Gattung Allium - Zwiebeln, Schalotten, Knoblauch,
Schnittknoblauch, Elefantenknoblauch, Schnittlauch, Bärlauch, Porree und Zierlauch



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Allium für Speisezwecke   
  Zierlauch
Verwendung in der Küche
Allgemeines zur Kultur
Pflanzenschutz

Allium ampeloprasum - Elefantenknoblauch
Allium cepa - Küchenzwiebeln
Allium cepa var. ascalonium - Schalotten
Allium fistulosum - Winterheckenzwiebel, Frühlingszwiebel
Allium porrum - Porree
Allium x proliferum - Etagenzwiebel, Ägyptische Zwiebel
Allium sativum - Knoblauch
Allium schoenoprasum - Schnittlauch
Allium tuberosum - Schnittknoblauch
Allium ursinum - Bärlauch

 

Früher wurde die Gattung Allium zu den Liliecaeae gezählt. Mittlerweile sind Zwiebel, Knoblauch und Co. in einer der Familie der Alliacaea zusammengfasst. Nach der neuesten wissenschaftlichen Bearbeitung wird Allium in 15 Untergattungen mit zahlreichen Sektionen untergliedert. Es gibt etwa 700 Allium-Arten. Viele sind in Kultur. Sie werden als Gemüse angebaut, als Gewürze verwendet oder dienen als Zierpflanzen.
Sie haben alle einen sehr gestauchten Sproß, der auf eine flache Scheibe reduziert ist. Aus der Unterseite der Scheibe wachsen die Wurzeln, aus der Oberseite kommen die Blätter. Die Blätter sind an der Basis verdickt und liegen in dichten Schichten übereinander, so dass sie ein Zwiebel bilden. In den Blattachseln bilden sich Brutzwiebeln. Beim Knoblauch werden sie als "Zehen" bezeichnet. Die Brutzwiebeln sind von einer trockenen Haut umgeben. Die Mutterzwiebeln schrumpft und stirbt ab, so dass nur noch ein Ballen aus Tochterzwiebeln übrig bleibt. Die Blüten sind in mehr oder weniger dichten Dolden. Sie sind zunächst von einem dünnen, häutigen Hochblatt umgeben, dass zur Blühreife aufreißt. Die Blüten sind sechszählig. Sie bilden ein Perigon. Das heißt das Kelch- und Kronblätter gleich gefärbt und geformt sind. Bei einigen Arten sind die Blüten sternförmig, bei anderen glöckenförmig. Die Dolden sind kugelig, eiförmig oder locker. Manchmal hängen die Blüten herab. Die Farbpalette umfasst grünlich Töne, weiß, gelb, rosa, rot, blau und violett.
Die meisten eurasischen Arten haben einen Chromosomensatz von 2x = 16. Bei den nordamerikanischen Arten sind es hauptsächlich 2 n = 14. Fast alle Arten mit 20 oder 22 Chromosomen stammen aus Südwestchina. Es gibt auch polyploide Formen.

Einzelbluete von Allium moly

Blüte vom Goldlauch
Einzelblüte von Allium christophii

Blüte vom Sternkugellauch


Die Zwiebel ist ein sehr alte Kulturpflanzen, die bereits 3200 v. Christus in Ägypten angebaut wurde. Im 14. Jahrhundert hatte sie sich von Mittel- und vorderasien bis nach Europa ausgebreitet. Sowohl die Küchenzwiebeln als auch der Knoblauch fanden bereits damals Verwendung als Heilpflanze. Zwiebeln sind enthalten Vitamine (Vitamin B, Vitamin C, Panthothensäure Vitamin B5), Mineralien (Kalium, Kalzium, Phosphor), Kieselsäure, sekundäre Pflanzenstoffe (z.B. Glukokinine) und Spurenelemente (Eisen). Außerdem enthalten Zwiebeln, Knoblauch Bärlauch un Co.
schwefelhaltige Verbindungen wie Allicin und Isoalliin, die desinfizierende und antiseptische Wirkung haben. Zwiebeln und Knoblauch enthalten aber auch N-Propyldisulfid, dass bei Hunden die roten Blutkörperchen zerstört. Für Hunde sind sie darum giftig.

In der Naturheilkunde werden Zwiebeln und Knoblauch gegen verschiedene Leiden eingesetzt. Zwiebelkompressen sind schmerzlindernt und werden zum Beispiel bei Insektenstichen empfohlen. Zwiebelsirup oder Zwiebelsaft wirkt antibakteriell und entzündungshemmend bei Husten, Schnupfen, Erkältungen und Halsschmerzen. Dafür wird eine rohe Zwiebel fein gewürfelt und in einer Tasse ein Löffel Honig dazu gegeben. Der Honig entzieht der Zwiebel den Saft. Die so entstehende Flüssigkeit wird eingenommen. Für einen Zwiebelwickel - z. B. gegen Ohrenschmerzen - wird eine Zwiebel in feine Würfel oder dünne Scheiben geschnitten und auf der Heizung etwas erwärmt. Dann wird sie in ein Stofftaschentuch verpackt und mit einem Tuch oder Schal am Kopf angebunden. ideal ist es, wenn der Erkrankte den Kopf noch auf eine Wärmflsche legt, damit die enthaltenen Inhaltstoffe gut verdunsten können und in den Gehörgang dringen. Mindestens ein bis zwei Stunden - wenn möglich über Nacht - muss der Wickel drauf bleiben. Ebenso lässt sich ein Zwiebelwickel gegen Hals- und Kopfschmerzen einsetzen.



