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| Gemüsebedarf Erntemengen Platzbedarf Planung Zeitbedarf und Kosten |
Mischkultur Bauerngärten Boden und Bodengare Pflanzenschutz |
Auf Grundlage des Gemüsebedarfs
und
der zu erwartenden Erntemenge kann man einen Plan erstellen wieviel
Fläche
man mit welchen Pflanzen bebauen sollte. Durchschnittlich kann man auf
einem Quadratmeter Fläche etwa 3 kg Gemüse ernten. Dabei sind
natürlich die verschiedenen Gemüsesorten sehr unterschiedlich
im Ertrag. Diese Erntemenge ist nur erreichbar, wenn mindestens zwei
Drittel
der Fläche mehrfach genutzt wird. Dazu ist ein Anbauplan wichtig.
Das angebaute und geerntete Gemüse und Obst soll
auch sinnvoll verwertet werden. Egal ob eingekocht oder eingefroren
werden soll - die Verarbeitung und Lagerung
nimmt Zeit und Platz in Anspruch. Ausreichend Lagermöglichkeiten
in Gefrierschränken oder reichlich Einmachgläser müssen
zur Erntezeit zur Verfügung stehen. Nicht alles kann sofort frisch
verzehrt werden.
Für eine sinnvolle Anbauplanung muss man
zunächst
wissen wie hoch der eigene Bedarf ist. Die folgende Tabelle gibt die
pro-Kopf-Verzehrmengen
der jeweils 10 wichtigsten Obst- und Gemüsesorten an. Sie beziehen
sich auf alle in Deutschland lebenden Menschen vom Kleinkind bis zum
Rentner
und erfassen auch das Gemüse, das für Meerschweinchen,
Kaninchen
oder Aquarienbewohner gekauft wird. Wenn wir bei der Planung unseres
Gartens
Kinder unter 10 Jahren unberücksichtigt lassen, können wir
diese
Zahlen als Richtwerte nutzen.
Zu den Mengen an Frischware kommen zum Teil nicht
unerhebliche
Mengen Tiefkühlware oder Fertigprodukten. Beispielsweise liegt der
Pro Kopf Verbrauch von Kartoffeln bei etwa 65 kg. Davon werden aber nur
etwa 25 kg frisch verzehrt. Der Rest wird zu Kartoffelchips, Pommes
Frites,
Kartoffelpüreepulver, Tiefkühlpuffern etc.. Für die
Planung
unseres Nutzgartens interessieren uns aber nur die Frischmengen. Wer
macht
schon seine Kartoffelschips selber?!
Tabelle 1: Pro Kopf Verbrauch von frischem Obst und
Gemüse
2009
in Deutschland nach Angaben der Gesellschaft für Konsumforschung
(Quelle:
gabot.de)
| Obst |
Gemüse |
||
| Äpfel | 9,0 kg | Tomaten | 4,9 kg |
| Bananen | 7,1 kg | Karotten | 3,6 kg |
| Orangen | 4,2 kg | Gurken | 3,3 kg |
| Clementinen | 2,5 kg | Zwiebeln | 3,1 kg |
| Weintrauben | 2,2 kg | Paprika | 2,5 kg |
| Erdbeeren | 1,7 kg | Eisbergsalat | 1,6 kg |
| Nektarinen | 1,6 kg | Blumenkohl | 1,0 kg |
| Birnen | 1,4 kg | Spargel | 0,9 kg |
| Ananas | 1,4 kg | Lauch | 0,6 kg |
| Wassermelone | 1,2 kg | Weißkohl | 0,6 kg |
Durchschnittlich
kostet
uns das frische Obst aus dem Laden oder vom Wochenmarkt 1,51 € pro
Kilogramm und das Gemüse 1,79 € pro Kilogramm. Die Tendenz ist
steigend. Die Preise für Obst sind im Vergleich mit 2009 im Jahr
2010
um 10 % höher gewesen, die von Gemüse sogar um 12,8 %. (nach
proplant.de)
Insgesamt lag der durchschnittliche pro Kopf-Verbrauch
bei Frischgemüse 2009 bei 63,2 kg, der von Frischobst bei 82,4 kg
(Gesellschaft für Konsumforschung).
Errechnet man aus den Verbrauchszahlen und
Durchschnittlichen
Kosten den Gesamtaufwand für Obst und Gemüse, fällt auf,
dass die Verbraucher dennoch nicht mehr ausgeben.
| 2008 |
2009 |
||
| Obst | Gemüse | Obst | Gemüse |
| 135,30 € | 119,40 € | 124,40 | 113,30 € |
Wir haben insgesamt weniger frische Lebensmittel gekauft als im Vorjahr und dabei vor allem günstigere Saison-Ware bevorzugt. Beispielsweise kostet eine Salatgurke je nach Jahreszeit und Laden bei uns zwischen 0,39 € und 1,80 €.
