Seerosen, Mummeln und Lotus
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Lotus, Mummeln, Seerosen
Seerosen-Sorten 
Nelumbo nucifera
- Xiao San Se Lian
- Yang Zou Wan Li Ang

Nuphar japonica
Nuphar lutea

Nymphaea alba
Nymphaea x daubenyana
Nymphaea lotus
Nymphaea tuberosa
Nymphaea tuberosa var. rosea
 

Eurydale ferox
Viktoria cruziana
Viktoria regia

Nymphaea -Hybriden
´American Beauty´
´American Star´
´Arc de Ciel´
´Attraction´
´Bagdad´
´Barbara Davies´ (auch ´Barbara Dobkins´)
´Berit Strawn´
´Director George T. Moore´
´Doll House´
´Ellisiana´
´Fabiola´
´Helvola´
´Joey Tomocik´
´Mme Laydecker´
´Marliacea Chromatella´
´Marliacea Rubra Punctata´
´Panama Pacific´
´Pink Sensation´
´Queen of Whites´
´Rubra´ (auch ´Pygmaea Rubra´)
´Sioux´
´Texas Dawn´
´Walter Pagels´

Unter dem Begriff Seerosen (Familie Nymphaeaceae) werden im allgemeinen Sprachgebrauch Pflanzen aus verschiedenen Gattungen zusammen gefasst. Die einheimischen Seerosen, die Kultursorten für Teiche und auch die kleinen tropischen Arten für Kübel und Aquarien gehören zur Gattung Nymphaea. Es gibt weltweit etwa 40 Arten in den gemäßigten bis tropischen Klimazonen. Die Blüten haben grüne Kelchblätter und abhängig von der Art oder Sorte etwa 10 bis 50 farbige Kronblätter. Die Kronblätter können weiß, gelb, rosa, pink, rot oder violett bis blau sein. Die violetten und blauen Farbtöne kommen allerdings nur bei nicht winterharten tropischen Arten vor. Durch Kreuzungen sind Sorten entstanden, die bei den bei uns vorherrschenden niedrigen Temperaturen blühen können. Aber auch sie müssen frostfrei überwintert werden. Diese Seerosen bilden nur Schwimmblätter aus, aber keine Unterwasserblätter. Die Gattungsbezeichnung leitet sich vom griechischen "nymphaia" = "Seerose" ab.
Außerdem gibt es die Mummeln in der Gattung Nuphar, die sich von den Seerosen darin unterschieden, dass sie im Jungendstadium Unterwasserblätter bilden. In schnell strömendem Wasser werden teilweise gar keine Schwimmblätter gebildet. Eine weitere Besonderheit ist, dass die Kelchblätter, die meist gelb gefärbt sind, eine kugelige Blüte bilden. Die eigentlichen Kronblätter sind recht klein und zwischen den Staubblättern oft nicht erkennbar. Zu der Gattung gehören etwa 10 bis 25 Arten auf der nördlichen Halbkugel. Sie sind meist winterhart. Die gattungsbezeichnung ist eine Kurzform der französischen Bezeichnung "nénuphar", was Seerose bedeutet.
Der echte Lotus aus der Gattung Nelumbo benötigen dagegen jede Menge Wärme. Zur Gattung gehören lediglich zwei Arten. N. nucifera ist vom Kaspischen Meer über Asien bis nach Australien verbreitet. N. lutea stammt dagegen aus Amerika. Typisch ist, dass sie keine Schwimmblätter bilden, sondern ihre schildförmigen Blätter auf stabilen Stielen aus dem Wasser wachsen. Die Blüten überragen die Blätter noch. Die Bezeichnung leitet sich von der singhalesischen (Sri Lanka) Bezeichnung "nelumbu" = "Seerose" ab.
 

Blüte einer Seerose (´Doll House´)
Die Narben von Seerosen sind flach und
sehen in etwa aus wie Wagenräder. 
Die einzelnen "Speichen" werden als 
Narbenäste bezeichnet. Die nach oben
gebogenen Spitzen als "Narbenzähne".

Blüte einer Mummel (Nuphar lutea)
Die Kelchblätter bilden die kugelförmige
Blüte, während die Kronblätter deutlich 
kleiner sind und teilweise auch unter
den Staubblättern verborgen sein können.

Blüte einer Lotusblume (Nelumbo nucifera)
Der Blütenboden umschließt die einzelnen
Fruchtknoten soweit, dass nur die Narbenspitzen
als einzelne runde Erhebungen sichtbar bleiben.

Diese Blütenbauformen sind charakteristisch 
für die verschiedenen Gattungen. 
Arten oder Sorten innerhalb der Gattungen lassen 
sich an Hand der Anzahl der einzelnen 
Blütenteile und von Farben, sowie Farbwechseln
unterscheiden. Auch die Form und Größe von
Kelch-, Kron- und Staubblättern kann variiert.

 

Besonders beeindruckend sind die riesigen südamerikanischen Seerosen aus den Gattungen Victoria und die asiatischen Eurydale. Besonders bekannt ist die Viktoria-Seerose (Viktoria amazonica, Syn. V. regia). Sie wird in vielen botanischen Gärten in einem eigenen Schauhaus gezeigt. Typisch sind ihre bis zu zwei Metern durchmessenden, bestachelten Schwimmblätter mit dem nach oben geschlagenen Rand. Die Gattungsbezeichnung ist eine Ehrenbezeugung an Queen Viktoria.
Etwas kleiner ist  Eurydale ferox. Bei ihr sind die Blattränder nicht nach oben geschlagen. Die Blätter erreichen einen Durchmesser von 40 bis etwa 100 cm. Sie sind auf der Oberseite dunkel grün und unterseits bläulich-violett. Auf beiden Seiten sind die Blattrippen bestachelt. Die Blüten sind mit 4 bis 5 cm Durchmesser nahezu winzig. Sie öffnen sich nur sehr kurz am Tage oder auch gar nicht. Diese Pflanze stammt aus dem tropischen und sobtropischen Ostasien (Japan, Cina) und kann bei Temperaturen zwischen 20 und 24 °C kultiviert werden. Der Name ist nach einer Gorgonin aus der griechischen Mythologie vergeben. Sie soll sich auf die Stacheln beziehen.
Zur Familie der Seerosengewächse (Nymphaeaceae) gehören neben den obene genannten Gattungen auch Barclaya und Aldrovandra. Für fast alle gilt das sie knollige Rhizome mit mehreren Vegetationspunkten haben. Die Rhizome sind Energiespeicher für Trocken- oder Kälteperioden und ermöglichen es den Pflanzen schnell wieder aus zu treiben, wenn die Bedingungen für die besser werden. Die Rhizome werden jedes Jahr größer und schwerer, sofern die Pflanzen während der Vegetationsperiode genug Nährstoffe zur Verfügung haben. Sind sie unterversorgt nimmt der Energiegehalt der Rhizome ab und sie schwinden.
Seerosen können von verschiedenen Schadinsekten befallen werden. Am häufigsten treten Blattläuse und der Seerosenzünsler auf.
 
