Tulipa - Tulpen
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Der Tulpen sind die beliebtesten Frühjahrsblüher. Sie werden nicht nur in Hausgärten kultiviert, sondern sind auch Topf- und Schnittpflanzen. Der lateinsiche Name "tulipa" wurde schon von alters her für diese Gattung verwendet. Tulpen sind sehr alte Kulturpflanzen und wurden bereits um 1554 in und um Istanbul kultiviert. Bereits 1559 gab es die ersten Tulpen in Deutschland (Genaust 2005).
 
 
 

Gruppe Klasse
Frühe Tulpen einfache
gefüllte
Mittlere Tulpen  Triumphtulpen
Darwinhybriden
späte Tulpen einfache
lilienblütige
gefranste
Viridifloratulpen
Rembrandt-Tulpen
Papageientulpen
gefüllte (paeonienblütige) 
Wildtulpen Kaufmannianatulpen
Fosterianatulpen
Greigiitulpen
andere Wildtulpen

 
 
Gartentulpe

Herkunft:
Wildtulpen: Türkei, Balkan, Pamirgebirge, China, Indien
Sorten: Hybriden aus verschiedenen Arten

Aussehen:
Tulpen haben eine einjährige Zwiebel. Die Zwiebel hat je nach Größe zwischen drei und sechs weiße Schichten, die der Speicherung von Reservestoffen dienen. Im Zentrum sitzt eine Endknospe mit einem Stiel, Blättern und einer Blüte. Zwischen den einzelnen Schichten liegen Achselknospen. In der innersten Schicht liegt die größte Achselknospe, die auch als Hauptknospe bezeichnet wird. Aus dieser bildet sich eine neue Zwiebel und aus den kleineren Achselknospen Brutzwiebeln. Während der Blüte und der Bildung der Brutzwiebeln werden die Energiereserven der alten Zwiebel aufgezehrt. 
Der Blütenstiel ist gerade, drehrund und recht kräftig. Bei mehrblühtigen Sorten ist er verzweigt. Er kann bis zu 70 cm lang sein. Die angegebenen Wuchshöhen variieren bei den verschiedenen Quellen für die Sorten um bis zu 15 cm. Das liegt daran, dass die Wuchshöhe vom Boden, der Zwiebelgröße, der Pflanztiefe und vom Lichtangebot abhängt.

Stängelumfassend sitzen drei bis fünf Blätter an jedem Stiel. Die Blätter sind breit lanzettlich bis linealisch oder rinnenförmig. Meistens sind die Ränder glatt, selten gewellt. In der Gruppe der Greigii-Tulpen haben die Blätter rote Längsstreifen oder Flecken. Einige wenige Sorten haben weiße oder Blattränder (´Unicum´, ´New Design´, ´Eternal Flame´, ´Princess Victoria´, ´Carneval de Nice´ u. a.).

Blattmuster verschiedener Tulpensorten: 
´Rotkäppchen´, ´Juan´ und ´Rockery Master´

Die Blüte besteht aus zwei Kreisen mit je drei unverwachsenen Blütenblättern. Die Basis der Blüten (Herz) ist oft anders gefärbt als die Blütenblätter. Bei vielen Sorten verändert sich die Farbe vom Aufblühen bis zum Verblühen. Beispielsweise ist ´Shirley´ zunächst grün und wird dann weiß mit violettem Rand. ´Ad Rem´ bekommt den schönen gelben Saum erst nach und nach und auch die unten abgebildete ´Salmon Impression´ verändert die Farbe.

Farbveränderung von ´Salmon Impression´ innerhalb von zwei Tagen (15.4. - 17.4.2009)

Jede Blüte hat sechs Staubblätter. Die Staubbeutel sind gelb oder schwarz. Die Narbe und der Fruchtknoten sind bei den Arten dreikantig. Bei den Sorten kann die Form abweichen.

Die Narben und Fruchtknoten von ´Ad Rem´ und ´Queen of  Night´ sind typisch dreikantig.

Bei den gefransten Tulpen (´Fancy Frills´ und ´Hamilton´) sind die Narben mehr oder weniger zerklüftet und verdreht.

Bei den gefüllten Tulpen sind die einzelnen Fruchtblätter nicht vollständig verwachsen und es sind mehr als drei (´Willem van Oranje´ und ´Peach Blossom´). 