In der folgenden Tabelle ist der Gesamtgemüseverbrauch inklusive Industrieware in Deutschland im Wirtschaftsjahr 2009/2010 erfasst. Die Zahlen sind mit dem oben genannten Frischwaremengen nicht direkt zu vergleichen. Ich habe sie hier angefügt, weil sie Gemüse erfassen, dass nur wenig frisch gekauft wird, sich aber gut im Hausgarten produzieren lässt. Das wären zum Beispiel Spinat und Rotkohl.
| Tomaten | 24,6 kg | ![]() Spinat wird selten frisch gekauft. Er lässt sich leicht anbauen und gut einfrieren. Der Jahresbedarf eines 3- bis 4-Personenhaushalts kann mit nur 2 qm Anbaufläche gedeckt werden. Spinat ist ideal als Vor- oder Nachkultur geeignet. Er kann zum Beispiel von Mitte März bis Anfang Juni auf der Fläche stehen oder von September bis in den Dezember. |
| Möhren, Karotten, Rote Bete | 8,0 kg | |
| Speisezwiebeln | 7,6 kg | |
| Gurken | 6,8 kg | |
| Weiß- und Rotkohl | 5,4 kg | |
| Erbsen, Bohnen | 3,0 kg | |
| Blumen-, Grün-, Rosenkohl und Broccoli | 2,6 kg | |
| Kopfsalat | 2,7 kg | |
| Wirsing- und Chinakohl, Kohlrabi | 2,4 kg | |
| Sellerie, Porree | 2,1 kg | |
| Spargel | 1,5 kg | |
| Spinat | 1,0 kg | |
| Sonstige Gemüse: z. B. Dicke Bohnen, Eissalat, Chicorée, Rettich und Radies |
23,7 kg | |
| Champignons | 1,8 kg |
Der größte Teil der verzehrten Tomaten
kommt
industriell vorgefertigt auf den Tisch. Man kann bei der Planung der
Anbaumengen hier gerne eine größere Menge anstreben als die
knapp 5 kg für den Frischverzehr. Tomatensoßen lassen sich
auch
gut aus frischen Früchten machen. Der Jahresverbrauch an Erbsen
und
Bohnen von 3 kg, der in der Regel als Konserven oder Tiefkühlware
eingekauft wird, kann im Hausgarten auf ein bis zwei Quadratmeter
Anbaufläche
selbst produziert werden! Jeweils ein weiterer Quadratmeter deckt
unseren
Jahresverbrauch an Kohl und Spinat.
Natürlich ist Statistik hier nicht alles. Wer
keinen
Kohl mag, wird keinen kaufen. Manchmal verzichtet man auch auf ein
Gemüse,
das man gerne essen würde, weil es zu teuer ist. Wer einen
Kirschbaum
im Garten hat, isst mehr Kirschen als jemand, der sie kaufen muss. Wer
nur enmal in der Woche einen Großeinkauf macht wird weniger Feld-
und Kopfsalat konsumieren, als jemand der solche verderblichen Produkte
täglich frisch bekommen kann. Der Pro-Kopf-Verbrauch kann darum
nur
als grobe Richtschnur gelten.
Damit wir abschätzen können wieviel
Fläche
für welches Gemüse benötigt wird, müssen wir wissen
wieviel Ertrag welches Gemüse bringt. Die folgenden Angaben sind
aus
dem Buch von Herrmann-Lejeune (1995) entnommen. Es sind Mittelwerte und
die tatsächlichen Erntemengen hängen von der verwendeten
Sorte
und dem Kulturerfolg ab. Ist das Jahr kalt und verregnet, verhagelt es
die Ernte oder man fährt über die Sommerferien 6 Wochen weg
und
niemand gießt, dann fällt die Ernte entsprechend geringer
aus.