 

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Lotusblumen, Indischer Lotus
Nelumbo nucifera GAERTNER 1788

Synonyme:
Nelumbium nelumbo ?

Herkunft:
Asien von Japan bis Australien

Aussehen:
Der Lotus ist eine echte Wasserpflanze, der immer im Wasser stehen muss. Das Rhizom ist weiß und kräftig. Es wächst stark wuchernd im Substrat. Es wird bis zu 20 cm lang. Aus ihm gehen zunächst schildförmige, runde Schwimmblätter hervor. Danach schieben sich Luftblätter aus dem Wasser, die erst zusammengerollt sind und sich dann über Wasser ausbreiten. Sie stehen auf bis zu 2 Meter langen Stielen und erreichen einen Durchmesser von 30 bis 60 cm. Typisch ist die mit feinen Papillen besetzte Oberfläche, die ein Benetzen verhindert (Lotuseffekt). Wassertropfen bleiben auf der Oberfläche liegen oder laufen in der Blattmitte zusammen, bis der Blattstiel etwas zur Seite kippt und das Wasser abläuft. Die Blüten sind einzeln auf hohen Stielen, die die Blätter überragen. Sie sind schalenförmig und haben einen Durchmesser von 15 bis 35 cm. Die jungen Blüten sind rosa, dann verblassen sie jedoch immer mehr, oder rein weiß. Der Fruchtknoten ist in der Blütenachse eingewachsen. Die Narben der 7 bis 25 Fruchtblätter sind alle einzeln als kleine runde "Knötchen" auf der Oberfläche sichtbar. Die Fruchtstände trocknen ein und bleiben als braune, glockenförmige Gebilde an den Stielen hängen. Die Samen haben sehr harte Schalen.

Temperatur:      ca. 24 bis 28 °C zum Blühen, nicht winterhart

pH-Wert:          -

Härte:               -

Licht:                mittel bis viel

Sonstiges:
Die Pflanzen können ausgesät werden. Die harte Samenschale muss dazu aber angekratzt oder angschnitten werden, da sonst kein Wasser eindringt und der Samen nicht quillt.  . Nach etwa 1 bis 2 Wochen bei einer Temperatur von 25 bis 30 °C keimen die Samen. 
Es gibt zahlreiche Sorten, die sich in Größe, Blütenform und -farbe von der Typus-Form unterscheiden. Aber auch sie müssen für eine erfolgreiche Blüte in unseren Breiten in einem beheizten Becken vorkultiviert werden, weil es bei uns zu lange dauert, bis die Außengewässer warm genug sind für den Austrieb.

Frische zart rosa Lotusblüte mit reifen 
Staubblättern aber unreifen Narben.

Blüte einer Lotusblume mit 10 frischen,
bestäubungsfähigen Narben. Die
Staubblätter sind bereits eingetrocknet.

 

Blüte der Sorte ´Xiao San Se Lian´

Blüte der gefüllten Sorte ´Yang Zou Wan Li Ang´

Fruchtstand mit Samen


 

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Japanische Teichmummel
Nuphar japonica DE CONDOLLE 1821

Synonyme:
Nymphaea lutea THUNBERG
Nuphar japonicum var. subintegerrimum subvar. rubrotinctum CASPARY
Nuphar subintegerrimum subvar. rubrotinctum (CASPARY) MAKINO

Herkunft:
Japan

Aussehen: 
Diese Wasserpflanze hat ein kräftiges, etwa 2 bis 6 cm dickes, kriechendes Rhizom. Alte Blattansätze sind deutlich sichtbar. Die ersten Blätter sind ganz untergetaucht. Sie haben runde Stiele und pfeilförmige Blattspreiten. Die Spreiten sind bis zu 20 cm lang und 12 cm breit, weich, gewellt und druchscheinend. Es bilden sich manchmal Schwimmblätter. Diese sind pfeil- bis herzförmig und fettig glänzend. Die Blüte erhebt sich auf einem langen Stiel aus dem Wasser. Sie hat einen Durchmesser von etwa 5 cm. Die 10 bis 18 Kronblätter, sowie die 5 Kelchblätter, sind gelb bis orange. Die Narbe ist eine vielstrahlige Scheibe. Die Blüten sind nicht selbstfruchtbar. Die Frucht reift über Wasser.

Temperatur:      20-28 °C

pH-Wert:          6,5-7,2

Härte:               2-12 °KH

Licht:                mittel bis viel

Sonstiges:
Die Kultur im Aquarium ist einfach, aber die Pflanzen werden sehr groß. Die Bildung von Schwimmblättern oder Blüten ist im Aquarium selten. Die Rhizome diser Pflanze werden in Japan gegessen. Man breitet auch einen Tee aus den jungen Blättern zu.

`Rubrotincta´ ist eine rotbraune Varietät dieser Pflanze. Bei ihr ist die Blüte orange bis rötlich.
 
 

Nuphar japonica ´Rubrotincta´
Die ovalen Blätter auf dem linken Bild gehören zum Wasserschild (Brasenia)

Grüne Form von Nuphar japonica

Die Pflanzen bilden nach einiger Zeit 
Schwimmblätter aus.