Allium für Speisezwecke


Verwendung in der Küche

Von der Küchen- und Speisezwiebel, Schalotten und Knoblauch werden die unterirdischen Teile des Sprosses, die Zwiebeln oder Bulben, gegessen. Schnittlauch, Schnittknoblauch, Frühlingszwiebeln und Porree bilden keine Zwiebeln aus. Bei ihnen werden die Blätter gegessen.  Beim Bärlauch können alle Teile inklusive der Blüten verwendet werden. Alle finden  für herzhafte Speisen Verwendung. Gedünstet genießen wir sie als Gemüse. Sie werden gefüllt. Kommen in Aufläufe oder roh in den Salat. Man findet Zwiebeln an Bratkartoffeln, im Hamburger und im Döner. Röstzwiebeln geben Hot-Dogs die richtige Würze. Porree gehört zusammen mit Sellerie und Möhren zum klassischen Suppengrün. Mit Knoblauch lassen sich viele Gerichte und Sossen aromatisieren. Dazu kommen Pesto und Kräuterbutter, Zwiebelbaguetts und Knobibrot und so weiter.

Zwiebelsortiment

Gemüsezwiebeln, weiße und rote Küchenzwiebeln
sind alles Sorten von Allium cepa. Schalotten gehören
zur Unterart Allium cepa var. ascalonium.
Knoblauch (Allium sativum) ist eine eigenständige Art.
Lauchzwiebeln

Frühlingszwiebeln und Porree
werden im Ganzen verwendet.



Die Arten, bei denen die Bulben geerntet werden, sind meist gut lagerbar. Die Sorten, bei denen man das Laub verwendet sollte man möglichst enrtefrisch zubereiten. Einige Tage halten sich Frühlingszwiebeln und Porree im Gemüsefach, dann werden sie aber gelb und welk.
Bei Schalotten sollte man beachten, dass sie durch das Anbraten bitter werden. Man darf sie nur leicht andünsten. Für Bratkartoffeln oder Röstzwiebeln ist die normale Küchenzwiebel darum besser geeignet. Es gibt weiße und rote Zwiebeln. Bei den Roten ist in den Zwiebelhäuten der roten Farbstoff aus der Gruppe der Anthocyane. Er ist in den Vakuolen der Zellen gespeichtert.
Es gibt verschiedene Sorten von Zwiebeln, Porree und Knoblauch. Anders als bei Äpfeln und Kartoffeln, werden bei Zwiebeln im Handel aber die Sortennamen nicht angegeben. Wir können also nicht gezielt unsere Lieblingssorte auswählen. Es sei denn wir bauen unsere Zwiebeln selber an.


Allgemeines zur Kultur


Alle Allium-Arten brauchen lockere, fruchtbare Erde.
Lößboden ist für die Kultur ideal. Auf leichten Sandböden ist der Ertrag meist gering und auf schweren Böden ist die Haltbarkeit meist nicht gut. Zwiebeln und Co. mögen keine frisch mit Mist gedüngten Böden und werden darum in der zweiten Tracht mit den Schwachzehrern ausgebracht. Vor dem Pflanzen von Jungpflanzen oder Steckzwiebeln wird der Boden mit  60g/m² Volldünger versorgt. Der Nährstoffbedarf liegt bei 10 g N, 6 g P und 20 g K pro Quadratmeter.
Wer besonders große Zwiebeln ernten will muss früh aussähen. Das ist besonders für große Gemüsezwiebeln zum Füllen wichtig. Ab Mitte Februar - Anfang März werden die Samen im Haus oder im Gewächshaus ausgesät. Die keimtemperatur liegt bei 5 bis 12 °C. Innerhalb von 2 bis 3 Wochen keimen die Samen. Nach der Keimung bis zum Zwei-Blattstadium werden die Sämlinge bei etwa 15 °C kultiviert. Danach werden sie vereinzelt und bei 10 - 13°C weiter kultiviert. Ab April können die Jungpflanzen und auch die Steckzwiebeln dann ins Frühbeet und nach den letzten Nachtfrösten direkt ins Freiland gepflanzt werden. Gemüsezwiebeln werden sehr groß und werden auf einen Abstand von 20 x 25 cm gepflanzt. Die kleineren Sorten kommen im Abstand von 25 x 5 - 8 cm in die Erde.
Bei Direktsaat im Freiland säht man im Frühjahr (April) in Reihen mit Abstand von 25 cm. In der Reihe sollte der Abstand etwa 5 cm betragen. Es muss später unbedingt vereinzelt werden.  Da die Keimdauer recht lange ist, kann man Radieschen oder Salatsaamen als Markierung der Reihen untermischen. Bis in den Ende Juli werden Zwiebeln alle 2 - 3 Wochen mit Kali und Phosphat gedüngt. Danach wird bis September nur noch Kalidünger gegeben. Das verbessert die Haltbarkeit im Lager.
Winterzwiebeln werden Mitte bis Ende August ausgesät. Bis zum Ende der Vegetationszeit müssen sie etwa 10 cm hoch sein. Über Winter werden sie am Besten mit einem Vlies abgedeckt. Kälte schadet Winterzwiebelsorten nicht, sie trocknen aber aus, wenn sie aus dem gefrorenen Boden kein Wasser ziehen können, während an sonnigen Tagen Wasser über die Blätter verdunstet. Im April wird das Vlies entfernt. Die Zwiebeln werden nun auf den richtigen Abstand vereinzelt. Im Mai sind sie erntereif.Steckzwiebeln werden im März/April gesetzt. Der Reihenabstand beträgt 25 cm und der Abstand in der Reihe je nach Sorte 6 bis 8 cm. Die Zwiebeln schauen nach der Pflanzung mit der Spitze aus dem Boden heraus. Um das Schossen (Blütenbildung) zu verhindern, werden Steckzwiebeln auf eine Art vorbehandelt, die als "darren" bezeichnet wird. Dazu werden sie den ganzen Winter bei 23 - 25 °C oder 3 bis 4 Wochen vor der Pflanzung bei 35 °C gelagert. Für einen Quadratmeter Fläche werden etwa 70 bis 100 g Steckzwiebeln benötigt.
Porree wird wie Zwiebeln ausgesät und pikiert. Im Freiland wird er dann so tief wie möglich gepflanzt und später angehäufelt, weil der wohlschmeckende weiße Teil sich unter der Erde entwickelt.