| Gemüseart | Reihenabstand in cm | Mittlere Erträge / Quadratmeter | Bemerkungen | |
| Bohnen | ![]() Buschbohne
´Bluevetta´
|
|||
| Buchbohnen | 40 x 40 | 1,5 bis 2,5 kg | in 6 Horsten pro qm | |
| Stangenbohnen | 80 x 60 | 2,5 - 4 kg | 2 Horste an Rankgerüsten / qm | |
| Dicke Bohnen (Puffbohnen) | 40 x 15 oder 40 x 40 | 1,5 kg | in 6 Horsten / qm | |
| Erbsen | ![]() Zuckererbse
´Delikata´
|
|||
| Palerbsen | 30 | 1,5 kg | Reihenssat | |
| Markerbsen | 30 | 1,5 kg | Reihensaat | |
| Zuckererbsen | 30 | 1,5 kg | Reihensaat | |
| Fruchtgemüse | ![]() Zucchini ´Mastil
F1´
|
|||
| Gurken | 2 - 3 kg | 2 bis 4 Pflanzen / qm | ||
| Kürbis | bis 40 kg | ca. 1,5 bis 2,5 qm pro Pflanze | ||
| Zucchini | 100 cm x 100 cm | 3 - 4 kg | 1 Pflanze /qm | |
| Tomaten | 70 x 70 cm | 3 - 5 kg | ca. 2 Pflanzen / qm | |
| Zuckermais | 60 x 20 cm | 15 kg | Reihensaat, ca. 8 Pflanzen / qm | |
| Blattgemüse | ![]() Einige Sorten Kopfsalat ![]() Mangold ´Bright
Lights´
|
|||
| Kopfsalat | 25 x 15 bis 30 x 30 cm |
10 bis 30 Stück | größere Köpfe im Sommer brauchen große Reihenabstände |
|
| Eissalat | 40 x 35 cm | 7 Stück | Reihensaat | |
| Feldsalat | 15 - 20 cm | 1,5 - 2 kg | Reihensaat | |
| Radiccio | 25 x 20 cm | 15 Stück | ||
| Winterendivien | 30 x 30 cm | 11 Stück | ||
| Zuckerhut | 30 x 20 - 30 cm | 10 - 12 Stück |
ca. 10 - 12 kg | |
| Spinat | 20 cm | 1,5 - 2 kg | Reihensaat | |
| Neuseeländer Spinat | 3 kg | |||
| Mangold | 30 cm | 5 - 7 kg | Reihensaat, vereinzeln notwendig | |
| Wurzelgemüse | ![]() Möhren ´Nantaise´ ![]() Porree in Mischkultur mit Möhren und Paprika |
|||
| Knollenfenchel | 40 x 20 - 30 | 2 - 2,5 kg | ||
| Möhren | 20 cm | 3 - 4 kg | Reihensaat | |
| Wurzelpetersilie | 25 cm | 2 - 3 kg | Reihensaat, verziehen notwendig | |
| Rote Rüben | 25 - 30 cm | 3 - 4 kg | Reihensaat, verziehen notwendig | |
| Schwarzwurzeln | 25 cm | 1,5 - 2 kg | Reihensaat, verziehen notwendig | |
| Knollensellerie | 40 x 40 cm | 2,5 - 3 kg | vorgezogene Pflanzen setzen | |
| Steckzwiebeln | 20 x 10 cm | 2,5 - 4 kg | Steckzwiebeln bekommt man im Frühjaht und Herbst | |
| Schalotten | 20 x 10 cm | 1,5 kg | Steckzwiebeln bekommt man im Frühjaht und Herbst | |
| Porree | 30 x 10 - 15 cm | 5 kg | ||
| Kohlgemüse | ![]() Brokkoli ´Marathon´ ![]() Grünkohl ´Winnetou´ |
|||
| Blumenkohl | 50 - 40 x 40 cm | 2 - 4 kg | 5 bis 6 Pflanzen / qm | |
| Brokkoli | 50 - 60 x 40 - 50 cm | 2 - 3 kg | 6 Pflanzen | |
| Chinakohl | 30 - 40 x 25 - 30 | 3 - 10 kg | 8 - 12 Pflanzen | |
| Frühkopfkohl | 40 x 40 cm | 3 - 5 kg | 6 Pflanzen / qm, ab Februar Vorziehen oder ab April Jungpflanzen beim Gärtner kaufen |
|
| Herbstkopfkohll | 50 x 50 cm | 4 - 6 kg | 4 Pflanzen /qm | |
| Dauerkopfkohl | 50 - 60 x 50 cm | 4 - 7 kg | 3 - 4 Pflanzen / qm | |
| Rosenkohl | 50 x 50 - 60 x 60 | 1 kg | 3 - 4 Pflanzen | |
| Grünkohl | 40 x 40 cm | 2 kg | nach dem ersten Frost oder den ganzen Winter hindurch ernten | |
| Kohlrabi | 20 - 40 x 20 - 30 | ca. 13 bis 25 Stück oder 2,5 kg | ||
| Kartoffeln |
65 - 75 x 30 - 35 |
3 - 4 kg |
Möchte man das gesamte Gemüse und Obst, inklusive aller Konserven und Tiefkühlware, selber produzieren braucht man für jede Person im Haushalt 40 qm Anbaufläche. Durch geschickte Planung und Beschränkung auf das eingelagerte und saisonalverfügbare Gemüse ist der Zukauf überflüssig. Das setzt aber voraus, dass zum Beispiel Bohnen und Kürbisse eingemacht, Beeren- und Steinobst zu Marmeladen oder Säften und Äpfel zu Apfelmus verarbeitet werden. Es müssen Lagerkapazitäten für Eingeschlagenes Gemüse und Obst in Regalen im kühlen, luftigen Keller oder im frostfreien Gartenhaus zur Verfügung stehen. Eine große Gefriertruhe für Blumenkohl, Brokkoli, Bohnen, Erbsen, Grünkohl, Kohlrabi, Möhren, Rosenkohl und Spinat ist ebenfalls von Vorteil. Die Versorgung so eines Gartens und des Erntegutes ist dann aber eine Vollbeschäftigung für die Hausfrau bzw. den Hausmann.
Für die Teilversorgung durch die Eigenproduktion des Frischgemüses, Kräutern und etwas Beerenobst muss man mit 20 qm / Person rechnen. Hierbei wird ein Großteil der Ernte (Erdebeeren, Salate) direkt verzehrt. Nur ein geringer Teil (z. B. Bohnen, Kohl) fällt zur Erntezeit in größeren Mengen an und muss eingefroren oder eingekocht werden.