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Große Mummel, Gelbe Teichrose
Nuphar lutea (SIBTHORP) SMITH 1809

Synonyme:
-

Herkunft:
in Europa heimisch

Aussehen: 
Diese Wasserpflanze bildet nur wenige Jugendblätter. Überwiegend hat sie Schwimmblättern. Deren Stängeldurchschnitt ist halbrund (vegetativer Unterschied zu Nymphaea alba). Die ovalen bis herzförmigen Spreiten sind 12 bis 30 mal 8 bis 20 cm groß. Das armdicke Speicherrhizom wächst, kriechend im Boden. Die ehemaligen Ansätze von abgestorbenen Blättern sind deutlich sichtbar. Die Blüte ist 4 bis 6 cm im Durchmesser. Sie hat 5 gelben Hüllblätter. Die Blüten schwimmen nicht, sondern stehen auf dem Stängel. Die Blüte erscheint im Juni bis August. Die Frucht schwimmt.

Temperatur:      winterhart

pH-Wert:          um 7,0 und höher

Härte:               6 - 14

Licht:                mittel bis viel

Sonstiges:
Die Teichmummerl wächst in langsam fließenden oder stehenden Gewässern in einer Wassertiefe von 0,5 bis 2,5 m. Sie kommt sowohl in nährstoffarmem, als auch in nährstoffreichem, leicht alkalischem Wasser vor. Die Pflanzen sind giftig.

Teichrosen, Knöterich und Froschlöffel
in einem See in der Nähe von Esbjerk.

Knospe und Schwimmblatt von N. lutea

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Kleine Mummel, Kleine Teichrose
Nuphar pumila (TIMM) DE CONDOLLE 1821

Synonyme:
Nuphar minima SMITH (möglicherweise eigenständige Art)
Nuphar kalmiana AITON (Syn. von N. minima)
Nuphar rubrodisca MORONG 1886 ?

Herkunft:
Mitteleuropa, Nordamerika

Aussehen: 
Die ovalen bis herzförmigen Spreiten der Schwimmblätter sind bis zu 15 cm lang. Die Stiele haben einen ovalen Querschnitt, der zur Spreite hin in eine Rinne bildet.  Das Rhizom ist nur sehr klein und kurz. Die Blüte ist 2 bis 3 cm im Durchmesser. Sie hat 5 gelben Kelchblätter, 9 bis 12 Kronblätter und bis zu 60 Staubblätter. Die Narbenscheibe ist gelb bis rot. Die Blüten schwimmen nicht, sondern stehen auf dem Stängel. Die flaschenförmige Frucht ist grün.

Temperatur:      winterhart

pH-Wert:          um 7,0 und höher

Härte:               6 - 14

Licht:                mittel bis viel

Sonstiges:
Die Teichmummerl wächst in langsam fließenden oder stehenden Gewässern in einer Wassertiefe bis 0,8 m. 
N. x intermedia ist eine Kreuzung aus N. pumila und N. lutea.


Blüte der Kleinen Teichrose.

Blätter der panaschierten Form

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Weisse Seerose
Nymphaea alba LINNÉ 1753

Synonyme:
-

Herkunft:
in Europa heimisch

Aussehen: 
Diese Wasserpflanze bildet Schwimmblätter, die große Wasserflächen bedecken können. Der Stängelquerschnitt ist rund. Ein armdickes Speicherrhizom wächst kriechend im Boden. Die weiße Blüte hat teilweise einen Durchmesser von mehr als 15 cm. Diese größte Blüte der heimischen Pflanzenwelt erscheint im Juni bis September. Sie schwimmt auf der Wasseroberfläche. 

Temperatur:     winterhart

pH-Wert:         -

Härte:              -

Licht:              mittel bis viel

Sonstiges:
Die Pflanzen wurzeln in Wassertiefen von 0,5 bis 3 m. Sie kommen in nährstoffarmen und nährstoffreichen, meist stehenden Gewässer vor. Sie wachsen aber auch in langsamfliessenden Flüssen oder Moorgräben. Durch die hohe Elastizität der Stängel sind sie gut an wechselnde Wasserstände angepasst. Die Pflanzen sind giftig. 

Blüte von Nymphaea alba

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Daubenys Seerose
Nymphaea x daubenyana

Synonyme:
-

Herkunft:
Kreuzung zwischen N. micrantha und N. caerulea

Aussehen: 
Die Unterwasserblätter sind zart, hellgrün mit rötlichem Muster und etwa 15 bis 20 cm im Durchmesser. An der Blattbasis bilden sich bei den Unterwasserblättern Adventivpflanzen. Die Schwimmblätter sind auf der Oberseite grün und unterseits oft rötlich. Sie haben abhängig von der Ernährung eine Größe von 10 bis 30 cm. Die hellvioletten oder blaßblauen Blüten öffnen sich am Tag. Sie haben einen Durchmesser von 5 bis 18 cm. Die Pflanzen sind steril und bilden keine Samen.

Temperatur:     23 - 30 °C

pH-Wert:          6 - 7

Härte:               4 - 18 °dKH

Licht:                mittel bis viel

Sonstiges:
Die Pflanzen benötigen für ein gutes Wachstum Licht, Wärme und einen nährstoffreichen Bodengrund. Sie sind selten zu bekommen, weil sie kaum kommerziell vermehrt werden.

Blüte im Gewächshaus

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Tigerlotus
Nymphaea lotus LINNÉ 1753

Synonyme:
Nymphaea thermalis DE CONDOLLE
Nymphaea zenkeri GILG

Herkunft:
Afrika, Asien

Aussehen: 
Unter Wasser werden die Pflanzen etwa 25-80 cm hoch. Die submersen Blätter sind rund oder oval, mit einer Länge von 10 bis 20 cm und einer Breite von 8 bis 14 cm. Die Spreiten sind leicht gewellt, grün mit rötlichen Flecken oderauf der Blattoberseite grün und Blattunterseits rosa, oder vollständig dunkelrot. Die Blattstiele sind 10 bis 30 cm lang. Wird die Pflanze nicht regelmäßig ausgelichtet, kommt es zur Bildung von Schwimmblättern. Diese haben einen Durchmesser von 9 bis 25 cm. Ihr Blattrand ist gesägt. Die Blüte ist gelb-weiß, duftend, mit 16-20 Kelchblättern. Sie erreicht bis 10 cm im Durchmesser. Die Pflanzen sind selbstfertil. Die Frucht ist etwa 5 cm gross. Sie sinkt auf den Boden. Nach 3-4 Wochen werden tausende geflügelte Samen freigesetzt, die zuerst schwimmen und dann auf den Grund sinken und nach etwa 8 Tagen keimen.