Abhängig von der Sorte / Art und dem Klima blühen Tulpen zwischen März (´Hearts Delight´, Tulipa turkestanica) bis Ende Mai, selten bis Anfang Juni (Viridiflora-Tulpen). Die hier angebenen Blühzeitpunkte geben den Zeitraum an, in dem die ersten Blüten der Sorte aufgehen. Sie geben keinen Hinweis auf die Haltbarkeit der einzelnen Blüten. Diese liegt bei etwa 2 bis 3 Wochen.

Die Früchte entwickeln sich recht schnell und sind bei Frühen Sorten bereits Anfang Juni fertig entwickelt und trocken. Bis zur Keimung dauert es aber noch bis zum nächsten Frühjahr. 

Die Narbe von ´Rococo´ und der Fruchtknoten sind dreikantig. Die - hier fast reife - Frucht von ´Rococo´ ist ebenfalls dreikantig.
 

Temperatur:
winterhart

Sonstiges:
Die Zwiebeln werden im Oktober / November gepflanzt. Das Pflanzloch ist etwa 10 bis 15 cm tief. Größere Zwiebeln werden tiefer gepflanzt, kleinere etwas flacher. Etwa doppelt so tief pflanzen wie die Zwiebel hoch ist, ist eine gute Faustregel.  Um in Beeten einen schönen Farbeffekt zu erzielen sollte man Gruppen von mindestens 10 bis 15 Stück einer Sorte einsetzen. Bei der Verwendung in Steingärten können auch kleinere Gruppen - ab 5 - von Wildtulpenarten dekorativ wirken.
Nach der Blüte bleibt das Laub stehen, bis es völlig verwelkt ist. Erst dann sollte man es entfernen, weil nur so die Brutzwiebeln genug Energie bekommen. Die Brutzwiebeln und die Hauptzwiebel produzieren im Folgejahr einige Blätter, aber noch keine Blüten. Erst im dritten oder vierten Jahr nach der Pflanzung blühen dann die Brutzwiebeln, wenn sie groß genug geworden sind. Das ist ein normaler Zyklus und lässt sich nicht durch Düngung, Umpflanzen oder Überwinterung im Haus ändern.
Es gibt auch einige duftende Tulpen. Tulipa tarda, T. urumiensis sind zwei duftende Arten.  Unter den Sorten sind es zum Beispiel ´Abba´, ´Angelique´, ´Apricot Beauty´, ´Monsella´, ´Prinses Irene´ und ´Rococo´.
Tulpen-Blüten schließen sich über Nacht. Sie halten nur etwa zwei bis drei Wochen.

Tulpenzwiebel nach dem Verblühen.
Die trockenen Häute wurden entfernt.
Die Speicherschichten sind weg und auf 
der Basalplatte steht nur noch der
Blütenstiel der Mutterpflanze.
Die Hauptknospe hat eine neue
Zwiebel gebildet und es gibt 
eine kleinere Brutzwiebeln. 

´Ad Rem´ mit einem geteilten Stiel 
und zwei Blüten

Knospe und Laub: ´Happy Generation´

Frucht von ´Antoinette´

Die Frucht hat ihre endgültige 
Größe erreicht.

Wenn das Wachstum beendet ist,
trocknet die Frucht auf dem Stiel.

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Tulpenklassen

Es gibt eine unüberschaubare Menge an Tulpensorten. Um 1630 soll es etwa 1000 Sorten (S. Heliosch 2005) gegeben haben. Markgraf Karl Wilhelm von Baden-Durlach (1679 - 1738) war ein begeisterter Gärtner und Tulpensammler. Man konnte gegen Ende seines Lebens im Karlsruher Schlossgarten mehr als 5000 Tulpensorten bewundern. Zeugnisse für den Blumenenthusiasmus Karl Wilhelms gibt es bereits aus der Zeit vor der Gründung Karlsruhes. Im Jahre 1713 wurde der "Catalogus der Blumen, welche in dem fürstl. Hoff-Garten zu Carlsburg zu sehen sind" gedruckt. Der Katalog führt 2121 Blumensorten in alphabetischer Reihenfolge auf. Darunter 1163 Tulpensorten. 1730 waren es bereits 2329 und für 1736 wurden 4769 Sorten dokumentiert. Um diese Sortenvielfalt zu ordnen und zu katalogisieren ließ der Markgraf alle Tulpen malen.
Heute sind es eher Fotos, die eine Identifikation ermöglichen. Wieviele Sorten es heute gibt ist kaum nach zu vollziehen. Es sollen rund 3000 zur Zeit registriert sein. Das "Tulip Picture Book" zeigt etwa 800 verschiedene Sorten, aber es gibt auch noch weit umfangreichere Werke. Wir haben hier auf unserer Seite Bilder etwa 140 Tulpensorten und einigen Arten zusammengetragen.