Wichtig für alle Allium-Arten eine ausreichende Bodenwärme und viel Sonne. Während der Wachstumszeit muss immer ausreichend Wasser zur Verfügung stehen. Regelmäßiges Hacken gegen Unkräuter und zur Lockerung des Bodens ist wichtig. Dabei dürfen die Zwiebeln nicht beschädigt werden.
Um Nachbauschäden zu vermeiden sollten Zwiebel frühestens nach 4 bis 5 Jahren wieder auf die Selben Flächen. Am besten wachsen sie nach organisch gedüngten Kulturen wie Kartoffeln, Sellerie und Kohl. Wintersteckzwiebeln kann man gut nach Erbsen, frühen Buschbohnen und Möhren anbauen, sofern kein Befall mit Stängelälchen vorliegt.

Pflanzenschutz


Als Schaderreger tritt vor allem die Zwiebelfliege auf. Die Herzblätter sterben bei Befall ab. In der Zwiebl und an den Wurzeln sind weiße Maden. Man kann dem Befall durch Mischkultur mit Möhren minimieren. Richtig angebrachte Kulturschutzvliese verhindern einen Befall. Falscher Mehltau ist vor allem bei der Anzucht aus Samen ein Problem. Vorbeugende Spitzungen mit Schachtelhalmjauche oder Schachtelhalmtee sind dagegen hilfreich. Es gibt mehltauresistente Küchenzwiebeln (´Yankee F1´ und ´Tamara F1´). Zwiebelbrand (Urocystes cepulae) ist für Saatzwiebeln besonders gefährlich. Ihre Blätter werden blaugrün. Aus Beulen platzen schwarze Sporen heraus, die mehrere Jahre im Boden erhalten bleiben können. Besonders schwerwigend ist die Mehlkrankheit. Sie wird durch den Pilz
Sclerotium cepivorum verursacht. besonders anfällig ist die weiße Küchenzwiebel es werden aber auch Schnittlauch, Knoblauch, Lauchzwiebel, Schalotten und Porree. Es werden Sämlinge und ältere Pflanzen befallen. Die Sämlinge sterben durch die Infektion ab. Bei älteren Zwiebeln werden die Blätter von der Spitze her gelb. Wurzeln und Wurzelboden fangen an zu faulen. Der Pilz bildet schwarze Überdauernskörper (Sklerotien), die bis zu 10 Jahre im Boden erhalten bleiben. Wenn zwiebelgewächse an einer betroffenen stelle angepflanzt werden, keimen die Sporen und bilden ein Pilzgeflecht, dass zu der Pflanze wächst und sich im Boden ausbreitet. Im Herbst wenn die Bodentemperaturen sinken werden dann neue Sklerotien ausgebildet. Befallenen Pflanzen müssen sofort entfernt werden, um eine Ausbreitung und die Bildung von Überdauerngsformen zu verhinden.
Schalotten sind besonders anfällig für Grauschimmel (Botrytis) und Viruserkrankungen. Die wichtigste Viruserkarnkung ist die "Gelbstreifigkeit" (yellow dwarf of onion = Allium Virus I). Die befallenen Pflanzen haben gelbgestreifte Blattröhren, die oft auch verbogen und gewellt sind. Das Laub hängt herunter. Der Wuchs ist schwach. Es werden sehr weiche, nicht lagerfähige Zwiebeln gebildet.
Weitere Wirtspflanzen sind Porree, Tulpen und Narzissen. Das Virus wird von vielen Blattlausearten von Pflanze zu Pflanze übertragen und kann bereits in der Steckzwiebel enthalten sein.  Darum sollte man immer auf virusfreies Material aus dem Handel zurückgreifen und kein eigenes Vermehrungsmaterial verwenden. Die Schalotte ´Sante´ ist sehr widerstandsfähig gegen Gelbstreifigkeit.
Ein weiteres Problem sind Stängelälchen (Ditylenchus dipsaci). Ihre Dauereier können mehrere Jahrzehnte im Boden überdauern. Da sie mehr als 400 Wirtspflanzenarten haben, vermehren sie sich sehr leicht. Es sind aber verschiedene Rassen auf bestimmte Wirtspflanzen angewiesen. Um die Vermehrung spezifischer Erreger im Boden zu verhindern, ist eine strikte Einhaltung von Fruchtfolgen wichtig. Kulturen, an denen sich Stängelälchen vermehren sind zum Beispiel Luzerne, Gelber Senf, Erbsen, Buschbohnen, Stangenbohnen, Möhren und eben Zwiebeln. Eine Wirkung von Tagetes gegen diesen Nematoden ist nicht bekannt.
 