Kleinere Flächen liefern leicht ausreichend
Gartenkräuter,
Tomaten und Salate. Wenn alle - dann alle. Für die Halter von
Kleintieren
sind Balkonkästen und kleine Beetflächen ausreichend um
zumindest
einen Teil des Frischfutterbedarfs von Meerschweinchen, Kaninchen,
Ziervögeln,
Welsen oder Garnelen zu decken.
Inklusive der Ernte, der Bodenvorbereitung im Herbst
und
Frühjahr, Beikrautbekämpfung und Düngung benötigt
man
für die die Pflege eines Nutzgartens etwa 15 bis 30 Minuten pro
Quadratmeter
im Jahr. Der tatsächliche Arbeitsaufwand hängt davon
ab
welche Kulturen man anbaut. Beerenobststräucher beispielsweise
benötigen
weniger Pflege. Sie werden jährlich geschnitten, benötigen
aber
keine wiederholte Bodenbearbeitung. Hier reichen etwa 15 - 20 Minuten
pro
Quadratmeter jährlich. Intensiv genutzte Gemüsebette
müssen
dagegen mehrmals bepflanzt und beerntet werden. Daher liegt der
Arbeitszeitaufwand
hier mit etwa 30 Minuten pro Quadratmeter und Jahr höher.
Die Kosten belaufen sich im Jahr auf etwa 2 € pro
Quadratmeter. Darin enthalten sind Saatgut und Jungpflanzen,
Dünger,
Pflanzenschutzmittel und Gartengeräte (gerechnet als Abschreibung
auf 10 Jahre).
Dem gegenüber steht eine Ersparnis beim Einkauf
von Frischgemüse von
durchschnittlich
etwa 5,40 € pro Quadratmeter bei der angenommen durchschnittlichen
Erntemenge von 3 kg / qm und einem Durchschnittspreis
von 1,80 € pro kg Frischgemüse.
Um erfolgreich im eigenen Garten Gemüse an zu
bauen
muss man etwas planen. Um die Flächen sinnvoll zu nutzen sollten
sie
mit einer Vor-, einer Haupt- und einer Nachkultur bestellt werden. Der
Boden sollte möglichst immer von Pflanzen oder Mulch bedeckt sein.
Das verbessert die Bodenfruchtbarkeit. Zu kurze Abstände im Anbau
einer Kultur auf einer Fläche müssen vermieden werden, damit
sich wirtsspezifische Schaderreger (Nematoden, Pilze) nicht zu stark
vermehren
können.
Wichtig ist daher die Planung von Fruchtfolgen
im Verlauf mehrerer Jahre hintereinander auf einer Fläche und der
Fruchtwechsel
im Laufe eines Jahres auf einem Beet.
Um eine Fruchtfolge einhalten zu können
müssen
Beete feste Abmessungen haben, die Jahr für Jahr gleich bleiben.
Man
kann bei der Anlage der Beete zwischen drei Varianten wählen:
Zweifelderwirtschaft
mit Teilung in Stark- und Schwachzehrer, Rollplan oder Mischkultur.
Stark- und
Schwachzehrer
Diese Variante eignet sich für große
Gärten
in denen eine Gemüsevollversorgung angestrebt wird. Zwei Felder
werden
angelegt und in Beete unterteilt. Auf dem einen Feld wird im Herbst mit
Mist oder
frischem Kompost gedüngt. Hierher kommen die Starkzehrer (1. Tracht), die dem
Boden viel Humus abverlangen. Auf dem anderen Feld pflanzt man die
Schwachzehrer (2. Tracht).
Auf dem Feld mit den Starkzehrern stehen Kartoffeln,
Chinakohl,
Blumenkohl,
Brokkoli, Rosenkohl, Kopfsalat, Feldsalat, Spinat, Kürbisse,
Gurken,
Tomaten und Zucchini. Bei den Schachzehrern stehen Schwarzwurzeln,
Möhren,
Rote Rüben, Pastinaken, Rettiche, Sellerie, Porree, Radies,
Zwiebeln,
Erbsen und Bohnen.
Erbsen und Bohnen kann man auch zu den Starkzehrern
pflanzen.
Sie sind Leguminosen, die Stickstoff aus der Luft sammeln und im Boden
binden. Die eingearbeiteten Pflanzenreste dienen mit als
zusätzlichen
Dünger für die Folgekultur.
Im Folgejahr wird das andere Feld mit Mist gedüngt und Starkzehrer und Schwachzehrer wechseln die Position. Starkzehrer stehen immer auf dem Feld mit dem frischem Mist oder Kompost. Die Schwachzehrer gedeihen dort besser im Folgejahr. Wurzelgemüse ist auf Boden mit frischem Mist oft anfälliger für Schädlinge. Gewürzkräuter bilden ein besseres Aroma, wenn sie auf nährstoffärmeren Böden wachsen. Sie werden bei den Schwachzehrern angepflanzt.