Bereits Rembertus Dodonaeus (1517-1585) erstellte eine Klassifizierung für Tulpensorten nach ihrem Blühzeitpunkt. Er unterschied frühe, mittlere und späte Sorte. Allerdings war diese Dreiteilung irgendwann nicht mehr ausreichend und es wurden zahlreiche neue Klassen eingeführt. 1913 wurde ein englisch-niederländisches Komitee eingerichtet, das eine allgemein gültige Klassifizierung erarbeiten  und die damals zahlreichen Synonyme beseitigen sollte.
1917 wurde dann eine Klassifizierung mit 14 Klassen in drei Gruppen (Frühblühend, Maiblühend, Wildtulpen) vorgestellt. Die Klassifizierung wurde in den folgenden Jahren wiederholt verändert. Bezeichnungen wie Duc-van-Tol-Tulpen, Cottagetulpen, Breederstulpen, Mendeltulpen, Triumphtulpen, Holländische oder Englische Floristentulpen - gflammte und ungeflammte,  Darwin-Tulpen und Rembrandt-Tulpen stehen damit im Zusammenhang. Später wurden die geflammten Tulpen noch zusätzlich in Bizarren (auf gelbem Grund geflammt) und Bijbloemen (auf weißem Grund geflammt) unterschieden. Seit 1958 gibt es auch spezielle Klassen für Kreuzungen oder Selektionen von Wildtulpen und Lilienblütige Sorten als eigene Klasse. Einige der Klassen wurden mittlerweile wieder aufgelöst und ihre Sorten den verschiedenen verbliebenen Klassen zugeordnet. Die heute anerkannten Klassen sind in der folgenden Tabelle aufgeführt.
 
 

Gruppe Klasse
Frühe Tulpen einfache
gefüllte
Mittlere Tulpen  Triumphtulpen
Darwinhybriden
späte Tulpen einfache
lilienblütige
gefranste
Viridifloratulpen
Rembrandt-Tulpen
Papageientulpen
gefüllte (paeonienblütige) 
Wildtulpen Kaufmannianatulpen
Fosterianatulpen
Greigiitulpen
andere Wildtulpen

 

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Einfache Frühe Tulpen

Ursprünglich wurde diese Klasse von einem englisch-niederländischen Kommitee so definiert, dass sie Sorten enthielt, die in der Themse-Niederung vor dem 21. April blühten. Viele frühe Tulpen blühen heute bereits Anfang April. Ab Mitte April kann man die "mittleren" Triumph- und Darwin-Hybrid-Tulpen zum Teil schon blühen sehen. Genau genommen sind es also solche Sorten, die früh blühen, aber nicht in die anderen Klassen passen.
Die Blüten sind kräftig und erscheinen ab Anfang April. Es sind meist niedrige Sorten mit einer Höhe von etwa 30 bis 40 cm. Darunter sind einige Schnittsorten.
 
 

´Purple Prince´
malvenpurpur, hell lila geflammt, 35 cm, Mitte April

´Beauty Queen´

´Candy Prince´

´Sunny Prince´

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Gefüllte Frühe Tulpen

Niedrige Sorten mit einer Höhe von 25 bis 30 cm. Sie haben deutlich mehr Blütenblätter als die einfachen Tulpen. Sie blühen ab etwa Mitte April. Einige Sorten werden als Schnittblumen verwendet.
 