Allium ampeloprasum - Ackerknoblauch, Sommerknoblauch, Elefantenknoblauch und Perlzwiebeln

Mit einem Knollen-Durchmesser von bis zu 7 cm hat dieser Knoblauch die größten bekannten Einzelzwiebeln. Es bildet sich im ersten Jahr eine einzelne Zwiebel (Monozwiebel), aus der im zweiten Jahr kleine gelbe Brutzwiebeln hervorgehen. Elefantenknoblauch wird verwendet wie anderer Knoblauch. Er hat ein angenehm mildes Aroma und ist schwächer im Geruch als andere Knoblauch-Arten.

Zehen des ElefantenknoblauchsKnoblauch-Arten

Zehen des Elefantenknoblauchs im Vergleich mit Allium sativum ´Thermidrome´ (oben links) und `Sultop´ (oben rechts).


Auch die Perlzwiebeln, die früher als Allium porrum var. sectivum bezeichnet wurden, sollen zu dieser Art gehören. Die Knollen sind 15 bis 35 mm im Durchmesser und haben eine weiß-silbrige Außenhaut. Die kleinen Zwiebeln sind nicht lagerbar und werden darum nur in Essig eingelegt angeboten. Steckzwiebeln werden im Herbst gesteckt.
Diese Art ist auch eine widerstandsfähige Zierpflanze, die in Steingärten verwendet wird. Sie wächst aber auch in normalem Gartenboden gut. Die Blätter sind blaugrün und werden etwa 45 cm lang. Die rosa Blüten sind in kugelförmigen Dolden auf bis zu 120 cm langen Stielen.
Früher wurde der Porree als Allium ampeloprasum var. porrum eingestuft.
Elefantenknoblauch hat 2n = 32 Chromosomen und ist damit tetraploid.

Allium cepa - Küchen- oder Speisezwiebel


Speisezwiebeln geben unseren Gerichten eine aromatische Würze. Rohe Zwiebelns sind scharf im Geschmack. Gedünstet werden sie leicht süßlich. Zwiebeln werden für frische Salate roh und zu vielen Gerichten gebraten oder gekocht verwendet. Hauptakteure auf dem Teller sind Zwiebeln als gefülltes Gemüse auf Zwiebelkuchen oder als Zwiebelsuppe.
Die meisten Inhaltsstoffe werden beim Kochen zerstört. Rohe Zwiebeln sind also gesünder, können aber Blähungen verursachen.
Beim Schneiden werden schwefelhaltige Verbindungen frei. Sie sind für den Geruch, den Geschmack und das Brennen in den Augen verantwortlich. Sie sind Bestandteil der natürlichen Schädlingsabwehr der Pflanze. Der Gehalt an ätherischen Ölen liegt bei etwa 0,005 - 0,015 %. Hauptsächlich
sind Cycloalliin, Methylallinin und Propylalliin enthalten. Thiopropional regt den Tränenfluss an.


Längs- und Querschnitte durch Küchenzwiebeln und Schalotten

Im Querschnitt kann man gut die Bildung der Ringe sehen - besonders deutlich
bei roten Sorten. Schalotten sind schmal-länglich in der Form.

Zwiebelsamen sind sehr klein. das Tausendkorngewicht (TKG) liegt bei 1,5 - 2,5 g. Die Samen der Zwiebeln werden im Frühjahr ausgesät. Bis zum Herbst wachsen kleine Zwiebeln heran, die als Steckzwiebeln fürs nächste Jahr geernetet werden. Da sie nicht ganz winterhart sind, müssen sie im Haus gelagert werden. Im Frühjahr sind solche Steckzwiebeln im Handel erhältlich. Sie werden im März und April gesteckt und im August / September geernetet. Erntereif sind die Pflanzen, sobald das Laub eintrocknet. Bei sehr feuchter Witterung und Risiko von Pilzbefall kann man das Abreifen beschleunigen in dem man das Laub abknickt oder mit der Grabelgabel die Ziwbel im Boden lockert. Die Zwiebeln werden dann mit der Hand aus dem Boden gezogen und trocknen einige Tage auf dem sonnigen Beet oder bei nasser Witterung an einer luftige regengeschützten Stelle. Zur Lagerung hängt man die Zwiebeln in Bunden am Laub auf oder dreht die Blätter etwa 2 bis 3 cm über der Zwiebel ab. Voll ausgreift unbeschädigte Zwiebeln können Temperaturen bis zu - 8 °C vertragen. Werden die gefrorenen Zwiebeln jedoch berührt, bilden sich Druckstellen, die nach dem Auftauen sofort in Fäulnis übergehen (Herrmann-Lejeune 1995). Besser ist eine Lagerung in einem frostfreien Raum.
Bekannte Sorten von Frühjahrssteckzwiebeln sind ´Stuttgarter Riesen´, ´Birnenförmige´, ´Braunschweiger´ und Zittauer Gelbe´. Rote Sorten sind ´Hyred´ und ´Rote Steckzwiebeln´. Yankee F1 und Tamara F1 sind mehltauresistente Sorten.
Gemüsezwiebeln sind besonders große Sorten mit mildem Geschmack. Sie können einen Durchmesser von 20 cm erreichen. Die Sorte ´The Kelsae´ steht im Guiness-Buch der Rekorde mit einem Zwiebelgewicht von über 4 kg. ´Exhibition´ wird "nur" 1 bis 1,5 kg schwer. Solche großen Zwiebeln eignen sich hervorragend zum Füllen.
Wintersteckzwiebeln sind spezielle Sorten. Sie sind in Regionen mit milden Wintern winterhart und können von September bis Anfang Oktober gesteckt und im Mai des Folgejahres geerntet werden. Bekannte Sorten sind zum Beispiel ´Silvermoon´, ´Senshyu Yellow´, ´Red Cross´ und ´Electric Rot´.