Die Mistgabe ersetzt nicht die Düngung mit
Mineraldüngern!
Die Kulturen müssen gemäß ihren Ansprüchen und dem
Nährstoffgehalten des Bodens zusätzlich versorgt werden. Vor
allem Kalium, Magnesium und Calcium müssen regelmäßig
nachgedüngt werden.
Rollplan
Bei einem Rollplan werden 8 Felder gleicher
Größe
angelegt. Auf ihnen werden in in den Folgejahren die Kulturen
weitergerückt.
| I 2-jährige Erdbeeren | V Kohlgemüse |
| II 1-jährige Erdbeeren | VI Fruchtgemüse |
| III Kartoffeln in der Nachkultur Erdbeerjungpflanzen |
VII Hülsenfrüchte |
| IV Wurzel- und Knollengemüse | VIII Zwiebelgemüse |
Im Folgejahr:
| I Zwiebelgemüse | V Wurzel- und Knollengemüse |
| II 2-jährige Erdbeeren | VI Kohlgemüse |
| III 1-jährige Erdbeeren | VII Fruchtgemüse |
| IV Kartoffeln in der Nachkultur Erdbeerjungpflanzen |
VIII Hülsenfrüchte |
Salate und Spinat sind in der Vor. bzw. Nachkultur
zu
den Hauptfrüchten anzubauen.
Folgt man dem Rollplan kommen die empfindlichen
Gemüsearten
(z. B. Tomaten und Kohl) nur jeweils alle acht Jahre wieder auf ein
Feld.
Dadurch können sich keine arttypischen Schaderreger ansammeln. Der Nachteil ist, dass positive Effekte durch die
Nachbarschaft
mit anderen Gemüsearten nicht genutzt werden können, da
Mischkulturen
beispielweise zwischen Zwiebeln und Möhren in dem System nicht
möglich sind.
Ein weiteres Problem ist, dass der Flächenbedarf für die
einzelnen Gemüse nicht gleich groß ist. Beispielsweise
braucht man für drei Personen nur etwa 3 qm
Zwiebelanbaufläche. Um den Bedarf an Kartoffeln voll zu decken
werden für drei Personen aber 18 bis 20 qm Anbaufläche
benötigt. Sind die einzelnen Beete also 20 qm groß liegt in
einigen Jahren viel Fläche brach. Dann bietet es sich an,
auf dem Beet auch Gründüngungspflanzen oder
Sommerblumen für den Schnitt mit zu kultivieren. Dabei ist darauf
zu
achten, dass als Folgekultur von Zwiebelgemüse
Hülsenfrüchte auf die Fläche kommen. Klee,
Lupinen und andere Leguminosen sollten hier darum bevorzugt verwendet
werden. Bringt man sie auf anderen Beeten aus, verkürzt sich die
Zeit bis wieder Leguminosen auf die Fläche kommen und die 4 bis 6
Jahre Abaupause zum Schutz vor Schädlingen können nicht
eingehalten werden.
Als Nachkultur beim Fruchtgemüse kann man Kohlgemüse
verwenden, das über Winter auf der Fläche bleibt.
Grünkohl, Rosenkohl oder auch Futterkohl sind dann im
Folgejahr bereits als Vorkultur auf dem Beet für Kohlgemüse.
Werden sie auf dem Kohlgemüsebeet überwinter sind sie
Vorkultur für das Wurzelgemüse im Folgejahr. Eine saubere
Trennung erfolgt also nicht.
Mögliche Abfolgen im Fruchwechsel
| Zwiebelgemüse |
Wurzel- und Knollengemüse | Kohl- und Blattgemüse |
| Zwiebeln |
Kohlrabi - Stangensellerie - Endivien | Blumenkohl - Endivien |
| Tagetes - Wintersteckzwiebeln |
Spinat - Möhren | Kopfsalat - Broccoli - Radieschen |
| Tagetes - Knoblauch |
Kopfsalat - Rote Beete | Feldsalat - Eissalat - Zuckerhut |
| Grünbrache |
Radieschen - Rote Beete | Kohlrabi - Eissalat - Endivien |
| Rettich - Knollensellerie - Feldsalat | Spinat - Rosenkohl |
|
| früher Kohlrabi - Knollensellerie - Pflücksalat | Salat - Rotkohl |
|
| Pflücksalat - Stangensellerie - Feldsalat | Feldsalat - Blumenkohl |
|
| Spinat - Knollensellerie - Endivien | Porree - Spinat |
|
| Grünkohl (Vorjahr) - Pastinaken |
Römersalat - Porree |
|
| Rosenkohl (Vorjahr) - Schwarzwurzeln |
Kohlrabi - Porree |
|
| Rosenkohl (Vorjahr) - Möhren |
Feldsalat - Mangold |
|
| Mangold (Vorjahr) - Römersalat |
||
| Feldsalat - Chicoree |
| Hülsenfrüchte |
Fruchtgemüse | Kartoffeln |
| Radieschen - Buschbohnen - Zuckerhut | Kopfsalat - Gurken - Schnittsalat - Spinat | Brache - Kartoffel |
| Kohlrabi - Buschbohnen - Pflücksalat - Feldsalat | Felsalat - Paprika - Kräuter | Kartoffeln - Erdbeerjungpflanzen |
| Erbsen - Knollenfenchel | Kopfsalat - Gurken - Zwiebeln - Feldsalat | |
| Schnittsalat - Stangenbohnen - Gurken - Chinakohl | ||
| Kopfsalat - Stangenbohnen - Feldsalat | ||
| Kopfsalat - Tomaten - Spinat | ||
| Spinat - Zucchini - Radieschen oder Rettich - Feldsalat | ||
| Kopfsalat - Artischocken - Endivien |
||
| Pflücksalat - Auberginen - Rosenkohl |
||
| Wintergrünbrache - Kürbis |
Bei der Mischkultur werden verschiedene Pflanzen in
Reihen
nebeneinander gapflanzt, damit sie sich gegenseitig positiv
beeinflussen.