 

´Monsella´ am Morgen
gelb mit roter Zeichnung, locker gefüllt

´Monsella´ in der Mittagssonne

´Peach Blossom´
rosa, mit dunklerem Saum, locker gefüllt

´Willem van Oranje´

´Freeman´
gelb-orange, 35 cm, Mitte April

´Double Price´
lilarosa, 35 cm, März - April

´Eternal Flame´
dunkel rosa, weiß-rosa Blattrand, 
30 cm, Anfang April

´Royal Acres´

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Triumph-Tulpen

Triumph-Tulpen sind Kreuzungen aus einfachen frühen und einfachen späten Tulpen. Die Stiele sind sehr kräftg und tragen kompakte Blüten. Sie sind gut für den Garten und als Schnittblumen geeignet. Triumph-Tulpen werden etwa 40 bis 50 cm hoch und blühen etwas später als die einfachen frühen Tulpen.
 
 
 

´Calgary´
weiß, leicht hell gelb geflammt, 45 cm, April

´White Heaven´

`Weisse Berliner´

´Sevilla´

´Leen van der Mark´

´Mountain High´

´Pako´
orange

´Escape´
rot, 50 cm, April

´Prinses Irene´

´Veronique Sanson´

´Washington´

´Falcon´

´Gavota´


 

´Grand Perfection´
rot und hell gelb geflammt, 40 cm, Mitte Mai

´Happy Generation´
weiß mit roter und gelblich grüner Linienzeichnung, 
Laub mit weißem Rand, 40 cm, Ende April bis Mai

´Carneval de Nice´

´Shirley´ 

weiß mit violett gestricheltem Saum, 
wechselt die Farbe vom Aufblühen 
von grün über grünlich weiß zu rein weiß, 
während das violette Muster zunimmt
(oben, rechts und unten)

Junge Blüte von ´Shirley´ (links) und 
die selbe Blüte zwei Tage später, 
leicht an dem angewachsenen 
Laubblatt wieder zu erkennen.

´Shirley´ 
50 cm, Mitte bis Ende April

´Del Piero´
35 cm

´Rosalie´

´Trinty´

´Liberstar´
pink mit weißer Basis, 
kronenartig gebogene Blütenblätter, 
45 cm, April - Mai

´Lydia´

´Purple Lady´

´Paul Scherer´

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Darwin-Hybrid-Tulpen

Um 1890 herum kaufte der Züchter E. H. Krelage alle Tulpen einer roten, kelchblütigen Sorte auf, die in Flandern und Lille gezüchtet wurde. Er nannte diese Sorte DarwinTulpe. Ursprünglich wurden Kreuzungen aus dieser Darwintulpe und Tulipa forsteriana als Darwin-Hybriden klassifiziert. Inzwischen sind auch Kreuzungen von anderen Tulpen mit anderen Wildtulpen, sofern sie nicht die Merkmale der Wildtulpen zeigen und in die entsprechenden Klassen eingeordnet werden.
Hauptsächlich haben Darwin-Hybriden rote, orange und gelbe Farben. Rosa, pink oder rein weiß sind seltener.
Die Sorten können 60 bis 70 cm hoch werden. Sehr oft werden sie als Schnittblumen verwendet. Im Garten sollten sie einen geschützten Standplatz haben.
Da es sich um eine sehr variable Gruppe handelt, blühen sie entsprechend auch nicht alle zeitgleich. Einige blühen vor den Triumph-Tulpen und andere sehr spät.
Die Sorte ´Tender Beauty´ ist tetraploid.
 
 
 

´Apeldoorn´
rot, schwarzes Herz mit gelbem Ring

´Ad Rem´
orange mit gelbem Saum

´Lighting Sun´

´Spring Garden´
Die Sorte wurde bei der Eröffnung
der 60. Saison des Keukenhof 2009 
von Königin Beatrix getauft.

´Golden Apeldoorn´
gelb mit schwarzem Herz

´Ad Rem´s Beauty´
apricot-orange mit hellem Saum

´Beauty of Apledoorn´
gelb orange geflammt, mit schwarzem Herz

´Silver Stream´
creme-weiß, purpurn geflammt
Blätter mit gelblichem Rand

´Olympic Flame´

`Sahara Rally´

´Salmon Impression´
lachsrosa, wechselt die Farbe von 
weißlich grün zu rosa, 50 cm, April bis Mai

´Garant´
Das Laub hat einen creme-gelben Saum.