Steckzwiebeln werden leicht in die Erde gedrückt, so dass ein Teil der Zwiebel aus dem Boden schaut. Der Reihenabstand beträgt 30 cm. In der Reihe sind 5 cm ausreichend. Der Ertrag von Zwiebeln liegt bei etwa 2 bis 4 kg pro Quadratmeter. Der jährliche Verbrauch von frischen Zwiebeln liegt in Deutschland durchschnittlich bei rund 3 kg pro Person.

Die Küchenzwiebel hat wie die meisten Laucharten einen Chromosomensatz von 2 n = 16.

Allium cepa var. ascalonium - Schalotten


Schalotten sind eine Varietät der Küchenzwiebeln. Sie bilden mehrere kleine Zwiebeln, die zusammen von einer Haut umgeben sind. Der Geschmack ist milder als bei der normalen  Küchenzwiebel und etwas süßlich. Es gibt weiße bzw. gelbe (´Golden Gourmet´, ´Longdor´, ´Mikor´) und rote Sorten (´Red Sun´, ´Sante´).
Im Frühjahr werden Steckzwiebeln in Reihen auf mäßig gedüngte Beete gesetzt. Der Pflanzenabstand beträgt 20 x 15 cm. Die Zwiebeln schauen aus dem Boden heraus. Im Verlauf des Sommers bilden sich 6 bis 8 Zwiebeln aus jeder Steckzwiebel.
Schalotten können wie Küchenzwiebeln verwendet werden. Man darf sie aber nicht beim Anbraten bräunen, weil sie sonst bitter werden. Nur glasig dünsten oder für Sossen kochen.
Ausgeschnittene Schalotte

Schalotten treiben aus vielen Knospen Anlagen aus.
So bildet sich im zweiten Jahr ein Kranz aus 6 bis 8 etwa gleichgroßen Tochterzwiebeln.



Allium fistulosum - Winterheckenzwiebeln oder Frühlingszwiebeln

Frühlingszwiebeln


Bei dieser Art wird wie bei Porree die gesamte Pflanzen verwendet. Sie werden aus Samen und durch Teilung der Horste vermehrt. Die Pflanzen sind winterhart. Die Sämlinge werden im Spätherbst gesteckt und bleiben den Winter über auf dem Beet. Es bilden sich im zweiten Jahr dichte weiße Blütendolden, während das Laub abstirbt. Nach der Blüte treiben die Horste neue Blätter. Die Bestände erhalten sich selbst, breiten sich aber nicht unkontrolliert aus.
Nach etwa 3 Jahren sollte man dichte Horste teilen und die kräftigsten Zwiebeln neu pflanzen.

Frühlingszwiebeln können an sonnigen bis halbschattigen Standorten auf fruchtbaren, mäßig feuchten Böden gepflanzt werden.
Die Pflanzen haben wie die Küchenzwiebel und Schnittlauch einen Chromosomensatz von 2 n = 16.



Allium porrum - Lauch oder Porree



Porree wird ab März im Haus, Gewächshaus oder Frühbeetkasten ausgesät. Ab Mai werden die Jungpflanzen ins Freiland gesetzt. Ab April kann auch im Freiland gesät werden. Der Reihenabstand im Beet beträgt 30 cm. In der Reihe sind es 15 bis 20 cm. Beim Pflanzen werden die Setzlinge in bis zu 20 cm tiefe Löcher oder Gräben gepflanzt und gut angegossen. Wurzeln und Blätter der Sämlinge werden nicht gekürzt. Später werden die Pflanzen angehäufelt um möglicht lange weiße Schäfte zu erhalten.
Frühe Sorten wie ´Hilari´ oder ´Bavaria´ werden im Februar bis März ausgepflanzt und ab August geernetet. Ende März bis Anfang April ausgesäte Sorten werden im September bis November geernetet. Geeignete Sorten sind hier ´Hilari´, ´Amundo´, ´De Carentan 2´ und ´Hannibal´.
Mitte April bis Anfang Mai werden Sorten ausgesät, die über Winter im Beet bleiben können. Dazu gehören zum Beispiel ´Blaugrüner Winter´ (auch ´Arkansas´ genannt) und ´Hannibal´.


rechts: schossender Porree
Knospender Porree

Allium x proliferum - Ägyptische Zwiebel


Als Ägyptische Zwiebel, Etagenzwiebel oder Luftzwiebel ist eine lebendebegärende Kreuzung aus Allium cepa und Allium fistulosum bekannt. Sie wird auch als Allium fistulosum var. viviparum oder Allium cepa var. proliferum bezeichnet. Diese Pflanzen bildet Brutzwiebeln und Blüten auf ihren Blütenstandsteilen.
Die kleinen Brutzwiebeln fallen von den Pflanzen ab und schlagen dann an Ort und Stelle Wurzeln. In der Natur kommen diese Pflanzen nicht vor.
Der Blütenstand wird etwa 90 cm hoch. Die Blüten sind klein und weiß.
Es können sowohl die kleinen Brutzwiebeln als auch die größeren Zwiebeln, die sich im Boden befinden gegessen werden.