Temperatur:      20-28 °C

pH-Wert:          5,5-7,5

Härte:               2-12 °KH

Licht:                mittel bis viel

Sonstiges:
Es werden viele verschiedene Farbformen angeboten. Beispielsweise gibt es unter der Bezeichnung "roter Tigerlotus" Pflanzen die intensiv wein rot mit rosa Unterseite, rot mit dunkleren Flecken oder vollständig braun rot sind. "Grüner Tigerlotus" kann eie grüne Oberseite mit grüner oder rosafarbener Unterseite oder grün mit Flecken sein.
Die Pflanzen werden nur in der Natur gesammelt. Daher haben auch die Gärtnerein keinen Einfluß darauf, ob die Pflanzen wirklich rote oder grüne Blätter bilden. Es empfiehlt sich nur Pflanzen mit Blättern zu kaufen, wenn man mit der Farbe sicher gehen will.
Die Vermehrung erfolgt durch Tochterpflanzen aus der Knolle oder durch Samen. Die Samen können in einem Gemisch aus Torf, Sand und eisenhaltigem Laterit angezogen werden. Ein Wasserstand von 10 cm ist ausreichend. nach etwa 4 Wochen sind die Jungpflanzen 6 cm hoch. 
Am natürlichen Standort kommt der Tiegerlotus zusammen mit Aponogeton abyssinicus, Marsilea-Arten, Ottelia ulvifolia, Utricularia-Arten, Nymphoides indica und Crinum natans

Unterwasserblätter des Tigerlotus.
Je mehr Licht sie bekommen, 
desto intensiver ist der Rotton.

Nur wenige Pflanzen sind 
so intensiv dunkel rot.

Auch ein roter Tigerlotus.

Die weißen Blüten öffnen sich nachts.

Am weitesten verbreitet ist diese 
grüne Form mit roten Flecken.

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Nordamerikanische Seerose
Nymphaea tuberosa PAINE 1865

Synonyme:
-

Herkunft:
östliches Nordamerika

Aussehen: 
Die weiße Blüte dieser Seerose hat einen Durchmesser von etwa 9 - 10 cm. Sie ist geruchslos oder nur schwach duftend. Die Spitzen der Kronblätter sind stumpf. Die inneren gehen in die Honigblätter mit den Nektarien über. Die Narbe ist gelb und etwas vertieft mit 12 bis 18 Narbenästen, deren Spitzen orange sind. Die Blüte steht etwa 10 cm über dem Wasser. Sie bleibt etwa 3 bis 4 Tage bevor sie verblüht. Dabei ist sie vom späten Vormittag bis zum frühen Nachmittag offen. Die Kelchblätter sind elliptisch, grün auf der Innenseite weiß. Die Blätter sind lederartig dick, ca. 20 bis 35 cm im Durchmesser. Meist sind sie oben und unten frisch grün. Der Wurzelstock ist kriechend mit kurzen dunklen Haaren. Er wird bis zu einem Meter lang und 2 bis 5 cm dick. Seitlich bilden sich viele leicht abbrechende Nebensproße.

Temperatur:     winterhart

pH-Wert:          -

Härte:               -

Licht:                mittel bis viel

Sonstiges:
Die Art wurde früher oft als Kreuzungspartner verwendet um winterharte Hybriden zu erzeugen. Heute sind die Pflanzen an den ursprünglichen Naturstandorten ausgestorben. 
Nymphaea tuberosa var. rosea ist eine Naturhybride, die in den östlichen USA (Staat New York) auch in freien Gewässern zu finden ist. Ihre Blüten sind rosa und duften. 

Blüte von Nymphaea tuberosa

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Seerosen-Hybriden

Herkunft:
Zuchtformen

Allgmeines:
Es gibt unzählige Hybriden von Seerosen, die für die Kultur im Gartenteich angeboten werden. Die Farbvielfalt reicht von weiß über rosa, rot und violett zu gelb. Es gibt kleinblütige Sorten, die in Kübeln oder Balkonkästen wachsen können und riesige, die große Teiche bedecken können. Teilweise sind die Sorten winterhart und können im Teich überwintern. Viele Hybriden haben aber tropische Elternarten und müssen im Winter frostfrei gelagert werden. Solche Sorten sollte man zur einfacheren Handhabung in Gitterkörbe pflanzen.
Meist sind Seerosenblüten drei Tage geöffnet. Sie blühen auf, schließen sich über Nacht wieder und öffnen sich an den Folgetagen erneut. Viele Sorten verändern dabei von Tag zu Tag ihre Farbe. Gelbe und rosafarbene Blüten bleichen aus und werden immer heller bis hin zu weiß. Beianderen Sorten werden die Blüten dunkler. Daher stimmen die Blütenbeschreibungen meist nicht genau mit den Bildern überein, die nicht alle am ersten Tag des Aufblühens gemacht worden sind.

