bis 40 cm hohe Zierlauch bildet im Mai bis Juni kleine
weiße Blüten in lockeren Dolden. Die Blüten duften und
werden gerne von Bienen besucht. Die Blätter sind flach und breit.Gepflanzt
werden die Zwiebeln von September bis Dezember etwa 8 cm tief. Humose
Böden an halbschattigen bis sonnigen Stellen sind iedeal für
die Kultur.
Diese Art stammt aus Südeuropa. In sehr kalten Lagen kann ein Winterschutz erforderlich sein.
Allium giganteum - Riesen-Zierlauch
Dieser Lauch bildet bis zu 45 cm lange graugrüne
Blätter. Der Blütenstandstiel soll 120 - 180 cm hoch werden
können. Die Blütenkugeln sind 12 - 15 cm im Durchmesser. Die
Blüten sind violett bis dunkel purpurn. Die Blütezeit ist im
Juli.
Eine bekannte Sorte ist ´Globemaster´.
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Blütenstände von Allium giganteum
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Allium karataviense - Blauzungenlauch
Dieser zentralasiatische Lauch bildet zwei oder drei breite,
blaugrüne Blätter, die zum Teil purpurn überlaufen sind.
In kugeligen Dolden auf kurzen Stielen öffnen sich Mitte bis Ende
Mai zahlreiche weiße bis hellviolette Blüten.
Diese
Art wurde im Kara-Tau-Gebirge in Kasachstan zuerst entdeckt und nach
diesem benannt. Als Sorte ist ´Ivory Queen´ bekannt.
Cromosomenzahl 2 n = 18.
Allium moly - Goldlauch
Dieser kleine Lauch ist in Südeuropa
heimisch. Er wird
bis zu 45 cm hoch. Die Blätter sind breit und graugrün
gefärbt. Die Zwiebel ist etwa 6 cm groß. Die Blüten
erscheinen im Mai und Juni und sind leuchtend gelb. Sie werden von
vielen Insekten besucht. Der Goldlauch kann im Steingarten und im Beet
an halbschattigen bis sonnigen und trockenen Stellen gepflanzt werden.
Zum Schnitt geeignet. Bei der Sorte ´Jeannine´ sind die
Blüter größer als bei der Normalform. Es gibt auch
weiß blühende Sorten.
Chromosomenzahl 2 n = 14.
Allium oreophilum - Rosen-Zwerglauch
Dieser kleine Zierlauch bildet bis zu 15 glockenförmige, rosafarbene bis violette Blüten auf bis zu 20 cm hohen Stielen. Sie erscheinen von Mai bis Juli. Die lanzettlichen Blätter sind etwa 15 cm lang. Beheimatet sind diese kleinen Zierpflanzen in Zentralasien und dem Kaukasus. Es
gibt verschiedene Sorten. ´Torch´ ist intensiv pink.
´Agalik Giant´ soll doppelt so groß sein, wie die
Wildform. Die Blüten sind pink-violett. ´Zwanenburg´
hat rosa-rote Blüten.
Die Zwiebeln werden im Herbst etwa 7 cm tief gesteckt. Sie
benötigen einen durchlässigen Boden an einem sonnigen
Standort.
Chromosomenzahl 2 n = 16
Allium schubertii - Wunderkerzenblume
Charakteristisch sind die bis zu 40 cm durchmessenden
Blüenstände, bei denen nicht alle Blütenstiele glich
lang sind. Ein Teil der Blüten ragt weiter heraus und erweckt den
Eindruck von sprühenden Funken. Die Blüten sind klein,
sternförmig und violett-rosa. Die Pflanzen werden etwa 45 cm hoch.
Die Zwiebeln werden im herbst etwa 5 cm tief gepflanzt.
Abgeblühte Blütenstände eignen sich gut für Trockensträuße und Gestecke.
Allium sphaerocephalon - Kugelköpfiger Lauch
Die rot-violetten Blütendolden dieses Zierlauchs sind kugelig bis
eiförmig und erschienen im Juni bis Juli. Die Pflanzen werden 30 -
90 cm hoch. Das Laub ist hohl und halbrund. Dieser anspruchslose
Zierlauch kann in Steingärten und trockenen Beeten stehen. Sonnige
bis halbschattige Standorte sind geeignet. Die bis zu 3,5 cm
großen Zwiebeln werden im Herbst gepflanzt.
Chromosomenzahl 2 n = 16
Allium stipitatum - Kugellauch
Ursprünglich stammt diese Art aus Zentralasien,
Pakistan und Afganistan. Die Pflanzen sind winterhart und vertragen
auch Temperaturen unter -15 °C. Die Blüten erscheinen im Mai bis Juni. Es
gibt weißblühende und rosablühende Formen. Die
Blütenstandstiele werden bis 110 cm hoch. Eine bekannte
weiße Sorte ist ´Mount Everest´.
Die Pflanzen wachsen auf trockenen bis feuchte, gut dränierten Böden in halbschattigen bis vollsonnigen Lagen.
Chromosomenzahl 2n = 16
Literatur:
Fischer, g., Krug, E. (1997): Heilkräuter und Heilpflanzen - Tabellenbuch.- VMA-Verlag, Wiesbaden
N.
Friesen, R. M. Fritsch, S. Pollner, F. R. Blattner (2000): Molecular
and Morphological Evidence for an Origin of the Aberrant Genus Milula
within Himalayan Species of Allium (Alliacae).- Molecular Phylogenetics
and Evolution Vol. 17, No. 2, November, pp. 209-218
N.
Friesen, R. M. Fritsch, F. R. Blattner (2006): Phylogeny and new
intrageneric classification of Allium (Alliaceae) based an nuclear
ribosomal DNA IRS sequences.- Aliso 22, pp. 372–395
E. Herrmann-Lejeune (1995): Unser Hausgarten.- 12. Auflage, DLG-Verlag
P. McHoy, P. Westland (1998): Die Kräuter-Bibel - Praktische
Kräuterkunde für Garten und Gesundheit.- Könemann
Verlagsgesellschaft, Köln
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