´Ivory Floradale´
elfenbeinfarben, milchgelb, 60 cm

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Einfache Späte Tulpen

Diese Tulpen blühen erst ab Mai, teilweise bis in den Juni hinein. Sie werden etwa 50 cm bis 70 cm hoch. Da sie spät blühen zeigen sie ihre Farbe zusammen mit anderen Blütenpflanzen im Garten. Sie sollten darum farblich an andere vorhandene Gewächse angepasst werden. Gute Schnittblumen. Teilweise haben sie mehrere Blüten.
 
 

´Candy Club´
weiß mit violettem Saum, zunehmend
stärker gefärbt, mehrblütig, April

´Antoinette´
gelb mit pinkem Saum, im Aufblühen weiß-gelb, 
mehrblütig mit bis zu 8 Blüten pro Zwiebel, 
Blätter mit weißem Rand, 50 cm, Mitte April bis Ende April

´Pink Diamond´
rosa

´Companion´

´World Expression´

´Menton´

´Queen of Night´
intensiv wein-rot bis schwarz, außen samtig violett, 
60 cm, Ende April bis Mai

´Caravelle´

´Avignon´

´Florette´

´Jean Pierre´

´Red Georgette´

´Roi de Midi´

´Mrs. John T. Scheepers´

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Lilienblütige Tulpen

Die Blütenblätter dieser Sorten laufen sehr schlank spitz zu. Oft sind die Spitzen nach außen gebogen. Die Silhouette der Blüten ist schlank. Die Blütenstiele sind dünn und werden 50 bis 60 cm hoch. Sie blühen recht spät und die Blüten sind lange haltbar.
 

´Maytime´
rötlich violett, gelbes Herz, 
schmale, rinnenförmige Laubblätter, 
50 cm, Ende April bis Anfang Mai

´Christina van Kooten´

 

´Claudia´ und Knospen von ´Washington´
lila mit weißem Saum, 45 cm, Ende April, Anfang Mai

´Ballade´

´Marjan´

´Ballerina´

´West Point´

´White Triumphator´
weiß, 60 cm, Ende April - Mai

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Gefranste oder Crispa-Tulpen

Charakteristisch sind die gefransten Ränder der Blütenblätter. Die gefransten Tulpen kommen in verschiedenen Gruppen vor. Es können zum Beispiel einfache frühe oder Darwin-Tulpen sein. Auch unter den gefüllten gibt es verschiedene Sorten mit gefransten Blütenblättern. Außer der hier abgebildeten ´Sensual Touch´ und ´Mon Amor´ gibt es ´Fringed Beauty´ in rot mit orangem Saum, ´Queensland´ in rosa mit weißem Saum und die rosa farbene ´Matchpoint´.
 

´Hilstar´

´Davenport´

´Hamilton´
gelb

´Fringed Elegance´

´Mon Amour´
gelb, gefüllt,
Mitte bis Ende April
ca. 40 cm

´Sensual Touch´
orange, gefüllt, 
hellt sich während der Blüte auf, 
Mitte bis Ende April

´Louvre´

´Curly Sue´

 

´Crispi Vivi´

´Arma´
dunkel rot, im Zentrum gelb-orange, 
30 cm, Ende April bis Mai

´Fancy Frills´
weiß mit altrosa Saum

´Red Hat´

´Black Jewel´

´Canasta´
der weiße Saum wird zunehmend roter

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Papageientulpen

Die Blütenblätter der Paspageientulpen sind gebogen, gefranst, eingeschnitten und gezackt. Sie haben immer einige grüne Flecken. Blütezeit ist ab Mitte Mai. Da die Blüten sehr schwer sind, sollten die Sorten geschützt stehen, damit sie bei Wind nicht abknicken. Sie werden 50 bis 60 cm hoch. Es gibt diese Form bereits seit über 300 Jahren.
 
 
 

´Air´ 
violett, April

´Monarch´s Parrot´

´Rococo´
karminrot, mit wenig gelb und etwas grün, d
eformierte Blütenblätter, 
35 cm, Ende April bis Mai

´Estella Rijnveld´

´Bastogne´s Parrot´

´Black Parrot´

´Flaming Parrot´
Im Aufblühen ist die Blüte gelb-rot.
Das Gelb verblasst zu weiß.