Klassifizierung von Seerosen:
Es wird zwischen winterharten, tagblühenden tropischen und nachtblühenden tropischen Seerosen unterschieden. Die meisten im Handel erhältlichen Sorten sind bedingt winterhart. Sie stammen aus Kreuzungen zwischen winterharten Arten aus gemäßigten breiten und tropischen Arten. Sie können bei ausreichender Wassertiefe auch im Winter im Teich bleiben. Voraussezung ist, dass das Eis nicht bis zu den Pflanzen gelangt. 
Es werden außerdem verschiedene Blütenformen unterschieden. Danach können Seerosenblüten kelch-, tulpen-, chrysanthemen-, kugel-, strahlen-, schalen-, tassen- oder sternförmig sein. 
Die in den Sortenbeschreibungen verwendeten Farbbeschreibungen sind oft schlecht nachvollziehbar und scheinen sich nicht immer mit den hier verwendeten Abbildungen zu decken. Die korrekte Farbwiedergabe ist allerdings bei Seerosen besonders schwierig, weil bei den meisten die Blüten mit zunehmendem immer mehr aufhellen und ausbleichen. So geht bei den meisten hell gelben Sorten, die Farbe recht schnell ins weiße über. Bei der Bezeichnung der Rosatöne sind die Züchter sehr einfallsreich. oft würde man die Farben als hellrosa, pink oder fliederfarben bezeichnen. Seerosenzüchter sehen an der Stelle aber "granatrot", "karminrot" oder gar ein "kupfer-orange". Zusätzlich ist die Farbwiedergabe durch Fotos abhängig von Licht und im Fall von digitalen Fotos auch von der Bildschirminstellung (mehr dazu hier).
Ein weiteres Beschreibungsmerkmalist die Form der Blätter. Charakterisiert werden die Sorten dabei durch die Weite des Blatteinschnitts an der Basis, die Form der Basallappenspitzen, Grad der Überlapung der Basalllappen und ob sich bei der Überlappung der rechte oder linke Lappen oben befindet. 

Diese violette Seerose bildet am Blattansatz auf der Oberseite
der Schwimmblätter Adeventivpflanzen. Diese Form der
Vermehrung ist bei Seerosen selten.

Die folgenden Sorten sind alle winterhart. Es handelt sich lediglich um einen kleinen Auszug aus dem riesigen Sortiment.


´Director George T. Moore´
Züchtung von Georg H. Pring
gehört zu den tagblühenden 
tropischen Seerosen