So sind zum Beispiel Möhren und Zwiebeln in gegenseitiger
Nachbarschaft
weniger anfällig für den Befall mit Möhren- bzw.
Zwiebelfliegen.
Man kann auch in der Reihe die Pflanzen mischen. Ein Wechsel
zwischen Kopfsalat oder Romanasalat mit Kohlrabie ist zum Beispiel
möglich. Salat kann auch in den Lücken zwischen
Gurkenpflanzen, Tomaten oder Bohnen stehen. Es können auch
abwechselnd Sellerie- und Blumenkohlpflanzen in einer Reihe stehen oder
zwischen Tomatenpflanzen Reihen mit Karotten ausgesät werden. Auch
Kombinationen aus "guten Nachbarn" können Verwendung finden.
Aber auch in der Mischkultur müssen die Pflanzen
über die Beete "rollen". Tomaten, Gurken und Kohl sollten
frühestens
wieder nach vier Jahren am selben Platz stehen.
![]() |
![]() |
| Mischkultur
aus Grünkohl ´Robor´, Buschbohne
´Primavera´, Kohlrabi ´Blaro´ und glatter Petersilie ´Gigante di Napoli´ |
Mischkultur
aus Grünkohl ´Winnetou´, Möhren
´Sugarsnaks´, Porree ´Amundo´ Paprika
´Daisy F1´ und Schnittlauch ´Staro´ |
| Pflanzenart |
günstige
Partner |
Schlechte
Nachbarn |
| Buschbohnen |
Bohnenkraut, Endivien, Erdbeeren, Gurken, Kapuzinerkresse, Kartoffeln, Kohl, Kohlrabi, Kopfsalat, Mangold, Pflücksalat, Radieschen, Rhababer, Rote Beete, Rüben, Salbei, Sellerie, Spinat, Tomaten, Zicchorie, Zucchini | Erbsen, Fenchel, Knoblauch,
Lauch und Zwiebeln |
| Bohnenkraut |
Bohnen, Kopfsalat,
Pflücksalat
und Rote Beete |
|
| Dill |
Bohnen, Erbsen, Gurke,
Kohl, Kopfsalat,
Möhren, Pflücksalat, Rote Beete, Spargel und Zwiebeln |
Bohnenkraut |
| Endivien |
Fenchel, Kohl, Lauch und
Stangenbohnen |
|
| Erbsen |
Fenchel, Gurken,
Kohl, Kohlrabi, Kopfsalat, Möhren, Radieschen, Rüben, |
Buschbohnen, Kartoffeln,
Knoblauch, Lauch, Standgenbohnen, Tomaten und Zwiebeln |
| Erdbeeren |
Buschbohnenkraut,
Knonlauch, Kopfsalat, Lauch, Radieschen, Rhabarber, Spinat, Zwiebeln |
Kohl |
| Fenchel |
Endivien, Erbsen, Gurken,
Kopfsalat, Pflücksalat, Salbei, Zicchoriensalat |
Buschbohnen, Stangenbohnen,
Tomaten |
| Gurken |
Buschbohnen, Erbsen,
Fenchel, Knoblauch, Kohl, Kohlrabi, Kopfsalat, Lauch, Rote Beete,
Sellerie, Stangenbohnen, Zwiebeln |
Kartoffeln, Radieschen,
Tomaten |
| Kamille |
Zwiebeln |
|
| Kauzinerkresse |
Kartoffeln, Radieschen,
Stangenbohnen, Tomaten, Zucchini |
|
| Kartoffeln |
Buschbohnen,
Kapuzinerkresse, Knoblauch, Kohlrabi, Pfefferminze, Spinat |
Erbsen, Gurken, Kohl, Rote
Beete, Sellerie, Tomaten |
| Knoblauch |
Erdbeeren, Gurken,
Kartoffeln, Möhren, Rote Beete, Sellerie, Tomate |
Buschbohnen, Erbsen, Kohl,
Stangenbohnen |
| Kohl |
Buschbohnen, Dill,
Endivien, Erbsen, Gurken, |
Erdbeeren, Kartoffeln,
Knoblauch, Zwiebeln |
| Kohlrabi |
Buschbohnen, Erbsen,
Gurken, Kartoffeln, Kopfsalat, Lauch, Radieschen, Rote Beete,
Schwarzwurzel, Sellerie, Spargel, Spinat, Stangenbohnen, Tomaten,
Zwiebeln |
|
| Kopfsalat Eissalat Pflücksalat Schnittsalat |
Buschbohnen, Bohnenkraut,
Dill, Erbsen, Erdbeeren, Fenchel, Gurke, Kohl, Kohlrabi, Lauch, Mais,
Möhren, Pfefferminze, Radieschen, Rhabarber, Rote Beete,
Rüben, Schwarzwurzeln, Spargel, Stangenbohnen, Tomaten,
Zicchoriensalat, Zwiebeln |
Petersilie, Sellerie,
Knollenfenchel, Rettich |
| Lauch |
Endivien, Gurken, Kohl, Kohlrabi, Kopfsalat, Möhren, Schwarzwurzeln, Sellerie, Tomaten, Zwiebeln | Buschbohnen, Erbsen, Stangenbohnen |