´Texas Flame´

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Rembrandt-Tulpen

Bei den Rembrandt-Tulpen sind die Blütenblätter gefleckt, gestreift oder geflammt. Dieses "Brechen" der Farbe war früher meist durch einen Virusbefall verursacht. Mittlerweile gibt es auch virusfreie Sorten. Sie werden nicht mehr gezielt als Rembrand-Tulpen gezüchtet und klassifiziert. Daher findet man sie zum Beispiel unter den Triumph-Tulpen.
 
 

´Flaming Flag´
violett und weiß, Triumphtulpe

´Grand Perfection´
rot und hell gelb, 40 cm, Mitte Mai, Triumphtulpe

´Flaming Parrot´
Im Aufblühen ist die Blüte gelb-rot.
Das Gelb verblasst zu weiß.

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Viridiflora-Tulpen

Einfache späte Tulpen mit einem Grünanteil in den Blüten. Die Blüten halten bis zu drei Wochen. Sie sind sehr variabel geformt.
 
 

´Groenland´

´Groenland´
Narbe und Staubblätter

´Spring Green´

´Spring Green´
Narben und Staubblätter

´Artist´

links ´Artist´ 
rechts ´Hollywood Star´

´Esperanto´
Knospe

´Esperanto´
Das Laub hat weiße Ränder.

´China Town´
Im Aufblühen weiß mit wenig rosa,
zunehmend stärker gefärbt,
Laub mit weißem Saum

`Virichic´

´Flaming Spring Green´

´Yellow Spring Green´

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Gefüllte Späte Tulpen

Diese Sorten haben große gefüllte Blüten und blühen ab Mitte Mai. Sie werden 40 bis 50 cm hoch. Die Blüten sind anfällig für Regen und sollten darum geschützt gepflanzt werden.
 
 
 
 

´Mount Tacoma´
weiß, außen leicht grünlich gezeichnet, 
45 cm, Ende April bis Mai

´Angelique´

´Double Sugar´
ca. 30 cm

´Drumline´

´Ice Cream´

´Carneval de Nice´

´Orange Princess´

´Uncle Tom´

´Black Hero´

´Blue Spectacle´


 

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Botanische Tulpen

Tulipa-Kaufmanniana-Gruppe

Diese kleinen Sorten werden zwischen 10 und 20 cm hoch. Sie blühen im März und April. Die Blüten sind geschlossen meist anders gefärbt als offen. Die Laubblätter sind meist rot gestreift.

Sortenbeispiele:
 
 

´Stresa´
rot, gelber Rand, innen gelb, 
Blätter gestreift/gefleckt, 
20 cm, März bis April

´Shakespeare´
außen karmin-rot, innen lachsfarben, 
20 cm, März bis April

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Tulipa-greigii-Gruppe

Sehr große Gruppe mit überwiegend roter, gelber oder weißer Blütenfarbe. In den voll geöffneten Blüten ist meist ein schwarzes Zentrum sichtbar. Die Laubblätter haben fast immer braune Streifen und Flecken. In der Reegl werden die Pflanzen 20 bis 35 cm hoch, selten bis 50 cm.
 
 
 

´Orange Toronto´
orange-rot mit dunklerem Rand, Herz dunkel, 
einzeln oder mehrblütig, 
Blätter gefleckt, 35 cm, April bis Mai

´Plaisir´
karminrot, hellgelber Rand, 
Blätter gefleckt, 15 cm, April bis Mai

´Rotkäppchen´ (´Red Ridding Hood´)
karminrot, Blätter gefleckt, 20 cm, April bis Mai

´Captein´s Favorite´

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Tulipa-fosteriana-Gruppe

Die Blüten dieser Gruppe sind recht schmal. Die Laubblätter sind kräftig. Selten sind sie gestreift. Sie gehören zu den früh blühenden Sorten (Mitte April) und werden 25 bis 30 cm hoch.
 
 
 

´Orange Emperor´ junge Blüte
orange, 35 cm, Mitte April bis Mai

´Juan´
orange,mit gelbem Zentrum, leicht gelb gestichelt, 
Laub rot-braun gestreift, 
35 cm, April bis Mai

Tulipa-praestans-Gruppe

Diese Sorten haben mehrere Blüten pro Stiel. Es wird eine Hauptblüte und eine oder mehrere Nebenblüten ausgebildet. Sie werden 25 bis 30 cm hoch. Der Blühbeginn liegt Mitte April. Teilweise haben sie farbiges Laub.
 