N. x daubenyana ist ebenfalls eine
tagblühende tropischen Seerose. 
Sie wird zum Teil als Aquarienpflanze 
verwendet.

N. lotus gehört zu den nachtblühenden 
tropischen Seerosen.

´American Beauty´
Züchtung von G. H. Pring 1941
Die Blüten sind schalenförmig, dunkel rosa mit zitronengelber Mitte. Die Blüten duften stark süßlich. Sie haben 25 Blütenblätter und einen Durchmesser von etwa 15 cm. Die Staubblätter sind gelb. Die Antheren sind orange-rosa mit rosa Spitze. Die Innenseite der Kelchblätter ist dunkler rosa bis violett. 
Die Blätter sind rund mit einem Durchmesser von etwa 30 cm. Die Spreite ist oben grün, unterseits rot mit grüner Aderung. Die Ränder sind gezackt und der Blatteinschnitt an der Basis überlappt sich auf einem Drittel der Länge oder weiter. 
´American Star´
Züchtung von Perry D. Slocum 1985
Die Blüten sind sternförmig, rosa, duftend. 28 bis 30 zugespitze Blütenblätter mit einer Länge von 5,5 cm und einer Breite von 1,5 cm. Kelchblätter ebenso groß, grün, teilweise mit rosafarbenem Rand. Die Honigblätter sind weißlich rosa, teilweise an der Spitze gelb.
Blätter grün, kreisrund, ca. 25 cm im Durchmesser, unterseits braunrot
Zufallssämling von ´Rose Arey´.
´Arc de Ciel´
Züchtung von Latour-Marliac 1901
Die Blüten sind im Aufblühen schwach rosa, später weiß. Strahlenförmig mit ca. 15 cm Durchmesser. Sie haben nur einen schwachen Duft. 22-24 Blütenblätter, schmal lanzettlich, spitz zulaufend. Die Blüten stehen über dem Wasser. Die äußeren Staubblätter sind deutlich länger als die inneren. 16 Narbenäste. Kelchblätter außen dunkel grün mit hellerem Rand. Innenseite silbrig weiß. 
Die Blätter sind fast rund ca. 15 bis 20 cm im Durchmesser. Die Basallappen stehen weit auseinander. Typisch ist die Musterung aus hellen, weißen, gelben oder rosafarbenen Punkten, Strichen, Flecken oder größeren Flächen (Panaschierung). Blattunterseite bräunlich rot. 
´Attraction´
Züchtung von Latour-Marliac 1910
Die Blüten sind leuchtend karminrot, 26 bis 28 Blütenblätter, die äußeren sind heller, Spitzen hell mormoriert. Durchmesser ca. 18 cm. Duft süßlich. 20 Narbenspitzen. Kelchblätter grün mit rötlichcen Linien. Die Blätter sind fast kreisrund, oben grasgrün unten hell grün, 30 cm im Durchmesser. 
´Bagdad´
Züchtung von G. H. Pring 1941
Die Blüte ist schalenförmig, blaß lila mit gelber Mitte. 30 bis 32 spitz zulaufende Blütenblätter. Staubblätter gelb, Antheren mit lila Spitzen. Blätter mit 20 bis 25 cm Durchmesser. Oberseite grün mit vielen rot braunen Flecken. Unterseitsdunkelgrün mit roten streifen. Ränder gewellt und gezähnt.
´Barbara Davies´ (auch ´Barbara Dobkins´)
Züchtung von Kirk Strawn 1996
Die Blüte hat eine gefüllte Schalenform mit einem Durchmesser von 12 bis 14 cm. Die 38 Blütenblätter haben eine scharfe Spitze, sind 6 x 2,5 cm groß und schwach rosa bis hellgelb. Die Farbe wird zur Mitte hin intensiver. Schwach duftend. Die Kelchblätter sind dunkel grün mit orange-roten Flecken. Die Blätter sind oval mit einem Durchmesser von etwa 20 x 25 cm. Das Blatt ist nur zu etwa einem Drittel eingeschnitten. Auf der olivgrünen Oberseite kräftige rotbraune Flecken. Unterseite orange-braun.
´Berit Strawn´
Züchtung von Kirk Strawn 1993
Die tulpenförmigen Blüten sind kupfer-orange und haben einen Durchmesser von 6-8 cm. Sie stehen auf den Stielen etwa 10 cm über der Wasseroberfläche. Schwach duftend. 19 Blütenblätter, 4,5 x 1,8 cm groß, eiförmig. 9 Bernsteinfarbene Narbenäste. Kelchblätter außen dunkelgrün, innen weißlich grün mit rosa Nervatur. Die Blätter dind fast rund mit einem Durchmesser von ca. 12 cm. Oberseite dunkel grün bis olivgrün mit braunroten Flecken. Junge Blätter insgesamt besonders dunkel. Blattunterseite rosa bis rot mit dunkel braunen Flecken.
´Doll House´
Züchtung von Kirk Strawn um 1995
Die Blüte ist kugelförmig mit 23 Kronblättern. Sie wird von der Mitte nach außen von karminrot nach weiß immer heller. Ältere Blüten hellen ganz auf und sind zartrosa bis weiß. Die äußeren Kronblätter haben grüne Streifen. 13 Narbenäste.
Die Blätter sind oben matt grün und haben am Anfang einen bräunlichen Rand, der später verschwindet.
´Ellisiana´
Züchtung von Latour Marliac 1896
Die Blüte ist tulpen bis strahlenförmig und kräftig granatrot gefärbt. Die äußeren der 20 Kronblätter sind deutlich heller. Der Durchmesser beträgt etwa 8 cm. der Duft ist schwach. 2 bis 3 feuerrote Honigblätter. Äußere staubblätter karminrot, innere kupfrig braun. 9 bis 10 rötliche narbenäste. Die Kelchblätter sind hell bis dunkel grün. Die Innenseite ist erst weiß mit rosa Linin und später grün.
Die Blätter sind fast rund mit einem Durchmesser von etwa 15 cm. Junge Blätter haben auf der Oberseite rot braune Flecken und Streifen. Später sind sie rein matt grün. Die Unterseite ist rötlich.
´Fabiola´
Züchtung von Latour-Marliac 1913
Die etwa 12 cm großen Blüten sind tassen- bis schalenförmig, von der Mitte zum Rand intensiv rosa bis silbrig weiß. Der Duft ist schwach. Die Honigblätter sind hell rosa mit gelber Spitze. Die Narbe ist gelb mit 13 bis 15 orangen Narbenzähnen. Die Kelchblätter sind außen grün braun, auf der Innenseite silbergrau.Die Blätter sind rund und haben einen Durchmesser von ca. 23 cm. Der Blattrand ist gewellt.
´Helvola´ (auch ´Pygmaea Helvola´)
Latour-Marliac 1879
Die Blüte ist schwefelgelb, ca. 3 bis 4 cm im Durchmesser und sternförmig. Sie hat 16 bis 19 Kronblätter von 2 x 1 cm Größe. Die Kelchblätter sind außen grün mit rosafarbenen Linien und innen zart gelb mit rosafarbenen Linien. Die Blätter sind oval, ca. 5 x 7 cm groß. Die Oberseite ist oliv grün mit rotbraunen Punkten und Flecken. 
Die Sorte gilt als die kleinste Seerose. Sie eignet sich gut für Schalen und Miniteiche. Der Wasserstand sollte 30 cm betragen (min. 20, max. 40 cm). In kleinen Gefäßen muss die Pflanze allerdings vor dem Durchfrieren geschützt werden. Sie kann nicht in einem Eisklumpen überwintern.
´Joey Tamocik´
Züchtung von Kirk Strawn 1993
Die Blüte ist goldgelb, ca. 10 cm im Durchmesser und schwach duftend. Sie steht etwa 10 cm über dem wasser. Manchmal treten Honigblätter auf. 12 hell gelbe Narbenäste. Die Kelchblätter sind innen und außen grün. Die Blätter sind kreisrund etwa 14 cm im Durchmesser. Die jungen Blätter haben kleine dunkle Flecken an den Rändern. Später flächig dunkel grün. Die Unterseite ist blutrot, mit kleinen dunklen Flecken. 
´Madame Maurice Laydecker´
Züchtung von Latour-Marliac 1936
Die Blüte ist im Zentrum kirschrot, wird aber nach außen hin immer heller. Die 16 Kronblätter sind etwa 5,5 x 3,5 cm groß. Die gelbe Narbe hat 10 Äste und die Narbenzähne sind hell orange. Die Kelchblätter sind außen grün und innen silbergrau. Die grünen Blätter sind ledrig, annähernd rund, mit einem Durchmesser von 20 bis 22 cm. Die Blattunterseite ist bei jungen Blättern orange braun, später grün mit bräunlichem Rand.
´Marliacea Chromatella´
Züchtung von Latour-Marliac 1887
Die Blüten sind erst hel gelb und werden im Alter immer heller. Durchmesser etwa 10 bis 12 cm. Ca. 24 Blütenblätter. Duft sehr schwach. 12 bis 14 Narbenspitzen.
Die Kelchblätter sind außen gelb grün mit hell rosa Streifen und Flecken. Innen hell gelb bis schwach rosa. Die jungen Blätter haben auf der Oberseite deutliche braune Flächen, die mehr oder weniger radspeichenartig in der Mitte zusammenlaufen. Dieses Muster fehlt bei allen anderen hell gelben Sorten. Die Blattunterseite hat zahlreiche orange-braune Flecken.
´Marliacea rubra puntata´
Züchtung von Latour-Marliac 1889
Die Blüte ist schalenförmig, 8 cm im Durchmesser. Die 24 Kronblätter sind purpurrot. Die Kelchblätter sind außen gras grün mit gelblich grünen Streifen und rosa Rändern. Die Innenseite ist silbrig weiß. Die Blätter sind oval, ca. 10 bis 13 cm groß. Die Oberseite ist matt grün mit größeren braun-roten Flecken. Die Blattunterseite ist orange-braun.
´Panama Pacific´
Züchtung von William Tricker 1914
Die Blüte ist schalenförmig, lila und hat 21 bis 22 Blütenblätter. Die Staubblätter sind gelb mit violetten Antheren. Die Kelchblätter sind innen violett-lila. Der Blütenstiel ist braun und fusselig behaart.
Die Blätter sind glänzend dunkel grün unten rötlich. Der Blattstiel ist braun mit feiner Behaarung. 
Die Pflanze bildet Tochterpflanzen auf den Blättern.
´Pink Sensation´
Perry D. Slocum 1947
Die Blüte ist rosa, ca. 12 bis 14 cm im Durchmesser und sternförmig. Sie steht etwas über der Wasseroberfläche. Der Duft ist schwach. Die Kelchblätter sind außen grün und haben rosafarbene Ränder. Die Innenseite ist zart rosa mit roten Linien und Flecken.
Die Blätter sind kreisrund und haben einen Durchmesser von ca. 15 cm. Die Oberseite ist grün, die Unterseite braun rot. 
´Queen of Whites´
Laurence Gedy 1970
Die Blüte ist tassen bis sternförmig, weiß mit einem Durchmesser von 14 bis 16 cm. Sie duftet angenehm. Die Kelchblätter sind außen grün und innenweiß mit rosafarbenen Flecken. Die Blätter sind oval und haben einen Durchmesser von 22 bis 24 cm. Die Oberseite ist grün, die Unterseite rötlich braun. 
´Rubra´ (auch ´Pygmaea Rubra, N. tetragona ´rubra´)
Züchter unbekannt
Zu Beginn ist die Blüte rosa, wird im Laufe der Zeit aber dunkler. Der Durchmesser nimmt von 3,5 cm auf 4,5 cm zu. Die narbe ist gelb und etwas vertieft. Die 12 Narbenzähne sind hell orange. Die Außenseite der Kelchblätter ist grün mit bräunlichen Flecken. Die Innenseite ist grau weiß. Die ovalen Blätter haben einen Durchmesser von etwa 12 bis 14 cm. Die Oberseite ist grün mit dunklerem, bräunlichem Rand. Die Unterseite ist orange braun.
´Sioux´
Züchtung von Latour-Marliac 1908
Die Blüte ist sternförmig und hat einen Durchmesser von 10 bis 12 cm. Sie ist rosa mit dem Hauch eines Gupfertons und Gelb. Am dritten Tag wird die Blüte rötlich. Die Narbe ist gelb mit 14 oder 15 Narbenästen. Die Blätter sind oval etwa 25 cm im Durchmesser. Die Oberseite ist dunkel grün, bei jungen Blättern mit radspecihenartiger, braunrote Strichelung. Die Unterseite blutrot mit schwarzbraunen Flecken.
´Texas Dawn´
Züchtung von Kenneth Landon 1990
De bis etwa 15 cm durchmessende Blüten ist strahlenförmig und kräftig gelb. Sie steht bis zu 30 cm über der Wasseroberfläche. Die Kelchblätter sind unterschiedlich dunkel grün gefärbt. Die Innenseite ist schwach gelb mit hellem grün, manchmal leicht rosa.
Die Blätter sind oval mit einem Durchmesser von etwa 25 cm. Die Oberseite ist hell bis dunkel grün mit braunroten Flecken. Die Unterseite ist orange braun mit fast schwarzen Flecken.
´Walter Pagels´
Züchtung von Kirk Strawn 1993
Die Blüte ist weiß, schalenförmig und etwa 8 bis 12 cm im Durchmesser. Die Kelchblätter sind außen grün mit rosa, innen weiß mit grünlichem Rand. Die Blätter sind fast herzförmig und am Rand gewellt. Die Oberseite ist grasgrün die Unterseite grün mit rötlichem Rand. 