| Mais |
Kopfsalat, Tomaten, |
Rote Beete, Sellerie |
| Möhren |
Dill, Erbsen, Knoblauch,
Kopfsalat, Lauch, Pfefferminze, Pflücksalat, Radieschen, Sellerie, Tomaten,
Zicchoriensalat, Zwiebeln |
|
| Mangold |
Buschbohnen, Kohl,
Möhren, Rüben |
|
| Petersilie |
Radieschen, Tomaten |
Kopfsalat |
| Pfefferminzr |
Kartoffeln, Kohl,
Kopfsalat, Möhren, Tomaten |
|
| Radieschen |
Buschbohnen, Erbsen,
Erdbeeren, Kapuzinerkresse, Kohl, Kohlrabi, Kopfsalat, Möhren,
Petersilie, Pflücksalat, Sellerie, Spinat, Stangenbohnen, Tomaten |
Zwiebeln |
| Rhabarber |
Buschbohnen, Kohl,
Kopsalat, Pflücksalat, Spinat |
|
| Rote Beete |
Buschbohnen, Bohnenkraut,
Dill, Gurken, Knoblauch, Kohl, Kohlrabi, Kopfsalat, Pflücksalat,
Zwiebeln |
Kartoffeln, Lauch, Mais und
Möhren |
| Rüben |
Buschbohnen, Erbsen,
Kopfsalat, Mangold, Pflücksalat, Spinat, Stangenbohnen, Tomaten |
|
| Salbei |
Fenchel |
|
| Schwarzwurzel |
Kohlrabi, Kopfsalat, lauch,
Pflücksalat, Stangenbohnen, Tomaten |
|
| Sellerie |
Buschbohnen, Gurken,
Knoblauch, Kohl, Kohlrabi, Lauch, Stangenbohnen, Tomaten, Möhren, Radies |
Kartoffeln, Mais |
| Spargel |
Dill, Kohlrabi, Kopfsalat,
Pflücksalat |
|
| Spinat |
Erdbeeren, Kartoffeln,
Kohl, Kohlrabi, Radieschen, Rhabarber, Rüben, Stangenbohnen,
Tomaten |
|
| Stangenbohnen |
Bohnenkraut, Endivien, Erdbeeren, Gurken, Kapuzinerkresse, Kartoffeln, Kohl, Kohlrabi, Kopfsalat, Mangold, Pflücksalat, Radieschen, Rhababer, Rote Beete, Rüben, Salbei, Sellerie, Spinat, Tomaten, Zicchhorie, Zucchini | Erbsen, Fenchel, Knoblauch,
Lauch, Zwiebeln |
| Tomaten |
Buschbohnen,
Kapuzinerkresse, Knoblauch, Kohl, Kohlrabi, Kopfsalat, Lauch, Mais,
Möhren, Petersilie, Pfefferminze, Pflücksalat, Radieschen,
Rüben, Sellerie, Spinat, Zucchini, Zicchoriensalat |
Erbsen, Fenchel, Gurken,
Kartoffeln, |
| Zicchoriensalat |
Fenchel, Kopfsalat, Möhren, Stangenbohnen, Tomaten, | |
| Zucchini |
Erbsen, Kapuzinerkresse,
Stangenbohnen, Tomaten |
|
| Zwiebeln |
Dill, Erdbeeren, Kamille,
Kohlrabi, Kopfsalat, Möhren, Rote Beete, Zucchini |
Buschbohnen, Erbsen, Kohl,
Radieschen, Stangenbohnen |
![]() Mischungen aus verschiedenen Sommerblumen sehen nicht nur romatisch aus, sondern liefern auch über einen langen Zeitraum Nahrung für Nützlinge wie Bienen, Schweb- und Florfliegen. |
![]() Paprika, Tomaten und Kräuter in einer alten Holzschubkarre. |
![]() Kräuter können ein dekoratives Element im Garten sein. Rechts wachsen Würzkräuter zwischen Zierpflanzen. |
![]() |

| Art |
Nutzen |
Anmerkungen |
| Buchweizen |
wächst
schnell und
fördert die Durchläftung des Bodens. Gutes Grünfutter
für Haustiere und beliebte Bienenweide |
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| Esparsette |
guter Nektar-
und Pollenspender
für Bienen und andere Insekten, trockenheitsresistent |
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| Gelbsenf |
fördert
die Humusbildung
und lockert den Boden |
Nicht vor
anderen
Kohlgewächsen anbauen. An Senf vermehren sich Nematoden, die
auch Kartoffeln,
Zuckerrübe, Chicoree, Erbsen, Mören, Schwarzwurzeln und
Zwiebeln schädigen können. |
| Inkarnatklee |
Stickstoffsammler,
guter Humusbildner, Futter für Haus- und Nutztiere, vertreibt in
Mischkultur Kohlfliege und Kohlweißling. |