 
 

´Unicum´
Laub nach der Blüte

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Wildtulpen



 
 
 
Kretische Tulpe
Tulipa bakeri A.D.Hall

Herkunft:
Kreta (endemisch)

Aussehen:
Diese Wildtulpe wird 7,5 bis 25 cm hoch. Die Blätter sind bis 15 cm lang und 2,5 cm breit. Sie sind matt oder wenig glänzend. Die Blütenblätter sind schmal, spitz zulaufend und purpur-violett. Die Basis ist gelb und nicht deutlich abgesetzt, sondern verläuft im Übergang farblich mit dem Rest des Blütenblattes. Die Staubbeutel sind orange-gelb. Die Blüten öffnen sich im April (R. Wilfort 2006).

Temperatur:
winterhart

Sonstiges:
Der Standort muss warm und sonnig sein und einen duchlässigen Boden haben. 
Die Art kommt nur auf Kreta vor und wächst dort auf Felshängen und Schotter in Höhenlagen von 650 bis 2200 Meter.
Diese Art unterscheidet sich von T. saxatilis durch ihre dunkleren Blütenblätter. Manchmal wird sie als Synonym zu T. saxatilis verstanden. 

 

Tulipa bakeri ´Lilac Wonder´
Die Stammform ist intensiver gefärbt.

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Damentulpe, Persiche Tulpe
Tulipa clusiana

Herkunft:
Asien (Iran, Indien, Himalaja), in Südeuropa und Osteuropa in Bergregionen verwildert

Aussehen:
Die Wildtulpe blüht im Frühling ab Ende April bis Anfang Mai. Die Blüten sind innen weiß oder gelblich und außen rosa bis rot mit weißem Saum. An der Basis sind sie meist purpurrot oder violett. Die Pflanzen werden etwa 20 bis 30 cm hoch.  Die Blätter sind rinnenförmig, bis zu 28 cm lang aber nie breiter als 2 cm, meist weniger als 1 cm (R. Wilfort 2006). 

Temperatur:
winterhart

Sonstiges:
Eine gute Art für den Steingarten. Sonnige, trockene Standorte werden bevorzugt. Sommerliche Nässe wird nicht vertragen. An günstigen Standorten verwildert sie und sät sich selbst aus. Sämlinge blühen nach etwa 4 Jahren. Außerdem kann man Brutzwiebeln abtrennen. 
'Tubergen's Gem' ist außen karmesinrot und innen schwefelgelb. An sonnigen, sommertrockenen Stellen im Steingarten vermehrt sie sich gut. Die Selektion wird 20 cm hoch. 
Es gibt auch Formen in weiß und violett.

Tulipa clusiana var. chrysantha 
´Tubergen´s Gem´

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Zwerg-Tulpe
Tulipa liniifolia

Herkunft:
Nördlicher Iran, Afghanistan und Usbekistan

Aussehen:
Diese ca. 12 bis 15 cm hohe Wildtulpe hat dunkel rote oder zitronengelbe Blüten. Die roten Blüten ahben einen dunklen- fast schwarzen - Fleck an der Basis, der teilweise einen gelben Rand aufweist. Die Blütezeit liegt Ende April bis Anfang Mai. Die Blätter sind schmal und grau grün. 

Temperatur:
winterhart

Sonstiges:
Die gelben Formen dieser meist roten Art sind auch als Tulipa batalinii bekannt (R. Wilfort 2006).
Die Art ist schwierig in der Kultur und wächst nur auf gut drainiertem Boden.
Es gibt verschiedene Selektionen. Am bekanntesten ist ´Bright Gem´. Weitere sind ´Red Gem´ (´Rotes Juwel´), ´Bronze Charm´, ´Apricot Jewel´ und ´Yellow Jewel´. Die Sorten sind weniger anspruchsvoll und gedeihen in fast jeder Erde.