Weitere Bilder von Seerosen für den Teich gibt es bei Seerosen Epple.
 


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Viktoria-Seerose
Viktoria cruziana 

Synonyme:
Viktoria trickeri

Herkunft:
Südamerika (Brasilien, Nordargentinien, Paraguay)

Aussehen: 
Die auffälligen Schwimmblätter sind bis zu 1,5 m im Durchmesser. Der Blattrand ist senkrecht nach oben geschlagen und steht 10 cm hoch. In der Blattspreite sind lufgefüllte Kammern. Die Blätter sind auf beiden Seiten grün und haben rötliche Blattrippen. Die Blüten öffnen sich in der ersten Nacht weiß und duften. Am Morgen schließen sie sich. Am zweiten Abend öffnen sich sich wieder und sind ohne Duft und rosa. Am nächsten Morgen versinkt die Blüte. Die dunkel braunen bis schwarzen Samen sind etwa 8 bis 10 mm im Durchmesser. 

Temperatur:     28 - 30 °C

pH-Wert:         6 - 7

Härte:               4 - 18 °dKH

Licht:                mittel bis viel

Sonstiges:
Die Pflanzen sind in der Natur mehrjährig, werden aber in Botanischen Gärten jährlich immer wieder neu aus Samen gezogen. Die Samen haben eine sehr harte Schale und werden wie die von Lotus vor dem Treiben angefeilt. 
Besiedelt ruhige Gewässerabschnitte. Sehr großer Nährstoffbedarf.

Viktoria im Botanischen Garten 
in Göttingen.

Verblühte Blüte, Knospe und junges Blatt

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Viktoria-Seerose
Viktoria regia LINDLEY 1838 

Synonyme:
Viktoria amazonica SOWERBY 1850

Herkunft:
Südamerika (Bolivien, Brasilien, Britisch Guayana)

Aussehen: 
Die auffälligen Schwimmblätter sind bis zu 2 m im Durchmesser. In Kultur werden sie selten größer als 1,5 m. Der Blattrand ist senkrecht nach oben geschlagen und steht etwa 5 cm hoch. In der Blattspreite sind lufgefüllte Kammern. Die Blattoberseite ist grün. Die Unterseite dunkel rot. Die Blattrippen sind sehr kräftig und weisen wie der Blattstiel Dornen auf. Die Blüten sind im Durchmesser 25 bis 40 cm. Sie öffnen sich im Verlauf von drei Tagen immer wieder über Nacht (ca. 16-10 Uhr). In dieser Zeit wechselt die Farbe von rosa zu rot. Die Samen sind so groß wie Erbsen. 

Temperatur:     28 - 30 °C

pH-Wert:          6 - 7

Härte:               4 - 18 °dKH

Licht:                mittel bis viel

Sonstiges:
Die Pflanzen sind in der Natur mehrjährig, werden aber in Botanischen Gärten jährlich immer wieder neu aus Samen gezogen. Die Samen haben eine sehr harte Schale und werden wie die von Lotus vor dem Treiben angefeilt.
Besiedelt ruhige Gewässerabschnitte. Sehr großer Nährstoffbedarf.