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| Lupine |
wurzelt tief
und lockert den
Boden gut auf, bindet Stickstoff aus der Luft und erhöht so den
Nährstoffgehalt des Bodens für die Folgekultur, fördert
die Humusbildung |
An Lupine
können sich Meloidogyne hapla
und Pratylenchus penetrans
stark
vermehren. Das sind zwei Nematodenarten,
die zum Beispiel Zuckerrüben, Chicoree, Erbsen, Möhren, Rote
Beete, Schwarzwurzeln Sellerie und Zwiebeln schädigen können.
Sollten Probleme mit den Nematoden aufgetreten sein, sollte Lupine
nicht als Gründüngung auf der Fläche verwendet werden. |
| Luzerne |
Stickstoffsammler,
erhöht den Nährstoffgehalt des Bodens, bildet tief reichende
Wurzeln, lockert und lüftet den Boden tief, Grünfutter
für Haustiere |
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| Ölrettich |
gute
Insektenweide für
Bienen, Hummeln und andere Nützlinge |
An
Ölrettich können
sich Meloidogyne hapla und Pratylenchus penetrans stark
vermehren. Die Zahl an anderen Nematoden (Ditylenchus, Heterodera und Globodera) reduziert sich durch den
Anbau von Ölrettich. |
| Perserklee |
bildet viel
Wurzelmasse und fördert so den Humusaufbau, vertreibt in
Mischkultur an Kohl und Rettich Kohlfliegen und Kohlweißlinge |
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| Phacelia |
sehr beliebte
Bienen- und
Insektenweide, wächst auch an schattigen Stellen gut |
An Phacelia
könne sich Meloidogyne hapla
und Pratylenchus penetrans
stark vermehren. Die Zahl an Ditylenchus,
Heterodera und Globodera wird dagegen reduziert. |
| Ringelblume |
verbessert die
Krümelstruktur |
soll Nematoden
vertreiben, sehr dekorativ, als Heilpflanze nutzbar |
| Rotklee |
Stickstoffsammler,
gute Futterpflanze |
Ist Wirtpflanze
für Meloidogyne- und Pratylenchus-Arten und sollte bei
bestehender
Nematodenproblematik nicht ausgesät werden. |
| Sommerwicke |
Stickstoffsammler,
bildet viel Masse und trägt darum zur Humusbildung bei, durch den
dichten Wuchs werden Beikräuter unterdrückt |
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| Steinklee | Lockt Bienen
und Schwebfliegen an, vertreibt Kohlfliege und Kohlweißling |
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| Tagetes |
reduziert die
Auswaschung von Nährstoffen, trägt zur Humusbildung bei und
unterdrückt Beikräuter, im Mischkultur vertreibt sie Nematoden |
Besondere
Sorten können als Hauptkultur eingesetzt werden und reduzieren die
Zahl von Nematoden auf dem Beet. Meloidogyne-
und Heterodera-Arten
können sich an Tagetes nicht
vermehren. Die Zahl von Pratylenchus
penetrans und P. crenatus
im Boden nimmt ab. Um die Wirkung zu erzeilen dürfen aber
keine Beikräuter im Bestand sein, die als Wirtspflanzen in Frage
kommen. |
Literatur:
E. Herrmann-Lejeune (1995): Unser Hausgarten.- 12.
Auflage,
DLG-Verlag
H. Wagner (2000): Karotte liebt Tomate.- W. Ludwig Buchverlag,
München
J. Whittingham (2008): Besser gärtnern - Gemüse
selber anbauen.- Dorling Kindersley, London
W. Kolb, W. Müller-Haslach (2009). Der Gartenprofi -
Nutzgärten - das Fach- und Arbeitsbuch.- Ulmer Verlag, Stuttgart
M. Rusch (2010): Anders gärtnern
- Permakulturelemente im
Hausgarten.- ökobuch Verlag, Staufen bei Freiburg
Quellen:
Gabot.de: Daten zum Obst und Gemüsemarkt
BMELW: Statistik
2010