T. liniifolia var. batalinii ´Bright Gem´

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Tulpe
Tulipa marjoletti

Herkunft:
Südeuropa

Aussehen:
Diese Wildtulpe wird etwa 20 bis 40 cm hoch. Die Blätter sind matt grün. Die Blütenblätter sind blaß creme-gelb, außen rot überlaufen. Sie laufen spitz zu. Die Blüten öffnen sich Ende April bis Mitte Mai.

Temperatur:
winterhart

Sonstiges:
Der Standort kann halbschattig sein und auch der Boden darf etwas schwerer sein. Am besten gedeiht die Art aber auf einem warmen, sonnigen, gut druchlässigen Boden.

Tulipa marjoletti

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Felsen-Tulpe
Tulipa saxatilis

Herkunft:
Kreta, Türkei

Aussehen:
Diese Wildtulpe wird etwa 20 cm hoch. Die Blätter sind schmal, glatt und glänzend. Die recht schmalen Blütenblätter sind blaß lila-rosa und laufen spitz zu. Das Herz ist gelb mit einem weißem Rand. Die Staubblätter sind gelblich braun. Die Blüten öffnen sich im April. Sie wenden sich der Sonne zu und öffenen sich sehr weit, so dass sie einen Durchmesser von 6 bis 8 cm erreichen können. Die Blätter sind glänzend und werden etwa 30 cm lang. 

Temperatur:
winterhart

Sonstiges:
Der Standort muss warm und sonnig sein und einen duchlässigen Boden haben. Die Art ist für Steingärten ideal. 
Ausgesäte Tulpen blühen in der Regel erst nach etwa sechs Jahren.
Es gibt diploide und triploide Formen.

Tulipa saxatilis

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Wald-Tulpe
Tulipa sylvestris

Herkunft:
Europa

Aussehen:
Diese ca. 30 cm hohe Wildtulpe hat gelbe Blüten. Außen sind sie zum Teil etwas grünlich. Die dufttenden Blüten stehen nicht aufrecht. Sie sind ab Anfang April zu sehen.
Die Blätter sind schmal.

Temperatur:
winterhart

Sonstiges:
Die Pflanzen verwildern gut. Sie stehen vollsonnig bis völlig schattig und bilden Horste aus denen jährlich wieder Blüten hervor gehen. Diese Tulpen eignen sich als Beet- und Steingartenpflanze oder als Unterpflanzung für Sträucher und Bäume. 

Horst aus Tulipa sylvestris 

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Tulpe
Tulipa wilsoniana

Herkunft:
Turkmenistan

Aussehen:
Diese Wildtulpe wird etwa 20 bis 25 cm hoch. Die Blätter sind matt grün und schmal. Die Blütenblätter sind leuchtend rot. Blüten öffnen sich im April. Die Zwiebeln sind wollig behaart.

Temperatur:
winterhart

Sonstiges:
Teilweise wird T. wilsoniana als Synonym von T. montana verstanden.
Die Pflanzen wachsen in Höhenlagen um 3000 m. 


 

Tulipa wilsoniana

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Literatur:
 

Stamm, Gerhard (1984): Karlsruher Tulpenbuch : eine Handschrift der Badischen Landesbibliothek / mit einer Einf. von Gerhard Stamm. - Unveränd. Ausg.. - Karlsruhe: Bad. Bibliotheksges.,  38 Bl. : überwiegend Ill. (farb.). Faksimile-Ausgabe zum Karlsruher Tulpenbuch von 1730

S. Killingback (1997): Tulpen - Ein illustriertes Handbuch zur Bestimmung und Zucht.- Könemann Verlagsgesellschaft mbH, Köln

Bund deutscher Baumschulen (2001): BdB-Handbuch Blumenzwiebeln.- 1. Auflage, Verlagsgesellschaft "Grün ist Leben" mbH, Pinneberg

International Flower Bulb Centre (2003): Tulip Picture Book.- 3thrd edition, Hillegom Holland

H. Genaust (2005): Etymologisches Wörterbuch der botanischen Pflanzennamen.- genehmigte Lizenzausgabe, Nikol Verlagsgesellschaft mbH & Co. KG, Hamburg

S. Heliosch (2005): Von Tulpen berauscht - und ruiniert!.- Morgenwelt vom 2.4.2005

R. Wilfort (2006): Tulips: species and hybrids for the gardener.- Timber Press


© Wilstermann-Hildebrand 2009