Unterseite eines Schwimmblattes

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Literatur zu Nelumbo:

J. Gaertner (1788): De Fructibus et Seminibus Plantarum I, 73

K. Wachter (1998): Seerosen - winterharte und tropische Nymphaeaceen.- Eugen Ulmer GmbH, Stuttgart

E. Schuster (2000): Sumpf- und Wasserpflanzen - Eigenschaften - Ansprüche - Verwendung.- 3. Auflage, Parey Verlag, Berlin
 

Literatur zu Nuphar:

J. E. Smith (1809): Florae Graecae Prodromus, 1(2): 361

A. P. De Condolle (1821): Regni Vegetabilis Systema Naturale, sive Ordines, Genera et Species Plantarum Secundum Methodi Naturalis Normas Digestarum et Descriptarum. Paris, 2: 61-62

J. Presl & C. Presl (1822): Deliciae Pragenses , Historiam Naturalis Spectantes, 224

J. A. Paine (1865): Rep. (Annual) Regents Univ. State New York State Cab. Nat. Hist.: 132

U. Kirsten (1969): Licht- und elektronenmikroskopische Untersuchungen an den Hydropoten von Nuphar lutea, Nymphoides peltata, Sagittaria macrophylla und Salvinia auriculata.- Dissertation, Universtät Hamburg

H.W.E. van Bruggen (1989): Die große Mummel Nuphar lutea (L.) Sm.- DATZ 42(5), 303-305

K. Paffrath (1991): Die Zwergteichrose Nuphar pumilla (Timm) de Condolle, 1821.- Das Aquarium 27 (7), 19-20

C. Kasselmann (1997): Neue Aquarienpflanzen - Die rote Teichrose: Nuphar japonica var. rubrotincta.- Aquarium heute 3/1997, 599-601

O. Pedersen (1998): Die Lebensgeschichte der Mummel (Nuphar lutea L.) enthüllt.- Aqua Planta 2-98, 49-53

D. J. Padgett, D. H. Les and G. E. Crow (1998): Evidence for the hybrid origin of Nuphar x rubrodisca (Nymphaeaceae).- American Journal of Botany. 1998;85:1468-1476

K. Wachter (1998): Seerosen - winterharte und tropische Nymphaeaceen.- Eugen Ulmer GmbH, Stuttgart

F. Wieland (1999): Die Rose der Flüsse und Moore.- DATZ 52(10), 36-40

E. Schuster (2000): Sumpf- und Wasserpflanzen - Eigenschaften - Ansprüche - Verwendung.- 3. Auflage, Parey Verlag, Berlin

D.J. Padgett (2007):  A monograph of Nuphar (Nymphaeaceae).- Rhodophora, Vol. 109, No. 937, pp. 1–95

G. Dietrich (2009): Teichrosen.- DATZ 1/2009, 38-43
 
 
 

Literatur zu Nymphaeae:

Linné (1753): Species Plantarum 1: 510

F. Gessner, G. Volz (1951): Die Kutikula der Hydropoten von Nymphaea.- Planta 39, 171-174

U. Lüttge (1965): Mikroautoradiographische Untersuchungen über die Funktion der Hydropoten von Nymphaea.- Protoplasma 59, 157-163

K. Paffrath (1976): Nymphaea lotus L. .- Aqua Planta 3-76, 2

C. Kasselmann (1985): Neu für die Kultur im Aquarium: Nymphaea micrantha Guillemin et Perrottet aus Senegambia.- DATZ (9), 426-429

B. Greger (1993): Seerosengewächse im Aquarium - Einige Arten können auch im Aquarium blühen.- Aquarium Heute 11(3), 338-340

P.J. van der Vlugt (1994): Nymphaea micrantha.- DATZ 47(6), 398-401

F. Schumacher (1996): Roter Tigerlotus, Blütenentwicklung von Nymphaea lotus im Aquarium.- Das Aquarium 30(8), 40-41

B. Greger (1996): Nymphaea lotus - Tigerlotus.- Das Aquarium 30(4), 20-21

C. Kasselmann (1996): Nymphaea lotus L. eine polymorphe Art.- DATZ 49(5), 320-324

J. Téton (1998): Seerosen - Nymphaea lotus und Nymphaea alba.- Aquarium live 3/98,66-71

A. van den Nieuwenhuizen (1998): Nymphaea lotus. Ein schöner Blickfang im Aquarium.- DATZ 51(10), 666-669

K. Wachter (1998): Seerosen - winterharte und tropische Nymphaeaceen.- Eugen Ulmer GmbH, Stuttgart

W.A. Tomey (1999): Der Glühlotus - Nymphaea micrantha ist eine ideale Aquarienpflanze.- Das Aquarium 33(5), 31-34

C. Kasselmann (1999): Aquarienpflanzen.- 2. Auflage, DATZ-Atlanten, Eugen Ulmer Verlag, Stuttgart

E. Schuster (2000): Sumpf- und Wasserpflanzen - Eigenschaften - Ansprüche - Verwendung.- 3. Auflage, Parey Verlag, Berlin

A. Gutjahr (2002): Zwergseerosen.- Aquaristik Fachmagazin 6/7 2002 (Nr. 165), 56-57

G. Eggers, K. Schmidt (2001): Aquaflora der Insel Madagaskar.- Aquaristik Fachmagazin 158 (4/5), 26-28

I. Scheuermann (2001): Pflanzen fürs Aquarium.- 9. Auflage, GU Aquarien-Ratgeber, Gräfe und Unzer Verlag GmbH, München

R. Münch (2005): Erinnerungen an das gemeinsame Altwerden.-DATZ 4/05, 59-61
 

Literatur zu Viktoria und Eurydale:

J. Lindley (1838): Monog. 3; et Bot. Reg.,  Misc. 9.

Sowerby (1850): Annals and Magazine of Natural History, including Zoology, Botany, and Geology, ser. 2, 6: 310

K. Wachter (1998): Seerosen - winterharte und tropische Nymphaeaceen.- Eugen Ulmer GmbH, Stuttgart


(c)  Wilstermann-Hildebrand 2009