Allium sativum - Knoblauch


Der Knoblauch ist  im Geschmack und Geruch intensiver als die Küchenzwiebel. Der Grund ist die hohe Konzentration an ätherischen Ölen, die bei 0,1 bis 0,36 % liegt und damit etwa zwanzig Mal so hoch ist wie in der Zwiebel. Die Schwefelverbindung Alliin wird mit einem Enzym zu Allicin umgewandelt. Diese Substanz ist Träger des Geruchs, aber auch der Bestandteil, der animikrobiell wirkt. Ohne Geruch also keine Wirkung. Die ätherischen Öle werden vom Körper schnell wieder ausgeschieden. Etwa 10 % geben wir über die Lunge wieder ab. Mundgeruch nach Knoblauchverzehr ist also eine normale "Entgiftungsreaktion". Beim Menschen wirkt Knoblauch nicht ausreichend gut gegen Wurmbefall. Bei Zierfischen wird Knoblauch gerne als Antiparasitikum (Allium-Extrakt) dem Futter zugesetzt.
Die antiseptischen Eigenschaften kann man bei Schnitt- und Schürfwunden nutzen. In feine Scheiben geschnittene Zehen werden in sauberen Verbandsmull gewickelt und auf die Wunden gelegt. Knoblauchsirup wirkt bei Husten. Er wird wie Zwiebelsaft hergestellt und angewendet. 8 Knoblauchzehen werden gehackt und mit 4 Esslöffeln Honig verrührt. Vom so entstehenden Saft wird alle 2 Stunden ein Eßlöffel eingenommen. Auch Gesichtsdampfbäder mit Knoblauch helfen bei Erkältungskrankheiten. Drei Knoblauchzehen in heißes Wasser drücken und die Dämpfe inhalieren. Eine Knoblauch-Haarkur wirkt gegen gereizte Kopfhaut und sorgt bei glanzlosem, matten Haar für neuen Glanz. Dazu werden 10 Knoblauchzehen gequetscht und in 150 ml heißes Rhiznusöl gegeben. Das lässt man zwei Tage ziehen, filtert es und füllt das Öl in eine Flasche ab. Zur Anwendung wird das Öl in die Kopfhaut einmassiert. Mit einem Handtuch umwickelt wirkt es eine Stunde ein. Danach wird mit einem normalen Schampoo gewaschen.

KnoblauchknolleSultopThermidrome

Die Knoblauchknolle besteht aus zahlreichen "Zehen". ´Sultop´ hat violette Häute. ´Thermidrome´ ist weiß.

Die Blätter des Knoblauchs sind flach, etwa 30 cm lang und 2,5 cm breit. Die bis zu 60 cm hohen Blütenstände tragen rosa-weiße Blüten und bei einigen Sorten auch Brutzwiebeln. An der Zwiebel wächst aus jeder Knospenanlage eine Tochterzwiebeln heran. So bildet sich eine dichte Knolle aus einzelnen, kleinen Zehen, die zusammen in eine Haut eingeschlossen sind. Wird entweder entweder im September bis Oktober oder im Frühjahr Ende März bis April gesteckt. In der Reihe steckt man die Zwiebeln auf einen Abstand von 15 cm. Der Reihenabstand beträgt 20 cm. Die Zehen werden nur etwa 2,5 cm tief gesetzt und sollten mit der Spitze aus dem Boden schauen.
Die Kultur gelingt auf nahrhaften, nicht zu schweren Böden. Warme, sonnigen Lagen sind notwendig. Knoblauch ist in der Kultur anspruchsvoller als Küchenzwiebeln. Manchmal bilden sich im nur einzelne Zwiebeln und keine Knollen. Diese kann man dann im Spätherbst erneut auspflanzen. Durch Düngung lässt sich der Ertrag deutlich steigern.
In der Mischkultur ist er ein guter Partner für Gurken, Möhren, Kartoffeln, Sellerie und Tomaten. Die Kultur zusammen mit Bohnen, Erbsen und Kohl ist ungünstig.

Chromosomenzahl 2 n = 16.

Allium schoenoprasum - Schnittlauch


Der Schnittlauch ist ein mehrjähriges, winterhartes Gewächs. Er bildet dichte Horste etwa 30 cm hohe aus röhrenförmigen Halmen. Die Blüten sind rosa bis lila. In rabatten sind die blühenden Bestände sehr dekorativ. Blühender Schnittlauch ist aber nicht so aromatisch, daher sollte man die Blüten entfernen
, wenn man ihn als Würzkraut verwenden will. Im Winter verwelkt das Laub. Im Frühjahr treiben die Pflanzen wieder aus. Alte Horste können durch Teilung verjüngt werden.
Das Saatgut kann ab Februar bis Mai im Topf auf der Fensterbank und später im Freiland ausgesät werden. Für die Topfkultur sind Saatscheiben erhältlich.
Gernetet wird das Laub, dass möglichts dicht über dem Boden abgeschnitten wird. Es wird von jedem Horst nur wenig geschnitten, damit die Pflanzen nicht zu stark geschwächt werden. Schnittlauch findet als Gewürzkraut vielseitige Verwendung. Er ist reich an Vitamin A und Vitamin C. Da er aber in der Regel nur in geringen Mengen konsumiert wird, trägt er kaum zur Nährstoffversorgung bei.
Die enthaltenen Öle wirken leicht antiseptisch.

Chromosomenzahl 2 n = 16.

Allium tuberosum - Schnittknoblauch 

Schnittknoblauch wird wie Schnittlauch kultiviert und geernetet. Die Blätter sind aber dickfleischig und nicht hohl wie bei Schnittlauch. Die Pflanzen werden etwa 60 cm hoch. Im Sommer bilden sich lockere, halbkugelige Dolden aus weißen Blüten. Die Blüten duften süßlich. Das Aroma entspricht dem von Knoblauchknollen, aber der Geruch ist nicht so intensiv.
Das Gewürzkraut wird von April bis August direkt im Freiland ausgesät. Bei 15 - 20 °C keimen die Samen nach 7 bis 14 Tagen. In sonniger bis halbschattiger Lage auf humosen Böden lässt sich Schnittknoblauch leicht kultivieren. Der Boden sollte feucht, aber gut dräniert sein. Im Beet sind Dill, Möhren und Porree günstige Nachbarn. Schnittknoblauch lässt sich aber auch in Balkonkästen und Töpfen gut halten. Ältere Horste können zur Vermehrung geteilt werden.


Mit einer Chromosomenzahl von 2 n = 32 ist Schnittknoblauch tetraploid.


Allium ursinum - Bärlauch



Der Bärlauch ist bei uns heimisch. Die ersten Blätter erscheinen im Februar und März. Anders als bei den anderen Allium-Arten, sind die Blätter beim Bärlauch deutlich in einen Stiel und eine breite Spreite gegliedert. Die Mitttelrippe und die Seitennerven sind deutlich sichtbar. Die Blätter werden für Salate, Suppen oder zum Beispiel als aromatischer Zusatz für Brot (Bärlauchbrot) verwendet. Man kann daraus pesto machen oder sie zur zubereitung von Kräuterquark verwenden. Außer den Blättern lassen sich auch die Zwiebeln und die weißen Blüten verwenden. Im Mai blühen die Pflanzen und ziehen dann wieder ein. Im nächsten Jahr treiben sie dann wieder aus.

Der Bärlauch hat 2 n = 14 Chromosomen. Er gehört in die Untergattung Amarallium.
Bärlauch






Zierlauch



Allium aflatunense - Iranlauch

Dieser Zierlauch aus Zentralasien bildet etwa 10 cm große, kugelige Dolden aus mehr als 50 kleinen, violetten, sternförmigen Blüten. Sie stehen auf einem bis zu 1,5 m hohen Blütenstiel. Das Laub zieht vor der Blüte ein. Die bekannteste Sorte ist ´Puple Sensation´. Gut zum Schnitt geeignet.
Die Zwiebeln werden etwa 10 cm tief eingepflanzt. Die Pflanzen brauchen einen durchlässigen Boden und vollsonnige Standorte.


Allium caeruleum - Blauer Zierlauch


Diese winterharte Art stammt aus Zentralasien. Die Blütenstände werden zwischen 30 und 60 cm hoch. Sie bestehen aus zahlreichen kornblumen-blauen Blüten. Zur Blütezeit welkt das Laub.

Chromosomenzahl 2n = 16

Allium cernuum 


Dieser amerikanische Zierlauch ähnelt im Habitus Schnittlauch. Die Blütenstängel sind 30 bis 60 cm hoch. Die Blüten in den lockeren Dolden hängen herunter. Sie sind weiß, rosa oder bräunlich. Die Staubgefäße hängen aus den Blütenkelchen heraus.

Chromsomenzahl 2 n = 14.

Allium christophii - Sternkugellauch

Der Sternkugellauch bildet im Mai - Juni bis zu 40 cm große, kugelige Dolden aus metallisch violett glänzenden Blüten. Der Blütenstand wird etwa 60 cm hoch. Das Laub ist zur Blütezeit bereits verwelkt. Die abgeblühten Blütenstände können für Trockensträuße verwendet werden.
Die Zwiebeln werden im Herbst rund 6 bis 10 cm tief gepflanzt.

Chromosomenzahl 2 n = 16.

Knospen von Allium christophii
blühender Sternkugellauch

Die Blüten öffenen sich von außen nach innen.
Blühende Pflanze mit welkem Laub.




Allium cowanii - weißer Wildlauch


Dieser bis 40 cm hohe Zierlauch bildet im Mai bis Juni kleine weiße Blüten in lockeren Dolden. Die Blüten duften und werden gerne von Bienen besucht. Die Blätter sind flach und breit.Gepflanzt werden die Zwiebeln von September bis Dezember etwa 8 cm tief. Humose Böden an halbschattigen bis sonnigen Stellen sind iedeal für die Kultur.
Diese Art stammt aus Südeuropa. In sehr kalten Lagen kann ein Winterschutz erforderlich sein.


Allium giganteum - Riesen-Zierlauch


Dieser Lauch bildet bis zu 45 cm lange graugrüne Blätter. Der Blütenstandstiel soll 120 - 180 cm hoch werden können. Die Blütenkugeln sind 12 - 15 cm im Durchmesser. Die Blüten sind violett bis dunkel purpurn. Die Blütezeit ist im Juli.
Eine bekannte Sorte ist ´Globemaster´.

Allium giganteum

Blütenstände von Allium giganteum



Allium karataviense - Blauzungenlauch

Dieser zentralasiatische Lauch bildet zwei oder drei breite, blaugrüne Blätter, die zum Teil purpurn überlaufen sind. In kugeligen Dolden auf kurzen Stielen öffnen sich Mitte bis Ende Mai zahlreiche weiße bis hellviolette Blüten.
Diese Art wurde im Kara-Tau-Gebirge in Kasachstan zuerst entdeckt und nach diesem benannt. Als Sorte ist ´Ivory Queen´ bekannt.

Cromosomenzahl 2 n = 18.

Knospe mit Hüllblatt
blauender Allium karataviense


Allium moly - Goldlauch


Dieser klein
e Lauch ist in Südeuropa heimisch. Er wird bis zu 45 cm hoch. Die Blätter sind breit und graugrün gefärbt. Die Zwiebel ist etwa 6 cm groß. Die Blüten erscheinen im Mai und Juni und sind leuchtend gelb. Sie werden von vielen Insekten besucht. Der Goldlauch kann im Steingarten und im Beet an halbschattigen bis sonnigen und trockenen Stellen gepflanzt werden. Zum Schnitt geeignet. Bei der Sorte ´Jeannine´ sind die Blüter größer als bei der Normalform. Es gibt auch weiß blühende Sorten.

Chromosomenzahl 2 n = 14.

Goldlauch
Blüten vom Goldlauch


Allium oreophilum - Rosen-Zwerglauch

Dieser kleine Zierlauch bildet bis zu 15 glockenförmige, rosafarbene bis violette Blüten auf bis zu 20 cm hohen Stielen. Sie erscheinen von Mai bis Juli. Die lanzettlichen Blätter sind etwa 15 cm lang. Beheimatet sind diese kleinen Zierpflanzen in Zentralasien und dem Kaukasus. Es gibt verschiedene Sorten. ´Torch´ ist intensiv pink. ´Agalik Giant´ soll doppelt so groß sein, wie die Wildform. Die Blüten sind pink-violett. ´Zwanenburg´ hat rosa-rote Blüten.
Die Zwiebeln werden im Herbst etwa 7 cm tief gesteckt. Sie benötigen einen durchlässigen Boden an einem sonnigen Standort.

Chromosomenzahl 2 n = 16


Allium schubertii - Wunderkerzenblume

Charakteristisch sind die bis zu 40 cm durchmessenden Blüenstände, bei denen nicht alle Blütenstiele glich lang sind. Ein Teil der Blüten ragt weiter heraus und erweckt den Eindruck von sprühenden Funken. Die Blüten sind klein, sternförmig und violett-rosa. Die Pflanzen werden etwa 45 cm hoch.
Die Zwiebeln werden im herbst etwa 5 cm tief gepflanzt.
Abgeblühte Blütenstände eignen sich gut für Trockensträuße und Gestecke.


Allium sphaerocephalon - Kugelköpfiger Lauch

Die rot-violetten Blütendolden dieses Zierlauchs sind kugelig bis eiförmig und erschienen im Juni bis Juli. Die Pflanzen werden 30 - 90 cm hoch. Das Laub ist hohl und halbrund. Dieser anspruchslose Zierlauch kann in Steingärten und trockenen Beeten stehen. Sonnige bis halbschattige Standorte sind geeignet. Die bis zu 3,5 cm großen Zwiebeln werden im Herbst gepflanzt.
Chromosomenzahl 2 n = 16


Allium stipitatum -  Kugellauch

Ursprünglich stammt diese Art aus Zentralasien, Pakistan und Afganistan. Die Pflanzen sind winterhart und vertragen auch Temperaturen unter -15 °C. Die Blüten erscheinen im Mai bis Juni. Es gibt weißblühende und rosablühende Formen. Die Blütenstandstiele werden bis 110 cm hoch. Eine bekannte weiße Sorte ist ´Mount Everest´.
Die Pflanzen wachsen auf trockenen bis feuchte, gut dränierten Böden in halbschattigen bis vollsonnigen Lagen.

Chromosomenzahl 2n = 16



Literatur:

Fischer, g., Krug, E. (1997): Heilkräuter und Heilpflanzen - Tabellenbuch.- VMA-Verlag, Wiesbaden

N. Friesen, R. M. Fritsch, S. Pollner, F. R. Blattner (2000): Molecular and Morphological Evidence for an Origin of the Aberrant Genus Milula within Himalayan Species of Allium (Alliacae).- Molecular Phylogenetics and Evolution Vol. 17, No. 2, November, pp. 209-218

N. Friesen, R. M. Fritsch, F. R. Blattner (2006): Phylogeny and new intrageneric classification of Allium (Alliaceae) based an nuclear ribosomal DNA IRS sequences.- Aliso 22, pp. 372–395

E. Herrmann-Lejeune (1995): Unser Hausgarten.- 12. Auflage, DLG-Verlag

P. McHoy, P. Westland (1998): Die Kräuter-Bibel - Praktische Kräuterkunde für Garten und Gesundheit.- Könemann Verlagsgesellschaft, Köln


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